CH392829A - Verfahren zur Herstellung von bewehrten Ziegelträgern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von bewehrten ZiegelträgernInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von bewehrten Ziegelträgern Beim Mauern von geraden und gewölbten Ab deckungen über Tür- und Fensteröffnungen hat man in neuerer Zeit damit begonnen, bewehrte Ziegel träger als erste Lage über der Öffnung zu benutzen, wobei der Träger als Unterlage für die beim Mauern darüber hinzukommenden Ziegellagen dient. Diese Ziegelträger bestehen aus aneinander gelegten, mit einander vermörtelten und mit Nuten versehenen Ziegeln, wobei in die Nuten Bewehrungseisen ein betoniert sind. Die Bewehrung dient hierbei dazu, einen wesentlichen Teil der Belastung der fertigen Abdeckung, z.
B. des fertigen Bogens, aufzunehmen, wobei sie unter Berücksichtigung der Bogenspann weite, der berechneten Last, Breite und Höhe des Bogens usw. bemessen wird.
Es ist jedoch schon seit langem bekannt, Ab deckungen von Tür- und Fensteröffnungen derart auszuführen, dass am vorderen Rand der öffnung eine die Öffnung überbrückende Bogenschalung oder ein Brett für gesprengten oder scheitrechten Sturz angebracht wird und als Unterlage für die beim Mauern über der -öffnung hinzukommenden Ziegel lagen zu dienen. Nachdem der Mörtel erhärtet ist, kann der Träger entfernt werden, da der Bogen dann selbsttragend ist.
Versuche haben nun gezeigt, dass die Bewehrung eines Ziegelträgers beim erstgenannten Verfahren die Belastbarkeit des Gewölbebogens, verglichen mit einem nach letztgenanntem Verfahren hergestellten Bogen, nicht erhöht, wenn es sich um Spannweiten handelt, wie sie beim Hausbau am häufigsten vor kommen. Die Bewehrung kann in vielen Fällen sogar einen nachteiligen Einfluss auf die Festigkeit haben, da sie zusätzliche Schubspannungen in der Abdek- kung erzeugt, welche sich mit denjenigen Schubspan nungen summieren, die von den waagrechten Reak tionskräften in der Nähe der Widerlager herrühren.
Die dem erstgenannten Verfahren zugrundelie- genden Anschauungen setzen eine ziemlich kräftige Bewehrung des Trägers voraus, weshalb die Träger ziegel mit zwei oder mehreren Nuten oder Rillen ver sehen werden mussten, welche zudem ziemlich tief sein müssen, da die Bewehrung im unteren Teil des Trägers liegen soll. Aus verschiedenen Gründen ist es unzweckmässig, die Nuten bereits im weichen un gebrannten Lehm vorzusehen, weshalb man sie mei stens nachträglich im fertiggebrannten Ziegel 1 durch Sägen oder Fräsen herstellen muss. Ein solches Ver fahren ist selbstverständlich zeitraubend und teuer.
Der vorliegenden Erfindung liegen die Erfahrun gen durch die oben erwähnten Versuche zugrunde, und sie kann als Verbesserung des oben beschrie benen bekannten Verfahrens betrachtet werden, um unbewehrte Abdeckungen unter Zuhilfenahme eines einfachen und billigen Ziegelträgers zu mauern, der zwar bewehrt ist, aber dessen Bewehrung nur der art zu sein braucht, dass der Träger eine für Trans portzwecke genügende Festigkeit besitzt.
Ausgehend von einem Verfahren zur Herstellung von bewehrten Ziegelträgern, welche zur Abdeckung von Öffnungen im Ziegelmauerwerk bestimmt sind und aus aneinandergereihten, mit Nuten versehenen Ziegeln bestehen, wobei in die Nuten ein durch gehendes Bewehrungseisen eingemörtelt oder einbe toniert ist, kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass jeder Ziegel nur mit einer einzigen Nut ver sehen wird, die sich im wesentlichen bis zur Mitte des Ziegels erstreckt, und dass die Bewehrung am Grunde dieser Nut eingemörtelt oder einbetoniert wird und daher auf die Mittelzone des Trägerquer schnitts konzentriert ist.
Da die Kosten für das Herstellen von Nuten in den Ziegeln einen ganz beträchtlichen Anteil der Gesamtkosten des Ziegelträgers bilden, kann ein er- findungsgemässer Träger billig sein im Vergleich mit den vorbekannten bewehrten Trägern, da ja die Steine des Trägers mit nur einer einzigen und ver gleichsweise seichten Nute versehen sind. Die Be wehrung besteht aus einem einzigen Eisen, während bei den vorbekannten Ziegelträgern drei oder mehr Bewehrungseisen benutzt werden, von denen jedes zudem den gleichen oder einen noch grösseren Querschnitt hat als beim erfindungsgemässen Träger.
Die anliegende Zeichnung zeigt als Beispiel einen erfindungsgemässen Träger, und zwar schaubildlich in Abb. 1 und als Querschnitt in Abb. 2.
Nach Abb. 1 besteht der Träger aus mehreren, der Länge nach, aneinandergereihten Ziegeln 1, die mit Zementmörtel zusammengefügt sind. Jeder Ziegel ist mit einer mitten im Ziegel verlaufenden Längs nute oder Längsrinne 2 versehen, die sich im we sentlichen hinab bis zur halben Höhe des Steins er streckt. Im Boden dieser Nut ist ein Bewehrungs- eisen 3 eingelegt, welches sich den gesamten Träger entlang erstreckt und mit Zementmasse oder mit Ze mentmörtel gefüllt ist.
Das Bewehrungseisen kann vorgespannt sein. Auch wenn es meistens am zweckmässigsten sein dürfte, dass das Bewehrungseisen angenähert mit der Mittellängsachse des Trägers übereinstimmt, kann es in .gewissen Fällen vorteilhaft sein, es etwas unter dieser Achse oder unter dem Querschnittmittelpunkt vorzusehen.
Es hat sich herausgestellt, dass ein Bewehrungs- eisen mit einem Durchmesser von 5 bis 7 mm bei den am häufigsten vorkommenden Trägerlängen völlig genügt, um zu verhindern, dass der Träger beim Transport beschädigt wird. Mit dieser Beweh rung genügt ferner die Festigkeit des Trägers für die Belastung durch die beim Mauern darübergeleg- ten Ziegellagen. Beim Mauern ist es natürlich wich tig, dass die Stossfugen an den Trägerenden gut mit Mörtel gefüllt werden. In den meisten Fällen ist es günstig, die Ziegelträger mit einer gewissen über höhung, d. h. schwach aufwärts gekrümmt, herzu stellen, wobei das Bewehrungseisen vorgespannt sein kann.
Die Überhöhung wird derart gewählt, dass der Träger bei Belastung mit den darüberliegenden Ziegellagen, bevor der Mörtel dieser Lagen erhärtet ist, im wesentlichen gerade wird, wobei zum Beispiel diese Überhöhung bei einer Spannweite von etwa 2 m etwa 10-12 mm betragen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von bewehrten Ziegel trägern, welche zur Abdeckung von Öffnungen im Ziegelmauerwerk bestimmt sind und aus aneinander gereihten, mit Nuten versehenen Ziegeln bestehen, wobei in die Nuten ein durchgehendes Bewehrungs- eisen eingemörtelt oder einbetoniert ist, dadurch ge kennzeichnet, dass jeder Ziegel nur mit einer ein zigen Nut versehen wird, die sich im wesentlichen bis zur Mitte des Ziegels erstreckt, und dass die Be wehrung am Grunde dieser Nut eingemörtelt oder einbetoniert wird und daher auf die Mittelzone des Trägerquerschnitts konzentriert ist.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Querschnitt der Bewehrung so bemessen wird, dass er gerade gut ausreicht, um dem Träger die nötige Widerstandsfähigkeit für seinen Transport zu verleihen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| SE683260 | 1960-07-13 |
Publications (1)
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| CH392829A true CH392829A (de) | 1965-05-31 |
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ID=20269710
Family Applications (1)
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| CH818461A CH392829A (de) | 1960-07-13 | 1961-07-12 | Verfahren zur Herstellung von bewehrten Ziegelträgern |
Country Status (2)
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| CH (1) | CH392829A (de) |
| DK (1) | DK114372C (de) |
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1961
- 1961-07-11 DK DK286661A patent/DK114372C/da active
- 1961-07-12 CH CH818461A patent/CH392829A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DK114372B (da) | 1969-06-23 |
| DK114372C (da) | 1976-03-01 |
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