CH415643A - Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten

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CH415643A
CH415643A CH1482665A CH1482665A CH415643A CH 415643 A CH415643 A CH 415643A CH 1482665 A CH1482665 A CH 1482665A CH 1482665 A CH1482665 A CH 1482665A CH 415643 A CH415643 A CH 415643A
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ami
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acid
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Henri Dr Dietrich
Werner Dr Kueng
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Geigy Ag J R
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      Verfahren    zur Herstellung von neuen     bninodibenzylderivaten       Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein     Verfahren     zur     Herstellung    von neuen     N-heterocyclischen    Ver  bindungen mit wertvollen     pharmakologischen    Eigen  schaften.  



  In einem     Benzolring    durch einen     disubstituierten          Sulfamoylrest        substituierte        Iminodibenzylderivate        sind     bisher     nicht    bekannt geworden.

   Es wurde nun über  raschenderweise gefunden, dass solche Verbindungen  der Formel I,  
EMI0001.0015     
    in der     R1    und     R2    niedere     Alkylreste,        welche    unter  sich direkt oder über ein Sauerstoffatom verbunden       sein,        können,    Z einen     geradkettigen    oder     verzweigten          Alkylenrest    mit 2-6     Kohlenstoffatomen,    und Am  eine niedere     Alkylaminogruppe    bedeuten, wobei der       Alkylrest    von Am direkt mit dem     Alkylenrest    Z  verbunden sein kann,

   wertvolle     pharmakologische     Eigenschaften, insbesondere antiallergische,     anti-          emetische    und sedative     Wirksamkeit    besitzen, sowie  auch die     Wirkung    anderer     Arzneistoffe,    insbesondere  von     Narkotica,    potenzieren.  



  In den Verbindungen der Formel I     sind        R1    und       R;        beispielsweise    durch     Methyl-,        Äthyl-,        n-Propyl-          oder        n-Butylreste    verkörpert oder bilden zusammen  mit dem     anliegenden    Stickstoffatom z.

   B. den     1-Pyr-          rolidinyt    ,     Piperidino-    oder     4-Morpholinylrest.    Z ist       beispielsweise    ein Äthylen-,     Propylen-,        Trimethylen-,          1-Methyl-trimethylen-,        2-Methyl-trimethylen-,        1,3-          Dimethyl-trimethylen-,        2,2-Dimethyl-trimethylen-,            Tetra-methylen-,        Pentamethylen-    oder     Hexamethylen-          rest,    und Am z.

   B. ein     Methylamino-,        Äthylamino-,          n-Propylamino-,        Isopropylamino-,        n-Butylaminorest          bedeuten.    Ferner kann Am     zusammen    mit Z z. B.  den     ss-(2-Pyrroliidyl)-äthyl-,        3-Pyrrolid'ylmethyl-,        ss-(2-          Piperidyl)-äthyl-,        3-Piperidylrnethyl-        oder        4-Piperidyl-          rest        bedeuten.     



  Die Herstellung der neuen     Verbindungen    der  Formel I erfolgt, indem man Verbindungen der  Formel     II     
EMI0001.0080     
    in der Ami     eine        niedere        N-Arylmethyl-alkylamino-          gruppe    oder     N-Acyl-alkylaminogruppe,        deren        Alkyl-          resb    auch direkt mit Z verbunden sein kann, bedeutet  und     R1,        R2    und Z die oben angegebene Bedeutung  haben,

   je nach der     Bedeutung        von.        Ami    der     Hydro-          genolyse    oder Hydrolyse     unterwirft.        Beispielsweise          lässt    man auf Verbindungen der     Formel        II,    worin  Ami einen     Aryhnethylrest    wie den     Benzylrest    enthält,  Wasserstoff in     Gegenwart    von     Raney-Nickel    bei Tem  peraturen bis etwa 80  und Drücken bis etwa 50  Atmosphären einwirken,

   bis eine     im    wesentlichen       äquimolare    Menge Wasserstoff aufgenommen ist.  Die     hydrolytische    Abspaltung eines in der Gruppe  Ami befindlichen     Acylrestes,        beispielsweise        eines          Formyl-,        Acetyl-,        Benzoyl-,        Carbomethoxy-,        Carb-          äthoxy-,        Chlorcarbonyl-,        Cyano-    oder     Methansulfonyl-          restes,    kann z.

   B. durch Behandlung mit     Alkali-          metallhydroxyden    bei erhöhter Temperatur in höher-      siedenden     hydroxylhaltigen        organischen        Lösungs-          mitteln,    wie z. B.     Äthylenglykol    oder     Diärhylenglykol     oder deren niederen     Monoalkyläthern,    oder in niede  ren     Alkanolen,    in diesem Fall vorzugsweise im ge  schlossenen     Gefäss,    erfolgen.  



  Ausgangsstoffe der Formel     II        sind    nach ver  schiedenen     Verfahren        erhältlich.    Beispielsweise lassen  sich     reaktionsfähige    Ester von Verbindungen der  Formel     III,     
EMI0002.0016     
    in der     Ri,        R2    und Z die oben angegebene Bedeutung  haben,

       mit    niederen     N-Arylmethyldkylaminen    oder  mit     Alkalimetallderivaten    von     N-Alkylamiden    von ge  eigneten     Carbonsäuren    oder     Sulfonsäuren        umsetzen.          Ferner        erhält    man Ausgangsstoffe der Formel     II     durch     Umsetzung    von Verbindungen der Formel     IV     
EMI0002.0031     
    in der     Ri    und     R2    die oben angegebene     Bedeutung     haben,

   mit     reaktionsfähigen        Estern    von     niederen        N-          Aryl-methylalkpdamino-alkanolen    oder     N-Carbalkoxy-          alkyl-aminoalkanolen    in Gegenwart eines     basischen          Kondensationsmittels.    Im     weiteren    entstehen Aus  gangsstoffe der Formel     II,    in denen     Ami        einen          Acylrest        enthält,

  -    bei     der        Umsetzung    von     Verbindun-          gen    der Formel V  
EMI0002.0054     
    worin Amt eine niedere     Dialkylaminogruppe    be  deutet und     Ri,        R2    und Z die oben angegebene Be  deutung haben,     mit        organischen        Säurehalogen'den     oder     -anhydiiden,        insbesondere        mit        Kohlensäure-          alkylesterhalogeniden        (Chloramenisemäurealkylestern)

  "          Phosgen    oder Bromcyan. Die so erhaltenen     Ausgangs-          stoffe        enthalten    als     Acylreste    in der Gruppe Ami  insbesondere     eine        Carbalkoxygruppe,    wie vorzugs  weise die     Carbomethoxy-    oder     Carbäthoxygruppe,     die     Chlorcarbonylgruppe    bzw.

   die     Cyanogruppe.       Mit     anorganischen    oder organischen Säuren, wie  beispielsweise     Salzsäure,        Bromwasserstoffsäure,     Schwefelsäure, Phosphorsäure,     Methansulfonsäure,          Äthandisulfonsäure,        ss        Hydroxyäthansulfonsäure,    Es  sigsäure, Bernsteinsäure,     Fumarsäure,        Maleinsäure,          Äpfelsäure,    Weinsäure,     Citronensäure,        Benzoesäure,

            Salicylsäure        und    Mandelsäure,     bilden    die tertiären  Basen Salze, welche zum Teil wasserlöslich     sind.      Die nachfolgenden Beispiele     erläutern    die     Herstellung          .der        neuem    Verbindungen,     näher.        Teile    bedeuten     darin          Gewichtsteile;    diese verhalten sich zu     Volumteilen     wie g zu     cm3.    Die Temperaturen sind in Celsius  graden angegeben.

      <I>Beispiel 1</I>    6,5 Teile       3-Dimethylsulfamoyl-5-(2'-methyl-          benzylamino-äthyl)-iminod'ibenzy1,     <B>100</B>     Teile        Dioxan,    5 Teile Wasser und 10 Teile       Raney-Nickel    werden während 2 Stunden bei 80   und 30     Atm.        Druck        hydhert.        Die    Reaktionslösung  wird vom Katalysator getrennt und eingedampft.

    Nach der     überführung    der rohen Base     ins        Hydro-          chlbrid    und     zweimaligem        Umkristallisieren    aus     Ätha-          nol/Äther        schmilzt    das  3     Dimethylsulfamoyl-5-(2'-methylamino-          äthyl)-iminodibenzyli-Hydrochlorid    bei 256 .

    <I>Beispiel 2</I>  3     Teile     3     Dimethylsulfamoyl-5-(3'-carbäthoxy-          methylamino-propyl)-iminod'ibenzyl     werden mit 1,2     Teilen        Kaliumhydroxyd        in.    60     Volum-          teilen        CarbitaT    6     Stunden    unter     Rückfluss    gekocht.

    Aus dem basischen Anteil des     Reaktionsproduktes     wird nach üblicher Aufarbeitung das       3-Dimethyl'sulfamoyl-5-(3'-methylamino-          propyl)-iminodibenzyl-Hydrochlorid     erhalten,     Smp.    133 .  



  In     einer    analogen Weise, wie dies, in den vor  stehenden Beispielen beschrieben ist, können auch die  folgenden     Verbindungen    hergestellt werden:  3     Dimethylsulfamoyl-5-(y-methylamino-ss-          methyl@ropyl)-iminoäiben7-yl,     dessen     Oxalat        bei    216      schmilzt;          3-Dimethylsulfamoyl-5-(3'-methylamino-          propyl)-iminodibenzyl,          dessen        Hydrochlorid    bei l33  schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodi- benzylderivaten der Formel I, EMI0002.0153 in der R1 und R2 niedere Alkylreste, welche unter sieh direkt oder über ein Sauerstoffatom verbunden sein können, Z einen geradkettigen oder verzweigten Alkylenrest mit 2-6 Kohlenstoffatomen, und Am eine niedere Alkylaminogruppe bedeuten,
    wobei der Alkylrest von Am direkt mit dem Alkylenrest Z ver bunden sein kann, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel 11, EMI0003.0014 in der Ami eine niedere N-Arylmethyl-alkylamino- gruppe oder N-Acyl-alkylarninogruppe, deren Alkyl- rest auch direkt mit Z verbunden sein kann, und R1, R2 und Z die oben angegebene Bedeutung haben,
    je nach der Bedeutung von Ami der Hydrogenolyse oder Hydrolyse unterwirft. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf eine Verbindung der Formel 11, worin Ami eine N-Arylmethyll-alkyl- aminogruppe bedeutet, katalytisch aktivierten Wasser stoff einwirken lässt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man auf eine Verbindung der Formel 11, worin Ami eine N AeyJ#-alkylaminogruppe bedeutet, ein hydrolysierendes Mittel einwirken lässt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man die so erhaltenen tertiären Basen mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre Salze überführt.
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