CH97642A - Verfahren zur Gewinnung und Reinigung von Tannin. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung und Reinigung von Tannin.

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CH97642A
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Aktiengesellschaft Byk- Fabrik
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Byk Guldenwerke Chem Fab Aktie
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  Verfahren zur Gewinnung und Reinigung von     Tannin.       Die bisherige Gewinnung von     Tannin    er  folgte gewöhnlich in der Weise,     dass    man die  zerkleinerten     gerbstoffhaltigen    Pflanzen  materialien mit Lösungsmitteln, wie Wasser,  Alkohol, Äther     ete.,-    oder Gemischen dersel  ben extrahierte. Die so erhaltenen.     Tannin-          lösungen    wurden eingedampft. Etwa. sieh da  bei ausscheidende     Verunreinigungen    wurden  entfernt.

   Man erhielt auf diese Weise     Tan-          nine,    die ausser Gerbsäure alle die Stoffe  enthielten, die im Rohmaterial vorhanden  und in den jeweils angewendeten Lösungs  mitteln     löslieli    waren und die -unter dem Na  men Nichtgerbstoffe bekannt sind.  



  Gemäss dem     neuen    Verfahren zur     Ge-          winn-Ling    und Reinigung von     Taanin    werden  aus     tanninhaltigen    Rohstoffen     Auszüole        be-          l=     reitet, diese dann mit     solehen    Verbindungen  behandelt, die mit dem     Tannin    in dem  zum Ausziehen verwendeten Lösungsmittel       seliwerlösliche        Tanninsalze    bilden, wie z. B.

    Magnesia,     Magnesiumkarbonat,        Magnesium-          hydroxyd,    die analogen Barium-,     Stron-          flum-    oder     Caleii--tmverbinduii-,en    und die so       t'       entstehenden     Tannate    von den in Lösung  bleibenden Verunreinigungen, den Nicht  gerbstoffen, abgetrennt. Diese Abtrennung  kann noch durch Auswaschen und Extrahie  ren des     Rüehstandes    gefördert werden.  



  Das gewonnene, gereinigte     Tanninsalz     kann dann mit Säuren zerlegt werden, und  zwar vorteilhaft mittelst solcher, welche mit  der an das     Tannin    gebundenen Base unlös  liche Verbindungen 'bilden. An Stelle der  Säuren können auch Salze angewendet wer  den<B>'</B> deren Säuren mit den Basen unlösliche  Salze ergeben.  



  Während man     Tanninauszüge,    die nach  irgend einem Verfahren hergestellt worden  sind, verwenden kann, ist es besonders vor  teilhaft,     Tanninauszüge    -zu verwenden,     wel-          ehe    unter Zusatz von Säuren aus dem Aus  gangsmaterial gewonnen -worden sind. Man  kann diese sauren Lösungen vor der weiteren  Behandlung mit den genannten Verbindun  gen neutralisieren, oder die Säuren durch  Destillation oder dergleichen entfernen.      Auch kann vor der Herstellung der     Tan-          itiusa.Ize    der zu behandelnde     Gerbstoff-          extrakt    einer Reduktion unterworfen werden,  z.

   B. mittelst schwefliger Säure,     hydro-          schwefliger    Säure und andern Säuren des  Schwefels, gegebenenfalls gemeinsam mit  Metallen.     Seliweflige    Säure ist besonders vor  teilhaft, weil sie durch     Erwärm-ung    oder An  wendung des Vakuums oder durch gemein  same Anwendung beider leicht entfernt wer  den kann.  



  Für die Herstellung des     Gerbstoffextrak-          tes    können an Stelle von Wasser     oroanische          Lösun(Ysmittel    verwendet werden. Anstatt  einer einzelnen Verbindung kann man auch  mehrere gemeinsam oder nacheinander zur       Tannatbilduno-    anwenden. Beispielsweise ist  es möglich, erst einen Teil eines Salzes her  zustellen und dann durch Zugabe von an  dern Verbindungen den weiteren Anteil des       Tannins    in ein anderes Salz überzuführen.

         31an    kann auch so arbeiten,     dass    zunächst  das eine Salz hergestellt, dann dieses     Tannin-          salz    zerlegt wird und das gewonnene     Tannin     mit einer Verbindung, die mit der zuerst an  gewendeten übereinstimmen, aber auch von  ihr verschieden sein kann, wiederum in ein  Salz übergeführt wird, worauf man noch  mals eine Reinigung durch Extraktion vor  nimmt.  



  <I>Beispiel<B>1:</B></I>  <B>500 kg</B> Galläpfel, mehlfein, werden mit  <B>1</B>     '/-iger    Schwefelsäure ausgelaugt und der  Auszug mit etwa<B>150 kg</B>     Magnesiumharbonat     versetzt. Es wird etwa. eine halbe Stunde       Crerührt    und hierauf das     Magnesiumtannat          abfiltriert.    Zu dem erhaltenen     Magnesium-          tannat    so viel<B>5</B>     '/oige    Schwefelsäure gegeben,       dass    das Salz zersetzt wird, ohne     dass    ein       Überschuss    an Schwefelsäure vorhanden ist.

    Man dampft zur Trockne ein und erhält so  ein     Tannin,    das nur noch durch     Magnesium-          sulfat    verunreinigt ist. Zwecks weiterer  Reinigung wird das     Tannin    vom     Magnesium-          sulfat    durch Alkohol<B>o-</B> trennt werden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  <B>500 kg</B> Galläpfel, zu Mehl oder     Gries     zerkleinert, werden mit<B>1</B>     '/oiger    Schwefel-    säure ausgelaugt. Die auf etwa<B>60'</B> ange  wärmte Lauge wird mit<B>3-6 kg</B> Zinkstaub  so lange gerührt, bis der Höchstgrad der     Blei-          cliung    erreicht ist.

   Hierauf wird so lange       Atzbarytlösung    hinzugegeben, bis das     Tan-          nin    ausgefüllt     ist.    Das     abfiltrierte        Tannat     wird     in        it    so viel,<B>5</B>     '/'Oi,-,er    Schwefelsäure be  handelt, bis alles     Baryurn    ausgefällt und  das     Tannin    wieder in Lösung gegangen ist.  Die     abfiltrierte        Tanninlösung    wird einge  dampft.  



  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  <B>500</B>     ko-        GallÜpfel,        züi    Mehl oder     Gries    zer  kleinert, werden unter Einleiten von     Seliwe-          feldioxyd    mit Wasser ausgelangt. Die     auf          ca.   <B>60' C</B> angewärmte Lösung wird mit  <B>3-6 kg</B>     Zinhstaub    so lange gerührt, bis der  Höchstgrad der     Bleiehung        erreielit    ist. Hier  auf     %vird    so lange     Zinkharbonat    zugesetzt, bis  das     Tannin    ausgefällt ist.

   Das     abfiltrierte          Tannat    wird mit so viel<B>5</B>     '/oiger        Seliwefel-          säure    behandelt, bis das Salz zersetzt ist, ohne       dass    ein     Überschuss    an     Seliwefelsäure    vorhan  den ist. Man leitet Schwefeldioxyd ein, bis  die     Flüssi-keit    stark sauer reagiert und  dampft zur Trockne.

   Man erhält so ein     Tan-          niii,    das nur     noeh        dureh    Zinksulfat verun  reinigt und daher für die meisten     Zweche     unmittelbar verwendbar ist.     Zweeks    weiterer  Reinigung wird das     Tannin    vom Zinksulfat       dureli    Alkohol getrennt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zür Gewinnung und Reinigung t> von Tannin, dadureh gekennzeichnet. dass man aus tanninhaltigen Rohstoffen Aus züge bereitet und diese dann mit solchen Verbindungen behandelt, welche mit dem Tannin in dem zum Ausziehen verwendeten Lösungsmittel sehwerlösliehe Salze bilden und die Tannate von den in Lösung bleiben- 2D den Verunreinigungen abtrennt.
    n UNTERANSPRüCHE,. <B>1.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zur An wendung gelangenden Gerbstoffauszüge <B>z2</B> unter Verwendung von Säuren aus den gerbstüffhaltigen Materialien hergestellt werden. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Crerbstoff- auszüge, vor der überführung der Gerb stoffe in die schwerlöslichen Salze, mit Reduktionsmitteln behandelt werden.
    <B>3.</B> Verfahren gemäss Patentanspruell und Unteratspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass als Recluktionsmitfel, schweiel- haltige reduzierende Säuren angewendet werden.
CH97642D 1920-10-01 1921-09-20 Verfahren zur Gewinnung und Reinigung von Tannin. CH97642A (de)

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