CH285484A - Verfahren zur Herstellung von nitrathaltigem Kalkstickstoff durch Behandlung von Kalkstickstoff mit Salpetersäurelösung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von nitrathaltigem Kalkstickstoff durch Behandlung von Kalkstickstoff mit Salpetersäurelösung.Info
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C05C—NITROGENOUS FERTILISERS
- C05C5/00—Fertilisers containing other nitrates
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Description
Verfahren zur Herstellung von nitrathaltigem Kalkstickstoff durch Behandlung von Kalkstickstoff mit Salpetersäurelösung. Zunl Zwecke der Herstellung von nitrat- haltigem Kalkstickstoff wird der Kalkstiek- stoff in bekannter Weise mit Nitratlösungen oder Salpetersäure behandelt. Dabei verwen det man Nitratlösungen oder auch konzen trierte Lösungen.
In beiden Fällen hat, man unter grösserer 1)ieyandianlidbildung St.ick- stoffveriuste in Kauf zu nehmen.
Es ist aueli bekannt. rollen oder entasten Kalkstiekstoff mit Säure in verfestigter Forin umzusetzen. Hier wird mit der Säure ein Bindemittel initeingerührt, das erwünscht, ist, utid die durch das Bindemittel bedingte, ge ringe Säurekonzentration hat vor allen Din gen die Aufgabe, die bei der Reaktion einset zende Wärmeentwieklung möglichst zu beherr- sehen. Die Aufnahme der Säure durch einen festen Stoff bedingt jedoch eine Komplika tion,
die zii vermeiden Aufgabe der vorlie genden Erfindung, ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Verstellung von nitrathaltigem Kalkstiek- stoff durch Behandlung voll Kalkstiek,toff mit Salpetersäurelösung ist dadurch gekenn zeichnet, dass man bei Temperaturen von höehstens :50 C arbeitet. Zweel:miissig wird die Salpetersäurelösung in feinverteilter Form verwendet; z. B. wird dieselbe auf den Kalk- stiekstoff aufgesprüht.
Iin Sinne der Einhaltung dieser Tempera tur wird man zweckmässig die Salpetersäure lösung in mehreren Portionen zusetzen. -.Man kann dabei normale Betriebssäure verwenden. Stiekstoffverluste treten bei diesem Verfahren nicht oder in nennenswerter Form nicht auf. Es gelingt, die erhebliche Reaktionswärme, welche aus der Neutralisationswärme und der Ilydratisierutigswärme sich zusammensetzt, zu beherrschen.
Die Salpetersäure wird zweckmässig so be messen, dass eine Selbstentzündung des CTe- inisches ausgeschlossen bleibt. 'Man stellt des halb zweckmässig Produkte her, deren Ge- samtstiekstoff aus 7 0 bis 1511/o Nitratstick- stoff und 85 bis 90% Cyanamidstickstoff be- stellt. Vorteilhaft werden Produkte mit nicht über
9-,51/9 Nitratstickstoff erzeugt. Selbstv er- ständlieh können höhere Nitratgehalte gege ben werden. In diesem Falle sind bei der Handhabung des Genfisches entsprechende Vorsiehtsmassnahnien einzuhalten.
Die Dicyandianlidbildling bleibt. bei obi- ,Yer Arbeitsbedingung unter 1 I/o. Verwendet man die normal anfallende sog. Betriebssäure mit 501!'o Salpetersäure, so erhält man gleich zeitig den Vorteil, dass die dabei eingebrachte Wassermenge zusammen mit. der bei der Re aktion des Kalkes mit. der Salpetersäure ent standenen Wassermenge reichlich genügt, um die H@-dratisierung des im Kalkstiekstoff vor- handenen freien Kalkes durchzuführen.
Das so erhaltene Gemisch kann ohne wei teres auf gekörnte Ware verarbeitet werden und bietet den Vorteil höherer Pressausbeuten beim Arbeiten auf gekörnte Ware als bei rei nem Wasserzusatz. Das Gemisch kann auch in der üblichen Weise durch Granulierung ver formt werden.
Das Verfahren ermöglicht es, Mischein richtungen, z. B. Mischbehälter aus Eisen, als Werkstoff zu verwenden, wodurch sich seine Wirtschaftlichkeit erhöht.
Die Vorteile des genannten Mischdüngers sind bekannt. Es handelt sich um eine langsam wirkende Cyanamid-Stickstoff-Komponente und um eine rascher wirkende Nitrat-Stick- stoff-Komponente. Damit erstreckt sich die Düngewirkung auf längere Zeit, als es bei ge trennter Anwendung jeder Komponente mög lich ist. Neben der rascher wirkenden Nitrat Komponente liegen noch geringe Mengen Harnstoff vor, welcher ebenfalls ein rasch wir kender Dünger ist.
<I>Beispiel 1 (bekanntes</I> Verfahrev): Kalkstickstoff wird mit 50 % iger Salpeter- säure versetzt. Die Menge der Salpetersäure beträgt 23,7 Gewichtsteile auf 1.00 Gewichts teile Kalkstickstoff.
Die Temperatur steigt bis auf 107 C an, der Dicy andiamidgehalt erhöht sich von 0,06% im Kalkstickstoff auf mehr als 21/o Dicy andiamidstickstoff, die zugege bene Salpetersäure zersetzt sich unter Bildung von Stickoxyden.
<I>Beispiel, 2:</I> 100 Gewichtsteile Kalkstickstoff werden mit 23,7 Gewichtsteilen 50 % iger Salpeter- säure, welche in feinstverteilter Form aufge sprüht wird, vermischt. Die Temperatur er höht sich bis auf 42 C innerhalb einer Stunde. Das in einem eisernen Mischer befindliche Material wurde etwa 30 Minuten weiterge mischt, dabei fiel die Temperatur auf 20 C. Weitere Mengen Salpetersäure wurden zuge setzt, bis die Temperatur sich auf etwa 40 C wiederum erhöht hatte.
Die Eindüsung der gesamten Säure dauert etwa drei bis vier Stun den. Der Dicyandiamidgehalt steigt von 0,06 auf 0,78% Dicyandianiidstiekstoff im Kalk- stickstoff, die Stickstoffverluste betragen 0 bis 0,2 0/0. Das erhaltene Gemisch kann anschlie ssend sofort verpresst werden; es kann aber auch in der üblichen Weise durch Granulieren gekörnt werden.
Analyse des Gemisches: 20,87% Gesamt- stickstoff, 1,91% Nitratstickstoff, 0,48% Harnstoffstickstoff, 0,78% Dicyandiamidstick- stoff.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von nitrathal- tigem Kalkstickstoff durch Behandlung von Kalkstickstoff mit Salpetersäurelösung, da durch gekennzeichnet, dass man bei Tempera turen von höchstens 50 C arbeitet. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Salpeter säurelösung in feinverteilter Form verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Salpetersäurelösung in mehre ren Portionen zusetzt.. 3.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass man 50 % ige Salpetersäure ver- wendet. 4. Verfahren nach Patentansprueli I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass inan eine Hy dratisierung des freien Kalkes des Kalkstickstoffes vornimmt. 5.Verfahren nach Patentansprucb I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass man (las erhaltene Gemisch ver formt. . PATENTANSPRU CII II Vorrichtung zur Durchführung der Ver fahren nach Patentanspruch I und Unteran sprüchen 1. bis 5, gekennzeichnet durch einen Mischbehälter aus Eisen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH285484D CH285484A (de) | 1949-08-27 | 1950-07-20 | Verfahren zur Herstellung von nitrathaltigem Kalkstickstoff durch Behandlung von Kalkstickstoff mit Salpetersäurelösung. |
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- 1950-07-20 CH CH285484D patent/CH285484A/de unknown
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