Verwendung von Styryl-naphthalin-Derivaten als optische Aufhellmittel ausserhalb der Textilindustrie
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung neuer Styryl-naphthalinverbindungen, die farblos bis höchstens schwach gefärbt sind, als optische Aufhellmittel ausserhalb der Textilindustrie.
Diese Styryl-naphthalinverbindungen entsprechen der allgemeinen Formel (1) A-CH = CH-B-CH = CH-A', worin B einen Naphthylenrest bedeutet, der die Reste A-CH=CH- und A'-Ch=Ch- an den Positionen 1:5, 1:6, 1:7, 2:6 oder 2:7 des Naphtahlinringsystems gebunden enthält, worin A und A' unabhängig voneinander einen Phenylrest, Naphthylrest oder Diphenylylrest bedeuten, und wobei mindestens eines der Ringsysteme A, A' und B mindestens einen Substituenten der Gruppe gegebenenfalls funktionell abgewandelte Sulfogruppe, Sulfonylgruppe, gegebenenfalls funktionell abgewandelte Carboxylgruppe, Hydroxylgruppe, Mercaptogruppe oder Methylgruppe enthält,
darüber hinaus noch eine oder mehrere Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit jeweils bis zu 18 Kohlenstoffatomen, Halogenatome oder Methylendioxygruppierungen sowie Phenoxy und/oder Phenylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil enthalten kann.
Die Verbindungen der Formel (1) dürfen höchstens schwach gefärbt sein und deshalb keine chromophoren Gruppen wie z. B. Nitrogruppen, Azogruppen und Anthrachinonreste enthalten. Die beiden Reste A und A' können voneinander verschieden sein, vorzugsweise sind sie einander gleich.
Als wichtiges Merkmal für die erfindungsgemäss zu verwendenden Verbindungen ist hervorzuheben, dass die vorstehend definierten Verbindungen in beliebiger Stellung mindestens einen und beispielsweise bis 4, vorzugsweise aber 2 der genannten, obligatorischen Substituenten enthalten. Sind 4 derartige Substituenten vorhanden, so sind sie zweckmässig paarweise einander gleich und symmetrisch angeordnet. So kann das Molekül beispielsweise neben 2 Carboxylgruppen oder vorzugsweise zwei Sulfogruppen noch zwei Cyanogruppen oder ferner zwei bis vier Methylgruppen enthalten.
Sulfogruppen und Carboxylgruppen kommen in Form der freien Säuregruppen der Formel 03-Kation bzw.
-COO-Kation [wobei das Kation zweckmässig Wasserstoff, Alkalimetall, Erdalkalimetall oder Ammonium ist] und als entsprechend funktionell abgewandelte Gruppen wie Sulfonsäure- und Carbonsäureestergruppen, vorzugsweise Alkylestergruppen mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, Sulfonsäure- und Carbonsäureamidgruppen in Betracht, wobei im Falle der Säureamidgruppen eine freie H2N-Gruppe oder eine Mono- oder Dialkylamidgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen je Alkylrest oder eine Morpholidgruppe vorliegen kann.
Eine funktionell abgewandelte Carboxylgruppe ist auch die Cyanogruppe. Unter den Sulfonylgruppen sind in erster Linie 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylsulfonylgruppen wie Methyl-, Aethylsulfonyl zu erwähnen.
Ausser diesen obligatorischen Substituenten könner die vorstehend definierten Verbindungen noch andere Substituenten enthalten, z. B. Halogenatome wie Brow oder insbesondere Chlor, Alkoxygruppen, insbesondere solche mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen wie Methoxy unc Aethoxy, Alkylgruppen mit mindestens zwei und höch stens 18, vorzugsweise höchstens 4 Kohlenstoffatomer wie Aethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, tertiär-Butyl ferner auch Trifluormethylgruppen, sowie Phenoxy unc Phenylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkyl teil.
Von vorwiegendem Interesse sind im Rahmen de: Definition gemäss Formel (1) solche Verbindungen, dif der Formel
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entsprechen, worin A und A' unabhängig voneinander einen Phenylrest, einen Naphtyl- oder Diphenylylrest bedeuten, wobei die Substituenten -CH=CH-A und -CH = CH-A' an den Positionen 1:5,1:6,1:7,2:6 oder 2:
:7 des Naphthalinringsystemes gebunden sind, worin ferner R1 einen an den Resten A, A' oder dem zentralen Naphthalineingsystem stehenden Substituenten aus der Gruppe gegebenenfalls funktionell abgewandelte Sulfogruppe, gegebenenfalls funktionell abgewandelte Carboxylgruppe, Sulfonylgruppe, Hydroxylgruppe, Mercaptogruppe oder Methylgruppe darstellt, und n eine ganze Zahl im Werte von 1 bis 4 bedeutet, Z für einen Ring gebundenen Rest, nämlich Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy mit jeweils bis zu 12 Kohlenstoffatomen, Phenoxy oder Phenylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht und m eine Zahl von 1 bis 4 bedeutet
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind solche Verbindungen von besonderem praktischem Interesse, die der Formel (3) A1-CH = CH-B-CH = CH-A2 entsprechen,
worin B einen Naphthylenrest bedeutet, der die Reste A1-CH = CH- und A2CH = CH- an den Positionen 2,6 oder 1,5 des Naphthalinringsystems gebunden enthält, worin A1 und A2 Phenylreste bedeuten, die gleich oder vers iliedenartig substituiert sein können, und wobei mindestens eines der Ringsysteme Al, A2 oder B 1-2 gegebenenfalls funktionell abgewandelte Sulfogruppen, eine Sulfinsäuregruppe, Sulfonylgruppe, eine gegebenenfalls funktionell abgewandelte Carboxylgruppe enthält, ferner noch eine oder mehrere Alkylgruppen oder Alkoxygruppen mit jeweils bis zu 18 Kohlenstoffatomen, Halogenatome oder Methylendioxygruppen, sowie Phenoxy und Phenylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil enthalten kann.
Unter den Verbindungen gemäss Formel (1) bis (3) sind die nachstehend unter A bis H näher definierten Varianten von Bedeutung: (A) Verbindungen, die der Formel
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entsprechen, worin A einen Phenylrest bedeutet und wobei die Substituenten -CH = CH-A an den Positionen
1:5, 1:6, 1:7, 2:6, oder 2:
:7 des Naphthalinringsystemes gebunden sind, worin ferner R2 einen an den Phenylresten A oder dem zentralen Naphthalinringsystem stehenden Substituenten aus der Gruppe gegebenenfalls funktionell abgewandelte Sulfogruppe, gegebenenfalls funktionell abgewandelte Carboxylgruppe oder Methylgruppe darstellt, n eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeutet, Z für Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy mit jeweils bis zu 12 Kohlenstoffatomen, Phenoxy, Phenylalkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil steht und m eine Zahl von 1 bis 4 bedeutet
B) Verbindungen, die der Formel
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entsprechen, worin U1 und U2 Wasserstoff eine gegebenenfalls funktionell abgewandelte Sulfogruppe, eine gegebenenfalls funktionell abgewandelte Carboxylgruppe, eine Alkylsulfonylgruppe, eine Phenylsulfonylgruppe oder eine Methylgruppe darstellen,
mindestens eines der Symbole U1 und U2 jedoch eine von Wasserstoff verschiedene und wie angegebene Bedeutung hat, und W1 und W2 Wasserstoff, Halogen, eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, eine gegebenenfalls funktionell abgewandelte Sulfogruppe, eine gegebenenfalls funktionell abgewandelte Carboxylgruppe oder eine Methylgruppe darstellt. Die Klammern im vorstehenden Formelbild besagen hierbei, dass die Styrylreste die Positionen 1 oder 2 bzw. 5 oder 6 einnehmen können.
C) Verbindungen, die der Formel
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entsprechen, worin R3 eine Sulfogruppe sowie deren Salz, Sulfonsäureamidgruppe sowie substituierte Sulfonsäureamidgruppe, Sulfonsäureestergruppe, Alkylsulfonylgruppe, Carboxylgruppe sowie deren Salz, Carbonsäureamidgruppe sowie substituierte Carbonsäureamidgruppe, Carbonsäureestergruppe oder Cyanogruppe bedeutet, p, q und r für die Zahlen 0, 1 oder 2 stehen, wobei die Summe p + q + r eine Zahl von 1 bis 4 beträgt, und Z1 für Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen steht.
D) Verbindungen die der Formel
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entsprechen, worin U3 und U4 Wasserstoff, eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe, eine Alkylsulfonylgruppe, eine freie, veresterte oder amidierte Sulfogruppe, die Methylgruppe oder die Cyanogruppe bedeuten, jedoch mindestens eines der Symbole U3 und U4 eine von Wasserstoff verschiedene und wie angegebene Bedeutung hat und Ws und W4 Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy mit jeweils 1 bis 8 Kohlenstoffatomen darstellt. Unter dem Begriff Carboxylgruppe sowie Sulfogruppe sind hierbei selbstverständlich auch deren Salze als eingeschlossen zu betrachten, wobei die wasserlöslichen Salze wie Alkali- oder Ammoniumsalze besonders hervorzuheben sind.
E) Verbindungen, die der Formel
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entsprechen, worin U5 eine Sulfogruppe sowie deren Alkali- oder Erdalkalimetallsalz, eine -S02NH2 Gruppe sowie eine substituierte Sulfonamidgruppe mit ein oder zwei aliphatischen, 1 bis 12 Kohlenstoffatome enthaltenden Resten oder einer Morpholinogruppe als Substituenten, eine Sulfonsäurephenylestergruppe, eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkylsulfonylgruppe, eine Carboxylgruppe sowie deren Alkali- oder Erdalkalimetallsalz, eine Carbonsäurealkylestergruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe, eine Carbonsäureamidgruppe, -alkylamidgruppe oder -dialkylamidgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylteil oder die Nitrilgruppe bedeutet, und W5 Wasserstoff, eine Sulfogruppe oder deren Alkali- oder Erdalkalimetallsalz oder eine 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkyl- oder Alkoxygruppe bedeutet.
F) Verbindungen, die der Formel
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entsprechen, worin X1 die Sulfogruppe oder die Carboxylgruppe darstellt, und Ws für Wasserstoff, Halogen, Alkyl- oder Alkoxy mit jeweils 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht. Bevorzugt sind hierbei für die Stellung des Substituenten Xi die o- und p-Position.
G) Verbindungen, die der Formel
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entsprechen, worin Y1 die Methylgruppe, die Cyanogruppe, eine Alkylsulfonylgruppe, eine veresterte oder amidierte Sulfogruppe, eine veresterte oder amidierte Carboxylgruppe bedeutet, und W3 für Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy mit jeweils 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht.
H) Verbindungen, die der Formel
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entsprechen, worin W6 für Wasserstoff, Halogen oder die Cyanogruppe steht und Uo eine Sulfogruppe sowie deren Alkalisalz oder Erdalkalisalz, eine S02NH2 Gruppe sowie eine substituierte Sulfonamidgruppe mit ein oder zwei aliphatischen, 1 bis 12 Kohlenstoffatome enthaltenden Resten oder einer Morpholinogruppe-als Substituenten bedeutet.
Die Styrylnaphthalin-Derivate der vorstehend angegebenen Formeln können in Analogie zu an sich bekannten Verfahren hergestellt werden. Ein gut geeignetes Herstellungsverfahren besteht zum Beispiel darin, dass man im Molekularverhältnis 1:2 Verbindungen der Formel (12) Z1-B-Z1 mit Verbindungen der Formel (13) A-Z2 bzw. (14) Z2A' umsetzt, wobei B einen Naphthylenrest darstellt, der die Substituenten Z1 an den Positionen 1:5, 1:6, 1:7, 2:6 oder 2:
:7 des Naphthalinringes gebunden enthält, worin ferner A und A' einen wie oben unter Formel (1) definierten Phenylrest, einen Diphenylylrest oder einen Naphthylrest, vorzugsweise jedoch einen Phenylrest, eines der Symbole Z1 und Z2 eine O=CH-Gruppe und das andere eine der Gruppierungen der Formeln
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bedeuten, worin R einen gegebenenfalls weitersubstituierten Alkylrest, einen Arylrest, einen Cycloalkylrest oder einen Aralkylrest darstellt, und wobei mindestens eines der in den Ausgangsstoffen vorhandenen Ringsysteme eine gegebenenfalls funktionell abgewandelte Sulfogruppe, eine Sulfonylgruppe, eine gegebenenfalls funktionell abgewandelte Carboxylgruppe, eine Hydroxylgruppe, eine Mercaptogruppe oder eine Methylgruppe enthält, und dass man gegebenenfalls an diesen Substituenten noch weitere Umsetzungen vornimmt.
Selbstverständlich werden hierbei Abwandlungen funktioneller Gruppen gegebenenfalls nachträglich ausgeführt, um zu den definierten Endstoffen zu gelangen, beispielsweise Veresterungsreaktionen, Amidierungen etc.
Nach diesem Verfahren kann man beipsielsweise Dialdehyde der Formel (19) o = CH-B-CH = 0 mit monofunktionellen Verbindungen der Formel (20) A-V oder Monoaldehyde der Formel (21) A-CHO mit bifunktionellen Verbindungen der Formel (22) V-B-V umsetzen, wobei B und A die angegebene Bedeutung haben und V einen der phosphorhaltigen Substituenten der Formeln (15), (16), (17) oder (18) bedeutet.
Die hierbei als Ausgangsstoffe benötigten Phosphorverbindungen der Formeln (20) und (22) werden in an sich bekannter Weise erhalten, indem man Halogenmethylverbindungen, vorzugsweise Chlormethyl- oder Brommethylverbindungen, der Formel (23) A-CH-Halogen bzw.
(24) Halogen-CHB-CHHalogen mit Phosphorverbindungen der Formeln
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umsetzt. In diesen Formeln hat R die angegebene Bedeutung, wobei an Sauerstoff gebundene Reste R vorzugsweise niedrige Alkylgruppen, unmittelbar an Phosphor gebundene Reste R dagegen vorzugsweise Arylreste wie Benzolreste sind. Die Phosphorverbindung der Formel (17) kann auch durch Umsetzung von Halogenmethylverbindungen, vorzugsweise Chlormethyl- oder Brommethylverbindungen der Formeln (23) oder (24) mit p-Chlordiphenylphosphin und nachträglicher Umsetzung mit einem Alkohol der Formel R-OH (Bedeutung von R wie vorstehend definiert), z. B. mit Methanol bzw. mit Wasser erhalten werden.
Für die Herstellung von Verbindungen gemäss Formel (3) kommt insbesondere diese der vorstehend genannten Verfahrensvarianten in Betracht, gemäss welcher man im Molekularverhältnis 1:2 Verbindungen der Formel Z1,-RZ1, mit solchen der Formel AiCHO bzw. AIICHO umsetzt, wobei B, A1 und A2 die vorstehend angegebene Bedeutung haben und Z1' eine Gruppierung der Formeln
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und
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bedeutet, worin R einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylrest darstellt
Im Hinblick auf die bevorzugte Bedeutung von 2,6 Naphthalin-Derivaten - wie dies aus mehreren der vorstehenden Formeln zu entnehmen ist - kommt den Herstellungsverfahren die von 2,6-substituienen Naphthalinen ausgehen, ebenfalls besondere Bedeutung zu.
Ein vorteilhaftes Herstellungsverfahren besteht z. B.
darin, dass man ein Mol eines Naphthalin-Derivates der Formel
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mit etwa 2 Mol einer Verbindung der Formel (21) in Gegenwart eines Protonenakzeptors umsetzt, wobei in vorstehenden Formeln die Symbole A und R die weiter oben angegebene Bedeutung besitzen.
Man führt das Verfahren vorteilhaft in indifferenten Lösungsmitteln durch. Als Beipiele hierfür seien Kohlenwasserstoffe wie Toluol und Xylol oder Alkohole wie Methanol, Aethanol, Isopropanol, Butanol, Glykole, Glykoläther wie 2-Methoxyäthanol, Hexanole, Cyclohexanol und Cyclooctanol, ferner Aether wie Diisopropyl äther, Tetrahydrofuran und Dioxan sowie Dimethylsulfoxyd, Formamid und N-Methylpyrrolidon genannt.
Besonders geeignet sind polare organische Lösungsmittel wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid. Auch in wässeriger Lösung lassen sich einige der Umsetzungen durchführen.
Als Protonenakzeptoren kommen basische Verbindungen wie Alkali- oder Erdalkalihydroxyde Alkalioder Erdalkalialkoholate, Alkali- oder Erdalkaliamide, stark basische Amine und Anionenaustauscherharze in der Hydroxylform in Betracht, vorzugsweise Kaliumhydroxid, Kaliumtertiärbutylat oder Natriummethylat.
Die Umsetzungstemperatur hängt von der Art, der umzusetzenden Komponenten und dem Protonenakzeptor ab, in den praktisch in Betracht kommenden Fällen liegt sie zwischen 10 und 100 OC. Man wendet die Reaktionsteilnehmer in der Regel in stöchiometrischen Mengen an, jedoch ist in manchen Fällen ein Üb er- oder Unterschuss des einen oder anderen Reaktionspartners von Vorteil. Die Umsetzung ist im allgemeinen exotherm, sodass man gegebenenfalls kühlen muss.
Die Verbindungem mit Sulfonsäuregruppen werden meist in Form ihrer Natriumsalze isoliert. Wird Kaliumhydroxid als Kondensationsmittel verwendet, können sie jedoch auch in Form ihrer Kaliumsalze oder als Mischung der Kalium- und Natriumsalze anfallen.
Als für die Herstellung der oben definierten neuen Verbindungen geeigneter Dialdehyde des Naphthalins sind z. B. der Naphthalin-2,6-dialdehyd sowie die Naphthalin-2,6-dialdehydsulfonsäuren zu nennen. Naphthalin2,6-dialdehydsulfonsäuren können erhalten werden durch Oxydation von 2,6-Dimethylnaphthalin-3-sulfonsäure, 2,6-Dimethylnaphthalin-1-sulfonsäure, 2,6-Dimethylnaphthalin-8-sulfonsäure oder durch Sulfonierung von Naphthalin-2,6-dialdehyd mit Oleum.
Als Phosphorverbindungen des Naphthalins wie unter Formel (12) definiert kommen z. B. in Betracht:
2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)-naphthalin,
2,6-Bis-(dimethoxyphosphonomethyl)-naphthalin.
Geeignete monofunktionelle Verbindungen gemäss Formel (20) sind zum Beispiel: 4-Carbomethoxybenzylphosphonsäure-diäthylester, 4-Carbäthoxybenzylphosphonsäure-diäthylester, 4-Cyanbenzylphosphonsäure-dimethylester, 3-Cyanbenzylphosphonsäure-dimethylester, 4-Methylbenzylphosphonsäure-dimethylester, 2-Cyanbenzylphosphonsäure-dimethylester.
Geeignete Monoaldehyde gemäss Formel (21) sind zum Beispiel: Benzaldehyd-2-sulfonsäure, 4-Cyanbenzaldehyd, 4-Carbäthoxybenzaldehyd, Benzaldehyd-4-carbonsäure, Benzaldehyd-4-sulfonsäure 4-Methylbenzaldehyd, 4-Carbomethoxybenzaldehyd, 2-Cyanbenzaldehyd, 3-Cyanbenzaldehyd, Benzaldehyd-2,4-disulfonsäure.
Nach dem Vorstehend umschriebenen Verfahren bzw. unter Verwendung der genannten Ausgangsmaterialien oder deren Analoga können zum Beispiel die folgenden Verbindungen hergestellt werden:
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Die neuen optischen Aufheller der eingangs umschriebenen Zusammensetzung besitzen in gelöstem oder feinverteiltem Zustande eine mehr oder weniger ausge prägte Fluoreszenz. Sie können zum optischen Aufhellen der verschiedensten hochmolekularen oder niedermolekularen organischen Materialien bzw. organischen Substanzen enthaltenden Materialien ausserhalb der Textilindustrie verwendet werden.
Hierfür seien beispielsweise, ohne dass durch die nachfolgende Aufzählung irgendeine Beschränkung ausgedrückt werden soll, die folgenden Gruppen von organischen Materialien, soweit eine optische Aufhellung derselben in Betracht kommt, zu nennen:
I. Synthetische organische hochmolekulare Materialien: a) Polymerisationsprodukte auf Basis mindestens eine polymerisierbare Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung enthaltender organischer Verbindungen, d. h.
deren Homo- oder Copolymerisate sowie deren Nachbehandlungsprodukte wie beispielsweise Vernetzungs-, Pfropfungs- oder Abbauprodukte, Polymerisat- Verschnitte usw., wofür beispielsweise genannt seien:
Polymerisate auf Basis von oc,ss-ungesättigten Carbonsäuren, insbesondere von Acrylverbindungen (wie z. B. Acrylestern, Acrylsäuren, Acrylnitril. Acrylamiden und deren Derivaten oder deren Methacryl Analoga), von Olefin-Kohlenwasserstoffen (wie z. B.
Aethylen, Propylen, Isobutylen, Styrole, Dienen wie besonders Butadien, Isopren, d. h. also auch Kautschuke und kautschukähnliche Polymerisate, ferner sog. ABS Polymerisate), Polymerisate auf Basis von Vinyl- und Vinyliden-Verbindungen (wie z. B. Vinylestern, Vinylchlorid, Vinylsulfonsäure, Vinyläther, Vinylalkohol, Vinylidenchlorid, Vinylcarbazol), von halogenierten Kohlenwasserstoffen (Chloropren, hochhalogenierte Aethylene), von ungesättigten Aldehyden und Ketonen (z. B.
Acrolein usw.), von Allylverbindungen usw., Pfropfpolymerisationsprodukte (z. B. durch Aufpfropfen von Vinylmonomeren), Vernetzungsprodukte (beispielsweise mittels bi- oder mehrfunktionellen Vernetzern wie Divinylbenzol, mehrfunktionelle Allylverbindungen oder Bis Acryl-Verbindungen) oder durch partiellen Abbau (Hydrolyse, Depolymerisation) oder Modifizierung reaktiver Gruppierungen (z. B. Veresterung, Verätherung, Halogenierung, Selbstvernetzung) erhältlich sind.
b) Andere Polymerisationsprodukte wie z. B. durch Ringöffnung erhältlich, z. B. Polyamide vom Polycaprolactam-Typ, ferner Formaldehyd-Polymerisate, oder Polymere die sowohl über Polyaddition als auch Polykondensation erhältlich sind wie Polyäther, Polythio äther, Polyacetale, Thioplaste.
c) Polykondensationsprodukte oder Vorkondensate auf Basis bi- oder polyfunktioneller Verbindungen mit kondensationsfähigen Gruppen, deren Homo- und Mischkondensationsprodukte sowie Produkte der Nachbehandlung, wofür beispielsweise genannt seien:
Polyester, gesättigte (z. B. Polyäthylenterephthalat) oder ungesättigte (z. B. Maleinsäure-Dialkohol-Polykondensate sowie deren Vernetzungsprodukte mit anpolymerisierbaren Vinylmonomeren), unverzweigte sowie verzweigte (auch auf Basis höherwertiger Alkohole, wie z. B. Alkydharze, Polyamide (z. B. Hexamethylendiamin-adipat), Maleinatharze, Melaminharze, Phenolharze (Novolake), Anilinharze, Furanharze, Carbamidharze, bzw. auch deren Vorkondensate und analog gebaute Produkte, Polycarbonate, Silikonharze, und andere.
d) Polyadditionsprodukte wie Polyurethane (vernetzt und unvernetzt), Epoxydharze.
II. Halbsynthetische organische Materialien wie z. B. Celluloseester bzw. Mischester (Acetat, Propionat), Nitrocellulose, Celluloseäther, regenerierte Cellulose (Viskose, Kupferammoniak-Cellulose) oder deren Nachbehandlungsprodukte, Casein-Kunststoffe.
III. Natürliche organische Materialien animalischen oder vegetabilischen Ursprungs, beispielsweise auf Basis von Cellulose oder Proteinen wie Bast, Jute, Hand, Felle und Haare, Leder, Holzmassen in feiner Verteilung, Naturharze (wie Kolophonium, insbesondere Lackharze), ferner Kautschuk, Guttapercha, Balata, sowie deren Nachbehandlungs- und Modifizierungsprodukte (z. B. durch Härtung, Vernetzung, oder Pfropfung), Abbauprodukte (z. B. Hydrolyse, Depolymerisation), durch Abwandlung reaktionsfähiger Gruppen erhältliche Produkte (Acylierung, Halogenierung, Vernetzung usw.)
Die in Betracht kommenden organischen Materialien können in den verschiedenartigsten Verarbeitungszuständen (Rohstoffe, Halbfabrikate oder Fertigfabrikate) und Aggregatzuständen vorliegen. Sie können einmal in Form der verschiedenartigsten geformten Gebilde vorliegen, d. h. also z.
B. vorwiegend dreidimensional ausgedehnte Körper wie Blöcke, Platten, Profile, Rohre, Spritzgussformlinge oder verschiedenartigste Werkstücke, Schnitzel oder Granulate, Schaumstoffe; vorwiegend zweidimensional ausgebildete Körper wie Filme, Folien, Lacke, Bänder, Überzüge, Imprägnierungen und Beschichtungen oder vorwiegend eindimensional ausgebildete Körper wie Fasern, Flocken, Borsten, Drähte.
Die besagten Materialien können andererseits auch in ungeformten Zuständen in den verschiedenartigsten homogenen und inhomogenen Verteilungsformen und Aggregatzuständen vorliegen, zum Beispiel als Pulver, Lösungen, Emulsionen, Dispersionen, Latices, (Beispiele: Lacklösungen, Polymerisat-Dispersionen), Sole, Gelee, Kitte, Pasten, Wachse, Kleb- und Spachtelmassen usw.
Fasermaterialien können beispielsweise als endlose Fäden, Stapelfasern, Flocken, Faservliese, Filze, Watten, Beflockungs-Gebilde, Verbundstoffe, sowie als Papiere und Pappen oder Papiermassen usw. vorliegen.
Die erfindungsgemäss zu verwendenden neuen opti schen Aufhellmittel können ferner den Materialien vor oder während deren Verformung zugesetzt bzw. einverleibt werden. So kann man sie beispielsweise bei der Herstellung von Filmen, Folien, Bändern oder Formkörpern der Pressmasse oder Spritzgussmasse beifügen oder vor dem Verspinnen von Fäden in der Spinnmasse lösen, dispergieren oder anderweitig fein verteilen. Die optischen Aufheller können auch den Ausgangs substanzen, Reaktionsgemischen oder Zwischenprodukten zur Herstellung voll- oder halbsynthetischer organischer Materialien zugesetzt werden, also auch vor oder während der chemischen Umsetzung, beispielsweise bei einer Polykondensation (also auch Vorkondensaten), bei einer Polymerisation (also auch Prepolymeren) oder einer Polyaddition.
Die neuen optischen Aufheller können selbstver ständlich auch überall dort eingesetzt werden, wo organische Materialien der oben angedeuteten Art mit anorganischen Materialien in irgendeiner Form kombi niert werden (typische Beispiele: Waschmittel, Weiss pigmente in organischen Substanzen).
Die neuen optisch aufhellenden Substanzen zeichnen sich durch besonders gute Hitzebeständigkeit, Lichtecht heit und Migrierbeständigkeit aus.
Die Menge der erfindungsgemäss zu verwendenden neuen optischen Aufheller, bezogen auf das optisch aufzuhellende Material, kann in weiten Grenzen schwanken. Schon mit sehr geringen Mengen, in gewissen Fällen z. B. solche von 0,001 Gewichtsprozente, kann ein deutlicher und haltbarer Effekt erzielt werden.
Es können aber auch Mengen bis zu etwa 0,5 Gewichts prozent und mehr zur Anwendung gelangen.
Für die meisten praktischen Belange sind vorzugsweise Mengen zwischen 0,01 und 0,2 Gewichtsprozent von Interesse.
Die neuen, als Aufhellmittel dienenden Verbindungen können beispielsweise auch wie folgt eingesetzt werden: a) In Mischung mit Farbstoffen oder Pigmenten, beispielsweise bei Herstellung gefärbter Folien oder Formkörper.
b) In Mischungen mit sogenannten Carriern , Antioxydantien, Lichtschutzmitteln, Hitzestabilisatoren, chemischen Bleichmitteln oder als Zusatz zu Bleichbädern ausserhalb der Textilindustrie.
c) In Kombination mit Waschmitteln (ausserhalb der Textilindustrie). Die Waschmittel und Aufhellmittel können den zu benützenden Waschbädern getrennt zugefügt werden. Es ist auch vorteilhaft, Waschmittel zu verwenden, die die Aufhellungsmittel beigemischt enthalten. Als Waschmittel eignen sich beispielsweise Seifen, Salze von Sulfonatwaschmitteln, wie z. B. von sulfonier ten am 2-Kohlenstoffatom durch höhere Alkylreste substituierten Benzimidazolen, ferner Salze von Monocarbonsäureestern der 4-Sulfophthalsäure mit höheren Fettalkoholen, weiterhin Salze von Fett-Alkoholsulfonaten, Alkylarylsulfonsäuren oder Kondensationsprodukten von höheren Fettsäuren mit aliphatischen Oxy- oder Aminsulfonsäuren. Ferner können nicht-ionogene Waschmittel herangezogen werden, z. B. Polyglykol äther, die sich von Aethylenoxyd und höheren Fettalkoholen, Alkylphenolen oder Fettaminen ableiten.
d) In Kombination mit polymeren Trägermaterialien (Polymerisations-, Polykondensations- oder Polyadditionsprodukten), in welche die Aufheller gegebenenfalls neben anderen Substanzen in gelöster oder dispergierter Form eingelagert sind, z. B. bei Beschichtungs-, Imprägnier- oder Bindemitteln (Lösungen, Dispersionen, Emulsionen) für Vliese, Papier oder Leder.
e) Als Zusätze zu den verschiedensten industriellen Produkten, um dieselben marktfähiger zu machen oder Nachteile in der Gebrauchsfähigkeit zu vermeiden, zum Beispiel als Zusatz zu Leimen, Klebemitteln, Anstrichstoffen usw.
f) In Kombination mit anderen optischen Aufhellmitteln (z. B. zwecks Nuancen-Veränderung).
Die Verbindungen der eingangs angegebenen Formel lassen sich ferner als Scintillatoren, für verschiedene Zwecke photographischer Art, wie für die elektrophotographische Reproduktion oder zur Supersensibilisierung verwenden.
Wird das Aufhellverfahren mit anderen Behandlungs- oder Veredlungsmethoden kombiniert, so erfolgt die kombinierte Behandlung vorteilhaft mit Hilfe entsprechender beständiger Präparate. Solche Präparate sind dadurch charakterisiert, dass sie optisch aufhellende Verbindungen der eingangs angegebenen allgemeinen Formel wie Dispergiermittel, Waschmittel, Carrier, Farbstoffe, Pigmente usw. enthalten.
In den nachstehenden Herstellungsvorschriften und Beispielen bedeuten Teile, sofern nichts anderes bemerkt wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente.
Herstellungsvorschnften
A. Zu einer Suspension von 25,5 g Kaliumhydroxydpulver (etwa 88 /oig) in 120 ml wasserfreiem Dimethylformamid wird unter Rühren bei 40 bis 45 OC eine Lösung von 21,4 g 2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)- naphthalin und 32,7 g Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure mit einem Gehalt von etwa 70 /o an freier Sulfonsäure in 50 mol wasserfreiem Dimethylformamid im Verlaufe von 15 Minuten zutropfen gelassen. Das Reaktionsgemisch wird noch 21/2 Stunden bei 40 bis 45 OC nachgerührt und hierauf in 2,51 kaltes Wasser gegossen.
Die entstandene hellgelbe, trübe Lösung wird zum Sieden erhitzt, mit 500 g Natriumchlorid versetzt, auf 20 OC abgekühlt und das ausgefallene gelbe Produkt abgenutscht. Es wird in 21 Aethanol siedend gelöst, heiss von einem unlöslichen Rückstand abfiltriert, das Filtrat mit 10 g Aktivkohle versetzt, nochmals heiss filtriert und auskristallisieren gelassen.
Ausbeute: Etwa 10,6 (39,6 /0 der Theorie) der Verbindung der Formel
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Analyse: C Hl8Na206S9 berechnet: C 58,20 H 3,38 S 11,95 gefunden: C 58,05 H 3,62 S 11,89.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)-naphthalin kann auf folgende Weise erhalten werden:
Zu 100 ml Triäthylphosphit werden bei Siedetemperatur 47,1 g 2,6-Bis-(brommethyl)-naphthalin (hergestellt durch Umsetzung von 2,6-Dimethylnaphthalin mit N-Bromsuccinimid in Tetrachlorkohlenstoff) in 150 ml Xylol langsam zugegeben. Die entstandene farb lose klare Lösung wird während 8 Stunden derart auf Rückflusstemperatur erhitzt, dass das entstandene Aethylbromid abdestillieren kann.
Das Reaktionsgemisch wird auf 10 OC abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht, mit wenig Xylol gewaschen und bei 60 bis 65 "C unter Vakuum getrocknet. Ausbeute: Etwa 59 g (90,3 o/o der Theorie) 2,6-Bis-(diäthoxy-phosphonomethyl)-naphthalin derFormel
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Weisses Kristallpulver; Schmelzpunkt: 143 bis 144 OC.
Analyse: C20H3006P2 berechnet: C 56,07 H 7,06 P 14,46 gefunden: C 55,94 H 7,04 P 14,09.
Durch Lösen der Verbindung der Formel (101) in destilliertem Wasser und Zugabe von Barium- bzw.
Calciumchlorid erhält man die entsprechenden Bariumbzw. Calciumsalze der Formeln
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B. 7,1 g 2,6-Bis-(dimethoxyphosphonomethyl)-naphthalin der Formel
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und 10,4 g Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure mit einem Gehalt entsprechend etwa 88 O/o freier Sulfonsäure werden als homogene Mischung im Verlauf von etwa 10 Minuten in eine gute gerührte Suspension von 12,3 g Kaliumhydroxidpulver (etwa 91 0/oig) in 50 ml Dimethylsulfoxid eingetragen, wobei die Temperatur des Reaktionsgemisches auf etwa 40 OC ansteigt. Während der ganzen Reaktion wird die Luft im Reaktionsgefäss durch einen Stickstoffstrom verdrängt.
Es wird noch 3 Stunden bei 40 bis 45 OC gerührt, das Reaktionsgemisch in 500 ml destilliertes Wasser von etwa 70 OC gegossen, die gelbe, etwas trübe Lösung mit 50 g Natriumchlorid versetzt, auf 20 OC abgekühlt, durch Zugabe von etwa 13 ml konzentrierter Salzsäure auf einen p-Wert von 7 eingestellt. Das in Nädelchen auskristallisierte Produkt wird abgenutscht, mit Salzsole (50 g Natriumchlorid in 500 ml destilliertem Wasser) gewaschen und unter Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 7,0 g; NaCl-Gehalt: 11,2 /o entsprechend 6,2 g (46,3 /o der Theorie) der Verbindung der Formel (101).
Durch Umkristallisation aus Aethanol erhält man 4,8 g der Verbindung der Formel (101) als hellgelbe feine Nädelchen.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 2,6-Bis-(dime thoxyphosphonomethyl)-naphthalin kann auf folgende Weise erhalten werden:
15,7 g 2,6-Bis-brommethylnaphthalin und 18,6 g Trimethylphosphit werden innerhalb von etwa 30 Minuten auf 105 "C aufgeheizt, worauf sich das Bis-brommethylnaphthalin löst und die Temperaturen der Lösung innerhalb von wenigen Minuten unter Abspaltung von 7,7 g Methylbromid auf 158 "C ansteigt. Man rührt die gelbliche Lösung kurz nach, lässt dann abkühlen, gibt bei 75 0C 30ml Tetrachlorkohlenstoff zu und lässt kristallisieren.
Nach dem Nutschen, Waschen mit Tetrachlorkohlenstoff und Trocknen erhält man 13,6 g (96,5 O/o der Theorie) des 2,6-Bis-(dimethoxyphosphonomethyl)-naphthalins der Formel (105) als nahezu farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 145 bis 147 OC.
Zweimalige Umkristallisation aus Toluol ergibt grosse agglomerierte Kristalle vom Schmelzpunkt 148 bis 150 OC.
C. Zu einer gut gerührten Suspension von 252 g Kaliumhydroxidpulver (etwa 89 0/oil) in 1000 ml wasserfreiem Dimethylformamid wird unter Verdrängung der Luft durch einen Stickstoffstrom eine homogene Mischung von 214 g 2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)-naphthalin und 211 g Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure mit einem Gehalt entsprechend 88 O/o freier Sulfonsäure innerhalb etwa 10 Minuten eingetragen, wobei die Temperatur durch Eiskühlung bei 40 bis 45 "C gehalten wird. Dann wird noch 3 Stunden bei 40 bis 45 OC gerührt. Man giesst das Reaktionsgemisch in 7 Liter destilliertes Wasser von etwa 70 "C und gibt dann 3 kg Natriumchlorid und 3 kg Eis zu.
Es wird noch etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und aus 4 Liter siedendem, destilliertem Wasser umkristallisiert, wobei ein kleiner unlöslicher Rückstand durch Filtration entfernt wird.
Man erhält etwa 202 g der Verbindung der Formel (101) als gelbe feine Nädelchen, entsprechend einer Ausbeute von 75 O/o der Theorie.
D. 21,4 g 2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)naphthalin und 38,8 g Dinatriumsalz der Benzaldehyd2,4-disulfonsäure mit einem Gehalt entsprechend etwa 70 O/o freier Sulfonsäure werden in 400 ml wasserfreiem Dimethylformamid und 24,5 g Kaliumhydroxidpulver (etwa 89 0/oil) gemäss Beispiel 3 umgesetzt. Nach einer Reaktionszeit von 2 Stunden werden zum gut gekühlten Reaktionsgemisch 400 ml destilliertes Wasser zugetropft. Die entstandene trübe Lösung wird durch Filtration geklärt, das klare Filtrat mit 1600 ml Aethanol versetzt, zum Sieden erhitzt und abkühlen gelassen, wobei das Produkt in feinen Nädelchen auskristallisiert.
Das so erhaltene Produkt wird nochmals in 200 ml heissem destilliertem Wasser gelöst, mit 600 ml Aethanol versetzt, aufgekocht, klärfiltriert, auskristallisieren gelassen und bei 80 bis 90 OC unter Vakuum getrocknet.
Man erhält so etwa 10,7 g der Verbindung der Formel
EMI15.1
als gelbes Kristallpulver.
Analyse: C 6Ht6Na4Os2S4- 1l/2 H20 berechnet: C 40,68 H 2,49 S 16,71 gefunden: C 40,43 H 2,39 S 16,61.
In analoger Weise wie in den umstehenden Beispielen beschrieben, können die in der nachfolgenden Tabelle I aufgeführten Verbindungen der Formel
EMI15.2
dargestellt werden.
Das als Ausgangsmaterial für die Verbindung der Formel (109) verwendete Natriumsalz der 5-Formyl-2methylbenzol-sulfonsäure kann durch Sulfonierung von 4-Methylbenzaldehyd mit Oleum von 66 /o SO3-Gehalt und Reinigung über das Bariumsalz erhalten werden.
Auf gleiche Weise erhält man das als Ausgangsmaterial für die Verbindung der Formel (110) verwendete Natriumsalz der 5-Formyl-2-methoxybenzol-sulfonsäure aus 4-Methoxybenzaldehyd.
Tabelle I
EMI16.1
<tb> Nr. <SEP> Rx <SEP> Pulver-arbe
<tb> 108 <SEP> o <SEP> Soja <SEP> hellgelb
<tb> <SEP> 3
<tb> 109 <SEP> zu <SEP> H3 <SEP> blassgelb
<tb> <SEP> SO <SEP> 3Na
<tb> 110 <SEP> q <SEP> HOCH3 <SEP> hellgelb
<tb> <SEP> SO <SEP> Na
<tb> <SEP> 3
<tb> 111 <SEP> rüngelb
<tb> <SEP> So <SEP> 3pa
<tb>
E. 150 g der Verbindung der Formel (101) werden in 1000 ml wasserfreiem Chlorbenzol unter Rühren und Zusatz von 500 ml Thionylchlorid und 2 ml Dimethylformamid innerhalb 35 Minuten auf 90 OC erhitzt und während 4 Stunden bei 90 bis 100 0C gerührt. Dann wird abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und aus 2 Liter o-Dichlorbenzol unter Zusatz von 50 ml Thionylchlorid umkristallisiert. (Klärfiltration durch Glasfilternutsche).
Ausbeute: etwa 104,2 g (70,7 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI16.2
Gelbes Kristallpulver. Schmelzpunkt: 262 0C (Zersetzung)
Auf analoge Weise kann aus der Verbindung der Formel (108) das Sulfochlorid der Formel
EMI16.3
als gelbes Kristallpulver erhalten werden. Schmelzpunkt: > 300 "C.
F. 5,3 g der Verbindung der Formel (112) werden in 200 ml wasserfreiem Chlorbenzol unter Rühren suspendiert. Dann wird ein mässiger Strom Methylamin eingeleitet, die Temperatur innerhalb 15 Minuten auf 54 C erhöht und während 2 Stunden bei 54 bis 60 OC Methylamin eingeleitet. Nach dem Abkühlen wird das Produkt genutscht, mit Methanol und Wasser gewaschen und zweimal aus etwa 700 ml Chlorbenzol umkristallisiert.
Ausbeute etwa 3,4 g (65,6 O!o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI17.1
Hellgelbe Nädelchen; Schmelzpunkt: 251 bis 252 OC.
Analyse: CssH;N/OoS) berechnet: C 64,84 H 5,05 N 5,40 S 12,36 gefunden: C 64,69 H 5,14 N 5,45 S 12,26.
Leitet man anstelle von Methylamin während 4 Stunden trockenes Ammoniakgas ein und verwendet anstelle von Chlorbenzol absolutes Aethanal als Lösungsmittel, so erhält man nach Umkristallisation aus Dimethylformamid/Wasser etwa 4,2 g (85,80/o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI17.2
als gelbes Pulver. Schmelzpunkt: > 300 "C.
G. 5,3 g der Verbindung der Formel (112) werden in 150 ml Aethanol mit 20 Mol 3-Methoxypropylamin unter Rühren während 5 Stunden unter Rückfluss gekocht. Nach Zugabe von 100 ml Wasser wird abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abenutscht und aus 1 Liter Aethanol umkristallisiert.
Ausbeute: 4,7 g (74,2 % der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI17.3
Gelbe glänzende Plättchen; Schmelzpunkt: 146 bis 147 C.
Analyse: C3aH38NOcSe berechnet: C 64,33 H 6,03 N 4,41 S 10,10 gefunden: C 64,21 H 6,11 N 4,44 S 10,34.
H. 5,3 g der Verbindung der Formel (112) werden in 150 ml n-Octylamin während einer Stunde unter Rühren auf 80 bis 85 C erhitzt. Dann wird 600 ml Aethanol zugegeben, abgekühlt, abgenutscht und aus 1 Liter Aethanol umkristallisiert.
Ausbeute: etwa 5,7 g (79,70/0 der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI17.4
Gelbe Nädelchen; Schmelzpunkt: 120 bis 121 C.
Analyse: C42H54N2O4S2 berechnet: C 70,55 H 7,61 N 3,92 0 8,95 S 8,97 gefunden: C 70,42 H 7,70 N-3,93 0 8,96 S 8,89.
Auf ähnliche Weise können die in der folgenden Tabelle aufgeführten Verbindungen der allgemeinen Formel (107) dargestellt werden, worin R, die folgende, in der Tabelle II angegebene Bedeutung hat. Tabelle II
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<tb> <SEP> Nr. <SEP> Nr. <SEP> Rx <SEP> Sckelzpunkt
<tb> <SEP> in <SEP> <SEP> C
<tb> <SEP> 1
<tb> 118 <SEP> zu <SEP> 161 <SEP> - <SEP> 162
<tb> <SEP> OH
<tb> <SEP> sO2NHÄcH2 <SEP> ) <SEP> 3N
<tb> <SEP> CH3
<tb> 119 <SEP> Cj <SEP> /OH2CH2OH <SEP> 241 <SEP> - <SEP> 242
<tb> <SEP> SO <SEP> 2N\
<tb> <SEP> OH,2CH2Oll
<tb> 120 <SEP> 9 <SEP> 262 <SEP> - <SEP> 263
<tb> <SEP> S02EFCH2CH20H
<tb> 121 <SEP> 9 <SEP> CH <SEP> -H <SEP> a <SEP> 254 <SEP> - <SEP> 255
<tb> <SEP> SO <SEP> 2N\ <SEP> 0
<tb> <SEP> OH2-H2C
<tb> 122 <SEP> /OH3 <SEP> 229 <SEP> - <SEP> 231
<tb> <SEP> SO,-N
<tb> <SEP> OH3
<tb>
I.
5,3 g der Verbindung der Formel (112) werden bei 0 bis 5 "C langsam in eine Lösung von 3,8 g Phenol in 100 ml wasserfreiem Pyridin eingetragen. Es wird 4 Stunden bei 0 bis 5 "C gerührt, langsam auf 90 OC erhitzt und noch eine Stunde bei 90 bis 95 "C gerührt.
Nach Zugabe von 100 ml Wasser wird abgekühlt, das Produkt abgenutscht und aus Dioxan/Wasser umkristallisiert. Nach dem Trocknen unter Vakuum bei 80 bis 85 "C erhält man 1,6 g der Verbindung der Formel
EMI19.1
Gelbes Kristallpulver; Schmelzpunkt: 228 bis 229 "C.
Analyse: Cs8H280sS2 berechnet: C 70,79 H 4,38 S 9,95 gefunden: C 70,63 H 4,37 S 9,98.
J. 26,4 g der Verbindung der Formel (112) werden mit 0,5 g eines Netzmittels (Einwirkungsprodukt von Aethylenoxid auf p-tert. Octylphenol) in 50 ml Wasser fein suspendiert und in eine Lösung von 50,4 g Natriumsulfit-Hydrat (Na,SOs- 7 HnO) in 500ml Wasser unter Rühren eingetragen. Man erwärmt auf 95 bis 98 "C und hält den p11-Wert durch Zutropfen von total 15 ml einer 30 0/eigen wässerigen Natriumhydroxidlösung immer zwischen 9 und 10. Nach sechsstündigem Rühren wird die heisse Lösung filtriert, abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und in feuchtem Zustand weiterverarbeitet.
Durch Umkristallisation aus Aethanol erhält man das Dinatriumsalz der Disulfonsäure der Formel
EMI19.2
in Form von feinen, blassgelben Plättchen; Schmelzpunkt: > 300 "C.
12,5 g des leicht feuchten Dinatriumsalzes der Disulfinsäure der Formel (124) werden mit 14,1 g Methyljodid in 300 ml Aethanol unter Zusatz von 1,5 g wasserfreiem Natriumcarbonat während etwa 22 Stunden unter Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen wird das Produkt abgenutscht, mit 250 ml Wasser gewaschen, in 100 ml Dimethylformamid gelöst, klärfiltriert, die heisse, klare Lösung mit 50 ml Aethanol versetzt und abgekühlt.
Das auskristallisierte Produkt der Formel
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(gelbes Kristallpulver) wird abgenutscht und bei 80 bis 85 "C unter Vakuum getrocknet.
Schmelzpunkt: 277 bis 278 OC.
Analyse: Ce 4OlS2 berechnet: C 68,83 H 4,95 S 13,12 gefunden: C 68,45 H 5,01 S 12,95.
K. Zu einer Suspension von 12,7g Kaliumhydroxidpulver mit einem Wassergehalt von etwa 12 O/o in 100 ml Dimethylformamid wird eine homogene Mischung von 10,7 g 2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)naphthalin der Formel (102) und 7,85 g p-Cyanbenzaldehyd im Verlaufe von 20 Minuten portionenweise zugegeben. Die Temperatur des Reaktionsgemisches steigt hierbei von 22 "C auf 37 "C. Nach dem Eintragen wird noch 2'/2 Stunden bei 40 bis 45 OC nachgerührt, auf 15 "C abgekühlt und unter guter Kühlung 200 ml Wasser zutropfen gelassen. Das ausgefallene Produkt wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und bei 80 bis 85 "C unter Vakuum getrocknet.
Ausbeute: Etwa 9,3 g (97,5 /0 der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI19.4
Hellgelbes Kristallpulver; Schmelzpunkt: 262 bis 262,5 OC.
Nach zweimaliger Umkristallisation aus o-Dichlorbenzol unter Zuhilfenahme von Bleicherde erhält man etwa 5,9 g (61,7 O/o der Theorie) hellgelbe feine Nädelchen vom Schmelzpunkt 273,5 bis 274 "C.
Analyse: CasHlsNa berechnet: C 87,93 H 4,74 N 7,33 gefunden: C 87,69 H 4,89 N 7,21.
L. Zu einer Suspension von 5,3 g Kaliumhydroxidpulver (etwa 89 0/oil) in 100 ml Dimethylformamid wird unter Rühren und unter Ausschluss von Luft eine homogene Mischung von 4,2 g 2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)-naphthalin der Formel (102) und 4,3 g Benzaldehyd-sulfonsäure-(4)-dimethylamid portionenweise zugegeben. Die Temperatur des Reaktionsgemisches steigt hierbei auf 45 "C. Es wird noch 2 Stunden bei 40 bis 45 C gerührt, auf 15 C abgekühlt und unter Kühlung 100 ml Wasser zutropfen gelassen. Das ausgefallene Produkt wird abgenutscht, mit 500ml Wasser und 250 ml Methanol gewaschen und zweimal aus Dimethylformamid umkristallisiert.
Ausbeute: etwa 3,2 g (58,6 /o der Theorie) der Verbindung der Formel
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Hellgelbe Plättchen; Schmelzpunkt: > 300 OC.
Analyse: C:"H:soN9O4S) berechnet: C 65,91 H 5,53 N 5,12 S 11,73 gefunden: C 65,87 H 5,60 N 5,14 S 11,06.
Auf analoge Weise kann unter Verwendung von Benzaldehyd-sulfonsäure-(4)-methylamid die Verbindung der Formel
EMI20.2
als hellgelbes Pulver erhalten werden.
Schmelzpunkt: > 300 "C.
Analyse: C28H ,;N204S berechnet: C 64,84 H 5,05 N 5,40 S 12,36 gefunden: C 64,86 H 4,93 N 5,22 S 12,57.
M. 42,8 g (2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)naphthalin der Formel (102) und 32,8 g Benzaldehyd-4carbonsäuremethylester werden bei 25 0C in 300ml Dimethylsulfoxid unter Rühren eingetragen. Dann werden unter Ausschluss von Luft 80 g einer 15 0/oigen Lösung von Natriummethylat in Methanol im Verlaufe von 10 Minuten zugetropft, wobei die Temperatur des Reaktionsgemisches auf etwa 45 0C ansteigt. Es wird noch eine Stunde nachgerührt, wobei die Temperatur allmählich auf 29 C fällt. Dann werden 400 ml Methanol zugegeben, das Produkt abgenutscht, mit Wasser und Methanol gewaschen und aus 11 Liter Dimethylformamid umkristallisiert.
Ausbeute: etwa 30,8 g (68,6 0/o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI20.3
Blassgelbe Plättchen; Schmelzpunkt: > 300 "C.
Analyse: CsoH2404 berechnet: C 80,33 H 5,39 gefunden: C 80,01 H 5,27.
N. Zu einer Suspension von 12,6 g Kaliumhydroxidpulver (etwa 89 %ig) in 50 ml Dimethylformamid wird unter Rühren und unter Ausschluss von Luft eine Suspension von 4,6 g Naphthalin-2,6-dialdehyd und 12,7 g 1-Diäthoxyphosphonomethyl-2-cyanobenzol der Formel
EMI20.4
in 50 ml Dimethylformamid so zugegeben, dass durch Kühlung mit Eisbad die Temperatur des Reaktionsgemisches unter 45 "C gehalten werden kann. Man rührt noch 2 Stunden bei 40 bis 45 "C, kühlt ab, tropft unter Kühlung 100 ml Wasser zu, nutscht das Produkt ab, wäscht es mit Wasser und Methanol und kristallisiert zweimal unter Zuhilfenahme von Bleicherde aus o Dichlorbenzol um.
Ausbeute: etwa 6,5 g (68,1-0/0 der Theorie) der Verbindung der Formel
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Hellgelbe, glänzende Plättchen;
Schmelzpunkt: 270 bis 271 OC.
Analyse: C28Hl8Ns berechnet: C 87,93 H 4,74 N 7,33 gefunden: C 87,71 H 4,73 N 7,37.
Auf analoge Weise kann unter Verwendung von 1 Diäthoxyphosphonomethyl-3-cyanobenzol die Verbindung der Formel
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als hellgelbes Pulver erhalten werden.
Schmelzpunkt: 288 bis 289 C.
Analyse: Co8H1N.
berechnet: C 87,93 H 4,74 N 7,33 gefunden: C 87,78 H 4,83 N 7,32.
0. 11,2 g der Verbindung der Formel (129) werden unter Rühren in 500 ml Methylcellosolve auf 95 OC erhitzt und 50 ml einer 30 0/obigen wässerigen Natriumhydroxidlösung zugetropft. Dann wird 5 Stunden bei 90 bis 100 C gerührt, abgekühlt, das Produkt abgenutscht, mit Wasser und Methanol gewaschen und zweimal mit je 500 ml Trichlorbenzol ausgekocht und heiss filtriert.
Nach Entfernung des anhaftenden Trichlorbenzols mit Methanol wird das Produkt in 500 ml Wasser unter Zusatz von 100 ml etwa 36 0/obiger Salzsäure während 30 Minuten unter Rückfluss gekocht, abgekühlt, abge nutseht, mit Wasser neutral gewaschen und unter Vakuum bei 80 bis 85 "C getrocknet.
Ausbeute: 6,0 g (57,1 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
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Gelbes Pulver; Schmelzpunkt: > 300 C.
P. 13,0 g der Verbindung der Formel (129) werden in 500 ml Methylcellosolve unter Rühren auf 95 "C erhitzt. Nach dem Zutropfen von 50 ml einer 30 0/obigen wässerigen Natriumhydroxidlösung wird noch während 6 Stunden auf 90 bis 100"C erhitzt. Dann wird abgekühlt, das Produkt abgenutscht, mit etwas Wasser gewaschen und unter Vakuum bei 80 bis 85 OC getrocknet.
Man erhält etwa 13,2 g (98,1 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI21.4
13,2 g der Verbindung der Formel (134) werden in 150 ml wasserfreiem Chlorbenzol und 20 ml Thionylchlorid unter Zusatz von 1 ml Dimethylformamid unter Rühren im Verlaufe von 45 Minuten auf 100 OC erhitzt und 2 Stunden bei 100 bis 103 "C gehalten. Dann wird auf 15 0C abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und aus 300 ml Chlorbenzol unter Zusatz von 5 ml Thionylchlorid umkristallisiert.
Ausbeute: etwa 10,3 g (79,3 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI21.5
Gelbes Pulver; Schmelzpunkt: 265 "C (teilweise)
Analyse: C28H18Cl2OB berechnet: C 73,27 H 3,97 Cl 15,50 gefunden: C 73,27 H 3,94 Cl 15,49.
4,0 g der Verbindung der Formel (135) werden in 200 ml wasserfreiem Chiorbenzol bei 50 bis 60 "C unter Einleiten von trockenem Dimethylamin während 3 Stunden verrührt. Dann wird abgekühlt, das Produkt abgenutscht und aus 100 ml Dimethylformamid umkristallisiert.
Ausbeute: etwa 3,8 g (91,8 0/o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI22.1
Blassgelbe Plättchen; Schmelzpunkt: 302 bis 304 "C.
Analyse: C82HN2O.2 berechnet: C 80,98 H 6,37 N 5,90 gefunden: C 81,04 H 6,31 N 5,87.
Verwendet man anstelle von Dimethylamin Methylamin, so erhält man etwa 3,3 g (84,5 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
EMI22.2
Blassgelbes Kristallpulver; Schmelzpunkt: > 300 OC.
Analyse: C:s"HsN O, berechnet: C 80,69 H 5,87 N 6,27 gefunden: C 80,49 H 5,73 N 6,16.
Q. 42,8 g 2,6-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)naphthaline, 10,6 g Benzaldehyd und 21,1 g Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure mit einem Gehalt entsprechend etwa 88 O/o freier Sulfonsäure werden in 100 ml Dimethylformamid zu einer gut gerührten Suspension von 50,5 g Kaliumhydroxydpulver (etwa 89 oben) in 300 ml Dimethylformamid gegeben, wobei die Luft aus dem Reaktionsgefäss durch einen ständigen Stickstoffstrom verdrängt wird. Durch Kühlen mit Eiswasser wird dafür gesorgt, dass hierbei die Temperatur des Reaktionsgemisches nicht über 45 OC steigt.
Dann wird noch 3 Stunden bei 40 bis 45 0C gerührt, das Reaktionsgemisch in 2,5 Liter etwa 70 OC warmes destilliertes Wasser gegossen, 1,5 kg Eis zugegeben, durch Zugabe von etwa 31 ml konzentrierter Salzsäure der PH Wert der Suspension auf etwa 7 eingestellt und das Produkt abgenutscht und gut abgepresst. Das fast trockene Produkt wird in 300 ml Dimethylformamid siedend gelöst, abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht, das Filtrat aufgekocht, mit 400 ml destilliertem Wasser versetzt, heiss klärfiltriert, das klare Filtrat nochmals aufgekocht, siedend mit 600 ml Wasser versetzt, abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und mit 200 ml destilliertem Wasser gewaschen.
Das so erhaltene Produkt wird in 100 ml Dimethylformamid gelöst, klärfiltriert, das klare Filtrat siedend mit 150 ml destilliertem Wasser versetzt, abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und bei 100 bis 110 OC unter Vakuum getrocknet. Man erhält so 4,6 g des Alkalisalzes der Verbindung, welche in Form ihrer freien Sulfonsäure der Formel
EMI22.3
entspricht. Es handelt sich vermutlich um das Natriumsalz.
Analyse: CsHlnNaOaS 1/2 H2.O berechnet: C 70,41 H 4,54 S 7,23 gefunden: C 70,32 H 4,48 S 6,81.
Auf ähnliche Weise erhält man die Verbindung der Formel
EMI22.4
R. 50,6 g 1-Diäthoxyphosphonomethyl-2-cyanobenzol und 28,6 g Natriumsalz der Naphthalin-2,6dialdehyd-monosulfonsäure der Formel
EMI23.1
werden in 50 ml wasserfreiem Dimethylformamid in eine gut gerührte Suspension von 49,2 g Kaliumhydroxidpulver (etwa 91 /oig) in 150 ml wasserfreiem Dimethylformamid unter Ausschluss von Luft eingetragen.
Die Reaktion ist stark exotherm und die Temperatur steigt trotz Kühlung mit Eiswasser bis 56 OC. Es wird noch 3 Stunden bei 40 bis 45 "C gerührt, auf 15 OC abgekühlt und unter Kühlung 200 ml destilliertes Wasser zugetropft. Das Produkt wird abgenutscht, mit destilliertem Wasser gewaschen, in einer Mischung von 250 ml Dimethylformamid und 100 ml Wasser siedend gelöst, klärfiltriert und abgekühlt. Das in gelben Nädelchen auskristallisierte Produkt wird abgenutscht und zweimal aus einer Mischung von je 1000 ml Aethanol und 500 ml Wasser umkristallisiert. Man trocknet unter Vakuum bei 80 bis 85 OC.
Man erhält so das Alkalisalz einer Monosulfonsäure, welche als freie Säure der Formel
EMI23.2
entspricht. Es handelt sich vermutlich um das Kaliumsalz.
Analyse: C2gHr7KN203S berechnet: C 67,18 H 3,42 N 5,59 S 6,40 gefunden: C 67,04 H 3,61 N 5,37 S 6,85
Auf analoge Weise erhält man unter Verwendung von 1-Diäthoxyphosphonomethyl-2-chlorbenzol die Verbindung der Formel
EMI23.3
Analyse: CH17Cl2KO3S 1 HsO berechnet: 58,10 H 3,56 S 5,97 gefunden: 58,40 H 3,52 S 6,41.
Das Natriumsalz der Naphthalin-2,6-dialdehydmo nosulfonsäure der Formel (142) kann wie folgt erhalten werden:
92 g Naphthalin-2,6-dialdehyd werden unter Rüh ren innerhalb von 45 Minuten in 300ml Oleum mit einem SOs-Gehalt von 66 0/o so eingetragen, dass die Temperatur des Reaktionsgemisches mittels Kühlung mit Eiswasser unter 50 "C gehalten werden kann. Dann wird noch eine Stunde bei 45 bis 50 0C gerührt und hierauf das Reaktionsgemisch unter Rühren langsam auf
2 kg Eis und 500 ml Wasser gegossen. Die entstandene Lösung wird mit 2200 g Bariumcarbonat neutralisiert, wobei die Reaktionsmasse, um ein Festwerden zu verhindern, gegen Ende der Neutralisation auf etwa
65 "C erhitzt wird.
Die Suspension wird heiss genutscht, mit etwa 1 Liter siedendem destilliertem Wasser nachgewaschen und das Filtrat abgekühlt. Das auskristallisierte Bariumsalz wird abgenutscht und unter Vakuum bei 100 bis 110 "C getrocknet.
Ausbeute: etwa 84 g (75 O/o der Theorie). Nun wird zweimal aus je 500 ml Wasser umkristallisiert.
Ausbeute: 72,2 g (60,2 O/o der Theorie).
70 g des so erhaltenen Bariumsalzes werden in
1000 ml destilliertem Wasser gelöst, 15 g 95 0/oige Schwefelsäure zugegeben, von ausgefallenem Bariumsul- fat abfiltriert, das klare Filtrat mit Natriumhydroxidlösung genau neutralisiert, eingedampft bis zur beginnenden Kristallisation, abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht und bei 80 bis 85 OC unter Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 59,5 g (42 o/o der Theorie) der Verbindung der Formel (142).
Analyse: ClsH7NaOoS berechnet: C 50,35 H 2,47 S 11,20 gefunden: C 50,31 H 2,64 S 11,42.
S. 22,8 g Diäthoxyphosphonomethylbenzol und 14,3 g Natriumsalz der Naphthalin-2,6-dialdehyd-monosulfonsäure der Formel (142) werden in 100 ml wasserfreiem Dimethylformamid unter Ausschluss von Luft in eine gut gerührte Suspension von 24,8 g Kaliumhydroxidpulver (etwa 91 0/oil) in 100ml Methylformamid eingetragen. Die Temperatur des Reaktionsgemi sches steigt hierbei auf etwa 45 C an.
Es wird noch 1 1/4 Stunden bei 40 bis 45 "C gerührt, das Reaktionsgemisch in 1,3 Liter destilliertes Wasser von etwa 70 OC gegossen, 200 g Natriumchlorid und dann 700 g Eis zugegeben, eine Stunde bei Raumtemperatur rühren gelassen, das auskristallisierte Produkt abgenutscht, mit einer Lösung von 200g Natriumchlorid in 1 Liter Wasser gewaschen und zweimal aus Aethanol umkristallisiert.
Ausbeute: 8,8 g (40,5 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
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Hellgelbe Nädelchen.
Analyse: C26HsgNaO3S
T. 20 g der Verbindung der Formel (140) in Form des Alkalisalzes werden in 200 ml wasserfreiem Chlorbenzol unter Zusatz von 20 ml Thionylchlorid und 1 ml Dimethylformamid unter Rühren langsam auf 100 0C erhitzt und während 21/2 Stunden auf 100 bis 110 OC erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das auskristallisierte Produkt abgenutscht und aus 300ml o-Dichlorbenzol unter Zusatz von 10 ml Thionylchlorid umkristallisiert.
Ausbeute: 17,3 g (87 Oio der Theorie) der Verbindung der Formel
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Gelbes Kristallpulver; Schmelzpunkt: 205 0C (Zersetzung)
5 g der so erhaltenen Verbindung der Formel (144) werden in 200 ml Chlorbenzol unter Einleiten von Dimethylamin bei 55 bis 60 0C während 5 Stunden verrührt. Nach dem Abkühlen wird das auskristallisierte Produkt abgenútscht, mit Methanol und Wasser gewaschen und unter Vakuum bei 80 bis 85 "C getrocknet.
Ausbeute: 4,6 g (97,8 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
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Gelbes Kristallpulver; Schmelzpunkt: 239 bis 240 OC
Nach Umkristallisieren aus 100 ml Dimethylformamid erhält man 3,1 g (65,9 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel (145) vom Schmelzpunkt 240 bis 241 "C.
Analyse: C30H23N302S berechnet: C 73,60 H 4.74 N 8,58 S 6,55 gefunden: C 73,46 H 4,84 N 8,68 S 6,72.
Auf analoge Weise erhält man unter Verwendung von Methylamin die Verbindung der Formel
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gelbes Kristallpulver; Schmelzpunkt: 285 bis 286 OC.
Bei Verwendung von 10 mol 3-Methoxypropylamin und 200ml absolutem Aethanol bei einer Reaktionsdauer von 2 Stunden bei 75 bis 80 CC erhält man Verbindung der Formel
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Hellgelbes Kristallpulver; Schmelzpunkt: 228 bis 229 oC.
U. Eine homogene Mischung von 10,7 g 1,5-Bis (diäthoxyphosphonomethyl)-naphthalin der Formel
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und 12,5 g Natriumsalz der Benzaldehyd-2-sulfonsäure mit einem Gehalt entsprechend etwa 88 0/o freier Sulfonsäure werden unter Ausschluss von Luft in eine gut gerührte Suspension von 12,6 g Kaliumhydroxidpulver in 200 ml Dimethylformamid bei 40 bis 45 OC eingetragen.
Dann wird noch während 3 Stunden bei 40 bis 45 0C gerührt, das Reaktionsgemisch in etwa 1,3 Liter destilliertes Wasser von etwa 70 "C eingegossen, mit 600 g Natriumchlorid versetzt und dann etwa 700 g Eis zugegeben. Das auskristallisierte Produkt wird abgenutscht und zweimal aus Wasser umkristallisiert.
Ausbeute: 8,7 g (65,0 O/o der Theorie) der Verbindung der Formel
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Gelbes Pulver.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 1,5-Bis-(diät- hoxyphosphonomethyl-naphthalin kann auf folgende Weise erhalten werden:
In 150 ml Triäthylphosphit werden bei 130 bis 135 "C unter Rühren im Verlaufe von etwa 30 Minuten 28 g 1,5-Bis-(brommethyl)-naphthalin (hergestellt durch Umsetzung von 1,5-Dimethylnaphthalin mit N-Bromsuccinimid in Tetrachlorkohlenstoff) eingetragen. Die entstandene gelbe klare Lösung wird während 2 Stunden bei 130 bis 135 "C gerührt, wobei dafür gesorgt wird, dass das entstandene Aethylbromid abdestillieren kann.
Das Reaktionsgemisch wird dann auf 5 bis 10 C abgekühlt, das auskristallisierte Produkt abgenutscht, mit Hexan gewaschen und unter Vakuum bei 80 bis 85 "C getrocknet.
Ausbeute: etwa 28.4 g (74,3 /o der Theorie) der Verbindung der Formel (149). Schmelzpunkt: 105 bis 106 "C.
V. 31,4 g 2,6-Bis-brommethylnaphthalin und 58 g Triphenylphosphin werden in 200 ml Dimethylformamid während 3 Stunden auf Rückflusstemperatui erhitzt. Nach dem Abkühlen, Nutschen, Waschen mit Dimethylformamid und Methanol und Trocknen erhält man 73,1 g (87 O/o der Theorie) des Phosphoniumsalzes der Formel
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als weisses Pulver, das bei 360"C noch nicht schmilzt.
8,38 g dieses Phosphoniumsalzes werden mit 2,81 g 4-Cyanbenzaldehyd in 100 ml absolutem Alkohol unter Ausschluss von Luft und Feuchtigkeit mit 2,4 g Kaliumtert.-butylat versetzt und während 5 Stunden bei 40 OC und anschliessend während 15 Minuten bei Rückflusstemperatur gerührt. Nach dem Abkühlen, Nutschen, Waschen mit Alkohol und Trocknen erhält man 3,7 g eines Stereoisomerengemisches der Verbindung der Formel (126) als blassgelbes Pulver, das nach einmaliger Umkristallisation aus Chlorbenzol bei 235 bis 255 OC schmilzt.
W. Verwendet man im Beispiel 2 anstelle des 2,6 Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)-naphthalins die äquiva lente Menge 2,6-Bis-(äthoxyphenylphosphonomethyl) naphthalin, so erhält man in ähnlicher Ausbeute unc Reinheit die Verbindung der Formel (101).
Das 2,6-Bis-(äthoxyphenyl-phosphonomethyl).
naphthalin wird folgendermassen erhalten:
15,7 g 2,6-Bis-brommethylnaphthalin und etwa eii Drittel der insgesamt einzusetzenden Menge von 23,75 Diäthoxyphenylphosphin werden auf 78 OC erhitzt, wor auf die Abspaltung von Aethylbromid einsetzt. Mai tropft nun die restlichen zwei Drittel des Diäthoxy phenylphosphins zu, verdünnt anschliessend mit 10 m Toluol und rührt während 2 Stunden bei Rückflusstemperatur (92 0C). Nach dem Umkristallisieren der Reaktionsmasse aus Benzol erhält man 17,2 g (67,2 o/o der Theorie) des Phosphinsäureesters der Formel
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als farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 173 bis 175 "C.
X. Ein Gemisch von 5,6 g Bisphosphinoxid der Formel (152), 4,6 g Kalium-tert.butylat und 200 ml wasserfreies Toluol wird unter Stickstoffatmosphäre bei Rückflusstemperatur verrührt. Hierzu tropft man eine Lösung von 2,9 g p-Cyanobenzaldehyd in 50 ml Toluol, hält die sich dabei dunkel verfärbende Masse noch 2 weitere Stunden auf Rückflusstemperatur und destilliert 75 ml Toluol ab. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur versetzt man mit 50 ml Wasser, filtriert und wäscht den gelblichen Rückstand wiederholt mit Methanol und Wasser. Das getrocknete Produkt wird zum Abtrennen von nicht reagiertem Bisphosphinoxid mit Dioxan extrahiert und der Extrakt aus Dioxan und o-Dichlorbenzol umkristallisiert. Man erhält das Dinitril der Formel (126) in Form von hellgelben Nädelchen vom Schmelzpunkt 273 OC (trüb).
Das als Ausgangsmaterial verwendete Bis-phosphinoxid der Formel
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kann wie folgt hergestellt werden:
Ein Gemisch von 31,4 g 2,6-Di-(brommethyl)naphthalin und 48,5 g P-Chlor-diphenyl-phosphin wird unter Stickstoffatmosphäre und unter heftigem Rühren langsam auf 100 bis 110 0C erhitzt. Durch die einsetzende exotherme Reaktion steigt die Temperatur kurz bis auf 175 OC an und die Masse erstarrt vollständig.
Nach Abkühlen auf 40 bis 50 0C lässt man 100 ml Methanol so rasch zutropfen, dass die Gasentwicklung unter Kontrolle gehalten werden kann (etwa 40 Minuten). Der entstandene weisse Kristallbrei wird noch einige Stunden bei Rückflusstemperatur gehalten bis die Gasentwicklung beendet ist. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird abgesaugt, der Rückstand zweimal mit je 30 ml Methanol gewaschen und getrocknet. Man erhält 41,2 g (74 O/o der Theorie) eines weissen Pulvers vom Schmelzpunkt 343 bis 345 0C. Umkristallisation aus 500 ml Dimethylsulfoxid ergibt 33,7 g farblose Nädelchen vom Schmelzpunkt 345 "C.
Analyse: C.10H3002P2 berechnet: P 11,13 gefunden: P 11,06.
Beispiel 1
10000 g eines aus Hexamethylendiaminadipat in bekannter Weise hergestellten Polyamides in Schnitzelform werden mit 30 g Titandioxyd (Rutil-Modifikation) und 5 g einer der Verbindungen der Formeln (101), (103), (104), (122), (127), (131), (132), (136) oder kl45) in einem Rollgefäss während 12 Stunden gemischt. Die so behandelten Schnitzel werden in einem mit Öl oder Diphenyldampf auf 300 bis 310 "C beheizten Kessel, nach Verdrängung des Luftsauerstoffes durch Wasserdampf, geschmolzen und während einer halben Stunde gerührt. Die Schmelze wird hierauf unter Stickstoffdruck von 5 Atü durch eine Spinndüse ausgepresst und das derart gesponnene abgekühlte Filament auf eine Spinnspule aufgewickelt. Die entstandenen Fäden zeigen einen guten Aufhelleffekt.
Verwendet man anstelle eines aus Hexamethylendiaminadipat hergestellten Polyamides ein aus E-Caprolactam hergestelltes Polyamid, so gelangt man zu ähnlich guten Resultaten.
Beispiel 2
100 g Polyestergranulat aus Terephthalsäureäthylenglykol-polyester werden innig mit 0,05 g einer der Verbindungen der Fomeln (126) oder (131) vermischt und bei 285 OC unter Rühren geschmolzen. Nach dem Ausspinnen durch übliche Spinndüsen werden stark aufgehellte Polyesterfasern erhalten.
Man kann die Verbindungen der Formeln (126) oder (131) auch vor oder während der Polykondensation zum Polyester den Ausgangsstoffen zusetzen.