Zugmeldeeinrichtung In modernen Eisenbahnanlagen, in denen von einer Befehlsstelle aus der gesamte Zug verkehr auf einer oder mehreren Strecken über zahlreiche Blockstellen, Bahnhöfe usw. ferngelenkt und fernüberwacht wird, ist es von grosser Wichtigkeit, dass der Leiter der Befehlsstelle jederzeit übersehen kann, in wel chen Gleisabschnitten sieh die einzelnen Züge befinden.. Es ist daher schon vorgeschlagen worden, in einem in der Befehlsstelle ange ordneten Gleisbild Zugnummernmelder vorzu sehen, die anzeigen, welche Züge sieh in den einzelnen Abschnitten befinden. Die bisher bekanntgewordenen Lösungen sehen dabei in jedem Streckenabschnitt oder Bahnhofgleis (,in mehrteiliges Zugnummernfeld vor.
Bei Beginn einer ,Zugfahrt wird die Nummer des Zages in einem Anfangsfeld eingespeichert. Sie wandert dann automatisch mit der Zug fahrt im Gleisbild von Abschnitt zu Abschnitt und verschwindet schliesslich, wenn der Zug den Bereich der Leitstelle verlässt. Für diese Anordnung ist ein sehr erheblicher Aufwand i ,in Schalteinrichtungen erforderlich. Erstens müssen so viel Zugnummernmelder vorgese hen werden, wie Gleisabschnitte vorhanden sind.
Zweitens ist es notwendig, dass die Zug- nummernfelder elektrisch eingestellt werden können, und drittens sind umfangreiche Spei cher- und Schalteinrichtungen erforderlich, durch die die Zugnummern in Abhängigkeit von den Zugbewegungen von Nummernfeld zu Nummernfeld weitergegeben werden.
Dieser erhebliche Aufwand wird nach der Erfindung dadurch vermieden, dass den Zug nummernfeldern, die zweckmässigerweise au sserhalb des Gleisbildes angeordnet werden, zuggesteuerte Anzeigemittel zugeordnet sind, die anzeigen, in welchem Gleisabschnitt sieh der Zug befindet. Bei dieser Anordnung ist es nicht mehr notwendig, für jeden Gleis abschnitt ein eigenes Zugnummernfeld anzu ordnen, sondern es brauchen nur so viele Felder vorgesehen zu werden, wie sich gleich zeitig Züge im Bereich der Befehlsstelle be finden können.
Die Zugnummernfelder können entweder von Hand beschriftet werden, oder man kann sie auch mit Zahlentrommeln, Filmbän dern oder ähnlichen Einrichtungen ausrüsten, die die einzelnen Buchstaben und Ziffern, aus denen sich die Zugnummern zusammensetzen, tragen, und die ebenfalls von Hand oder auch elektrisch eingestellt werden können. Die Zug nummer soll dann während der Zugfahrt in dem eingestellten Feld stehenbleiben. Durch die dem Feld zugeordneten Anzeigemittel, die durch die Zugfahrt gesteuert werden, wird jeweils angezeigt, wo sich der Zug befindet.
Die Einrichtung muss so ausgebildet werden, dass die Anfangsstellung der Anzeigemittel beliebig wählbar ist, und bei Einstellung der Zugnummer sind zugleich die Anzeigemittel in die erforderliche Anfangsstellung zu brin gen, die sich daraus ergibt, wo der Zug ein gesetzt wird. Als Anzeigemittel können eben falls durch die Zugfahrt weitergeschaltete Trommeln, Filmbänder oder ähnliche Einrich tungen vorgesehen sein, die mit den Kenn zeichen der einzelnen Gleisabschnitte, das heisst Bahnhöfe, Blockstellen usw., und der zwischen denselben liegenden Strecken abschnitte beschriftet sind. Die Anzeigetrom mel oder ähnliche Einrichtung wird in diesem Falle zweckmässig direkt neben den die Zug nummer tragenden Trommeln angeordnet.
Da die Anzeigetrommel in jeder Stellung mit mehreren Buchstaben beschriftet werden muss, wird sie zweckmässig breiter ausgeführt als die Trommeln des Zugnummernfeldes, wo durch im allgemeinen die Anzeigefelder brei ter als die Ziffernfelder der Zugnummern felder werden. Bei dieser Anordnung werden die Zugnummernfelder mit den ihnen zugeord neten Anzeigemitteln zweckmässig alle in einer Zugmeldetafel nach Fig.1 vereinigt, aus der dann ohne weiteres zu ersehen ist, wo sich die einzelnen Züge befinden.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, als Anzeigemittel Lampen zu verwenden, die nacheinander durch den Zug ein- und aus geschaltet werden. Man kann dann die Zug nummernfelder über oder neben dem Gleis bild anordnen und die Anzeigelampe so an bringen, dass ihre Zugehörigkeit zu den ein zelnen Streckenabschnitten ohne weiteres er kennbar ist. Die Anzeigelampen werden da bei zweckmässig durch Leitlinien mit den zu gehörigen Zugnummernfeldern verbunden, wie in Fig. 4 oben dargestellt ist.
Liegen im Zuge einer Strecke Bahnhöfe mit Überholungsgleisen, so muss erkennbar sein, in welches Gleis des Bahnhofes der Zug eingefahren ist. Aus diesem Grunde können den Zugnummernfeldern ausser den Anzeige mitteln, die zur Angabe des Streckenabschnit tes dienen, in dem sich der Zug befindet, wei tere Anzeigemittel zugeordnet werden, die melden, in welchem von mehreren Gleisen eines Bahnhofes sich der Zug befindet. Diese Gleisanzeiger brauchen jedem Zugnummern feld für alle Bahnhöfe der Strecke nur ein mal zugeordnet zu werden. Sie werden zweck mässig als Lampen ausgebildet.
Um den Umfang der Anzeigemittel und den zu ihrer Steuerung dienenden Schaltein richtungen möglichst klein zu halten, kann man einigen Zugnummernfeldern Anzeigevor richtungen zuordnen, die nur durch bestimmte Zugfahrten, z. B. in Richtung von Westen nach Osten, gesteuert werden können, wäh rend weiteren Zugnummernfeldern Anzeige mittel zugeordnet werden können, die nur durch andere Zugfahrten, z. B. in Richtung von Osten nach Westen, gesteuert werden. Ausserdem kann man einigen Zugnummern feldern Anzeigemittel zuordnen, die für alle Zugfahrten verwendet werden können. Diese Anordnung bietet keine betrieblichen Schwie rigkeiten, da bei Einstellung eines Zugnum mernfeldes bereits bekannt ist, in welcher Richtung der Zug fahren wird.
Den Zugnummernfeldern sind zweckmässi gerweise Fortschalttasten, Löschtasten lind ähnliche Einrichtungen zugeordnet, durch die die Anzeigevorrichtungen bei Ausbleiben einer Zugeinwirkung von Hand weitergeschaltet oder bei Aussetzen eines Zuges innerhalb des Bereiches der Leitstelle in Grundstellung ge bracht werden können.
In Fig.1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Zugmeldetafel dargestellt, die zwölf Zugnum mernfelder Z1 bis Z12 enthält. Jedes Zugnum mernfeld enthält sechs Nummernfelder N1 bis N6 und ein Anzeigefeld M. Es enthält ausser dem eine Löschtaste<I>LT</I> und mehrere Einstell tasten ETl, ET\?, ET3 und ET4. Sie dienen zur Einspeicherung des Gleises des Bahnhofes, in dem der Zug eingesetzt wird. Das Gleis wird dann durch die Lampen L1 bis L4 an gezeigt.
Im Anzeigefeld 11 erscheint bei Drük- ken einer Einstelltaste<I>ET</I> selbsttätig die Be zeichnung des Bahnhofes, in dem der Zug ge wöhnlich eingesetzt wird. Soll der Zug unter wegs eingesetzt werden, so wird das Feld<B>31</B> von Hand verstellt, bis das Kennzeichen des Unterwegsbahnhofes erscheint. Die Zugnummernfelder Z1 bis Z6 sind dem Zugverkehr in der einen Richtung zu geordnet.
Für den Zugverkehr in Gegenrich tung sind die Felder Z7 bis Z12 vorgesehen; in ihnen erscheint. bei Drücken einer Taste<I>ET</I> im Feld 1T das Kennzeichen des fernen Bahn hofes. Da. bei zweigleisigem Betrieb die Durch- fahrst.rassen der Bahnhöfe normalerweise nur in einer Richtung befahren werden, fehlt in den Zugnummernfeldern Z1 bis Z6 die der andern Verkehrsrichtung zugeordnete Ein stelltaste ET2 und Lampe L2. In den Zug- nunimernfeldern Z7 bis Z12 fehlt dement sprechend die Taste ETl und Lampe L1.
Die Lampen L0 zeigen an, ob das zugehörige Zug nummernfeld frei oder bereits belegt, ist.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Zugnummernfeldes mit Anzeigefeld darge stellt. Es enthält sechs Zahlentrommeln N1 bis N6 für die Zugnummer und eine breitere Trommel 1Z für die Abschnittsanzeige. Alle Trommeln können einzeln durch die Einstell räder 1.01 bzw. 112 von Hand verstellt werden, die zu diesem Zweck vorn aus der Frontplatte 102 herausragen. Das Anzeigefeld M kann ausserdem durch den Magneten Ml verstellt werden, der, wenn er seinen Anker 103 an zieht, über die Stossklinke 104 in das Zahn- racl 1.05 eingreift und dadurch die Trommel 111 schrittweise weiterschaltet.
Ist der Magnet M1 stromlos, so wird der Anker 103 durch eine Feder in Pfeilrichtung zurückgedreht. Die Trommeln N1 bis N6 werden in jeder Stel lung durch die in die Zahnräder 108 eingrei fenden Federn 1.07 festgehalten. Durch Ein schalten des Magneten A werden durch des sen um den Punkt 109 drehbaren Anker 106 die Federn 1.07 aus den Zahnrädern 108 aus gehoben, so dass die Trommeln N1 bis N6 durch die Federkraft in eine Ruhestellung zurückgeführt werden. Der Magnet A mit sei nem Anker l.06 ist für alle sechs Trommeln nur einmal vorhanden. Die Trommel N1 ist fest mit einem nicht dargestellten Kontaktarm verbunden, der eine Kontaktbank bestreicht. Der Trommel<B>31</B> sind zwei solche Kontakt arme und Bahnen zugeordnet.
Ihre Wirkungs weise geht aus Fig. 2 hervor, In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer Schaltung der Anzeigevorrichtung nach Fig. 3 und der zugehörigen Schalteinrichtungen dar gestellt. In der Zeichnung ist oben ein Strek- kenband angedeutet, das aus den Abschnitten A bis H besteht. Ausser den Hauptgleisen 1 und 2 enthalten die Bahnhöfe A und G zwei weitere Gleise 3 und 4. Der Bahnhof E ent hält ein Überholungsgleis 3. Die dargestellte Schaltung berücksichtigt nur den Verkehr in Richtung von A nach H.
Für den Verkehr in umgekehrter Richtung, der über das Gleis 2 läuft, sind Meldeeinrichtungen gleicher Schal tung gedacht, die mit Einwirkstellen des Glei ses 2 in umgekehrter Reihenfolge (bei F be ginnend) in Verbindung stehen.
Es sei angenommen, dass ein Zug im Bahn hof A in Gleis 4 eingesetzt wird. Dann wird die Zugnummer in einem gerade freien Zug nummernfeld eingestellt, und die dem Gleis 4 zugehörige Taste ET4 wird gedrückt. Dann spricht das Relais G31/32 über seine Wick lung G31 an. Die Relais G31/32, G21/22 und G11/12 haben je zwei Wicklungen und dienen als Speicher, die den Anzeigemitteln zugeord net sind. Sie sind jedem Zugnummernfeld nur einmal zugeordnet. Die zweiten Wicklungen sind mit G32, G22 und G12 bezeichnet.
Nach Ansprechen des Relais G31/32 legt der Kon takt g34 um und schaltet über Stellung 0 der Kontaktbahn m2 des eine Weiterschalteinrich- tung bildenden Schrittschalters SM der An zeigetrommel M das Relais W ein, das durch seinen Kontakt<I>w</I> den Magnet<B>311</B> einschaltet, durch dessen Ansprechen, wie bereits beschrie ben, die Trommel M weitergeschaltet wird, so dass die Kontaktarme m2 und m3 in Stellung 1 gelangen und infolgedessen Relais W und Magnet VI wieder stromlos werden.
Zwischen den den Streckenabschnitten zugeordneten Stellungen des Sehalters Sll2 (z. B. den Schalt armen m2 und m3 entsprechend) bestehen Leerschritte des Schalters. Das Relais G31/32 bleibt. in einem Selbstschlusskreis über seinen Kontakt 'g35 erregt, in dem auch das Relais B11 anspricht. Die durch Kontakt g36 ein geschaltete Lampe L4 zeigt an, dass sich der Zug in Gleis 4 befindet, Es sei angenommen, dass jetzt zunächst ein Zug aus Gleis 1 des Bahnhofes A in Richtung B ausfährt. Dann ist der von der Fahrstrasse abhängige Kontakt f l geschlossen.
Bei Befah ren der Einwirkstelle s1 tritt in der dargestell ten Schaltung keine Wirkung ein, da der Kontakt g13 offen ist. Erst bei Ausfahrt des Zuges aus Gleis 4, bei der der Fahrstrassen kontakt f3 geschlossen ist, spricht bei Befah ren der Einwirkstelle s1 das Relais W über die Kontakte b14 des Anschaltrelais B11 und g33 des Relais G31/32 wieder an, so dass der Magnet 11T1 wieder erregt wird und die Kon taktarme m2 und m3 zugleich mit der Trom mel 31 in Stellung 2 gelangen. Die Relais B11 und G31/32 werden stromlos und fallen ab. Sobald der Kontakt g34 in die dargestellte Lage zurückgeht, spricht. Relais W wieder an, so dass die Kontaktarme m2 und m3 in Stel lung 3 gelangen.
Während des Überganges über Stellung 2 wird vorübergehend ein Stromkreis geschlossen, der über den Kontakt arm n1 der Trommel N1 in Fig. 3 läuft und durch den die Aussendung einer Zugvormel dung oder Gattungsmeldung an die in den nächsten Abschnitten stehenden Schranken wärter usw. erfolgen kann.
Es sei angenommen, dass der aus Gleis 1 des Bahnhofes A ausgefahrene Zug sich noch in Gleis 1 des Abschnittes C befindet, wenn die Kontaktarme m2 und m3 in Stellung 3 gelangen. Dann ist das Gleisüberwachungs relais J11 stromlos, und der Kontakt i12 ist geschlossen. Infolgedessen bleibt das Relais W erregt, Und der Anker 103 des Magneten bleibt angezogen, bis das Gleis 1 des Abschnittes C frei wird. Damit verhindert das Relais W die Weiterschaltung der Anzeigemittel. Dabei kann durch nicht dargestellte bekannte Schalt massnähmen verhindert werden, dass der Ma gnet 311 Dauerstrom erhält.
Erst wenn das (gleis 1. -des Abschnittes C frei wird, Relais J11 wieder anspricht und seinen Kontakt i12 wieder öffnet; fällt Relais W wieder ab, und der Anker 103 fällt zurück. Fährt jetzt ein Zug aus Abschnitt B in Abschnitt C ein, so fällt Relais .I11 wieder ab, so dass Relais W wieder anspricht und die Kontaktarme m2 und m3 mit der Trommel M durch den Ma gneten M1 in Stellung 4 gebracht werden. Hier wiederholt sieh mit Relais .I21 das gleiche Spiel wie vorher mit Relais J11, so dass die Anzeigetrommel mit ihren Kontaktarmen in Stellung 5 gelangt.
In dieser Stellung spricht das Anschalt relais B21 an und schliesst seine Kontakte b22 bis b25. Es sei angenommen, dass der Zug jetzt in Gleis 1 des Bahnhofes E einfährt. Dann ist der Fahrstrassenkontakt f4 ge schlossen, so dass bei Befahren der Einwirk stelle s4 über den Kontakt, b22 das Relais G11/12 über seine Wicklung G11 erregt wird und sich über seine Wicklung G12 und seinen Kontakt g15 einen Selbstschlusskreis bildet (würde der Zug in Gleis 3 einfahren, so würde über Kontakt f 5 Relais G21 l'22 eingeschaltet. wer den).
Über den Kontakt g14 des Relais G11/12 spricht Relais W an, und die Trommel 11 mit den Kontaktarmen m2 und m3 gelangt in Stel lung 6. Der Kontakt g16 schaltet die Gleis lampe L1 ein.
Fährt der Zug jetzt von Gleis 1 in Bahn hof E in Richtung F aus, so ist der Fahrstra ssenkontakt f6 geschlossen, so dass über Kon takt b2-1 und g13 Relais<B>IV</B> wieder anspricht und die Kontaktarme m2 und 7n3 in Stellung 7 gelangen. Dann fallen die Relais G11/12 und B21 wieder ab, und die Kontaktarme m2 und m3 gelangen in Stellung 8, da über den zu rüekgestellten Kontakt g1.1 Relais W wieder anspricht. In Stellung 8 spricht. das Relais B31 an und schliesst seine Kontakte b32 bis b37.
Sobald der Zug jetzt in Bahnhof G ein fährt, wobei einer der Fahrstrassenkontakte f8, f9 und f10 geschlossen ist, spricht eines der Relais G11112, G21/22 oder G31/3\? wieder an, und die Kontaktarme in2 und in') gelangen in Stellung 9.
Bei Ausfahrt des Zuges in Rich tung II wird das Relais 4l;' über einen der Kontakte f11, f12 oder fli) durch die Einwirk- stelle s7 erregt, so da.ss die Kontaktarme 7n2 und m3 na.eh Stellung 10 eitergeseha.ltet wer den. Dann fällt das Relais B31 wieder ab, und das vorher angezogene Relais G1.1./12, G21/22 oder G31132 wird stromlos.
Sobald die Kon takte 914, g24 und c34 in der dargestellten Grundstellung sind, wird Relais W wieder erregt, und die Kontaktarme m2 und m3 ge langen in Stellung 11. In dieser Stellung er hält der Magnet A Strom und entsperrt die Trommeln N1 bis N6, die in ihre Ruhelage zurückgehen. Gleichzeitig öffnet der Kontakt m4, so dass Relais W und Magnet M1 wieder abfallen, worauf der Kontakt m4 wieder schliesst, Relais W wieder anspricht und die Kontaktarme m2 und m3 mit der Trommel<B>11</B> in die Ruhestellung weitergeschaltet werden.
Dann erscheint die Lampe L0 und zeigt an, dass das Zugnummernfeld frei ist und zur Überwachung einer andern Zugfahrt zur Ver fügung steht.
Wenn ein Zug im Bereich der Leitstelle aussetzt, z. B. in Gleis 3 des Bahnhofes E, oder wenn infolge einer Störung die Weiter schaltung der Trommel M unterbleibt, so kann diese aus jeder Stellung von Hand in die nächste Stellung oder bis in die Grundstellung durch Verdrehen des Stellrades 101 weiter gedreht werden. Eine Löschtaste ist daher bei dieser Schaltung nicht erforderlich.
Die Schaltung nach Fig.2 ist auch an wendbar, wenn die Abschnittsanzeige nicht durch eine Trommel 31, sondern durch Lam pen erfolgen soll. In diesem Falle fällt die Trommel M im Zugnummernfeld weg und ist zweckmässigerweise durch einen Drehwähler ersetzt., der ausser den Kontaktbahnen m2 und m3 eine dritte Bahn besitzt, über die Abschnittsanzeigelampen eingeschaltet wer den. Bei dieser Schaltung ist zur Weiterschal tung des Drehwählers eine Weiterschalttaste und, um mehrmaliges Drücken zu vermeiden, eine Löschtaste zur Rückstellung in die Grundstellung erforderlich. Diese Tasten sind in Fig. 2 gestrichelt eingezeichnet.
Der Kon takt m0 ist in der Ruhestellung des Drehwäh lers offen, so dass dieser bei Drücken der Löschtaste in der Ruhestellung stehenbleibt.
Auf der Zahlentrommel M sind die den Stellungen 0, 5, 8, 10 und 11 entsprechenden Felder nicht mit Abschnitts- oder Bahnhofs kennzeichen beschriftet, da diese Stellungen, wie beschrieben wurde, nur zur Steuerung von Schaltvorgängen dienen. Man kann nun zwi- sehen den Schritten 2 und 3, 3 und 4, 6 und 7 ebenfalls Leerschritte einfügen, über die die Trommel unabhängig von der Betriebslage weitergeschaltet wird. Dadurch gewinnt man den Vorteil; dass für die Beschriftungen immer zwei Schritte zur Verfügung stehen und die Schrift entsprechend grösser gewählt werden kann. Man kann auch mehrere Leer schritte einfügen.
In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbei spiel der Erfindung dargestellt, in dem die Abschnittsanzeige durch Lampen La bis Lf erfolgt, die durch Relais I7.,1 bis 117b', welche als Relaiskette geschaltet sind und die Weiter schalteinrichtung bilden, gesteuert werden. Die Schaltung ist so eingerichtet, dass sie so wohl für Zugfahrten in Richtung 0 (Ost) als auch für Zugfahrten in Richtung W (West) verwendet werden kann. Sämtliche dargestell ten Relais sind für jeden Zugnummernmelder, von denen in Fig.4 drei (Z1, Z2 und Z3) gezeichnet sind, einmal vorhanden. Die Ein wirkkontakte s1 bis s10 und die Fahrstrassen kontakte f 1 bis<B>f18</B> sind für alle Zugnummern melder nur einmal vorhanden. Sämtliche ver wendeten Relais haben mehrere Wicklungen.
Die Wicklungen und Kontakte sind so bezeich net, dass zum Beispiel MA11, MA12, ma13, ma14, ma15 zu einem Relais gehören. Ein wei teres Relais ist mit 111A21, UA22, ma23, ma24, ma25 bezeichnet usw. Alle Relais MA bis Mb' @verden für Zugfahrten in beiden Richtungen verwendet. Sie sind einzelnen Abschnitten der Gleisanlage zugeordnet. Jedes Relais hält sich nach seiner Einschaltung selbst und schaltet das nächste Relais der Kette an, während es die Haltung des vorangehenden Relais unter bricht.
Dabei enthalten mehrgleisige Ab schnitte so viele Kettenrelais, als Einfahrstra ssen vorhanden sind. Die Kennzeichnung der Fahrtrichtung erfolgt durch die Relais O ,,Richtung Ost) und W (Richtung West). Das Relais G ist ein Hilfsrelais, das zur Ersparnis von Kontakten auf den Relais 111A bis Mb' dient.
Es sei angenommen, dass in Gleis 1 des Bahnhofes A ein Zug eingesetzt wird. Dann wird bei Einstellung der Zugnummer die Taste ETl gedrückt, so dass die Relais O, G und 117A über ihre Wicklungen 01, G1 und ,11A12 ansprechen. Relais 0 bildet sich einen Selbstschlusskreis über seine Wicklung O2 und seinen Kontakt 06. Relais G bleibt über seine Wicklung G2 und seinen Kontakt g6 einge schaltet. Relais 1A12 bleibt über die Kon takte ma15, g5 und O5 erregt. Über die Kon takte O8, g4 und ma14 werden die Lampen L1 und La eingeschaltet.
Die Lampe<I>La</I> zeigt an, dass der Zug sich im Bahnhof A befindet, und die Lampe L1 bedeutet, dass er in Gleis 1 steht (würde der Zug in Gleis 3 oder 4 ein gesetzt werden, so würde durch Drücken der Taste ET2 oder ET3 Relais MA22 oder MA32 erregt werden und an Stelle der Lampe L1 die Lampe L3 oder L4 erscheinen). Die durch Kontakt O9 eingeschaltete Lampe L0 zeigt die Fahrtrichtung an.
Bei Amtsfahrt des Zuges aus Gleis 1 des Bahnhofes A nach Eist der Kontakt f4 ge schlossen. Infolgedessen wird durch den Ein wirkkontakt s1 das Relais MB11 erregt. Durch Kontakt mb10 wird Relais G2 ausgeschaltet, so dass die Wicklung :11B13 über Kontakt mb15 erregt wird und Relais MA12 abfällt, da Kontakt g5 in der gezeichneten Stellung ist. Jetzt leuchten die Lampen L1 und Lb und zeigen an, dass der Zug sich in Gleis 1 des Abschnittes B befindet. Bei Befahren des Kontaktes s3 werden die Relais MC11 und G3 über die Kontakte mb19 und O3 erregt. Durch den Kontakt g5 in Arbeitsstellung wird die Wicklung 111B13 ausgeschaltet, und die Wicklung MC13 wird über den Kontakt mc15 eingeschaltet.
Nach Abfallen des Relais 31B13 wird über den Kontakt mb10 die Wicklung G2 wieder eingeschaltet. Jetzt brennen die Lampen Lb und L1. Bei Einfahrt des Zuges in Bahnhof D wird, wenn der Zug im Gleis 1 oder Gleis 3 einfährt und dementsprechend der Fahrstrassenkontakt f9 oder f10 geschlos sen ist, das Relais 111D11 oder 31D21 einge schaltet. Durch die Kontakte md10 oder md20 wird Relais G2 wieder stromlos, so dass durch den Kontakt g5 die Wicklung .11C13 ausge schaltet und die Wicklung 111D13 oder 111D23 eingeschaltet werden. Über die Kontakte md14 oder md24 brennen jetzt die Lampen Ld und L1 oder L3.
Fährt der Zug weiter, so arbeiten die Re lais ME11 und später die Relais MF11 oder MF21. Setzt der Zug in Bahnhof D aus, so wird durch Drücken der Löschtaste<I>LT</I> die Wicklung O2 ausgeschaltet, so dass das Relais 0 abfällt, seine Kontakte<I>03, 04, 05,</I> 06, 05 und 09 öffnet und dadurch sämtliche Strom kreise unterbricht.
Wird ein Zug in Bahnhof F in Richtung West eingesetzt, so werden die Tasten ET6 oder ET7 entsprechend der Ausfahrt aus Gleis 2 oder Gleis 3 gedrückt. Dann spricht das Relais W1 und das Relais MF12 oder :11F22 an. Infolgedessen sind, da die Kon takte O3 und O4 offen und die Kontakte w3 und w4 geschlossen sind, die von den Einwirk kontakten s1, s3, s5, s7 und s9 gesteuerten Stromkreise unwirksam, und die von den Kon takten s10, s8, s6, s4 und s2 abhängigen Strom kreise können eingeschaltet werden. Bei der Zugfahrt wiederholt sich daher das beschrie bene Relais- und Lampenspiel in umgekehrter Reihenfolge, wobei an Stelle der Lampe L1 über Kontakt OS immer die Lampe L2 über Kontakt w8 erscheint.
Die Fahrtrichtung wird dann durch die durch Kontakt w9 eingeschal tete Lampe LW angezeigt.
Bei Einsatz eines Zuges in Gleis 3 des Bahnhofes D wird die Taste ET4 oder ET5 gedrückt, wenn der Zug in Richtung Ost oder in Richtung West ausfahren soll. Auch in die sem Falle arbeiten die Relais in der beschrie benen Weise.
Die Einrichtung kann auch derart ausge bildet sein, dass an Stelle der als Schienen stromschliesser dargestellten Einwirkeinrich tungen isolierte Schienen vorgesehen sind, oder dass die Fortschaltung der Anzeigemittel und der sie steuernden Weiterschalteinrich tungen durch Kontakte von Gleisüberwa- chungsrelais erfolgt, die den Frei- oder Be- setztzustand der einzelnen Streckenabschnitte melden. In Fig. 2 ist diese Möglichkeit durch Anordnung der Relais Jll und .721 darge stellt.
In F!-. 4 sind in diesem Falle zusätz liche Schaltmittel erforderlich, die in bekann- ter Weise eine vorzeitige Weiterschaltung ver hindern, wenn bei Einfahrt eines Zuges in einen Abschnitt der nächstfolgende Abschnitt noch durch einen vorherfahrenden Zug be setzt ist. Die Weiterschaltung \wird durch diese Schaltmittel in bekannter Weise davon ab hängig gemacht, dass der folgende Abschnitt frei wurde und dann wieder befahren wird.
Die Schaltungen können auch so ausgeführt werden, dass die Stell- und Löschtasten für alle Zugnummernfelder und Anzeigevorrich tungen nur einmal vorgesehen werden und durch den einzelnen Feldern zugeordnete An sehalttasten an das einzustellende Feld ange schaltet werden.