CH92533A - Einrichtung zum Antrieb von Kirchenglocken. - Google Patents

Einrichtung zum Antrieb von Kirchenglocken.

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CH92533A
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Tanner Leonz
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Tanner Leonz
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
    • G10K1/30Details or accessories
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    • G10K1/347Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven twice per cycle
    • G10K1/348Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven twice per cycle electrically operated

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Description


  Einrichtung zum Antrieb von Kirchenglocken.    Gegenstand der Erfindung ist eine Ein  richtung zum Antrieb von Kirchenglocken.  Bei derselben sind zwei entgegengesetzt zu  einander mit der Glockenachse in Verbindung  stehende, biegsame Zugorgane in entgegen  gesetzter Richtung auf eine gemeinschaftliche  Trommel aufgewickelt, welche mit einer Vor  richtung in Verbindung steht, die ein auf  elektrischem Wege in und ausser Wirksam  keit     bringbares    Antriebselement selbsttätig  ein- und ausschaltet, so dass dasselbe zeit  weise wenigstens in einer Drehrichtung an  treibend auf die Trommel wirkt.  



  Auf der Zeichnung ist eine Einrichtung  für beidseitigen Glockenantrieb als Ausfüh  rungsbeispiel des     Erfindungsgegenstandes     dargestellt.  



  Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt desselben,  wobei von einer Glocke nur das freie Ende  eines einarmigen Antriebshebels ersicht  lich ist;  Fig. 2 und 3 sind Querschnitte nach Linie  II-II der Fig. 1;  Fig. 4 ist eine Draufsicht hierzu;  Fig. 5 bis 7 zeigen je eine Variante, und    Fig. 8 betrifft eine Einzelheit der Va  riante nach Fig. 7.  



  Auf der im Ständer 1 befestigten Achse 2  ist die Seiltrommel 3 drehbar gelagert. Die  selbe ist auf der dem Ständer entgegengesetz  ten Stirnseite offen und trägt einen Innen  zahnkranz 4, mit welchem ein Zahntrieb 5 in  Eingriff steht, der auf der Welle eines Mehr  phasen-Elektromotors 6, z. B. eines Dreh  strommotors festsitzt. Dieser treibt die Seil  trommel 3 abwechslungsweise in beiden Dreh  richtungen an. Auf der Seiltrommel 3 sind  zwei Zugseile 7 und 8 entgegengesetzt zuein  ander aufgewickelt. Von denselben greift das  Seil 7 unter Zwischenschaltung einer Feder 9  von unten am freien Ende des einarmigen  Glockenantriebhebels 10 an, während das  Seil 8 über eine Rolle 1.1 geleitet ist und am  Hebel<B>10</B> ebenfalls unter Zwischenschaltung  einer Feder 12 von oben angreift.

   Beim Dre  hen der Seiltrommel 3 wird das eine Seil von  letzterer ab- und das andere auf die Seiltrom  mel aufgewickelt. Dabei wird der     Gloekenan-          triebshebel   <B>10</B> je nach dem Drehsinne der  Seiltrommel auf- und abwärts geschwungen,  die Glocke also in     Schwingung    versetzt. Wird      der Strom des Elektromotors, resp. der An  trieb der Glocke unterbrochen, wenn dieselbe  aus der Schwerpunktlage herausbewegt ist, so  sucht die Glocke infolge ihres Eigengewichtes  die Schwerpunktlage wieder einzunehmen.  Ihre Schwingbewegung wird infolgedessen,  nach Aufzehrung der ihr innewohnenden, le  bendigen Kraft, umgekehrt. Dies hat auch  eine Umkehrung der Drehbewegung der Seil  trommel und demnach eine Änderung der  Drehrichtung des Antriebmotors zur Folge.

    Damit nun dieser auch (im neuen Drehsinne  antreibend auf die Seiltrommel wirkt, wird  er durch nachstehend beschriebene Vorrich  tung umgeschaltet. Mit der Seiltrommel dreht  sich das Zahnrädchen 13, mit welchem ein  Zahnrad 14 kämmt, dessen Achse 15 um einen  exzentrischen Zapfen 16 drehbar ist. An der  der Seiltrommel entgegengesetzten Stirnseite  trägt das Zahnrad 14 einen aus Isolier  material bestehenden Hohlzylinder 17, wel  cher auf seinem äussern Umfang zwei im Win  kel und achsial zueinander versetzte Kontakt  segmente (Stromschlussglieder) 18 bezw. 19  aufweist. Jedem derselben ist ein Kontakt 20  bezw. 21 zugeordnet. Die Kontakte 20 und 21  besitzen je zwei voneinander isolierte Kohlen  stücke (Bürsten), welche durch das betref  fende Segment stromleitend miteinander ver  bunden werden können.

   Die Kohlenstücke der  Kontakte 20 und 21 sind im Stromkreis des  Motors so eingeschaltet,     dass    dieser im einen  oder andern Drehsinne angetrieben wird, je  nachdem der eine oder andere derselben mit  dem betreffenden Kontaktsegment in Berüh  rung steht. Die Länge der Kontaktsegmente  ist derart bemessen und ihre Anordnung in  bezug auf die Kontakte ist so gewählt, dass  der Motor in beiden Drehrichtungen während  einer dem Gewicht und der erforderlichen  Ausschlaggrösse der Glocke angepassten Zeit  dauer unter Strom gesetzt ist. Der Strom  kreis wird dabei natürlich unterbrochen, bevor  die Glocke ihre Endstellung erreicht hat, so  dass der Motor stromlos ist, wenn die Umkehr  bewegung der Glocke einsetzt.

   Infolge der  exzentrischen Lagerung der Achse 15 wird  bei Änderung der Drehrichtung der Seiltrom-         mel,    veranlasst durch die     Umkehrbewegung     der Glocke, das Zahnrad 14 durch die in ent  gegengesetzter     Hichtung    auf dasselbe wir  kende Umfangskraft mit der Achse 15 zuerst  um den Zapfen 16 geschwungen. Dadurch  wird der Hohlzylinder 17 von einem der Kon  takte 20 oder 21 weg und zum andern hinüber  bewegt. Sobald der Hohlzylinder am neuen  Kontakt anliegt, beginnt sich das Rad 14 mit  dem Hohlzylinder um die Achse 15 zu dre  hen, so dass das betreffende Kontaktsegment  mit dem     zugehöiiigen    Kontakt in Berührung  kommt und dadurch den Motor unter Strom  setzt. Der Motor wirkt dann in der neuen  Drehrichtung auf die Seiltrommel antreibend.

    Wenn das Kontaktsegment über den betref  fenden Kontakt     hinausbewegt,    der Strom also  wieder unterbrochen ist, wird die Glocke \ihre  Schwingbewegung wieder umkehren und da  mit auch die Drehrichtung der Seiltrommel  und des Motors, worauf das beschriebene Spiel  sich wiederholt, bis der Strom ausgeschaltet  wird. In der Schwerpunktlage der Glocke ist  der Hohlzylinder 17 ebenfalls in seiner Mit  telstellung und steht mit keinem der beiden  Kontakte 20 und 21 in Berührung, wenn je  der ortsfest ist. Es müsste in     dhesem    Falle die  erste Schwingung der Glocke von Hand aus  geführt werden. Um nun das Anlassen der  Glocke mittelst eines gewöhnlichen, von Hand  oder durch eine Schaltuhr zu betätigenden  Schalters bewirken zu können, ist der eine  Kontakt, z.

   B. 21, an einer durch die Kraft       ebner    Feder 22 entgegen der Wirkung einer  Luft- oder Flüssigkeitsbremse gegen den  Hohlzylinder 17 hin geschobenen Stange 23  angebracht und das betreffende Kontaktseg  ment am Hohlzylinder so angeordnet, dass der  bewegliche Kontakt mit demselben in Be  rührung steht, wein der Hohlzylinder in sei  ner Mittelstellung verharrt. Wird dann der  genannte Schalter betätigt, so erhält der     No-          tor    sofort Strom und wirkt infolgedessen auch  sogleich im Sinne des Pfeiles in     Fig.    2 an  treibend auf die Seitentrommel, das     erstemal     nur ganz kurz, weil das betreffende Kontakt  segment mit dem Kontakt 21 bald ausser Be  rührung kommt.

   Der Strom wird unterbro-           chen    und die Glocke dreht den Kontaktzylin  der entgegengesetzt. Dieser schwingt mit der  Welle 15 vom Kontakt 21 weg, an den Kon  takt 20 (Fig. 3). Dieser schliesst den Strom  in der neuen Drehrichtung, bis der Kontakt  streifen 18 mit ihm ausser Berührung kommt.  Der Kontakt 21 vermag infolge seiner Brem  sung dem verhältnismässig rasch nacheinander  hin- und herschwingenden Kontaktzylinder  dicht nachzufolgen, bis dieser mit dem gegen  überliegenden Kontakt 20 ausser Berührung  kommt. Es können deshalb im Betrieb nie  beide Kontakte 20 und 21 zu gleicher Zeit  mit dem zugehörigen Kontaktsegment in Be  rührung sein, und im Ruhezustand der Ein  richtung wird stets die Verbindung zwischen  dem Kontaktsegment 19 und dem Kontakt 21  hergestellt sein.  



  Bei der in Fig. 5 dargestellten Variante  ist das Rad 14 nicht in seiner Ebene hin- und  her schwenkbar, sondern in gewissen Grenzen       achsial    verschiebbar zwischen zwei einander  gegenüberliegenden Kontakten 20 und 21 an  geordnet, von denen der letztere wie beim       vorbeschriebenen    Beispiel auf einer federnd  längsverschiebbaren, jedoch senkrecht zur  Radebene liegenden Stange angebracht ist.  Das Rad sitzt auf einer mit steilem Aussen  gewinde 24 versehenen, zentrisch auf einer  feststehenden Achse 25 gelagerten Hülse 26,  die am einen Ende mit einer Ausbohrung 26'  versehen ist, die zur Aufnahme von zwei  einerends an der Achse 25 festsitzenden,     ein-          ander    entgegengesetzt wirkenden, federnden  Bremsringen 27 dient.

   Die den Kontakten 20  und 21 zugehörigen Segmente 18 und 19 sind  zueinander versetzt auf den beiden Stirnsei  ten des Rades 14 angebracht. Bei der Umkeh  rung der Schwingbewegung der Glocke, resp.  der Drehrichtung der Seiltrommel und     des     sich mit dieser drehenden und mnit dem Zahn  rad 14 kämmenden Zahntriebes, wird das  Zahnrad im Anfang seiner neuen Drehrich  tung infolge der Bremsung der Hülse 26 vom  einen Kontakt weg an den andern heranbe  wegt, so dass dann bei der weitern Drehung  des Rades das betreffende Kontaktsegment  mit diesem Kontakt in Berührung kommt.    Die Wirkungsweise der Einrichtung ist im  übrigen die gleiche, wie beim Beispiel nach  Fig. 1 bis 3.  



  Nach Fig. 6 ist das mit dem Zahntrieb 13  kämmende Zahnrad 14 auf seiner unter Über  windung einer gewissen Reibung drehbaren  Welle 15 gelagert. Dieselbe ist mit einem  exzentrischen Endzapfen 16 versehen, wel  cher durch den Schlitz 28 eines 1-förmigen  Hebels 29 greift, der über dem Zahnrad 14  gelagert ist und an     sehnen    Seitenarmen je  einen Kontakt 30     bezw.    31 trägt. Diese Kon  takte 30 und 31 liegen einander in bezug auf  einen die Welle 15 konzentrisch umgebenden  Schleifring 32 diametral gegenüber.

   Derselbe  ist an der     ebnen    Stirnfläche des Rades 14  befestigt und trägt ein Kontaktsegment 33,  mit welchem in der Ruhestellung der Glocke,  d.     1i.    bei ausser Betrieb befindlicher Einrich  tung, der Kontakt 30 in Berührung steht, in  dem derselbe entgegen der Wirkung einer  pneumatischen. auf der Zeichnung nicht er  sichtlichen Bremse durch eine Feder 34 nach  einwärts gegen das Kontaktsegment des  Schleifringes 32 gedrückt wird. Beim Ein  schalten des Stromes dreht der Motor das Ge  triebe so an, dass das Kontaktsegment am  Kontakt 30 abwärts     gletitet.    Wenn das Kon  taktsegment mit demselben ausser     Berührung     kommt, wird der Strom, und damit der An  trieb der Glocke unterbrochen. Dies hat ein  Zurückschwingen der Glocke zur Folge.

   Bei  der Umkehrung ihrer     Schwingbewegung    fin  det vorerst eine Drehung des Zahnrades 14  mit     sdiner    Welle 15 statt. Hierbei wird der  Hebel 29 durch den     Zapfen    16 seitwärts     ge-          schwungen,    so     da.ss    der am Schleifring anlie  gende Kontakt 30 von dem letzteren wegbe  wegt und der Kontakt 31 an denselben heran  bewegt wird. Da sich das Kontaktsegment  beim Andrehen des Schleifringes mit dem an  dern Ende unter den Kontakt 31     bewegt    hat.

    kommt dieser bei     seliner    Annäherung gegen  den Schleifring an das Kontaktsegment zu       liegen,    welches die Kohlen desselben strom  leitend miteinander verbindet. die mit dem  Elektromotor so geschaltet sind, dass derselbe       Zn    der neuen, durch die Glocke eingeleiteten      Drehrichtung antreibend auf die Seiltrommel  wirkt, und zwar so lange, bis das Kontakt  segment unter dem Kontakt 31 weggleitet,  wodurch der Strom wieder unterbrochen wird.  Infolge der grösseren Schwingung der Glocke  kommt ein längeres Stück des Kontaktseg  mentes in den Bereich des Kontaktes 30.

   Bei  der Umkehrung der Schwingbewegung der  Glocke wird der Hebel 29 durch den Zapfen  16 umgesteuert, und dadurch der Kontakt 31  vom Schleifring weg und der Kontakt 30 un  ter Zurückdrängung in seine hintere     End-          stellung    mit dem Kontaktsegment in Berüh  rung gebracht. Dadurch erhält der Motor  einen neuen Stromimpuls in der eingeleiteten  Drehrichtung. Dieses Spiel wiederholt sich,  bis der Strom unterbrochen wird, zum Bei  spiel von Hand oder mittelst Zeitschalter.  



  Bei der in Fig. 7 und 8 dargestellten Va  riante trägt das Zahnrad 14 neben seinem  Zahnkranz einen Gleitring 35, welcher auf  der einen Hälfte seines äussern Umfanges  dünner ist, als auf der andern. Es liegen sich  somit zwei Stufen 36 und 37 diametral gegen  über, und zwar befindet sich in der Ruhe  stellung der Glocke die eine Stufe oberhalb  und die andere unterhalb der Horizontalebene  der Radachse. Zu beiden Seiten der durch die  Radachse gelegten Vertikalebene ist je ein  um die ortsfeste Achse 38 drehbarer Schalt  hebel 39 bezw. 40 angeordnet, welcher an sei  nem obern. kürzeren Arm je einen um einen  Zapfen 41 schwingbaren Kipphebel 42 trägt,  dessen Schwingbewegungen durch die An  schlagflächen 43 und 44 einer vom betreffen  den Anschlaghebel seitwärts abstehenden  Nase 45 begrenzt werden.

   Am freien Ende  des längeren. nach unten ragenden, federnd  nach aussen gezogenen Armes, trägt jeder  Schalthebel ein Kontaktstück 46, dem ein  einstellbarerDoppelkontakt47 bezw. ein durch  die Wirkung einer Feder gegen ihn ver  schiebbarer, pneumatisch gebremster Doppel  kontakt 48 gegenüber liegt. Die Kipphebel  tragen je eine Gleitrolle 49 mit in das Zahn  rad 14 eingreifendem Zahnrädchen 50, wel  ches ein sicheres Rollen der Rolle 49 auf dem       Gleitring    35, und damit ein sicheres Kippen    des Hebels 42 bewirkt, wenn der Gleitring in  folge Umkehrung der Schwingbewegung der  Glocke seine Drehrichtung ändert.  



  Die Wirkungsweise der soeben beschrie  benen Schaltvorrichtung ist folgende: Ist die  Glocke zum Beispiel so in ihre Ruhestellung  gelangt, dass der Gleitring 35 zuletzt sich in  der Uhrzeigerrichtung gedreht hat, so nimmt  der linke Kipphebel 42 die rechts aufwärts  steigende und der rechte Kipphebel die links  abwärts geneigte Stellung ein, und zwar be  findet sich die Rolle 49 des ersteren auf der  dickeren und diejenige des letzteren auf der  dünneren Hälfte des Gleitringes 35. Der Kon  takt 48 ist federnd an das Kontaktstück 46  des Schalthebels 39 angedrückt, während das  Kontaktstück 46 des Schalthebels 40 vom  Kontakt 4 7 wegbewegt ist.

   Wird der Strom  eingeschaltet, so bewirkt der Elektromotor  eine Drehung des Zahnrades 14 und     Gleitrin-          ges    35 entgegen der     Uhrzeigerdrehrichtung.     Hierbei werden     diie    Kipphebel 42 umgestellt,  der linke mit seiner Gleitrolle     abwärts,    der  rechte aufwärts. Dies hat eine Drehung des  Schalthebels 39 zur Folge, durch welche der  Kontakt 48 entgegen der auf ihn wirkenden  Feder nach rechts geschoben wird. Der Schalt  hebel 40 bewegt sich unten noch     Tnehr    nach  rechts.

   Sobald die linke     Gleitrolle    49 über  die Stufe 36     herunterrollt,    schwingt der  Schalthebel 39 unten nach links, das Kon  taktstück bewegt sich vom Kontakt 48 weg  und     unterbricht    dadurch den Strom. Trotz  dem zu gleicher Zeit die rechte     Gleitrolle    49  über die Stufe 37 hinauf auf die dickere  Hälfte des Gleitringes 35 rollt. wird der  Schalthebel 40 unten nicht so weit nach links       bewegt.    dass dadurch das Kontaktstück 46 mit  dem     Kontakt    47 in Berührung käme und der  Strom geschlossen würde. Der     Antrieb    auf       ttlie    Glocke     werd    infolgedessen unterbrochen.

    Diese schwingt zurück und dreht das Zahn  rad 14 mit dem Gleitring 35 in der     Uhrzei-          gerdrehrichtung.    Hierdurch wird der rechte       Kipphebel    42 abwärts in die radiale Stellung  zur     ZVelle    38 gedreht, was eine Vergrösserung  der Entfernung zwischen dessen Drehpunkt  41 und damit ein     Einwärtsschwingen    des un-      tern Armes des Schalthebels 40, bis zum  Schliessen des Kontaktes 46, 47 zur Folge hat.

    Der Motor erhält in seiner neuen Drehrich  tung Strom und wirkt deshalb in derselben  antreibend auf die Seiltrommel, bis die Stufe  3 7 zur betreffenden Gleitrolle gelangt und  dem Schalthebel 40 unten eine Auswärts  schwingung gestattet, bei welcher das Kon  taktstück 46 desselben vom Kontakt 4 7 weg  bewegt und dadurch der Strom unterbrochen  wird. Da beim Auflaufen der Rolle 49 des  Schalthebels 39 auf die Stufe 36 der Kon  takt 46, 48 nicht geschlossen wird, wie dies  bei Hebel 40 erklärt wurde, erhält der Motor  nicht sogleich entgegengesetzt gerichteten  Strom, sondern erst nachdem seine Drehrich  tung, und infolgedessen auch diejenige des       Gleitringes    35 durch die Umkehrung der  Schwingbewegung der Glocke geändert wor  den ist.

   Weil sich die Schwingungen der  Glocke verhältnismässig rasch folgen, kann  der Kontakt 48, verhindert durch die auf ihn  wirkenden pneumatische Bremse, dem Kon  taktstück 46 des Hebels 39 sich nicht so nä  hern, dass vorzeitiger Stromschluss erfolgt.  



  Die beschriebene und dargestellte Bin  richtung benötigt einen erheblich schwächeren  Antriebsmotor, als Einrichtungen, bei denen  die Glocke nur in einer Richtung angetrieben  wird. Natürlich kann die vorliegende Einrich  tung auch Anwendung finden für den     An-          trieb        von        Glocken        mit          Antriebs-          lebeln.    Obgleich praktisch der beidseitige  Glockenantrieb im allgemeinen vorzuziehen  ist, so kann es doch vorkommen, dass einsei  tiger Antrieb vorteilhafter ist, zum Beispiel  bei einer Glockenanordnung,

   die sich für den  Antrieb von einer gemeinschaftlichen     Trans-          mnission    aus eignet. In diesem Falle genügt  es, unter Beibehaltung zweier entgegengesetzt  aufgewickelter und angreifender Zugorgane  nur den einen Kontakt zu benützen, vorzugs  weise denjenigen mit dem federnd beeinfluss  ten Stromschlussglied; auch wird dann der  Antrieb der Seiltrommel mit Vorteil unter  Verwendung von elektromagnetisch zu schlie  ssenden und zu öffnenden Reibungskupplun  gen erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Antrieb von Kirchen glocken, dadurch gekennzeichnet, dass zwei entgegengesetzt zueinander mit der Glocken- aelhse in Verbindung stehende, biegsame Zug organe in entgegengesetzter Richtung auf eine gemeinschaftliche Trommel aufgewickelt sind, welche mit einer Vorrichtung in Ver bindung stellt, die ein auf elektrischem Wege in und ausser Wirksamkeit bringbares An triebselement selbsttätig ein- und ausschaltet, so dass dasselbe zeitweise wenigstens in einer Drehrichtung antreibend auf die Trommel wirkt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung zum Antrieb von Kirchen glocken mit einarmigem Antriebshebel, cladurcli gekennzeichnet, dass das eine Zug organ über eine oberhalb eines Glocken antriebhebels angeordnete Rolle geführt und an demselben von oben angeschlossen ist, während das andere Zugorgan am An triebshebel von unten angreift. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da,ss die Trommel mit ei nem Zahnrad zwangsläufig in Verbindung steht, welches im Bereich eines in den Stromkreis eines elektrischen Antriebs motors eingeschalteten Kontaktes minde stens ein Kontaktsegment trägt, wobei nach erfolgter selbsttätiger Unterbrechung des Stromkreises, zwecks Schliessens des selben boi. der Umkehrung der Schwing bewegung der Glocke, durch das Zahnrad eine zusätzliche relative Bewegung der Stromschlussglieder zueinander eingeleitet wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Un- teransprueli 2, dadurch gekennzeichnet, .
    dass das mit der Seiltrommel @in Verbin dung stehende Zahnrad um seine Achse lose drehbar ist, die um einen exzentrisch angeordneten Zapfen schwingt, wenn die Drehrichtung der Seiltrommel infolge Um kehrung der Schwingbewegung der Glocke gich ändert, wobei mindestens ein Kontakt segment an einem zur Radachse konzen- trischen Hohlzylinder angeordnet ist, den das Rad an einer Stirnseite trägt. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Seiltrommel in Verbin dung stehende Zahnrad auf einer mit stei lem Aussengewinde versehenen Hülse dreh bar ist, die ihrerseits unter Überwindung einer Bremskraft um eine feststehende Achse sich drehen kann. so dass bei der Um kehrung der Schwingbewegung der Glocke das Zahnrad, welches an den Stirnseiten Kontaktsegmente trägt, ausser der Drehung eine achsiale Bewegung ausführt, wodurch das eine Kontaktsegment aus dem Bereich des zugehörigen Kontaktes und ein anderes Kontaktsegment in den Bereich des zuge hörigen Kontaktes gebracht wird. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel mit ei nem Zahnrad in Verbindung steht, das auf einem Schleifring mindestens ein Kontakt segment trägt und hn bestimmten Grenzen auf seiner gebremsten Welle drehbar ist. die mittelst eines exzentrischen Zapfens einen für die beiden einander diametral gegenüberliegenden Kontakte gemein- schaftlhchen, exzentrisch zum Zahnrad ge lagerten Träger von der einen durch An liegen des einen Kontaktes am Schleifring begrenzten Endstellung in die andere be wegt, wenn das Zahnrad infolge der Um kehrung der Schwingbewegung der Glocke seine Drehrichtung ändert. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Trommel mit ei nem Zahnrad in Verbindung steht, das einen auf der einen Hälfte nach aussen ver dickten Gleitring trägt, an welchem auf beiden Hälften je eine Rolle anliegt, die an einem in bestimmten Grenzen schwing baren Hebel gelagert ist, der seinerseits quer zur Drehachse eines andern Hebels an diesem sitzt, welcher mindestens ein Kon taktstück trägt, dem ein zweites Strom- schlussglied gegenüber angeordnet nst, das Ganze so, dass, wenn das Zahnrad infolge der Umkehrung der Schwingbewegung der Glocke seine Drehrichtung ändert, der mit seiner Gleitrolle an der dickeren Hälfte des Gleitringes anliegende,
    in gew1issen Grenzen schwingbare Hebel den ihn tra genden Hebel in stromschliessendem Sinne und beim Ablaufen seiner Rolle von der dickeren auf die dünnere Hälfte des Gleit- ringes in öffnendem Sinne bewegt. 7. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitring neben der Verzahnung des Zahnrades angeordnet ist, mit welchem an den Gleitrollen angebrachte Zahnräd chen kämmen, um ein sicheres Umstellen der dieselben tragenden Hebel zu erzielen. wenn das Zahnrad seine Drehrichtung ändert. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontakt auf einer nach dem zuge hörigen Stromschlussglied hin unter Über windung einer Bremskraft durch eine Fe der verschiebbaren Stange angebracht ist. welche den genannten Kontakt mit dem zugehörigen Stromschlussglied in Berüh rung zu bringen bestrebt ist, so dass im Ruhezustande der Einrichtung der eine Kontakt der Umschaltvorrichtung stets geschlossen ist und die Einrichtung durch Fernschaltung in Betrieb gesetzt werden kann.
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