CH96397A - Elektrisches Entladungsgefäss. - Google Patents
Elektrisches Entladungsgefäss.Info
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Description
Elektrisches Entladungsgefäss. Die Erfindung betrifft ein elektrisches Entladungsgefäss, das als Verstärker oder in: einer Schaltung zur Schwingungserzeugung Verwendung finden kann.
Die Erfindung besteht darin, dass meh rere Elektrodengruppen, bestehend aus min destens einer Kathode, einem Gitter und einer Anode, in demselben Vakuumgefäss an geordnet sind.
Die Zeichnung zeigt einige Ausführungs- beispiele der Erfindung.
In Fig. 1 sind im gemeinsamen Ent- ladungsgefäss schematisch drei Elektroden gruppen dargestellt, deren jede aus einer Kathode 1, einem Gitter 2 und einer Anode 3 besteht. 4, 5 sind Stromzuführungen zur Ka thode, wobei die letztere aus einer dünnen Platin- oder Tantalfolie beispielsweise be steht und durch eine Feder 6 unter gewis sem Zug gehalten wird, so dass sie stets ge- streckt bleibt. 7 ist die Schaltung zum Git ter 2, 8 die Schaltung zur Anode 3, 9 eine Feder, -welche die Elektrode 2 gespannt hält, 10 eine Feder, welche die Anode 3 gespannt hält.
Diese Elektrodengruppen können sämt lich als Verstärker geschaltet sein; es kann aber auch mindestens eine Elektrodengruppe oder sämtliche als Schwingungserzeuger ge schaltet sein.
Durch Anwendung desselben Vakuum gefässes für die mehreren Elektrodengruppen erhält man den Vorteil, dass die Fabrikation verbilligt wird, ferner infolge des gemein samen Vakuums die Charakteristik der Elek- trodengruppen gleich ist, falls die Elektro- dengruppen auch mechanisch gleich ausge führt werden. Ferner kann auch die Schal tung -der Elektrodengruppen für sich oder untereinander mindestens teilweise in das T'akuumgefäss hineinverlegt werden, wodurch man Herausführungen spart.
Will man für einzelne Elektrodengruppen verschiedenen Druck oder verschiedene Fül lung anwenden, so kann dies dadurch erreicht werden, dass man zwischen den einzelnen Elektrodengruppen Glasmembrane, die sehr dünn sein können, anordnet.
Man kann ferner beispielsweise die Ka thoden oder sonstige Elektroden verschiede ner Elektrodengruppen durch Leitungen, die innerhalb des Gefässes verlegt sind, parallel oder hintereinander schalten. Ebenso kann man Transformatoren in die Röhre einbauen.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungs form der Erfindung.
Innerhalb eines Vakuumgefässes befindet sich eine Glühkathode 1, zum Beispiel ein dünnes Wolframblech, welches in bekannter Weise durch eine nicht gezeichnete Hilfs batterie geheizt wird. Rechts und links da von befinden sich zwei Gitter 2 und 14 lind zwei Anoden 3 und 16. Die Elektronen strahlung der Kathode 1 wird sich im Ruhe zustand gleichmässig auf die Anode 3 und 16 verteilen, etwa so, dass jede der beiden Anoden die Hälfte des gesamten von dem Blech 2 ausgestrahlten Elektronenstromes aufnimmt.
Die beiden Gitter 2 und 14 werden an die Spule 27 angeschlossen, welcher die zu verstärkende Schwingung zugeführt wird, woraus sich von selbst ergibt, dass immer das eine Gitter sich auf positivem Potential be findet, wenn das andere negatives Potential annimmt, und umgekehrt.
An der Kathode 1 liegt der negative Pol einer Anodenbatterie 29, von deren positivem Pol Leitungen über die beiden Telephon- hörer 30 und 11 zu den Anoden 3 und 16 führen. Da sich Stromschwächungen im Te lephon genau so bemerkbar machen wie Stromverstärkungen, so hört man in beiden Telephonen genau die gleichen Signale; je doch ist die Gesamtwirkung der Anordnung eine ausserordentlich empfindliche, da das Gleichgewicht zwischen den nach beiden Anoden fliessenden Elektronenströmen sehr empfindlich ist. Will man mit der Anord nung ein Relais betreiben, so benutzt man statt der Telephonhörer 30 und 11 die Wick lungen eines polarisierten Relais.
Die Schaltung hat den Vorzug, dass man von Schwankungen des Heizstromes der Ka- thode 1 weitgehend unabhängig ist, da hier durch die Gleichheit der beiden Anoden ströme nicht: beeinflusst wird.
Zur genauen Einregulierung der Wirk samkeit ist es vorteilhaft, einen Punkt der Spule 2 7 mit der Kathode zu verbinden, wie dies etwa durch die Leitung 12 angedeutet ist. Durch eine Veränderung des Anschluss- punktes dieser Leitung an der Spule 2 7 ist die vollkommen gleiehmässioe Wirskamkeit beider Zweige mit Leichtigkeit zu erreichen.
Reguliert man die Anodenspannung der artig, dass beide Zweige nahezu den Sätti gungsstrom der Anordnung führen, so er gibt die Schaltung dieser Röhre nach Fig. 3 eine Einrichtung zur F'requenzverdoppelun'-. Bei dieser Anwendungsform der Erfindung wird die Grundfrequenz der Spule 2 7 zu geführt. Von den Anoden 5, 6 führen Lei tungen zu den positiven Polen zweier Anodenbatterien 13 bezw. 24, die mit. dem negativen Pol und über einen Transformator 15 mit der Kathode verbunden sind. An der Sekundärwicklung 26 kann eine frequenz- verdoppelte Periode abgenommen werden.
Zur Erklärung der Wirksamkeit sei an genommen, dass der von den Batterien 13 und 24 in Richtung der Pfeile fliessende Strom gleich dem Sättigungsstrom der Röhre sei. Die Änderung des Potentials des Git ters 2 wird daher eine Vermehrung dieses Stromes nicht herbeiführen können, während die gleichzeitige Verminderung des Gitter potentials 14 eine Verkleinerung des gesam ten, durch 15 fliessenden Stromes zur Folge hat. Während der nächsten halben Periode des Stromes und der Spule 27 kehren sich die Potentialverhältnisse der Gitter um; es wird nunmehr das Gitter 14 keine Vermeh rung des Sättigungsstromes herbeiführen können, während das Gitter 2 eine Vermin derung desselben bewirkt.
Man hat also für beide Halbperioden des Stromes und der Spule 27 eine Verminderung des Gesamt stromes, was in bekannter Weise durch Transformation zu einer Verdoppelung der Periodenzahl führt. Eine weitere Steigerung der Perioden zahl kann durch mehrfache Anwendung die ses Verfahrens erfolgen, indem man die Spule 26 wiederum auf ein Gitter schaltet. Diese Gitter können sich innerhalb anderer oder auch innerhalb derselben Röhre befin den. Sie können sogar einfach hinter den Gittern 2, 14 liegen, wo sie beispielsweise durch die Gitter 17, 18 angedeutet sind.
Zweckmässig wird die Spule 26 in an sich bekannter Weise durch einen regelbaren Kondensator 19 auf die doppelte Frequenz abgestimmt, und die vierfache Frequenz kann man dann an einer weiteren Sekundär spule 20 abnehmen und wieder durch einen abgestimmten Kondensator 21 aussondern.
Die Schaltung nach F'ig. 3 ist zugleich eine Schaltung zur Schwingungserzeugung, wenn man einfach den Transformator 1,lr oder einen in den Zweigen 13, 24 liegenden Transformator unter Berücksichtigung der Richtungen der induzierten Spannungen auf die Spule 27 wirken lässt.
In jedem Anodenstromkreis der Elektro- dengruppen kann ferner eine Anzeigevorrich tung derart eingeschaltet sein, dass die den A.nzeigenvorrichtungen zugeführten Ströme wechselnder Richtung in diesen eine Sum menwirkung auslösen.
In Fig. 4 ist eine Vakuumröhre gezeich net, welche eine beliebig geformte Glüh- kathode 1, ein weitmaschiges Gitter 2 und eine grosse Anode 3 enthält. Diese Elektro- dengruppe gehört einer Schwingungserzeuger- schaltung an. Auf der andern Seite der Glühkathode ist ein feinmaschiges Gitter 14 angeordnet, welchem eine Anode 16 gegen übersteht. Diese Elektrodengruppe (Kathode, Gitter 14, Anode 16) gehört einer Ver- stärkerschaltung an.
Der Vorteil dieser Anwendungsform ist, dass man die Elektrodengruppen entsprechend ihrem Zweck günstig bemessen kann. Zu gleich hat man ausserordentliche Verein fachungen in der Bedienung. Das Umschal ten von "Senden" und "Empfang" erfordert nicht mehr als abwechselnde Anschaltung bezw. Umschaltung der Anoden-Energie- quelle. Verbindet man hiermit zugleich eine Abschaltung der Gitter; so tritt vollständig selbsttätig durch die negative Aufladung des Gitters eine Abschirmung des Thermionen- stromes nach der jeweils gewünschten Seite ein.
Es ist jedoch auch möglich, beide Seiten der Röhren zugleich zu betreiben, wodurch man zugleich senden und verstärkt empfan gen kann, was zum Beispiel für telegraphi sches Gegensprechen von grossem Nutzen ist.
Eine andere Ausgestaltung zeigt Fig. 5. Ein Glühdraht 1 enthält in seinem er sten Teil die einer Schwingungserzeuger- schaltung angehörende Elektrodengruppe a, in seinem zweiten Teil die einer Verstärker- (Empfangs-) schaltung angehörende Elektro- dengruppe b und schliesslich in seinem letz ten Teil eine einer einfachen Gleichricht- anordnung angehörende Elektrodengruppe e, welche den Zweck hat,
den Detektor entbehr lich zu machen. Die in. der Elektroden gruppe b verstärkten Ströme werden in der Elektrodengruppe c gleichgerichtet und hier durch in einem Telephon oder Galvanometer wahrnehmbar gemacht. Statt einen einzigen durchgehenden Glühfaden zu benutzen, kann man denselben natürlich auch trennen oder teilen und durch mehrere Glühfäden er setzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrisches Entladungsgefäss, .dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Elektroden gruppen, deren jede aus mindestens einer Kathode, einem Gitter und einer Anode be steht, in demselben Vakuumgefäss angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Her stellung verschiedener Drucke oder Fül lung mit verschiedenen Gasen durch Gas membrane abgetrennte Kammern vor gesehen sind. 2. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, bei dem je eine Anode und je ein Gitter zu beiden Seiten einer gemeinsamen Ka thode angeordnet sind, dadurch gekenn- zeichnet, dass die eine Elektrodengruppe den Anodenstrom verstärkt, während die andere diesen schwächt. 3.Entladungsgefäss nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom in der Nähe des Sättigungsstromes ge halten wird, so dass eine Verstärkung des einen Stromes nicht eintritt, während eine Schwächung des andern erfolgt. 4. Entladungsgefäss nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Anoden stromkreis der Elektrodengruppen je eine Anzeigevorrichtung eingeschaltet ist, welche die Summe der aufgenommenen Ströme wechselnder Richtung anzeigen. 5.Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Elektrodengruppe einer Schaltung zur Schwingungserzeugung und min destens eine Elektrodengruppe einer Schaltung zur blossen Verstärkung an gehören. G. Entladungsgefäss nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elek- trodengruppen, die einer Schaltung zur Verstärkung und Schwingungserzeugung angehören, eine gemeinsame Kathode be sitzen. 7.Entladungsgefäss nach Unteranspruch 5, gekennzeichnet durch eine gemeinsame Anoden-Energiequelle für die verschie denen Elektrodengruppen, die abwech selnd von mindestens einer Elektroden- Kruppe in einer Schaltung zur Schwin gungserzeugung auf mindestens eine Elektrodengruppe in einer Schaltung zur Verstärkung mindestens teilweise um schaltbar ist. B. Entladungsgefäss nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit der Abschaltung der Anoden Energiequelle von mindestens einer Elektrodengruppe auch eine Abschaltung des Gitters der betreffenden Elektroden gruppe erfolgt. 9.Entladungsgefäss nach Unteranspruch dadurch gekennzeichnet, dass zur Er möglichung des Gegensprechens minde stens eine Elektrodengruppe in einer Schaltung für Schwingungserzeugung und mindestens eine Elektrodengruppe in Verstärkerschaltung gleichzeitig ein geschaltet sind. 10.Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem selben Gefäss mindestens eine Elektroden gruppe in Schwingungserzeugerschaltung, mindestens eine Elektrodengruppe in Verstärkerschaltung und mindestens eine Elektrodengruppe in Gleichrichterschal- tung enthalten sind.
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