Automatische Stoffdruckmaschine Im Hauptpatent ist eine automatische Stoffdruck maschine beschrieben, die einen Vorschubmechanis- mus besitzt, welcher aus ein Paar teilweise abge flachter Zahnräder aufweist, die intermittierend miteinander in Eingriff gebracht werden können, wobei an der Achse des einen Zahnrads ein mit einem Schlitz versehenes Hebelrad sitzt, und in den Schlitz das Ende einer Kurbel hineinragt, deren anderes Ende mit einer Vorschubwalze gekoppelt ist, die im Rahmen der Druckmaschine eingebaut ist und eine zweite Walze mitzieht, mit welcher sie durch ein endloses Gummi band verbunden ist,
das die zu bedruckende Stoffbahn trägt.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Entwicklung der Stoffdruckmaschine nach dem Haupt patent, bei welcher die Farbstoffe in die ganze Dicke eines an sich dicken Gewebes, wie z. B. Vorhänge, Tischtücher oder auch in sehr dicke Gewebe, wie Teppiche, Bettdecken, eindringen können. Das gleiche mehrfarbige Muster kann auf beiden Seiten des zu bedruckenden Gewebes aufgebracht werden.
Die Maschine kennzeichnet sich dadurch, dass sie soviel vertikal bewegliche Drucktafeln aufweist, als Farben gedruckt werden sollen, und dass die Druck tafeln an einem endlosen Trägerband befestigt sind, das sich zwischen einer angetriebenen Rolle und einer mitgenommenen Rolle erstreckt, dass sich ferner über jeder Drucktafel ein Drucker verschiebt, der aus zwei parallelen Walzen besteht, die den Farbstoff auf nehmen und sich vor- und rückwärts bewegen, dass sich während des Stillstands des Trägerbandes die Drucktafeln senken und mit dem Trägerband in Berührung kommen, und dass eine Vakuumanlage vorgesehen ist, deren Ansaugung auf den Raum zwi schen den Walzen wirkt.
Die Erfindung soll an Hand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt im Grundriss ein Ausführungsbeispiel des Typs der Maschine mit fünf Tafeln.
Fig. 2 und 3 geben in vergrössertem Masstab und mit vielen Einzelheiten einen Schnitt längs der Linie X-X in Fig. 1 wieder. Die beiden Figuren müssen an der Linie Y-Y zusammengeschlossen werden, um die Gesamtansicht zu zeigen.
Fig. 4 ist in etwas kleinem Masstab eine Draufsicht auf die Stelle der Maschine, die den Schnitt X-X enthält und Fig. 5 stellt stark vergrössert den Drucker dar. Die Fig. 1 - 4 zeigen die verbesserte Stoffdruck maschine nach dem Hauptpatent mit einem Vorschub mechanismus, bei welchem jeder Drucker quer zu dem endlosen Band hin- und herbewegt wird. 1 (Fig. 1) ist die Antriebsrolle, 2 die mitgenommene Rolle. 3 stellt das endose Band dar, welches zwischen den beiden Rollen auspespannt ist.
Das Band 3 besteht aus einem Drahtgeflecht aus rostfreiem Stahl oder Bronze, oder aus einem Netzwerk von synthetischem Harz. Mit C ist der Stoff bezeichnet, der bedruckt werden soll. Er wird beim Eintritt in die Maschine an der mitgenommenen Rolle 2 vom Trägerband 3 erfasst und an der Antriebsrolle 1 wieder abgegeben. <B>C</B> stellt den bedruckten Stoff dar, der aus der Maschi ne austritt. Die Tafeln sind mit 5 bezeichnet und 5a sind die Rahmen, welche die Tafeln halten. Jede der Tafeln steht mit dem Trägerband 3 in Verbindung. Die Anzahl der Tafeln entspricht der Zahl der ver schiedenen Farben, die gedruckt werden sollen, im gezeichneten Fall fünf.
Die Rahmen 5a stehen im Zusammenhang mit dem grossen Rahmen 6 durch die Seitenteile 13, und bewegen sich mit dem grossen Rahmen 6 abwechselnd auf- und abwarts. Während des Senkens der Rahmen 5a kommt jede der Druck tafeln 5 in Berührung mit dem auf Drahtgeflecht liegendem Stoff C. Diese Vertikalbewegung wird durch einen nicht gezeichneten Mechanismus veranlasst. Über jeder Drucktafel bewegt sich ein Drucker. Unter halb des Trägerbandes 3 (Fig. 4 und 5) ist ein starkes Netzwerk 4 ausgespannt, das aus demselben Material hergestellt ist, wie das Band 3. Das Netzwerk 4 lässt Farbstoff durchtreten und stützt das Band 3. Es wird durch die Seitenteile 4a getragen, welche dem Rahmen 5a an Zahl und Lage entsprechen.
Jeder Drucker besteht aus zwei Walzen 7 und 8 (Fig. 5). Diese Walzen haben einen Abstand vonein ander, der hinreicht, die gewünschte Menge an Farb stoff aufzunehmen. Die beiden Enden der Walzen 7 und 8 reichen etwa bis an die Rahmen 5a heran. Sie werden durch die Stütze 9 gehalten, die an den beiden Seiten an der endlosen Kette 11 befestigt ist. Diese Kette läuft über die Kettenräder 10 und 20 (Fig. 2, 3 und 4), die zu beiden Seiten des Maschinen rahmens angeordnet sind. Einer der Zapfen 12 der Kettenräder 20 ist mit einem Treibrad gekuppelt, welches regelmässig beim Fortschritt der Maschinen arbeit umgeschaltet wird.
Die Umdrehung ändert zu gegebener Zeit die Bewegungsrichtung der Kette 11, was sich in einer Vor- und Rückwärtsbewegung des Druckers durch seine Stütze 9 auswirkt. Die Kette 11 kann noch mit einer Hilfseinrichtung versehen sein, welche die Kette immer gestreckt hält.
Um die Walzen 7 und 8 der Drucker sind Bänder 14 und 15 gewunden, die ungefähr der Länge einer Drucktafel entsprechen und deren Oberfläche decken. Die einen Enden dieser Bänder sind an den Walzen 7 und 8 festgemacht, so dass sich die Bänder bei der Verschiebung der Walzen von diesen ab-, bzw. auf ihnen aufrollen. Die anderen Enden der Bänder sind an den Rahmen 5a durch Auflager 16 befestigt. Diese Auflager bestehen aus U-förmigen Stäben, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist. Die einen Enden dieser Auflager pressen die Bänder 14 und 15 ein, während die anderen Enden durch Schrauben 17 festgehalten werden, die gestatten, die Bänder einzulegen und sie abzunehmen.
Die Bänder 14 und 15 sind aus dünnem Leder oder aus dichtem, z. B. übermaltem Stoff, oder aus Zelluloid, oder aus einem anderen weichen Mate rial, wie Vinylchlorid oder Polyäthylen, das luftun durchlässig ist. Wenn diese Bänder die Drucktafeln bedecken, kann eine Luftansaugung durch ein Va kuum, das unter der Oberfläche des Netzwerks 4 herrscht, nicht stattfinden. Bewegt sich beispielsweise die Stütze 9 aus der Stellung, die in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, nach rechts, wird das Band 14 von der Walze 7 abgerollt und das Band 15 auf die Walze 8 aufgerollt, wobei es dauernd von der Drucktafel oberfläche abgezogen wird.
Wenn sich andererseits die Stütze 9 von dem anderen Ende der Tafel nach links verschiebt, wird das Band 14 auf der Walze 7 aufgerollt und das Band 15 von der Walze 8 abgewickelt, Auf diese Weise wirkt die Ansaugungskraft des Va kuums bloss auf den schmalen Raum zwischen den Walzen 7 und B. Auf den anderen Teilen der Druck tafel kommt eine Ansaugung nicht zur Geltung, weil diese Teile durch die Bänder 14 und 15 überdeckt sind. Der Druck kann sich daher nur in dem schmalen Raum zwischen den Walzen 7 und 8 vollziehen, so dass ein nur geringes Vakuum hinreicht, den kleinen Stoffteil zu bedrucken, der jeweils zwischen den Wal zen liegt.
Auf diese Weise kann der Farbstoff leicht durch die Drucktafeln mit den Mustern bis in die Unterseite des zu bedruckenden Stoffes durchdringen, wenn eine hinreichende Ansaugung mittels des Va kuums für den kleinen Raum zwischen den Walzen gegeben ist.
Unterhalb der ganzen Fläche der Drucktafel ist ein Ansaugetunnel 18 vorgesehen (Fig. 2), an den sich ein Rohr 19 anschliesst, das zur Vakuumeinrichtung führt, die aus einer Vakuumpumpe, einem Vakuum kessel, usw. besteht. Das erzeugte Vakuum wirkt auf den Tunnel 18 dauernd oder nur zeitweise ein, z. B. bloss während des Senkens der Drucktafel, und daher wird der Farbstoff, der sich zwischen den Walzen 7 und 8 befindet, angesaugt. Der Farbstoff, der auf diese Weise durch das Netzwerk hindurch in den Tunnel 18 gelangt, wird durch ein Umlaufsystem über das Rohr 19 wieder dem Drucker zugeführt, so dass der Kreis lauf geschlossen ist. Wenn die Walzen 7 und 8 am Ende der Drucktafel ankommen oder in dieser Lage aufgehalten werden, soll kein Druck stattfinden, weil er ungenau sein könnte.
Um einen Druck zu verhin dern, bevor die Walzen wieder in Bewegung sind, kann man die Enden der Drucktafeln abblenden oder dort kein Muster vorsehen.
Der Arbeitsablauf lässt sich also folgendermassen zusammenfassen.
In jeden aus den beiden Walzen bestehenden Drucker wird Farbstoff eingefüllt. Wenn der grosse Rahmen 6 sich senkt, wenn also die Drucktafeln den zu bedruckenden Stoff berühren, wird die Kette 11 in Bewegung gesetzt. Der Drucker bewegt sich dann nach rechts oder nach links, das Vakuum wirkt auf den Raum zwischen den beiden Walzen, der Farbstoff wird angesaugt und dringt durch die Drucktafel mit dem Muster bis auf die Rückseite des zu bedruckenden Stoffs, so dass dieser in dem gleichen Muster auf beiden Seiten bedruckt wird. Wenn der grosse Rahmen 6 sich hebt, gehen die Drucker wieder zurück und der vom Netzwerk festgehaltene Stoff wird um einen Schritt vorgeschoben. Wenn der grosse Rahmen anschliessend niedergeht, wiederholt sich der Druckvorgang auf der neuen Fläche des Stoffs.
In dem dargestellten und beschriebenen Beispiel bewegen sich die Drucker quer zur Richtung, in der der zu bedruckende Stoff vorgeschoben wird. Es ist aber auch möglich, die Drucker in der gleichen Rich tung laufen zu lassen wie den Stoff.
Der Vorteil, den die Erfindung mit sich bringt, liegt darin, dass das gewünschte Muster auch auf dicken oder weitmaschigen Geweben mit einem nur geringen Vakuum gedruckt werden kann, da sich das Vakuum nur auf den kleinen Raum zwischen den Walzen der Drucker auswirkt. Dadurch kann die Vakuumanlage relativ klein gehalten werden und alle Einrichtungen werden einfach.