Elektrisches Gerät zur Befestigung an einer Wand
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Gerät zur Befestigung an einer Wand, insbesondere für automatische Feuerungs- und/oder Klimaanlagen.
Ein bekanntes Gerät dieser Art ist mit einem Gehäuse und einer zur Befestigung an einer Wand bestimmten Grundplatte mit Anschlussklemmen zum Anschluss der Zuführungsleitungen ausgestattet, wobei das Gehäuse samt den darin enthaltenen elektrischen Bauteilen an der Grundplatte befestigt ist.
Die Anschlussstifte des Steuergerätes sind normalerweise in eine entsprechende Klemmenleiste auf der Grundplatte einsteckbar, und das Gehäuse kann mittels Schrauben mit der Grundplatte fest verbunden werden.
Das Befestigen und Loslösen des Gehäuses mit den elektrischen Bauteilen erfordert somit die Benützung eines Werkzeugs, z. B. eines Schraubenziehers, das vielfach auch eine bestimmte Grösse aufweisen muss. Dies macht es für den Laien vielfach unmöglich, das Steuergerät zu öffnen oder zu entfernen. Dies wurde denn bisher auch in Fachkreisen als unumgänglich notwendig erachtet. Man wollte es nach Möglichkeit verhindern, dass der nicht sachverständige Benützer des Steuergerätes dieses von der Wand entfernen konnte, weil man eine Beschädigung des Steuergerätes befürchtete. Dieses Vorurteil war derart stark, dass bis jetzt kein Steuergerät bekannt wurde, das es ermöglichen würde, auch von einem Laien ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen von der Grundplatte mit den Anschlussklemmen gelöst zu werden.
Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektrisches Gerät zu schaffen, das auch z. B. von einem Laien ohne Werkzeuge entfernt und z. B. zur Reparatur an die Fabrik zurückgesandt werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Gehäuse des Gerätes lediglich durch eine von aussen unsichtbare, von Hand lösbare Verbindung an der Grundplatte befestigt ist.
Dies ermöglicht es auch einem Laien, das Gerät von der Grundplatte abzulösen, worauf er es beispielsweise zur Reparatur in die Fabrik einsenden kann. Es wäre auch denkbar, dass der Besitzer das Gerät durch ein Austauschgerät oder durch ein Gerät, das einen Notbetrieb ermöglicht, ersetzt. Letzteres kann sehr billig hergestellt werden, so dass es nach Gebrauch sogar beim Besitzer belassen werden kann. Da in der Regel ein Servicemonteur mehr Zeit für die Fahrt zu den verschiedenen Kunden benötigt, als zur eigentlichen Behebung einer Störung, kann auf diese Weise sehr viel kostbare Zeit eingespart werden.
Bei einer Überprüfung des Gerätes an einer zentralen Stelle ist es auch möglich, relativ kostspielige Prüfgeräte einzusetzen, mit denen Störungen sehr rasch lokalisiert werden können, so dass gesamthaft gesehen die teure Servicezeit auf einen Bruchteil der bisher benötigten Zeit reduziert werden kann.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die von Hand lösbare Verbindung vorteilhaft als eine Steckverbindung ausgestaltet. Diese kann ferner vorteilhaft mindestens zwei an der Grundplatte ausgebildete Stifte aufweisen, die federnd und lösbar in entsprechende Aussparungen im Gehäuse eingreifen können. Die Stifte sind vorteilhaft durch einen Schlitz in zwei Hälften geteilt und besitzen an ihren Enden eine Verdickung, die so angeordnet ist, dass bei dem Aufstecken des Gehäuses auf die Grundplatte die beiden Stifthälften zusammengepresst werden, dass aber nach erfolgtem Aufstecken sie wieder in die ursprüngliche Lage zurückkehren können, wobei die Verdickungen das Gehäuse in der aufgesteckten Stellung sichern.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnung beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht eines Steuergerätes von oben, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Steuergerät von Fig. 1, entlang der Linie ll-ll in Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht der Grundplatte von oben,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Grundplatte von Fig. 3 und
Fig. 5 einen Schnitt durch die Grundplatte entlang der Linie V-V in Fig. 3,
Fig. 6 einen Schnitt durch die Grundplatte mit aufgestecktem Gehäuse entlang der Linie Vl-VI in Fig. 1.
Die in Fig. 2 ersichtliche Grundplatte list in den Fig. 3 und 4 näher dargestellt. Sie besteht aus der Platte 2 und der Klemmenleiste 3 und wird vorteilhaft aus einem Stück aus Kunststoff gebildet, der beispielsweise unter dem Namen Ultramid bekannt ist. Auf beiden Seiten der Klemmenleiste 3 ist je ein Stift 15 vorgesehen, der durch einen Schlitz 16 in zwei Hälften geteilt wird und an seinem Ende eine Verdickung 17 besitzt, die so angeordnet ist, dass beim Aufstecken des Gehäuses 31 auf die Grundplatte 1 die beiden Stifthälften zusammengepresst werden.
Sie können aber nach vollendetem Aufstecken wieder in die ursprüngliche Lage zurückkehren, um das Gehäuse 31 so in der aufgesteckten Stellung zu sichern (Fig. 2 und 6).
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind in der Klemmenleiste 3 elf Klemmen 4 vorgesehen. Es wäre aber auch möglich, eine grössere oder kleinere Anzahl vorzusehen. In bekannter Weise weist jede Klemme 4 eine Bohrung 5 auf, in welche der Anschlussdraht eingeführt werden kann, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel beispielsweise mit der Bezugsziffer 6 bezeichnet ist.
Durch Anziehen der von einer Öffnung 11 der Klemmenleiste 3 geführten Schraube 7 wird die elektrische Verbindung zwischen dem Anschlussdraht und der Klemme 4 hergestellt. Jede Klemme 4 weist eine weitere Bohrung 9 auf, die zur Bohrung 5 quer verläuft und der Aufnahme eines entsprechenden Steckkontaktes der Steuereinrichtung 20 (Fig. 2) dient.
In der Grundplatte 1 sind Löcher 12 vorgesehen, die der Befestigung der Grundplatte 1 an der Wand 19 durch entsprechende Befestigungsmittel, z. B. Schrauben 13 dienen. Die grosse Öffnung 14 in der Mitte der Platte 1 dient dem Einziehen der Anschlussdrähte 6 zur Klemmenleiste 3.
Das Gehäuse 31 besteht vorteilhaft aus dem Rahmen 32 und dem Boden 33, dessen Form der Grundplatte 1 und der Klemmenleiste 3 angepasst ist, und auch Rücksicht auf den Platzbedarf der zugeführten Anschlussdrähte 6 nimmt. Der Steuerapparat 20 selbst ist mit Schrauben 34 im Innern des Gehäuses 31 festgeschraubt. Das Ge hälse 31 wird durch einen Deckel 36, der z. B. aus durchslchtlgem Kunststoff besteht, abgeschlossen.
Zum Aufsetzen des Gehäuses 31 mit dem darin untergebrachten Steuerapparat 20 genügt es, die ganze Einheit auf die Grundplatte 1 zu drücken. Die in der Zeichnung in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 8 angedeuteten Steckkontakte dringen dabei in Bohrungen 9 der Klemmen 4 ein und die Stifte greifen in die Löcher 35 (Fig. 6) des Gehäuses ein, wobei die beiden Stifthälften zusammengedrückt werden, aber nach dem Durchgang der Verdickung 17 durch die genannten Löcher 35 wieder in die ursprüngliche Lage zurückkehren, wo sie das Gehäuse 31 mit dem Steuergerät 20 in der aufgesteckten Stellung sichern.
Zum Entfernen des Gehäuses 31 mit dem Steuerapparat 20 genügt es, dieses mit genügender Stärke von der Wand 19 und der daran angebrachten Grundplatte 1 wegzuziehen.