CH97444A - Verfahren und Einrichtung zur Messung des bei zylindrischen oder parallelflächigen Passungen vorhandenen Grössenunterschiedes der miteinander zu passenden Abmessungen zweier Körper. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Messung des bei zylindrischen oder parallelflächigen Passungen vorhandenen Grössenunterschiedes der miteinander zu passenden Abmessungen zweier Körper.

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CH97444A
CH97444A CH97444DA CH97444A CH 97444 A CH97444 A CH 97444A CH 97444D A CH97444D A CH 97444DA CH 97444 A CH97444 A CH 97444A
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Zeiss Firma Carl
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/08Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring diameters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description


  Verfahren und     Einriehtung    zur Messung des<B>bei</B> zylindrischen oder     paralleIllächigen     Passungen vorhandenen Grössenunterschiedes der miteinander zu passenden Abmessungen  zweier Körper.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren und  eine Einrichtung, um bei zylindrischen und       paraltelflächigen    Passungen den Grössenunter  schied der miteinander zu passenden     Abnies-          sungen    zweier     KÜrper    zu bestimmen. Unter  parallelflächigen Passungen sind dabei solche  prismatische Passungen verstanden, bei denen  die     Passflächen    jedes Körpers unter sich  parallel sind.

   Bisher wurde dieser Grössen  unterschied bekanntlich in der Weise gemessen,       dass    man beispielsweise bei einer zylindrischen  Passung mit Hilfe eines     Dickenniessers    den  Durchmesser des Bolzens und unabhängig  davon mit Hilfe eines Lochtasters den Durch  messer der Bohrung bestimmte. Die Differenz  der beiden für sieh ermittelten     Abmessungän     ergab den gesuchten Wert. Dieses Verfahren  hat verschiedene Nachteile, die in der Haupt  sache darin begründet sind,     dass    zwei ge  trennte     Messvorgänge    erforderlich sind, deren  jeder unabhängig vom andern mit verschie  denen     Messfiffilern    behaftet ist.

   Abgesehen  von der damit verbundenen Umständlichkeit    sind es namentlich die Temperatureinflüsse.  die sich bei einem solchen Verfahren     kaurn     unschädlich machen lassen und die die Zu  verlässigkeit und Genauigkeit     feinerMessungen     sehr beeinträchtigen.

   Die Erfindung bietet       nun    ein Verfahren, bei dem diese Nachteile  ausgeschaltet und die beiden     bisher*getreiiiiten     Messungen zu einer einzigen verschmolzen  sind, Dies wird dadurch erreicht,     dass    man  die beiden zu prüfenden Körper einander  gegenüber so aufstellt,     dass    die Achsen der  miteinander zu passenden Flächen zusammen  fallen oder einander schneiden., und     dass    man  sodann in einer die beiden zusammenfallenden  Achsen enthaltenden Ebene,     bezw.    in einer  auf der die Achsen enthaltenden Ebene senk  rechten Ebene, zwei     Tasterbebel,

      die<B>je</B> zwei  in gleichem     Abstande    voneinander befindliche  und nach entgegengesetzten Seiten gerichtete       Tastspitzen    tragen, an die zu prüfenden  Flächen derart anlegt,     dass    jeder     Tasterhebel     mit der einen     Tastspitze    auf der einen     Pass-          fläche    und mit<B>der</B> andern     Tastspitze    auf      der andern     Passfl-äche,        aufliegt,

      so     dass    der  Grössenunterschied der miteinander zu passen  den Abmessungen durch die Grösse des von  den beiden     Tasterhebeln        einoeschlossenen     Winkels bestimmt ist und     init    Hilfe einer       Winkelmessvorrichtung    gemessen werden kann.

    Bezeichnet man den Abstand der beiden       Tastspitzen    eines jeden Hebels mit L, die  beiden miteinander zu passenden Abmessungen  der beiden Körper     init        Di    und     D.-"    so     ei-gibt     sieh, wie aus der schematischen     Fig.   <B>1</B> der  Zeichnung hervorgeht, für den Winkel     t",    den  die     Verbindungslinien   <B>je</B>     zweier    zusammen  gehöriger     Tastspitzen        miteinandereinschliessen,     die Beziehung:

  
EMI0002.0019  
   Da es  sich für den     vol    liegenden Zweck stets um  kleine Winkel a handelt, kann dafür mit  genügender Genauigkeit gesetzt werden:  
EMI0002.0021  
   der gesuchte     Grössentinter-          schied    ist somit.-     Di-D-#   <B><I>=</I></B>     a-L.     



  Die Messung des Winkels a kann dabei  in     beliebigerWeise    ermöglicht sein. Besonders  zweckmässig gestaltet sieh das Verfahren,  wenn jeder der beiden     Tasterhebel    fest mit  einem Spiegel verbunden ist, der     auf    der       31ef, ebeiie    ungefähr senkrecht stellt<B>'</B> so     dass          niaii    die des Winkels a auf optischem  Wege, beispielsweise mit     Hilre    eines     Ablese-          fernrohrs    und     seitlielier    Skala oder mit einem       Autokollimationsfernrohr,    bestimmen kann.  



  Eine     zür    Ausübung des neuen     Verftihren,-          dienende    Einrichtung     muss    die,  bieten, die Anzeigen der     Winkelniessvorrich-          tung    prüfen und berichtigen zu können.

   Dies  wird in einfacher Weise erreicht, wenn     nian     die beiden     Tasterliebel    derart ausbildet,     dass     sie in eine gegenseitige Lage zueinander     ge-          braellt    werden können, bei der<B>je</B> zwei einan  der gegenüber liegende     Tastspitzen    sieh be  rühren, wie (lies in der     Fig.   <B>1</B> der     Zeiebnung          (Vestrichelt    angedeutet ist.

       Die,#e    gegenseitige  Lage der beiden Hebel entspricht einem       Wirikel    vom Werte Null, so     dass        darnaeb     eine Einstellung, oder Berichtigung der An  zeigevorrichtung erfolgen kann,    Bei der Anwendung des Verfahrens wird       nian    darauf achten,

       dass    die durch das Anlegen  der     Tastspitzen    an die zu prüfenden     Fl-ächen     hervorgerufenen     Eindrückungen    die     Genattig-          keit    der Messungen nicht     beeintr-ächtigen.          Alan    wird aus diesem Grunde darauf bedacht  sein, die viel-     Tastspitzen    mit<B>je</B> einer     bestimm-          teil    Kraft an die     -iNleU)flächen    anzudrücken,  und zwar jeweils entsprechend denjenigen  Kräften,

       init    denen die     Tastspitzen    bei der  Berichtigung der Vorrichtung     in    der Null  stellung     gegeiwinander        gepreLt    wurden, wobei  jedoch die     Krümmungsverhältnisse    der     ini     einzelnen Falle gegeneinander     gepressten          Flitchen    zu berücksichtigen sind.

   Uni dabei  für beide     Tasterliebel    stets die gleichen     An-          drüekungskräfte    zu erhalten, empfiehlt es  sieh, die     Anpressung    der     Tasterliebel    durch  Federn herbeizuführen, die zwischen den  beiden     T.i."#tei-liubeln    gespannt sind. Auch  gestatten Federn     zugleieli    in einfacher Weise  eine Eichung, so da.,) die     GrüL)e    der     All-          drückungskräfte    jederzeit     all    der     Federspan-          Mii),g    erkennbar ist.

   Ausserdem     verweidet     man     zweckmässigerweise    für die     Tastspitzen     kleine, aus     hartein    Baustoff hergestellte Kugeln,  die keine     Beseli#'L(Ii-,tino-    der     PaPflächeii"vei*-          Ursachen        und        in    bequemer Weise eine etwa  nötige     rechiierische    Verfolgung der     liervor-          gerufenen        Eindrüekungstiefen    gestatten,

   so       dass    die     abrelesenen    Winkel zwischen den  beiden     Tasterliebeln    im     Bedarfsfalle    ohne  Schwierigkeit um den durch die jeweiligen       Eindrückungen        Vel-Ursachten    Betrag verbessert  werden können.  



  Die,     Exfindung    ist namentlich dann voll  Wert, wenn es sieh     daitlin    handelt, den bei  einer Passung vorhandenen Spielraum zu       niessen.    Anderseits     lässt    sieh das Verfahren       in    gleicher Weise anwenden, wenn etwa bei       z"Iiiidt-iselien    Passungen die     Abmes#,iiiig    des       y   <B>b</B>  einzupassenden Zylinders etwas grösser ist,

         t        als        die        Abmessung        n        der        entsprechenden        Hohl-          form,        wie    dies beispielsweise bei der Herstel  lung voll Passungen     init        Presssitz    der Fall  ist.

   Ferner kann die Erfindung auch zur  Bestimmung des Spielraumes zwischen     Bolzen-          und        Bluttergewinde    dienen, wenn man die           Tastspitzen    derart ausbildet,     dass    sie der  Gewindeform     angepasst    werden können.  



  Einrichtungen zur Verwirklichung des  Erfindungsgedankens lassen sich in mannig  faltiger Weise zusammenstellen.     Ein    Ausfüh  rungsbeispiel einer solchen Einrichtung ist       auf    der Zeichnung in einem Längsschnitt       (Fig.    2)     und    einem     Grundriss        (Fig.   <B>3)</B>     darge.-          stellt,    wobei vorausgesetzt ist,     dass    es sich       uin    Prüfung von     zylindrisehen    Passungen  handelt und die beiden zu prüfenden Körper  stets     gleiebachsig    angeordnet werden.

   Eine  rechteckige Grundplatte a besitzt in der Mitte  eine Vertiefung     al,    innerhalb deren die beiden  zu prüfenden Körper einander gegenüber mit  gemeinsamer     wagrechter    Achse aufgestellt  zu denken sind. (Auf     der    Zeichnung sind  die einander zugekehrten Enden eines Zylin  ders<B>b</B>     und    einer entsprechenden     Holilform        c     gestrichelt angedeutet.) Auf der Grundplatte a       befindefi    sieh     züi    beiden Seiten dieser     Yertie-          fung    zwei     Tiöchplatten   <B>d</B> und e,

   deren<B>jede</B>  durch drei Einstellschrauben<B>d',</B>     bezw.        el,    in  der Höhenrichtung     eingeste;lb        und    damit     in     eine     wagrechte    Lage gebracht werden kann.  Auf jeder der beiden Tischplatten     d    und e  ruht, von<B>je</B> drei Kugeln<B>f,</B>     bezw.   <B>g,</B> getra  gen, eine weitere Platte h,     bezw.    i, die über  die Vertiefung der Grundplatte a ragt und  die vermöge der Lagerung auf Kugeln inner  halb ihrer Ebene frei nach allen Seiten be  weglich ist.

   An jede der beiden Platten     li     und i ist auf der über die Vertiefung     al    ra  genden Seite ein Teil<B>k,</B>     bezw.   <B>1,</B> angeschraubt,  der den eigentlichen     Tasthebe'l    bildet     und     an den Enden als     Tastspitzen   <B>je</B> eine kleine  Kugel     k'        und   <B>k',</B>     bezw.   <B>V</B> und 12, trägt.

   Die  Mittelpunkte dieser vier Kugeln müssen bei  der     Berjützung    der Einrichtung sämtlich in  einer Ebene liegen, die durch die gemeinsame  Achse der beiden     Passungskörper   <B>b</B> und     c     geht, was     mit    Hilfe der Einstellschrauben<B>d'</B>  und     el    der Tischplatten<B>d</B> Lind e herbeigeführt  werden kann.

   Die beiden     Tasthebel        Ic    Lind<B>1</B>  selbst sind durch entsprechende     Kröpfung     der Enden so gestaltet,     dass    für die Berich  tigung der Einrichtung<B>je</B> zwei gegenüber  liegende Kugeln<B>k'</B> und<B>11,</B>     bezw.   <B>k</B> 2     und        11,       zur Berührung miteinander gebracht werden  können.<B>Auf</B> jeder der beiden Platten h und i  sitzt ferner ein winkelförmiger Halter in,       bezw.    n, der (im einen damit verbundenen       lotrecliten    Zapfen     ml,        bezw.        gil,

      drehbar ist  und mittelst einer Schraube o,     bezw.1),    auf  der zugehörigen Platte     festgeldemmt    werden  kann. Die beiden Halter m Lind n tragen<B>je</B>       einenAotrecht    angeordneten Spiegel     q,        bezw.          2-,    von denen der rechte,<B>?-,</B>     auf    der     Rüekseite     ganz versilbert ist     und    aus gefärbtem Glase  besteht, während<B>der</B> linke,<B>g,</B>     nur    streifenförmig  versilbert, somit etwa zur Hälfte durchsichtig  ist     und    aus farblosem Glase besteht.

   Die  Einstellung eines jeden     der    beiden Spiegel     (1     und 2- in     seitlieher    Richtung kann nach Lösen  der     Sehriube    o,     bezw.        p,    durch Drehen des  Halters<B>in,</B>     bezw.    21, um den Zapfen in',     bezw.          j111,    erfolgen,     -wälirend    eine Neigung gegen  die     Lotreebte    mittelst einer     SLellschraube    s,       bezw.    t, beseitigt werden kann.

   Die beiden  Platten     h    und i tragen ausserdem noch auf       den    nach aussen gekehrten Seiten<B>je</B> einen  fest     aufgeschraubten    Hebel     ii,        bezw.    v, zwischen  denen eine geeichte Feder     iu    gespannt ist,  die die erforderliche gleichmässige     Anpressung     der beiden     Tasthobel   <B>k</B>     und   <B>1</B> an die     züi     prüfenden Flächen bewirkt.  



  Für den Gebrauch der Einrichtung ist  ein     Autokollimationsfernrohr    zu Hilfe zu       nelimen,    das links seitlich von der darge  stellten Einrichtung derart aufgestellt zu  denken ist,     dass    die beiden Spiegel     q        und        2-          auf    das Fernrohr gerichtet sind.

   Der Beobach  ter erblickt sodann im     (-xesichtsfelde    des  Fernrohres zwei Bilder der     Fernrohrmarke,     nämlich eines, das von dem Spiegel     q    zurück  geworfen wird,     und    ein zweites<B>"</B> das durch  die unbelegten Stellen des Spiegels     q    hindurch  von dem Spiegel r zurückgespiegelt wird und  durch die Färbung des Spiegelglases kenntlich  gemacht ist.

   Der Abstand der beiden Bilder,  gemessen an der Skala des Fernrohres, ergibt  ohne weiteres ein     AIass    für     den    Winkel, den  die beiden Spiegel     q    und r und damit auch  die beiden     Tasthebel        Ic    und<B>1</B> miteinander  bilden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII I: Verfahren zur Messung des.bei zylindri- sehen oder paralleIflächigen Passungen vor handenen Grössenunterschiedes der miteinander zu passenden Abmessungen zweier Körper, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kör per einander gegenüber so aufgestellt werden, dass ihre Achsen zusammenfallen oder einan der schneiden, und dass sodann in einer die beiden zusammenfallenden Achsen enthalten den Ebene, bezw. in einer auf der die Achsen enthaltenden Ebene senkrechten Ebene, zwei Tasterhebel,
    die<B>je</B> zwei in gleichem Abstande voneinander befindliche und nach entgegen gesetzten Seiten gerichtete Tastspitzen tragen, an die züi prüfenden Flächen derart angelegt werden, dass jeder Tasterhebel mit der einen Spitze auf der einen Passfläche und mit der andern Spitze auf der andern Passfläche auf liegt,
    so dass der Grössenunterschied der mit einander züi passenden Abmessungen durch die Grösse des von den beiden Tasterliebeln eingeschlossenen Winkels angezeigt wird und mit Hilfe einer Winkelmessvorrichtung ge messen werden kann.
    PATENTANSPRUCII II. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, gekennzeiebnet durch zwei Tasterhebel, die<B>je</B> zwei in gleichem Abstande voneinander befindliche. und nach entgegengesetzten Seiten gerichtete Tastspitzen tragen und so ausgebildet sind, dass sie in eine gegenseitige Lage zueinander gebracht werden können, bei der<B>je</B> zwei einander gegenüber liegende Tastspitzen sich berühren. UNTERANSPRüCHE: <B>1.
    Ei</B> inrichtung <U>nach</U> Patentinsprueh II, da durch gekennzeichnet, dass <B>jeder</B> der beiden Tasterhebel fest mit einem Spiegel ver bunden ist,<B>der</B> auf der durch die Tast- spitzen bestimmten Messebene ungefähr senkrecht steht, so dass die Messung des Winkels, den die beiden Tasterhebel mit einander einschliessen, in bekannter Weise auf optischem Wege erfolgen kann. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, II, da durch gekennzeichnet, dass zur Anpressung der Tasterbebel an die zu prüfenden Flächen Federn zwischen den beiden Tasterhebeln gespannt sind.
CH97444D 1920-07-05 1921-06-28 Verfahren und Einrichtung zur Messung des bei zylindrischen oder parallelflächigen Passungen vorhandenen Grössenunterschiedes der miteinander zu passenden Abmessungen zweier Körper. CH97444A (de)

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