AT132693B - Hilfsmittel zur Behandlung von Textilien. - Google Patents

Hilfsmittel zur Behandlung von Textilien.

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  Hilfsmittel zur Behandlung von Textilien. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, solche polymeren Carbonsäuren als Hilfsmittel bei der Behandlung von Textilien, z. B. als   Dispergier-, Emulgier-,   Verdickungs-, Appretur-,
Schlichte-und Bindemittel, zu verwenden, welche   Acrylsäure   oder ihre Homologen oder Derivate in hochpolymerisiertem Zustande enthalten. 



   Es wurde nun gefunden, dass polymere Carbonsäuren und ihre Derivate, welche beispielsweise durch Polymerisation von   Äthylen-'x-ss-dicarbonsäuren mit ungesättigten   Verbindungen, wie Styrol, Inden,   Vinyläther,   Vinylester usw. entstehen, gleichfalls in hohem Masse für die genannten Verwendungszwecke geeignet sind. 



   Man kann diese Verbindungen dadurch herstellen, dass man polymerisierbare   Verbin-   dungen, die eine olefinische Doppelbindung enthalten, im Gemisch mit   Äthylen-K-ss-dicarbon-   säuren, deren Anhydriden oder ihren. Derivaten polymerisiert. Auf diese Verbindungen kann man gegebenenfalls noch Körper einwirken lassen, die mit den Carboxylgruppen bzw. mit ihrer Anhydridform reagieren (s. D. R. P. Nr. 540101). 



   So gelingt es   beispielsweise, wasserunlösliche   Farbstoffe, auch nachdem die Pigmente vollkommen getrocknet sind, durch einfaches Verkneten mit den oben erwähnten Polymerisationsprodukten in Gestalt ihrer   wasserlöslichen   Verbindungen in Wasser derartig fein zu verteilen, dass die erhaltenen Dispersionen vollkommen stabil sind und den Eindruck echter Lösungen machen. Ähnlich günstig ist die   Emulgierfähigkeit   der genannten   Polycarbonsäuren   für Fette, Öle, Harze usw. Als Verdickungsmittel, z. B. beim Druck, sind sie Infolge der hohen Viskosität ihrer wässerigen Lösungen wesentlich ausgiebiger als die gebräuchlichen Mittel, wie Tragant, Gummiarabicum usw. Ebenso haben sie als Schlichtemittel ausgezeichnete Eigenschaften.

   Sie geben den   Kunstseidefäden   einen guten Schluss und hohe Geschmeidigkeit, so dass die Kunstseide sich anstandslos verarbeiten lässt. Ferner lassen sich die genannten   Polycarbonsäureu   als Appreturmittel verwenden. 



   Man kann die genannten   Polycarbonsäuren   für sich   für die bezeichneten Zwecke ver-   wenden, man kann sie auch in Kombination miteinander, mit anderen geeigneten Polymeren, z. B. Polyvinylalkohol. oder überhaupt mit anderen geeigneten Mitteln, wie Tragant, Leim, Dextrin, Gummi usw., anwenden. 



   Beispiele :
1. 50 Gewichtsteile der durch gemeinsame Polymerisation von Vinyläthyläther und Maleinsäureanhydrid erhaltenen   Polycarbonsäure   werden in soviel verdünnter wässeriger Sodalösung gelöst, wie gerade zur Erlangung einer klar bleibenden Lösung erforderlich ist. In die viskose Lösung werden 150 Gewichtsteile   1-Amino-4-anilidoanthrachinon   solange verknetet, bis Homogenität erreicht ist. Eine Probe der Paste verteilt sich sehr rasch in Wasser zu einer tief gefärbten Lösung, die auch nach mehrstündigem oder sogar tagelangem Stehen nicht oder nur unwesentlich absetzt. Trocknet man die Paste ein, pulverisiert den Rückstand und verteilt ihn jetzt in Wasser, so ist die Wirkung dieselbe. 

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   2. 60 Gewichtsteile der durch gemeinsame Polymerisation von Vinylacetat mit Malein-   säureanhydrid   erhaltenen   Polycarbonsäure   wird in verdünntem (etwa   5 /oigem)   Ammoniak zu einem   klaren, viskosen   Sirup gelöst. In dieser Lösung wird mit Hilfe von Natriumthiosulfat und etwas Säure Schwefel ausgeschieden. Man erhält eine beliebig lang haltbare Schwefel- emulsion. 



   3.75 Gewichtsteile der durch gemeinsame Polymerisation von Inden mit Maleinsäure- anhydrid erhaltenen   Polycarbonsäure   werden in 300 Gewichtsteilen Wasser und 50 Gewichts- teilen Triäthanolamin warm gelöst. In der viskosen Lösung werden 150 Gewichtsteile Rizinusöl durch lebhaftes Einrühren emulgiert. Die gleichmässige Emulsion bleibt sehr lange haltbar. 



   4. 200 Gewichtsteile der Ammoniumverbindung der durch gemeinsame Polymerisation von Styrol mit Maleinsäureanhydrid erhaltenen   Polycarbonsäure   werden in 800 Gewichtsteilen Wasser gelöst. In dieser Lösung wird   Baumwoll-,     Woll- oder Kunstseidenstoff behandelt,   darauf abgequetscht und getrocknet. Man erhält eine gute griffige Appretur. 



   5. 200 Gewichtsteile der Alkaliverbindung der durch gemeinsame Polymerisation von
Styrol mit   Maleinsäureanhydrid   erhaltenen   Polycarbonsäure   werden in 800 Gewichtsteilen Wasser gelöst. Mit dieser Lösung wird Viskose-Kunstseide geschlichtet, darauf abgequetscht, ausgeschlagen, getrocknet und nochmals ausgeschlagen. Man erhält eine gute Schlichte. 



   6.60 Gewichtsteile eines Polymerisationsproduktes aus Acrylsäurenitril und Itakonsäure werden durch Auflösen in einer   3% igen   Sodalösung in die Alkaliverbindung   übergeführt.   Die erhaltene hochviskose Lösung gibt eine zügige Druckverdickung, die wesentlich ausgiebiger ist als bisher hiefür verwendete Mittel. 



   7. Baumwollsatin wird mit einer 140joigen Lösung der Ammoniumverbindung der durch gemeinsame Polymerisation   äquimolekularer   Mengen von Vinylchlorid und Maleinsäureanhydrid erhaltenen   Polycarbonsäure   10 Minuten bei 30  C behandelt, abgequetscht, getrocknet und heiss kalandert. Man erhält eine Appretur von hervorragender   Wasch-und Seiffestigkeit.   



   8. Hutfilze, Stroh-und Phantasiehüte aus Borden verschiedener Art werden mit einer   15 /oigen   ammoniakalischen Lösung des   Polymerisationsproduktes   aus Styrol und Maleinsäureanhydrid (etwa 1 : 10 in Wasser gelöst) behandelt, gedämpft und auf die Form gezogen. Beim Erhitzen erweicht das Harz und kann beliebig geformt werden. Nach Erkalten ist die Appretur waschfest. 



   9. Das Verseifungsprodukt eines Gemischtpolymerisates aus gleichen Teilen Vinylacetat und Maleinsäureanhydrid wird in Form seiner sauren Ammoniumverbindung in Wasser gelöst. 



  In der   4% igen Lösung wird   der zu imprägnierende Stoff umgezogen, dann abgespült und bei   100-110    C kalander. Man erhält eine Imprägnierung von ausgezeichneter Koch-und   Sfifbeständigkeit.   Es ist anzunehmen, dass beim Erhitzen eine Umsetzung der Carboxylgruppen mit den Hydroxylgruppen des Polymerisates eintritt, wodurch die grosse Beständigkeit, insbesondere gegen Alkali, zu erklären. 



   10. Der zu imprägnierende Stoff wird in eine   3 /oige   neutrale Lösung   des Triäthanolamin-   salzes von einem Gemischtpolymerisat aus Cumaron und Maleinsäureanhydrid eingetaucht, kurze Zeit in der Lösung gelassen, abgequetscht und getrocknet. Darauf wird der imprägnierte Stoff einige Minuten auf 110  C erhitzt. Die Appretur ist durch Waschen und Kochen nicht mehr herauszulösen. 



   11. Baumwollsatin wird mit einer Lösung von 30 g pro Liter der im Beispiel 7 beschriebenen Verbindung unter Zusatz von 10 g Formaldehyd pro Liter behandelt, abgequetscht und bei etwa 50  C getrocknet. Man erhält eine in kochendem Wasser und kochender Seifenlösung beständige Appretur. 



   12. Hutfilze, Stroh-oder Phantasiehüte aus Borden verschiedener Art werden mit einer Lösung von 30 g einer   60%eigen   ammoniakalischen Lösung des Polymerisationsproduktes aus Styrol und Maleinsäureanhydrid unter Zugabe von 10 g Acetaldehyd pro Liter behandelt, abgequetscht und bei etwa 50  C getrocknet. Man erhält eine vollständig wasch-und seifenbeständige Appretur.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.1
AT132693D 1931-12-09 1931-12-09 Hilfsmittel zur Behandlung von Textilien. AT132693B (de)

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