DE545577C - Schaftmaschine - Google Patents

Schaftmaschine

Info

Publication number
DE545577C
DE545577C DE1930545577D DE545577DD DE545577C DE 545577 C DE545577 C DE 545577C DE 1930545577 D DE1930545577 D DE 1930545577D DE 545577D D DE545577D D DE 545577DD DE 545577 C DE545577 C DE 545577C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dobby
lifting
lever
reading
thumb
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930545577D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Grossenhainer Webstuhl & Masch
Original Assignee
Grossenhainer Webstuhl & Masch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Grossenhainer Webstuhl & Masch filed Critical Grossenhainer Webstuhl & Masch
Application granted granted Critical
Publication of DE545577C publication Critical patent/DE545577C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C1/00Dobbies
    • D03C1/12Dobbies employing toothed gearing instead of draw-knives

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Schaftmaschine Bei Schaftmaschinen, insbesondere Offenfach-Schaftmaschinen an mechanischen Webstühlen, mit Zahnstangenplatinen oder Wenderädern zur Steuerung der Schemel ist es bekannt geworden, dieLesevorrichtung während der Ausführung des Lesevorganges zu entlasten. Dies geschieht dadurch, daß das auf die Wenderadhebel wirkende Gestänge während der Drehung des Zylinders, über welchen die mit Pflöcken oder sonstigen Erhebungen ausgerüsteten Lesekarten gelegt sind, ausgehoben wird.
  • Während bei den bekannten Vorrichtungen das Ausheben des Gestänges nur dadurch erkauft werden kann, daß vorher eine Einstellung des Gestänges stattfindet, bei der ein großer Druck auf die Wendevorrichtung und damit auf die Lesekarten ausgeübt wird, worauf die ausgelesenen Teile des Gestänges durch eine Hilfsmessereinrichtung zur Steuerung der Wenderadhebel herangezogen werden, geht das Ziel der vorliegenden Erfindung dahin, die Lesevorrichtung einfach durch Ausheben der Platinen mittels eines Hubdaumens vollkommen zu entlasten, wobei also keinerlei vorbereitende Gestängeeinstellungen o. dgl. erforderlich sind und demnach eine Deformierung bzw. eine Verletzung der Karten ausgeschlossen bleibt.
  • Diese Hubdaumen kann man nun ohne weiteres mit einem nach dem Standort des Bedienungsmannes gehenden Gestänge verbinden, so daß der Bedienungsmann willkürlich das Ausheben sämtlicher Platinen zwecks Erreichung einer gleichmäßigen Einstellung aller Geschirre bei der nachfolgenden Umdrehung der' Stuhlwelle herbeiführen kann. Bekanntlich ist es bei Kettfädenbruch und beim Einziehen der Kettfäden außerordentlich wichtig, daß alle Kettfäden in eine Ebene gebracht werden.
  • Bei den üblichen nicht entlastenden Lesevorrichtungen kann man durch Verdrehen der Maschine von Hand unter entsprechender Einstellung der Steuerungsglieder die Kettfäden in ein Ebene bringen. Auch ist es bereits vorgeschlagen, zu diesem Zwecke einen Hebel vorzusehen, durch dessen Bedienung man mit einem einzigen Handgriffe die Einstellung der gewünschten Kettfädenlage herbeiführen kann. Demgegenüber wird aber erfindungsgemäß zu diesem Zwecke derselbe Hubdaumen benutzt, der die Hauptaufgabe, nämlich die Entlastung der Lesevorrichtung, löst.
  • Die Einrichtung ist so getroffen, daß eines der hin und her bewegten Schaftmaschinenmesser beim Hubwechsel jedesmal auf einen beweglichen Anschlag trifft, durch dessen Bewegung der Hubdaumen o. dgl. im Sinne der Entlastung der Lesevorrichtung eingestellt wird. Der Hubdaumen kann seinerseits mit einem Zwischenhebel in Eingriff gebracht werden, der einerseits die als Zahnstangen ausgebildeten Platinen steuert und anderseits seine Steuerbewegung von der Lesevorrichtung erhält.
  • Die Anlenkungspunkte der Zugstangen der einzelnen Schemel sind entsprechend der für den betreffenden Schemel in Betracht kommenden Offnungsweite des Faches in bezug auf den Abstand von den Sektorendrehpunkten bemessen.
  • Auf diese Weise erreicht man an allen Stellen der Platinenmesser einen gleichmäßigen Hub und kann die Zahnstangen sämtlicher Platinen gleich lang halten.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen die Abbildungen auf der Zeichnung. In den Abb. i bis 7 sind einige Ausführungsformen einer Offenfach-Schaftmaschine dargestellt.
  • Abb. i und 2 zeigen die Maschine mit Pappkarteneinrichtung von der Seite in zwei verschienenen Arbeitsstellungen.
  • Abb.3 und 4 zeigen die Anordnung mit endlosem Musterbande ebenfalls in zwei Arbeitsstellungen.
  • Abb.5 zeigt eine Ausführungsform der Maschine für Eisenrollenkarten.
  • Abb.6 zeigt eine Einrichtung mit Holzkarten.
  • Abb.7 zeigt schematisch eine Offenfach-Schaftmaschine der bekannten Gattung, bei welcher die erfindungsgemäße Vorrichtung angebracht worden ist.
  • Die Stuhlteile i und 2 der Maschine sind in allen Abbildungen der Deutlichkeit halber durch gestrichelte Linien angedeutet worden. Der Antrieb erfolgt in bekannter Weise wie bei der Geschlossenfach-Schaftmaschine von der Welle 3 aus durch die Messerkurbel 4, welche durch Zugstangen 5 und 6 die Messer 7 und 8 in den hierfür vorgesehenen Führungen g und io hin und her bewegt. Gleichzeitig werden jeweils durch Lesevorrichtungen beeinflußte Zahnstangenplatinen i i derart gesteuert, daß sie in den Weg der Messer kommen. Jede der Zahnstangenplatinen greift mit ihrer Verzahnung i i' in den Zahnsektor 12 ein, der auf der Achse 13 frei drehbar gelagert ist. An dem Fortsatz 12' des Zahnsektors 12 ist bei 14 die Zugstange 15 gelenkig befestigt. Die beiden Anschläge 16 und 17 dienen als Hubbegrenzung für den Fortsatz 12' des Zahnsektors 12. Das andere Ende der Zugstange 15 ist bei 18 am Schemel ig befestigt, der um die Achse 2o frei drehbar gelagert ist. Es sind nun genau so viel Zugstangen 15, Zahnsektoren 12 und Zahnstangen 8 vorgesehen, als Schemel ig vorhanden sind.
  • Zu bemerken ist, daß die Abstände zwischen der Achse 13 und den Drehbolzen 14 sich zur Erzielung eines genauen Schrägfaches von dem ersten bis zum letzten Zahnsektor i2 vergrößern. Durch die verschiedenen Hebelarmlängen zwischen den Punkten 13 und 14 werden also bei gleicher Drehbewegung der Zahnsektoren 12 die Schemel vom ersten bis zum letzten betrachtet eine immer größere Ausschwingung machen. Jeder der Zahnstangen ii ist ein Platinenhebe1-21 zugeordnet, der mit den benachbarten Platinenhebeln auf der gemeinsamen Achse 22 frei drehbar gelagert ist und sich mit einer Gleitfläche 2i' gegen die Unterseite der zugehörigen Zahnstangenplatine i i stützt, während ein unterer Arm 2i" gegen den einen Arm 23' eines dreiarmigen Hebels 23 anliegt. Die . dreiarmigen Hebel sitzen wiederum frei drehbar auf einer gemeinsamen Achse 24. Bei 25 sind an den Armen 23"' der Hebel 23 Zughaken 26 angehängt, mit denenPlatinennadeln 27 zusammenwirken, gegen deren Köpfe 28 sich die Zughaken legen. Auf der Achse 29, die im Maschinengestell in Richtung der in Abb. i eingezeichneten Pfeile hin und her beweglich ist, sitzt der bekannte Kartenzylinder 30, über welchen sich das aus einzelnen Karten bestehende Kartenband 31 legt. Auf einer am Gestell unterhalb der Platinenhebel 21 gelagerten Welle 32, sitzt ein Hubdaumen 33, der sämtliche Platinenhebel untergreift und beim Verschwenken in die aus Abb. i ersichtliche Stellung die Platinenhebel in die aus Abb. i ersichtliche Stellung anhebt. Auf der Welle 32 sitzt weiter ein Hebel 34, dessen oberes Ende in der Bahn des unteren Schaftmessers ä liegt. Wird nun das Messer 8 nach rechts im Sinne der Abb. i bewegt, so trifft es kurz vor seiner Endstellung gegen den Hebel 34 und verschwenkt diesen aus der Lage nach Abb. 4 in die aus Abb. i ersichtliche Lage. Hierdurch wird der Hubdaumen 33 in die aus Abb. i ersichtliche Stellung geschwenkt, wodurch gleichzeitig alle Platinenhebe121 und Zahnstangen i i angehoben werden. Um den Zahnstangen i i eine solche Bewegung zu gestatten, ruhen ihre linken Enden in den Ausnehmungen einer kammartigen Schiene, die in den beiliegenden Abbildungen der Deutlichkeit wegen fortgelassen ist, und ihre rechten Enden in entsprechend profilierten Rollen 35, die auf einer gemeinsamen Achse 36 sitzen. An einem weiteren an der Welle 32 befestigten Hebel 37 greift bei 38 eine Schubstange 39 an, die bei 40 mit ihrem anderen Ende an einem Hebe141 angelenkt ist, der um die Achse 42 drehbar ist. Eine mit dem Hebel 41 verbundene Winkelschiene 43 gelangt beim Verschwenken des Hebels 41 in den Bewegungsbereich eines nach unten ragenden Armes 23" des Hebels 23 und sichert diesen entweder in der ausgezogenen oder gestrichelten Stellung (vgl. insbesondere Abb. 2). Ein weiter auf der Welle 3a befestigter Hebel 44 steht mit einem nach dem Bedienungsstand des Webstuhles führenden Gestänge 45 in Verbindung, welches bei 46 an dein um den Drehzapfen 4.7 schwenkbaren Hebel 48 befestigt ist. Der an dem Hebel 44 vorgesehene Bolzen 44' greift hierbei in eine schlitzartige Schlaufe 45' des Gestänges 45 ein, damit der Hebel 44 und mit ihm die Welle 32 eine vom Gestänge 45 unabhängige Bewegung ausführen kann, wenn sich der Hebel 48 in der aus der Abb. i ersichtlichen Stellung befindet. Das bekannte Hilfsmesser 49, das auf der Welle 5o sitzt und an dessen Hebelarm 51 das von der Maschine betätigte Gestänge 52 angreift, wirkt in bekannter Weise mit den Enden der Zughaken 26 zusammen.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun die folgende.
  • Ist das Schaftmesser 8, wie aus Abb. i ersichtlich ist, gegen das Ende des Hebels 34 getroffen, dann ist die Welle 32 mit den mit ihr zusammenhängenden Teilen in die aus Abb. i ersichtliche Stellung gegangen. Hierbei ist der Hubdaumen 33 nach oben gedreht und hat die Platinenhebel 21 und damit die gesamten vorhandenen Zahnstangen i i nach oben verschwenkt. Die dreiarmigen Hebel 23 befinden sich, wenn sie durch keine anderen Mittei beeinflußt werden, in der aus Abb. i ersichtlichen punktierten Ruhestellung, da das Gewicht der Hebelarme 23' und 23" so groß ist, daß sie den Zughaken mit seiner Nase 26' an die quer durch die Maschine laufende Anschlagleiste 53 anlegen, so daß das Ende des Hebelarmes 23' vom Platinenhebel -21 abgehoben ist. Wird nun der Kartenzylinder 30 gegen den Stift 27 in die aus Abb. i ersichtliche Stellung bewegt und findet hierbei der Stift 27, wie dies durch ausgezogene Linien angedeutet worden ist, auf der Karte ein Loch vor, so wird der entsprechende Zughaken die aus Abb. i ausgezogene Stellung einnehmen. War hingegen in der Karte kein Loch, so wird der Stift in die punktierte Lage gedrückt, wodurch der Zughaken 26 in die aus Abb. i ersichtliche gestrichelte Lage gebracht wird. Wird nun das Hilfsmesser 49 durch das Gestänge 52 in die aus Abb. i ersichtliche Lage gebracht, so werden die Zughaken, deren Stifte in den Pappen ein Loch vorgefunden haben, also in der ausgezogenen Stellung stehen, nach unten gezogen, wodurch die ihnen zugeordneten Zwischenhebel 23 so v erschwenkt werden, wie in Abb. i durch ausgezogene Linien angedeutet ist, wobei sich das Ende des Armes 23' an den Hebel 21 anlegt. Bei der Bewegung des Schaftmessers 8 nach links wird zunächst der Hebelaren 34 freigegeben, wodurch der Hebel 37 dem Zuge der Feder 54 folgen kann, bis er sich gegen einen Anschlag 55 legt, wobei gleichzeitig der Hubdaumen 33 die Hebel 21 freigibt. Während nun die Hebel 21, deren Zugstangen 26, wie Abb. 2 zeigt, ausgerückt waren, nach unten gehen können, weil die ihnen zugeordneten Hebel 23 sich in der aus Abb. 2 ersichtlichen ausgezogenen Stellung befinden, werden diejenigen Hebel 21, deren entspreehende Zughaken vom Messer 49 erfaßt sind, in der aus Abb. i ersichtlichen Lage festgehalten. Hierdurch werden also die den hochgehobenen Hebeln #q, r zugeordneten Zahnstangen i i in der aus Abb. i ersichtlichen Lage festgehalten, so daß das Schaftmesser 7, welches, nachdem das Schaftmesser 8 den Hebel 34 freigegeben hat, mit der vorspringenden Nase i i" an der Zahnstange i i in Eingriff gelangt und diese in die aus Abb.2 ersichtliche Stellung verschiebt. Hierdurch werden die Zahnsektoren 12 um i8o° verschwenkt, so daß die Zugstangen 15 den Schemel i9 in die aus Abb. 2 ersichtliche Lage bringen. Gleich nachdem das Messer 49 in Tätigkeit getreten ist, ist das Schaftmesser 8 so weit zurückgetreten, daß gleichzeitig mit der Freigabe der Hebel 21 durch die Hubdaumen 33 das Gestänge 39 betätigt worden ist, wodurch der dreiarmige Hebel 23 entweder in der ausgezogenen oder punktierten Stellung festgelegt wird (vgl, hierzu Abb. 2).
  • Bei etwa eintretendem Kettenbruch wird vom Weberstande aus die Kurbel 48, welche an der vorderen Gestelltraverse drehbar befestigt ist, durch Umlegen aus der in Abb. i gezeigten Stellung in die aus Abb. 3 ersichtliche gebracht, wodurch der Hubdaumen 33 so betätigt wird, daß alle Hebel 2i und damit alle Zahnstangen i i in die angehobene Lage gebracht werden. Sämtliche Schemel i9 werden hierdurch mit den Schäften hochgezogen, wodurch die Kette also in eine Ebene gebracht wird.
  • Beim Arbeiten mit dem endlosen Musterband aus Papier (vgl. hierzu Abb. 3 und 4) geschieht der Arbeitsvorgang im allgemeinen in der oben beschriebenenWeise, nur mit dem Unterschiede, daß, wie bekannt, der Zylinder 56 nicht wie bei der Pappkarte hin und her bewegt wird, vielmehr ist hier die Welle 56' des Zylinders fest gelagert und wird nur durch bekannte Steuermittel jeweilig um einen Schritt weiter geschaltet. Damit das papierne Musterband nicht durchstoßen wird, erfahren in bekannter Weise die waagerechten Platinennadeln 57 noch eine Sonderentlastung dadurch, daß die waagerechten Platinennadeln 57 durch Ösen 59 der senkrechten Lesenadeln 58 hindurchgehen, die ihrerseits nun in zwei Schienen 6o senkrecht verschiebbar geführt sind und an ihrem unteren Ende in bekannter Weise Kugeln oder Knöpfe 61 tragen. Vor Beginn des Schaltens des Zylinders 56 hebt nun der Hubdaumen 62, der mit dem Hacker 49 verbunden ist, sämtliche Platinennadeln 57 in die aus Abb. q. ersichtliche Stellung, in welcher also die unteren Knöpfe oder Kugeln 61 der Lesenadeln aus der Papierebene des Musterbandes herausgezogen sind und die Anschläge 63 an den oberen Enden der Lesenadeln von der oberen Schiene 6o abgehoben sind. Hat nun die Schaltung des Zylinders 56 stattgefunden, dann geht der °Haclcer 49 und mit ihm der Entlaster 62 in die aus Abb. 3 ersichtliche Lage. Diejenigen Lesenadeln 58, die nun auf dem Musterband ein Loch vorfinden, können also in dieses eindringen, wodurch die Platinennadel 57 in die aus Abb. 3 ersichtliche ausgezogene Stellung gelangt, während diejenigen Nadeln, die kein Loch im Musterband vorgefunden haben, ihre Platinen in der aus Abb. 3 ersichtlichen gestrichelten Lage festhalten. Mit dem Hacker q19 ist nun ein Hebel 64 fest verbunden, an welchem bei 65 eine Zugstange 66 angelenkt ist. Diese Zugstange 66 greift bei 67 an einem um den Zapfen 24 schwenkbaren Doppelarmhebel 68 an, dessen Ende 69 mit einer Zugstange 7o in Verbindung steht. Die Zugstange 7o greift bei 71 an einem weiteren um den Zapfen 72 schwenkbaren Doppelarmhebel 73 an, dessen axialer Fortsatz 7q. in die Ebene der Platinennade157 ragt.
  • Wird nun die Platinennadel 57 zwecks Lesens vom Entlaster 62 freigegeben, dann wird gleichzeitig von diesem aus über das Gestänge 6q.-71 der Doppelarmhebel 73 zur Ausschwingung in die aus Abb.3 ersichtliche Lage gebracht. Ist nun die Platinennadel 57 nach unten in die aus Abb. 3 ersichtliche ausgezogene Lage geschwenkt, dann trifft der Fortsatz 74 am Hebel 73 gegen dieselbe auf und verschiebt die Platinennadel 57 in der aus Abb. 3 ersichtlichen Weise, so daß der Zughaken 26 in die aus Abb. 3 ersichtliche gestrichelte Lage geschwenkt wird. Ist hingegen die Platinennadel 57 in der gestrichelten Lage (s. Abb. 3) gehalten worden, was also der Fall ist, wenn die entsprechende Lesenadel kein Loch im Musterband vorgefunden hat, dann geht der Anschlag 7 4 des entsprechenden Doppelarmhebels 73, ohne gegen das Ende der Platinennadel 57 zu treffen, in die aus Abb. 3 ersichtliche Stellung, wodurch der Zughaken in der ausgezogenen Stellung verbleibt. Die sich hieran anschließende Wirkungsweise der Maschinenteile ist bereits in der Beschreibung der Abb. i und 2 enthalten.
  • Bei der Anwendung von Eisenrollenkarten 75 (s. Abb. 5) und Holzkarten 76 (s. Abb. 6) geschieht die Einwirkung vermittels der auf den Achsen 77' bzw. 78' sitzenden Zylinder 77 bzw. 78. Diese Zylinder sind hierbei den Platinenhebeln 21 so zugeordnet, daß die Erhöhungen 75' bzw. 76' auf den Karten direkt mit dem Fortsatz 21" des Hebels 21 zum Eingriff gelangen.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist hierbei folgende.
  • Kurz vor jedem Schritt, den die Karte 75 bzw. 76 ausführt, wird die Welle 32 in bekannter Weise so gesteuert, daß der Hubdaumen 33 die Hebel 21 und damit die Zahnstangen i i anhebt. Der hierauf folgende Schritt der Karte kann nun vollständig reibungslos vor sich gehen. Bei dem nun erfolgenden Zurückschwingen des Hubdaumens 33 in die aus Abb.6 ersichtliche Stellung werden die Hebel 21 nach unten abfühlen, d. h. ist für den entsprechenden Hebel 2i keine Erhöhung vorhanden (vgl. Ausführungsbeispiel nach Abb.6), dann geht der Hebel 21 mit der Zahnstange nach unten, wodurch die Nase i i... an der Zahnstange i i in das Bewegungsbereich des Schaftmessers 8 gelangt. Befindet sich hierbei die Zahnstange i i gerade in der aus Abb.6 gezeigten Stellung, so wird diese nun von dem Schaftmesser 8 nach links gezogen werden. Läge hingegen die Zahnstange i i schon in ihrer linken Endstellung, dann würde bei der einsetzenden Bewegung des Schaftmessers 8 die Zahnstange i i ruhig liegenbleiben, so daß der entsprechende Schemel i9 also nicht ausgeschwungen wird.
  • Läge beim Abfühlen des Hebels 21 hingegen eine Erhöhung vor dem Fortsatz 2i" (vgl. Abb. 5), dann wird der Hebelei und die auf ihm liegende Zahnstange i i in der oberen Lage gehalten, so daß das sich nach rechts bewegende Schaftmesser 7 gegen die Nase i i" an der Zahnstange i i treffen wird und diese nach rechts verschiebt.
  • Was die sonstigen in Abb. 5 und 6 gezeigten Maschinenteile betrifft, so ist deren Funktion schon an Hand der Abb. i und 2 erläutert worden, so daß sich eine Wiederholung an dieser Stelle erübrigt.
  • Bei der in Abb. 7 im Prinzip dargestellten Vorrichtung ist an dem um den Zapfen 79 schwingbaren Hebel 8o das Zahnrad 81 gelagert. An dem Zahnrad ist an dem Exzenterzapfen 82 die Zugstange 83 angelenkt, die bei 84 am Schemel 85 angreift. Dem Zahnrade 81 sind nun Trommeln 86 und 87 zugeordnet, die sich in entgegengesetzter Richtung bewegen und j e zur Hälfte mit einem Zahnkranz versehen sind. An dem Hebel 8o greift weiter bei 88 eine Zugstange 89 an, die an den Zapfen 9o des Doppelarmhebels 9i angelenkt ist. Der Doppelarmhebel 9i ist um den Zapfen 92 schwenkbar gelagert. Dem Ende 92 des Doppelarmhebels ist eine Rollenkarte 93 o. dgl. zugeordnet. Je nachdem nun die Rollenkarte dem Hebelende 92' eine Erhöhung oder eineVertiefung bietet, wird der Hebel So über das Gestänge 89 so verschwenkt, daß das Zahnrad 8i entweder mit der Verzahnung der Trommel 87 oder mit der Verzahnung der Trommel 86 zum Eingriff kommt. Um nun die Lesevorrichtung zu entlasten bzw. bei Fadenbruch o. dgl. die Kette in eine Ebene zu bringen, ist den nebeneinander angeordneten Hebeln So ein Hubdaumen 9.4 zugeordnet, der auf der Welle 95 sitzt. Die Welle 95 kann nun durch Mittel, die hier der Deutlichkeit halber nicht mitgezeichnet worden sind, im Arbeitsrhythmus zurMaschine bewegtwerden, wie dies mit dem Hubdaumen 33 der Abb. i bis t; geschieht. Wird die Kurve 94. in die punktierte Stellung gebracht, dann wird der Hebel So nach oben geschwungen und die Lesevorrichtung entlastet.
  • Für den Fall des Fadenbruchs greift an der `Felle c)5 ein Hebel 96 an, dessen Bolzen 97 von einer langlochartigen Schlinge 98' des Gestänges 99 betätigt werden kann. Zweckmäßig wird auch hier das Gestänge nach einer Stelle geführt, die vom Weberstande aus leicht zu erreichen ist. Wird hierbei bei Fadenbruch o. dgl. das Gestänge 99 in die punktierte Lage gebracht, dann werden alle Hebel So nach oben gedrückt. Wird nunmehr der bekannte Rückschlagriemen für den Zylinder erfaßt, wo der Stuhl seinen mechanischen Ladenvorgang macht, so werden sämtliche Schemel 85 mit den Schäften hochgezogen; die Kette wird also in eine Ebene gebracht.
  • Der bekannte Sperrhebel ioo, der um den Zapfen i o i schwingt und durch eine Rolle i o2 mit einem neben der Scheibe 87 sitzenden Exzenter io3 in Eingriff steht, besorgt die Festlegung des Hebels So in den Endlagen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaftmaschine, insbesondere Offenfach - Schaftmaschine für mechanische Webstühle, mit Entlastung der Lesevorrichtung während des Lesevorganges, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Steuerung der Schemel (i9) dienenden Zahnstangenplatinen (ii) bei jeder Umdreliung der Stuhlwelle unmittelbar vor Ausführung des Lesevorgalges durch einen Hubdaumen (33) von der Lesevorrichtung bzw. deren Gestänge abgehoben werden.
  2. 2. Schaftmaschine nach Anspruch i, bei welcher eine Fachgleichstellung durch willkürliches Ausheben sämtlicher Platinen bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem zum Anheben der Zahnstangenplatinen dienenden Hubdaumen (33 bzw. die hierfür erforderliche Bewegung durch ein mit ihm verbundenes Handhebelgestänge (.45 bzw. 4.9) erteilt werden kann.
  3. 3. Schaftmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eines der hin und her bewegten Schaftmaschinenmesser (8) bei jedem Hubwechsel auf einen mit dem Hubdaumen verbundenen Anschlag (3q.) trifft und hierdurch der Hubdaumen (33) o. dgl. im Sinne der Entlastung der Lesevorrichtung eingestellt wird.
  4. Schaftmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubdaumen (33) mit einem Zwischenhebel (21) im Eingriff steht, der einerseits die Zahnstangenplatinen (ii) steuert und anderseits auf das die Zughaken (26) tragende Gestänge (23) einwirkt.
  5. 5. Schaftmaschine nach Anspruch i und ,4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkungspunkte (14) der Zugstangen (15) der einzelnen Schemel (i9) entsprechend der für den betreffenden Schemel in Betracht kommenden Öffnungsweite des Faches verschiedenen Abstand von den Sektordrehpunkten (13) haben.
  6. 6. Schaftmaschine nach Anspruch i, bei der den Platinen zusätzliche Lesenadeln vorgeschaltet sind, um die Verwendung von Musterpapierbändern zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise mit den Lesenadeln (58) zusammenarbeitenden Platinennadeln (57) durch einen Hubdaumen (62) o. dgl. gemeinsam angehoben werden, welcher mit dem die Zahnstangenplatinen (i i) ini Sinne des Aushebens beeinflußten Hubdaumen (33) in zwangsläufiger Verbindung steht.
DE1930545577D 1930-06-11 1930-06-11 Schaftmaschine Expired DE545577C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE545577T 1930-06-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE545577C true DE545577C (de) 1932-03-03

Family

ID=6560829

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930545577D Expired DE545577C (de) 1930-06-11 1930-06-11 Schaftmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE545577C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH623365A5 (de)
DE651296C (de) Warenabzugsvorrichtung fuer Flachstrickmaschinen
DE545577C (de) Schaftmaschine
DE1710198B1 (de) Vorrichtung zum Ablesen einer gelochten Musterkarte einer Schaftmaschine
DE1915796A1 (de) Schaftmaschine
DE653734C (de) Flachstrickmaschine mit selbsttaetiger Mindervorrichtung
DE712562C (de) Flache Kulierwirkmaschine zum nachtraeglichen Anarbeiten von Fersenteilen
DE680235C (de) Vorrichtung zum Stillsetzen des Webstuhls durch den Schussfadenwaechter
DE703635C (de) Antriebsvorrichtung fuer die Platinenschachtel von flachen Kulierwirkmaschinen
DE602886C (de) Flache Kulierwirkmaschine mit Hilfspresse
DE544055C (de) Getriebe fuer Offenfach-Raederschaftmaschinen und Schuetzenwechsel
DE651082C (de) Jacquardeinrichtung mit hin und her bewegbaren Nadeln zum Abtasten der Jacquardkarte o. dgl.
DE645150C (de) Vorrichtung zum Fachbilden oder zum Herbeifuehren des Schuetzenwechsels an Webstuehlen
DE439162C (de) Vorrichtung fuer flache Wirkmaschinen zum selbsttaetigen Lockerarbeiten der Schraeghochferse
DE573125C (de) Vorrichtung zum Pressen und Aufbuegeln
DE586266C (de) Vorrichtung an flachen Kulierwirkmaschinen zur Verhinderung des Abpressens einzelner Nadeln oder ganzer Fonturteile
DE517724C (de) Vorrichtung zur Fachbildung bei Schaft- und Jacquardwebstuehlen
DE1152070B (de) Doppelhub-Schaftmaschine
DE704704C (de) Doppelhub- Offenfach-Jacquardmaschine
CH190977A (de) Jacquard-Einrichtung, bei der mittels eines hin- und herbewegbaren Tragkörpers Tastnadeln gegen ein Jacquard-Steuerelement gedrückt werden.
AT217386B (de) Schaftmaschine
DE977426C (de) Funktionssteuerung fuer Saldierwerke
DE1710376C (de) Greiferschützen Webmaschine mit einer Klemmvorrichtung fur den eingetragenen Schußfaden Ausscheidung aus 1535733
DE972577C (de) Riegel- und/oder Trensennaehmaschine
DE547657C (de) Jacquardvorrichtung fuer Flachstrickmaschinen