CH91052A - Elektromagnetische Aufspannvorrichtung. - Google Patents
Elektromagnetische Aufspannvorrichtung.Info
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Description
Elektromagnetische Aufspannvorrichtung.
Die bis jetzt in der Technik zum Festhalten von Arbeitsstücken verwendeten Magnetplatten, zum Beispiel für Schleif- maschinen, werden mit Gleichstrom gespeist.
Da gewöhnlich in Werkstätten für Licht und Kraft nur Wechselstrom vorhanden ist, bedingt eine Gleiehstrom-Magnetplatte entweder einen Gleichstrom-Generator oder eine Umformung des Wechselstromes in Gleich- strom, zum Beispiel mittelst einer Umformergruppe. Wäre es möglich, Wechselstrommagnete verwenden zu können, so hätte man den wesentlichen Vorteil, den Wechselstrom direkt zur Magnetisierung verwenden zu kön- nen, ohne diesen vorerst in Gleichstrom umformen zu müssen.
Bei der direkten Verwendung von Wechselstrom zur Magnetisierung für grössere Zugkräfte findet eine Vibration des Arbeitsstückes statt, was von den Perioden herrührt, und erhält man eine ungleichmässige Zugkraft.
Eine graphische Darstellung der Zugkraft eines Wechselstrommagnetes zeigt die Fig. 1 der Zeichnung, in welcher i den Momentanwert des Wechselstromes, B die Induktion und Z die Zugkraft darstellt. Es ist dann : B = c ¯ E = c@ ¯ i, ferner Z = e" B , worin c, c'und c"Konstanten sind. E ist der Effektivwert der Spalmun,,. Da die Zugkraft proportional dem Quadrate der Induk- tion ist, ist diese immer positiv, wenn sie nicht Null ist. Hieraus ergibt sieh. dass die Zugkraft in bestimmten Zeitpunkten Null ist, und es ist somit möglich, das Arbeits- stück zu diesen Zeitpunkten zu verschieben.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine elektromagnetische Aufspannvor- richtung. bei der die einzelnen Magnetspulen so gewickelt und angeordnet sind. dass die verschiedenen Magnetspulen auf verschiedene durch ein Arbeitsstück gehende Magnetkreise wirken können, und diese Magnetspulen von Strömen verschiedener Phase durchflossen werden, das Ganze derart, dass immer eine Zugkraft vorhanden ist.
Man kann auch Einphasenstrom verwenden. wenn man zwei Elektromagnete parallel schaltet, wobei dem einen Selbstinduktion vorgeschaltet ist.
Beim Zweiphasen- und Drehstrom sind diese künstliehen Mittel zur Erzielung einer Phasenverschiebung überflüssig, da diese Phasenströme schon um 90 0, resp. um 1200 phasenversehoben sind. Der zeitliche Verlauf des magnetischen Flusses in den einzelnen magnetischen Kreisen bei Verwendung von Drehstrom zeigt das Vektordiagramm gemäss Fig. 2. Die drei Vektoren I, II. III stellen die phasenversellobenen Flüxe der magnetischen Kreise clar.
Die Projektionen der drei Vektoren auf die rotierende Zeitlinie V-N sind die Momentanwerte der Flüxe. Die Zugkraft für jeden Magnetkreis ist proportional dem Quadrate seines durch das Arbeitsstück gehenden Fluxes.
Es ist zweckmässig, die Kerne sehwach zu sättigen und B = 3000 bis 10, 000 Linien zu wählen, wobei dann eine verhältnismässig geringe Erwärmung stattfindet.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 3 zeigt dasselbe teils in Vorderansicht, teils in senkrechtem Längssehnitt ;
Fig. 4 zeigt dasselbe im Grundriss, teilweise im wagreehten Schnitt, und
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht, teils im Schnitt ;
Fig. 6 zeigt ein Schaltungsschema.
Aus siliziumhaltigem Dynamoblech bestehende Magnetkerne 1, 2, 3, 4, 5, 6 sind paarweise durch ein Joch 7 miteinander verbunden. Auf den Magnetkernen 1, 2, 3, 4, 5, 6 sitzen Spulen 8. deren Amperewindungen die magnetischen Kraftlinien erzeugen. Je- der einzelne Magnet ist mit Messingsehrauben 9 mit einer eisernen Grundplatte 10 verschraubt. Auf letzterer befindet sich ein Gussrahmen 11. zwischen welchem und dem Magneten sieh zur magnetischen Isolation eine Messingleiste] 12 befindet.
Zwischen den freien Enden der Magnetkerne befinden siel Fiberschienen 13. Die magnetischen Kreise werden durch ein Arbeitsstück 19. welches in Fig. 3 strichpunktiert angedeutet ist. ge- schlossen. und erschweren die Fiberschienen 13 einen direkten Übergang der Magnetlinien von Kern zu Kern. Der ganze Apparat ist von einem Aluminiumblech 14 umschlossen, Die dargestellte elektromagnetische Aufspannvorrichtung dient hauptsächlich zum Aufspannen von Werkstücken auf Werk zeugmaschinen und kann mit Dreiphasen- Wechselstrom gespeist werden. Zu diesem Zweck sind die Magnetspulen 8 an eine Stöpselvorriehtung 15 angeschlossen.
Dabei bilden die Magnetkerne 1, 2, 3,4,5,6 drei magnetische Kreise, von denen jeder durch eine Phase erregt wird. Die andere Hälfte der Vorricltung gemäss Fig. 3 ist ähnlich beschaffen wie die vorstehend beschriebene.
Je drei benachbarte Magnete, sechs Verne umfassend, bilden zusammen einen Satz, so dass die in Fig. 3 dargestellte Aufspannvor- richtung aus zwei Sätzen besteht, die in der Verlängerung voneinander liegen. Man könnte auch die Sätze für Drehstrom nebeneinander oder rund anordnen und sonstwie clen Er fordernissen anpassen. Jeder Satz ist mit. einer Stöpselvorriehtung 15 versehen. Die Stöpselvorrichtungen 15 stehen miteinander elektrisch in Verbindung, so dass man je nach Wunsch den einen oder andern Teil der Aufspannvorrichtung oder beide einsehalten kann.
Man kann drei voneinander isolierte Stifte als Stöpsel verwenden und dafür die Stöpselvorrichtung, wie Fig. 6 zeigt, ausbilden, so dass, wenn dieser dreipolige Stöpsel in die obern drei Löcher 16 eingesetzt wird, die Magnetspulen in Sternschaltung liegen, und wenn der dreipolige Stöpsel in die Löcher 17 eingesetzt wird, die Magnetspulen in Dreieckschaltung liegen.
Je nachdem Dreieck-oder Sternschaltung vorliegt, hat man eine andere Zugstärke, wobei theoretisch die Zugstärke sich wie 1 zu 3 verhalten.
Im Gegensatz zu Gleichstromaufspann vorriehtungen, wo die Magnetkerne vonein- ander vielfach durch Zinkeinlagen magnetisch isoliert sind, können diese Zinkeinlagen bei Wechselstrom nicht verwendet werden, weil in denselben Wirbelströme entstehen würden. Die Wirbelströme würden eine grosse Wärmeentwicklung zur Folge haben, so dass die Aufspannvorrichtung viel zu heiss würde.
Der Verlauf der magnetischen Linien ist in Fig. 3 eingezeichnet. Die Linien, die sieh nicht durch das Arbeitsstück schliessen, sind Streulinien und machen zirka 5 % des gesamten magnetischen Flusses aus. In der Zeichnung sind die Polsehuhe länglicher Ge- stalt, wodurch bezweckt wird, dass die einzelnen Phasen auch örtlich einander näher gerückt sind.
Die Aufspannvorrichtung könnte je nach Grösse der Arbeitsstücke auch drei, sechs, neun etc. magnetische Kreise enthalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Elektromagnetische Aufspannvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Magnetspulen so gewickelt und angeordnet sind, dass die verschiedenen Magnetspulen auf verschiedene durch ein Arbeitsstück ge- hende Magnetkreise wirken können und diese Magnetspulen von Strömen verschiedener Phase durehflossen werden, das Ganze derart, dass immer eine Zugkraft vorhanden ist.UNTERANSPRUCH: Etektromagnetische Aufspannvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass die einzelnen Magnetspulen in den verschiedenen Phasen eines Mehrphasenstromes liegen.
Applications Claiming Priority (1)
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