CH372684A - Verfahren zur Herstellung substituierter Aminosäurehydrazide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung substituierter Aminosäurehydrazide

Info

Publication number
CH372684A
CH372684A CH6425258A CH6425258A CH372684A CH 372684 A CH372684 A CH 372684A CH 6425258 A CH6425258 A CH 6425258A CH 6425258 A CH6425258 A CH 6425258A CH 372684 A CH372684 A CH 372684A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
formula
dependent
substituted amino
amino acid
Prior art date
Application number
CH6425258A
Other languages
English (en)
Inventor
Balthasar Dr Hegedues
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Priority to CH6425258A priority Critical patent/CH372684A/de
Publication of CH372684A publication Critical patent/CH372684A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C241/00Preparation of compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung substituierter   Aminosäurehydrazide   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Aminosäurehydraziden der Formel
EMI1.1     
 in der R1 einen Aralkylrest oder einen bis zu 7 Kohlenstoffatome enthaltenden alicyclischen oder einen gesättigten, geradkettigen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, R2 Wasserstoff oder eine Alkylgruppe, R3 Wasserstoff, eine Alkyloder Acylgruppe und R4 die Hydroxyl- oder Aminogruppe bedeuten, wobei R2 und   R3    auch zusammen einen heterocyclischen Ring bilden können, und x eine Zahl von 1 bis 3 darstellt, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Säure der Formel
EMI1.2     
 oder ein reaktionsfähiges Derivat einer solchen Säure mit einem Hydrazin der Formel    H2N-NH-R1    III kondensiert.



   Geeignete Ausgangsmaterialien sind die nachstehend angeführten Säuren sowie deren reaktionsfähige Derivate, wie z. B. Ester, Halogenide und Anhydride: Glutaminsäure, Isoglutamin, Asparaginsäure, Isoasparagin, a-Amino-adipinsäure, a-Aminoadipinsäuremonoamid. Man kann sowohl von den optisch aktiven wie von den racemischen Säuren bzw. deren Derivaten ausgehen. Die optische Konfiguration des Ausgangsmaterials bleibt während der Umsetzung erhalten. R3 ist, wie gesagt, eine Alkyl- oder eine Acylgruppe. Geeignete Acylreste sind z. B. in alkalischer Lösung abspaltbare Reste von Monocarbonsäuren, wie der Trifluoracetylrest, oder durch Hydrogenolyse abspaltbare Acylreste, wie z. B. der Carbobenzoxyrest. Gewünschtenfalls können, wie gesagt, R2 und R3 auch zusammen einen heterocyclischen Ring, z. B. den Piperidin-, Morpholin- oder Pyrrolidinring, bilden.



   Vorzugsweise bedeutet R, den Isopropyl-, sekundären Butyl-, Benzyl- oder Benzyläthylrest.



   Zweckmässig wird so vorgegangen, dass man eine Säure der Formel II in Gegenwart eines N,N'-disubstituierten Carbodiimides mit den Hydrazinen der Formel III kondensiert. Als Ausgangsstoffe eignen sich insbesondere a-Acylaminosäuren. Es können, wie gesagt, direkt die Säuren verwendet werden.



  Eine Umwandlung in die reaktionsfähigen Ester, Halogenide, Anhydride usw. erübrigt sich. Die als Kondensationsmittel verwendbaren N,N'-disubstituierten Carbodiimide können z. B. durch Behandeln disubstituierter Harnstoffderivate mit p-Toluolsulfochlorid in Pyridin hergestellt werden. Bei der erfindungsgemässen Reaktion werden die Harnstoffderivate in der Regel zurückgewonnen und fallen als Nebenprodukte an, welche vom Reaktionsprodukt leicht abgetrennt werden können. Die Reaktion kann bei Raumtemperatur oder bei leicht erhöhter Temperatur durchgeführt werden. Es ist zweckmässig, ein Lösungsmittel zu verwenden. Es kann sowohl ein organisches Lösungsmittel, wie z. B. Methylenchlorid, Chloroform, Dioxan, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid oder Acetonitril, als auch Wasser, gewählt werden.



   Verwendet man Alkylester, Halogenide, Amide oder Anhydride von Säuren der Formel II, so wird  die Kondensation mit den Hydrazinen der Formel III zweckmässig durch Erwärmen beschleunigt.



   Man kann die Hydrazinsalze der Säuren auch auf hohe Temperaturen erhitzen.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen substituierten Aminosäurehydrazide bilden wohldefinierte Salze sowohl mit anorganischen wie mit organischen Säuren, z. B. mit Halogenwasserstoffsäuren, wie Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasser  toffsäure;    mit andern Mineralsäuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, und mit organischen Säuren, wie Weinsäure, Citronensäure, Camphersulfosäure, Athansulfosäure, Salicylsäure, Ascorbinsäure, Maleinsäure, Mandelsäure usw. Bevorzugte Salze sind die Hydrohalogenide, insbesondere die Hydrochloride. Die Säureadditionssalze werden vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel durch Behandlung der erfindungsgemäss erhaltenen Hydrazide mit einem Überschuss der verwendeten Säure hergestellt.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen substituierten Säurehydrazide beziehungsweise deren Salze besitzen wertvolle therapeutische Eigenschaften. Sie hemmen die   Monoaminoxydase;    einzelne Vertreter zeichnen sich durch ihre besonders ausgeprägte antidepressive Wirkung aus und wirken bei Kachexie gewichtssteigernd.



   Beispiel I
28 g   N-Carbobenzoxy-L (+)-isoglutamin    und 14,1   cm3    Triäthylamin werden in 300   cm3    Methylenchlorid gelöst. Unter Rühren werden 20,6 g N,N'-Dicyclohexyl-carbodiimid mit wenig Methylenchlorid vermischt dazugetropft. Nach 3 Stunden wird der aus dem Reaktionsprodukt und aus   N,N'-Dicyclo-    hexyl-harnstoff bestehende Niederschlag abgenutscht und in 300 cm Dimethylformamid aufgeschwemmt.



  Man nutscht erneut ab, dampft im Vakuum ein, und kristallisiert den Rückstand aus Acetonitril um. Das so erhaltene   1 - [N - Carbobenzoxy -      L(+)-y-isoglut-    aminyl]-2-isopropyl-hydrazin schmilzt bei 161 bis   164" C;      [alD      =-50    (c = 1 in n Salzsäure).



   23 g des so erhaltenen Produktes werden in einem Gemisch von 20 cm3 konzentrierter Salzsäure und 200   cm3    Wasser gelöst und in Gegenwart von Palladiumkohle hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme wird vom Katalysator abgenutscht, das Filtrat mit Wasser auf 3000   cm3    verdünnt und durch eine Amberlitsäule   ( Amberlit      IRA-400 ,    Markenprodukt) filtriert. Die Säule wird mit Wasser nachgewaschen, bis das pH auf etwa 7 gestiegen ist.



  Das Filtrat wird im Vakuum zur Trockne eingedampft und der Rückstand aus Acetonitril umgelöst.



  Das erhaltene   l-[L (+)-n-Isoglutaminyl]-2-isopropyl-       hydrazin schmilzt bei 91-93  C; bald D = OG (c = 1 in    Wasser);   +      10,5"    (c = 1 in n Salzsäure).



   In analoger Weise können hergestellt werden:    1-(N-Tosyl-L-glutamyl)-2-isopropyl-hydrazin
Schmelzpunkt: 196-197  C; [a] D = + 15, 5 ,     (c = 1 in n Salzsäure).   l-L-Glutamyl-2-isopropyl-hydrazin   
Schmelzpunkt:   181-1820    C;   [aln      - +    37,80,  (c = 1 in n Salzsäure).



     1-L-Glutamyl-2-benzyl-hydrazin   
Schmelzpunkt:   196     C.



     1 -L--Glutamyl-2-(a-methyl-a-benzyl-     äthyl)-hydrazin. Schmelzpunkt:   168-169" C.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von substituierten Aminosäurehydraziden der Formel EMI2.1 in der Rt einen Aralkylrest oder einen bis zu 7 Kohlenstoffatome enthaltenden alicyclischen oder einen gesättigten, geradkettigen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, R2 Wasserstoff oder eine Alkylgruppe, R5 Wasserstoff, eine Alkyloder Acylgruppe und R4 die Hydroxyl- oder Aminogruppe bedeuten, wobei R2 und R5 auch zusammen einen heterocyclischen Ring bilden können, und x eine Zahl von 1 bis 3 darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Säure der Formel EMI2.2 oder ein reaktionsfähiges Derivat einer solchen Säure mit einem Hydrazin der Formel H,N-NH-R, III kondensiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Säure der Formel EMI2.3 in Gegenwart eines N,N'-disubstituierten Carbodiimides mit dem Hydrazin kondensiert.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensation zwischen 15 und 300 C, vorzugsweise in einem Lösungsmittel, durchführt.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Wasser verwendet.
    4. Verfahren nach den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Carbodiimid N,N'-Dicyclohexyl-carbodiimid verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als reaktionsfähiges Säure derivat einen Ester, ein Halogenid oder das Anhydrid einer Säure der Formel II verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man Glutaminsäure, Isoglutamin, Asparaginsäure oder Isoasparagin oder reaktionsfähige Derivate dieser Säuren verwendet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Isopropyl-, sec. Butyl- oder Benzylhydrazin mit einer Säure der Formel II oder einem funktionellen Derivat einer solchen kondensiert.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und den Untenransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen substituierten Aminosäurehydrazide der Formel I, in der R3 einen Acylrest darstellt, deacyliert.
    9. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen substituierten Aminosäurehydrazide der Formel I in Säuresalze überführt.
CH6425258A 1958-09-23 1958-09-23 Verfahren zur Herstellung substituierter Aminosäurehydrazide CH372684A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6425258A CH372684A (de) 1958-09-23 1958-09-23 Verfahren zur Herstellung substituierter Aminosäurehydrazide

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH6425258A CH372684A (de) 1958-09-23 1958-09-23 Verfahren zur Herstellung substituierter Aminosäurehydrazide
CH368191T 1958-09-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH372684A true CH372684A (de) 1963-10-31

Family

ID=25737327

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6425258A CH372684A (de) 1958-09-23 1958-09-23 Verfahren zur Herstellung substituierter Aminosäurehydrazide

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH372684A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0726899B1 (de) Neue pyrazincarboxamidderivate, ihre herstellung und ihre verwendung in arzneimitteln
EP0733046A1 (de) Neue benzoylguanidine, ihre herstellung und ihre verwendung in arzneimitteln
DE1695897C3 (de) N-Acyl-sydnonimine, deren Salze, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
DE3308719A1 (de) 1-substituierte n-(8(alpha)-ergolinyl)-n'.n'-diethylharnstoffe, ihre herstellung und pharmakologische verwendung
CH372684A (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Aminosäurehydrazide
AT205976B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotinsäurehydrazid-Derivaten
AT205963B (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Aminosäurehydraziden
AT205977B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, heterocyclischen Hydrazinderivaten
CH473087A (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Niederalkoxy-4-nitro-benzylamin
CH365085A (de) Verfahren zur Herstellung neuer substituierter Säurehydrazide
DE2064061A1 (de) Neue tuberkulostatisch wirkende alpha-aminoxy-carbonsaeureamid-derivate und verfahren zur herstellung derselben
AT243817B (de) Verfahren zur Herstellung von N-(5'-Nitro-2'-furfuryliden)-1-amino-hydantoin
AT235281B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Β-Carbolin- carbonsäureamid-Derivaten
CH369471A (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Säurehydrazide
AT208867B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten heterocyclischen Säurehydraziden
AT333246B (de) Verfahren zur herstellung von neuem 3-fluor-d-alanin, von neuen deutero-analogen desselben, von amid- und esterderivaten dieser verbindungen oder von n-derivaten dieser verbindungen
AT217034B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten heterocyclischen Säurehydraziden
AT227688B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 1,2,3,4-Tetrahydronaphthyl-2-amins und deren Salzen
DE2732906C2 (de) In 5-Stellung durch einen Aminoalkylrest substituierte Imidazo-isochinolin-dione, Verfahren zu ihrer Herstellung und Arzneimittel
AT215998B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten
AT208349B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Säurehydraziden
CH459243A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Lysergalen
AT248034B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Yohimbinderivaten
DE1087135B (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Aminosaeurehydraziden
AT219583B (de) Verfahren zur Herstellung von disubstituierten Carbonsäurehydraziden