AT104948B - Einrichtung an Drehstromtransformatoren bzw. Drehstrommotoren zur Verminderung der Magnetisierungsverluste bei geringer Belastung. - Google Patents

Einrichtung an Drehstromtransformatoren bzw. Drehstrommotoren zur Verminderung der Magnetisierungsverluste bei geringer Belastung.

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AT104948B
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Julius Ing Pollach
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Julius Ing Pollach
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Für jedes   Elektrizitätswerk, das sich mit dem Verkauf elektrischer   Energie in Form von dreiphasigem Wechselstrom befasst, bedeutet der Leerlaufverlust bei Transformatoren einen Energie-und 
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 wirtschaftlichem Charakter, wo die Transformatoren nurdengeringsten Teildes Jahres vollbelastetarbeiten. 



   Um diese Leerlaufverluste herabzusetzen, wurde zwar eine Reihe von Schaltungen vorgeschlagen. die auf dem   Prinzipe   beruhen, bei geringer Belastung die magnetische Induktion im Transformatorenkern herabzusetzen, z. B. durch Übergang von Parallel-auf Serienschaltung oder durch Übergang von Dreieck- auf Sternschaltung. Diese Umschaltungen mussten aber in den meisten Fällen von Hand aus vorgenommen werden, wodurch ein sicheres und den Bedürfnissen entsprechend angepasstes.Unischalten nicht gewährleistet ist. Ferner ist eine automatische   Umschaltvorrichtung   für den angegebenen Zweck 
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 auf den Zustand niedriger Belastung durch ein Relais bewirkt wird, bei welchem die Wirkung einer Feder der Wirkung eines Elektromagneten entgegensteht.

   Dies ist aber eine für die Praxis durchaus nicht brauchbare   Lösung,   da ein Zustand auftreten kann. wo die   Federspannung   mit der Zugkraft des Elektromagneten im Gleichgewichte steht. In diesem   Augenblicke kann zwar   unter   Umständen   ein Ausschalten des Transformators, aber kein Umschalten desselben erfolgen. 



   Durch die Erfindung werden alle diese Nachteile dadurch beseitigt, dass   die UmschaltevolTichtungen   
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 Schaltung auf eine Sparschaltung bewirkt. 



   In der   Zeichnung ist   der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. 



    Fig. l zeigt   eine Schaltung, bei welcher der Transformator primär im Dreieck   und sekundär   in Sternparallelschaltung mit herausgeführtem Nullpunkt geschaltet ist, Fig. 2 den gleichen Transformator, bei 
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 proportional sind. Ist ein Drehstromtransformator z. B. primärseitig in Dreieck geschaltet, so wird jedem Schenkel   die verkettete Spannung jS zugeführt.   Die Leerlaufverluste sind dann mit grösserer Annäherung proportional E2. Schalten wir denselben Transformator primärseitig in Stern, so wird an 
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   zirka (E'= E2/3.

   Durch diese Umschaltung konnten die Leerlauf Verluste daher sofort auf zirka # ihres noimalen Betrages herabgesetzt werden, wenn der Tiansfoimator schwach belastet ist,     cl.   h. wenn von der   Sekundärseite nur   ein Teil des normalen Stromes geliefert wird, sagen wir   50% des     Normalstrome ;- !.   

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 dass die   Sekundärspannung   des Transformators hiedurch nicht   verändert   wird. Ist ein Transfom : ator normal, sowohl primär- als auch sekundärseitig. in Dreieck geschaltet, so bleibt das   Übersetzung-     verhältnis unverändert, wenn   man Primär- und Sekundärwieklung in Stern umschaltet.

   In beiden Fällen entspricht einer der Hochspannungsseite zugeführten verketteten Spannung E auf der Niederungsspannungsseite eine verkettete Spannung e. 



   Die normalen Leerlaufverluste des in Dreieck   geschalteten Drehstromtransfqimators werden   durch die Umschaltung desselben auf Sternschaltung um zirka   #   des normalen Wertes vermindert, während die Sekundärspannung in beiden Fällen die gleiche bleibt. Wird der   Transforma tor yon 1/1 Vollast   
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 in bekannter Weise eine Reduktion der Leerlaufverluste erzielt. 



   Diese Schaltung kann bei Leitungsnetzen ohne   Nulleiter   auf der   Sekundärseite   ohne weiters Verwendung finden. 



   In Leitungsnetzen mit sekundär herausgeführtem Nulleiter muss jedoch eine andere   Schaltungs-   art Platz greifen, u. zw. erfindungsgemäss eine solche nach Fig. 1 und 2. Hat z. B. ein Transformator bei in Dreieck geschalteter Primärseite sekundär eine Spannung von 380/220 V, so müsste er primär-   seitigin Stern umgeschaltet auf   der Sekundärseite die gleiche Spannung   ; 380/220 17 liefern.   Diese Forderung wird dadurch erfüllt, dass man z. B. folgende Schaltregel befolgt : in normaler Schaltung ist der Trans-   formater   in Dreieck, sekundär in Sternparallel geschaltet.

   Um die Leerlaufverluste des Transformators bei ¸ Belastung desselben, wie vorher angeführt, auf   # herabzusetzen, schaltet   man den Transformator primär in Stern, sekundär   inZickzack,   s. Fig. 1 und 2. Im ersten Falle ist die Primärschenkelspannung E, 
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 liche Konstantbleiben der   Sekundärspannung. Würde   man diese Umschaltung von Fall zu Fall von Hand aus besorgen, so wäre die erforderliche Manipulation zu umständlich, zumindest wä'e eine Person notwendig, die das   Umschalten   des Transformators zu gewissen Tageszeiten vornehmen müsste.

   Diese Umschaltung von Hand aus wäre aber abgesehen von der kostspieligen Manipulation keineswegs so elastisch, um allen Betriebsverhältnissen Rechnung tragen zu   können.   Die Belastung eines Transformators   ändert sich nämlich nicht nur zu verschiedenen   Stunden des Tages, sondern es verschieben sich auch die Zeitintervalle zwischen hoher und niedriger Belastung bei verschiedenen   Transformatorstr. t : onen   verschieden und hängen zum grossen Teil von den an die betreffende Station angeschlossenen   Konsumenten   ab.

   Es würde daher zu weit führen, wenn man   zwecks Ökonomisierung   der Leerlaufverluste die   Um-   sehaltung der Transformatorstation von Hand aus vornehmen liesse, um so   mehr als ein grosser Teil der   erzielten Ersparnisse wieder durch das Bedienungspersonal aufgezehrt würde. Es erscheint daher not-   wendig,   die Umschaltung automatisch einzurichten, u.   zw.   derart, dass beim Überschreiten   einer gewh, en   Belastung der Transformator primär im Dreieck, sekundär in Sternparallel geschaltet wird während bei Untersehreitung einer gewissen Belastung die Umschaltung   selbsttätig derart   erfolgen würde, dass die   Primärseite   des Transformators in Stern, die Sekundärseite in Zickzack geschaltet ist.

   Um dies zu erreichen, wird   erfindungsgemäss   folgende, durch das Schema in Fig. 3 erläuterte   Einrichtung getroffen :  
Die Wicklungsenden der Primärsäulen a, b, c des Transformators sind mit einem sechspoli en   Ölschalter 0   derart verbunden, dass dieselben in der eingezeichneten Stellung in Dreieck geschaltet sind. Auf der   Sekundärseite   ist ein Umschalter U nach Art eines Kontrollers angeordnet.

   Die auf   jedem Trans-   formatorschenkel befindlichen Sekundärspulen d, f, g werden in zwei Abteilungen geteilt und sind mit dem Kontroller U in der rechts dargestellten Stellung I derart verbunden, dass die   Sekundärwicklung   in   Stemparallel   mit   herausgeführten   Nullpunkt geschaltet ist.   Nehmen   wir einen Drehstromtransformator von 100   AT.. 4 an,   so könnte derselbe von zirka 50-100 KVA Belastung in dieser Schaltung verbleiben. 
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 die Belastung 50   RVA,   so erfolgt die Umschaltung unbedingt auf die   Normalsehaltung   für Vollast, d. h.

   primär Dreieck,   sekundiir Sternparallel.   Sinkt die Belastung im angeführten Beispiel unter 40   RT. l,   so erfolgt   dise umschaltung   des Transformators automatisch auf die Sparschaltung, d. h. primär Stern, sekundär Zickzack. In beiden Fällen kann der Nullpunkt sekundär herausgeführt werden. Damit wird 
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 zu ermässigen. 



   Diese beschriebene Umschaltung kann auch bei Drehstrommotoren sinngemäss Anwendung finden. 



  Hiebei wird nun für den Stator, der dem Primärteil entspricht, der Umschalter O und das Relais R benutzt, während der Rotor, der den sekundären Teil darstellt, in seiner Schaltung unverändert bleibt. 



   Durch Anwendung dieser Schaltung an Drehstrommotoren wird demnach deren   Leerlaufverlust   verringert und deshalb auch die Phasenverschiebung bei kleineren Belastungen   verbebsert.   



    PATENT-ANSPRÜCHE:  
1. Einrichtung an Drehstromtransformatoren, insbesondere mit sekundär   herausgeführten Null-   leiter zur Verminderung der   Magnetisierungsverluste   bei geringer Belastung, deren Wicklungen mit einer selbsttätigen Umschaltvorriehtung verbunden sind, die eine der jeweiligen Belastung entsprechende Schaltung der   Wieklungen   bewirkt, gekennzeichnet durch ein steuerbares Relais   (R, Fig.   3), welches mit Hilfe von Steuerkontakten (Kd, Ks) und Auslösevorrichtungen (D, S) bei genau einstellbarer sinkender Belastung eine automatische Umschaltung von Normalschaltung, z. B. primär Dreieck-.   sekundär Sternparallelschaltung   mit herausgeführten Nullpunkt (Fig. 1) auf eine Sparschaltung, z.

   B. primär Stern-,   sekundär   Ziekzacksehaltung mit herausgeführtem Nullpunkt (Fig. 2j bewirkt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch l für Drehstrommotoren, dadurch gekenn- zeichnet, dass bloss die Statorwicklung des Drehstrommotors mit einer automatisch wirkenden rmsehalt- vu-richtung verbunden wird, während der Rotor in seiner Schaltung unverändert bleibt.
AT104948D 1924-05-10 1925-05-07 Einrichtung an Drehstromtransformatoren bzw. Drehstrommotoren zur Verminderung der Magnetisierungsverluste bei geringer Belastung. AT104948B (de)

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AT104948D AT104948B (de) 1924-05-10 1925-05-07 Einrichtung an Drehstromtransformatoren bzw. Drehstrommotoren zur Verminderung der Magnetisierungsverluste bei geringer Belastung.

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