CH433342A - Verfahren zur Herstellung neuer Sulfone - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Sulfone

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CH433342A
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CH
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methylsulfonyl
methyl
alkyl
radical
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CH176963A
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Ernst Dr Phil Habicht
Original Assignee
Cilag Chemie Aktiengesellschaf
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/46Two or more oxygen, sulphur or nitrogen atoms
    • C07D239/56One oxygen atom and one sulfur atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Sulfone
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Sulfone der Formel
EMI1.1     
 worin R1 den Methyl- oder Äthylrest,   R2    Wasserstoff, niederes Alkyl, niederes Hydroxyalkyl, niederes Acyloxyalkyl und R3 einen gegebenenfalls Halogen oder eine oder mehrere Doppelbindungen enthaltenden Alkylrest darstellen. Verbindungen, in denen R2 Wasserstoff ist, können auch durch die tautomere Formel
EMI1.2     
 wiedergegeben werden.



   Die neuen Pyrimidinsulfone der Formel I wirken microbicid, im besonderen trichomonacid und fungicid.



  Die Spezifität ihrer Wirkung ist etwas strukturabhängig.



  Verbindungen der Formel I, in denen R3 einen niedrigmolekularen Alkylrest darstellt, wirken hauptsächlich trichomonacid und Verbindungen, in denen R3 eine längerkettige Alkylgruppe bedeutet, wirken zudem noch stark fungicid.



   In der oben angegebenen Formel I kann   R2    beispielsweise Methyl,   Äthyl,    n-Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, Amyl, einen niederen Hydroxyalkylrest, beispielsweise Hydroxyäthyl, Hydroxypropyl, Hydroxybutyl, einen niederen Acyloxyalkylrest, z. B. Acetoxy äthyl, Acetoxypropyl, Acetoxybutyl, Propionyloxyäthyl,   Propionyloxypropyl,    Propionyloxybutyl usf. bedeuten.



  Der Rest R3 kann z. B. Methyl, Äthyl,   Isopropyl,    tert.



  Butyl usf. sein. Diese Alkylgruppe kann auch Halogen  atome    enthalten.   R5    umschliesst deshalb auch die Mög  lichkeiten:    Trifluormethyl, Trichlormethyl.   R3    kann aber auch ein   längerkettiges    Alkylradikal darstellen wie beispielsweise Nonyl, Decyl, Undecyl, Dodecyl, Terdecyl, Tetradecyl, Pentadecyl, Hexadecyl usf. Dieser Alkyl rest kann auch eine oder mehrere Doppelbindungen enthalten. Solche Reste können z. B. sein:   A9-Decenyl-      A9-Dodecenyl,    Oleinyl oder Linolyl.



   Die neuen Pyridinsulfone der Formel I werden erfindungsgemäss erhalten, indem man einen a-Alkoxy  methylen-a-alliylsulfonylessigsäureester    der Formel
EMI1.3     


<tb>  <SEP> 0
<tb>  <SEP> c
<tb> Rs-SOs-C <SEP> OAlkyl <SEP> II
<tb>  <SEP> CH
<tb>  <SEP> OAlkyl
<tb>  mit einem Amidin der Formel
EMI1.4     
 oder einem Salz davon zur Umsetzung bringt. Die Kondensation verläuft an sich in sehr einfacher Weise. Sie kann durch Zusatz von Basen, insbesondere   Alkalialke    holaten, beschleunigt werden.



   Die   a-Alkoxymethylen-a-alkylsulfonyl-essigsäureW    ester der Formel II sind neue Verbindungen. Sie können hergestellt werden, indem man einen   a-Alkylsulfonyl-      essigsäure-alkylester    mit einem ortho-Ameisensäureester zur Reaktion bringt.  



   In ein so gewonnenes Pyrimidinderivat der Formel I kann gewünschtenfalls in 3-Stellung ein   Alkykest    bzw. ein   Hydroxylalkyfrest    oder ein Acyloxyalkykest, die beiden letzteren in ein- bzw. zweistufigem Verfahren, eingeführt werden.



   Im Prinzip wird ein organischer Rest R2 mit Hilfe von reaktiven Estern von R2 entsprechenden Alkoholen in den Pyrimidinkern eingeführt. Man arbeitet vorzugsweise in Gegenwart von alkalischen Kondensationsmitteln, wie z. B. Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Natriummethanolat oder Natriumäthanolat.



   Als reaktive Ester von Alkoholen der Formel R2OH verwendet man die Halogenwasserstoffester, die Schwefelsäureester oder die organischen Sulfonsäureester.



   Sowohl ein Hydroxyalkylrest als auch ein Acyloxyalkylrest kann in ein- oder zweistufigem Verfahren eingeführt werden. Der   Hydroxyalkykest    kann beispielsweise über den Umweg Acyloxyalkyl oder Benzyloxyalkyl eingeführt werden. Im ersteren Falle wird die Hydroxygruppe durch milde, insbesondere alkalische Verseifung freigelegt, im zweiten Falle durch Hydrolyse.



   Der Hydroxyalkylrest kann auch direkt mit Hilfe eines entsprechenden Halogenhydrins oder eines Epoxydes in Gegenwart von alkalischen Kondensationsmitteln eingeführt werden. Ein so eingeführter Hydroxyalkylrest kann dann mit Hilfe von reaktionsfähigen Derivaten von niederen Fettsäuren in einen Acyloxyalkylrest übergeführt werden.



   Man kann selbstverständlich auch ein N-R2 substituiertes Amidin der Formel III mit einem a-Alkoxy  methylen-a-methyl- bzw. äthylsulfonylessigs äureester    der Formel II reagieren lassen. Die Reaktion verläuft einheitlich, d. h. es entstehen nicht etwa Gemische von   N-und      Ns-substituierten    Pyrimidinen.



   Beispiel 1 a) 60,8 g   a-Methylsulfonyl-essigsäureäthylester    und 148 g ortho-Ameisensäure-äthylester sowie 150 ccm Essigsäureanhydrid werden in einem 1 Liter fassenden   4-Hals-Kolben    mit Destillierbogen unter Turbinieren erwärmt. Man erhitzt, bis die Innentemperatur ungefähr   1300    C beträgt. Das sich durch den Destillierbogen abtrennende Destillat wird jeweils wieder in den Reaktionskolben   zurückgegeben.    Nach 2 Stunden wird das Destillat nicht mehr zurückgegeben, sondern gesondert gesammelt. Nach   Sstündigem    Erhitzen wird die Reaktionslösung im Hochvakuum destilliert. Man erhält einen Vorlauf von ungefähr 10 g, der unter 0,2 mm bei 351110 C übergeht, dann eine Hauptfraktion von 63 g, die unter 0,15 mm bei   111-133  C    übergeht.

   Die Hauptfraktion wird dann nochmals über eine Kolonne destilliert, wobei man als Hauptfraktion 10,9 g einer unter 0,01 mm bei   102  C    übergehenden Flüssigkeit erhält.



  Diese Flüssigkeit stellt den   .a-Äthoxymethylen-a-methyl-      sulfonyl-essigsäureäthylester    dar. Die Ausbeute beträgt
10,9 g, d. s. 13,4   O/o    der Theorie bzw. 62   0/o    Umsatz bei Berücksichtigung des zurückgewonnenen a-Methylsulfonyl-essigsäureesters. Bei Verzehnfachung des Ansatzes erhöht sich die Ausbeute etwas, und zwar auf 20   O/o    der Theorie, bzw. der Umsatz auf 70   o/o    der Theone. b) In einem Rührkolben, versehen mit Tropftrichter und Rückflusskühler legt man 15,2 g Acetamidinhydrochlorid, 68,5 g   12,70/oige    Natriummethanolatlösung und 50 ccm abs. Äthanol vor. Dazu lässt man unter kräftigem Turbinieren 35,8 g des gemäss a)   ge    wonnenen Esters zutropfen.

   Anschliessend erhitzt man das Ganze zum Sieden und turbiniert während 2 Stunden bei Siedehitze. Nach dem Abkühlen gibt man Essigsäure zu bis pH 5 und verdampft im Vakuum. Der Rückstand wird in Wasser heiss gelöst und mit Kohle behandelt, filtriert und die Lösung stehengelassen.



   Man erhält so 10 g 2-Methyl-4-hydroxy-5-methyl  suifonylpyrimidin    bzw.   [2-Methyl-5 -methylsulfonyl-pyr-    imidon-(4)], das unter Zersetzung bei   220-2230C    schmilzt. Durch Methylieren mit Dimethylsulfat in   Ge    genwart von Natriummethanolat erhält man die   2,3-Di-    methylverbindung. Setzt man 2-Methyl-4-hydroxy-5methylsulfonyl-pyrimidin mit   Äthylenbromhydrin    um, so erhält man   2-Methyl-3 -hydroxyäthyl-4-hydroxy-5-      methylsuifonyl-pyrimidin    in guter Ausbeute. An Stelle von Äthylenbrom-hydrin kann man auch Essigsäure-ssbromäthylester zur Alkylierung verwenden. Man erhält dabei den Essigsäureester der 3-Hydroxyäthylverbin  dung.   



   Beispiel 2
Durch Umsetzen von 11,75 g   a-thoxymethylen-a-    methylsulfonyl-essigsäureäthylester mit 5,75 g Propionamidin-hydrochlorid in Gegenwart von 22,55 g Natriummethanolatlösung   (12,750/oig)    in 15 ccm Äthanol als Lösungsmittel erhält man 6 g   2-Äthyl-5-methylsulfonyl-      pyrimidon- (4)    bzw.   2-lL2ithyl-5-methylsulfonyl-4-hydr-    oxy-pyrimidin. Die neue Verbindung schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Wasser bei   192-1950    C.



   In ähnlicher Weise, wie in den Beispielen   beschrie    ben, kann man herstellen:   5 -Methylsulfonyl-4-hydroxy-3 -methyl-trifluor-    methylpyrimidin,   5 -Methylsulfonyl-4-hydroxy-3 - äthyl-2-methyl-    pyrimidin,   5 -Methylsuifonyl-4-hydroxy-3 - äthyl-trifluormethyl-    pyrimidin,   5 -Methylsulfonyl-4-hydroxy-3 -hydroxyäthyl-2- äthyl-    pyrimidin, 5-Methylsulfonyl-4-hydroxy-3-isopropyl-2-methyl pyrimidin,   5-Methylsulfonyl-4-hydrony-3-hydroxybut    methyl-pyrimidin, 5-Methylsulfonyl-4-hydroxy-3-butyl-2-trifluormethyl pyrimidin,   5-Methylsulfonyl-4-hydroxy-3 -acetoxyäthyt-2-methyl-    pyrimidin,   5-Methylsulfonyl-4-hydroxy-3-acetoxyäthyl-2-trifLuor-    methylpyrimidin,

     5-Methylsulfonyl-4-hydroxy-3-hydroxyäthyl-2-iso-    propyl-pyrimidin, 5-Methylsulfonyl-4-hydroxy-3-methyl-2-isopropyl pyrimidin,   5 -Methylsuifonyl-4-hydroxy-3 -methyl-2-tert.    butyl-pyrimidin,   5-Äthylsulfonyl-2-propyl-4-hydroxy-pyrinudin.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung neuer Pyrimidinsulfone der Formel EMI2.1 in welcher Rt das Methyl- oder Äthylradikal, R2 Wasserstoff, niederes Alkyl, niederes Hydroxyalkyl bzw. niederes Acyloxyalkyl und R3 einen gegebenenfalls Halogenatome oder eine oder mehrere Doppelbindungen enthaltenden Alkylrest darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass man einen entsprechenden a-Alkoxy methylen-a-alkylsulfonyl-essigsäurealkylester mit einem Amidin der Formel EMI3.1 oder einem Salz davon umsetzt.
    II. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Verbindungen, in denen R2 Wasserstoff ist, zur Herstellung von Verbindungen, in denen R2 Alkyl, Hydroxyalkyl oder Acyloxyalkyl ist, dadurch gekennzeichnet, dass man sie entsprechend alkyliert.
    UNTERANSPRUCH Verwendung gemäss Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Rest R2 mit Hilfe von reaktiven Estern von Alkoholen der Formel R2OH einführt.
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