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Vorrichtung zum Zuführen und Wechseln von Fäden auf einer Rundstrickmaschine
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen und Wechseln von Fäden auf einer Rundstrick- maschine, insbesondere einer Doppelzylinder-Rundstrickmaschine für die selbsttätige Herstellung ver- schiedenfarbiger Querstreifen oder Ringel in einer Strumpfware, deren einzelne, mit den zugehörigen Fadenklemm- und Abschneidvorrichtungen zusammenarbeitende Fadenführer durch Hebel, zugehörige
Nockenscheiben und Klinkenräder angetrieben werden, derenDrehung Klinken verursachen, die auf einem ständig sich hin-und herschwenkenden Klinkenrahmen eines Wählmechanismus angeordnet sind.
Bei den bisher bekannten Doppelzylinder-Rundstrickmaschinen zur Erzeugung von Strumpfware fin- den verschiedene Konstruktionen von Fadenwechselvorrichtungen Anwendung. Die bekannteste und am meisten verbreitete Konstruktion besteht aus mehreren Fadenführer, von denen jeder im Grundriss ge- sehen eine etwa L-förmige Gestalt besitzt, wobei die Fadenführerschäfte horizontal und parallel über- einander in einem gemeinsamen U-förmigen Träger verschiebbar angeordnet sind. Letzterer ist um eine vertikale Achse drehbar gelagert, so dass er mit sämtlichen, von zugehörigen Nockenscheiben gesteuerten Fadenführern in radialer Richtung zu und von den Nadeln schwingen kann, während eine Schablone gleichzeitig für eine Drehung der Fadenführerschäfte um die horizontale Längsachse ihrer Schäfte sorgt.
Die zugehörige Fadenklemm- und Abschneidvorrichtung ist dabei unbeweglich angeordnet, u. zw. derart, dass jeder ausgeschaltete Fadenführer seinen Faden unter die Schneidkante des zugehörigen Me% Sers einführt, wenn er abgeschnitten und gefangen werden soll, wobei die Bewegung des Fadenführers verhältnismässig kompliziert ist. Auch die vertikale Bewegung jedes Messers wird von einer eigens zu diesem Zweck bestimmten Daumenscheibe abgeleitet. Dabei ist der Antriebsmechanismus der Fadenwechselvorrichtung auf der Maschine getrennt angeordnet, so dass die ganze Fadenwechselvorrichtung viel Platz einnehmen, den Zugang zu den Nadeln der Zylinder erschwert.
Eine weitere bekannte Vorrichtung dieser Art besteht gleichfalls aus mehreren Fadenführern, von denen jeder im Grundriss gesehen, eine etwa L-förmige Gestalt aufweist, wobei die Fadenführerschäfte strahlenförmig übereinander angeordnet sind. Dabei ist der kürzere Arm jedes Fadenführers in einer zugehörigen, auf einem gemeinsamen vertikalen Zapfen schwenkbar gelagerten Platte drehbar befestigt. Auf diese Weise führen sämtliche von zugehörigen Nockenscheiben gesteuerte Fadenführer um einen vertikalen Zapfen eine Schwenkbewegung in Richtung zu und von den Nadeln aus, während eine Schablone gleichzeitig die Drehung der Fadenführerschäfte um deren Längsachse verursacht.
Die zugeöhrige Fadenklemm-und Abschneidvorrichtung ist dabei auf einem vertikalen Zapfen schwenkbar in Drehrichtung des Nadelzylinders gesehen hinter dem Hauptstricksystem angeordnet, wobei jeder ausgeschaltete Fadenführer seinen Faden unter die Schneidkante des Messers einführt, wenn er abgeschnitten und gefangen werden soll.
Auch die vertikale Bewegung jedes Messers wird von einer eigens zu diesem Zweck bestimmten Daumenscheibe abgeleitet. Dabei ist der Antriebsmechanismus der Fadenwechselvorrichtung im Maschinenrahmen getrennt angeordnet.
Zweck der Erfindung ist, vor allem die Arbeitsweise bisher bekannter FadenwechselvorrichtungE'J1, insbesondere die verhältnismässig komplizierteBewegung der Fadenführer zu vereinfachen sowie die Fäden in eine vorteilhafteLage zu bringen, damit die Maschine ungestört arbeiten kann. Dies wird dadurch ge-
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währleistet, dass sämtliche Fadenführer die festen Maschinenteile sicher umgehen bzw. dass deren Zulei- tenden jenen Bereichen ausweichen, in welchen die Nadelzungen geöffnet werden.
Der Wechsel zweier beliebiger Fadenführer verläuft, ohne dass sich die restlichen Fadenführer bewegen würden, u. zw. zufolge der Bahn, den die Zuleitenden der Fadenführer beschreiben, als auch deshalb, weil sich das jeweilige i Messer der Abschneidvorrichtung den Faden ohne Ausnutzung der Bewegung des zugehörigen ausgeschalte- ten Fadenführers selbst einführt, wenn er abgeschnitten und gefangen werden soll. Auch die gleichzeitige
Ausnutzung jedes Klinkenrades sowohl für die Steuerung der zugehörigen Nockenscheibe als auch für die
Steuerung der zugehörigen Fadenklemm- und Abschneidvorrichtung, ergibt eine niedrigere und einfachere
Konstruktion des bekannten Wählmechanismus für die Fadenwechselvorrichtung.
Durch die Einkapselung sämtlicher Mechanismen in ein gemeinsames Gehäuse werden nahezu alle beweglichen Teile dem Ein- griff der Bedienungsperson entzogen, wobei es letzterer aber möglich ist, infolge sinnvoller Anordnung der einzelnen Mechanismen eine leichte und rasche Einstellung, Montage oder Demontage der ganzen
Fadenwechselvorrichtung zu erzielen.
Die Erfindung geht von einer Fadenwechselvorrichtung der eingangs geschilderten Art aus, wobei von jener ebenfalls bereits bekannten Konstruktion Gebrauch gemacht wird, gemäss welcher die Fadenführer mittels übereinanderliegender Lager um eine gemeinsame Achse in der Horizontalen und durch Zusam- menwirken mit Steuerschlitzen in der Vertikalen schwenkbar sind.
Das Hauptkennzeichen der Erfindung besteht nun darin, dass die Fadenführer an den Enden von verschieden langen, um die gemeinsame Achse horizontal schwenkbaren Traghebeln vertikal schwenkbar gelagert sind und die mit den Steuerschlitzen versehene Schablone zwischen den Anlenkstellen der Fadenführer und den Fadenführeraugen angeordnet sind, wobei die Traghebel unmittelbar durch Nockenscheiben des Wählmechanismus betätigbar sind und dass vorzugsweise, wie an sich bekannt, die einzelnen Fadenklemm- und Abschneidvorrichtungen in der
Ruhestellung der Fadenführer neben den einzelnen Fadenführeraugen fest angeordnet sind.
Dabei sind zur
Betätigung der Fadenklemm- und Abschneidvorrichtungen zwischen den einzelnen Traghebeln auf der ge- meinsamen vertikalen Achse Schwenkhebel gelagert, welche durch die mit den Nockenscheiben des Wähl- mechanismus fest verbundenen Klinkenräder angetrieben sind.
Weitere Vorteile und Merkmale des Erfindungsgegenstandes sind aus der nachstehenden Beschreibung und aus den Zeichnungen ersichtlich, auf denen eine beispielsweise Ausführungsform einer Fadenwechsel- vorrichtung dargestellt ist. Es zeigen Fig. 1 einen horizontalen Schnitt durch eine Fadenwechselvorrich- tung nach den Ebenen 2-2 in der Fig. 2, einen horizontalen Schnitt durch den Wählmechanismus nach den Ebenen 6-6 in der Fig. 6 und einen horizontalen Schnitt durch den Antrieb des Klinkenrahmens nach den Ebenen 10-10 in der Fig. 10 (in verkleinertem Massstab) ; Fig. 2 einen vertikalen Schnitt durch die Fadenwechselvorrichtung sowieFadenklemm-und Abschneidvorrichtung nach den Ebenen 1-1 in der Fig. l ;
Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht auf einen Fadenführer und dessen Steuereinheit vor dem Ende der Fa- denlieferung in die Nadeln ;
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht auf einen andern Fadenführer und dessen
Steuereinheit beim Einführen des Fadens in die Nadeln ; Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht auf denselben
Fadenführer und dessen Steuereinheit während der Fadenlieferung in die Nadeln ; Fig. 6 einen vertikalen
Schnitt durch einen bekannten Wählmechanismus für die Fadenführer nach den Ebenen la-la in der Fig. l ;
Fig. 7 eine schaubildliche Ansicht auf die einzelnen Klinkenräder der Steuereinheiten für den Antrieb der Fadenführer nach der Fig. 6 in ihrer Grund-oder Ruhestellung ; Fig. 8 dieselbe Ansicht wie in Fig. 7, je- doch im Augenblick des Wechsels zweier beliebiger Fadenführer ; Fig. 9 dieselbe Ansicht wie in der Fig. 8, jedoch nach vollendetem Fadenführerwechsel ;
Fig. 10 einen vertikalen Schnitt durch den Antrieb des
Klinkenrahmens nach denEbenen lb-lb in der Fig. l ; Fig. 11 eine teilweise Ansicht auf den Wähler wäh- rend des Einführens eines beliebigen Fadenführers aus dessen Ruhe-in die Arbeitsstellung ; Fig. 12-Meine schematische Ansicht auf die Arbeitsweise eines beliebigen Fadenführers zwecks Einführung des Fadens in die Nadeln und Fig. 15 eine teilweise Ansicht auf den Wähler während des Wechsels zweier beliebiger
Fadenführer.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, besteht die Fadenwechselvorrichtung aus einer beliebigen Anzahl un- abhängig voneinander bewegbarer Fadenführer z. B. fünf, die mit den Zahlen 1, 2, 3, 4, 5 bezeichnet sind.
Diese Fadenführer sind einzeln wählbar und dienen zum Zuführen und Wechseln von Fäden 6 in die Zun- gennadeln 7 eines unteren und oberen Nadelzylinders 8, 9 einer Rundstrickmaschine. Der oberste Faden- führer 1 (Fig. 2) dient zum Einführen eines Gummifadens in den Rand des Gestrickes und die restlichen
Fadenführer 2 - 5 zum Stricken des Randes, des gemusterten, mehrfarbigen Längen und Fusses sowie zum einfarbigen Stricken der Ferse und Spitze eines Strumpfes. Sämtliche Fadenführer 1 - 5 von unterschied- licher Grösse und Gestalt eines einarmigen Hebels sind mittels Schrauben 10 in Haltern 11 befestigt, wel- che mit Stangen 12 ein einheitliches Ganzes bilden.
Die einzelnen Fadenführer 1 - 5 verlaufen strahlen-
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förmig, wobei deren Zuleitenden in der Ruhestellung nebeneinander in einer horizontalen Ebene liegen.
Die einzelnen Stangen 12 werden mittels Schrauben 13 in Gabeln 14 einstellbar befestigt, welche auf
Zapfen 15 einarmiger Traghebel 16, 17, 18, 19, 20 für die Steuerung der Fadenführer 1-5 schwenkbar ge- lagert sind. Die Stangen 12 werden in Schlitzen 21, 22, 23, 24, 25 einer Schablone 26 geführt, die mittels
Schrauben 27 auf einem Gehäuse 28 befestigt ist. Die Verbindung jedes Zapfens 15 mit dem zugehörigen
Traghebel 16 - 20 besorgt ein Stift 29 (Fig. 1).
In einen andern Stift 30 des Zapfens 15 ist das eine Ende einer Feder 31 (Fig. 2) eingehängt, während deren anderes Ende sich gegen die Schraube 13 der Gabel 14 abstützt, damit die Stangen die Form der Steuerschlitze 21 - 25 in der Schablone kopieren. Die Traghe- bel 16 - 20 sowie ein Hebel 32 für die Änderung der Warendichte sind auf einem abgesetzten vertikalen
Zapfen 33 schwenkbar gelagert und mit Hilfe eines Distanzringes 34 im Gehäuse 28 in ihrer horizontalen
Lage bestimmt. Zwischen den einzelnen Hebeln 32, 16-20 sind auf demselben Zapfen 33 doppelarmige Schwenkhebel 35 zur Steuerung der Fadenklemm-und Abschneidvorrichtungen schwenkbar gelagert.
Jeder der Traghebel 16 - 20 und 32 ist mit einer Längsnut 36 versehen, in welche mit Hilfe einer Unterleg- platte 37 sowie Schrauben 38 ein Daumen 39 befestigt ist. Letzterer gleitet unter der Einwirkung einer
Zugfeder 40 (Fig. 1) am Umfang einer zugehörigen Nockenscheibe des an sich bekannten Wählmecha- nismus. Das eine Ende jeder Zugfeder 40 ist in einem Stift 41 und das andere Ende entweder in einem
Halter 42 oder in einem Stift 45 eingehängt. Der Halter 42 wird innerhalb des Gehäuses 28 mittels Schrau- ben 43 auf Distanzzapfen 44 befestigt (Fig. 10). Auch der eine Arm jedes doppelarmigen Schwenkhebels 35 ist mit einer Längsnut 36 versehen, in welche mit Hilfe der Unterlegplatte 37 sowie Schrauben 38 ein Betätigungsansatz (Daumen) 46 befestigt ist. Letzerer gleitet am Umfang eines zugehörigen Klinkenrades des Wählmechanismus.
Dabei entspricht die Breite jedes Betätigungsansatzes 46 der Breite zweier benachbarter miteinander fest verbundener Klinkenräder (Fig. 3). Ein im Hebel 32 eingehängter Bowdenzug 47 ist mit einem nicht dargestellten, in vertikaler Richtung verstellbaren Schlossmantel des Hauptstricksystems zwecks Änderung der Warendichte verbunden, während eine im Hebel 16 des Fadenführers 1 eingehängte Zugstange oder Zugseil 48 mit einer nicht dargestellten Gummifadenzufmrungsvorrichtung verbunden ist.
Jeder zuerst in Ruhestellung P (Fig. 1, 3) befindliche Fadenführer 1 - 5 nimmt während seiner Tätigkeit nacheinander und unabhängig von den übrigen Fadenführern vorerst eineeinfflhrstellung P (Fig. 1, 4) und später eine Zubringe- oder Arbeitsstellung P2 (Fig. 1, 5) ein, welche sich ausserhalb des Zungenbereiches der Nadeln 7 befinden.
Die Ruhestellung P der Fadenführer 1 - 5 ist durch das Einfallen deren zugehörigen Stangen 12 in die vorderen abgebogenen Enden 21a - 25a der Steuerschlitze 21 - 25 der Schablone 26 (Fig. 3) gesichert, während die Einführstellung P nach der Fig. 4 durch das Einfallen der Stangen 12 in die rückwärtigen abgebogenen Enden 21b - 25b derselben Schlitze gesichert ist.
DerbekannteWählmechanismusfürdieFadenwechselvorrichtungbesteht aus einem Zapfen 49 (Fig. 6) mit einem Kopf 50, wobei der Zapfen in Büchsen 51, 52 des Gehäuses 28 unbeweglich gelagert ist. Die untere Büchse 52, welche mit dem Zapfen 49 durch eine Feder 53 verbunden ist, fällt in eine Bohrung 54 einer unteren Lagerplatte 55 ein. Die zwecks Zentrierung des Gehäuses 28 in die Lagerplatte 55 einfallende Büchse 52 ist mit dem Gehäuse 28 durch Schrauben 56 fest verbunden. Auf dem Zapfen 49 sind nebeneinander einzelne Steuereinheiten I-VI lose drehbar gelagert, von denen die Steuereinheit I für die Änderung der Warendichte während des Fadenwechsels und die Steuereinheiten II-VI für den Antrieb der einzelnen Fadenführer dienen.
Die Steuereinheit I besteht aus einem Klinkenrad 56 und einer Nockenscheibe 57, die miteinander durch Schrauben 58 und Passstifte 59 fest verbunden sind. Beim Klinkenrad 56 sind sechs gleich grosse Zähne 60 (Fig. 7) gleichmässig am Umfang verteilt. Die Steuereinheit II (Fig. 6) für den Antrieb eines Gummifadenführers l besteht gleichfalls aus einem Klinkenrad 61 und einer Nockenscheibe 62, die miteinander durch Schrauben und Passstifte fest verbunden sind. Beim Klinkenrad 61 sind auch sechs gleich grosse Zähne 63 (Fig. 7) gleichmässig am Umfang verteilt.
Jede weitere Steuereinheit III-VI (Fig. 6) für den Antrieb der einzelnen Fadenführer 2-5 besteht zum Unterschied von den Steuerein-
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65cher Zahnteilung von 120 ausgestattet, jedoch sind die Zähne eines Klinkenrades gegenüber den Zähnen des mit ihm fest verbundenen andern Klinkenrades derart versetzt angeordnet, dass jede Teilung von 600 eines Klinkenradpaares einen Zahn aufweist, welcher sich abwechselnd jeweils auf dem einen Klinkenrad 64, 68, 72, 76 oder auf dem ändern Klinkenrad 65, 69, 73, 77 befindet.
Zwischen den einzelnen Steuereinheiten I - VI und den Büchsen 51, 52 befinden sich Bremsscheiben 80, welche infolge Abflachung des
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Zapfens 49 auf letzterem unbeweglich angeordnet sind (Fig. 6), weil die Bohrung jeder Bremsscheibe 80 nicht kreisrund, sondern dem abgeflachten Querschnitt des Zapfens 49 entspricht. Aus diesem Grunde kann jeder der Nockenscheiben 57, 62, 66, 70, 74, 78 allein für sich verdreht werden, was eine individuelle Wahl jedes zugehörigen Fadenführers ermöglicht. Zwischen einer Unterlegscheibe 81 und einer Stellmutter 82 des Zapfens 49 ist eine Druckfeder 83 angeordnet, welche die einzelnen Steuereinheiten I - VI gegen- einanderdrückt.
Auf beiden Büchsen 51, 52 des Gehäuses 28 ist ein Klinkenrahmen 84 derart gelagert, dass dessen konstante Schwenkbewegung um den Zapfen 49 einen Winkel von 650be-schreibt und von einem - nichtdargestellten Arbeitsexzenter einer Vorgelegewelle der Maschine abgeleitet ist. Auf einem Zapfen 85 des Klinkenrahmens 84 sind Klinken 86 - 95 in Form von doppelarmigen Hebeln gleicher Grösse neben- einander und lose drehbar derart angeordnet, dass deren Nasen unter der Einwirkung von am Klinkenrah- men 84 befestigten flachen Federn 96 auf den Umfängen der einzelnen zugehörigen Klinkenräder auflie- gen (Fig. 2). Parallel zu denZapfen 49 und 85 ist im Gehäuse 28 ein an sich bekannter Wähler 97 (Fig.
6) in Form einer Stange von kreisförmigem Querschnitt längsverschiebbar gelagert, die quer zu ihrer Längsachse mit Einschnitten 98 - 105 einheitlicher Tiefe, jedoch unterschiedlicher Breite versehen ist. Je nach der zeitweisen Stellung des Wählers 97 können verschieden dicke Verlängerungen 106 - 115 der Klinken 86 - 95 in die angeführten Einschnitte 98 - 105 einfallen. Das obere Ende des Wählers 97 ist mit einem gerändelten Kopf 116 zwecks Längsverschiebung des Wählers von Hand ausgestattet, während das untere Ende des Wählers eine Stellschraube 117 mit einer Kontrollmutter 118 trägt.
Auf einem oberen abgesetzten Teil 119 des Wählers 97 befindet sich eine Druckfeder 120, welche die äussere Stirnfläche des Wählers gegen den Kopf einer im Gehäuse 28 befestigten Stellschraube 121 drückt, deren Stellung mit Hilfe einer Kontrollmutter 122 gesichert ist, so dass die innere Stirnfläche des Wählers im Gehäuse 28 um die Strecke (x) vorsteht. Den Impuls zur Längsverschiebung des Wählers 97 aus dessen Grundstellung (Fig. 6)
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(x+2t) (Fig. 11)menwirken mit einer in dieStellschraube 117 des Wählers 97 einfallenden Stange 123 oder im Zusammenwirken mit nicht dargestellten bekannten Hebelübersetzungen.
Die konstante Schwenkbewegung des Klinkenrahmens 84 (Fig.. 6) um einen Winkel von 650 auf den Büchsen 51 und 52 des Zapfens 49 ist von einer vertikalen Welle 125 (Fig. 10) abgeleitet, welche mit Hilfe eines nicht dargestellten Zahnradtriebes und Kurbelzahnrades in Drehung versetzt wird. Ein oberer abgesetzter Teil 126 der Welle 125 wird mittels eines in der Lagerplatte 55 angeordneten Kugellagers 127, welches mit einem Deckel 128 abgedeckt ist, geführt und trägt einZahnrad 129. Letzteres greift unter Verwendung einesZwischenrades 130 in einKurbelzahnrad 131 ein, das sich mittels eines Kugellagers 133, welches mit einem Deckel 134 abgedeckt ist, auf einem Zapfen 132 dreht.
Auf einer Büchse 135 des im Gehäuse 28 mittels Mutter 136 und Unterlegscheibe 137 befestigten Zapfens 132 ist ein Arm 138 schwenkbar gelagert und in seiner Lage mit Hilfe einer Schraube 139 gesichert, welche mit dem Arm 138 fest verbunden, eine Nut 140 des Gehäuses 28 durchdringt (Fig. 1). Ein im Arm 138 (Fig. 10) mittels Mutter 141 und Unterlegscheibe 142 befestigter Zapfen 143 trägt eine Büchse 144, auf welcher sich das Zwischenrad 130 lose dreht. Im Kurbelzahnrad 131 ist mit Hilfe von Muttern 145 einZapfen 146 einer Schubstange 147 befestigt, deren anderes Ende mit Hilfe eines Zapfens 148 und eines Stiftes 149 mit dem Klinkenrahmen 84 verbunden ist.
Einrichteöffnungen 150, 151 (Fig. 1) im Gehäuse 28 sind mit durchsichtigen Verdecken 152, 153 versehen. Das Gehäuse 28 selbst ist mitHilfe seiner Büchse 52 in der zugehörigen Boh-. rung 54 (Fig. 6) der Tragplatte 55 drehbar gelagert und mit letzterer durch Schrauben 154 fest verbunden (Fig. 1). Die jeweilige Lage des Gehäuses 28 ist gegenüber dem unteren Nadelzylinder 8 durch Verwendung einer Stellschraube 155 einstellbar, die sich gegen eine Abflachung 156 eines, einen nicht dargestellten unterenSchlossmantel tragenden Tellers 157 abstützt. Auf der Aussenseite des Gehäuses 28 ist mittels Schrauben 158 eine Beilagplatte 159 zur Aufnahme einzelner Bowdenzüge befestigt.
Die Anzahl der bekannten Fadenklemm- und Abschneidvorrichtungen entspricht der Anzahl der Fadenführer 1 - 5 (Fig. 1). Jeder dieser Mechanismen besteht aus einem doppelarmigen Hebel 160 (Fig. 2), dessen Zapfen 161 in ein Messer 162 einfällt, welches zwischen zwei Platten 163, 164 gleitet. Die Platte 163 wirkt als Scherenblatt, so dass sie beim Abschneiden des Fadens mit dem Messer 162 zusammenarbeitet und die Platte 164, die höher als die Kante des Scherenblattes ist, wirkt als Fänger für den Faden, indem er zwischen ihrer Seitenfläche und der nicht schneidenden Seite des Messers eingeklemmt wird.
Jedes Messer 162 ist am oberen Ende mit einer schiefen Gleitfläche 165 zwecks leichter und selbständiger Einführung des Fadens in eine Nut 166 (Fig. 4) des Messerblattes versehen, falls er abgeschnitten und gefangen werden soll. Die Messertraghebel 160 dieser Mechanismen sind schwenkbar auf einem allen gemeinsamen Zapfen 167 (Fig. 1) eines Halters 168 gelagert und mittels einer Mutter 169 gesichert. Im
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Halter 168 gelagerte Federn 170 (Fig. 2) drücken Kolben 171 in Richtung zu den freien Enden der Messertraghebel 160. Eine Längsnut 172 im Halter 168 ermöglicht es, letzteren der Höhe nach einzustellen und mit Hilfe einer Schraube 173 und zugehöriger Unterlegscheibe 174 den Halter 168 fest mit dem Gehäuse 28 zu verbinden.
Die Betätigung der einzelnen Messertraghebel 160 von den Klinkenrädern 61, 64, 65, 68, 69, 72, 73, 76, 77 (Fig. 6), welche auch zur Verdrehung der zugehörigen Nockenscheiben 62, 66, 70, 74, 78 dienen, erfolgt mittels Führungen 174 und Bowdenzügen 175, welche sowohl in den Messertraghebeln 160, als auch in Stellschrauben 176 von Hebeln 35 eingehängt sind (Fig. 1, 2, 3).
Die Wirkungsweise der einzelnen Mechanismen beim Fadenwechsel ist folgende :
Unter der Voraussetzung, dass sich sämtliche Fadenführer 1 - 5 in Ruhestellung P befinden, in wel-
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setzt sind. Auch der Wähler 97 nimmt eine Grundstellung ein (Fig. 6), in welcher sich sämtliche Ver- längerungen 106 - 115 der Klinken 86 - 95 gegen den kreisförmigen Umfang des Wählers 97 (Fig. 1) ab- stützen, so dass die Klinkennasen mit den Klinkenradzähnen nicht in Eingriff kommen können.
Die vom
Klinkenrahmen 84 mitgenommenen Klinken 86 - 95 führen um den Zapfen 49 eine konstante Hin- und
Herbewegung in Grösse eines Winkels von 650 aus, welche durch Drehung der Welle 125 (Fig. 10), der
Zahnräder 129, 130 sowie desKurbelzahnrades 131 entsteht, dessen Schubstange 147 die Umlaufbewegung in eine Schwingbewegung umändert.
Soll einer der untätigen Fadenführer 1 - 5. z. B. dei Fadenführer 2, Faden 6 in die Haken der in . Pfeilrichtung (Fig. l) umlaufenden Nadeln 7 zwecks Einstricken einführen, so wird durch den Impuls eines entsprechendenKettengliedansatzes der nichtdargestelltenZählkette und mitHilfe der Stange 123 (Fig. 6) oder einer nicht dargestellten Hebelübersetzung der Wähler 97 aus dessen Grundstellung (Fig. 6) in Längsrichtung um die Strecke 2t in eine Arbeitsstellung verschoben bzw. um die Gesamtstrecke (x+2t) ange-
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und 67a aufweisen, werden letztere infolge der konstanten Schwingbewegung des Klinkenrahmens 84 gleichzeitig um einen Winkel von 600 verdreht. Hiedurch wird die mit dem Klinkenrad 65 fest verbundene Nockenscheibe 66 verdreht, welche mit dem Daumen 39 des Hebels 17 (Fig. 3) zusammenarbeitet.
Infolge Zugwirkung der Feder 40 (Fig. l) gleitet der Daumen 39 am Umfang der Nockenscheibe 66 (Fig. 3), wodurch der Hebel 17. die Gabel 14, die Stange 12, der Halter 11 und der Fadenführer 2 eine Schwenkbewegung um den Zapfen 33 in einer horizontalen Ebene in Richtung zum Nadelzylinder 8 ausführt (Fig. 1). Infolge Einwirkung des abgebogenen Endes 22a (Fig. 3) des Schablonenschlitzes 22 auf die Stange 12 des Fadenführers 2 wird dessen Zuleitende sogleich am Anfang der Bewegung aus der Ruhestellung P über die restlichen Fadenführer angehoben, wobei das Ende des Fadens 6 noch zwischen der Platte 164 und dem Messer 162 der Fadenklemm- und Abschneidvorrichtung gehalten wird.
Das Zuleitende des Fadenführers 2 bewegt sich auf der Bahn sl (Fig. l, 12, 13) in der Drehrichtung des Nadelzylinders 8, um dicht vor den ge- öffneten Zungen der Nadeln 7 infolge Einwirkung der Schablonennut 22c (Fig. 3) auf die Stange 12 angehoben und auf der Bahn s (Fig. 1, 12, 13) ausserhalb des Bereiches der Nadelzungen weiterbewegt zu werden.
Infolge Einwirkung des abgebogenen Endes 22b (Fig. 3) des Schablonenschlitzes 22 auf die Stange 12 des Fadenführers 2 sinkt dessen Zuleitende bis in die Lage s (Fig. 12, 13), in welcher der Faden 6 über die geöffnete Zunge in die Nadel 7 eingelegt wird. In diesem Augenblick wird durch Einwirkung des Klin- kenradzahnes 67a auf den Betätigungsansatz 46 des Schwenkhebels 35 sowie Einwirkung des Bowdenzuges 175 auf den Messertraghebel 160 der zugehörigen Fadenklemm- und Abschneidvorrichtung das Messer 162 angehoben und der Faden 6 des Fadenführers 2 losgelassen.
Wenn das Zuleitende des Fadenführers 2 den Faden 6 gerade über die geöffnete Nadelzunge gelegt hat, senkt sich die Nadel und das Zuleitende des Fadenführers bewegt sich aus dessen Einführstellung Pl in die Zubringe- oder Arbeitsstellung P (Fig. 1, 14) wobei gleichzeitig das Messer 162 gesenkt wird. Die angeführte Bewegung des Fadenführers 2 in Verbindung mit der sich senkenden Nadel 7 verursacht, dass der Faden 6 um den Nadelhaken geschlungen und dabei die in Fig. 14 dargestellte Schlinge k gebildet wird, deren beide Arme von den Nadeln, die der Nadel folgen, um die die Schlinge gelegt war, aufgenommen und in das Waren-
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stück eingestrickt werden.
Die mit dem Klinkenrad 56 (Fig. 7) fest verbundene und sich gleichzeitig drehende Nockenscheibe 57 (Fig. 6) sorgt während der Tätigkeit des neu eingeschalteten Fadenführers 2 gleichzeitig für eine Änderung der Warendichte, indem sie aufdenDaumen 39 des Hebels 32 (Fig. 2) einwirkt, dessen Bowdenzug 47 den nicht dargestellten Kulierschlossteil des Hauptstricksystems in vertikaler Richtung verstellt. Infolge der an- geführten Verdrehung des Klinkenrades 65 aus dessen Grundstellung (Fig. 7) um einen Winkel von 600 in eine Stellung nach der Fig. 8, fehlt dem Klinkenrad 65 an der Eingriffsstelle"Z"der Zahn 67a.
Da sich mit dem Klinkenrad 65 gleichzeitig auch das mit ihm fest verbundene Klinkenrad 64 dreht, wird der
Zahn 67a des Klinkenrades 65 an der Eingriffsstelle"Z"durch den Zahn 67 des Klinkenrades 64 ersetzt (Fig. 3, 8). Nach beendeter Wahl des Fadenführers 2 der Steuereinheit III kehrt der Wähler 97 durch den Impuls eines entsprechenden Kettengliedansatzes der Zählkette und unter dem Einfluss der Feder 120 in seine Grundstellung (Fig. 6) zurück, in welcher keine Verlängerung der Klinken in die zugehörigen Ein- schnitte des Wählers 97 einfallen kann und somit auch jedweder Eingriff der Klinkennasen mit den Klin- kenradzähnen unterbrochen ist.
Bei einem beispielsweisen Wechsel eines tätigen Fadenführers 2 gegen einen untätigen Fadenführer 3 ist die Arbeitsweise einzelner Mechanismen folgende : Durch denlmpuls eines entsprechend eiikettengliedansatzes der Zählkette wird abermals der Wähler 97 aus dessen Grundstellung (Fig. 6) in Längsrichtung um die Strecke 3t in eine Arbeitsstellung verschoben bzw. um die Gesamtstrecke (x+3t) angehoben (Fig. 15). Hiedurch werden die Verlängerungen 106, 108, 111, 113, 115 der Klinken 86, 88, 91, 93, 95 frei, so dass letztere unter dem Einfluss der flachen Federn 96 (Fig. 1) in die Einschnitte 98, 100, 102, 103, 105 des Wählers 97 einfallen (Fig. 15). Die Nasen der ange-
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64,69, 73, 77 in Berührung.
Nachdem von den angeführten Klinkenrädern lediglich die Klinkenräder 56, 64, 69 an der Eingriffsstelle"Z"Zähne 60, 67 und 71a (Fig. 8) aufweisen, werden letztere infolge der konstanten Schwingbewegung des Klinkenrahmens 84 gleichzeitig um einen Winkel von 600 aus der Stellung nach der Fig. 8 in die Stellung nach der Fig. 9 verdreht. Hiedurch wird die mit dem Klinkenrad 64 fest verbundene Nockenscheibe 66 verdreht, welche durch Einwirkung auf den Daumen 39 des Hebels 17 letzteren um den Zapfen 33 in einer horizontalen Ebene in Richtung von den Nadelzylindem 8, 9 verschwenkt (Fig. 3).
Der mit dem Hebel 17 verbundene Fadenführer 2 bewegt sich dabei aus dessen Zubringe- oder Arbeitsstellung P2 (Fig. 1) in die Ruhestellung P (Fig. 3), -aus welcher der Faden 6 weiter in die Nadelhaken eingeführt wird. Die Stange 12 des Fadenführers 2 fällt unter Einwirkung der Feder 31 in das abgebogene Ende 22a des Schablonenschlitzes 22 ein, wodurch dieRuhestellung P des Fadenführers 2 gesichert ist. Der durch den Fadenführer 2 aus dessen Ruhestellung'P in die Nadelhaken eingeführte Faden 6 gleitet ohne Einwirkung des Fadenführers 2 entlang der schiefen Gleitfläche 165 des Messers 162 in dessen Nut 166 unter die Messerschneidkante, ohne dabei abgeschnitten zu werden.
Sobald der Fadenführer 2 neben die untätigen Fadenführer 1, 3, 4, 5 in die Ruhestellung P zurückgekehrt ist, in welcher die Augen sämtlicher Fadenführer 1 - 5 nebeneinander in einer horizontalen Ebene liegen (Fig. 1), erfolgt zu Beginn der Verdrehung der mit dem Klinkenrad 69 fest verbundenen Nockenscheibe 70 (Fig. 4) das Einführen des bisher untätigen Fadenführers 3 der Steuereinheit IV in die Einführstellung PI und aus dieser vor dem Ende derselben Verdrehung der Nockenscheibe 70 die Rückkehr in die Zubringe- oder Arbeitsstellung P2 (Fig. 5).
Während der-Bewegung des Fadenführers 3 in die Einführstellung P gleitet der Daumen 46 des Hebels 35 auf denZahn 71a des Klinkenrades 69 (Fig. 4). Durch das Einwirken des Bowdenzuges 175 auf den Messer= traghebel 160 wird das Messer 162 angehoben und somit der durch den Fadenführer 3 eingeführte Faden 6 freigegeben. Im Augenblick, wo der Fadenführer 3 seine Zubringe- oder Arbeitsstellung P2 einnimmt, gleitet der Daumen 46 des Hebels 35 vom Zahn 71a des Klinkenrades 69 (Fig. 5) ab. Durch Freiwerden des Bowdenzuges 175 wirkt die zusammengedrückte Feder 170 auf den zugehörigen Kolben 171 und auf den Messertraghebel 160 derart ein, dass das Messer 162 zwischen die zwei Platten 163, 164 im Leergang gesenkt wird.
Zu dieser Zeit erfolgt das Abschneiden des ursprünglichen, durch den Fadenführer 2 eingeführten Fadens 6, weil der Betätigungsansatz 46 des benachbarten Schwenkhebels 35 den Zahn 67 des Klinkenrades 64 (Fig. 3)-verlässt, so dass der freigewordene Bowdenzug 175 ein Senken des Messers 162 zwischen die Platten 163, 164 bewirkt. Die mit dem Klinkenrad 56 fest verbundene und gleichzeitig sich drehende Nockenscheibe 57 reguliert während des Wechselns der Fadenführer 2 und 5 gleichzeitig die Warendichte, u. zw. abermals durch Einwirkung der Nockenscheibe 57 auf den Daumen 39 des Hebels 32 (Fig. 2), welcher mit Hilfe des Bowdenzuges 47 den nicht dargestellten Kulierschlossteil des Hauptstricb- systems in vertikaler Richtung verstellt.