<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 91341. Tabellenschreibvorrichtung an Schreibmaschinen finit vereinigtem Kolonnen- und Stellenwähler. Die Erfindung betrifft eine weitere Aus bildung der im Patentanspruch des Haupt patentes gekennzeichneten Tabellenschreib- vorrichtung, und zwar im besondern der Ein richtung für die Streckenwahl, welche durch die vorliegende Erfindung wesentlich verein facht wird.
In der Zeichnung ist ein AusführUngs- beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Iiig. 1 zeigt eine Seitenansicht, bei welcher der Stellen- und Streckenwähler sich in Ruhe stellung befinden, Fig. 2 eine Seitenansicht mit gedrückter Stellenauswähltaste und gedrückter Strecken- auswähltaste, Fig. 3 einen Grundriss der Strecken-Aus- ä <B><U>'</U></B> w blvorrichtung.
<B>Für</B> die Bezeichnung der Teile sind, soweit Übereinstimmungen mit der in der Patent schrift des Hauptpatentes dargestellten Vor richtung bestehen; die gleichen Zahlen benutzt worden.. Die Papierwalze 2 wird von dem soge- nannten Papierwagen 3 getragen, welcher mittelst Laufrollen auf der am Schreibma schinengestell 1 befestigten Laufstange4läuft.
Die auf der Achse 9 gelagerten Stellen- tasthebel 6", sind mit Hebelarmen versehen, welche sich nach hinten erstrecken und in einer Abbiegung 6, enden. Die Abbiegung dient einmal zur Bewegung der Auslösebrücke für die Schaltvorrichtung und zweitens als Begrenzungsanschlag für die Hebelarme 12, welche ebenfalls auf der Achse 9 gelagert sind, und durch eine' Feder 13., mit den Stellentastenhebeln 6., in Verbindung stehen. An den Enden der Hebelarme 12 sitzende Zapfen 14 greifen in Schlitze der Stellenan schläge 15 ein, die in einem Lagergehäuse 16 verschiebbar geführt sind.
Das Lagergehäuse ist in bekannter Weise um die Achse 17 ver- schwenkbar und wird oben durch eine Platte geführt, die hier, weil nebensächlich, nicht angedeutet ist. Die Ausschwenkbarkeit des Gehäuses dient dazu, um die Stellenanschläge15 mit verschiedenen Reihen von Kolonnenau schlägen zusammenwirken zu lassen; auf der Zeichnung ist die Ausschwenkvorrichtung fort gelassen; da die Vorrichtung auch Verwen dung finden soll, wenn nur eine einzige Ta- bulatorstange vorgesehen ist und das Stellen anschlaggehäuse darin fest am Maschinenge stell angeordnet wird.
Die Stellenanschläge 15 werden durch die Stellentasthebel 6a,, Feder 13a, Hebel 12 und Zapfen 14 angehoben, so dass sie in den Be reich der- Kolonnenanschläge öder Reiter 19 gelangen, welche in Schlitzen der Kolonnen anschlagstangen 20 nach Belieben entspre chend den zu schreibenden Kolonnen des Formulars eingesteckt werden können.
Beim Druck auf eine Stellentaste wird der Papierwagen in bekannter Weise von der Schaltvorrichtung entkuppelt. Die Auslösung der Schaltvorrichtung erfolgt durch die Stange 60, welche mit einem Zapfen 59 an einer bei 56 gelagerten Brücke 57 angelenkt ist. Die winkelförmige Schiene 58 reicht über alle vorhandenen Stellentasthebel 6a, welche an der Angriffsstelle mit der Abbiegung 6@ versehen sind.
An den Stellenanschlägen 15 befestigte Federn 18 sowie an den Stellen- tasthebeln 6a angebrachte Federn 10, welche an einer Hakenschiene 11 eingehängt sind, bringen die Stellenanschläge wieder aus dem Bereich der Kolonnenanschläge oder Reiter 19. Vorstehend ist die bekannte Einrichtung beschrieben, bei welcher durch den Druck auf eine Stellentaste der Papierwagen aus gelöst wird und so weit springt, bis der nächste Kolonnenanschlag mit dem Stellenanschlag in Berührung kommt und den Weiterlauf des Papierwagens unterbricht; hierbei ist beim Überschreiten mehrerer Kolonnenanschläge die betreffende Stellentaste jedesmal anzu schlagen, bis die gewünschte Kolonne erreicht wird.
Nach dem Hauptpatent wird die gesamte Laufstrecke des Papierwagens entsprechend der Anzahl der gewünschten Kolonnen in mehrere Teilstrecken unterteilt; eine Aus- wählvorrichtung bestimmt die frei zu durch- laufende Strecke. bevor die Stellenanschläge zur Wirkung gelangen kiinnen.
Einre Stange 21, entsprechend den Kolon nenafschlagstangen 20, dient zur'Aufnahrne der Reiter 22 für die Teilstreckenauswahl und ist abweichend von der in der Patent schrift des Hauptpatentes dargestelltem An ordnung in unmittelbarer Nähe des Papier wagens angeordnet. Bei Bewegungen des Papierwagens nehmen die Reiter 22 die Zähne 23a des Auswählrades 23 mit.
Das Auswähl- rad 23 sitzt auf einer Achse 29, welche in einem Böckehen l a, am llaschinenrahmenstück gelagert ist. Auf der Achse 29 befindet sich eine Scheibe<B>25</B> mit Einbuchtungen (Fig. 3), deren Zahl der Zähnezahl des Auswählrades entspricht. Einre Rolle 26" (Fig. 1 und 2), welche an einem Hebel sitzt, sichert die richtige Stellung des Auswählrades 23. Diese Vorrichtung ist als bekannt nicht genauer gezeichnet.
Von dein Auswählrad 23 wird das auf der Achse 29 befestigte Zahnrad 30 gedreht; das die Zahnstange 31 verschiebt, die auf der Rückseite in der gleichen Weise wie bei der in der Patentschrift des Haupt patentes dargestellten Ausführungsform eine Stufe<B>31,</B> aufweist.
Zum Auswählen der freiem Teilstrecken sind Tasten vorgesehen, die zweckmässig unter den Stellentasten angeordnet sind, aberebenso- gut seitlich oder an einer andern passenden Stelle angeordnet werden können. Die hintern Enden 7,, der Streckentastenlrebel sind durch Zapfen 52 mit vertikalen Stangen 35 ver bunden.
Die senkrechten Stangen 35 haben oben eine Stufe 35a und am obersten Ende angenietete Führungsstücke bezw. Lagerklötz- chen 36, welche zur Lagerung von mit Spitzen versehenen Sperrbolzen 37 dienen. Die Klötz chen 36 liegen unmittelbar nebeneinander, stützen sich daher gegenseitig ab und erhal ten ihre gemeinsame Führung in einer Gabel 38. Auf der für Gestellrahmen gelagerten Achse 39 sind Winkelhebel 40 vorgesehen, welche sich mit ihrem untern wagrechten Arm auf die Zapfen 15;, an den Stellenanschlägen 15 legen.
Auf der Achse 39 ist ausserdem durch. zwei Hebelaune die Brücke 41.drehbar gelagert. Ferner ist auf der gleichen Achse noch ein Sperrghmen 42 vorgesehen, welcher durch eine Feder 43 an den Anschlag 44 gezogen wird.
Die Wirkung der Vorrichtung ist die fol gende: Beim Druck auf eine Streckenauswähl- taste wird die Stange 35 angehoben und die Spitze des zugehörigen Bolzens 37 dadurch zwischen die Zahnstange 31 und die Brücke 41 gehoben (Fig. 2). Die Brücke 41 wird durch den Bolzen 37 von der Zahnstange abgedrückt, und zwar soweit, dass sie die Winkelhebel 40 festhält und so durch diese eine Bewegung der Stellenanschläge 15 ver hindert. Die Stange 35 ist beim Anheben mit der Stufe 35a, üben den Sperrahmen 42 gelangt und dadurch abgefangen, so dass ihr Rückgang durch den Sperrahmen 42 verhin- dert wird.
Erfolgt jetzt ein Druck auf eine Stellentaste, so kann der zugehörige Stellen anschlag 15 nicht in den Bereich der Kolon nenanschläge oder Reiter 19 gelangen; weil sein Stift 15a von dem durch die Brücke 41 gesperrten Winkelhebel 40 festgehalten wird. Diese Stellung ist in Fig. 2 veranschaulicht. Die Abbiegung 6,; des Stellentastenhebels 0a, vermittelt die Auslösung des Papierwagens. Die Feder 13a ist gespannt, da der Hebel 12 der Bewegurig des Stellentasthebels 6a, nicht folgen kann.
Sobald der Papierwagen aus gelöst ist, drehen die Reiter 22 das Auswäl- rad 23 und verschieben dadurch die Zahn stange 31. Jeder Reiter 22 bringt die Zahn stange 31 um die Breite eines Klötzchens 36 weiter, welche an den Stangen 35 angenietet sind und die Sperrbolzen 37 tragen. Die Stufe <B>3%</B> der Zahnstange 31 ermöglicht, dass die Sperrung der Stellenanschläge 15 wieder auf gehoben wird.
Gelangt nämlich die Stufe der Zahnstange soweit-; dass der angehobene; also zwischen Zahnstange 31 und Brücke 41 befindliche Sperrbolzen 37,überschritten wird, so kann die Stange 35 ausweichen; sie schwingt unter dem Druck der all ihrem Sperrbolzen anliegenden Brücke 41 nach rechts, d. li. aas der Stellung gemäss Fig. 2 in die der Fig. 1 und kommt dadurch aus dem Bereich des Sperrahmens 42.
Der Sperrbolzen fällt nach unten; die Brücke 41 geht zurück und die Winkelhebel 40 werden freigegeben, so dass die Stellenanschläge 15 nunmehr in den Be reich der Kolonnenanschläge 19 gelangen können und der in -die wirksame Stellung eingetretene Stellenanschlag den zunächst folgenden Kolonnenanschlag und somit der i Papierwagen zum Anhalten bringt. Auch bei der vorstehend beschriebenen Vorrichtung las sen sich nur solche Strecken frei halten, welche noch durchlaufen werden müssen, da eine Auswahltaste nur dann anspricht, wenn die Stufe der Zahnstange noch nicht erreicht ist.