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1wlaschine zum Aufwickeln eines Drahts, der sich in nebeneinanderliegenden
Windungen in Form einer Acht auf zwei parallele Stifte auflegt. Die Erfindung betrifft
eine Maschine zum Aufwickeln eines Drahts auf zwei Stifte in Form einer Acht und
insbesondere eine Maschine, die einen Glühfaden für elektrische Lampen in dieser
Form aufwickelt.
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Bekanntlich wird der z. B. aus Wolfram bestehende, gerade Glühfaden
vor dem Aufbringen auf das Traggestell gebogen, um ihm eine geeignete Form zur Aufhängung
an den Trägern zu geben. Auch hat man schon vorgeschlagen, den Faden in Form einer
Acht auf zwei parallele Stifte aufzuwickeln, die sich in demselben oder ungefähr
demselben Abstand voneinander befinden wie die Sätze der Träger in der Lampe.
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Die Maschine. gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Stifte um ihre Symmetrieachse schwingbar sind und eine Vorratsspule derart unter
;der Einwirkungeines Steuergliedes steht, daß beim Hinundherschwingen der Stifte
um einen Winkel von mindestens 18o° der Draht sich abwechselnd um den einen und
den anderen der Stifte herumlegt, so daß Windungen in Achtform entstehen, die infolge
achsialer Verschiebung der unter Einfluß einer Kurvenscheibe stehenden Symmetrieachse
nebeneinander zu liegen kommen.
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Zweckmäßig wird die Maschine nach der Erfindung mit einer Vorrichtung
versehen, welche die Maschine selbsttätig stillsetzt, wenn die Stifte sich über
eine gewisse Strecke in Richtung ihrer Symmetrieachse vorbewegt haben. Wenn die
Maschine elektrisch angetrieben
wird, kann zu diesem Zwecke die
folgende Bauart verwendet werden.
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Die Stifte erhalten die Bewegung in Richtung ihrer Symmetrieachse
durch ein umlaufendes Organ, z. B. eine Kurvenscheibe, mit dem eine Kontaktscheibe
sich mitdreht, die nach einer Hindrehung der Kurvenscheibe die Stillsetzung des
Motors herbeiführt, so daß die Bildung der Windungen auf eine gewisse Länge beschränkt
ist. Die Kurvenscheibe wird dann stillgesetzt und kann von Hand in die Ausgangsstellung
zurückgebracht werden. Diese Ausgangsstellung kann durch einen Anschlag festgelegt
werden.
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Zu diesem Zwecke kann die Kurvenscheibe normal mittels einer Reibungskupplung
von einem ununterbrochen sich drehenden Organ in einer solchen Richtung gedreht
werden, daß der Draht regelmäßig auf die Stifte auf-,gewickelt werden kann. Die
Reibungskupplung ermöglicht dem Arbeiter, die Kurvenscheibe von Hand in entgegengesetzter
Richtung zurückzudrehen.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform einer Maschine gemäß der
Erfindung beispielsweise dargestellt.
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Abb. i ist ein lotrechter Schnitt durch die Maschine nach der Linie
I-I in Abb. 2. Abb.2 stellt eine Aufsicht auf die Maschine dar, bei der deutlichkeitshalber
der metallene Deckel des Kastens, in dem die antreibenden Organe aufgestellt sind,
fortgelassen ist.
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Abb.3 ist ein lotrechter Querschnitt nach der Linie III-III in Abb.
2, und Abb. q. ist schließlich ein lotrechter Querschnitt nach der Linie IV-IV in
Abb. 2.
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Die Abb. 5 und 6 verdeutlichen symmetrisch die Bewegung der Stifte
und das Aufwickevi des Drahts.
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Die antreibenden Organe der dargestellten Maschine befinden sich in
einem mit einem Deckel 2 versehenen metallenen Kasten i. Die Ilauptwelle 3 der Maschine
ist in Lagern in den Wänden des. Kastens i gelagert und wird mittels einer Seilscheibe
¢ angetrieben (Abb. i und 2). Auf der Welle 3 ist ein Zahnrad 5 befestigt, das ein
Zahnrad 6 antreibt; letzteres bildet ein Ganzes mit einer Büchse, die sich auf einer
Welle 3 5 drehen kann und mit einem Exzenter 7 versehen ist, das die Exzenterstange
8 in hin und her gehende Bewegung; versetzt (Abb. ¢). Die Stange 8 ist finit einem
Zahnsektor 9 verbunden, der sich um eine ortsfeste Welle io drehen kann, die in
der Wand des Kastens i und in einem Bock i i befestit ist.
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Der' Zahnsektor 9 treibt ein Ritzel 12 an, das auf einer in der Wand
des Kastens i und in dem Bock i i drehbar gelagerten Welle 13 befestigt ist. Auf
dem linken Ende der Welle 13 (Abb. 2) befinden sich zwei Stifte i ¢ und 15,
auf die das Joch 16 geschoben ist. In letzterem sind die Stiftei 7 und 18
befestigt, auf welche der Draht in Form einer Acht aufgewickelt wird. Beim Drehen
der Hauptwelle 3 erhält die Welle 13 mittels der beschriebenen Übertragung eine
schwingende Bewegung, bei der sie sich jedesmal über einen Winkel von wenigstens
i8o° hin und zurück dreht.
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Auf dem linken Ende der Hauptwelle 3 ist eine Kurvenscheibe 2o befestigt,
die eääien Hebel ei, der um 22 drehbar ist und durch die Zugfeder i9 mit einer Rolle
23 gegen die Kurvenfläche der Scheibe 20 gezogen wird, in hin und her gehende Bewegung
versetzt. Das freie Ende des Hebels 21 ist gabelförmig ausgebildet und trägt eine
Drahtrolle 2q., die auf Stiften 25 und 26 drehbar ist, welche mit Hilfe einer Stellschraube
27 eingestellt werden können (s. Abbildungen). Wenn, die Maschine in Gang ist, läuft
der Draht von der Drahtrolle 24. zwischen den Führungsrollen 28 und 29 hindurch
zu den Stiften 17 und 18, auf die er in Form einer Acht aufgewickelt wird.
Die Hinundherbewegung des Hebels 2 i dient dazu, die Aufwicklung in achtförmigen
Windungen auf die Stifte 17 und 18 zu ermöglichen, wie in Abb. 5 und 6 verdeutlicht
ist.
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In der Hauptwelle 3 ist ein Ritzel 30 (Abb. i und 2) ausgeschnitten,
mittels dessen ein Zahnrad 3 i auf der der Welle 3 5 parallelen Welle 32 angetrieben
wird. Ein mit dem Zahnrad 3i verbundenes Ritzel33 treibt ein auf der Welle 35 befestigtes:
Zahn= rad 3 4 an, und eine Schnecke 36 auf der Welle 35 versetzt ein Schneckenrad
37, das sich auf der ortsfesten Welle 38 (Abb. 3) drehen kann, in umlaufende Bewegung.
Auf der Büchse, die mit dem Schneckenrad 37 ein Ganzes bildet (s.. Abb.3), ist eine
Kurvenscheibe 39 drehbar angeordnet, die durch eine Schraubenfeder 4.o an das Schneckeurad
37 gedrückt wird. Ein Reibungsring ¢i zwischen dem Schneckenrad und der Kurvenscheibe
sorgt dafür, daß sich gewöhnlich zugleich mit dem Schneckenrad auch die Kurvenscheibe
dreht, so daß die das Joch 16 tragende Welle 13, deren rechtes Ende durch
Vermittlung einer Kugel und unter der Wirkung einer Schraubenfeder 4.2 gegen die
Oberfläche der Kurvenscheibe gedrückt wird, eine Bewegung in ihrer Längsrichtung
erhält. Beim Beginn des Wicklungsvorganges befindet sich die Kurvenscheibe in der
in Abb. 2 dargestellten Stellung; sobald die Maschine in Gang gesetzt wird, dreht
sich die Kurvenscheibe langsam in der Richtung des Pfeiles in Abb.2, so daß die
Welle 13 sich allmählich nach rechts bewegt und der Draht in nebeneiüanderliegenden
achtförmigen Windungen auf die Stifte 17
und 18 aufgewickelt werden
kann. Wenn die Stifte sich über eine vorausbestimmte Strecke nach rechts bewegt
haben, wird die Maschine selbsttätig abgeschaltet, z. B. dadurch, daß der Stromkreis
eines die Maschine antreibenden Elektromotors selbsttätig unterbrochen wird. Zu
diesem Zwecke ist auf der Nabe 44 der Kurvenscheibe 39 eine Büchse 45 (Abb. 3) angeordnet,
die mittels einer Schraube 47 auf der Nabe 44 befestigt ist. Auf der Büchse 45 ist
ferner ein Ring 49 aus isolierendem Stoff befestigt, über den eine Scheibe 48 aus
Messing oder ähnlichem elektrisch leitenden Stoff gelegt ist. Blattfedern 51 und
52 (Abb. i und 2), die in dem zum Antrieb des Elektromotors dienenden Stromkreis
liegen, legen sich gegen die Kontaktscheibe 48, so daß gewöhnlich eine leitende
Verbindung zwischen den beiden Blattfedern vorhanden ist. Sobald aber die Blattfeder
51 in die Nut So der Kontaktscheibe 48 springt, wird der Strom unterbrochen, da
die Blattfeder 51 nunmehr gegen den isolierenden Ring 49 sich anlegt.
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Nachdem das Joch 16 durch ein anderes ersetzt worden oder umgedreht
worden ist., falls es doppelt ausgeführt, d. h. nach zwei Seiten hin mit Stiften
versehen ist, kann die Maschine von neuem in Gang gesetzt werden, was durch Drehung
des über dem Deckel 2 auf der Büchse 45 befestigten Knopfes 46 bewerkstelligt werden
kann. Beim Drehen dieses Knopfes wird die Kurvenscheibe 39 mitenommen, wobei die
Reibung zwischen der' Kurvenscheibe 39 und dem Schneckenrad 37 zu überwinden ist.
Die Kurvenscheibe wird in einer Richtung gedreht, die derjenigen des Pfeiles in
Abb. 2 entgegengesetzt ist, so daß der Stromkreis über die Kontakte 5o und 51 wieder
geschlossen wird. Die Scheibe 39 wird so weit gedreht, bis der Nocken 43 (Abb. i
und 2) gegen das Ende der Welle 13 stößt und letztere infolgedessen in die, am weitesten
nach links gelegene Stellung gebracht ist, worauf der Wicklungsvorgang wieder von
neuem vor sich gehen kann.
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Durch eine einfache Einrichtung kann man dafür sorgen, daß die Maschine
auch selbsttätig stillgesetzt wird, sobald der Draht zwischen der Spule 24 und den
Stiften 17 oder 18 zerreißt. Man kann z. B. einen schwachen elektrischen Strom durch
den Teil des Drahtes zwischen der Spule 24 und den Stiften 17 oder 18 führen, und
durch Anordnung eines. geeigneten Relais kann man dafür sorgen, daß der antreibende
Elektromotor abgeschaltet wird, sobald dieser Strom durch Bruch des Drahte. zu fließen
aufhört.
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Das Aufwickeln der Windungen auf die Stifte 17 und i 8 geht
folgendermaßen vor sich Man denke sich das Ende des Drahtes an dem Stift 18 befestigt
und den Draht an dem Stift 17 anliegend. Das Joch 16 wird nun so gedreht, daß der
Stift 17 den Draht mitnimmt und sich um diesen Stift eine Schleife bildet. Das Joch
dreht sich über ungefähr 1800, aber bevor es diese Drehung vollbracht hat, bewegt
sich die Drahtspule 24 in der Richtung. der Symmetrieachse der Stifte in Abb. i
und 2 nach links, so daß der Stift 18 am Draht vorbeigeht; darauf bewegt sich die
Drahtspule wieder zurück, so daß. der Draht an die andere Seite des Stiftes. 18
sich anlegt; nun drehen sich auch die Stifte in entgegengesetzter Richtung um ihre
Symmetrieachse, wobei der Stift 18 den Draht mitnimmt.