CH489262A - Filtriereinrichtung - Google Patents
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Description
Verfahren zur Behandlung von auf Formen aufgezogenen Rohstrümpfen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bchand- lung von auf Strumpfformen aufgezogenen Rohstrümpfen, bei dem die letzteren durch mehrere Behandlungsstationen hindurchgeführt und in diesen nacheinander mit Heissdampf von etwa 1 80 C bei atmosphärischem Druck und mit einer Farbflotte behandclt sowie schliesslich einer Nachbehandlung unterzogen und abschliessend getrocknet werden, zum Zwecke der Formgebung durch Plastifizieren und der Farbgcbung durch Sprühfärben.
Während man bisher auf dem Gebiete der mechanischen Fertigung de!rartiger Strümpfe schon gute Rationalisierungserfolge erzielen und damit den dadurch bedingten Lohnanteil an den Kosten merklich senken konnte, scheiterte dies bisher bei der Weiterverarbeitung bzw. -behandlung der Rohstrümpfe, um aus diesen ein qualitativ einwandfreies Endprodukt zu maehn, Infolge der bisher üblichen Fabrikationsmethoden is.
die Weiterbehandlung der Rohstrümpfe ausserordentlich lohnintensiv geblieben. Ausserdem ergeben sich durch angewandte Methoden Qualitätsunterschiede, die hinsichtlich des Endprodukts eine nicht unerhebliche Sortier- und Auslesearbeit erfordern, die wiederum nur durch geschultes Fachpersonal vorgenommen werden kann.
Es ist bekannt, die Behandlung von Rohstrümpfen in einem Autoklav, in dem unter Überdruck (0,35 bis 3,5 atü) gearbeitet wird, durchzuführen. Es kommen dabei fliessende Mittel zum Einsatz, deren Temperatur über 100'9 C liegt. Bei der Verwendung von Druck-kammern können die Strümpfe jedoch nur chargen weise bchandelt werden. Eine chargenweise Behandlung beeinträchtigt abcr gerade die Wirtschaftlichkeit der Bearbeitung von Massengütern, um die es sich bei Strümpfen handelt.
Es ist ferner auch schon ein Verfahren der eingangs angegebenen Art bekanntgeworden. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein im eigentlichen Sinn konti nuierliehes Verfahren, denn die Strumpfformen müssen nach denl Aufzichen der Rohstrümpfe auf einzelne Gestelle gesc:zt werden, so dass jedes Gestell eine Charge von Rohstrümpfen transportiert. Bei diesem vorbekannten Verfahren wird also streng genommen chargenweise gearbeitet. Einer kontinuierlichen Behandlung steht auch die Verwendung eines die Farbflottc aufnehmenden Behältcrs entgegen, in den die Gestelle mit den Rohstrümpfen einzeln eingetaucht werden müs sen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bz- handlung von Rohstrümpfen weitestgehend zu rationalisieren, um die zur Massenware gewordenen Strümpfc, insbesondere die aus Kunstfasern bestehenden Damen- feinstrümpfe, so wirtschaftlich wie möglich zu fertigen.
Hierzu ist das Verfahren der eingangs erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstrümpfe beim Hindurchleiten durch eine tunnelförmige Behandlungskammer, in welcher atmosphärischer Druck herrscht, einer kurzzcitigen Behandlung mit Sattdampf von etwa 100 C, danach mit dem Heissdampf von etwa 185 C, mit der von oben aufgesprühten Farbflotte von etwa 100 C, mit einer Nachspülflüssigkcit von etwa 750 C sowie mit einer Ausrüstungsflüssigkeit von etwa 45'' C unterzogen werden.
Erst die erfindungsgemässen Merkmale gewährleisten ein wirklich kontinuierliches Behandlungsverfahren, und ausserdem sind die Temperaturen der verschiedenen Behandlungsstufen so gewählt, dass man mit äusserst kurzen Behandlungszeiten auskommt, was sich ebenfalls auf die Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemässen Verfahrens auswirkt.
Dic Behandlungszeiten für aus Kunstfasern bestehende Strümpfe betragen vorzugsweise: Sattdampfbchandlung etwa 50 sec, Heissdampfbehandlung etwa 150 sec, Farbbehandlung etwa 180 sec, Nachspülbe handlung etwa 50 sec, Ausrüstungsbehandlung etwa 50 sec.
Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemässe Verfahren an einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der Mitte der Abbildung ist die Behandlungskammer 11 erkennbar, die tunnelförmig ausgebildet ist und in deren Stirnseiten sich Eintritts- bzw. Austrittsöffnungen 12 bzw. 13 für die Strumpfformen 14 befinden, welche mittels einer endlosen Fördervorrichtung 16 innerhalb und ausserhalb der Behandlungskammer 11 im Kreis geführt werden. In dem Bereich A vor dem Eintritt der Formen 14 in die Behandlungskammer 11 werden die dem Rohstrumpflager L entnommenen Rohstrümpfe 15 auf die Formen 14 aufgezogen. Da sich in diesem Bereich die Kette der Strumpfformen 14 in gestreckter Lage befindet, d. h. dass die Strumpfformen in einer Ebene hintereinanderliegend bewegt werden, bereitet das Aufziehen der Strümpfe keine Schwierigkeiten, da genügend Bewegungsfreiheit für die das Aufziehen der Strümpfe besorgenden Personen gegeben ist.
Unmittelbar vor dem Eintritt der Strumpfformen 14 in die Behandlungskammer 11 werden diese bzw. wird ihre Fördervorrichtung 16 derart zusammengefaltet und verkürzt, dass die Formen 14 nunmehr parallel zueinander und dicht nebeneinanderliegend durch die Behandlungskammer 11 hindurchbewegt werden, und zwar in Form eines Formenpakets.
Damit wird zwangläufig erreicht, dass die Bewegungsgeschwindigkeit der Formen innerhalb der Behandlungskammer 11 eine wesentlich kleinere ist als ausserhalb derselbe Nach dem Austritt der Formen aus der Behandlungskammer 11 wird das Formenpaket wieder aufgelöst bzw. die Formen 14 oder die Fördervorrichtung 16 wieder auseinandergezogen, so dass die einzelnen Formen wieder in einer Ebene hintereinanderliegend längs eines vorbestimmten Weges geführt werden.
In dem Bereich B hinter der Behandlungskammer 11 erfolgt eine visuelle Kontrolle der aus dieser völlig fertigbehandelt herauskommenden Strümpfe 15, die dann anschliessend von den Formen 14 abgezogen und danach verpackt werden.
Die Behandlungskammer 11 selbst ist in ihrem Innern in einzelne Abteile unterteilt, wie nachstehend näher erläutert ist.
In dem ersten Abteil 17 erfolgt die Behandlung der auf die Formen 14 aufgezogenen Rohstrümpfe 15 mit Sattdampf von etwa 1003 C während einer Dauer von etwa 50 sec und danach in dem Abteil 1 8 mit Heissdampf von etwa 185 C während etwa 150 sec.
Der Heissdampfbehandlungszone im Abteil 18 ist das Abteil 19 nachgeordnet, in dem eine Sprühfärbebehandlung der Striimpfe 15 stattfindet. Diese dauert etwa 1 80 sec. Die Farbflotte, welche eine Temperatur von etwa lO0" C aufweist, wird in diesem Abteil von oben auf bzw. gegen die plastifizierten Strümpfe 15 gesprüht.
Es folgt in Bewegungsrichtung der Strümpfe 15 dann das Abteil 20, in dem die Behandlung mit Nachspülflüssigkeit von etwa 75· C während etwa 50 sec durchgeführt wird, sowie das Abteil 21 für die Behandlung mit Ausrüstungsflüssigkeit von etwa 45 C während etwa 50 sec.
In dem letzten Abteil 22 erfolgt schliesslich das Trocknen der Strümpfe.
Wendet man das erfindungsgemässe Verfahren an, so kann man Strümpfe in einem kontinuierlichen, mehrstufigen Arbeitsgang in der Weise behandeln, dass schliesslich das vollständig fertigc und verpackungsreifc Endprodukt erhalten werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVerfahren zur Behandlung von auf Strumpfformen aufgezogenen Rohstrümpfen, bei dem die letzteren durch mehrere Behandlungsstationen hindurchgeführt und in diesen nacheinander mit Heissdampf von etwa 180? C bei atmosphärischem Druck und mit einer Farbflotte behandelt sowie schliesslich einer Nachbehandlung unterzogen und abschliessend getrocknet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstrümpfe beim Hindurchleiten durch eine tunnelförmige Behandlungskammer, in welcher atmosphärischer Druck herrscht, einer kurzzeitigen Behandlung mit Sattdampf von etwa 10()9 C, danach mit dem Heissdampf von etwa 1 85 C, mit der von oben aufgesprühten Farbflotte von etwa 100' C,mit einer Nachspülflüssigkeit von etwa 75 C sowie mit einer Ausrüstungsflüssigkeit von etwa 45C C unterzogen werden.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch folgende Behandlungszeiten der Strümpfe: Sattdampfbehandlung etwa 50 sec, Heissdampfbehandlung etwa 150 sec, Farbbehandlung etwa 180 sec, Nachspülbehandlung etwa 50 sec, Ausrüstungsbehandlung etwa 50 sec.Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke Deutsche Patentschriften Nrn. 891 247, 968 272
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