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Verstellvorrichtung zum selbsttätigen Einstellen der Fensteröffnungen an Dachfenstern von Gewächshäusern in Abhängigkeit von der
Raumtemperatur
Die Erfindung betrifft eine zum selbsttätigen Einstellen der Fensteröffnungen an Dachfenstern von Gewächshäusern in Abhängigkeit von der Raumtemperatur dienende Verstellvorrichtung, bei der die Fenster von einem Betätigungsorgan aus verstellt werden, das von einem Raumthermostaten gesteuert wird.
Es sind Vorrichtungen zum selbsttätigen Belüften von Frühbeeten bekanntgeworden, bei denen die in einer Fenstereinheit vereinigten, sich dachziegelartig überdeckenden, drehbar gelagerten Querscheiben, an eine gemeinsame Führungsschiene angelenkt sind, die mit einem an sich bekannten einstellbaren Thermostaten in Verbindung steht, der unmittelbar am Betätigungsorgan für die Fenster angreift. Dies hat zur Folge, dass eine Feineinstellung der Fensteröffnungen nicht möglich ist, weil schon eine kleine Verstellbewegung des Thermostaten zwangsläufig eine grosse Verstellbewegung des Fensters nach sich zieht, wobei auch noch der Thermostat, der praktisch die gesamte Verstellkraft aufzubringen hat, ausserordentlich stark belastet wird.
Weiterhin sind Vorrichtungen zum Belüften von Frühbeetkästen bekanntgeworden, bei denen die für die Beregnung vorgesehenen Düsenrohre die Frühbeetfenster tragen und zur Belüftung der Kästen hydraulisch angehoben werden. Hiebei greift an den freien Enden der am Düsenrohr zur Erzeugung der Anhebebewegung vorgesehenen Stangen einSeilzug an, dessen Ende unter der Wirkung des hydraulisch bewegten Kolbens steht. Hier muss die Bedienung der Verstelleinrichtung von Hand durchgeführt werden, was einerseits einen grossen Zeitaufwand erforderlich macht und anderseits zur Folge hat, dass den Raumtemperaturverhältnissen nicht immer mit der erforderlichen Genauigkeit Rechnung getragen werden kann.
Schliesslich sind auch noch hydraulische Hubeinrichtungen zum Öffnen der Fenster und Lüftungsklappen von Frühbeeten, Gewächshäusern od. dgl. bekanntgeworden, bei denen ein zylindrischer Behälter vorgesehen ist, in dem sich eine bei Erwärmung der Raumluft ihr Volumen vergrössernde Druckflüssigkeit befindet und ein den Behälter nach aussen abschliessender Kolben geführt ist, dessen Kolbenstange aus dem Behälter herausragt und an dem zu betätigenden Fenster angreift. Auch in diesem Fall ist eine Feineinstellung der Fensteröffnungen nicht möglich, ganz abgesehen davon, dass diese bekannten Anordnungen störungsanfällig sind. Das Ziel der Erfindung besteht darin, hier Abhilfe zu schaffen.
Zu den oben genannten Zweck besteht gemäss der Erfindung bei der neuen Verstellvorrichtung das in an sich bekannter Weise mit einem Fluidum als Druckmedium betriebene Betätigungsorgan aus einem Druckluftzylinder und aus einem in an sich bekannter Art mit dem zu verstellenden Fenster über einen Seilzug verbundenen Kolben, dessen Bewegung je nach dem Verhältnis zwischen den vom Raumthermostaten ermittelten tatsächlichen Temperaturwerten und einem einstellbaren Sollwert von Magnetventilen gesteuert wird, die in regelmässig aufeinanderfolgenden, einstellbaren Zeitintervallen von einem elektri- schenImpulsgeber 1I ; us dem Raumthermostaten zugeordnet und in den den Raumthermostaten enthaltenden Stromkreis eingeschaltet werden.
Die erfindungsgemässe'Anordnung hat den Vorteil, dass bei ihr eine beliebige Feineinstellung der Fensteröffnungen möglich ist, und dass der die Fensterbetätigung steuernde Thermostat nicht über vermögen belastet wird, ganz abgesehen davon, dass die Bedienung der Belüftungseinrichtung hier praktisch kaum noch Arbeitszeit in Anspruch nimmt, weil die Temperatur in den Gewächshäusern selbsttätig den jeweiligen Erfordernissen entsprechend geregelt werden kann, ohne dass die
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Temperatur überwachende Arbeitskräfte erforderlich sind, was insbesondere im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel von heutzutage von besonderer Bedeutung ist.
Die Regelung der Temperatur erfolgt hiebei jeweils in kleinenSchaltschritten, die jedoch so vorgesehen sind, dass einerseits eine gleichmässige Glashaustemperatur gewährleistet ist und anderseits nur geringe Betriebskosten aufgewendet werden müssen. Im übrigen zeichnet sich derErfindungsgegenstand dem Stand der Technik gegenüber auch noch durch einfa- chenAufbau und durch aufseine besondereRobustheit zurückgehende sichere Funktion und Zuverlässigkeit im Betrieb aus.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung gezeigt.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung werden die nicht weiter dargestellten Fenster mit Hilfe des Seiles 1 geöffnet und geschlossen, das um die Rolle 2 herumgeführt und mit der Kolbenstange 3 verbunden ist, die zum Kolben 5 gehört, der im Druckluftzylinder 4 geführt ist. Dieser Druckluftzylinder, der als Betätigungsorgan zum selbsttätigen Einstellen der Fensteröffnungen an Dachfenstern von Gewächshäusern in Abhängigkeit von der Raumtemperatur dient, ist bei 6 an der konsolenartigen Halterung 7 an der Wand 8 befestigt. Die Bewegung des Kolbens im Druckluftzylinder 4 wird von den beiden Magnetventilen 9, 10 gesteuert, wobei die Steuerung je nach dem Verhältnis zwischen-den von einem Raumthermostaten 12 ermittelten Temperaturwerten und einem eingestellten Sollwert erfolgt.
Die Magnetventile werden hiebei in regelmässig aufeinanderfolgenden Zeitintervallen vom elektrischen Impulsgeber 11 aus dem Raumthermostaten 12, der die Temperatur im Raum überwacht, zugeordnet und in den Stromkreis dieses Thermostaten eingeschaltet. Die Druckluftquelle ist schematisch bei 13 dargestellt, während 14 eine Wartungseinheit darstellt, durch welche die Druckluft hindurchgeschickt wird und in der die Druckluft auf den gewünschten Druck gebracht, gereinigt und, soweit erforderlich, geölt wird.
Der Impulsgeber 11 bringt in bestimmten Intervallen, z. B. in Intervallen von jeweils 5 min, für jeweils kurze Zeit, z. B. 5 sec, die Stromquelle 15 mit dem Raumthermostaten 12 und den Ventilen 9, 10 in Verbindung. Je nach der vom Raumthermostaten, der auf eine bestimmte Solltemperatur eingestellt ist, gemessenen tatsächlichen Temperatur im Raum wird nunmehr ein Impuls zum Öffnen oder Schliessen der betreffenden Fenster ausgesendet. Wenn z.
B. die tatsächliche Temperatur im Raum höher als die Solltemperatur liegt, wird das Ventil 9 betätigt, das die von der Druckluftquelle 13 über die Wartungseinheit 14 und die Leitung 16 ankommende Druckluft über die Leitung 17 und das Drosselventil 18 in den Druckluftzylinder so eintreten lässt, dass der Kolben sich nach unten bewegt und die Fenster in Richtung des Pfeiles 19 geöffnet werden. Wenn die tatsächliche Temperatur im Raum unter die Solltemperatur absinkt, wird das Ventil 10 zur Wirkung gebracht, das den Druckluftauslass aus dem Zylinder beherrscht und den Austritt von Druckluft aus. dem Zylinder gestattet. wobei die Fenster unter der Wirkung des Eigengewichtes eine Schliessbewegung in Richtung des Pfeiles 20 ausführen.
Dem Druckluftzylinder sind hiebei zwei einfache Zweiwegeventile 9, 10 zugeordnet, die in der Herstellung billig sind und deren Verstellkraft ausreicht, da jeweils nur eine geringe Verstellbewegung ausgeführt werden muss.
Zwischen derDruckquelle 13 und dem Druckluftzylinder 5 ist noch eine Umgehungsleitung 21 vorgesehen, mit deren Hilfe die beiden Magnetventile 9110 überbrückt werden können. In dieser Umgehungleitung ist der Handsteuerschieber 22 angeordnet, der dazu verwendet werden kann, die Verstellbewegung des Kolbens 5 im Druckluftzylinder 4 von Hand zu steuern.
AlsDruckluftquelle kann man z. B. einen Kompressor verwenden. der gleichzeitig auch zur Lieferung der Druckluft verwendet werden kann, die. zum Versprühen des Wassers, wie es in Gärtnereien und Gewächshäusern oft erforderlich ist, dient. Dies trägt weiterhin zur Vereinfachung und Verbilligung der Gesamtanordnung bei.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann auch mit Kontrollampen versehen sein. So z. B. kann eine grüne Lampe vorgesehen sein, die beim Aufleuchten anzeigt, dass die Vorrichtung in Betrieb ist. Mit dem Raumthermostaten kann auch eine dem Magnetventil 9 zugeordnete rote Lampe, sowie eine dem Magnetventil 10 zugeordnete blaue Kontrollampe verbunden sein, wobei diese Lampen den jeweiligen Anzeigezustand des Thermostaten auch in Pausezeiten, wenn der Impulsgeber nicht wirksam ist, anzeigen.
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