Stromwandler mit mehreren Messbereichen. Die bekannten Stromwandler zu Mess- zwecken haben höchstens drei Strömmess- Lereiche, und es ist bei denselben zur Er zielung dieser Strommessbereiche die Primär wicklung in mehrere gleiche Teile zerlegt. die in Serie, in Gruppen oder parallel ge schaltet werden.
Abgesehen davon, dass man mit solchen Stromwandlern an enge Grenzen hinsichtlich der Zahl. der Messbereiche ge bunden ist, hat die Anordnung der Unter teilung der Primärwicklung in mehrere Ab teilungen den grossen Nachteil, dass zur Schal tung der Teile der Primärwicklung kom plizierte Anschlussvorrichtungen vorhanden sind, die vielfach eine umständliche, zeit raubende- Manipulation beim Umschalten er fordern.
Sind beispielsweise zwei Teile der Wicklung in Serie geschaltet und sollen dieselben parallel geschaltet werden, so muss das Glied, welches bis jetzt das Ende des einen und den Anfang des andern Wick lungsteils miteinander verband und das bei spielsweise eine Lasche ist, gelöst werden und es müssen statt desselben durch zwei andere Glieder je die Anfänge bezw: Enden der -Wicklungsteile miteinander verbunden werden.
Mit vorliegendem Stromwandler wird die Beseitigung der geschilderten Nachteile be zweckt; und es ist bei demselben die Primär Wicklung mit Anzapfungen versehen, welche zu einer Anschlussvorrichtung geführt sind. Hierdurch wird ermöglicht, dass der Strom wandler -eine beliebige Anzahl Messbereiche erhalten kann, wobei der Messbereich von. einer kleinen Grösse bis zu verhältnismässig sehr grossen Grössen sich ändern kann.
Fer ner werden dadurch die beim Umschalten von einem auf einen andern Messbereich er forderlichen Manipulationen auf das denk bar -einfachste Mass reduziert, wodurch eine solche Messeinrichtung den Gleichstrom instrumenten mit kombinierten Shunts eben bürtig ist: -Die Zeichnung stellt in den Fig. 1. bis 3 schematisch drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar.
Es bedeutet in allen drei Ausführungs beispielen a die Primärwicklung des Strom- Wandlers, welche mit Anzapfungen b ver- sehen ist. An die Sekundänvicklung c des Stromwandlers ist das Strom- oder Leistungs- messgerät d angeschlossen. Es ist selbstver ständlich, dass an Stelle eines Messgerätes auch deren mehrere oder irgend ein anderer Stromverbraucher, beispielsweise ein Relais oder dergleichen, im Bedarfsfalle angeschlos sen werden kann.
Die einfachste Anordnung ist in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 dargestellt, bei welcher der Primärstrom je nach seiner Grösse an die eine oder andere Anzapfung des Wandlers angeschlossen wird und in folgedessen mehr oder weniger Windungen der Primärwicklung durchfliesst. Zweckmässig werden die Anzapfungen so ausgeführt, dass die Zahl der durchflossenen Windungen von der einen zur andern Anzapfung sich jeweils im Verhältnis von 1: 2 ändert.
Bei den Ausführungsbeispielen nach den <U>F i.-.</U> 2 und 3 muss an dem Anschluss des Stromwandlers bezw. der Messgeräte nichts geändert werden, wenn vom grössten Mess- bereich des Stromwandlers bis zum klein sten k1.essbereich des Messgerätes selbst über gegangen wird. Bei dem Ausführungsbei spiel nach Fig. 2 ist zu diesem Zweck am Stromwandler ein Kurbelschalter angebracht, dessen Kontakthebel über die Kontakte, wel che an die Anzapfungsstellen des Strom wandlers angeschlossen sind, hinweggleitet.
Bei der Stellung auf dem Knopf e ist der Stromwandler und damit das Messgerät über haupt nicht eingeschaltet, bei der Stellung auf dem Knopf f möge der Stromwandler den Messbereich 100 Amp., bei g 50 Amp., bei 1a 25 Amp. und bei<I>i</I> 12,5 Amp. auf weisen. Der Messbereich des Messgerätes d. möge 5 bezw. 2,5 bezw. 1,25 sein.
Wenn die Kurbel vom Kontakt 2 auf den Kontakt k geschoben wird, so wird die Primärwicklung des Stromwandlers überhaupt abgeschaltet und der Hauptstrom unmittelbar durch das Messgerät geleitet. Bei der Stellung auf dein Kontakt 7g drückt gleichzeitig eine Nase s der Kurbel gegen eine Feder 1 und öffnet dabei einen Kontakt m., so dass die Sekundär wicklung c des Transformators geöffnet wird, welche andernfalls parallel zu dem 1VIessgerät geschaltet wäre. Durch die Pa rallelschaltung der Sekundärwicklung des Wandlers zum Messgerät würden bei Strom messungen zwar keine nennenswerten Fehler entstehen, da; die Sekundärwicklung einen sehr grossen Selbstinduktionswide.rstand hat, so dass nahezu kein Strom durch dieselbe fliessen würde.
Bei Leistungsmessungen könnten jedoch bei induktiver Belastung immerhin merkliche Fehler entstehen, so dass es für genauere Messungen unumgänglich ist, die Sekundärwicklung vom Instrument ab zutrennen. Wie ersichtlich, können sämt liche Messbereiche gewechselt und bei der un mittelbaren Einschaltung des Messgerätes dieses von der Sekundärwicklung des Wand- lers abgetrennt werden, lediglich indem die Kurbel des Apparates auf den Kontakt des betreffenden Messbereiches gedreht wird,
ohne dass hierbei eine Unterbrechung des Primärstromes eintritt und ohne dass irgend eine Schaltung des Wandlers oder des Mess- gerätes geändert werden müsste.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist an Stelle der Kurbel ein Schieber an genommen, und ein besonderer Kontakt für die Sekundärwicklung des Stromwandlers ist nicht vorhanden. Es könnte aber an Stelle des Schiebers selbstverständlich ebenfalls eine Kurbel oder eine ähnliche Kontaktein richtung Anwendung finden. Wie ohne wei teres ersichtlich, fliesst der Netzstrom je nach der Stellung des Schiebers auf den Kon takten e,<I>f,</I> g, <I>h, i</I> durch mehr oder weniger Windungen der Primärwicklung des Trans formators, und der Sekundärstrom des Trans formators fliesst von dem Punkt n über das Instrument d, die Klemme o, die Gleitbahn p.
den Schieber q zur Sekundärwicklung zu rück. Befindet sich der Schieber auf dem Kontakt 7e und dem Kontakt<I>r,</I> so fliesst der Verbrauchsstrom nicht mehr durch die Primärwicklung, sondern 'vom Kontakt #r über den Schieber<I>q.</I> den Kontakt<I>k</I> zum Messgerät itnd von diesem zurück zur Ver brauchsleitung. Auch bei dieser Anordnung werden die Messbereiche gewechselt und zu- letzt das Messgerät allein in den Stromkreis geschaltet, ohne dass eine Stromunterbrechung oder eine Anschlussänderung stattfinden müsste.
Bei den Ausführungen nach den Fig. 2 und 3 sind aus Gründen der schematischen Darstellung die Kontakte und der Kontakt hebel bezw. Kontaktschieber nur angedeutet, jedoch nicht in ihren richtigen Dimensionen dargestellt. In Wirklichkeit sind die Dimen sionen dieser Kontaktteile derart, dass der Hebel bezw. Schieber beim Umschalten die benachbarten Kontakte überbrückt, so dass beim Übergang von einer auf eine andere Anzapfung keine Stromunterbrechung ein tritt. zur andern Anzapfung ohne Stromunter brechung gestattet.
3. Stromwandler für Messzwecke nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrich tung vom kleinsten Messbereich des Stromwandlers aus unmittelbar das Mess- gerät in den Stromkreis zu schalten ge stattet.
4. Stromwandler für Messzwecke nach Patent anspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalt vorrichtung, wenn sie das Messgerät in. den Stromkreis schaltet, dasselbe minde stens einpolig von der Sekundärwicklung des Wandlers trennt.
5. Stromwandler für Messzwecke nach Patent anspruch und Unteransprüchen 2i, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung alle Messbereiche des Wandlers und das Messgerät unmittelbar einzuschalten gestattet, ohne dass Verbin dungen gelöst werden müssen.
G. Stromwandler für Messzwecke nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung als Kurbelschalter ausgebildet ist.
7. Stromwandler für Messzwecke nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung mit Schiebkontakten ausgeführt ist: