CH366347A - Verfahren und Einrichtung zur Beschickung von Schachtöfen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Beschickung von Schachtöfen

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CH366347A
CH366347A CH6742758A CH6742758A CH366347A CH 366347 A CH366347 A CH 366347A CH 6742758 A CH6742758 A CH 6742758A CH 6742758 A CH6742758 A CH 6742758A CH 366347 A CH366347 A CH 366347A
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CH6742758A
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Karl Dipl Ing Beckenbach
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Beckenbach Karl
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/18Bell-and-hopper arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zur Beschickung von     Schachtöfen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine  entsprechende Einrichtung zum Beschicken von Hoch  öfen und Schachtöfen, wie sie insbesondere zum Bren  nen oder Rösten von     stückigem    Material, z. B. Kalk  stein, Erz und dergleichen, dienen.  



  Es wurde in anderem Zusammenhang bereits vor  geschlagen, die Beschickung eines solchen Schacht  ofens, insbesondere eines Kalkofens, derart auszu  führen, dass die Anordnung und Verteilung des ein  gebrachten Materials durch den Beschickungsvorgang  selbst nicht beeinflusst, sondern willkürlich mit Hilfe  geeigneter     apparativer    Vorkehrungen gesteuert wird.  Dabei wird grundsätzlich so verfahren, dass die An  ordnung und Verteilung des Materials bereits vor Ein  füllung des Materials in den Ofen festgelegt und nun  mehr dafür Sorge getragen wird, dass die Einfüllung  in solcher Weise und mit solchen Vorrichtungen er  folgt, dass eine Störung der vorher festgelegten An  ordnung oder Schichtung unter dem Einfluss der ver  schiedenen Art und Grösse der Materialteile ver  mieden wird.  



  In der deutschen Patentschrift Nr. 863321 wird  bereits vorgeschlagen,     das    Material in einen transpor  tablen Beschickungskübel schichtweise in solcher La  gerung oder Mischung einzubringen, wie das in den  Ofenraum eingefüllte Material sie beibehalten soll.  Gemäss dem erwähnten deutschen Patent wird der  Boden des Beschickungskübels in eine Anzahl  schwenkbar an der     Kübelwandung    befestigter Sek  toren aufgelöst, die schlagartig nach unten geöffnet  werden, so dass der gesamte     Kübelinhalt    unter Bei  behaltung seiner Schichtung in den Schacht fallen  kann.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun     ein    Ver  fahren und eine Einrichtung, mit deren     Hilfe    eine  gleichmässige Vorbereitung und Einfüllung des Ma  terials in die beweglichen Förderbehälter, insbeson-         dere    transportablen Beschickungskübel,     Becherwerke     und dergleichen, durchgeführt werden     kann.     



  Die Erfindung ermöglicht es ferner, bei der Über  führung des Materials aus den transportablen     För-          derbehältern    in den Schachtofen und im Schachtofen  selbst, die im Schachtofen gewünschte Verteilung  des Materials zu beeinflussen und zu sichern.  



  In diesem Sinne kann     zunächst    die Einfüllung  und Verteilung des Materials in die Förderbehälter,  z. B. in einem transportablen Beschickungskübel, z. B.  in der Weise erfolgen, dass an dem unteren Ende der  Förderstrecke, z. B. am Fusse des     Becherwerkes,    ein  durch eine Trennwand in zwei Abteilungen geteilter       Zwischenaufnahmebehälter    angeordnet ist, dessen  eine Abteilung, z. B. von einem     herangefahrenen          Messwagen    aus, mit abgemessenen Mengen Koks, und  dessen andere Abteilung, z. B. von den das abgemes  sene, gebrochene Rohmaterial     heranführenden    Kipp  loren aus, mit dem Rohmaterial, z.

   B.     Kalkstein,    Erz  oder dergleichen, gefüllt wird. Beide Behälter werden  in gleichen Zeitabschnitten entleert, so dass für eine  gleichmässige     Zuteilung    des     Kokses    zum Kalkstein  oder zum Erz Sorge getragen ist.  



  Beim Auslauf des     Kalkstein-Koksstromes    in den  gegenüberstehenden Einlauf mischen sich dabei dann  die Bestandteile, so dass in den Bechern oder der  gleichen Förderbehältern stets eine praktisch homo  gene Mischung von Koks und Brenngut vorhanden  ist. Ein Vorteil der beschriebenen Einrichtung be  steht darin, dass keine Zwischenbunker oder     Silos     erforderlich sind, da das Brenngut sowie Koks, viel  mehr unmittelbar unter     Benutzung    von auf ebener  Erde fahrbaren Zubringerwagen in den Zuteilungs  behälter eingefüllt werden können.  



  Gegebenenfalls kann die Zuteilungsvorrichtung  auch in der Weise benutzt werden, dass     Kalkstein    und  Koks getrennt aufgegeben werden, so dass sie sich      in den beweglichen     Füllbehältern,    z. B. in einem       Kippkübel,    schichtweise überlagern.  



  Es ist auch möglich, die zugeführten Material  mengen, z. B. Koks und Brenngut, vor Einfüllung in  einen Verteilungsbehälter unter Berücksichtigung der       Stückigkeit    des Kalksteins oder des Brenngutes ver  schiedener Grösse abzuwiegen, wobei die Waagen  gleichzeitig als Zwischenbehälter dienen können, von  denen aus das abgewogene Gut z. B. von     einem    För  derband in die Zuführungsbehälter, z. B. Kübel oder  Becher, gelangt.  



  Eine solche Einrichtung eignet sich insbesondere  auch zur exakten Beschickung mehrerer nebenein  ander stehender Öfen, z. B. von zwei Öfen, in der  Weise, dass das Zubringerband in der Richtung nach  dem einen Ofen wie nach dem anderen Ofen gesteuert  wird, so dass abwechselnd die Beschickung der bei  den Öfen unter unabhängiger Einstellung des Misch  verhältnisses oder     Anteilsverhältnisses    der Materia  lien erfolgen kann.  



  Das in die Zuführungsbehälter, z. B. einen Be  schickungskübel, eingefüllte Material gelangt, nach  dem es ein, gegebenenfalls weitere, den Zulauf ver  zögernde Zwischenglieder, z. B.     einen    Austrag- oder  Schwingtisch, passiert hat, auf eine     Drehschurre,    die  das Material weiter in den Füllbehälter der     Beschik-          kungsanlage    befördert.  



  Im oberen Teil des Ofenschachtes oder unmittel  bar über der     Gichtöffnung    ist dann     erfindungsgemäss     eine zur Aufnahme und Verteilung des allmählich zu  laufenden     Materials    dienende Vorrichtung angeord  net, die bei     einer    bevorzugten Ausführung     im    wesent  lichen in einem zentrisch zum Ofenquerschnitt angeord  neten     Füllrumpf    besteht, dessen untere Öffnung mit  einem heb- und senkbaren     Glockenverschluss    versehen  ist, welch letzterer mit am unteren Glockenrand  schwenkbar angeschlossenen Sektoren ausgestattet ist.  



  Der Antrieb der Sektoren kann durch eine zen  trale, durch die Glocke geführte, vertikal verschieb  liehe Stange bewirkt werden. Diese Stange kann  auch zur Betätigung einer die Glocke umgebenden  vertikal einstellbaren Schürze dienen.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren und die zu sei  ner Ausführung dienende Einrichtung werden an  Hand der Zeichnung, in welcher verschiedene Aus  führungsformen beispielsweise dargestellt sind, be  schrieben.         Fig.    1 zeigt eine     Schachtofenanlage    mit der er  findungsgemässen Beschickungseinrichtung im Auf  riss und teilweisem Schnitt.  



       Fig.    2 ist eine geänderte Ausführungsform einer  solchen Anlage.  



       Fig.    3 zeigt den     Gichtverschluss    eines Schachtofens  mit der     Verteilvorrichtung    und dem verstellbaren       Glockenverschluss    in senkrechtem Schnitt.  



       Fig.    4 ist ein teilweiser Schnitt nach Linie     A-B     in     Fig.    3.  



       Fig.5,    6 und 7 zeigen die Einstellungen des  äusseren     beweglichen    Randteils des Glockenverschlus-         ses    und der heb- und senkbaren Schürze in verschie  denen Lagen.  



       Fig.    8 zeigt in Draufsicht einen Teil der beweg  lichen Umrandung des Glockenverschlusses.  



  Im einzelnen bezeichnet in     Fig.    1 das Bezugs  zeichen 1 einen Schachtofen in bekannter Ausfüh  rung mit dem an der oberen Schachtöffnung befind  lichen     Gichtverschluss    2 und der     Verteilvorrichtung     3 sowie der Fördervorrichtung, z. B. einem Becher  werk oder Schrägaufzug 4. Das z. B. in Kippwagen 5  herangeführte, abgemessene und gebrochene Roh  material, z. B. Kalkstein, wird zunächst in den durch  eine Trennwand 6 geteilten Zwischenbehälter 7 ge  stürzt, wo es am Auslauf desselben mit dem durch  einen     Messwagen    8 herangeführten Koks überlagert  wird und über eine Rutsche oder einen Schwingtisch  9 in den Beschickungskübel 10 am Fuss der Förder  einrichtung, z. B. eines Schrägaufzuges 4, gelangt.

   Die  mengenmässige Zuteilung des Kokses kann durch  einen Schieber 11 geregelt werden. Der mit dem  Schrägaufzug 4 hochgeförderte Beschickungskübel 10  entleert sein     Kalkstein-Koks-Gemisch    in einen Zwi  schenbunker 12, von dem aus es über einen     Austrag-          oder    Schwingtisch 13 und eine     Drehschurre    14 sowie  durch den Füllrumpf 15 und über die     Verteilvor-          richtung    3 in den Ofenschacht 16 gelangt.  



  In der in     Fig.2    gezeigten geänderten Ausfüh  rungsform bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche  Teile wie in     Fig.    1. Der aus dem     Kalksteinsilo    17  kommende Kalkstein wird in der zugleich als Zwi  schenbunker ausgebildeten Waage 18 automatisch ge  wogen, gelangt dann über eine Schurre 19 auf ein  Förderband 20, wo er mit dem aus dem Kokssilo 21  auslaufenden und auf der Waage 22 gewogenen Koks  zusammengeführt wird und über ein Zubringerband  23 und eine     Schurre    24 in den Beschickungskübel 10  und, wie bereits in     Fig.    1 beschrieben, in den Ofen  schacht 16 gelangt.  



  In der in     Fig.    3 und 4 in etwas grösserem Mass  stab gezeichneten Beschickungsvorrichtung bezeich  nen wieder gleiche Bezugszeichen gleiche Teile wie  in     Fig.    1 und 2.  



  In     Fig.    3 bezeichnet wieder 10 den durch den       Gichtaufzug    hochgeförderten Beschickungskübel, der  seinen Inhalt in den Zwischenbunker 12 und über den  Austrags- oder Schwingtisch 13 und die     Drehschurre     14 in den     Füllrumpf    15 befördert, wo er über die     Ver-          teilvorrichtung    3 in den Ofenschacht 16 gelangt. Die       Drehschurre    14 wird mit den Laufrollen 25, 26 auf  einer Ringschiene 27 am oberen Ende des Füll  rumpfes geführt und z. B. mittels eines Zahnkranzes  mit einem beliebigen Antrieb kontinuierlich ange  trieben. Das Material rutscht über die schräge Ablauf  fläche 14a in den oberen Teil des Füllrumpfes 15.

    Der Füllrumpf 15 ist mit dem konischen     Gichtaufsatz     28 fest verbunden. Der Verschluss der unteren     öff-          nung    wird in an sich bekannter Weise mittels einer       Verschlussglocke    29 bewirkt, die an einem Rohr 30  befestigt ist, das z. B. mit Hilfe einer Seilwinde 31  und eines Seilzuges 32, der an dem mit dem Rohr 30      verbundenen oberen Kopf oder dem Gehäuse 33 an  greift, gehoben und gesenkt werden kann. Das Rohr  30 wird zweckmässig in einer mit dem Füllrumpf 15  verbundenen Führungsbuchse 34 geführt.  



  Der äussere Teil der Ablauffläche der Glocke 29  ist in einzelne     sektorartige    Streifen 35, 36 zerlegt,  die mit Hilfe von Gelenken, Scharnieren und der  gleichen 37, 38 schwenkbar mit der festen konischen  Fläche der Glocke 29 verbunden sind. Die einzelnen  Sektoren 35, 36 werden ferner durch Stäbe 39, 40  in ihrer jeweiligen Lage gehalten.  



  In dem Gehäuse 33 ist in geeigneter Weise eine  zweite Winde oder eine entsprechende Vorrichtung  41, z. B. hydraulischer Art, angeordnet, die durch  Seilzug oder hydraulisch eine Stange 43 betätigt, die  in dem Rohr 30 verläuft und nach unten aus dem  selben herausragt. An dieser Stange 43 sind die Stäbe  39, 40 mit Hilfe von Gelenken 44, 45 angeschlossen,  während sie anderseits mit den Gelenken 46, 47 an  den beweglichen Sektoren 35, 36 angreifen. Wird  nun die Stange 43 mit Hilfe des Antriebes gesenkt,  so ergeben sich verschiedene Schräglagen der Sektoren  35, 36, wie sie in den     Fig.    5, 6 und 7 dargestellt sind.  



  Die Sektoren 35, 36 überlappen sich, so dass  immer ein Streifen mit seinen Randteilen über zwei  benachbarten Streifen oder unter zwei benachbarten  Streifen liegt     (Fig.    8). Infolgedessen können sich die  Sektoren     zwangslos    senken und heben, indem sie  dabei ihre Randüberdeckung entsprechend vergrössern  oder verkleinern.  



  Mit dem oberen Teil der Stange 43 ist ferner eine  Traverse 48 verbunden, die an Stangen 49 eine Lenk  schürze, z. B. in Form eines Ringes 50, trägt. Wenn  sich die Stange 43 hebt und senkt, wird gleichzeitig  auch die Traverse 48 mit ihren Stangen 49 und der  an diesen hängenden Schürze 50 gehoben und ge  senkt. Es ergeben sich also bei der Senkung der  Stange 43 die verschiedenen, aus den     Fig.    5, 6 und 7  ersichtlichen Einstellungen der Ablauffläche 35, 36,  nebst den zugehörigen Stellungen der Schürze 50,  durch welch letztere der Strom des über die Ablauf  fläche 35, 36 abrutschenden Materials 51 begrenzt  und gelenkt wird.

   Je weiter die Stange 43 gesenkt  wird, desto mehr senkt sich auch die Schürze 50, so  dass dementsprechend das abrutschende Material 51  steiler abfällt und mehr nach der Mitte des Ofen  querschnittes gelenkt wird.  



  Die beschriebene Einrichtung sowie ihre Arbeits  weise können mannigfach im Rahmen der Erfindung  abgeändert und ausgestaltet werden. Man kann in der  beschriebenen Einrichtung das Beschickungsgut z. B.  getrennt oder auch gemischt in den Förderbehälter  aufgeben. Man kann ferner ein     vorklassiertes    Material  nach Stückgrösse in Lagen wie auch unter zweckent  sprechend gelenkter Verteilung in bestimmtem Ab  stand von der Ofenmitte oder in bestimmten Ring  zonen aufgeben, z. B. derart, dass man kleinstöckiges  Material nach dem Rand des Ofens, das grossstöckige  nach der Mitte hin lenkt. Auch die konstruktive Aus  gestaltung kann mannigfach geändert werden.

   Anzahl,    Länge und Anschluss der beweglichen Streifen der  Aussenzone des Glockenverschlusses können den Ab  messungen des Schachtofens wie der Eigenart des  aufzugebenden Materials angepasst werden. Die Länge  der Streifen wird zweckmässig so bemessen, dass in  der äussersten Einstellung derselben, in welcher ihre  Fläche mit der Fläche des festen konischen     Teils    29  parallel liegt, das ablaufende Material     die    äusserste  Randzone des Ofenquerschnittes erreicht. In gleicher  Weise wie bei einem zylindrischen Füllrumpf lässt sich  die     beschriebene    Verschluss- und Ablaufeinrichtung  auch bei einem andersartig gestalteten Füllrumpf,  z. B. einem beweglichen     Trichterkübel,    anwenden.

    Auch die Form und die Abmessungen der äusseren  Lenkschürze 50 können mannigfach abgeändert  werden; anstatt eines Ringes mit vertikaler Wan  dung könnte die äussere Lenkwand z. B. auch trich  terförmig ausgebildet sein. Ferner kann auch die An  triebsvorrichtung für das äussere Rohr 30 wie für die  in demselben verlaufende Lenkstange 43 verschieden  artig, z. B. mechanisch, hydraulisch oder elektrisch,       ausgestaltet    werden. Andere     Abänderungsmöglich-          keiten    betreffen die das zugeführte Material auf die       Drehschurre    14 aufgebende, langsam arbeitende     Zwi-          schenfördervorrichtung,    z. B. den Schwingtisch 13.

    Anstatt eines solchen Schwingtisches könnte als Zwi  schenförderung z. B. ein Plattenband, ein langsam  laufendes Gummiband, eine Stossförderung oder eine  ähnliche Vorrichtung verwandt werden.  



  Der Antriebsmechanismus für den     Glockenver-          schluss    29 sowie der Antriebsmechanismus für die  Stange 43 und die mit ihr verbundenen Ablaufstreifen  35, 36 werden zweckmässig derart angeordnet und  ausgebildet, dass sie unabhängig voneinander funk  tionieren, so dass die Einstellung der Ablaufstreifen  durch die Bewegung nicht beeinflusst wird. Die  Schürze 50 kann durch Hebung oder Senkung der  Gewindestangen 49 eingestellt werden. Bei praktischer  Durchführung kann man z. B. so verfahren, dass man  den ersten Kübel, z. B. mit gemischtem Material, auf  die Stellung der Ablauffläche gemäss     Fig.    5 in den  Ofenschacht einlaufen lässt.

   Der nächste Kübel kann  dann bei einer Einstellung der Ablauffläche gemäss       Fig.    6, und der darauffolgende Kübel in einer Ein  stellung gemäss     Fig.    7 einlaufen. Hierauf würde wieder  die Stellung gemäss     Fig.    5 erfolgen.  



  Diese beschriebenen Ablaufstellungen kann man  miteinander kuppeln und z. B. elektrisch derart an  treiben, dass sie sich automatisch nacheinander ab  spielen, so dass der Bedienungsmann     lediglich    den  Vorgang einleiten muss, der sich dann entsprechend  dem ankommenden und     seine    Last abgebenden Kübel  automatisch abspielt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE</B> I. Verfahren zum Beschicken von Schachtöfen, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Einfüllung und Verteilung des Materials abgemessene Mengen festen Brennstoffes sowie stückigen Rohmaterials in einen transportablen Förderbehälter (10) eingebracht wer- den, worauf das Material aus dem Förderbehälter (10) unter gleichzeitigem Einfüllen weiteren Materials in weitere Förderbehälter, in einen in der Nähe der Gichtöffnung des Schachtofens angeordneten Zwi schenbunker (12) entleert wird, aus dem das Ma terial von einem den Durchlauf verzögernden Zwi schenglied (13) übernommen wird,
    von dem aus das Material auf eine Drehschurre (14) gelangt, die das selbe weiter auf eine oberhalb der Gichtöffnung des Schachtofens angeordnete Verteilvorrichtung (3) be fördert. II. Einrichtung zum Beschicken von Schachtöfen, gekennzeichnet durch transportable Förderbehälter, Zuführungsvorrichtungen zur Zuführung von festem Brennstoff und stückigem Rohmaterial zu diesen,
    einen zur Aufnahme des von den transportablen För- derbehältern herangebrachten Materials dienenden Zwischenbunker (12), einen das Material des Zwi schenbunkers aufnehmenden Austragtisch (13) und eine Drehschurre (14), die das. von dem Austragtisch auf sie übergehende Material auf eine Verteilvorrich- tung (3) oberhalb der Gichtöffnung des Schachtofens befördert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als transportable Förderbehälter die Behälter eines kontinuierlich laufenden Becher werkes dienen. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Zuführungsbehälter für die Förderbehälter für Brennstoff und stückiges Roh material geteilte Behälter in der Weise verwandt wer den, dass eine Abteilung Brennstoff, die andere Ab teilung stückiges Rohmaterial enthält, wobei man beide Materialien gleichmässig ausfliessen lässt,
    so dass sich die Schichten beim Ausfliessen übereinanderlegen und wobei ferner die Menge der ausfliessenden Ma terialien derart reguliert wird, dass beide Abtei lungen des Behälters in gleichen Zeitabschnitten ent leert werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Brennstoff und stückiges Roh material auf getrennten Wiegevorrichtungen abge wogen werden, wobei die Wiegevorrichtungen gleich zeitig als Zwischenbehälter dienen und die Einstel lung der Ausläufe der Wiegevorrichtungen so er folgt, dass beide Wiegevorrichtungen gleichzeitig ent leert werden, indem abgewogener Brennstoff und ab gewogenes stückiges Rohmaterial auf einem Förder band zusammengeführt werden, von dem aus sie in die transportablen Förderbehälter gelangen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I zur Beschik- kung von mehreren, nebeneinanderstehend'en Öfen mit ein und derselben Förderanlage, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Zubringerband abwechselnd nach den einzelnen Öfen gesteuert wird, wobei die Be schickung der Öfen unter unabhängiger Einstellung des Mischungsverhältnisses der Materialien erfolgt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilvorrichtung (3) mit der Materialzuführung derart gekoppelt wird, dass ihre Einstellung automatisch gemäss der Menge des zuge führten Beschickungsmaterials erfolgt und dass sich nach Vornahme eines Beschickungsvorganges die Verteilvorrichtung für den nächsten Beschickungs vorgang ebenfalls automatisch einstellt. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende der Förder strecke für die Förderbehälter ein durch eine Trenn wand (6) in zwei Abteilungen geteilter Zwischenauf- nahmebehälter (7) angeordnet ist, so dass eine Ab teilung mit abgemessenen Mengen Koks, und die andere Abteilung mit stückigem Rohmaterial gefüllt werden kann. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch eine solche Ausbildung, dass das Material von der Drehschurre (14) oberhalb der Gichtöffnung des Ofens in einen oberhalb der Gichtöffnung angeordneten Füllrumpf (15) gelangt, dessen untere Öffnung mit einem senkrecht beweg lichen Glockenverschluss (29) versehen ist, wobei am unteren Rand der Glocke Sektoren (35, 36) schwenk bar angeschlossen sind, deren Einstellung durch ein Gestänge derart bewirkt werden kann, dass die Ab lauffläche des unteren Teils der Glocke in ihrer Nei gung und im Durchmesser geändert wird, wobei eine die Glocke umgebende, vertikal bewegliche, ring förmig gestaltete Lenkschürze (50)
    sowie ein An trieb für die Einstellung der mit dem Glockenober teil verbundenen Sektoren in ihrer Neigung sowie der Höhe der vertikal beweglichen Schürze (50) vor gesehen sind. B. Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Schürze sowie der Sektoren als zentrale, durch die Glocke geführte, vertikal verschiebliche Stange (43) ausgeführt ist, die mittels eines Quergestänges (48) mit der Schürze (50) sowie durch Gelenkhebel (39, 40) mit den einzelnen Sektoren verbunden sowie mit einer besonderen Antriebsvorrichtung versehen ist. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine das Heben und Senken der Stange (43) bewirkende Winde (41) fest mit einem Rohr (30) und durch dieses mit der Glocke (29) ver bunden ist, so dass sie deren Heb- und Senkbewe gungen mitmacht. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbaren Sektoren (35, 36) auf der Innenseite der heb- und senkbaren Glocke (29) im Abstand von ihrem unteren Rand angelenkt sind. 11.
    Einrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbaren Sektoren (35, 36) abwechselnd einander überdeckend derart ange ordnet sind, dass sie sich bei ihrer Vertikalbewegung übereinanderschieben, so dass sich auch bei ausge- spreizten Sektoren eine lückenlose Ablauffläche er gibt.
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