DE548374C - Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Abkoemmlingen des Santalols - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Abkoemmlingen des Santalols

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DE548374C
DE548374C DEV22365D DEV0022365D DE548374C DE 548374 C DE548374 C DE 548374C DE V22365 D DEV22365 D DE V22365D DE V0022365 D DEV0022365 D DE V0022365D DE 548374 C DE548374 C DE 548374C
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santalol
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Expired
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DEV22365D
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Dr Hans Walter
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/12Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D487/18Bridged systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Abkönunlingen des Santalols Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Derivaten des Santalols, und zwar besteht sie darin, daß man auf Verbindungen desselben mit Arylsulfonsäuren oder Halogenfettsäuren Hexamethylentetramin einwirken läßt.
  • Es ist bereits bekannt, chemische Verbindungen mit alkoholischem Charakter mit Bromessigsäure zu verestern und sodann mit Hexamethylentetramin zu kuppeln. Derartige Präparate sind wasserlöslich. Da die Konstitution des Santalols, eines noch im wesentlichen unerforschten Naturstoffes, noch unbekannt ist, war es keineswegs vorauszusehen, daß mit der Wasserlöslichmacbung nicht noch sonstige nachteilige Veränderungen einhergehen würden, die das vor allem in der Therapie sehr wichtige Präparat in der therapeutischen Wirkung beeinträchtigen würden.
  • Die Folge dieser Behandlung ist überraschenderweise jedoch, daß außer einer gesteigerten pharmakologischen Wirkung die mit der Wasserunlöslichkeit des Santalols verbunden gewesenen Reizwirkungen, die ein sehr störendes Moment in der Anwendung bildeten, verschwinden. i. Beispiel Gleiche Moleküle Santalol und Bromessigsäurebromid oder Chloressigsäurechlorid werden in Chloroformlösung mit etwas mehr als der' berechneten Menge Chinolin versetzt. Der so erhaltene Brom- bzw. Chloressigsäuresantylester wird in der üblichen Weise aufgearbeitet, gewaschen, getrocknet und in Chloroformlösung mit Hexamethylentetramin stehengelassen. Nach mehrstündigem Stehen findet reichliche Abscheidung eines weißen Kristallpulvers statt. Die Verbindung ist in Wasser bei gewöhnlicher Temperatur zu etwa 141o löslich und besitzt einen kaum bitteren Geschmack. z. Beispiel i Mol. Santalol wird mit etwa, i Mol. Pyridin in etwa der zehnfachen Menge gut gekühltem Äther aufgelöst. 2u dieser Lösung läßt man unter gutem Rühren eine Lösung von i Mol. Benzolsulfonsäurechlorid, in etwa der dreifachen Menge Äther gelöst, innerhalb mehrerer Stunden langsam eintropfen. Das erhaltene Reaktionsprodukt wird sodann mit Wasser gewaschen, entsäuert, getrocknet und schließlich der größte Teil Äther abdestilliert. Der erhaltene Ester, mit noch etwas Äther vermischt, wird sodann mit i Mol. Hexamethylentetramin (feinst verrieben) zusammengegeben und gelegentlich gut durchgerührt. Hierbei findet zunächst Auflösung statt, und schließlich erstarrt das Ganze zu einem Kristallkuchen. Dieser wird zwecks Reinigung in viel Äther verteilt, abgenutscht und schließlich im Vakuum von den letzten Resten Äther befreit. Die Verbindung ist in Wasser von ao°.zu-etwä 5°4 löslich.
  • Bei der Herstellung von Lösungen, der genannten Verbindungen ist zweckmäßig eine Konzentraticn von weniger als 3 °/o einzuhalten und ein Erwärmen auf über 4.o° zu vermeiden. Die Lösungen sind ziemlich beständig; beim Erhitzen findet jedoch sehr rasch Abspaltung von freiem Santyl statt.
  • 3. Beispiel Gleiche Moleküle Santalol und Pyridin werden in einem Überschuß von gut gekühltem trockenem Äther aufgelöst. Zu dieser Lösung läßt man sehr langsam unter gutem Rühren und guter Kühlung eine Lösung von I Mol. p-Toluolsulfonsäurechlerid, ebenfalls in trockenem Äther gelöst, zutropfen. Das erhaltene Reaktionsprodukt, das man vorteilhafterweise noch über Nacht in Eiswasser hat stehenlassen, wird sodann mit Wasser gut ausgewaschen, wobei das ausgefallene Pyridinhydrochlorid in wässerige Lösung geht. Hierauf wäscht man mit durch Schwefelsäure angesäuertem Wasser, sodann verdünnter Natriumcarbonatlösung und schließlich mit reinem Wasser. Die so erhaltene gereinigte ätherische Lösung wird ebenfalls über Nacht mit geglühtem Natriumsulfat getrocknet und sodann durch Destillation vem größten Teil des Äthers befreit.
  • Der Rückstand, Santyl-p-toluolsulfonsäureester, der noch etwas Äther enthält, wird mit feinst gepulvertem Hexamethylentetramin längere Zeit gut durchgerührt. Nach etwa zwei Stunden findet starke Umsetzung statt unter Verfestigung des ganzen flüssigen Inhalts. Die so erhaltene Masse wird zerkleinert und mehrmals mit trockenem Äther gewaschen. Schließlich wird das ätherfeuchte Produkt unter Vermeidung von Luftfeuchtigkeit abgenutscht und der letzte Rest Äther im Vakuumexsikkator verjagt.
  • Die Verbindung ist in Wasser zu etwa 501" löslich.
  • Sämtliche Verbindungen sind in Alkohol verhältnismäßig gut löslich, dagegen fast unlöslich in Chloroform, Benzol, Äther und anderen mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln.
  • Sie besitzen außerdem einen unscharfen Schmelzpunkt, und zwar schmilzt der Körper nach Beispiels unter ganz geringfügiger Gelbfärbung bei r87°, nachdem schon bereits bei etwa !3o° schwache Sinterung zu bemerken ist. Der Körper nach Beispiel 2 erweicht Ebenfalls bei etwa -30° und schmilzt unscharf bei i79° unter leichter Gelbfärbung. Der Körper nach Beispiel 3 schmilzt unscharf bei i82° unter ganz leichter Gelbfärbung.
  • Anstatt bei der Zierstellung der Santylester Pyridin als Bromwasserstoff abspaltendes Mittel zu verwenden, kann man mit Vorteil feinst gepulvertes Kaliumhydroxyd unter späterer Tiefkühlung in ganz kleinen Portionen der Reaktionsmischung zusetzen und etwa unter gelegentlichem Umschütteln eine Stunde stehenlassen. Hierdurch wird die Veresterung besonders schnell und quantitativ durchgeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Abkömmlingen des Santalols, dadurch gekennzeichnet, daß man Hexamethylentetramin auf Verbindungen des Santalols mit Arylsulfonsäuren oder Halogenfettsäuren einwirken läßt.
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