Verfahren zur Herstellung feinstpulveriger Phosphatdüngemittel Es ist bekannt, dass die Optimalwirkung eines Phosphatdüngemittels nur dann erreicht wird, wenn neben citronensäurelöslicher Phosphorsäure auch citrat- bzw. wasserlösliche Phosphorsäure vorhanden ist; anderseits weiss man aber heute auch, dass der hohe Gehalt mancher Phosphatdüngemittel an wasser löslichem PL,Og nicht restlos verwertet werden kann, sondern teilweise ungenützt verlorengeht.
Phosphat düngemitteln, wie Thomasmehl, fehlt es wiederum an wasser- bzw. citratlöslicher Phosphorsäure, so dass die unerlässliche Startwirkung für die Pflanze nicht gegeben ist.
Man hat bereits versucht, durch Teilaufschluss von Rohphosphaten mit Säuren zu Düngemitteln zu gelan gen, in denen wasser- bzw. citratlösliche neben citronensäurelöslicher Phosphorsäure enthalten ist. Dabei erhält man jedoch mehr oder weniger grobkörnige Produkte, die nicht auf die für ihre Anwendung erwünschte Feinmehlform zu bringen sind, weil sie infolge ihres Gehaltes an freier Säure und Wasser beim Vermahlen schmieren.
Bringt man dagegen Rohphosphate ohne Auf schluss auf höchste Mahlfeinheit, so dass etwa 90 % des Mahlproduktes das Sieb DIN 100 (10 000 Maschen/cm2) passieren, so fehlt neben der citronen- säurelöslichen Phosphorsäure nun aber die wasser- bzw. citratlösliche, so dass solche Produkte in ihrer Wirkung und Wirksamkeit mehr dem Thomasmehl vergleichbar sind.
Es wurde nun gefunden, dass man feinstpulverige Phosphatdüngemittel mit hohem Gehalt an citronen- säurelöslicher Phosphorsäure sowie gleichzeitig einem für die Startwirkung ausreichenden Gehalt an citrat- oder wasserlöslicher Phosphorsäure dadurch her stellen kann, dass pulveriges bis feinkörniges, in einer Teilchengrösse kleiner als 1 mm vorliegendes Roh phosphat in einem Mischer, in dem die Komponenten zu einem Feststoff/Luftgemisch aufgewirbelt und dadurch intensiv gemischt werden, mit Mineralsäure in Mengen,
die maximal einen 50 % igen Teilaufschluss des Rohphosphates bewirken, behandelt, danach in einer Vorrichtung, die eine Agglomeration der auf geschlossenen Teilchen vermeidet, gekühlt und ge trocknet sowie schliesslich auf eine Mahlfeinheit von 90 % Durchgang durch Sieb DIN 40 bis 100 Durchgang durch Sieb DIN 100 feinstvermahlen wird.
In einem Mischer, in dem die Komponenten zu einem Feststoff/Luftgemisch aufgewirbelt und da durch intensiv gemischt werden, wird ein in unverän dert pulveriger oder körniger Form vorliegendes teil aufgeschlossenes Phosphatprodukt erhalten, für des sen Gewinnung ungemahlene, weicherdige Rohphos phate geeignet sind, die durch einfaches Absieden von allen Anteilen mit mehr als 1 mm Grösse befreit worden sind. Man kann aber auch fein- bzw. feinst- gemahlene, dann sogar auch harte Produkte, wie bei spielsweise Pebblephosphate, verwenden.
Als Mineral säuren sind Schwefelsäure und bzw. oder Phosphor säure und bzw. oder Salpetersäure, vorzugsweise Schwefelsäure von 60 bis 66 B6, geeignet. Die ange wandte Säuremenge kann maximal die Hälfte der zum Vollaufschluss des Rohphosphates theoretisch erfor derlichen Menge betragen.
Es ist von Vorteil, wenn das ungemahlene Roh phosphat in feuchter Form zur Anwendung gelangt, was auch im Hinblick auf einen erzielbaren höheren Aufschlussgrad von Bedeutung ist. Bedüst man näm lich das feuchte Rohphosphat mit der Säure, dann tritt eine Erhöhung der Reaktionstemperatur ein, wodurch eine relativ hohe Wärmetönung entsteht, die durch die gleichzeitig einsetzende Umsetzung der Säure mit dem Rohphosphat noch weiter ansteigt.
Die Verwendung feuchter Rohphosphate ist bei Zugabe von konzen- trierter, also etwa 96 bis 98 % H2S04 enthaltender Schwefelsäure und konzentrierter Phosphorsäure oder Mischsäuren aus beiden besonders vorteilhaft. Hierbei kann das Wasser auch gleichzeitig mit der konzen- tierten Säure dem Rohphosphat zugegeben werden oder aber auch nach der bereits erfolgten Säurezu gabe.
Wird auf die Anwendung feuchter, ungemahle- ner Rohphosphate oder auf die Zugabe von Wasser verzichtet, dann muss die beispielsweise zu verwen dende Schwefelsäure in verdünnter Form, das heisst in einer Konzentration von etwa 60 B6, eingesetzt werden.
Die Verwendung von Salpetersäure auf unge- mahlene Rohphosphate ist wegen des Freiwerdens von Stickoxyden nur in Abwesenheit von Wasser möglich. Hier ist es also günstiger, von möglichst trockenem Rohphosphat auszugehen.
Eine weitere Verbesserung der Behandlung von ungemahlenem Rohphosphat kann dadurch erzielt werden, dass man die Säuren heiss anwendet.
Das zunächst erhaltene teilaufgeschlossene Phos phat liegt in einer pulverigkörnigen Form vor, in der es infolge eines noch vorhandenen Gehaltes an Feuchtig keit nicht weiter zerkleinert, vor allem nicht auf die für seine Anwendung als Düngemittel notwendige Feinheit gemahlen werden kann. Um diesen Zustand, der ein Mahlen auf Feinstmehlcharakter gestattet, zu erreichen, der notwendig ist, um den Anteil an nicht aufgeschlossenem Rohphosphat als Dünger wirksam werden zu lassen, wird das noch feuchte Produkt unmittelbar anschliessend in einer Apparatur abge kühlt und getrocknet,
in der während des Trocknens eine Agglomeration der Teilchen nicht eintreten kann, sondern vielmehr eine Zerteilung etwa bereits gebildeter Agglomerate erfolgt. Dabei wird gleich zeitig die bei dem Teilaufschluss entstandene Reak tionswärme weitgehend ausgenutzt, das Produkt von dem mit der Aufschlusssäure eingebrachten Wasser befreit und der Teilaufschluss so weit vorangetrieben, dass kaum noch freie Säure im Endprodukt zurück bleibt und das erhaltene Produkt mahlbar wird.
Be vorzugt wird eine Wirbelschleierapparatur, in der das zu trocknende Gut einer lebhaften Bewegung unter worfen ist.
Das damit erhaltene pulverförmige Produkt wird dann, ohne dass Mahlschwierigkeiten auftreten, in einer geeigneten Mahlapparatur, z. B. einer Raymond- Mühle, auf den Feinmehlgrad von beispielsweise 90 bis 100 % Durchgang durch Sieb DIN 100 gemahlen. Man erhält dann ein feinpulveriges, auf Lager nicht mehr erhärtendes freifliessendes Phosphatdüngemittel mit rascher Anfangs- und lang anhaltender Dauer wirkung.
Infolge der Feinstvermahlung können alle Formen der vorhandenen Phosphorsäure voll im Boden zur Wirkung kommen, wodurch ein optimaler, bisher im gleichen Umfang nicht erzielbarer Dünge effekt erreicht wird.
In dem Fertigprodukt können bis zu 50 % der Gesamtphosphorsäure in citrat- bzw. wasserlöslicher, bis zu 80 % in citronensäurelöslicher Form vorliegen. Der Fortschritt der erfindungsgemässen Arbeits weise liegt darin, dass trotz des Aufschliessens mit Säuren mahlfähige Produkte erhalten und eine Feinst- vermahlung auf einen Feinmehlgrad von 90 % Durch gang durch Sieb DIN 40, bis 100 % Durchgang durch Sieb DIN 100 ohne Mahlschwierigkeiten erreicht werden.
Nach den bekannten Verfahren zur Herstellung von Aufschliessprodukten aus Rohphosphat und Säu ren war dies weder möglich noch zu erwarten. Das Endprodukt besitzt alle vorteilhaften physikalischen Eigenschaften eines feinst gemahlenen Rohphosphats, ist aber gegenüber diesem in chemischer Hinsicht weitgehend verändert, da der Gehalt an pflanzenver wertbarer Phosphorsäure sowohl in der citronen- säure- als zusätzlich auch in citrat- und wasser löslichen Form vorhanden ist.
Damit unterscheidet sich das Produkt auch in vorteilhafter Weise gegenüber den Phosphatdünge- mitteln, die einerseits nur unlösliche und citronen- säurelösliche Phosphorsäure, wie beispielsweise Hy perphosphat oder Thomasmehl, anderseits aber citrat- und wasserlösliche Phosphorsäure enthalten, wobei 90 % der Phosphorsäure in wasserlöslicher Form vor liegt, wie beispielsweise Superphosphat. Der wesent liche Vorteil gegenüber bekannten teilaufgeschlos senen Produkten beruht darüber hinaus auf der hohen Mahlfeinheit.
Durch das sinngemässe Zusammen wirken einzelner, teilweise an sich bekannter Mass nahmen, durch Lenkung des Aufschlussgrades und die Wahl der geeigneten Trocknungsvorrichtung ist selbst mit ungemahlenen Rohphosphaten ein neues Dünge mittel herstellbar, das auf Grund seiner Eigenschaften einen bedeutenden Fortschritt darstellt.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren ist es auch möglich, Zwei- oder Mehr-Komponenten-Misch- dünger herzustellen, indem man dem Rohphosphat beispielsweise Kalisalze zumischt. Die Mischung wird dann in der beschriebenen Weise mit der konzentrier ten Mineralsäure behandelt. Hierbei tritt neben dem Teitaufschluss des Rohphosphates gleichzeitig eine Umwandlung des meist aus Chlorkalium bestehenden Kalisalzes in Kaliumsulfat unter Freiwerden von Salz säure ein, die ihrerseits wieder zum weiteren Auf schluss des Rohphosphates beiträgt.
Dem Rohphos- phat-Chlorkaliumgemisch kann man vor seiner wei teren Behandlung auch noch andere Nährstoffe in fester oder flüssiger Form zufügen. Die Zugabe flüs siger Nährstoffe, beispielsweise solcher, wie sie zur Ammonisierung in Form von N-Lösungen dienen, erfolgt zweckmässig erst nach dem vorausgegangenen Teilaufschluss. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass nur so viel freies Ammoniak zugefügt wird, wie man gleichzeitig an Schwefelsäure oder Phosphorsäure zur Bildung von Ammonsulfat bzw. Ammonphosphat zugibt.
Die erfindungsgemäss hergestellten Produkte kön nen, falls erwünscht, nach bekannten Verfahren bei spielweise unter Verwendung von Wasser als Granu- lierflüssigkeit, dem gegebenenfalls anorganische oder organische Bindemittel und bzw. oder Netzmittel zu gesetzt werden können, granuliert und in dieser Form, die im Boden wieder ein Zerfallen in Feinstmehlform gestattet, angewendet werden.
<I>Beispiel 1</I> Ein auf 69,32 % Druchgang durch ein Sieb mit 1600 Maschen/cm2 und 18,92 % Durchgang durch Sieb DIN 100 vermahlenes, für die Superphosphather- stellung bestimmtes Marokkophosphat (70 % Tri- calciumphosphat) mit 32,4% Gesamt-P205, 8,6 citronensäurelöslichem P205 und 1,1% Wasser wird mit 25 % Schwefelsäure 60 B6 in einem nach dem Wirbel- und Schleuderverfahren arbeitenden Intensiv mischer,
wie er in der schweizerischen Patentschrift Nr. 1094 766 beschrieben ist, innig vermischt, wobei die Reaktionsmasse in ein Feststoff/Luftgemisch ver wandelt wird. Anschliessend wird das warme Reak tionsprodukt in einer nach dem deutschen Patent Nr. 1036 876 ausgebildeten Wirbelschleierapparatur weiterbehandelt. In diesen beiden Verfahrensstufen wird eine gute Aufschliesswirkung, eine intensive Ab kühlung und gleichzeitig ein Feuchtigkeitsentzug er zielt.
Man erhält ein im Vergleich zum Ausgangs material nur wenig gröberes Produkt, von dem jetzt noch 60,5 % durch Sieb DIN 40 und 10,2 % durch Sieb DIN 100 hindurchgehen, in dem aber jetzt neben 27,6 % Gesamt-P205 ein wesentlich höherer Anteil, 15,4 % gegenüber 8,6 %, an citronensäurelöslichem P205 sowie darüber hinaus ein Gehalt an 8,1 % citrat- und 7,9 % wasserlöslichem P205 vorliegt. Der Gehalt an freier Säure beträgt 0,7 % neben 1,2 % Feuchtigkeit.
Diese Produkt wird anschliessend in der dritten Verfahrensstufe einer Hammermühle zugeführt, in der es ohne jede Mahlschwierigkeit, ohne Schmieren und ohne Anbacken auf eine Feinheit von 92,4 % Durch gang durch Sieb DIN 100 vemahlen wird.
Das so erhaltene feinst vermahlene Endprodukt enthält 27,7 % Gesamtphosphorsäure, 16,9 % citronen- säurelösliche Phosphorsäure (P205) neben einem gleichbleibenden Gehalt von 8,1 % citratlöslicher und 7,9 % wasserlöslicher Phosphorsäure (P205). Der Wassergehalt ist mit 1,2 % ebenfalls gleich geblieben, während der Gehalt an freier Säure auf 0,35 % ge sunken ist.
Somit ist aus dem angewendeten normal vermahle- nen Marokkophosphat ein Düngemittel mit guter Start- und lang anhaltender Dauerwirkung erhalten worden, in welchem der das DIN-Sieb 100 passie rende Anteil von rund 19 % auf über 90 % erhöht ist, während der Anteil an citronensäurelöslicher Phosphorsäure, bezogen auf die Gesamtphosphor säure (26,5 % P205), auf mehr als 60 %, der Anteil an citrat- bzw. wasserlöslicher Phosphorsäure auf etwa 30 % angestiegen ist.
<I>Beispiel 2</I> Eine gemäss vorliegender Erfindung ausgebildete Fabrikationsanlage besteht aus: a) einem Sieb für die Absiebung der über 1 mm grossen Rohphosphatteilchen bei Verarbeitung von un- gemahlenem Produkt, b) einem kontinuierlich nach dem Schleuderver fahren arbeitenden, das heisst die Reaktionsmasse zu einem Feststoff/Luftgemisch aufwirbelnden, mit Reib elementen ausgestatteten Mischer mit 20001 Trommel inhalt und 10001 Nutzinhalt,
der an der linken Ober seite mit einem Einfüllstutzen und einem rechts gegen überliegenden Gasabzugskamin sowie an der rechten Seitenwand mit einem Auslaufschacht versehen ist; der Gaskanal ist mit einem Ventilator verbunden, c) einer Wirbelschleierapparatur (Düsenboden 2000 mm -er, 20 Düsen, 500 mm Höhe der Luftkam mer) mit einer Gesamthöhe von 4500 mm und einem Durchmesser von 2000 mm, d) einem Zyklon, e) einem aus mehreren Säcken bestehenden Staub filter, f) einem Walzenstuhl zum Zerquetschen von klumpig gewordenem Material, g) einer Raymondmühle mit einer Leistung von 5 bis 6 Tonnen pro Stunde.
In dieser Apparatur werden zunächst in dem unter b) beschriebenen Intensivmischer pro Stunde 5 t eines auf 72 % Durchgang durch Sieb DIN 40 ver- mahlenen Marokkophosphates mit 32,6 % Gesamt phosphorsäure und 9,5 % citronensäurelöslicher Phos phorsäure, was 29,1 % des Gesamt-P205 entspricht, mit 24 % Schwefelsäure von 66 B6 (97 % H2S04), 1164 kg H_S04 etwa 6 Minuten innig vermischt, wo bei die entstehenden Reaktionsgase und der Wasser dampf mittels Ventilator abgesaugt werden.
Das er haltene heisse Reaktionsprodukt gelangt dann in die unter c) beschriebene, mit Kühlluft beschickte Wirbel- schleierapparatur, wobei es gekühlt und weiter von anhaftender Feuchtigkeit befreit sowie gleichzeitig der Aufschliessvorgang weitgehend beendet wird.
Die Korngrössenbestimmung des erhaltenen Auf schliessproduktes zeigt jetzt 53,4 % Durchgang durch Sieb DIN 40 und die Analyse 26,4 % Gesamtphos phorsäure sowie 15,0 % citronensäurelösliche Phos phorsäure, was 57 % des Gesamt-P205 entspricht. Weiter wurden 9,4 % citratlösliches P2O5, 9,2 % was serlösliches P205, 2,1 % freie Säure und 1,5 % Wasser gefunden.
Dieses so zusammengesetzte Produkt wird nach kurzer Zwischenlagerung einer Raymondmühle zuge führt, der man zweckmässigerweise zum Zerquetschen gegebenenfalls entstandener Verklumpungen eine Quetschwalze vorgeschaltet hat.
Das Material wird ohne Schwierigkeit nun auf eine Feinheit von 90 % Durchgang durch ein Sieb mit 10 000 Maschen/cm vermahlen. Es entsteht dadurch ein feinstgemahlenes Phosphatdüngemittel mit 27,2 % Gesamtphosphorsäure und 16,2 % citronen- säurelöslicher Phosphorsäure, was 59,5 % des Gesamt P205 entspricht. Ausserdem sind 9,2 % citratlösliches P205, 9,0 % wasserlösliches P205 sowie jetzt nur noch 1,0 % freie Säure und 1,4 % Wasser enthalten.
Dieses in Grossproduktion erzeugte Düngemittel hat somit alle Eigenschaften eines guten und wir kungsvollen Phosphatdüngers, der auf allen Böden mit gutem Erfolg Anwendung finden kann.
<I>Beispiel 3</I> In der gleichen Weise, wie in Beispiel 2 beschrie ben, wird anstelle des gemahlenen Marokkophosphats mit etwa 70 % Ca3(P04)2 jetzt das gleiche, jedoch ungemahlene Rohphosphat, von dem die wenigen über 1 mm grossen Teilchen durch Absieben entfernt worden sind, mit konzentrierter (97 % H2504) Schwe felsäure behandelt;
(im vorliegenden Falle werden 1010 kg H2504 auf 5 t/h angewandt, wobei gleich zeitig so viel Wasser zugegeben wird, dass dies einer angewandten Konzentration von 60 B6 oder 78 H2504 entspricht.
Dabei entsteht aus dem anfangs im ungemahlenen Zustand 32,6 % Gesamtphosphorsäure und 6,8 citronensäurelösliches P205, was 21 % der Gesamt phosphorsäure entspricht, enthaltenden Rohphosphat, nach der Behandlung mit der Säure im Intensiv mischer und Wirbelschleierapparat ein Aufschluss- produkt, das 26,8 % Gesamtphosphorsäure, 14,6 citronensäurelösliches P905, was 54,5 % der Gesamt phosphorsäure entspricht, sowie 9,
46 % citratlösliches und 9,25 % wasserlösliches P905 enthält. Ausserdem waren 1,8 % freie Säure und 3,2 % Wasser enthalten.
Nach entsprechender Zwischenlagerung, wo das Produkt etwas erhärtet - die Verklumpungen werden beim Durchlauf durch eine Quetschwalze beseitigt und nach anschliessender Vermahlung in einer Ray- mondmühle entsteht ein feinpulveriges Phosphatdünge- mittel, bei dem 90 % durch ein Sieb DIN 100 hin durchgehen.
Der Gehalt an Gesamtphosphorsäure beträgt jetzt 27,0 %, während die Citronensäurelöslich- keit auf 15,9 % angestiegen ist, was rund 59 % des Gesamt-P905 entspricht, während das citratlösliche P205 9,56 %, das wasserlösliche P205 9,3 %, die freie Säure 1,3 % und der Wassergehalt 1,8 % beträgt.
Demnach ist es also möglich, unter Einsparung des ersten Mahlvorganges, selbst aus ungemahlenem, weicherdigem Rohphosphat ein feinstgemahlenes Phosphatdüngemittel mit allen Löslichkeitsgraden der Phosphorsäure und damit einen wertvollen Dünger mit ausreichender Start- und anhaltender Dauerwir kung zu schaffen.
<I>Beispiel 4</I> In der in Beispiel 2 beschriebenen Apparatur wird gewöhnliches, ungemahlenes und durch ein 1-mm-Sieb abgesiebtes Gafsaphosphat, wovon etwa 4 % auf dem 1-mm-Sieb zurückbleiben, mit 29,5 % Gesamt P205 und 10,3 % citronensäurelöslichem P205, was 34,9 der Gesamtphosphorsäure entspricht, kontinuierlich mit 10 % Schwefelsäure von 60 B6 verarbeitet.
Man erhält ein Produkt, dessen Analyse nach dem Ver lassen der Wirbelschleierapparatur, also vor dem Ver- mahlen, <B>28,2%</B> Gesamt-P205 und<B>11,7%</B> citronen- säurelösliches P905, was 41,4 % der Gesamtphosphor säure entspricht, sowie 2,6 % citratlösliches P205 und 2,4 % wasserlösliches P205, ausserdem 1,9 % Feuchtig keit ergibt.
Dieses Produkt wird anschliessend so fein ver- mahlen, dass 91,2 % ein Sieb mit 10 000 Maschen/cm= passieren. Die Analyse des so erhaltenen feinpulveri- gen Phosphatdüngemittels ergibt jetzt 29,1 % Ge- saMt-P205, 13,9 % citronensäurelösliches P205, was 47,6 % der Gesamtphosphorsäure entspricht, sowie 3,4 % citratlösliches und 3,
0 % wasserlösliches P205. Der Feudhtigkeitsgehalt ist auf 1,5 % gefallen. <I>Beispiel 5</I> Ein auf 87 % Durchgang durch Sieb DIN 40 ver- mahlenes Pebblephosphat mit 75 % G3P208 wird in der in Beispiel 2 beschriebenen Apparatur zunächst mit 30 % Schwefelsäure von 60 B6 innig vermischt und dann erfindungsgemäss weiterbehandelt, wobei man vor dem abschliessenden Vermahlen ein Phosphat düngemittel erhält, das 26,8 % Gesamt-P205, 13,1 % citronensäurelösliches P205, was 48,8 % der Gesamt phosphorsäure entspricht,
sowie 10,5 % citratlösliches P205, <B>10,1</B> % wasserlösliches P205, 1,8 % freie Säure und 2,7 % Wasser enthält.
Dieses Produkt wird nach kurzer Zwischenlage rung nochmals auf 99,4 % durch Sieb DIN 40 und 88,7 % Durchgang durch Sieb DIN 100 vermahlen.
Man erhält auf diese Weise ein den aus weich erdigen Rohphosphaten hergestellten Phosphatdünge- mitteln gleichwertiges Produkt mit 28,8 % Gesamt- P205, 14,3 % citronensäurelöslichem P205, was 49,7 der Gesamtphosphorsäure entspricht, sowie 10,5 citratlöslichem P205, 10,2% wasserlöslichem P205, 1,7 % freier Säure und 2,2 % Wasser.
Damit ist der Nachweis erbracht, dass es mit dem erfindungsgemässen Verfahren möglich ist, aus harten Rohphosphaten qualitativ einwandfreie Phosphat düngemittel mit guten pflanzenphysiologischen Eigen schaften, wenn auch mit höheren Mahlkosten und einem etwas geringeren Gehalt an citronensäurelös- lichem P905, herzustellen. Bisher bestand die Ansicht, harte Phosphate seien in feingemahlenem Zustand nicht sehr wirksam; sie werden durch das neue Ver fahren unbeschränkt anwendbar, was einen erhebli chen, nicht zu erwartenden technischen Fortschritt bedeutet.
<I>Beispiel 6</I> 70 Teile eines durch ein 1-mm-Sieb abgesiebten, ungemahlenen Gafsaphosphates mit 29,5 % Gesamt- P205 und 10,5 % citronensäurelöslichem P205 werden mit 30 Teilen eines ebenfalls durch ein 1-mm-Sieb gelaufenen Kalidüngesalzes mit 57 % K90 in der gleichen Apparatur, wie in Beispiel 2 angegeben, und mit 30 % Schwefelsäure von 60 B6 verarbeitet.
Man erhält nach Verlassen des Intensivmischers ein Phosphatkali mit 16,25 % Gesamt-P205, 13,12 citronensäurelöslichem P205, was 80 % der Gesamt phosphorsäure entspricht, sowie 6,5 % citratlöslichem P205, 6,4 % wasserlöslichem P205, 1,4 % freier Säure sowie 13,1 % K20 und 5,3 % Wasser.
Dieses Produkt wird in der Wirbelschichtappara- tur behandelt, nach einer Zwischenlagerung einer Mühle zugeführt und dort auf eine Feinheit von 89,6 % Durchgang durch Sieb DIN 100 vermahlen.
Die Analyse dieses feinstgemahlenen Phosphat alkalidüngemittels zeigt nunmehr folgende Werte: 19,25% Gesamt-P205 15,8 % citronensäurelösliches P205, was 81,5 der Gesamtphosphorsäure entspricht, 6,6 % citratlösliches P20;; 6,4 % wasserlösliches P205 1,0 % freie Säure 13,5 % K20 2,5 % H20 Bei dieser Arbeitsweise setzt sich die Schwefel säure einerseits mit dem Rohphosphat um, anderseits führt sie das Chlorkalium in Kaliumsulfat über.
Dabei wird Salzsäure frei, die eine zusätzliche Aufschluss- wirkung auf das Rohphosphat ausübt.
Somit kommt dem erfindungsgemässen Verfahren auch für die Herstellung von Phosphatkalidünge- mitteln eine besondere Bedeutung zu, auch im Hin blick auf den wirksameren Aufschluss und den Gehalt an citronensäurelöslichem <B>P205.</B>