CH650975A5 - Rotary printing machine for offset printing - Google Patents

Rotary printing machine for offset printing Download PDF

Info

Publication number
CH650975A5
CH650975A5 CH161381A CH161381A CH650975A5 CH 650975 A5 CH650975 A5 CH 650975A5 CH 161381 A CH161381 A CH 161381A CH 161381 A CH161381 A CH 161381A CH 650975 A5 CH650975 A5 CH 650975A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
inking roller
roller
ink
printing
printing machine
Prior art date
Application number
CH161381A
Other languages
English (en)
Inventor
Burkhardt Dr-Ing Wirz
Original Assignee
Grapho Metronic Gmbh & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Grapho Metronic Gmbh & Co filed Critical Grapho Metronic Gmbh & Co
Publication of CH650975A5 publication Critical patent/CH650975A5/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F7/00Rotary lithographic machines
    • B41F7/02Rotary lithographic machines for offset printing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/15Devices for moving vibrator-rollers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Rotationsdruckmaschine für Offsetdruck nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruches 1.
Bei jedem Druck, bei welchem im Fortdruck die komplette Auflagenzahl der gewünschten Drucke hergestellt wird, stellt sich zunächst das Problem des Andruckes. Als erstmalige drucktechnische Wiedergabe eines ausgeführten Entwurfes werden Andruckexemplare in nur geringer Anzahl für die bekannten Zwecke benötigt, die nicht im einzelnen aufgeführt zu werden brauchen.
Zur Herstellung der Andrucke ist die Flachoffsetpresse bekannt. Bei dieser wird Farbe von Hand mit Hilfe eines Spachtels auf die Walzen aufgetragen. Ein Farbverbrauch durch den Druckvorgang wird durch die gleiche Art ausgeglichen. Bei dieser Methode ist die Gleichmässigkeit der Färbung des Druckes von der Geschicklichkeit des Druckers abhängig.
Neuerdings geht man vielfach dazu über, Andrucke auf einer Produktionsdruckmaschine herzustellen, um fort-druck-gerechte Andrucke zu erhalten, denn auf Flachoffsetpressen hergestellte Andrucke zeigen grosse Unterschiede gegenüber Auflagendrucken. Die Gründe dafür sind, dass Flachoffsetpressen den Bedruckstoff im Rund-gegen-Flach-Prinzip bedrucken, während Fortdruckmaschinen rotativ arbeiten. Bedingt durch diese unterschiedlichen Prinzipien laufen beide Maschinen mit unterschiedlich hohen Geschwindigkeiten, wodurch die Druckparameter, wie das Abreissverhalten der Farbfäden oder die Theologischen Eigenschaften der Farbe unterschiedlich sind.
Da beim Andruck zahlreiche Anpassungen vorgenommen werden müssen, sind die teuren, auf hohen Ausstoss ausgerichteten Fortdruckmaschinen nur schlecht genutzt, so dass das Herstellen von Andrucken auf diese Weise sehr teuer ist. Es ist aus dem Grund in grossen Druckereien wirtschaftlich vertretbar, für den Andruck eine eigene Rotationsdruckmaschine zu verwenden, die aber eigens auf die besonderen Gegebenheiten und Erfordernisse des Andrucks abgestimmt ist, d.h. auf den Ausstoss von nur einer geringen Bogenzahl. Dies bedeutet, dass, wenngleich es erwünscht ist, die ca. 5 bis 20 Andruckexemplare möglichst schnell vorlie2
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
gen zu haben, für den Druck jedes einzelnen Bogens mehr Zeit zur Verfügung steht als beim Fortdruck und dass der Gewinn an zur Verfügung stehender Zeit dazu benützt werden kann, sowohl den Ausstoss an Makulatur herabzusetzen, wenn nicht praktisch zu beseitigen als auch die Maschine gegenüber der Fortdruckmaschine konstruktiv zu vereinfachen, insbesondere die aufwendige individuelle Farbzo-nensteuerung wegfallen zu lassen. Dies ist die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe.
Die Lösung dieser Aufgabe, die mit den kennzeichnenden Merkmalen des unabhängigen Anspruches 1 vorgenommen wird, stützt sich auf die Erkenntnis, dass ein wesentlicher Grund für den hohen Makulaturanfall bei Verwendung der Fortdruckmaschine für das Herstellen der Andruckexemplare in dem empfindlichen stationären Gleichgewichtszustand der Farbzuführung und der verhältnismässig langen Einschwingdauer in den Gleichgewichtszustand zu suchen ist, da im Fortdruck in jeder Farbzone ja der Farbauftragwalze bei jeder Umdrehung genau so viel Farbe wieder zugeführt werden muss, wie vom Plattenzylinder abgenommen wird. Um diese zonenweise genau zu dosierende Farbzufuhr zu erzielen, ist in der Fortdruckmaschine aber nicht nur eine lange Zeit oder eine grosse Zahl von Umdrehungen mit vielen Drucken zum Ausgleich der über Umfang und Breite unterschiedlichen Farbaufnahme erforderlich, sondern es wird auch ein grosses Farbwerk benötigt, um von der groben Farbzufuhr am Farbkasten bis zur Farbauftragwalze die erforderliche Ausbreitung und Verteilung zu bekommen.
Die Erfindung geht den völlig anderen Weg, indem nämlich auf der Mantelfläche der Farbauftragwalze zunächst eine ganz gleichmässige Farbfilmschicht erzeugt wird, mit der dann der Plattenzylinder für einen einzigen Druck einge-farbt wird. Ein solcher Andruck mit kontinuierlicher Farbschichtdicke über der Bogenbreite ist sehr vorteilhaft, um das Offsetverfahren in Bezug auf die Farbdichte entsprechend den neueren Bestrebungen in der Druckindustrie zu standardisieren. Da mit dieser Methode die Möglichkeit einer willkürlichen Veränderung der Farbdichte im Andruck entfällt, entfallen in der Fortdruckmaschine zeitintensive, auftragsabhängige Rüstzeiten für die Farbeinstellung.
Nach Ausführung des Druckes, für den mit Sicherheit zur Sättigung der Platte allerorts die ausreichende Farbmenge zur Verfügung steht, wird durch gleichmässige Verteilung der Restfarbe auf der Farbauftragwalze und gegebenenfalls Zufuhr einer die verbrauchte Menge ersetzenden Farbmenge erneut ein über Umfang und Breite gleichmässiger Farbfilm hergestellt, bevor der nächste Druck ausgeführt wird.
Es fallt also praktisch keine Makulatur an, was bei den hohen Papierkosten ebenfalls sehr wichtig ist, und das Farbwerk kann gerade wegen der die Farbe in Achsrichtung verteilenden Traversierwalzen sehr klein gehalten werden, wobei wegen der weiten Wege, die die kurzen Traversierwalzen in Achsrichtung gehen, die gleichmässige Verteilung der Farbe sehr schnell erzielt wird, so dass auch die Druckfolge ausreichend hoch ist.
Die Zeit zur erneuten Bildung eines über Umfang und Breite gleichmässig starken Farbfilmes auf der oder den Farbauftragwalzen lässt sich durch Anbringen mehrerer Traversierwalzen, die über den Umfang verteilt über die Farbauftragwalze hinlaufen, verkürzen. Zweckmässigerweise werden die Traversierwalzen axial versetzt angeordnet und geführt. Ihre Relativbewegung gegenüber der Farbauftragwalze in Richtung parallel zu deren Achse kann mit Hilfe von in ihrer Drehrichtung umkehrbaren Gewindespindeln erfolgen, doch sind auch andere Antriebsmöglichkeiten, beispielsweise durch der hier sehr zweckmässige McKinley-Antrieb, denkbar.
650 975
Es kann zweckmässig sein, die Farbauftragwalze während des gleichmässigen Ausbreitens des Farbfilms vom Plattenzylinder abzuheben und sie gesteuert zu jedem Bogendruck für mindestens einen Einfärbvorgang des Plattenzylinders auf diesen aufzusetzen.
Eine günstige Gestaltung der Druckmaschine ergibt sich, wenn die Umfangslänge der Farbauftragwalze gleich der maximalen Drucklänge ist. Hierdurch erhält man unabhängig von der Sujet-Verteilung auf der Druckform eine gleichmässige Schichtdicke auf den druckenden Flächen der Druckform und damit auf dem Druckbogen, weil nach dem Prinzip der Erfindung auf der Farbauftragwalze ein über Breite und Dicke gleichmässiger Farbfilm hergestellt wird.
Eine andere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, eine oder mehrere kleinere Auftragwalzen, zusätzlich aber mehrere darauflaufende Verreiber- oder Reiter-Walzen zu verwenden, deren Anordnung und Anzahl einen ausreichend konstanten Film über die gesamte Abwicklung garantiert.
Zum rationelleren Ausnutzen der Maschine kann in einer Ausführungsform eine gesonderte Walzengruppe vorgesehen werden, die wenigstens eine die volle Walzenbreite aufweisende Walze und wenigstens eine Traversierwaize umfasst und der von einem Farbvorratsbehälter die Farbe zuführbar ist, wobei von der die volle Breite aufweisenden Walze der Farbauftragwalze in deren vom Plattenzylinder abgehobenem Zustand die Farbschicht willkürlich übertragbar ist. Während mit der Farbauftragwalze, dem Plattenzylinder und dem Gummizylinder ein Abdruck erfolgt, wird in dieser Gruppe bereits ein Reservefilm gebildet, der nach Beendigung des Druckes über ein Hebersystem, das die willkürliche Farbschichtübertragung durchführt, den durch den Abdruck reduzierten Farbfilm auf der Farbauftragwalze ergänzt. Vorzugsweise ist unmittelbar über der Mantelfläche der Farbauftragwalze ein Farbvorratsbehälter angeordnet, aus dem, wenn er beispielsweise als Kolbenspritze ausgebildet ist, Farbe gesteuert abgegeben werden kann.
Die Farbschichtdicke kann zwar von einem erfahrenen Drucker beobachtet und beurteilt werden, jedoch ist es zweckmässig, um Bedienungsfehler auszuschliessen, ein Farbschichtdicken-Messgerät an der Farbauftragwalze anzuordnen, wobei man deren Messausgangsgrösse als Steuereingangssignal für die Bogenzuführung und gegebenenfalls das Aufsetzen der Farbauftragwalze auf den Plattenzylinder verwenden kann. Es genügt, die Farbschichtdicken-Messvorrichtung an einer Stelle anzubringen, da die Schicht auf dem gesamten Mantel über die Breite der Farbauftragwalze gleich dick ist. In einer einfacheren Ausführung wird nach der Erfahrung des Druckers die verbrauchte Farbe wieder zugeführt und die Schicht in einer bestimmten Zahl von Umläufen der Farbauftragwalze vergleichmässigt. Das Erreichen dieser Zahl von Umläufen, die abhängig von der Art des Druckes einstellbar sein kann, löst dann einen Druckvorgang aus.
Betreibt man die Druckmaschine wie eine normale Druckmaschine, so müssen die Farbfilme auf Plattenzylinder, Gummizylinder und Papier im Laufe zahlreicher Druk-ke bis zum Gleichgewichtszustand aufgebaut werden. Dies kann, wie Messungen zeigten, bis zu 100 Bogen und mehr in Anspruch nehmen. Daher kann in vorteilhafter Betriebsweise so verfahren werden, dass bei abgehobener Farbauftragwalze zunächst auf dieser eine gleichmässig dicke Farbschicht und zugleich auf dem vom Gummizylinder getrennt umlaufenden Plattenzylinder bei angestelltem Feuchtwerk und gegebenenfalls bei angestellter Blasvorrichtung eine Sollwasserschicht erzeugt wird, wonach Farbauftragwalze, Plattenzylinder und Gummizylinder miteinander für eine steuerbare Anzahl von Umläufen in Kontakt gebracht werden, und schliesslich bei angestelltem Druckzylinder ein An3
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
650 975
druck ausgeführt wird. Dadurch ergibt sich auf dem Gum-mizylinder die gleiche Schichtdicke wie auf der Farbauftragwalze als Gleichgewichtsschichtdicke, so dass sich eindeutig Gleichheit zwischen dem Farbangebot auf dem Gummizylinder und der Schichtdicke auf der Farbauftragwalze ergibt. Die Färbung des Druckes kann auf diese Weise leichter gesteuert werden.
Eine besonders vorteilhafte Betriebsart, ohne dass zu viel Wasser in die Farbe gelangt, besteht darin, dass die Schritte der Vergleichmässigung der Farbschicht auf der Farbauftragwalze und der Übertragung der Farbe von der Farbauftragwalze auf Plattenzylinder und Gummizylinder vor dem Druck mehrmals vorgenommen wird. Um die Anzahl der Abrollungen zwischen Plattenzylinder und Gummizylinder und ein damit möglicherweise verbundenes Doublieren zu minimieren, kann bei der Übergabe der Farbe von der Farbauftragwalze auf den Plattenzylinder der Gummizylinder vom Plattenzylinder abgehoben sein. Bei diesen Betriebsarten sind die Schichtdicken kurz vor dem Druck auf den Bogen auf dem Gummizylinder gleich der Schichtdicke auf der Farbauftragwalze.
Die Zeichnung zeigt schematisiert zwei mögliche Ausführungsformen der erfindungsgemässen Rotationsdruckmaschine mit ihren für die Erfindung wesentlichen Teilen, und zwar stellen dar:
Fig. 1 eine stark schematisierte Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Druckmaschine;
Fig. 2 den oberen Teil einer zweiten Ausführungsform in schematisierter Seitenansicht;
Fig. 3 eine Frontansicht des Farbwerkes der Maschine nach Fig. 1 in Richtung des Pfeils A gesehen.
In der Zeichnung sind alle Teile weggelassen, die für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlich sind, und die dargestellten Teile sind der Deutlichkeit halber stark schematisiert wiedergegeben. Die Figur 1 zeigt übereinander eine Farbauftragwalze 10, einen Plattenzylinder 11, einen Gummizylinder 12 und einen Druckzylinder 13. Über den Umfang der Farbauftragwalze 10 sind verteilt mehrere Traversierwalzen 14a, 14b, 14c angeordnet, deren axiale Länge, wie aus der Fig. 3 ersichtlich, einen Bruchteil der axialen Länge der Farbauftragwalze 10 beträgt. Die Traversierwalzen 14a-14c sind ausserdem axial gegeneinander versetzt. Die Farbauftragwalze 10 der Plattenzylinder 11, der Gummizylinder 12 und der Druckzylinder 13 sind in üblicher Weise in Seitenwangen 15,16 eines Maschinenrahmens gelagert und werden mit synchroner Umfangsgeschwindigkeit angetrieben. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Umfangslän-ge der Farbauftragwalze 10 gleich der maximalen Drucklänge, so dass sich die Farbauftragwalze 10 also einmal zwischen der Hinterkante und der Vorderkante des im Druckzylinder eingearbeiteten Kanals IIa abwälzt.
Die Traversierwalzen 14a-14c sind auf Spindeln gehaltert und geführt, von denen in Fig. 3 nur die Spindeln 17a und 17b zu sehen sind. Diese Spindeln sind fest in die Seitenwangen 15 und 16 eingespannt und führen die Traversierwalzen 14a-14c mit Umfangsberührung gegenüber der Farbauftragwalze 10. Eine Nocke in der Bohrung jeder Traversierwaize 14a-14c, durch die die Spindeln hindurchgeführt sind, greift in eine in sich geschlossene, in beiden Achsrichtungen die Mantelfläche der Spindeln umziehende Nut ein, wodurch ein sogenannter McKinley-Antrieb für eine seitliche Hin- und Herbewegung der Traversierwalzen 14a-14c gebildet wird. Die Abmessungen der Schraubennut in den
Spindeln 17a, 17b sind derart, dass die Mantelfläche der Traversierwalzen 14a-14c über die gesamte Mantelfläche der Farbauftragwalze 10 hinwegläuft. Die schraubenförmige Nut ist durch Kreuzschraffur in der Fig. 3 angedeutet.
Ferner steht über der Farbauftragwalze ein Farbvorratsbehälter 18, der auf einer Querstange 19 parallel zur Farbauftragwalze 10 ortsfest angebracht ist und in hier nicht näher interessierender Weise, beispielsweise mittels eines Kolbens, aus einer Abgabeöffnung gesteuert Farbe auf die Farbauftragwalze 10 abgeben kann, die dann durch die Traversierwalzen 14a bis 14c auf der Oberfläche der Farbauftragwalze 10 zu einer vollkommen gleichmässig dicken Schicht verteilt wird. Darüber hinaus befindet sich an der Mantelfläche der Farbauftragwalze 10 ein an sich bekanntes Farbschichtdicken-Messgerät 20. Die Ausgangsgrösse dieses Farbschichtdicken-Messgerätes 20 kann dazu verwendet werden, die Farbauftragwalze 10 mit dem Plattenzylinder 11 in Berührung zu bringen, sofern diese zunächst voneinander abgehoben waren, oder auch den Druckvorgang für einen Bogen einzuleiten. Das Farbschichtdicken-Messgerät 20 ist ortsfest an einer Stelle einer Farbauftragwalze 10 mittels Halterungen 21, die an einer Seitenwange 15 befestigt sind, derart angebracht, dass es die Traversierwalzen 14a bis 14c in ihrer Bewegung nicht stört.
Figur 1 zeigt ausserdem ein insgesamt mit 22 bezeichnetes Feuchtwerk mit einer Blasvorrichtung 23.
Soweit die abgewandelte Ausführungsform gemäss Fig. 2 in ihren Teilen mit der Ausführungsform nach Fig. 1 übereinstimmt, sind die Teile in der Fig. 2 mit denselben Bezugszeichen versehen. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich jedoch vom zuerst beschriebenen durch die Farbzuführung. Es besitzt eine besondere Walzengruppe, die aus einer die volle Walzenbreite aufweisenden Walze 24 und im dargestellten Fall einer Traversierwaize 25 gebildet wird. Auf die Walze 24 wird Farbe aus einem Farbvorratsbehälter 26 abgegeben und zunächst von der Traversierwaize 25 zu einem gleichmässig dicken Farbfilm verteilt. Zur Übertragung des Farbfilms von der Walze 24 auf die Farbauftragwalze 10 ist eine Heberwalze 27 vorhanden, die willkürlich im gegebenen Moment gegen die Farbauftragwalze 10 geschwenkt werden kann, nachdem sie zuvor Farbe vom Farbfilm der Walze 24 aufgenommen hat. Es ist jedoch auch möglich, die gesamte Walzengruppe schwenkbar anzuordnen und die die volle Walzenbreite aufweisende Walze 24 gegen die Farbauftragwalze 10 zu schwenken. Diese Bauform ermöglicht, wie oben bereits ausgeführt, ein rationelleres Ausnutzen der Maschine.
Es ist hier nicht dargestellt, auf welche Weise die einzelnen Walzen und Zylinder voneinander abgehoben und wieder aufgesetzt werden können, um die an früherer Stelle diskutierten unterschiedlichen Betriebsweisen mit ihren jeweiligen Vorteilen durchführen zu können, weil die maschinenbauliche Ausführung dem Fachmann anheimgestellt werden kann, die er bei Kenntnis der Merkmale der Erfindung und ihrer vorteilhaften Ausgestaltungen mit seinem Fachwissen ausführen kann. Es versteht sich auch, dass zusätzliche Messvorgänge, wie Feuchtemessung mit an sich bekannten Messvorrichtungen durchgeführt werden können, um beispielsweise die Blasvorrichtung 23 zu- oder abzuschalten.
Erläuternd sei noch angemerkt, dass unter einem Bruchteil der axialen Länge weniger als die Hälfte, vorzugsweise, wie in der Fig. 3 dargestellt, ein Drittel bis ein Viertel der Länge der Farbauftragwalze zu verstehen ist.
4
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
S
2 Blatt Zeichnungen

Claims (17)

650 975 PATENTANSPRÜCHE
1. Rotationsdruckmaschine für Offsetdruck mit Farb-und Feuchtwerk, deren Gummizylinder, Plattenzylinder und wenigstens eine Farbauftragwalze im wesentlichen gleiche axiale Länge haben, während sich auf der Mantelfläche der Farbauftragwalze, welcher Farbe über ein Farbwerk gesteuert zuführbar ist, wenigstens eine Reiberwalze abwälzt, die gegenüber der Farbauftragwalze axial verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Reiberwalze eine einen Bruchteil der axialen Länge der Farbauftragwalze aufweisende Traversierwaize (14a-c) ist, die zwischen zwei Bogendrucken axial über die Gesamtlänge der Farbauftragwalze (10) verschiebbar ist, und dass die Bogenführung davon abhängig steuerbar ist, dass der Farbfilm auf der Farbauftragwalze (10) eine gleichmässige Stärke hat.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über den Umfang der Farbauftragwalze (10) verteilt mehrere Traversierwalzen (14a-c) angebracht sind.
3. Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn- . zeichnet, dass die Traversierwalzen (14a-c) axial versetzt angeordnet sind.
4. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Traversierwalzen (14a-c) durch zur Farbauftragwalze (10) parallel verlaufende, in ihrer Drehrichtung umkehrbare Führungsspindeln (17a, b) in Achsrichtung verschiebbar sind.
5. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragwalze (10) vom Plattenzylinder (11) abhebbar und zu jedem Bogendruck für wenigstens eine Einfarbung auf den Plattenzylinder (11) aufsetzbar ist.
6. Druckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangslänge der Farbauftragwalze (10) gleich der maximalen Drucklänge ist.
7. Druckmaschine nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch eine Walzengruppe, die wenigstens eine die volle Walzenbreite aufweisende Walze (24) und wenigstens eine Traversierwaize (25) umfasst und der von einem Farbvor-ratsbehälter (26) die Farbe zuführbar ist, wobei von der die volle Breite aufweisenden Walze (24) der Farbauftragwalze (10) in deren vom Plattenzylinder abgehobenen Zustand die Farbschicht willkürlich übertragbar ist.
8. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass über der Mantelfläche der Farbauftragwalze (10) wenigstens ein gesteuert Farbe abgebender Farbvorratsbehälter (18) angeordnet ist.
9. Druckmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbvorratsbehälter (18,26) als Kolbenspritze ausgebildet ist.
10. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Mantelfläche der Farbauftragswalze (10) eine Farbschichtdicken-Messvorrichtung (20) stationär angeordnet ist.
11. Druckmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messausgangsgrösse der Farbschichtdik-ken-Messvorrichtung (20) das Steuersignal der Bogenzufüh-rung darstellt und gegebenenfalls das Aufsetzen der Farbauftragwalze (10) auf den Plattenzylinder (11) einleitet.
12. Druckmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass einstellbar nach jeder n-ten Umdrehung der Farbauftragwalze (10) ein Druckvorgang ausgelöst wird.
13. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blasvorrichtung (23) vorgesehen ist, die auf das Feuchtwerk (22) und/oder den Plattenzylinder (11) einwirkt.
14. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckzylinder (13) bei in
Kontakt befindlichen Gummi- (12) und Plattenzylindern (11) getrennt vom Gummizylinder (12) abhebbar ist.
15. Verfahren zum Betrieb der Druckmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei abgehobener Farbauftragwalze zunächst auf dieser eine gleichmässig dicke Farbschicht und zugleich auf dem vom Gummizylinder getrennt umlaufenden Plattenzylinder bei angestelltem Feuchtwerk und angestellter Blasvorrichtung eine Soll-Wasserschicht erzeugt wird, dass danach Farbauftragwalze, Plattenzylinder und Gummizylinder miteinander für eine steuerbare Anzahl von Umläufen in Kontakt gebracht werden und dass schliesslich bei angestelltem Druckzylinder ein Andruck ausgeführt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte der Vergleichsmässigung der Farbschicht auf der Farbauftragwalze und der Übertragung der Farbe von der Farbauftragwalze auf Plattenzylinder und Gummizylinder vor dem Druck mehrmals vorgenommen werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Übergabe der Farbe von der Farbauftragwalze auf den Plattenzylinder der Gummizylinder vom Plattenzylinder abgehoben ist.
CH161381A 1980-03-21 1981-03-10 Rotary printing machine for offset printing CH650975A5 (en)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19803011031 DE3011031C2 (de) 1980-03-21 1980-03-21 Bogen-Rotations-Andruckoffsetdruckmaschine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH650975A5 true CH650975A5 (en) 1985-08-30

Family

ID=6097965

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH161381A CH650975A5 (en) 1980-03-21 1981-03-10 Rotary printing machine for offset printing

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH650975A5 (de)
DE (1) DE3011031C2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN108116039A (zh) * 2016-11-28 2018-06-05 海德堡印刷机械股份公司 印刷机

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ES2030462T3 (es) * 1987-06-25 1992-11-01 Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft Mecanismo humectador para una maquina de imprenta offset.
WO2016107631A1 (en) * 2014-12-29 2016-07-07 Hewlett-Packard Indigo B.V. Application of coating fluid

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US869803A (en) * 1907-05-10 1907-10-29 Watson E Perry Attachment for draft-harness.
DE706018C (de) * 1937-11-11 1941-05-16 Heinrich Stickdorn Farbwerk fuer Druckmaschinen
US2645997A (en) * 1951-01-04 1953-07-21 Charles C Grede Vibrator unit for multicolor printing presses
GB869803A (en) * 1957-10-10 1961-06-07 Miehle Goss Dexter Inc Inking arrangements for rotary printing press
CH451210A (de) * 1967-05-24 1968-05-15 Cedigraph S A Offset-Druckmaschine zur Herstellung von Druckproben
CH603359A5 (de) * 1976-02-06 1978-08-15 Hinapat Ag

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN108116039A (zh) * 2016-11-28 2018-06-05 海德堡印刷机械股份公司 印刷机
CN108116039B (zh) * 2016-11-28 2022-03-18 海德堡印刷机械股份公司 印刷机

Also Published As

Publication number Publication date
DE3011031A1 (de) 1981-10-08
DE3011031C2 (de) 1983-09-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0141168B1 (de) Farbwerksvoreinstellung
EP0080588A1 (de) Feucht-Farbwerk für Offsetdruckmaschinen
EP0403861B1 (de) Verfahren zum schnellen Erreichen des Fortdruckzustandes
EP0078444A1 (de) Farbwerk für Offsetdruckmaschinen
CH693628A5 (de) Verfahren zum Erreichen des Fortdruckzustandes in einer Rollenrotationsdruckmaschine.
EP0706885B1 (de) Verfahren zur Erzeugung einer fortdruckgerechten Farbschichtdicke in einem Farbwerk
EP1013418B1 (de) Farbwerk
DE2259085A1 (de) Farbwerk fuer flachdruckmaschinen
EP0149841A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Einfärbung der Platte eines Plattenzylinders von Rotationsdruckmaschinen
DE10057051B4 (de) Verfahren zum Anfahren einer Druckmaschine
CH650975A5 (en) Rotary printing machine for offset printing
DE2113608B2 (de) Verfahren zum Betneb einer Off Setrotationsdruckmaschine
DE8028609U1 (de) Einrichtung zur farbdosierung in einer druckmaschine, insbesondere einer offset-bogenmaschine
EP0150355A2 (de) Verfahren zum Schön- und Widerdruck, sowie Bogen-Offset-Druckmaschine zur Durchführung des Verfahrens
DE3203948A1 (de) Druckwerk fuer eine offsetrotationsdruckmaschine
DE69808296T2 (de) Verfahren zum betreiben einer druckeinheit und druckeinheit für eine offsetmaschine
DE3606270C1 (en) Device for the zone-wise metering of damping medium or ink in the damping or inking unit of a rotary printing machine
DE8224875U1 (de) Farbwerk für Offsetdruckmaschinen
DE2606590C2 (de) Heberfeucht- bzw. Heberfarbwerk
DE19701219A1 (de) Verfahren zur Steuerung der Farbgebung beim Drucken
DD202517A5 (de) Vorrichtung zum lithographischen drucken oder zum tiefdruck
CH655055A5 (de) Sammeldruck-rotationsmaschinendruckwerk fuer wertpapierdruck.
DE3523331C2 (de)
DE102016213211B4 (de) Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern
EP1911581A2 (de) Farbdosiereinrichtung für ein Farbwerk

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased