Einrichtung zur Verwandlung einer elektrischen Impulsserie in mehrere verschiedene Impulsserien niedrigerer Frequenz Bei der Erzeugung, der Verteilung und dem Ver brauch von elektrischer Kraft ist es bei Regelungen und Registrierungen immer üblicher geworden, dass den verschiedenen Energiemengen Impulsserien ent sprechen, deren Frequenz gewöhnlich der elek trischen Leistung proportional ist. In Verbindung mit solchen Anlagen ist eine Einrichtung nötig, die eine zugeführte Impulsserie auf eine leicht einstell bare Weise verwandeln kann, so dass eine beliebige Anzahl Impulsserien beliebiger, niedrigerer Fre quenz erhalten werden kann.
Es ist auch erwünscht, dass eine solche impulsserienverwandelnde, Einrich tung nach einem im voraus eingestellten Programm arbeiten kann, so dass die von der Einrichtung herausgenommenen Teile der zugeführten Impuls serie nach gewissen Zeiten. ihre Grösse ändern. Es besteht auch ein ähnlicher Bedarf für eine Einrich tung, die eine Impulsserie konstanter Frequenz lie fern kann, welche Frequenz veränderbar sein soll und entweder manuell oder automatisch nach einem be stimmten Programm schnell verändert werden kann. Eine einfache und verwendbare Einrichtung für die oben angegebenen Zwecke ist indessen nicht be kannt.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrich tung zur Verwandlung einer elektrischen Impulsserie in mehrere verschiedene Impulsserien mit niedrigerer Frequenz.
Diese Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die zu verwandelnde Impulsserie einem peri odisch arbeitenden Stromkreisumschalter zugeführt wird, der mehrere verschiedene Schaltstellungen auf weist und mit einer Anzahl abgehender Leitungen versehen ist, die an ungleich vielen Schaltstellungeft angeschlossen sind. Der Stromkreisumschalter arbei- tet derart, dass er durch jeden zugeführten Impuls einen Schaltschritt vorangetrieben wird und in jeder Schaltstellung einen elektrischen Impuls an jede der zugehörigen abgehenden Leitungen vermittelt. Es werden somit auf den Leitungen ungleich grosse Teile der totalen Anzahl zugeführter Impulse erhalten.
Die Zeichnung zeigt einige Ausführungsbeispiele der Erfindung. Im einzelnen stellen dar: Fig. <B>1</B> eine impulsserienverwandelnde Einrich tung als erstes Beispiel der Erfindung mit zwei Stromkreisumschaltern, jeder mit zehn verschiedenen Schaltstellungen und neun abgehenden Leitungen, wobei die Umschalter aus Relaisketten bestehen, Fig. 2 eine gleichwertige Einrichtung, bei welcher die Stromkreisumschalter aus elektromagnetisch an getriebenen Schrittwählern bestehen, Fig. <B>3</B> grundsätzlich eine Möglichkeit,
wie ein Schrittwähler mit dreissig Kontaktlamellen als Strom- kreisumschalter mit zehn Schaltstellungen. verwendet werden kann, Fig. 4 den Anschluss der Kopplungsgeräte an die von den Umschaltern abgehenden Leitungen, Fig. <B>5</B> schematisch, wie die Impulse zu den ab gehenden Leitungen vermittelt werden können, Fig. <B>6</B> eine programmgesteuerte, impulsserien- verwandelnde Vorrichtung und Fig. <B>7</B> eine der Energieabrechnung zwischen mehreren Beteiligten dienende Einrichtung.
Die Einrichtung nach Fig. <B>1</B> weist zwei gleich aus geführte Stromkreisumschalter <B>ST 1</B> und<B><I>ST</I></B> II auf, jeder mit zehn verschiedenen Schaltstellungen und neun abgehenden Leitungen. Die Umschalter<B>be-</B> stehen bei dieser Ausführung aus Relaisketten. Jeder Umschalter enthält drei Hilfsrelais<I>P, R,<B>S</B></I> bzw. <I>P', R',</I> S' und zehn Zählerrelais L<I>1-L</I><B>10</B> bzw. Ll'#--L10', je eines für jede Schaltstellung des Um schalters. Die Einrichtung ist in spannungslosem Zustand gezeigt.
Wenn der Einrichtung Spannung zugeführt wird, wird das Zählerrelais LI und dann über den Kontakt Lla das Startrelais<B>S</B> erregt und beide sprechen an, wobei der Umschaltkontakt<B>Sb</B> umschaltet, so dass sich die Relais,<B>S</B> und Ll in Reihe über die Kontakte Pb, Lla <I>und</I><B>Sb</B> halten. Die zu verwandelnde Impulsserie wird durch die beiden Umschaltkontakte Jl und<B>J2</B> zugeführt. Diese kön nen auf bekannte Weise mittels eines mit diesen zwei Umschaltkontakten versehenen Hilfsrelais er halten werden.
Wenn ein Impuls der Einrichtung zu geführt wird, nehmen die beiden Kontakte JI und<B>J2</B> die untern Stellungen ein, wobei über die Kontakte J2 <I>und</I> LI0c ein Impuls zu der abgehenden Leitung <B>U9</B> und über die Arbeitskontakte Llc des angespro chenen Zählerrelais Ll zu den ausgehenden Leitun gen<B>U8, U7, U6</B> und<B>U5</B> geht.
Der Kontakt Jl ver mittelt in der untern Stellung Strom von dem Plus- Pol über den Kontakt Pa und die Wicklung des Re lais R zu dem Minus-Pol, so dass das Relais R an spricht. Wenn der zuc ührte Impuls aufhört und 2>ef die Kontakte Jl und<B>J2</B> nach den obern Stellungen zurückkehren, hören auch die Impulse auf den ab- ,crehenden Leitungen auf.
Das Relais R ist abfall verzögert, weshalb sein Anker nicht sofort abfällt, wenn der Kontakt JI umschaltet, sondern sich über die Kontakte Jl <I>und Ra</I> hält. Folglich wird das Re lais P über die Kontakte<B>J2</B> und Rb erregt. Wenn das Relais P anspricht, schaltet der Kontakt Pb um und öffnet dabei den Haltestromkreis der Wicklung des Relais Ll. Dieses Relais ist indessen abfall verzögert, so dass die Wicklung des Relais L2 Strom von dem Plus-Pol über die Wicklung des Relais<B>S,</B> die Kontakte Pb, Llb und die Wicklung L2 zu dem Minuspol erhält.
Das Relais L2 spricht folglich an und hält sich über seinen Kontakt L2a und das Re lais<B>S,</B> worauf der Anker des Relais LI abfällt. Auch das Relais<B>S</B> ist abfallverzögert, so dass es erregt bleibt. Dieser erste Impuls ist also von der Einrich tung zu den abgehenden Leitungen<B>U9, U8, U7, U6</B> und<B>U5</B> gegeben worden und hat weiter eine Um schaltung des Stromkreisschalters <B>ST 1</B> dadurch ver ursacht, dass das Zählerrelais Ll abgefallen ist und' das Zählerrelais L2 angesprochen hat.
Bei dem nächsten zugeführten Impuls, wenn die Kontakte JI und<B>J2</B> die untern Stellungen einnehmen, fliesst über die Kontakte<B>J2</B> und L10c ein Impuls zu der abgehenden Leitung<B>U9</B> und durch die Arbeits kontakte L2c des angesprochenen Zählerrelais L2 zu den abgehenden Leitungen<B>U8, U7, U4</B> und<B>U3.</B> Wenn der Kontakt Jl die untere Stellung einnimmt, fällt Relais R ab, während das Relais P, das eben falls abfallverzögert ist, über die Kontakte Jl und Pa erregt bleibt.
Wenn der zugeführte Impuls auf hört, gehen auch keine Impulse auf die abgehen den Leitungen; der Stromkreis des Relais P wird ge öffnet, so dass sein Anker abfällt. Wenn der Um- schalterkontakt Pb dabei noch einmal umschaltet, wird der Stromkreis der Wicklung des Relais L2 ge öffnet.
Dieses Relais ist indessen abfallverzögert, weshalb das Zählerrelais <B>L3</B> Strom von dem Plus-Pol über die Wicklung<B>S</B> und die Kontakte Pb und L2b erhält, folglich anspricht und sich über seinem Kon takt L3a hält, wonach das Zählerrelais L2 abfällt. Der zweite zugeführte Impuls ist also zu den ab gehenden Leitungen<B>U9,<I>U8,</I> U7, U4</B> und<B>U3</B> gege ben worden und hat weiter eine Umschaltung des Stromkreisumschalters <B>ST 1</B> von der Schaltstellung 2 (L2 angezogen) nach der Schaltstellung<B>3 (L3</B> ange zogen) verursacht.
Die zugeführten Impulse werden also zuerst zu gewissen, von der Schaltstellung des Umschalters bestimmten abgehenden Leitungen ver mittelt und verursachen danach eine Umschaltung des Stromkreisumschalters. Hierdurch werden die Impulse mit Sicherheit zu den richtigen abgehenden Leitungen geführt.
Die Einrichtung arbeitet auf die oben. beschrie bene Weise bis zum neunten zugeführten Impuls, der, nachdem er durch den Kontakt LI0c zu der aus gehenden Leitung<B>U9</B> und durch die Arbeitskontakte L9c des angesprochenen Zählerrelais <B>L9</B> zu den ab gehenden Leitungen<B>U8,<I>U7,</I> U6</B> und U4 vermittelt worden ist, bewirkt, dass das Zählerrelais LIO an spricht und das Zählerrelais <B>L9</B> entregt wird.
Das Zählerrelais L10 ist mit den Kontakten LIOd und L10e versehen, die den Stromkreisumschalter STII beeinflussen. Wenn das Zählerrelais LIO anspricht, nimmt der Kontakt LIOd die untere Stellung ein und vermittelt Strom von dem Plus-Pol durch den Kon takt Pa und die Wicklung des Relais R' zu dem Minus-Pol, so dass das Relais R' anspricht.
Wenn der nächste Impuls, das heisst der zehnte, der Einrich tung zugeführt wird und die Kontakte Jl und<B>J2</B> die untern Stellungen einnehmen, wird über die Kon takte<B>J2</B> und LI0c ein Impuls zu dem Stromkreis- umschalter <B>ST 11</B> gegeben, in dem der Impuls über den Kontakt LlO'c zu der abgehenden Leitung<B>U9'</B> und über die Arbeitskontakte LYc des erregten Re lais Ll' zu den abgehenden Leitungen U8', UT, <B>U6'</B> und U5' vermittelt wird.
Wenn der zugeführte Im puls aufhört, das heisst, wenn der Impulskontakt<B>J2</B> nach der obern Stellung zurückkehrt, werden auch keine Impulse mehr auf die abgehenden Leitungen des Umschalters<B>ST 11</B> gegeben. Wenn der Impuls kontakt JI gleichzeitig zurückkehrt, wird der Stromkreis des Relais P unterbrochen, so dass dessen. Anker abfällt.
Der Kontakt Pb öffnet dabei den Stromkreis des Zählerrelais L10 und schliesst statt dessen den Stromkreis des Relais LI über die Wick lung<B>S</B> und die Kontakte Pb, LI0b <I>und<B>Sb,</B></I> so dass das Relais LI anspricht, wonach der Anker des Zählerrelais L10 abfällt. Wenn die Kontakte LIOd und L10e dabei umschalten, wird der Stromkreis des Relais P' geschlossen, denn das Relais R' ist abfall verzögert und hält sich über seinem Kontakt Ra.
Der Kontakt 13'b unterbricht dabei den Stromkreis des Relais Ll' und schliesst statt dessen den Stromkreis des Relais L2', so dass dieses anspricht, wonach das Relais Ll' entregt wird.
Der zehnte zugeführte Im puls ist also zu den abgehenden Leitungen U9', U8', UT, <B>U6'</B> und<B>U5'</B> des Stromkreisumschalters STII vermittelt worden und hat weiter zur Folge, dass der Umschalter<B>ST</B> I von der Stellung<B>10</B> nach der Stellung<B>1</B> und der Umschalter STII von der Stel lung<B>1</B> nach der Stellung 2 umgeschaltet worden ist. Die danach zugeführten Impulse bis zu dem neun zehnten werden auf die oben beschriebene Weise zu den abgehenden Leitungen des Umschalters<B>ST<I>1</I></B> ge geben.
Der zwanzigste Impuls wird wie der zehnte zu dem Umschalter<B>ST 11</B> und in diesem einerseits zu der abgehenden Leitung<B>U9'</B> und anderseits über die Arbeitskontakte L2'c des angesprochenen Relais L2'zu den abgehenden Leitungen<B>U8,</B> UT, <B>U4'</B> und UY geführt und wird ferner eine Umschaltung des Stromkreisumschalters <B>ST</B> II von der Schaltstellung 2 nach der Schaltstellung<B>3</B> bewirken.
Wie es sich aus Fig. <B>1</B> ergibt, sind die abgehen den Leitungen an die Arbeitskontakte der Zähler- relais so angeschlossen, dass der abgehenden Lei tung<B>U9</B> ein Impuls bei neun Schaltstellungen zu geführt wird, der Leitung<B>U8</B> bei acht Stellungen, der Leitung<B>U7</B> bei sieben Stellungen usw., bis zu der Leitung Ul, der ein Impuls bei nur einer Stel lung zugeführt wird.
Folglich werden auf der Leitung Ul zehn Prozent der zugeführten Impulse erhalten, auf der Leitung<B>U2</B> zwanzig Prozent, auf der Lei tung<B>U3</B> dreissig Prozent usw. Mit einer gestrichelten Linie ist noch eine abgehende Leitung<B>U10</B> ange deutet, der alle der Einrichtung zugeführten Impulse zugeführt werden. Da der Stromkreisumschalter <B><I>ST</I> 11</B> gleich dem Umschalter<B>ST 1</B> ausgebildet ist, ihm aber nur zehn Prozent an den Umschalter<B>ST<I>1</I></B> gegebenen Impulse zugeführt werden, sind auf den abgehenden Leitungen<B>U91,<I>U81,</I> U71</B> usw. neun, acht, sieben usw. Prozent der Gesamtzahl der Im pulse der zugeführten Impulsserie vorhanden.
Wird noch ein Stromkreisumschalter zu der Einrichtung hinzugefügt, so werden auf den abgehenden Leitun gen dieses Umschalters<B>0,9, 0,8, 0,7</B> usw. Prozent der Impulse der zugeführten Impulsserie erhalten.
Natürlich können die abgehenden Leitungen an den Kontakten der Zählerrelais auf viele verschie dene Alten so angeschlossen werden, dass die oben beschriebene Verwandlung der zugeführten Impuls serie erreicht wird. Grundsätzlich ist nur ein impuls- vermittelnder Arbeitskontakt jedes Zählerrelais er forderlich. Dabei werden indessen mehrere verschie dene abgehende Leitungen an demselben impuls vermittelnden Kontakt angeschlossen, weshalb es erforderlich ist, dass diese Anschliessung durch Sperr ventile oder dergleichen ausgeführt wird, so dass eine falsche Impulsvermittlung vermieden wird.
Da nur eine ganze Anzahl Impulse zu einer abgehenden Leitung vermittelt werden kann, werden die erhal tenen Impulsserien mit einem gewissen Fehler be haftet. Es ist z. B. nicht möglich, genau zwanzig Prozent von zwölf zugeführten Impulsen zu erhalten. Dieser unvermeidliche Fehler kann aber ganz klein gehalten werden, wenn die Einrichtung so ausgeführt wird, dass die zu einer abgehenden Leitung gege benen Impulse in möglichst gleichen Zeitabständen vermittelt werden.
Fig. <B>5</B> zeigt schematisch, zu welchen abgehenden Leitungen U-Impulse bei den verschiedenen Schalt stellungen L der Umschalter vermittelt werden. Es ist ersichtlich, dass die Zeitabstände zwischen den Impulsen auf allen abgehenden Leitungen ausser der Leitung<B>U2</B> möglichst gleich sind. Eine Verbesse rung der Impulsvermittlung zu der Leitung<B>U2</B> ist natürlich durch eine Vermehrung der Anzahl Arbeits kontakte der Zählerrelais leicht zu erreichen. Das Studium der Fig. <B>5</B> ergibt, dass der maximale Fehler, der auf einigen der abgehenden Leitungen entstehen kann,<B> 1</B> Impuls ist.
Dieser Fehler ist also von einer bestimmten Grösse und von der Anzahl zuge führter Impulse unabhängig, weshalb der prozentuale Fehler immer kleiner wird,<B>je</B> mehr Impulse die zu geführte Impulsserie enthält.
Die Ausführung der Stromkreisumschalter nach Fig. <B>1</B> hat weiter den Vorteil, dass sie für Stromkreis- umschalter mit jeder beliebigen geraden Anzahl Schaltstellungen verwendet werden kann. Dadurch, dass die Zählerrelais anders angeordnet werden, wird es auch möglich, einen Stromkreisumschalter mit einer ungeraden Anzahl Schaltstellungen herzustellen.
Fig. 2 zeigt eine Einrichtung, die betreffend Ar beitsweise, das heisst Verwandlung der Impulsserie, der Einrichtung nach Fig. <B>1</B> entspricht. Die Einrich tung besteht also aus zwei Stromkreisumschaltern <B><I>ST</I></B> I und<B><I>ST 11</I></B> mit zehn verschiedenen Schaltstellun gen und neun ausgehenden Leitungen. Die Strom- kreisumschalter bestehen hierbei aus einem elektro magnetisch angetriebenen Schrittwähler, der aus einer Antriebsspule V und sechs Kontaktbahnen Vl bis<B>V6</B> besteht.
Jede Kontaktbahn ist mit zehn festen Kontaktlamellen und einem beweglichen Kontaktarm ausgerüstet, der bei jedem der Antriebsspule V zu geführten Impulse von einer Lamelle auf die benach barte Lamelle übergeht. Auch in diesem Falle wer den die Impulse mittels zweier Impulskontakte Jl und<B>J2</B> zugeführt.
Wenn ein Impuls zugeführt wird, nehmen die Kontakte Jl. und<B>J2</B> die untern Stel lungen ein, und Jl. vermittelt einen Impuls über die Kontaktarme der Kontaktbahnen Vl-V5 und die Kontaktlamellen zu den abgehenden Leitungen<B>U9,</B> <B>U8, U7, U6</B> und<B>U5.</B> Wenn der Kontakt<B>J2</B> seine untere Stellung einnimmt, wird der Stromkreis des Relais T geschlossen, so dass dieses anspricht. Dabei wird indessen die Antriebsspule V nicht erregt, da sie von dem Kontakt<B>J2</B> kurzgeschlossen ist.
Wenn der zugeführte Impuls aufhört und die Kontakte Jl. und J2 nach den obern Stellungen zurückkehren, gehen "auch keine Impulse mehr auf die aus gehenden Leitungen. Gleichzeitig schliesst der Kontakt<B>J2</B> die Wicklung des Relais T 'kurz. Da aber dieses Relais abfallverzögert ist, er hält die Antriebsspule V einen Impuls, der Wähler wird angetrieben, so dass die Kontaktarme von den Lamellen<B>1</B> auf die Lamellen 2 übergehen.
Der nächste zugeführte Impuls wird folglich durch den Kontakt<B>J2,</B> die Kontaktarme der Kontaktbahnen VI-VS und die Lamellen 2 zu den abgehen den Leitungen<B>U9, U8, U7, U4</B> und<B>U3</B> ver mittelt und verursacht am Ende des Impulses eine Umschaltung des Wählers, so dass die Kontaktarme auf die Lamellen<B>3</B> übergehen. Nach dem neunten Impuls sind also die Kontaktarme an die Lamellen <B>10</B> der Kontaktbahnen angeschlossen.
Der zehnte zugeführte Impuls wird folglich durch den Kontakt Jl und die Lamelle<B>10</B> der Kontaktbahn<B>V5</B> zu den Kontaktarmen der Kontaktbahnen Vl'--V5 des Stromkreisumschalters <B>ST 11</B> vermittelt, von wo der Impuls zu den ausgehenden Leitungen des Umschal ters<B><I>ST</I> 11</B> geführt wird.
Wenn der zugeführte Impuls aufhört und die Kontakte Jl und<B>J2</B> nach den obern Stellungen zurückkehren, erhalten sowohl die An triebsspule V als auch die Antriebsspule V' einen Impuls, da der Kontaktarm der Kontaktbahn<B>V6</B> sich auf der Lamelle<B>10</B> befindet, weshalb sowohl der Wähler des Umschalters<B>ST</B> I als auch der Wähler de# Umschalters<B>ST</B> II einen Schritt angetrieben werden.
Die ausgehenden Leitungen sind an die La mellen der Kontaktbahnen auf eine ähnliche Weise angeschlossen wie die abgehenden Leitungen an die Arbeitskontakte der Zählerrelais in Fig. <B>1.</B> Strom- kreisumschalter mit Schrittwählern haben den Vor teil, dass sie beträchtlich billiger und kleiner sind als die aus Relaisketten bestehenden. Wiederum wird die Anzahl der Schaltstellungen des Umschalters von der Lamellenzahl des Schrittwählers abhängig. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass die Lamellenzahl des Wählers gleich der Anzahl verschiedener Schaltstel lungen des Umschalters ist.
Es wird nur gefordert, dass die Lamellenzahl ein ganzes Vielfaches der An zahl verschiedener Schaltstellungen des Umschalters ist.
Fig. <B>3</B> zeigt schematisch, wie ein Wähler mit dreissig Lamellen für einen Umschalter mit zehn Schaltstellungen verwendet werden kann, und zwar für die Kontaktbahn V5 eines Stromkreisumschalters von dem in Fig. 2 gezeigten<B>Typ.</B> Die Kontaktbahn besteht hierbei aus dreissig Kontaktlamellen und einem Kontaktarm. Um diesen Schrittwähler in einem Umschalter mit zehn Schaltstellungen zu ver wenden, sind die Lamellen<B>1, 11</B> und 21 wie auch die Lamellen 2, 12 und 22 usw. miteinander elek trisch verbunden.
Die Fig. <B>1</B> und 2 zeigen Einrichtungen, bei wel chen alle Stromkreisumschalter gleich ausgeführt sind. Es ist jedoch auch eine Einrichtung mit ver schieden ausgeführten Stromkreisschaltern möglich.
Fig. 4 zeigt, wie die oben genannten Kopplungs geräte an die abgehenden Leitungen der Strom- kreisumschalter angeschlossen werden können. Es sind drei Gruppen abgehender Leitungen vorhanden, die gemäss Annahme an eine impulsserienverwan- delnde Einrichtung angeschlossen sind. Die abgehen den Leitungen<B>U10</B> bis Ul sind an einen ersten, die Leitungen<B>U9'</B> bis Ul' an einen zweiten und die Lei tungen U9" bis UY' an einen dritten Stromkreis- umschalter angeschlossen.
Da die Stromkreisumschal- ter gemäss Annahme mit zehn verschiedenen Schalt stellungen ausgeführt sind, werden auf der Leitung UIO hundert Prozent der Impulse der zugeführten Impulsserie erhalten, auf der Leitung<B>U9</B> neunzig Prozent usw., auf<B>U9'</B> neun Prozent, auf<B>U8'</B> acht Prozent usw., und auf U9" <B>0,9</B> Prozent, auf<B>U8"</B> <B>0,8</B> Prozent usw. bis UY, auf welcher<B>0,1</B> Prozent der Impulse der Impulsserie erhalten wird. Die drei Kopplungsgeräte KI, K2 und K3 sind gleich aus geführt und weisen<B>je</B> drei Schalter<B>01,</B> 02 und <B>03</B> auf.
Der Schalter<B>01</B> besteht aus einem beweg lichen Schalterann, der abwechselnd mit jedem von elf festen Kontakten Kontakt machen kann. Zehn der festen Kontakte sind an<B>je</B> einer der abgehenden Leitungen Ul 0-Ul angeschlossen. Die Schalter 02 und<B>03</B> sind ähnlich ausgeführt, bestehen aber aus nur zehn verschiedenen festen Kontakten. Mittels der Schalter<B>01,</B> 02 und<B>03</B> kann also eine beliebige abgehende Leitung jedes Umschalters an den Punkt 4 angeschlossen werden.
Da die Impulse zu den ab gehenden Leitungen von nur einem Stromkreisum- schalter zugleich vermittelt werden, wird durch dieses Kopplungsgerät auf dem Punkt 4 die Summe der zu den ausgewählten abgehenden Leitungen ver mittelten Impulse erhalten. Wenn, wie in Fig. 4, mehrere Kopplungsgeräte KI, K2 und K3 ähnlich angeordnet sind, ist es erforderlich, dass die von den Schaltern ausgewählten abgehenden Leitungen durch <B>je</B> ein Sperrventil<B>1,</B> 2 und<B>3</B> aneinander angeschlos sen werden. Andernfalls entstehen unzulässige Ver bindungen, die eine fehlerhafte Impulsvermittlung verursachen.
Sind keine Sperrventile angeordnet und wird ein Impuls von dem ersten Umschalter zu der abgehenden Leitung<B>U3</B> gegeben, so wird dieser Impuls durch den Schalter<B>01</B> des Kopplungsgerätes KI zu dem Punkt 4 vermittelt. Der Impuls wird indessen auch durch den Schalter<B>03,</B> die ab gehende Leitung<B>U5"</B> und den Schalter OY' zu dem Punkt 4" geführt, was offenbar nicht zulässig ist. Eine solche fehlerhafte lmpulsvermittlung wird durch die erwähnten Sperrventile vermieden.
Fig. <B>6</B> zeigt eine Einrichtung, die gestattet, dass die Verwandlung der zugeführten Impulsserie nach einem im voraus festgelegten Programm verändert wird. Der impulsserienverwandelnden Einrichtung JO (analog z. B. Fig. <B>1)</B> wird bei<B>5</B> die zu verwan delnde Impulsserie zugeführt. Die Einrichtung ist mit sieben Kopplungsgeräten KI-K7 gemäss Fig. 4 versehen, die also gestatten, dass sieben ungleich grosse, im voraus festgelegte Teile der Impulsserie während der Programmzeit erhalten werden können.
Jeder Teil wird durch einen Arbeitskontakt TR la bis TR7a eines zeitabhängigen Relais TR1-TR7 wei tergeleitet. Die Wicklungen dieser Relais werden durch<B>je</B> eine Leitung oder Schiene eines Programm schalters PO gespeist, welche Leitungen mittels ver stellbarer Verbindungsklemmen<B>6</B> mit einer oder mehreren aus einer Anzahl anderer Leitungen ver bunden werden können, die an die Kontaktlamellen einer Kontaktbahn TY2 eines elektromagnetischen Schrittwählers angeschlossen sind.
Die Programm zeit wird zweckmässig in gleich lange Perioden unter teilt, und jede Lamelle der Kontaktbahn TY2 wird einer gewissen Periode dadurch zugeordnet, dass der Antriebsspule TV des Wählers am Ende<B>j</B>eder Periode ein Antriebsimpuls von dem Zeitkontakt TK zuge führt wird. Die gezeigte Einrichtung ist für 24 ver schiedene Perioden ausgestattet, und da der Wähler <B>30</B> Lamellen besitzt, ist mittels einer zweiten Kon taktbahn TV1 und des Selbstunterbrechers TVS des Wählers dafür gesorgt, dass der Wähler für die übrigen Schritte automatisch angetrieben wird.
Bei der gezeigten Einrichtung sind während der sechs ersten Perioden die Zeitrelais TR1 und TR5 erregt, und Impulsserien können von den Kopplungsgeräten Kl und K5 herausgenommen werden. Während der siebten Periode sind die Relais TR3 und TR5 <I>er-</I> regt, und Impulsserien werden von den Kopp lungsgeräten K3 und K5 herausgenommen usw.
Fig. <B>7</B> zeigt, wie die oben beschriebene Einrich tung bei der Energieaustauschabrechnung zwischen drei Beteiligten verwendet werden kann. Die Betei ligten überführen z. B. Energie über eine gemein same Leitung oder liefern Energie aus einem ge meinsamen Kraftwerk. Die Figur zeigt zwei verschie dene Abrechnungsverfahren. Bei dem einen Ver fahren ist der Kontakt<B>7</B> in der linken Stellung, und der impulsserienverwandelnden Einrichtung JO wird bei<B>8</B> eine Impulsserie zugeführt, die proportional der totalen Energiemenge ist.
Die verwandelnde Ein richtung ist in diesem Falle mit Umschaltern mit zehn Schaltstellungen ausgeführt und mit vier Kopp lungsgeräten Kl-K4 versehen, die gestatten, dass vier beliebig grosse prozentuale Teile der Impuls serie herausgenommen werden können. Die Kopp lungsgeräte sind durch zeitabhängige Kontakte TR1a bis TR12a an drei Impulszähler SR1-SR3, einen für jeden Beteiligten, angeschlossen.
Die zeit abhängigen Kontakte TR1a-TR12a sind von einer zeitabhängigen Einrichtung gesteuert, die wie in Fig. 4 ausgeführt sein kann, so dass während jeder Abrechnungsperiode jedem Beteiligten auf seinem Impulszähler gewisse, im voraus festgelegte prozen tuale Teile der totalen Energiemenge dadurch gut geschrieben werden, dass der Impulszähler durch einen geschlossenen Zeitkontakt an ein gewisses Kopplungsgerät angeschlossen ist. Bei diesem<B>Ab-</B> rechnungsverfahren wird natürlich darauf geachtet, dass während jeder Abrechnungsperiode die Summe der herausgenommenen Impulsserien gleich der zu geführten Impulsserie ist.
Werden mehr als vier ver schiedene Teile der Impulsserie während der Pro grammzeit gewünscht, so kann dies durch eine Ver mehrung der Anzahl der Kopplungsgeräte erreicht werden.
Bei dem andern Abrechnungsverfahren wird der Kontakt<B>7</B> auf die rechte Stellung umgeschaltet, und der impulsserienverwandelnden Vorrichtung JO wird von dem Impulsgeber<B>JG</B> eine Impulsserie mit einer gewissen konstanten Frequenz zugeführt. Weiter wird das Programm so eingestellt, dass während jeder Abrechnungsperiode dem einen der Impuls zähler, z. B. SR3, keine Impulsserie von den Kopp lungsgeräten zugeführt wird. Auf die beiden an- dem Impulszähler werden aber gewisse, im voraus festgelegte Teile der Impulsserie von dem Impuls geber<B>JG</B> gegeben.
Zwei Beteiligten werden also be stimmte Energiemengen unabhängig von der wahren, totalen Energiemenge gutgeschrieben. Diese beiden Impulsserien werden auch einer Summier- und Sub- trahiereinrichtung SDV zugeführt, der von<B>8</B> auch eine der wahren Energiemenge proportionale Impuls serie zugeführt wird. Die Differenz zwischen der letzten Impulsserie und der Summe der von den Kopplungsgeräten zugeführten Impulsserien wird dem dritten Impulszähler SR3 zugeführt, da für diesen Zähler alle Kontakte TRb geschlossen sind. Dem dritten Beteiligten wird also, nachdem die bei den andern Beteiligten ihre bestimmten Energie mengen erhalten haben, die überschüssige Energie menge gutgeschrieben.
Wenn bei den vorbestimmten Einrichtungen keine Programmsteuerung gewünscht wird, sind na türlich nur drei Kopplungsgeräte erforderlich, die verstellt werden, wenn die Energieverteilung verän dert werden soll, und ferner ist ein Schalter erfor derlich, der den Impulszähler auswählt, dem die überschüssige Energiemenge zugeführt werden soll.
Entsprechend dem angestrebten Erfindungs zweck kann bei den beschriebenen Einrichtungen eine beliebige Anzahl beliebig grosser Teile einer der Einrichtung zugeführten Impulsserie erhalten werden. Die Grösse der verschiedenen Teile kann mit jeder beliebigen Genauigkeit erhalten werden mit der Be schränkung, dass jeder Teil nur eine ganze Anzahl Impulse enthalten kann. Jedem Teil kann auch völlig unabhängig von den andern Teilen durch ein einfaches Einstellungsverfahren. jeder beliebige Wert innerhalb des Genauigkeitsgrades der Erfindung ge geben werden. Die Erfindung gestattet auch, die Grösse der herausgenommenen Teile nach gewissen Zeiten nach -einem im voraus eingestellten Pro gramm zu verändern.