CH365877A - Verfahren zur Herstellung von Farbpigmente enthaltenden Polyamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbpigmente enthaltenden Polyamiden

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CH365877A
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CH
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titanium dioxide
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polyamides
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CH5711858A
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Horst Dr Taul
Heinz Dr Indest
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Glanzstoff Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/20Compounding polymers with additives, e.g. colouring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2377/00Characterised by the use of polyamides obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain; Derivatives of such polymers

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Farbpigmente enthaltenden Polyamiden
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Farbpigmente enthaltenden Polyamiden, wobei es Zweck dieses Verfahrens ist, eine sehr gleichmässige Verteilung der Pigmente im Polyamid zu erreichen, und wobei die Polyamide durch Polykondensation von Polyaminen mit Polycarbonsäuren oder deren Salzen bzw. durch Polykonden  sation    von Aminocarbonsäuren bzw. durch Polymerisation von Lactamen hergestellt werden.



   Es ist bekannt, dass man Polyamidgebilde durch Zusatz von Titandioxyd, Russ oder anderen Farbpigmenten veredeln kann. Es wurde vorgeschlagen, die Polyamid-Spinnmasse mit indifferenten Stoffen,   wie    z. B. Titandioxyd, in sehr geringer Menge, bis maximal   0,05 0/o,    zu versetzen und das erhaltene Polykondensat zu verspinnen. Das Titandioxyd wird dabei ganz allgemein als wässrige Suspension (Titan Milch) zugegeben. Man erhält hierbei nicht mattierte Fäden oder Fasern. Schwierigkeiten beim Zusetzen von Titandioxyd zu der Spinnmasse bezüglich der Verteilung des Pigmentes im Polykondensat treten nach diesem Verfahren nicht auf. Sofern jedoch anderseits relativ grosse Mengen Titandioxyd den hochpolymeren Stoffen einverleibt werden sollen, gelingt eine gleichmässige Verteilung nur höchstens unvollständig.

   Weiterhin wurde vorgeschlagen, die Mattierung von Polyamiden mit Pigmenten so durchzuführen, dass das stückige Spinngut mit fein verteilten Pigmenten gemischt wird, bis eine gleichmässige Verteilung auf der Oberfläche des Spinngutes erreicht ist, worauf die so mattierten Gebilde im Schmelzspinnverfahren zu Fäden weiter verarbeitet werden.



   Nach diesem letzteren Verfahren wird das Pigment durch Adhäsion auf dem Spinngut verteilt.



  Man hat jedoch bezüglich des Zusatzes von Titandioxyd zu den Monomeren festgestellt, dass grosse Schwierigkeiten auftreten. Diese bestehen darin, dass die wässrige Lösung der Monomeren auf die Titandioxyd-Suspension als Elektrolyt wirkt und daher eine Ausflockung des Titandioxyds   verat asst,    so dass sich ein grösserer Teil des Titandioxyds während der Kondensation auf dem Boden des Autoklaven absetzt. Hierdurch tritt   zwangläutig    eine ungleichmässige Titandioxyd-Verteilung auf. Diese Erscheinung ist hauptsächlich bei der   Herstellking    von Polyamiden aus Diaminen und Dicarbonsäuren bzw. deren Salzen zu beobachten, weil diese stärkere Elektrolyte als beispielsweise Aminocarbonsäuren bzw. Lactame sind.

   Bei der Herstellung von Polyamiden aus entweder Aminocarbonsäuren oder Lactamen (insbesondere Caprolactam) wird der geschilderte Ausflockungseffekt des Titandioxyds nur dann besonders stark beobachtet, wenn man den Ausgangsprodukten andere Elektrolyte, wie z. B. Manganacetat oder Kupferacetat, die man gegen die schädliche   Licht- und    Hitzeinwirkung verwendet, beigegeben hat. Wenn man z. B. Polyamide aus Dicarbonsäuren und Diaminen mit einem Titandioxyd Gehalt von 20/0 herstellen will, so erhält man nach den bisher bekannten Verfahren eine sehr ungleichmässige Verteilung des Titandioxyds. Diese Ungleichmässigkeit kann beispielsweise an einem hergestellten Polyamidband festgestellt werden.

   Die Verteilung des Titandioxyds ergab folgende Daten:
Am Anfang des Polyamidbandes   3, 8 /o    TiO2,
Mitte des Polyamidbandes   1,4 0/o TiO2,    am Ende des Polyamidbandes   0,8 0/o TiG2.   



   Diese ungleichmässige Verteilung der Pigmente gilt beispielsweise auch bei Zusatz von Russ oder organischen Farbpigmenten, wie Phthalocyanin.



   Es wurde gefunden, dass man Farbpigmente enthaltende Polyamide mit einer gleichmässigen Pigment   Verteilung dann erhält, wenn man die oben erwähnte Polykondensation bzw. Polymerisation in Gegenwart von Farbpigmenten und Aluminiumphosphat in einer Menge von 0,5 bis 300/0, bezogen auf die Menge des verwendeten Pigmentes, vornimmt. Man kann hierbei mit grossem Erfolg Aluminiumphosphat in Mengen, die 1 bis 100/o der eingesetzten Menge des Farbpigmentes entsprechen, anwenden. Das Verfahren eignet sich insbesondere für die Herstellung von mattierten Polyamiden, wobei als weisses Pigment (Mattierungsmittel) Titandioxyd verwendet wird. Wenn jedoch organische Farbpigmente in das Polyamid so dispergiert werden sollen, dass eine feine, gleichmässige Verteilung gewährleistet werden soll, so eignet sich auch hierfür dieses Verfahren.

   Man verwendet mit Vorteil ein Aluminiumphosphat, welches vor seiner Verwendung aus einem Aluminiumsalz mit Natriumphosphat frisch gefällt wurde. Die Zugabe des Aluminiumphosphats ist verschiedenartig möglich. Man kann das Aluminiumphosphat der wässrigen Lösung der Monomeren, welche das Pigment enthält, in fester Form zugeben. Es ist jedoch vorteilhaft, das Aluminiumphosphat als wässrige Suspension den Ausgangsprodukten zuzufügen. Die erforderliche Menge an Aluminiumphosphat hängt von der Menge des zugegebenen Pigmentes und seiner eigenen Dispergierbarkeit ab.



  Als Monomere für die Polyamidherstellung können entweder Lactame, insbesondere Caprolactam, Aminocarbonsäuren oder Salze, gebildet aus Diaminen und Dicarbonsäuren, wie z. B. Hexamethylendiaminadipat, verwendet werden. Bei der Herstellung von beispielsweise tiefmattierten Polyamiden, in welchen 20/0 Titandioxyds, bezogen auf das Polyamid, enthalten sein sollen, können beispielsweise 0,02 bis 0,20/0 Aluminiumphosphat, bezogen auf die Menge des Polyamids, den Monomeren zugesetzt werden. Man erhält dann nach der Polykondensation ein Polyamidband, welches durchgehend, also sowohl am Anfang als auch in der Mitte sowie am Ende des Bandes, einen gleichbleibenden Titandioxydgehalt von 20/0 aufweist. Sofern eine geringere Mattierung gewünscht wird, soll entsprechend weniger Aluminiumphosphat verwendet werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Farbpigmente enthaltenden Polyamiden, wobei die Polyamide durch Polykondensation von Polyaminen mit Polycarbonsäuren oder deren Salzen bzw. durch Polykondensation von Aminocarbonsäuren bzw. durch Polymerisation von Lactamen hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polykondensation bzw.
    Polymerisation in Gegenwart von Farbpigmenten und Aluminiumphosphat in einer Menge von 0,5 bis 300/o, bezogen auf die Menge des verwendeten Pigmentes, vornimmt.
CH5711858A 1957-05-08 1958-03-17 Verfahren zur Herstellung von Farbpigmente enthaltenden Polyamiden CH365877A (de)

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