CH229984A - Verfahren zur Darstellung eines Polyschwefelsäureesters des Cellulose-äthansulfonsäureäthers. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Polyschwefelsäureesters des Cellulose-äthansulfonsäureäthers.

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CH229984A
CH229984A CH229984DA CH229984A CH 229984 A CH229984 A CH 229984A CH 229984D A CH229984D A CH 229984DA CH 229984 A CH229984 A CH 229984A
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cellulose
polysulfuric
acid
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ether
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Inventor
Hoffmann-La Roche & Co. Aktiengesellschaft F.
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Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B13/00Preparation of cellulose ether-esters

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  Verfahren zur Darstellung eines     Polyschwefelsäureesters    des       Cellulose-äthansulfonsäureäther    s.    Es ist     bekannt,    dass die     Polysehwefel-          säureester    von     Polysacchariden        blutgerin-          nungshemmende    Wirkung besitzen     (vergl.     S.     Bergström,        Naturw.    23 [1935] S. 706;       Zeitsahr.    f.     physiol.        Chem.    238 [1936]     S.163;     E.     Chargaff    u.

   F.     W.        Bancroff,        J1.        Biol.          Chem.    115 [1986] s. 149, 155).     Diese    Ver  bindungen haben indessen eine hohe Toxizi  tät, welche ihre praktische     klinische    Verwen  dung     ausschliesst.    Auf diese grosse Giftigkeit  hat schon     BengAröm        ('l.    c.)     hingewi:e.z    -;en. So  wirken     beispielsweise    bereits 10-20 mg       Cellulosepolyschwefelsäureester    pro. kg Tier  bewicht bei der Maus     toxisch.     



  Es     wurde    nun gefunden,     da.ss    man zu  wertvollen     Abko-mmlingen    der     Polysaccharide     gelangen kann, wenn man in     Polysaccharide,          -t,ie        Cellulose,    Stärke     etc.,        zunächst.    saure  Gruppen     ätherartig    einführt und hierauf die  noch freien     Hydroxyle    des     Polysaacharides     mit Schwefelsäure     verestert.    Zu solchen Ver  bindungen gelangt man zum Beispiel in der  Weise,

   dass     man        Cellulose    zunächst in     Cellu-          loseglykoIsäureäther    der Formel  
EMI0001.0048     
  
    [CEHUO4OCH2COOH],z       umwandelt und diese     nachher    in den     Poly-          schwefelsäureester     
EMI0001.0052     
    überführt.     Statt    der     Glykolsäureäthergruppen          lassen    sich auch andere saure     Reste        mit    dem  gleichen Erfolg benutzen.

   Man stellt zum Bei  spiel aus     Cellulose    und     ,ö-Bromätbansulfon-          säure    den     Cellulos.e        ss-oxyäthans#ulfo#ns#äure-          äther        gier    Formel  
EMI0001.0065     
  
    [C6H9O4OCH2CH2SO3Na]S       her und führt ihn hierauf in den     Poly-          schwefelsäureester     
EMI0001.0068     
    über.      Es ist nicht notwendig,     da-ss    auf eine Ein  heit des     Polysaccha.rides,    das heisst. also auf  die.

   Gruppe     CcH"o0,,    stets genau nur eine  saure Gruppe eingeführt wird; auch Produkte,  die etwas weniger oder etwas mehr solcher  saurer Reste     ätherartig    gebunden enthalten,  eignen sich als Ausgangsprodukte für die  Herstellung     der        Polyschwefelsäureester.    'Wei  terhin ist es nicht notwendig, dass alle     Hy        -          d:roxylgruppen    des     Polysaccharides    durch  Schwefelsäure verestert sind, indem auch  etwas niedrigere     Esterstufen    noch verhältnis  mässig gute     V'irksa.mkeit    besitzen.  



       Gegenstand    des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung eines     Poly-          schwefelsäureesters    des     Cellulose-äthansulfon-          säureKthers,    welches dadurch gekennzeichnet.  ist, dass auf     Cellulosre        P-Bromäthansulfon-          säure    einwirken gelassen und der entstandene       Cellulose-äthansulfonsäureäther    mit Chlor  Sulfonsäure     verestert    wird.  



  Die neue Verbindung, welche einen  Schwefelgehalt von     17,2, ö    aufweist, vermag  die Blutgerinnung     Mark    zu hemmen und ist  dabei wenig     toxisch.    In Form ihrer     Alkali-          salze    löst sie sich in Wasser mit     neutraler     Reaktion.  



  Sie soll als Arzneimittel verwendet werden.       Beispiel:     5 Gewichtsteile trockene,     gepulverte        Cel-          lulose    werden mit 40     Raumteilen        40%ig-er     wässeriger Natronlauge 2 Stunden stehen ge  lassen.     Hierauf    rührt man 50 Gewichtsteile       ,B-bromäthansulfo-nsaures    Natrium ein und  erhitzt     ä    .Stunden auf dem Wasserbad. Dabei  färbt     sich        die        Lösung    dunkel.

   Nach 24 Stun  den fällt man das Reaktionsprodukt durch  Alkoholzusatz aus,     zentrifugiert    .es ab, löst  es in wenig Wasser auf und fällt aus dieser       Lösung    nach dem     Abzentrifugieren    geringer  unlöslicher Anteile das     Natriumsalz    des       Celluloc-re,B-äthansulfonsäureäthers    durch Al  koholzusatz aus. Durch eintägige Dialyse der    wässerigen     Lösung    des Präparat-es und     nach-          heriges    Ausfällen mittels Alkohol wird     das     Produkt gereinigt.  



  In eine stark     gekühlte    Mischung von 60  Raumteilen trockenem     Py        ridin    und 14 Raum  teilen     CMorsulfoncättrewerden    6 Gewichts  teile des vorerwähnten     Celliilose-äihansulfon-          s        'itireäthers        i-        unter        Rühren        eingetragen.        eingetragen.        Man     erhitzt unter     ständigem        Turbinieren    die     Ie-          

  a-ktionsmasse    während 5 Stunden auf 85 ,  lässt hierauf 12 Stunden bei Zimmertempera  tur stehen und giesst auf Eis.     Hierbei    löst  :ich der grösste Teil des     Cellulosederivates     auf. Nach dem     Abfiltrieren    geringer Mengen  eines unlöslichen Niederschlages setzt man  zum wässerigen Filtrat Alkohol, wodurch der       Cellulose    - ä     t.haasulfonsäureäther    -     polyschwe-          felsäureester    ausgefällt wird.

   Man     nutscht     ab, löst den     Niederschlag    in wenig     Wasser,     neutralisiert durch Zusatz von Natronlauge  und     fällt    das     Na.triumsalz    durch     Alkohol-          zusa.t,z    aus der wässerigen     Lösung    aus.  Das     rtbgettittschtc        Natriumsalz    wird hierauf  zwecks     Entwässerung    12 Stunden unter Al  kohol liegen     gelassen,    dann in     Xther    einge  legt und schliesslich getrocknet. Schwefel  gehalt 17,2

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Poly- schwefelsäureesters des Cellulose-äthansulfon- säureäthers, dadurch gekennzeichnet, dass auf Cellulose f-Bromäthansulfonsäure einwirken gelassen und der entstandene Cellulose-äthan- sulfonsäureäther mit Chlorsulfonsäure ver estert wird. Die neue Verbindung.
    welche einen Schwefelgehalt von 17,2 / aufweist, vermag die Blutgerinnung stark zu hemmen und ist dabei wenig toxisch. In Form ihrer Alkali salze löst sie sich in Wasser mit neutraler Reaktion.
CH229984D 1942-08-21 1942-08-21 Verfahren zur Darstellung eines Polyschwefelsäureesters des Cellulose-äthansulfonsäureäthers. CH229984A (de)

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