CH405054A - Muster Verstell- und Korrigiervorrichtung für Steppmaschinen - Google Patents
Muster Verstell- und Korrigiervorrichtung für SteppmaschinenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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Description
Muster Verstell- und Korrigiervorrichtung für Steppmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine Muster Ver stell- und Korrigiervorrichtung für Steppmaschinen. Mittels solcher bekannter Steppmaschinen werden Steppstoffe für verschiedene Industriezweige, also mehrschichtige Stoffbahnen nach bestimmten, Ver zierung bildenden Mustern zusammengesteppt. Das Muster wird durch das Hin- und Herbewegen der Stoffbahn unter den Nadeln erzeugt.
Dazu dient eine das Grundmuster bestimmende Nockenscheibe und ein von dieser entsprechend ihrer Umfangsform hin und herbewegter Stoff-Führungswagen. Auf dem Stoff-Führungswagen befinden sich eine oder mehre re Materialrollen, eine Führungsplatte für die gleich mässige Stoffzufuhr und mindestens zwei Zugwalzen, die den Stoff im Stichtakt, jeweils bei abgehobener Stoffdruckplatte um die Distanz einer Stichlänge wei terziehen.
Bereits bekannte Verstell- und Korrigiermöglich- keiten an solchen Maschinen sind: A. Das Einsetzen einer anderen Nockenscheibe zur Erzielung eines anderen Grundmusters oder das Einsetzen einer ähnlichen Nockenscheibe mit nur geringfügig kleinerem oder grösserem Hub zur Kor rektur des Musters.
B. Das Einsetzen oder Wegnehmen von Nadeln (die in einer oder in mehreren Reihen hintereinander angeordnet sind).
C. Das Ändern des Zwischengetriebes., welches die Stichzahl pro Umdrehung der Muster-Nocken- scheibe bestimmt.
D. Das Ändern des Zwischengetriebes, welches den Vorschub der Zugwalzen und damit die Stichlän ge bestimmt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, welche erlaubt, die Grösse der hin- und hergehenden Bewegung des Stoff-Führungswagens bei gegebenem Grundmuster innert gewisser Grenzen kontinuierlich zu verstellen oder zu korrigieren. Sie erlaubt eine er hebliche Einsparung der Zahl der erforderlichen Grundmuster-Nockenscheiben und insbesondere der jenigen Nockenscheiben, welche bei gleichem Grund muster nur geringe Hub-Unterschiede aufweisen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeichnet sich aus durch einen zwischen einem von der Nockenscheibe getriebenen Schieberorgan und einem mit dem Stoff- Führungswagen verbundenen Organ angeordneten, um einen Fixpunkt schwenkbaren, einarmigen Schwenkhebel, an welchen eines der genannten Or gane gelenkig fest, das zweite Organ gelenkig ver schiebbar mit willkürlich einstellbarer Hebelarmlän ge angreift.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes vereinfacht darge stellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht von oben eines Teiles einer Steppmaschine; Fig. 2 bis 5 zeigen verschiedene Steppmuster; Fig. 6 zeigt einen Teil einer anderen Steppma schine und Fig. 7 einen Teil einer dritten Steppmaschine.
In Fig. 1 sind nur die zur Erläuterung der Erfin dung wesentlichen Antriebsteile einer Steppmaschine dargestellt. Hier ist 1 eine, das Grundmuster bestim mende Nockenscheibe. Nach jedem Stich der Nadeln, nachdem diese wieder aus dem Stoff herausgezogen worden sind und die Stoffdrückerplatte den Stoff freigegeben hat, wird die Nockenscheibe um einen kleinen Winkel a weiterbewegt. 2 sind Rollen, die am Umfang der Nockenscheibe 1 aufliegen, auf einem Schieber 3 aufgeschraubt sind und diesen in seinen Führungen 4 verschieben.
5 ist ein Schwenkhebel, der um eine feste Achse 6 schwenkbar ist. Mittels einer Lasche 7 ist der Hebel 5 gelenkig fest mit dem Schieberorgan 2 verbunden. 10 ist ein Stoff-Füh- rungsrahmen, der mittels Rollen 11 geführt ist. Vorne auf dem Stoff-Führungsrahmen ist auf Haltern 12 eine Stoffwalze 13 gelagert, hinten befinden sich die beiden Zugwalzen 14, die mittels Zahnräder 15 mit einander gekuppelt sind. Der weitere Antrieb dieser Walzen ist der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Seitlich am Wagen ist eine Stellvorrichtung 16 mit einer Stellschraube 17, Handrad 18 und Gleitstück 19 angebracht. Mittels eines Gelenkzapfens 20 und einem Schieber 21 ist der Stoff-Führungswagen ge lenkig verschiebbar mit dem Schwenkhebel 5 ver bunden. Verschiebt man durch Drehen des Handra des 18 das Gleitstück 19 nach vorne (in der Zeich nung nach unten) so wird die Hebelarmlänge grösser und der Stoff-Führungswagen macht einen grösseren Hub als der Schieber 2. Macht man die Hebelarm länge kleiner so macht der Stoff-Führungswagen einen kleineren Hub als der Schieber 2.
Fig. 2 zeigt eine Möglichkeit der Korrektur mit tels der neuen Vorrichtung. Hier wurde mit zwei ver setzten Nadelreihen N, N2 ein Karomuster ge steppt. Oben ist das Muster falsch, weil sich die Spit zen des Zickzackmusters nicht berühren, in der Mitte ist es richtig und unten ist es falsch, weil sich die Spitzen überschneiden.
Dies ist -etwa der Bereich in welchem die Vorrich tung als Korrektor wirksam ist. Man wird die Hebel armlänge so einstellen, dass die Spitzen sich gerade berühren. Eine solche Verstellungsmöglichkeit ist sehr erwünscht, da die Maschine auf geringe Ände rungen des Stoffes sehr empfindlich reagiert. Das gleiche Muster zeigt Fig. 3. Hier aber sind zwei hin tereinander angeordnete Nadelreihen N, N2 wirksam und ist die hin- und hergehende Bewegung des Stoff Führungswagens doppelt so gross.
Die Zahl der Fehlerquellen verringert sich damit auf die Hälfte. Es sind nur Fehler im Sinne des Nichtberührens oder Ueberschneidens bei F möglich.
Die Fig. 4 und 5 zeigen die Wirkung der neuen Vorrichtung bei grösserer Variation der Hebelarm länge. Das ursprünglich viereckige Grundmuster Ml lässt sich von der hochgestellten Raute bis zur quer gestellten Raute verstellen. Bei Fig.5 wird mittels einer anders geformten Nockenscheibe eine Wellenli nie gesteppt. Zwei hintereinander angeordnete Na delreihen erzeugen dann als Grundmuster M. Kreise, die sich in längliche und quergestellte Ovale verstel len lassen.
Sollen sich beispielsweise die Kreise am Umfang berühren, so kann man sie durch eine kleine Korrektur stets zur Berührung bringen. Beim Ge brauch der Vorrichtung als Verstellvorrichtung (nicht als Korrektor) werden bei dem Muster nach Fig. 4 lauter längs oder quergestellte Rauten und bei dem Muster nach Fig. 5 lauter längs oder quer gestellte Ovale gesteppt.
Statt die Verstellorgane 16-20 am Stoff-Füh- rungswagen 10 zu befestigen, können diese auch am Schieberorgan 2 befestigt sein und Lasche 7 kann dann am Stoff-Führungswagen angreifen.
Fig. 6 zeigt eine Variante zu Fig. 1. Die Verstel lung der Hebelarmlänge erfolgt hier nicht am Stoff- Führungswagen 60 sondern am Schwenkhebel 61. Ausserdem liegt hier die Ebene, in welcher der Hebel 61 sich bewegt etwa senkrecht zum Wagen 60. Letzt genannter ist in Rollen 62 geführt und mittels einer Lasche 63 mit einem auf dem Schwenkhebel ange ordneten Schieber 64 verbunden. Mit Hilfe der Stell schraube 65 und dem Handrad 66 ist der Schieber auf dem Hebel 61 verschiebbar und die Hebelarm länge mit welcher der Wagen 60 bewegt wird, will kürlich einstellbar.
Mittels einer zweiten Lasche 67 ist der Schwenkhebel 61 gelenkig fest mit einem von einer Nockenscheibe bewegten Schieberorgan ver bunden.
In Fig. 7 schliesslich ist eine Ausführung gezeigt, bei welcher der Schwenkhebel als hydraulischer Schwenkzylinder 70 mit einem Kolben 71 ausgebildet ist. Der Zylinder ist um eine feste Achse 80 schwenk bar. Der Kolben 71 ist mittels einer Lasche 72 gelen kig verschiebbar mit dem von einer Nockenscheibe hin- und herbewegten Schieberorgan 73 verbunden. Der Zylinder ist mittels eines angelenkten Schiebers 74 der entlang einer Stange 75 verschiebbar ist, mit dem Stoff-Führungswagen 76 verbunden. Die Ver stellung der Hebelarmlänge erfolgt auf hydraulischem Wege mit Hilfe eines in einem Zylinder 77 verschieb baren Stellkolbens 78.
Ein flexibler Schlauch 79 ver bindet beide Zylinder, in denen das Hydrauliköl punktiert angedeutet ist. Weil der in seiner Länge verstellbare Hebel mit dem treibenden Teil (Schieber 73) verbunden ist, bewirkt hier eine Verkürzung der Hebelarmlänge eine Vergrösserung des Hubes des Stoff-Führungswagens. Statt den Schwenkzylinder mittels den Organen 74-75 mit dem Stoff-Führungs- wagen zu verbinden, könnte auch hier eine Lasche wie 63 bei Fig. 6 verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Muster Verstell- und Korrigiervorrichtung für Steppmaschinen mit einer das Grundmuster bestim menden Nockenscheibe und einem von dieser ent sprechend ihrer Umfangsform hin- und herbewegten Stoff-Führungswagen, gekennzeichnet durch einen zwischen einem von der Nockenscheibe getriebenen Schieberorgan und einem mit dem Stoff-Führungs- wagen verbundenen Organ angeordneten, um einen Fixpunkt schwenkbaren, einarmigen Schwenkhebel, an welchen eines der genannten Organe gelenkig fest,das zweite Organ gelenkig verschiebbar mit willkür lich einstellbarer Hebelarmlänge angreift. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Einstellen der Hebel armlänge dienenden Mittel am Schwenkhebel selber angeordnet sind (Fig. 6). 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Einstellen der Hebel armlänge dienenden Mittel am Stoff-Führungswagen angeordnet sind (Fig. 1). 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Einstellen der Hebel armlänge dienenden Mittel an dem von der Nocken scheibe getriebenen Organ angeordnet sind. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel als Hydrau- likzylinder mit Kolben ausgebildet ist und dass die zum Einstellen der Hebelarmlänge dienenden Mittel einen fest am Maschinenrahmen angeordneten Hy- draulikzylinäer mit Steilkolben umfasst (Fig. 7).
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