CH309028A - Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Leber-, Gallen- und Darmerkrankungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Leber-, Gallen- und Darmerkrankungen.

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CH309028A
CH309028A CH309028DA CH309028A CH 309028 A CH309028 A CH 309028A CH 309028D A CH309028D A CH 309028DA CH 309028 A CH309028 A CH 309028A
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    • A61K35/74Bacteria
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Heilmittels    gegen Leber-, Gallen.  und     Darmerkrankungen.       Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren zur  Herstellung eines Heilmittels gegen verschie  dene Leber-, Gallen- und Darmerkrankungen.

    Das nach dem Verfahren erzeugte Heilmittel  enthält einen Wirkstoff, welcher als     Stoff-          weehselprodukt    bei der Züchtung aus bestimm  ten Bazillen gebildet wird, die vereinzelt auf  Pflanzen der     Gruppe    der     Bedeckt.samigen          (Angiospermae),    insbesondere Gräsern, wäh  rend ihrer Reifezeit festgestellt und denen der  Name     Bacillus        subtilis        var.        indolasus    gegeben  wurde. Der von dem Bazillus gebildete Wirk  stoff ist nach der Züchtung sowohl im Bazillus       selbst    wie auch in dem mehr oder weniger  verbrauchten Nährmedium enthalten.

    



  Die Beschreibung und Identifizierung des  Bazillus gemäss dem Schlüssel von     Bergeys      Manual of     Determinative        Bacteriology           VI.    Ausgabe, unter     Einschluss    einiger dort  nicht vorgesehener Teste, ist folgende:

         Baeillus        subtilis        var.        indolasus    gehört zur  Familie     NIII,        Baeillaceae    Fischer; genas     Be-          eillus,        species        Bacillus        subtilis,        var.        indolasus.     



  Die Bazillen sind bewegliche und     unbe-          wegliehe    Stäbchen mit     Köpfchensporen.    Ihre  Länge beträgt in jungen Kulturen zwischen 5  und 10     lc,    ihre Breite bis zu l     ls.    Die Bazillen  sind     gramnegativ,    aber je nach dem Wechsel  des Nährmediums     gramlabil.    Sie sind     fakulativ     anaerob und wachsen in kurzen Ketten, viel  fach     auelr    einzeln.    Häufig bemerkt man das Auftreten     zweier     verschiedener Formen, einer Rauh- und einer  Glattform.

   Bei der     Isoliereng    und Züchtung  einer dieser Formen bildet sich fast stets auch  wieder die andere Form. Die     Rauhform    wächst  auf einer     Agarplatte    von einem braunen Zen  trum aus, am Nährboden fest haftend, vielfach  fein gewunden, fächerförmig sich ausbreitend.  Die Glattform wächst auf     Agarplatten    weniger       fächerförmig    und bildet infolgedessen kleinere  Kolonien. Im flüssigen Nährmedium wach  sen beide Formen mit dicker gefalteter Ober  flächenhaut, die bei der Glattform hellgrau  bis hellbraun, bei der     Rauhform    etwas dunkler  ist.

   Auf     Schrägagar    wächst die     Rauhform    mit  bräunlicher Farbe, festhaftend, fächerförmig  ausstrahlend und mit matter Oberfläche, die  Glattform mit überhängenden Falten, mehr  cremeweiss gefärbt und etwas weniger matter  Oberfläche. Auf Kartoffeln zeigen beide  üppiges Wachsture : die     Rauhform    bräunlich  mit wenig Faltenbildung, die Glattform     weiss-          creme    mit starker Faltenbildung.  



  Beide Formen, die Rauh- und die Glatt  form, können zur Herstellung des Heilmittels  verwendet werden. Wenn im folgenden von       Baeillus        subtilis        var.        indolasus    die Rede ist, so  sind beide Formen damit gemeint.  



  Zur weiteren     Charakterisierung    dient die  nachstehende Tabelle:    
EMI0002.0001     
  
    Nährmedium <SEP> Gas <SEP> Säure <SEP> Verflüssigung <SEP> Wachstum <SEP> Bemerkungen
<tb>  Blutagar <SEP> und <SEP> Blutbouillon <SEP> +-j- <SEP> Hämolyse
<tb>  Gelatine <SEP> -I- <SEP> -i-+
<tb>  Löffler-Sei21m
<tb>  Serum <SEP> Agar <SEP> <B>+</B> <SEP> + <SEP> +
<tb>  Milch <SEP> ++ <SEP> Peptonisierung
<tb>  Nitratbouillon <SEP> -f- <SEP> Nitritbildung
<tb>  Traubenzucker <SEP> Peptonlösung <SEP> -E- <SEP> Acetyl-met.hyl  nach <SEP> Voges <SEP> Poskauer <SEP> earbinolbildung
<tb>  Rindergalle <SEP> - <SEP> -I- <SEP>   Dextrose <SEP> - <SEP> -i- <SEP> +
<tb>  Fruktose <SEP> - <SEP> +
<tb>  Saeeharose <SEP> - <SEP> -I  Maltose <SEP> .- <SEP> -j-- <SEP> -i  Mannose <SEP> - <SEP> -I-- <SEP> -I  Xylose <SEP> - <SEP> -I  Stärke <SEP> -- <SEP> -f  

  Dextrin <SEP> .- <SEP> -/- <SEP> -i  Glyzerin <SEP> - <SEP> -f  Mannit <SEP> - <SEP> -I- <SEP> -I  Sorbit <SEP> .- <SEP> (-f-) <SEP> -E  (-'Talaktose <SEP> - <SEP> nach <SEP> 60 <SEP> li
<tb>  Laktose <SEP> - <SEP>   Rhamnose <SEP> - <SEP>   Raffinose <SEP> - <SEP>   Dulcit <SEP> - <SEP>   Adonit <SEP> - <SEP>   3% <SEP> NaC1 <SEP> Bouillon <SEP> -E  6 ö <SEP> NaC1 <SEP> Bouillon
<tb>  Kligler <SEP> Eisenagar <SEP> -f- <SEP> keine <SEP> H.S-Bildung
<tb>  Aesculin <SEP> - <SEP> -j-- <SEP> Eisenehloridsehwärzung
<tb>  Harnstoffagar <SEP> --eriii@e
<tb>  Harnstoffspaltung
<tb>  Inulin <SEP> _._ <SEP> nach <SEP> 1(l8 <SEP> h
<tb>  Inosit <SEP> - <SEP> nach <SEP> 180 <SEP> h
<tb>  Serum <SEP> -@- <SEP> NH-#-Bildung
<tb>  Leberbouillon <SEP> -!--i- <SEP> Indolbildung
<tb>  1 ö <SEP> Gelatinelösung <SEP> Indolspaltung
<tb>  mit <SEP> Indolzusatz
<tb>  Die <SEP> Spaltung <SEP> der 

  <SEP> Kohlehydrate <SEP> (ausser <SEP> Aeseulin) <SEP> wurde <SEP> in <SEP> Barsiekow-Nährlösung <SEP> geprüft.
<tb>  Wachstum: <SEP> ++ <SEP> sehr <SEP> gut <SEP> + <SEP> gut <SEP> ( ) <SEP> nach <SEP> einigen <SEP> Tagen
<tb>  soeben <SEP> erkennbar <SEP> - <SEP> nicht <SEP> feststellbar         Wie aus dieser Tabelle ersichtlich ist, bildet       der    Bazillus zahlreiche Fermente,     insbesondere          cli        tryptisehe    Fermente, und     vermag    auch       Indol        fermentativ    abzubauen.

   Wie festgestellt       werden    konnte, beruht jedoch die Wirkung des  Heilmittels nicht auf dem Vorhandensein der  Fermente, denn ihre Entfernung beeinträch  tigt die Wirkung nicht.  



  Im     Gegensatz    zu verschiedenen andern  Bazillen der     spezies        Baeillus        subtilis    scheint       baeillus        subtilis        var.        indolasus    keine nennens  werten antibiotisch wirksamen Substanzen zu       produzieren,    zum mindesten in für die thera  peutische Verwendung unwesentlichen Men  gen.

   Bei Versuchen mit einem Trockenrück  stand, der pro mg 133 Millionen abgetötete  Keime enthielt., zeigte ein Zusatz von<B>15,5</B> bis  500 Gamma pro     eins    Nährflüssigkeit gegen  über einer Kontrollösung bei folgenden Mikro  organismen keine Hemmwirkung       Microcoecus        pyogenes        var.        aureus    SG 511,       Micromceus        pyogenes        var.        aureus    B,     Mici-o-          eoecus        pyogenes        var.        aureus    H,

       Mierococeus          pyogenes        var.        aureus    W, E.     coli        B1,    E.     coli        II,     E.     eoli    W, E.     coli    526,     Streptococeus        Gr.    A 807,       Streptoeoccits        Gr.    B     Nr.779,        Streptocoecus          Gr.    C Nr.

   895,     Streptococeus        Gr.    D     Nr.816,          Diploeoeeus        pneumoniae    Type I Nr. H,     Diplo-          mccus        pneumoniae    Type I Nr. 1231,     Diplo-          coecus        pneumoniae    Type     II    Nr.     Knoop,    Diplo  mecus     pneumoniae    Type     III        Kohler.     



  Zur Isolierung der Bazillen legt. man bei  spielsweise am besten Pflanzen der Gruppe  der     Bedecktsamigen        (Angiospermae),    insbe  sondere Gräser, auf welchen der Bazillus vor  kommt, in     wässrige    Lösung und isoliert hieraus  den Bazillus     subt.        var.        indolasu.s.    Zweck  mässigerweise macht man von den isolierten  Bazillen eine     Vorkultur,    insbesondere auf  einem     Nähragar,    von der man zur Erzeugung  des Heilmittels die Bazillen auf das     Kultur-          niedium        überimpft.     



  Die Herstellung des Heilmittels selbst er  folgt beispielsweise durch Beimpfen eines  Kulturmediums, das die zur Vermehrung not  wendigen Nährstoffe enthält, wobei sieh als       Stoffwechselprodukt    ein Wirkstoff bildet,     wel-          eher    als wesentlicher Bestandteil des Heil-    mittels anzusehen ist. Die so entstehende  Kultur kann nach beendeter Züchtung unmit  telbar als Heilmittel Verwendung finden. Es  ist dabei     gleichgültig,    ob man ein flüssiges  oder ein festes     Nährmedium    verwendet.  



  Wie bereits eingangs erwähnt, ist der bei  der Kultur von     Baeillus        subtilis        var.        indolasus     als     Stoffwechselprodukt    entstehende     "V#lirk-          stoff    sowohl in den Bazillenleibern selbst ent  halten, wie auch in dem Kulturmedium, nach  dem die Züchtung einigermassen vorgeschritten,  insbesondere dann, wenn sie beendet ist, was  daraus hervorgeht, dass sowohl die abgetrenn  ten     Bazillen,    wie auch das Kulturfiltrat sich  bei den erwähnten Krankheiten als wirksam  erwiesen haben. Es gelang bisher nicht, diesen  Wirkstoff in reiner Form zu isolieren.

   Da er  aber bei einer Dialyse im     Dialysenrückstand     verbleibt, besitzt er offensichtlich ein höheres       Molekulargewicht.    Durch Hitze und derglei  chen wird er nicht verändert.  



  Daraus ergibt sich, dass man sowohl die  gesamte Kultur wie auch einerseits die Bazil  len allein und das Kulturfiltrat allein als  Heilmittel     verwenden    kann. Beides, sowohl  die     Bakterien    wie auch die Kulturlösungen  sowie Mischungen, können ohne Wirkungs  verlust unter     Abtötung    der lebenden Ba  zillen und ihrer Sporen erhitzt. werden, wobei  die dabei erhaltenen Produkte noch voll wirk  sam sind.  



  Die Kulturen und deren Filtrate können  in beliebiger Weise entwässert werden, z. B.  durch Eindampfen,     Gefriertrocknung,    Sprüh  trocknung usw. Der so entstandene Trocken  rückstand kann in dieser Form oder auch nach  erneuter Zugabe von Wasser vom Patienten  oral angewandt werden.  



  Wie festgestellt wurde, beträgt die gün  stigste therapeutische Tagesdosis des Heil  mittels eine Kulturmenge bzw. eine Menge an       Trockenrückstand    derselben, welche 2 bis 5  Milliarden Keime enthält. Bei Verwendung  von Kulturfiltraten bzw. deren Rückstand ist  eine etwa     20-25%    höhere Menge erforderlich,  das heisst, es wäre eine Dosis zu verwenden,  die vor der Entfernung der Bazillen etwa 2,5      bis 6,3 Milliarden Keime enthielt. Bei Ver  wendung der Bazillen allein beträgt die Tages  dosis etwa. 5 bis 15 Milliarden.  



  Bezogen auf die therapeutisch notwendige  Dosis ist die Toxizität des neuen Heilmittels  ausserordentlich gering. Ein durch Eindamp  fen einer 10tägigen Kulturlösung erhaltener  sterilisierter Trockenrückstand besass eine  Dosis     letalis    nach     Kärber    bei intravenöser In  jektion von 175-200     mg/kg    Maus (100 mg  enthielten 13,5 Milliarden Keime).     Subtoxische     Dosen können ohne eine Beeinträchtigung des  Wohlbefindens der Tiere und ohne signi  fikante     Veränderungen    von Leber, Milz, Nie  ren und Blut über einen längeren Zeitraum  verabfolgt werden.

   Bei     peroraler        Verabfol-          gung,    beispielsweise mit Hilfe einer Schlund  sonde, können den Versuchstieren noch weit  höhere Dosen appliziert werden, ohne dass  irgendwelche toxischen Erscheinungen sich  bemerkbar machen. Die zur Heilung von  Leber-, Gallen- und Darmkrankheiten not  wendige Dosis beträgt von dem gleichen  Präparat     peroral    pro Tag etwa 25 mg für  einen Erwachsenen von etwa 60 kg.

   Besonders  interessant und wertvoll ist es nämlich, dass  die aus dem     Bacillus        subtilis    v     ar.        indolasus     hergestellten Heilmittel auch bei oraler Appli  kation voll wirksam sind; es ist jedoch auch  eine intravenöse oder rektale Applikation  möglich, die aber keinen Vorteil besitzt. Bei  intravenöser Applikation wird in der Regel  die Verwendung eines Kulturfiltrates vorge  zogen. Die vorteilhaftere Anwendung ist  daher die orale.  



  Der therapeutische Wert des Heilmittels  aus     Bacillus        subtilis        var.        indolasus    ergibt sieh  daraus, dass mit ihnen bei chronischer     Cholan-          gitis,    chronischer     Cholecystitis,    Folgezustän  den nach Hepatitis     epidemica        aciita,    Folge  zuständen nach vorausgegangener     Cholecystek-          t.omie,    chronischen Hepatitiden,     Praecirrhosen     und     Cirrhosen    mit     und    ohne     Ascites,

      chroni  scher     Gastro-Enteritis,        Colitis        ulcerosa        gravis     bisher sehr gute Erfolge erzielt worden sind.  Die Erfolgsquote ist wesentlich höher als bei  bisher üblichen Behandlungsmethoden lind  Präparaten und wurde     auch.    vielfach dann er-    zielt, wenn die Patienten nach den     bisherigen     Methoden zuvor ohne jeden Erfolg behandelt  worden waren;

   insbesondere bei     Colitis        ulcerosa     kann das Heilmittel aus     Baeillus        subtilis        var.          indolasus    als Mittel der Wahl gelten. Die  Erfolge sind klinisch und laboratoriumsmässig,  beispielsweise durch die bekannten Leber  teste, wie     PapierchromatogTaphie    des Serums,       Tymoltest,        Takate    Ara,     Cefalinfloekungstest     usw., feststellbar. Die laboratoriumsmässig fest  stellbare     Besserung    hinkt. der klinischen Bes  serung durchweg uni eine mehr oder weniger  längere Zeitspanne nach.  



  Für einen Therapieerfolg ist eine absolut  gesicherte Diagnose notwendig, und es scheint.  eine vorherige     IIei-clsanier-ting,    Bettruhe und  Einhalten einer bestimmten Diät, insbe  sondere eine völlige Vermeidung von Eiweiss  und Fett, mit Ausnahme von Milch und  begrenzten Mengen Butter,     empfehlenswert,     wenn nicht. sogar unbedingt erforderlich zu  sein.  



       \aeh    den bisherigen     Erfahrungen    in ver  schiedenen Kliniken dürfte es vorteilhaft sein,  mit Hilfe des     neuen    Heilmittels Kuren durch  zuführen, wobei innerhalb von 5-6 Tagen  eine Menge von etwa 150 mg Trockenrück  stand einer Kultur     (entsprechend    20 Milliar  den Keimen) oder eines Kulturfiltrates     bz -.     40 bis 50 Milliarden     abgetrennte    Keime, zweck  mässigerweise in Form einer     wässrigen    Lösung  bzw.     wässrigen    Suspension, oral verabfolgt  werden sollte.

   .Je nach der Schwere des Falles  sollen nach den bisherigen Ergebnissen bis  zur völligen Heilung solche Kuren zweimal  oder öfter wiederholt werden, wobei die Inter  valle zwischen den Kuren um so grösser sein  sollen, je     ehroniseher    das Leiden ist.  



  Nach den bisherigen Beobachtungen scheint  es für das Heilmittel charakteristisch zu sein,  dass ausser einer Ausschwemmung von     Aseites-          flüssigkeit    bei     Lebererkrankungen,    einer all  mählichen Besserung der Leberteste usw. wäh  rend der einzelnen Kuren, zumeist am 4. oder  5. Tage oder im Anschluss daran in der Regel  kurzdauernde Reaktionen, wie Aufflackern  alter     ev        t1.    bisher nicht erkannter Krankheits  herde, beobachtet werden können.

        <I>Ausführungsbeispiele:</I>  <I>Beispiel 1:</I>  Eine Lösung, die in 1 Liter Wasser 12 g  Rübenmelasse, 5 g primäres     Kaliumphosphat,     0,5g     Kaliumehlorid,    0,05 g     Magnesiumsulfat,     0,03 g Eisensulfat, 3 g     Glukose    enthielt und  auf einen     PH-'Vert    von 7,1 eingestellt war,  wurde durch Filtration durch ein bakterien  dichtes Filter keimfrei gemacht.

   Nach     Be-          imptitng    mit     Baeillus        subtilis        var.        indolasus          wurde    die Lösung 6 Tage lang bei einer Tem  peratur von 36  bebrütet. Die ausgebildete  Oberflächenhaut wurde durch ein längeres       Schütteln    mit Glaskugeln verrieben und die  Glaskugeln durch ein Sieb entfernt. Durch  Erhitzen in einem     Autoklaven    wurde die fer  tige Kultur steril gemacht. Sie enthielt in  der gesamten Flüssigkeitsmenge annähernd  850     'Milliarden    Keime.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Eine durch Filtration durch ein     Ent-          keimungsfilter    keimfrei gemachte Lösung von  6 g primärem     Kaliumphosphat,    0,6 g Natrium  chlorid, 0,6 g     Mangansulfat,    0,05 g     Magne-          siumsulfat,    4     g        Saccharose    und 15     cm3    Sauer  molke in 1 Liter     destilliertem    Wasser, die     auf     einen     pH-Wert    von 7,2 eingestellt war,

   wurde  mit     Bacillus        subtilis        var.        indolasus    beimpft       und    7 Tage bei 35  bebrütet. Nach Beendigung  der Kultur wurde die gesamte Kultur im Va  kuum zur Trockne eingedampft und mit der  5fachen     Gewichtsmenge    Milchzucker verrieben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Heilmit tels gegen Leber-, Gallen- und Darmerkran kungen, dadurch gekennzeichnet, dass Bacillus subtilis var. indolasus unter Verwendung eines Nährmediums gezüchtet wird.
    Der dabei durch den Bacillus subtilis var. indolasus als Stoffwechselprodukt gebildete Wirkstoff ist sowohl in den Bakterienleibern als im Nährmedium enthalten;
    er ist nicht dialysierbar und besitzt demzufolge ein hohes Molekulargewicht; er wird durch Sterilisation durch Hitze nicht zersetzt, und er besitzt ge genüber verschiedenen andern Bakterien, wie Micrococcus pyogenes var. aureus, E. coli, Streptococcus und Diplococcus pneumoniae keine wesentliche das Wachstum, beeinträch tigende Wirksamkeit. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nach beendeter Züchtung die Bazillen abgetötet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Bazillen nach beendeter Züchtung abgetrennt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die fertige Kultur von Wasser befreit wird.
CH309028D 1948-12-11 1951-07-30 Verfahren zur Herstellung eines Heilmittels gegen Leber-, Gallen- und Darmerkrankungen. CH309028A (de)

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