CH469128A - Verfahren zur Behandlung von auf Formen aufgezogenen Rohstrümpfen - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von auf Formen aufgezogenen RohstrümpfenInfo
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Description
Verfahren zur Behandlung von auf Formen aufgezogenen Rohstrümpfen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behand lung von auf Strumpfformen aufgezogenen Rohstrümp fen, bei dem die letzteren durch mehrere Behandlungs stationen hindurchgeführt und in diesen nacheinander mit Heissdampf von etwa 180 C bei atmosphärischem Druck und mit einem Farbflotte behandelt sowie schliess lich einer Nachbehandlung unterzogen und abschliessend getrocknet werden, zum Zwecke der Formgebung durch Plastifizieren und der Farbgebung durch Sprühfärben.
Während man bisher auf dem Gebiete der mechani schen Fertigung derartiger Strümpfe schon gute Rationa- lisierungserfolge erzielen und damit den dadurch be dingten Lohnanteil an den Kosten merklich senken konnte, scheiterte dies bisher bei der Weiterverarbei tung bzw. -behandlung der Rohstrümpfe, um aus diesen ein qualitativ einwandfreies Endprodukt zu machen. Infolge der bisher üblichen Fabrikationsmethoden ist die Weiterbehandlung der Rohstrümpfe ausserordentlich lohnintensiv geblieben.
Ausserdem ergeben sich durch angewandte Methoden Qualitätsunterschiede, die hin sichtlich des Endprodukts eine nicht unerhebliche Sor- tier- und Auslesearbeit erfordern, die wiederum nur durch geschultes Fachpersonal vorgenommen werden kann.
Es ist bekannt, die Behandlung von Rohstrümpfen in .einem Autoklav, in dem unter Überdruck (0,35 bis 3,5 atü) gearbeitet wird, durchzuführen. Es kommen dabei fliessende Mittel zum Einsatz, deren Temperatur über 100 C liegt. Bei der Verwendung von Druck kammern können die Strümpfe jedoch nur chargen- weise behandelt werden.
Eine chargenweise Behand lung beeinträchtigt aber gerade die Wirtschaftlichkeit der Bearbeitung von Massengütern, um die es sich bei Strümpfen handelt.
Es ist ferner auch schon ein Verfahren der eingangs angegebenen Art bekanntgeworden. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein im eigentlichen Sinn konti- nuierliches Verfahren, denn die Strumpfformen müssen nach dem Aufziehen der Rohstrümpfe auf einzelne Gestelle gesetzt werden, so dass jedes Gestell eine Charge von Rohstrümpfen transportiert. Bei diesem vorbekannten Verfahren wird also streng genommen chargenweise gearbeitet. Einer kontinuierlichen Behand lung steht auch die Verwendung eines die Farbflotte aufnehmenden Behälters entgegen, in den die Gestelle mit den Rohstrümpfen einzeln eingetaucht werden müs sen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Be handlung von Rohstrümpfen weitestgehend zu rationali sieren, um die zur Massenware gewordenen Strümpfe, insbesondere die aus Kunstfasern bestehenden Damen feinstrümpfe, so wirtschaftlich wie möglich zu fertigen.
Hierzu ist das Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstrümpfe beim Hindurchleiten durch eine tunnelförmige Behandlungs- kammer, in welcher atmosphärischer Druck herrscht, einer kurzzeitigen Behandlung mit Sattdampf von etwa 100 C, danach mit dem Heissdampf von etwa 185 C, mit der von oben aufgesprühten Farbflotte von etwa 100 C, mit einer Nachspülflüssigkeit von etwa 75 C sowie mit einer Ausrüstungsflüssigkeit von etwa 45 C unterzogen werden.
Erst die erfindungsgemässen Merkmale gewährlei sten ein wirklich kontinuierliches Behandlungsverfahren, und ausserdem sind die Temperaturen der verschiedenen Behandlungsstufen so gewählt, dass man mit äusserst kurzen Behandlungszeiten auskommt, was sich ebenfalls auf die Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemässen Ver fahrens auswirkt.
Die Behandlungszeiten für aus Kunstfasern beste hende Strümpfe betragen vorzugsweise: Sattdampfbe- handlung etwa 50 sec, Heissdampfbehandlung etwa 150 sec, Farbbehandlung etwa 180 sec, Nachspülbe- handlung etwa 50 sec, Ausrüstungsbehandlung etwa 50 sec.
Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemässe Verfahren an einem besonders bevorzugten Ausfüh rungsbeispiel näher erläutert.
In der Mitte der Abbildung ist die Behandlungs kammer 11 erkennbar, die tunnelförmig ausgebildet ist und in deren Stirnseiten sich Eintritts- bzw. Aus trittsöffnungen 12 bzw. 13 für die Strumpfformen 14 befinden, welche mittels einer endlosen Fördervorrich- tung 16 innerhalb und ausserhalb der Behandlungs kammer 11 im Kreis geführt werden. In dem Bereich A vor dem Eintritt der Formen 14 in die Behandlungs kammer 11 werden die dem Rohsirumpflager L ent nommenen Rohstrümpfe 15 auf die Formen 14 aufge zogen.
Da sich in diesem Bereich die Kette der Strumpf formen 14 in gestreckter Lage befindet, d. h. dass die Strumpfformen in einer Ebene hintereinanderliegend bewegt werden, bereitet das Aufziehen der Strümpfe keine Schwierigkeiten, da genügend Bewegungsfreiheit für die das Aufziehen der Strümpfe besorgenden Per sonen gegeben ist. Unmittelbar vor dem Eintritt der Strumpfformen 14 in die Behandlungskammer 11 wer den diese bzw.
wird ihre Fördervorrichtung 16 derart zusammengefaltet und verkürzt, dass die Formen 14 nunmehr parallel zueinander und dicht nebeneinander liegend durch die Behandlungskammer 11 hindurch bewegt werden, und zwar in Form eines Formenpakets. Damit wird zwangläufig erreicht, dass die Bewegungs geschwindigkeit der Formen innerhalb der Behandlungs kammer 11 eine wesentlich kleinere ist als ausserhalb derselben.
Nach dem Austritt der Formen aus der Behandlungskammer 11 wird das Formenpaket wieder aufgelöst bzw. die Formen 14 oder die Fördervor richtung 16 wieder auseinandergezogen, so dass die einzelnen Formen wieder in einer Ebene hintereinander liegend längs eines vorbestimmten Weges geführt wer den.
In dem Bereich B hinter der Behandlungskammer 11 erfolgt eine visuelle Kontrolle der aus dieser völlig fertigbehandelt herauskommenden Strümpfe 15, die dann anschliessend von den Formen 14 abgezogen und danach verpackt werden.
Die Behandlungskammer 11 selbst ist in ihrem Innern in einzelne Abteile unterteilt, wie nachstehend näher erläutert ist.
In dem ersten Abteil 17 erfolgt die Behandlung der auf die Formen 14 aufgezogenen Rohstrümpfe 15 mit Sattdampf von etwa 100 C während einer Dauer von etwa 50 sec und danach in dem Abteil 18 mit Heissdampf von etwa 185 C während etwa 150 sec.
Der Heissdampfbehandlungszone im Abteil 18 ist das Abteil 19 nachgeordnet, in dem eine Sprühfärbe- behandlung der Strümpfe 15 stattfindet. Diese dauert etwa 180 sec. Die Farbflotte, welche eine Temperatur von etwa 100 C aufweist, wird in diesem Abteil von oben auf bzw. gegen die plastifizierten Strümpfe 15 gesprüht.
Es folgt in Bewegungsrichtung der Strümpfe 15 dann das Abteil 20, in dem die Behandlung mit Nach- spülflüssigkeit von etwa 75 C während etwa 50 sec durchgeführt wird, sowie das Abteil 21 für die Behand lung mit Ausrüstungsflüssigkeit von etwa 45' C wäh rend etwa 50 sec.
In dem letzten Abteil 22 erfolgt schliesslich das Trocknen der Strümpfe.
Wendet man das erfindungsgemässe Verfahren an, so kann man Strümpfe in einem kontinuierlichen, mehr stufigen Arbeitsgang in der Weise behandeln, dass schliesslich das vollständig fertige und verpackungsreife Endprodukt erhalten werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Behandlung von auf Strumpfformen aufgezogenen Rohstrümpfen, bei; dem die letzteren durch mehrere Behandlungsstationen hindurchgeführt und in diesen nacheinander mit Heissdampf von etwa 180 C bei atmosphärischem Druck und mit einer Farbflotte behandelt sowie schliesslich einer Nachbe handlung unterzogen und abschliessend getrocknet wer den, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstrümpfe beim Hindurchleiten durch eine tunnelförmige Behand lungskammer, in welcher atmosphärischer Druck herrscht,einer kurzzeitigen Behandlung mit Sattdampf von etwa l00 C, danach mit dem Heissdampf von -etwa 185 C, mit der von oben aufgesprühten Farb- flotte von etwa 100 C, mit einer Nachspülflüssigkeit von etwa 75 C sowie mit einer Ausrüstungsflüssigkeit von etwa 45' C unterzogen werden.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch folgende Behandlungszeiten der Strümpfe: Sattdampfbehandlung etwa 50 sec, Heissdampfbe- handlung etwa 150 sec, Farbbehandlung etwa 180 sec, Nachspülbehandlung etwa 50 sec, Ausrüstungsbehand lung etwa 50 sec.
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