DE950318C - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des Gasdrucks in Entgasungsraeumen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des Gasdrucks in Entgasungsraeumen

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DE950318C
DE950318C DEH15619A DEH0015619A DE950318C DE 950318 C DE950318 C DE 950318C DE H15619 A DEH15619 A DE H15619A DE H0015619 A DEH0015619 A DE H0015619A DE 950318 C DE950318 C DE 950318C
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DE
Germany
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gas
pressure
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blown
distillation
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Expired
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DEH15619A
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English (en)
Inventor
Dr Hugo Krueger
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Harpener Bergbau AG
Original Assignee
Harpener Bergbau AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases
    • C10B27/06Conduit details, e.g. valves

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des Gasdrucks in Entgasungsräumen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regelung des Gasdrucks in Entgasungsräumen, insbesondere in den Ofenkammern von Gaserzeugungsöfen. Bekanntlich ist bei der Entgasung von Brennstoffen die Gasentwicklung zu Beginn der Garungszeit sehr stürmisch und läßt bei fortschreitender Garung erheblich nach. Dementsprechend sinkt der Druck in der Ofenkammer, bis sich am Ende der Garung sogar ein geringer Unterdruck einstellt. Durch undichte Stellen, insbesondere der Türabdichtung, kann dann leicht Außenluft in die Kammern eintreten und zu unerwünschten Koksverbrennungen führen. Außerdem haben die sich am Schluß der Garungszeit bildenden Destillationsgase nur geringen Heizwert und setzen bei Vermischung mit dem aus weniger abgegarten Kammern stammenden D-estillationsgas in der gemeinsamen Gasvorlage den Gesamtheizwert des Rohgases herab.
  • Zur Vermeidung dieser Übelstände hat man bereits vorgeschlagen, in die Gasabzugsleitung der Ofenkammern regelbare Drosselorgane einzubauen, um durch Verengung des lichten Leitungsquerschnittes einen Druckstau hervorzurufen. Vielfach benutzt man hierzu -von Hand zu bedienende Schieber. Der Bedienungsmann des Schiebers muß dann auf Grund empirischer Erfahrungen,, gegebenenfalls an Hand von Füllzeittabellen, durch entsprechende Schiebereinstellung den Leitungsquerschnitt der voraussichtlichen Gasentwicklung und dem dadurch bedingten Innendruck der Ofenkammer anpassen. Diese Art der Gasdruckregelung hängt völlig von der Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit des Bedienungsmannes ab und ist außerdem reichlich primitiv. Bei neueren Anlagen hat man daher durch einen Druckregler automatisch betätigte Drosselorgane in den Gäsabzugsleitungen vorgesehen. Dabei stehen die Druckregler mit der Gasabzugsleitung in Verbindung und werden nach kurzer Betriebszeit durch die Teerbestandteile und sonstige Verunreinigungen des Destillationsgases stark verschmutzt. Sie arbeiten dann nicht mehr zufriedenstellend und teilweise sogar schlechter als die vorerwähnte Handbetätigung der Drosselorgane.
  • Außerdem ergibt sich bei beiden Arten der bekannten Gasdruckregelung der Übelstand, daß die Drosselorgane sich nach und nach durch Teerablagerungen und Graphitansätze zusetzen. Man hat deshalb auch schon schwenkbare Drosselklappen mit einem wesentlich kleineren als dem lichten Durchmesser der Gasabzugsleitung in diese eingebaut, um ständig die Klappen mit einem gewissen Gasstrom zu umspülen. Bei dieser Einrichtung ist eine genaue Einregelung des Gasdruckes in der Kammer nicht zu erreichen.
  • Die Erfindung bezweckt, alle diese Nachteile in einfacher und betriebssicherer Weise zu beseitigen. Sie besteht im wesentlichen darin, daß ein unter regelbarem Überdruck stehendes Gas in regelbarer Menge bei sinkendem Gasdruck im Entgasungsraum in dessen Gasabzugsleitung entgegen der Strömungsrichtung des Destillationsgases eingeblasen wird. Vorzugsweise kann man hierfür einen vorgereinigten Teilstrom des Destillationsgases selbst, z. B. einen Teilstrom des gereinigten und für Fernleitungszwecke verdichteten Gases, verwenden. Es bedarf keiner weiteren Erläuterung, daß man durch entsprechende Druck- und Mengenregelung des eingeblasenen Gases in der Abzugsleitung des Destillationsgases denjenigen Druckstau hervorrufen kann, der den Gasdruck im Entgasungsraum auf der erforderlichen Höhe hält.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung werden in der Abzugsleitung des Destillationsgases Drosselorgane, vorzugsweise schwenkbare Drosselklappen, vorgesehen, die durch das eingeblasene Druckgas in Richtung auf ihre Schließstellung betätigt werden. Ein vollständiger Abschluß der Gasleitung durch diese Drosselorgane ist nicht mehr erforderlich, da sie den durch das eingeblasene Druckgas hervorgerufenen Druckstau nur durch Verengung des lichten Leitungsquerschnittes erhöhen sollen. Das. eingeblasene Druckgas verhindert außerdem Teer- und Graphitansätze an den Drosselklappen und kühlt sie gleichzeitig. Hierin liegt ein weiterer Vorteil der Erfindung gegenüber den bekannten Einrichtungen. Bei diesen verziehen sich die Drosselorgane unter dem Einfluß der in der Gasabzugsleitung herrschenden hohen Temperaturen schon nach kurzer Betriebszeit oder aber sie müssen wassergekühlt und dann unmittelbar über der Gasvorlage angebracht werden, um ein Abfließen des Kühlwassers in diese zu ermöglichen. An dieser Stelle der Gasabzugsleitung befindet sich aber bereits das Absperrventil zur Vorlage, so daß dort ein gekühltes Drosselorgan kaum unterzubringen ist. Die Erfindung dagegen, bei der eine Wasserkühlung der Drosselorgane nicht mehr erforderlich ist, gestattet deren Einbau an jeder beliebigen Stelle der Gasabzugsleitung.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienenden Vorrichtung veranschaulicht. Es zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt durch den Oberteil einer Entgasungskammer und der anschließenden Gasabzugsleitung, Abb. 2 und 3 je einen ähnlichen Schnitt einer abgeänderten Ausführungsform der zur Regelung des Gasdruckes dienenden Vorrichtung.
  • Mit i ist ein Entgasungsraum, beispielsweise die Kammer eines waagerechten Koksofens, bezeichnet, in dem sich der zu entgasende Brennstoffe befindet. An eine Gasabzugsöffnung 3 im Deckenmauerwerk q. ist ein ausgemauertes Steigrohr 5 angeschlossen, das zur Gasvorlage 6 führt, die mit allen Räumen oder Kammern i in Verbindung steht. Eine an den einzelnen Steigrohren 5 oder auf der Decke q. angeordnete Leitung 7 dient zur Zuführung eines Teilstromes des in der üblichen Weise gereinigten und auf Ferngasdruck verdichteten Destillationsgases. Von der Leitung 7 zweigen mit Drosselventilen 8 od. dgl. versehene Leitungen g zu den einzelnen Steigrohren 5 ab, in deren Unterteil sie mit einer Gasdüse io münden. Das durch diese Düse austretende Druckgas ist der Strömungsrichtung des durch Steigrohr 5 aufsteigenden Destillationsgases entgegengerichtet. Durch entsprechende Einstellung der Drosselventile 8, die zweckmäßig selbsttätig erfolgt, werden Menge und Druck des durch Düse io eingeblasenen Sperrgases geregelt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb.2 befindet sich unterhalb der schräg nach unten gerichteten Gasdüse io eine schwenkbare Drosselklappe i i. Infolge ihrer exzentrischen Lagerung stellt sich diese Klappe selbsttätig senkrecht ein und gibt so den Gasdurchtritt durch das Steigrohr 5 frei. Je nach dem Druck des aus Düse io ausströmenden und schräg nach oben auf die Klappe i i auftreffenden Sperrgases wird diese über die gezeichnete Stellung hinaus bis zur waagerechten Schließlage geschwenkt, die gestrichelt angedeutet ist. Auch in der Schließlage der Klappe ii bleibt zwischen dieser und der Innenwandung des Steigrohres 5 ein Ringspalt frei, durch den je nach den Druckverhältnissen entweder Destillations- oder Sperrgas durchtreten. Auf diese Weise wird die Klappe i i ständig von Gas umspült, so daß sich an ihr keine Teer- oder sonstigen Ansätze bilden können. Infolge der ständigen Kühlung durch das Sperrgas ist die Klappe i i auch gegen Verziehen geschützt.
  • In Abb. 3 ist eine weitere Ausbildungsmöglichkeit der Drosselklappß dargestellt. Diese besteht aus zwei gegenläufig zueinander schwenkbaren Hälften 12, von denen jede durch ein Gegengewicht 14, dessen Tragarm 13 an der Schwenkachse der betreffenden Klappenhälfte 12 angreift, in der gezeichneten Offenstellung gehalten wird: Die Düse io ist senkrecht nach unten gerichtet, so daß der aus ihr austretende Gasstrom in den Spalt zwischen den Klappenhälften 12 auftrifft und diese entgegen der Einwirkung der Gegengewichte 14 bis zu der gestrichelt gezeichneten Schließstellung in die Waagerechte zu schwenken vermag. Durch entsprechende Einstellung der auf den Armen 13 verschiebbar gelagerten Gegengewichte 14 läßt sich das von ihnen auf die Klappenhälften 12 ausgeübte Drehmoment einregeln. Auch bei dieser Ausführungsform bleibt zweckmäßig in der Schließstellung der Drosselklappe 12, 12 zwischen ihr und der Innenwandung des Steigrohres 5 ein Ringspalt frei.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regelung des Gasdrucks in Entgasungsräumen, insbesondere in den Ofenkammern von Gaserzeugungsöfen, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter regelbarem Überdruck stehendes Gas bei sinkendem Gasdruck im Entgasungsraum in regelbarer Menge in dessen Gasabzugsleitung entgegen der Strömungsrichtung des Destillationsgases eingeblasen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise gereinigter Teilstrom des Destillationsgases eingeblasen wird, insbesondere ein Teilstrom des auf Fernleitungsdruck verdichteten Destillationsgases.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch das eingeblasene Sperrgas ein in der Gasabzugsleitung schwenkbar angeordnetes Drosselorgan in Richtung auf seine Schließstellung betätigt wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gasabzugsleitung (5) eine unter dem Einfluß des aus einer Düse (io) austretenden Sperrgasstromes sich schließende, durch exzentrische Lagerung oder durch ein Gegengewicht in der Offenstellung gehaltene Drosselklappe (ii bzw. 12) schwenkbar angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbare Drosselklappe aus zwei durch je ein einstellbares Gegengewicht (14) entlasteten Hälften (12) besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: »Der Bergbau«, 1937, Nr. 12, S. 2o5/2o6; deutsche Patentschrift Nr. 742 923; USA.-Patentschrift Nr. 2 343 034.
DEH15619A 1953-03-07 1953-03-07 Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des Gasdrucks in Entgasungsraeumen Expired DE950318C (de)

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