Einrichtung für Bilanz- oder statistische Zwecke Zwecks Erläuterung der Erfindung geht man am besten von einem praktischen Bei spiel aus. In einem grösseren Betrieb mit Werkstätten und dergleichen-werden Strom, Wasser, Gas, Rohstoffe usw. verbraucht oder erzeugt, in einem andern Teil der Betriebs anlagen werden in Massenfertigung bestimmte Gegenstände hergestellt, und es soll nun in einem bestimmten Turnus bilanziert werden oder die Durchsätze der einzelnen Anlage teile sollen statistisch erfasst werden.
Zu diesem Zweck werden soweit als möglich die Durchsätze durch integrierende Messgeräte ermittelt, die unmittelbar oder mittels Fern leitung druckende und nach dem Druck sich auf Null stellende Zählwerke antreiben. Die Druckvorrichtung für derartige Zwecke hat man von Hand betätigt.
Sie druckte ausser dem Zählwerksstand auch noch Kennungen wie Zeit, Ort, Nummer der Messstelle auf. Es musste also in einem bestimmten Turnus eine Person die einzelnen Messstellen auf suchen, eine Karte einstecken, die Druck vorrichtung betätigen, anschliessend die Karte wieder herausnehmen und die ge sammelten Karten an einer zentralen Aus wertestelle abgeben. Dies ist verhältnismässig umständlich, und ausserdem fallen die Druck vorrichtungen verhältnismässig teuer aus.
Erfindungsgemäss werden für solche Einrichtungen abschnittweise abzutrennende Druckstreifen mit den einzelnen Messstellen zugeordneten, vorgedruckten Kennungen ver wendet, in die der Zählwerksstand einge druckt wird. Man erhält dadurch einfache Druckvorrichtungen, wie sie beispielsweise in druckenden Maximumzählern oder derglei chen verwendet werden.
Um die Druckvor richtung noch weiter zu vereinfachen, kann man die Stellenzahl des Druckzählwerkes kleiner machen als die jener Messstellen höch sten Durchsatzes, also grösster Stellenzahl der Anlage. Meist wird man mit einem dreistelli gen Zählwerk auskommen. Bei Messstellen, an denen Ziffern höherer Stellenzahl gedruckt werden müssen, wird dafür beispielsweise durch Vordrucken entsprechender Kennun gen auf den Streifen die Stellenzahl kenntlich gemacht. Vorteilhafter ist es , die höhere Stel- lenzahl durch entsprechende Verlagerung der Druckstelle quer zum Druckstreifen kennt lich zu machen, indem man z.
B. Druckwerk und Druckstreifen relativ quer verschiebbar macht. Um keine leeren Stellen zu erhalten, kann man an den letzten Stellen auf dem Streifen schwächer oder mit anderer Farbe Nullen vordrucken, von denen dann je nach der Stellenzahl keine, eine oder mehrere stär ker oder mit anderer Farbe durch die Druck vorrichtung überdruckt werden.
Da solche Druckvorrichtungen wegen, ihrer Einfachheit nur wenig Kraft benötigen, kann man sie auch leicht fernsteuerbar machen. Die Art der Fernsteuerung ist nicht Gegen stand der Erfindung. Zur Fernsteuerung können besondere, vielleicht schon für andere Zwecke vorhandene Leitungen, Telephonlei- tungen, Uhrenleitimgen verwendet werden, oder man kann vorhandene Leitungen wie Starkstromleitungen überlagern, beispiels weise mit tonfrequenten Strömen,
oder man kann auch drahtlos übertragen, z. B. mit Kurzwellen. Der Druckvorgang und anschlie ssend der Transport der Papierbahn wird zweckmässig durch ein Federspeicherwerk be werkstelligt, welches durch einen kleinen -i@synchronmotor oder zwangläufig von Hand bei der Entnahme des Druckstreifenabsehnit- tes aufgezogen wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. In Fig. 1 ist schematisch ein Teil einer An lage mit einer Zentralstelle Z und einer An zahl von Messstellen H, die hier beispiels weise den Stromverbrauch messen, darge stellt. Von der Zentrale Z aus können mit Hilfe überlagerter Tonfrequenzströme über das Starkstromnetz N hinweg die Druckvor richtungen an den Messstellen 31 ferngesteuert werden.
Jede Druckvorrichtung druckt beim Einsteuern den Zählwerksstand und stellt das Zählwerk anschliessend auf Null zurück. Will man eine Kontrolle haben, dass das Zähl werk tatsächlich auf Null gestellt wurde, so kann durch einen zweiten Druckvorgang auch die Nullstellung des Zählwerkes auf den Registrierstreifen aufgedruckt werden.
Eine Druckvorrichtung (vergleiche Fig. 2) ist der Einfachheit halber durch ein Recht eck 1 angedeutet. 2 ist das eigentliche Druck werk mit dem Zählwerk, das beispielsweise durch Impulse von einem räiunlich davon ge trennten Zähler fortgeschaltet wird. 3 ist der von einer Vorratsrolle 4 ablaufende Druck streifen, der auf der einen Seite bei 5 gelocht ist. In die Löcher greifen die Zacken einer Stachelwalze, die nach jedem Druckvorgang den Streifen um einen Abschnitt 6 weiter schaltet.
Die Abschnitte sind durch Perfora tionen 7 voneinander getrennt, so dass jeder bedruckte Abschnitt leicht abgerissen werden kann. Die Perforation ist entbehrlich, wenn man die Druckvorrichtung mit einem Schneid werk oder einem Abreisser versieht. Die ein zelnen Abschnitte sind mit Kennungen vor gedruckt. So kann am linken Rand neben der Lochreihe 5 eine Kennung für zeitliche Zuordnung, z. B. eine Durchnumerierung der Lohnwochen oder Tage aufgedruckt sein, in der Mitte eine Kennziffer, z.
B. 315, für die betreffende Messstelle. Darunter ist die Di mension kWh für die gemessene Grösse-vor- gedruckt. Die Druckvorrichtung druckt in den noch freien Raum lediglich den Zähl werksstand 8, hier beispielsweise die Zahl 471,3. Nach Beendigung des Druckvorganges werden die Abschnitte 6 abgerissen und zur Zentrale Z gebracht. Dort werden sie bei spielsweise bilanzmässig ausgewertet.
Nun werden die Kilowattstundenbeträge der einzelnen liessstellen oft iun eine oder mehrere Zehnerpotenzen voneinander abwei chen. Die grösste vorkommende Zahl der An lage habe beispielsweise fünf Stellen vor dem Komma und eine Stelle nach dem Komma. Die kleinste Zahl habe nur zwei Stellen vor dem Komma und eine hinter dem Komma. Um nun für die ganze Anlage mit möglichst einfachen Druckvorrichtungen auszukommen; verwendet man durchwegs nur dreistellige Druckzählwerke.
Bei der Zahl mit der gröss ten Stellenzahl werden die letzten drei Stellen durch Null kenntlich gemacht und diese Nul len werden schon auf dem Papier vorge druckt, und zwar entweder schwächer oder in anderer Farbe als beim Druck des Ziffern werkes. Um die verschiedenen Stellenzahlen berücksichtigen zu können, ist, wie Fig. 3 zeigt, das eigentliche Druckwerk 2 absatzweise quer zum Druckstreifen 3 verstellbar. Es läuft beispielsweise auf Schienen 9, 10. Die Schiene 7.0 ist am einen Ende bei 11 ver zahnt.
In die Zahnlücken kann eine an der Druckvorrichtung 2 angebrachte Rast grei fen, die durch Drehen einer Schraube 12 oder unähnlicher Weise gesperrt werden kann. Der Abstand der Zähne 11 entspricht dem Abstand der einzelnen Ziffern des ge- druckten Zählwerksstandes. Auf den einzel nen Streifenabschnitten, die im wesentlichen denen der Fig. 2 entsprechen, sind in der Reihe, wo später der Zählwerksstand gedruckt wird, drei Nullen 13 vorgedruckt, nämlich zwei vor und eine hinter dem Komma.
Von diesen Nullen werden je nach der Einstellung des Druckwerkes 2 auf der Schiene 10 keine, eine oder mehrere überdruckt. In dem ge druckten Abschnitt 60 ist die erste Null mit einer Fünf überdruckt, so dass also die ab lesbare Zahl beispielsweise 1350,0 lautet. Bei hlessstellen mit kleineren Durchgangsmengen wird das Druckwerk 2 weiter nach rechts ge schoben, so dass also zwei oder alle drei Nullen überdruckt werden.
Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass für sämtliche Messstellen, unabhängig von der Durchgangsmenge, genau die gleichen Druckvorrichtungen und die gleichen entspre chend v orgedruckten Papierbahnen verwendet werden können, die dann nur nach den er fahrungsgemäss auftretenden Höchstwerten der Durchgangsmengen eingestellt zu werden brauchen. Ist bei der Bewertung der so ge druckten Ziffern noch irgendein Faktor zu berücksichtigen, z. B. der Faktor 2 oder 5, mit dem die gedruckte Zahl multipliziert wer den soll, dann kann auch dieser gleich mit -vorgedruckt werden.
Auf solche Weise erhält man einfache, billige Druckvorrichtungen, die wenig Platz und Antriebskraft erfordern und deshalb mit verhältnismässig einfachen Mitteln fern gesteuert werden können. Alles was die Druckvorrichtung verteuern, ihren Kraftbe darf vergrössern würde usw. fällt durch Vor drucken der Druckstreifen fort. In besonde ren Fällen kann das Druckzählwerk auch als Preiszählwerk ausgebildet werden, so dass eine Ausrechnung der gezählten Mengen in Geld gespart werden kann.