CH313504A - Verfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen Stau-Schnellregelung von Sektorwehren - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen Stau-Schnellregelung von SektorwehrenInfo
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
- E02B7/20—Movable barrages; Lock or dry-dock gates
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Description
<B>Verfahren und</B> Vorrichtung <B>zur</B> selbsttätigen Stau-Schnellregelung <B>von</B> Sektorwehren Die Erfindung bezieht sich auf ein. Ver fahren und eine Vorrichtung zur selbsttätigen. Stau SchneRregelung von Sektorwehren,
bei denen die normale selbsttätige Wehreinstel- lung bei geringen Oberwasserschwankungen allein durch eine durch Wasserzufuhr oder Wasserabfuhr bewirkte Änderung des Wasser- standes in der Wehrkammer mittels einer Regelvorrichtung erfolgt.
Um bei plötzlichem Stiläsetzen einer Wasserkraftanlage infolge Betriebsstörung die grosse zuströmende Wassermasse ohne wesentliche Stauhöhenüberschreitung über die Wehrkrone abzuführen,
sind die üblichen selbsttätigen Regelvorrichtungen für das Wehr wegen der viel zu geringen mit ihnen erzielbaren Absenkgeschwindigkeiten nicht ausreichend. Es ist daher bisher stets not wendig gewesen,
durch öffnen von. Schie bern oder rasches Senken, von Rohrschützen durch Handbetrieb das Absenken des Wehres zu beschleunigen oder .den Abfluss durch das Öffnen von Grundablässen vorübergehend zu regeln. Dieses Verfahren setzt voraus, dass ständig eine Mannschaft in Bereitschaft ge halten wird.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass bei schneller und starker Oberwasssenschwankung die Wehr einstellung zusätzlich durch Änderung des Inhaltes des im obern Teil des Wehrkörpers befindlichen Luftrammes durch Liützufuhr bzw.
Luftabfuhr mittels eines durch Schwim mer gesteuerten Organs beschleunigt wird. Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass in:
den im obern Teil des Wehrkörpers befindlichen Luftraum eine LuItleitiuig einmündet, die mit Hilfe eins durch einen Schwimmer gesteuerten Regel organs entweder :abgesperrt oder mit der Aussenluft oder mit einer Druckluftquelle verbunden wird.
Als Aizsführungsbeispiel .der Vorrichtung gemäss der Erfindung ist eine Stau-Schnell, regehmäisvorrichti-Lng einer zentral gesteuerten Gruppe nebeneinanderliegender Wehre in der beigefügten Zeichnung dargestellt, an Hand welcher das erfindungsgemässe Verfahren bei- spielsweise erläutert wird.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Querschnitt durch ein :Sektor #ehr in höchster Staustellung, und Fig. 2 ist ein Schnitt nä:ch der Linie II-II in Fig. 1.
Der als 8ektorwehr ausgebildete, unten offene und in .der Achse 1 seiner zylindrisch gebogenen Stauwand 2 drehbar gelagerte Wehrkörper kann in die Wehrkammer 3 ab gesenkt werden.
Die Wehrkammern der neben- einanderliegenden Wehre sind untereinander durch einen Kanal, 4 verbunden, so dass der normalerweise durch eine ans einem Rohr schütz 5 bestehende Regelvorrichtung regel bare Wasserstand 6 in allen Kammern der gleiche ist. Das an den Kanal angeschlossene Schütz 5, an :
dessen Stelle auch ein. anderes Regelorgan vorhanden sein könnte, ist wahl weise entweder von Hand oder maschinell be- tätigbar. Die maschinelle Betätigung kann durch Fernsehaltung oder durch eitle selbst tätige Regelvorrichtung in an sich bekannter Art erfolgen.
Bei selbsttätiger Regelung wird das Schütz 5 verstellt, sobald der Oberwasser- stand vom Stauziel um. ein geringes Mass, etwa 1 bis 3 cm, abweicht.
Dass Oberwasser fliesst sowohl den Wehrkammern als auch dem Rohrschütz 5 zu, über dessen obern Rand das überschüssige Wasser abfliesst. Das Rohr schütz und die Wehrkammern wirken wie kommunizierende, Röhren, derart,
dass der Wagserstand 6 in den Wehrkammern mit der Höhenlage der Oberkante des Rohrschützen 5 übereinstimmt. Wird das Rohrschütz gesenkt, fällt auch der Wasserstand 6 in den Wehr kammern, wobei das aus diesen abströmende Wasser über die Oberkante des Rohrschützes 5 abfliesst. Wird des Rohrschütz gehoben,
strömt den Wehrkammern so lange Wasser zu, bis der Wasserstand in denselben wieder gleich hoch ist wie die Oberkante des Rohr- schützes. Durch Abfluss -von Wasser aus den Wehrkammern oder durch Zufluss von Wasser zu den Wehrkammern in der angegebenen Weise wird dann eine Bewegung der
Wehr körper in ,der einen oder andern Richtung mit begrenzterBewegungsgeschwindigkeit her- vorgenifen, so dass unter normalen Bedingun- gen, das heisst bei geringer und nicht beson ders schneller Veränderung der über das Wehr ,abzuführenden Wassermenge,
die Ein regelung des -Stauspiegels auf das Stauziel durch die erwähnten Mittel allein erreicht wird.
In den Sektorwehren sind in der Nähe ihrer Enden Querwände 7 vorgesehen, die sich über einen Teil des Querschnittes der Sektorwehre erstrecken. In den obeim. Teil des durch diese Querwände abgeschlossenen Luftraumes 8 jedes Wehres mündet eine Luft- leitung 11,
wobei der am Wehr befindliche Teil 9 der Leitung 11 in einer gleichachsig zur Achse 1 angeordneten Stopfbüchse 10 der Luftleitung 11 drehbar ist.. Jedem der neben einanderliegenden Seldoi'wehre ist eine be sondere Luftleitung 11 zugeordnet. Diese Luftleitungen 11 können je für sich mittels nicht dargestellter handbetätigter,
in diese Leitung eingeschalteter Ventile wahlweise entwe'd'er abgesperrt oder mit der Aussenluft oder mit einem Druckluftkessel 12 in Verbin dung gebracht werden.
Dadurch ist es mög lich, etwaige Unterschiede in der Höhenstel lung der Sektorwehre, die sich infolge Luft- v enlusten ergeben könnten, durch Einlassen von Luft in den Luftraum 8 oder durch Aus lassen von Luft aus "diesem auszugleichen. Die Rohrleitungen 11 stehen. ferner in Verbin dung mit einem durch einen Oberwasser schwimmer 13 gesteuerten Regelorgan, z. B.
einem Ringschleber 14, -der die Lufträume aller Wehre gleichzeitig je entweder absperrt oder mit der Aussenluft oder mit dem Druck luftkessel 12 verbindet.
Bei geringen Ände rungen der Höhe des Oberwasserspiegels ge genüber dem Stauziel wird die Wehrhöhe allein durch das Rohrschütz 5 oder ein an deres Steuerorgan in bekannter Art selbst- tätig geregelt, weil dann der Schieber 14 die Lufträume 8 aller Wehre absperrt.
Bei schneller und starker Änderung der Höhe des Oberwasserspiegels, das heisst, wenn die Re gelung durch das Schütz 5 nicht mehr aus reicht, wird der .durch den Schwimmer 13 gesteuerte Ringschieber 14 so.
weit verstellt, dass er Luft in die Lufträume 8 einströmen oder ajus,den Lufträumen 8 ausströmen lässt, wodurch der Inhalt der Lufträume 8 geän dert und damit die Bewegung der Wehrkör per zusätzlich beschleunigt wird. Dabei fliesst aber weiterhin Wasser durch .das Schütz 5 ab oder zu.
Wenn der .Schieber 14 wirksam wird, braucht daher W assen nicht schneller als bei der normalen Regelung aus den Wehr kammern abzufliessen oder in diese einzu- strömen. Zur selbsttätigen Wiederherstellung der GTeiehgewichtslage des in Bewegung ge- setzten
Wehrköpers erhält der Ringschieber 14 in bekannter Weise eine durch den Wehr körper gesteuerte Rückführung.
Claims (1)
- PATDNTAINTSPRÜCHR I. Verfahren zur selbsttätigen Stau Schnellregelung von Sektorwehren, bei denen die normale selbsttätige Wehreinstellung bei geringen Oberwasserschwank ringen allein durch eine durch Wasserzufuhr oder Wasser abfuhr bewirkte Änderung des Wassertandes in der Wehrkammer mittels einer Regelvor richtung erfolgt, dadurch ;ekennzelchnet@ dass bei schneller und starker Oberwasser- schwankung die Wehreinstellung zusätzlich durch Änderung des Inhaltes des im obern Teil des Wehrkörpers befindlichen Luftrau mes (8) .durch Liützufuhr bzw. Luftabfuhr nritteL99 eines durch Schwimmer (13) gesteuer- ten Organs (14)beschleunigt wird. II. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Patentansprach I, dadurch gekennzeichnet, dass in, den im obern Teil des Wehrkörpers befindlichen Luftraum (8) eine Luftleitung (11) einmündet, die mit Hilfe eines durch einen Schwimmer (13)gesteuer- ten Regelorgans (14) entweder abgesperrt oder mit der Aussenluft oder mit einer Druck luftquelle (12) verbunden wird. '<B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekeniizeiehnet, dass der Inhalt des Luftrammes (8) zusätzlich durch HancIbbetäti- gTung eines in einer in Eden Luftraum führen den Luftleitung (11) vorgesehenen Ventils ge regelt wird,wobei der Luftraum wahlweise entweder abgesperrt oder mit der Aussenluft oder mit einem Diaiclduftkessel (12) in Ver bindung gebracht wird. 2.Vorriehttmg nach Patentantprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass bei gemeinsamer Steuerung einer Grippe nebeneinanderliegen- der Sektarwehre zu den Lufträumen @ der Wehrkörper je eine Luftleitung <B>(</B>11) führt und @dass für jede :dieser Luftleitungen ein gesondertes, von Hand zu, betätigendes Ventil vorgesehen isst, das den Inhalt des betreffen den Luftraumes zusätzlich und von dien an dern Sektorwehren unabhängig zu regeln, ge stattet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE313504X | 1952-02-26 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH313504A true CH313504A (de) | 1956-04-30 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH313504D CH313504A (de) | 1952-02-26 | 1953-01-20 | Verfahren und Vorrichtung zur selbsttätigen Stau-Schnellregelung von Sektorwehren |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH313504A (de) |
-
1953
- 1953-01-20 CH CH313504D patent/CH313504A/de unknown
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