Fahrradstütze. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrradstütze, die ein mittelst einer Klemm hülse am Fahrradrahmen befestigbares Füh rungsorgan aufweist, an welch letzterem ein Stützorgan verschiebbar angeordnet ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Fahrradstütze als Luftpumpe ausgebildet ist.
Auf beiliegender Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1 bis 3 Ansichten der drei Ausfüh rungsbeispiele, und die Fig. 4 bis 7 Einzelheiten in grösserem Massstab im Schnitt.
Die Fahrradstütze gemäss dem Ausfüh rungsbeispiel nach Fig. 1 besitzt ein Rohr stück a, das einerends durch die Fassung b charnierartig mit der zur Befestigung der Stütze am Fahrradrahmen dienenden Klemm hülse c verbunden ist. In dem Rohrstück a ist das Rohrstück d, dessen äusserer Durch messer dem innern Durchmesser des Rohr stückes a entspricht, verschiebbar angeordnet.
Die Rohrstücke a und b sind in ausgezogenem Zustande etwas länger als der Abstand vom Pahmenteil R bis zum Boden. Das Rohrstück d ist an seinem dem Rahmen zugekehrten Ende mit einem Luftpumpenkolben e (Fig. 4 bis 7) versehen, während es an seinem andern Ende eine Spitze f und einen Handgriff g aufweist. Nahe der Fassung b besitzt das Rohrstück a einen Schlauchansatz l2 und an seinem der genannten Fassung abgekehrten Ende eine Stellschraube i, deren Zweck spä ter beschrieben ist.
Will man das mit der beschriebenen Fahr radstütze versehene Fahrrad, das zum Halten des freien Endes der Stütze zweckmässig mit einer entsprechenden Klemme versehen wird, z. B. auf der Strasse" stützen, so bringt man das Rohrstück a ausser Eingriff mit der ge nannten Klemme. . Hierauf dreht man die Schraube i soweit zurück, dass sie das Rohr stück d freigibt, worauf man solches so weit aus dem Rohrstück a herauszieht, bis die Spitze f, wenn sich die Fahrradstütze in einer gewissen Schräglage befindet, auf den Boden zu stehen kommt.
Hierauf zieht man die Schraube<I>i</I> an, um dadurch das Rolhrstück <I>d</I> gegen Verschieben in dem Rohrstück a zu sichern. Will man die Fahrradstütze zum Aufpumpen der Luftreifen des Fahrrades be- nutzen, so stellt man das Fahrrad zum Bei spiel an eine Wand oder einen Baum, ver bindet das eine Ende eines Luftschlauches mit dem Ventil des betreffenden Luftreifens, während man das andere Ende an den Schlauchansatz h anschliesst.
Hierauf dreht man die Stellschraube i so weit zurück, dass sie ausser Berührung mit dem Rohrstück d kommt, worauf man nach Erfassen des Hand griffes g dieses mit dem (in Fig. 1 nicht er sichtlichen) Luftpumpenkolben versehene Rohrstück in dem Rohrstück a hin- und her-. schiebt und dadurch die Luft durch den aus der Zeichnung nicht ersichtlichenLuftschlauch in denbetreffendenLuftreifen presst.
Ist der Luftreifen aufgepumpt, und will man das Fahrrad wieder gebrauchen, so löst man den Luftschlauch -sowohl vom Ventil des Luft reifens, als auch von dem Schlauchansatz, schiebt .daraufhin das Rohrstück d so weit als möglich in das Rohrstück a hinein und sichert solches alsdann 'durch Anziehen der Stell schraube gegen ungewolltes Verschieben. Alsdann legt man das Rohrstück a wieder in die Klemme ein, von der es gehalten wird.
Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 und 4 unterscheidet sich von dem vor beschriebenen nur dadurch, dass (las .innere Rohrstück d, wie aus Fig. 4 und 5 ersicht lich, nahe seinem dem Luftpumpenkolben zu gekehrten Ende ein Halteorgan 1 und eine Ausnehmung k aufweist, die deni Halteorgan den Austritt gestattet. Dieses besitzt an sei nem vordern Ende eine Abschrägung m, und ist umstellbar auf dem Bolzen n angeordnet, der unter dem Einfluss einer Flachfeder o steht, die mittelst Niete p) an dem Rohrstück d befestigt ist.
Will man die Fahrradstütze zum Stützen des Fahrrades gebrauchen, so zieht man das Rohr a aus der beim ersten Beispiel erwähnten Klemme heraus und das Rohrstück<I>d</I> so weit .aus dem Rohrstück<I>a,</I> bis das Halteorgan 1 unter dem Einfluss der Flachfeder o das untere Ende des Rohr- stüch.es a untergreift, so dass sich das Rohr- stü k a auf dem Halteorgan abstützen kann (Fig. 2 und 4).
Will man die Fahrradstütze als Luftpumpe gebrauchen, so stellt man (lass Halteorgan l in die aus Fig. 5 ersichtliche Stellung um, in welcher die Abschrägung desselben gegen das Rohrstück a gerichtet ist, damit beim Hineinbewegen des Rohrstückes d die Abschrägung in an die innere der un tern Kanten des Rohrstückes .a anzuliegen kommt und durch diese einwärts gedrängt wird. Durch Umlegen des Handgriffes p (Fig. 2) kann das Rohrstück d bequem er fasst und hin- und herbewegt werden.
Will man die Fahrradstütze weder zum Stützen des Fahrrades, noch zum Luftpumpen ge brauchen, so wird das Halteorgan 1, wieder in die aus Fig. 4 ersichtliche Lage umgestellt und mit einem Finger so weit zurückbewegt, dass das Rohrstück<I>d</I> in das Rohrstück<I>a</I> hineingeschoben werden kann. Ist das Rohr stück d dann ganz hineingeschoben. so greift das Halteorgan in eine im Rohrstück a nahe seinem obern Ende vorgesehene, aus der Zeichnung nicht ersichtliche Ausnehmung ein, vrodurch das Rohrstüeh d gegen unge wolltes Verschieben gesichert ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3, 6 und 7 ist mit a das Führungs- und mit (l das Stützorgan bezeichnet, das einerends eine Spitze f und andernends einen Luftpumpen kolben e besitzt. Das Führungsorgan ist nahe seinem obern Ende mit einem Schlauchansatz <I>Ir.</I> und nahe seinem untern Ende mit einer länglichen, seitlichen Öffnung r versehen, die von einem Ringe q nach aussen abgeschlossen ist.
Letzterer besitzt eine mit der genannten Öffnung korrespondierende Bohrung, durch die ein als Halteorgan dienender Bolzen s hindurchgeführt ist, der einerends einen An satz t, und andernends einen Handgriff zt, be- besitzt. Der Ansatz t entspricht der Grösse der Öffnung r. Zwischen dem Ring q und dein Handgriff ic ist eine über den Bolzen<I>s</I> geschobene Schraubenfeder v angeordnet, die das Bestreben hat,
den Bolzen s bezw. den Ansatz t nach aussen zu ziehen. Angenom men, die einzelnen Teile der Fahrradstütze befinden sich in der aus Fig: 7 ersichtlichen Lage und man wolle dieselbe zum Stützen des Fahrrades verwenden, so wird das Stütz organ<I>cl</I> so weit aus dem Führungsorgan<I>a</I> bezogen, bis der Luftpumpenkolben am Bo den des Führungsorganes anliegt.
Alsdann erfasst man den Handgriff et und drückt sol chen unter Überwindung der Wirkung der Schraubenfeder v nach einwärts, bis der An satz<I>t</I> ausser Eingriff mit der Ausnehmung <I>r</I> kommt, worauf man den Handgriff um 180 verdreht, so da.ss der Ansatz an der Innen seite des Führungsorganes ci anzuliegen kommt. In dieser Stellung übergreift er den Luftpumpenkolben um einen gewissen Betrag und wird infolge der Zugwirkung der Schraubenfeder v am ungewollten Verdrehen gehindert.
Will man die Fahrradstütze als Luftpumpe gebrauchen, so dreht man den Handgriff ic wieder um<B>180',</B> so dass der An- --atz t unter dem Einfluss der Schraubenfeder 2i wieder in die Ausnehmung r hineingezogen wird, worauf der Luftpumpenkolben hin. und herbewegt wurden kann. Um die Luft pumpe bequem handhaben zu können, ist ein Handgriff m vorgesehen, der umlegbar ist (Fig. 3).
Die Fahrradstütze nach den beschriebenen Ausführungsbeispielen könnte in ihren Ein zelheiten auch anders als gezeichnet ausge bildet sein, ohne dass dadurch das Wesen der Erfindung beeinträchtigt wird.
Die Fahrradstütze gemäss der Erfindung bietet den Vorteil, dass sie nicht nur zum ;Stützen des Fahrrades, sondern auch zum Aufpumpen der Luftschläuche desselben ver wendet werden kann.