CH348162A - Verfahren zur Herstellung einer die Blutgerinnung hemmenden Substanz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer die Blutgerinnung hemmenden Substanz

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CH348162A
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blood clotting
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Zdenek Dr Roubal
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Zdenek Dr Roubal
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung einer die Blutgerinnung hemmenden Substanz
Es ist bekannt, dass gewisse aus Naturrohstoffen oder künstlich gewonnene Polysacharide, wie z. B.



  Heparin, Dextran, Polyschwefelsäureester der Polygalakturonsäure, eine die Blutgerinnung hemmende Wirkung aufweisen.



   Es wurde nun überraschenderweise festgestellt, dass auch gewisse Abkömmlinge einer ganz anderen Gruppe von Naturstoffen, nämlich der Proteine, ähnliche Wirkung besitzen. In erster Linie haben sich Salze von Polyschwefelsäureestern des Ovomukoids bewährt. Diese Salze wurden in der Literatur noch nicht beschrieben. Die antikoagulierende Wirkung dieser Stoffe ist zwar an sich niedriger als z. B. die des Heparins; dieser Umstand stellt jedoch keinen Mangel dar, da die Salze der Polyschwefelsäureester des Ovomukoids eine sehr niedrige Toxi   zität besitzen, und zwar LD5"= 700 mglkgMaus.   



  Weitere Vorteile liegen in der leichten Zugänglichkeit des Ausgangsmaterials, in der einfachen Herstellungsweise und in niedrigen Herstellungskosten.



  Ausser der antikoagulierenden Wirkung haben die neuen Abkömmlinge auch eine bedeutende antilipämische Wirkung.



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer die Blutgerinnung hemmenden Substanz, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass Ovomukoid, z. B. mit Chlorsulfonsäure, Schwefeltrioxyd oder Oleum, in Gegenwart von organischen Stickstoffbasen, wie z. B. Pyridin, Chinolin, Picolin oder eines oberhalb   110"C    siedenden Gemisches von Pyridinbasen, zweckmässig bei erhöhter Temperatur, vorteilhaft bei 70 bis   1050 C,    sulfoniert, das Sulfonierungsprodukt mit einer flüssigen, mit Wasser mischbaren, sauerstoffhaltigen organischen Verbindung, wie z. B. Methanol, Äthanol oder Azeton, gefällt, der Niederschlag nach dem Auswaschen in ein Alkalimetall-,   Erdalkalimetall- od6r    Ammoniumsalz übergeführt, die wässrige Lösung desselben dialysiert und die Substanz durch Umfällen gereinigt wird.



   Beispiel
In einen dreihalsigen Kolben von 300   cm3    Inhalt, versehen mit einem Rührer, Thermometer und Chlorkalziumröhrchen, werden 700   cm3    trockenes, frisch umdestilliertes Pyridin und 160   cm3    frisch umdestillierte Chlorsulfonsäure eingetragen. Das Gemischwird auf dem Ölbade auf 70 bis 800 C erwärmt, und bei dieser Temperatur werden portionsweise unter starkem Rühren 50 g Ovomukoid (dargestellt z. B. nach   Frédericque    und Deutsch, J. Biol. Chem. 181, 49911949) binnen 10 Minuten zugesetzt. Dann wird die Temperatur des Reaktionsgemisches auf   1050 C    erhöht und unter stetigem starkem Rühren 3 Stunden genau eingehalten.

   Nach vollendeter Sulfonierung wird die Heizung ausgeschaltet und das Reaktionsgemisch auf   500 C    abkühlen gelassen, was etwa 30 bis 40 Minuten dauert. Danach wird das Gemisch in 1000   cm3    absoluten Alkohol eingegossen. Es scheidet sich ein voluminöser Niederschlag des sauren Polyschwefelsäureesters aus, der gut sedimentiert. Die klare, durch Pyridiniumsulfat braun gefärbte Lösung wird vorsichtig abgezogen, der Niederschlag zweimal mit je 500 cm3 absoluten Alkohol dekantiert und durch Glasfilter Nr. G 3 abgesaugt. Auf dem Filter wird der Niederschlag mit 100   cm3    absolutem Alkohol und schliesslich mit 100 cm3 absolutem Äther gewaschen.

   Der teilweise getrocknete Filterkuchen wird in 1000   cm3    destilliertem Wasser aufgelöst und mit 2 n-Natronlauge vorsichtig auf   p    8 neutralisiert. Dadurch wird der saure Polyschwefelsäureester des Ovomukoids in sein Natriumsalz überführt, welches nach Zusatz von 8 g Natriumchlorid mit 3000 cm  absolutem Alkohol gefällt und durch Glasfilter Nr. G 3 filtriert wird. Der Niederschlag auf dem Filter wird zweimal mit je 150   cm3    absolutem Äther gewaschen und an der Luft bei Raumtemperatur getrocknet. Um das Pyridiniumsulfat vollständig zu entfernen, wird das Natriumsalz in destilliertem Wasser zu einer siebenprozentigen Lösung gelöst und 24 Stunden gegen strömendes Wasser dialysiert, wobei 1 g Thymol als Schutzmittel zugesetzt wird. Nach vollendeter Dialyse wird die Lösung durch einen Glasfilter Nr.

   G 3 auf dem Büchner-Trichter   filtriert.   



  Zu der nunmehr völlig klaren Lösung wird Natriumchlorid bis zu einer Konzentration von   0,8ovo    zugesetzt, das Natriumsalz wiederum mit einem 2,5fachen Volumen absoluten Alkohols und 200 cm3 absolutem Äther gefällt, durch den Glasfilter Nr. G 3 filtriert und an der Luft getrocknet. Die Ausbeute beträgt 52 bis 55 g. Das Natriumsalz des Polyschwefelsäureesters des Ovomukoids stellt einen gelblichen mikrokristallischen Stoff dar, der in Wasser vollkommen löslich ist. Der Schwefelgehalt beträgt 13 bis   13,5 ovo.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer die Blutgerinnung hemmenden Substanz, dadurch gekennzeichnet, dass man Ovomukoid in Gegenwart von organischen Stickstoffbasen sulfoniert, das Sulfonierungsprodukt mit einer flüssigen, mit Wasser mischbaren, sauerstoffhaltigen, organischen Verbindung fällt, den gewaschenen Niederschlag in ein Alkalimetall-, Erdalkalimetall- oder Ammoniumsalz überführt, die wässrige Lösung desselben dialysiert und die Substanz durch Umfällen reinigt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Stickstoffbasen mit Siedepunkt oberhalb 110"C verwendet und die Sulfonierung bei 70 bis 1050 C vornimmt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als flüssige, mit Wasser mischbare, sauerstoffhaltige, organische Verbindung einen niedrigen aliphatischen Alkohol oder Azeton verwendet.
CH348162D 1955-11-04 1956-11-01 Verfahren zur Herstellung einer die Blutgerinnung hemmenden Substanz CH348162A (de)

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