CH284298A - Verfahren zur Herstellung von mit Stahlbewehrung versehenen Körpern und nach dem Verfahren hergestellter Körper. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit Stahlbewehrung versehenen Körpern und nach dem Verfahren hergestellter Körper.

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CH284298A
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William Abeles Paul
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Description


  Verfahren zur Herstellung von mit Stahlbewehrung versehenen Körpern  und nach dem Verfahren hergestellter Körper.    Es ist bekannt, Bewehrungselemnente in  einzelnen Eisenbetonkörpern oder in aus einer  Reihe von hintereinanderliegenden Einzel  körpern zusammengestellten     Konstruktions-          teilen    gegen diese vorzuspannen und an den  Endflächen zu verankern, wodurch ein Druek  auf den Körper ausgeübt. wird. Dureh das  Vorspannen wurde entweder eine Erhöhung  der Widerstandsfähigkeit des Betonkörpers  unter der Nutzlast angestrebt oder es diente,  wenn es sieh tun einen aus mehreren Einzel  körpern zusammengestellten Konstruktions  teil handelte, lediglich zum     Zusammenhalten     der Konstruktion, damit diese letztere selbst  tragend wird.

   Solange nur gewöhnlicher Bau  stahl als erlaubt betrachtet war, wurde die       Bewehrung    nur so weit vorgespannt,     dass    die  zulässireZugspannung für     gewöhnliehenBau-          stahl    nicht überschritten wurde.

   Die Erfah  rungen zeigten aber, dass so eine begrenzte  Vorspannung eine geringe Wirkung zu er  zeugen vermag     und    dass ein grosser Teil der  Vorspannung, unter Umständen sogar die  ganze Vorspannung, mit der Zeit wieder durch  Schwinden und Kriechen des Betons     verloren-          gelht,    weil vermieden worden ist, die Vorspan  nung auf die zulässige Zugspannung, die bei  gewöhnlichem Baustahl     bekanntlieb    einen  Wert von 1200-1400 kg/ cm2 beträgt, zu  steigern.  



  In diesen Fällen, wo gewöhnlicher     Fluss-          sta    hl verwendet wurde, war die Bewehrung    meistens in Bohrungen der Körper ange  ordnet; es sind aber auch Fälle bekannt, in  denen einzelne Körper Längsrillen     aufwiesen,     in die die Bewehrung verlegt wurde. Alle  diese Konstruktionen haben insofern versagt,  als die Vorspannung mit der Zeit verloren  ging und daher     unwirksam    wurde.     hur    dort,  wo es sich um ein Zusammenhalten von  Blöcken während des Transportes handelte,  erfüllten     derartige    Konstruktionen ihren  Zweck.  



  Seit 20 bis     ?5    Jahren ist es bekannt, ganz  hochwertige Stähle und Drähte zu verwenden  und diese zu einem Vielfachen der zulässigen  Beanspruchung des gewöhnlichen     Flussstahls     vorzuspannen, wobei nur ein Teil der Vor  spannung durch Schwinden und Kriechen     ver-          lorengeht    und ein beträchtlicher Teil wirksam  bleibt.  



  Es kommen in solchen Fällen zwei     ver-          selriedene    Verfahren     zur    Erreichung der     ge-          tviinscliten        Vorspannung    in Frage. Das eine  Verfahren besteht darin, dass die     Bewehrungs-          elemente    zuerst gegen vom     vorzuspannenden     Körper unabhängige Verankerungen vorge  spannt werden, bevor der Beton in die Form  eingefüllt wird, die zur Herstellung des Beton  körpers dient.

   Die     Bewehrungselemente    blei  ben     unter        der        Vorspannung,    bis der Beton in  der Form eine solche Festigkeit erreicht hat,  dass er in der Lage ist, den     Vorspanndruek     durch Adhäsion aufzunehmen. Dies wird als      vorheriges Spannen bezeichnet. Das zweite be  kannte Verfahren besteht darin, dass das Vor  spannen, der Bewehrungselemente erst nach  dem     Erhärten    des Betons     vorgenommen    und  der Druck mittels     Ankerplatten    oder Keilen  auf den Beton übertragen wird, was als     nach-          heriges    Spannen bezeichnet wird.

   In diesem  Falle wird dafür gesorgt, dass der Beton nicht  an den Bewehrungselementen haftet. Die Be  wehrungselemente müssen daher entweder in  besondere Rohre oder vorbereitete Bohrungen  eingezogen werden, oder sie müssen zur Ver  hinderung der     Verbindung    des Betons mit den  Bewehrungselementen eingefettet oder mit  einem Material,     beispielweise    Papier, umhüllt  werden.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von mit  Stahlbewehrung versehenen Körpern und ein  nach dem Verfahren hergestellter Körper.

      Das erfindungsgemässe Verfahren unter  scheidet sich von den geschilderten     bekannten     Verfahren dadurch, dass man einen min  destens aus einem Stück bestehenden Körper  mit wenigstens einer Längsrille in der Aussen  fläche verwendet, in diese Längsrille ein Be  wehrungselement aus hochwertigem Stahl ein  bringt und dieses letztere mit einer entlang  der ganzen Länge gleichen     Spannung    von  mindestens 1400 kg/cm2 vorspannt, und an  den Enden verankert, worauf man die Längs  rille mit einem Füllmaterial unter Aufrecht  erhaltung der Vorspannung ausfüllt.  



  Ein nach dem Verfahren hergestellter  Körper ist dadurch gekennzeichnet, dass er aus  wenigstens einem vorgeformten festen Be  standteil mit wenigstens einer Längsrille in  der Aussenfläche besteht, in welcher Längsrille  als zweiter Bestandteil ein mindestens auf  1400 kgem2 vorgespanntes Bewehrungsele  ment aus hochwertigem Stahl liegt, das seiner  seits in einem die Längsrille ausfüllenden, den  dritten Bestandteil bildenden Füllmaterial  eingebettet liegt, wobei die Vorspannung in  dem Bewehrungsglied mittels Undverankerun  gen auf den Körper übertragen ist.    Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele von nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren hergestellten Körpern dargestellt.  



  Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines als  Balken ausgebildeten Körpers.  



  Die Fig. 2 bis 6 zeigen je einen Querschnitt  durch sechs verschiedene Körper in der Form  von Balken gemäss Fig.1, wobei die Aus  führungsformen nach Fig. 2 bis 5 Körper mit  rechteclkförmigen Querschnitten betreffen,  während Fig. 6 einen Körper mit T-förmigem  Querschnitt darstellt.  



  Fig.2a zeigt die Querbewehrung des in  Fig. 2 im Querschnitt dargestellten Balkens,  allein.  



  Fig. 7 stellt eine Stirnansicht auf das eine  und Fig.9 eine Stirnansicht auf das andere  Ende eines Balkens während des V orspannens  der Stahlbewehrung dar.  



  Fig. 8, 10 und 11 zeigen je einen Teil eines  Balkens im Längsschnitt bei dessen Herstel  lung zwecks Veransehaulichung des     Vorspan-          nens    der Stahlbewehrung.  



  Fig. 12 zeigt einen Querschnitt durch den  in Fig. 9 und 11 dargestellten Balken.  



  Die Fig.13 und 74 veranschaulichen je  einen Querschnitt durch zwei Balken während  einer Phase ihrer Herstellung.  



  Fig. 15 und 16 zeigen eine V orderansicht  bzw. eine Seitenansicht einer zum Festklem  men der     vorgespannten        Stahlbewehrung    die  nenden Ankerplatte mit Klemmvorriehtung.  



       Fig.    17 und 18 stellen zwei     verschiedene     Spannungsbilder dar, die die Spannungsver  teilung im Falle einer vollen und im Falle  einer nur teilweisen     Vorspannung    der Stahl  bewehrung v     eransehaulichen.     



       Fig.    19 und     ?0    zeigen eine     Seitenansielit     und einen     Querschnitt.    eines Teils eines Kör  pers zur     Veranschaulichung    der     Vorspannung     der     Stahlbewehrung,    das sieh besonders zur  Herstellung von     Eisenbetonkonstruktionen     auf der Baustelle     ei"net.     



       Fig.    21 und     \_''?        zeigen    je eine Seitenansicht  eines aus mehreren     Teilstiieken    zusammen  gesetzten Körpers.      Die Fig.23 bis 25 stellen Querschnitte  durch Fugen von aus solchen Teilstücken  aufgebauten Körpern dar.  



  Die Fig. 26 und 27 stellen je einen Quer  schnitt durch einen als Hohlprofil ausgebilde  ten Körper dar.  



  Die Fig. 28 und 29 zeigen je einen     Quer-          selhnitt    dturch den Teil einer Baukonstruktion,  bei welchem zwei benachbarte Körper mitein  ander verbunden sind.  



  Fig.30 zeigt einen Querschnitt durch einen  weiteren als Hohlprofilkörper ausgebildeten  Körper und  Fig.31 zeigt einen Querschnitt durch einen  I-tormigen Körper.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach Fig.1  handelt es sich unm einen als Eisenbetonbalken  ausgebildeten Körper während derjenigen  Phase der Herstellung, während welcher die  Vorspannung der Stahlbewehrung erfolgt.  Dieser in Fig. 2 im Querschnitt gezeigte  Balken 1 bestellt aus dem eigentlichen als  Eisenbetonkörper ausgebildeten, bereits vor  geformten Element r von reehteckförmigem  Querschnitt. Das Element a weist an der  Unterseite eine Längsbewehrung 2 und eine  an den beiden     obern        Ecken    liegende Längs  bewehrung 3 auf. Über die obern Bewehrun  gen 3 sind Bügel ,4a (Fig. 2a) gelegt, während  mit den untern Längsbewehrungen 2 weitere  Bügel 4b verbunden sind. Die beiden untern  Längsseiten des Elementes 1 sind bei 5 abge  setzt.

   In diese Rillen bildenden freien Absätze  5 nagen die hakenförmigen Enden der Bügel  4a und 4b ein, die mit in die Absätze 5 ein  gelegten weiteren Bewehrun-selementen b ver  bunden werden. Diese Längsbewehrungs  elemente b stellen den zweiten Bestandteil des  Körpers dar.     All    jedem der beiden Enden der  Bewehrungselemente b ist eine innerhalb eines  Absatzes 7 an den Stirnseiten eingelegte  Ankerplatte 6 angeordnet. Das eine Ende  jedes der beiden Bewehrungselemente b ist als  Kopf     ausgebildet,    das andere Ende hingegen  mit einem zum Aufsetzen einer Schrauben  mutter dienenden Schraubengewinde versehen.  Durch Anziehen der Muttern lassen sieh die  gewünschten Vorspannungen einstellen.

   So-    wohl die Absätze 5, wie auch die an den Stirn  seiten befindlichen Vertiefungen 7 werden mit  einem Füllmaterial c ausgefüllt, das somit  Sowohl die Bewehrungselemente b als auch die  Ankerplatten 6, die Köpfe und Muttern voll  ständig umschliesst und die Metallteile gegen  Rosten schützt. Als Füllmaterial kann ein  haftender Mörtel oder sonst ein plastisch  kohäsives Material vorgesehen sein.  



  Wie Fig. 3 zeigt, können die beiden Längs  bewehrungselemente b auch in den beiden  Seitenflächen des Eisenbetonkörpers a liegen,  zu welchem Zwecke letzterer bei der     Herstel-          lung    mit den Längsrillen 5 nahe an den  untern Längskanten versehen wird. Diese  Längsrillen 5 werden ebenfalls mit einem die  Metallbewehrung einhüllenden Füllmaterial c  ausgefüllt, nachdem die Bewehrung vorge  spannt worden ist.  



  Fig. 4 zeigt als drittes Ausführungsbeispiel  einen Balken mit quadratischem     Querschnitt,     dessen obere und untere Fläche je eine Längs  rille 5' und 5 besitzen. In der obern Längs  rille 5' liegt ein Bewehrungselement b', in der  untern Längsrille 5 befinden sich hingegen  zwei nebeneinanderliegende     Bewehrungsele-          mente    b, mit welchen die aus zwei Teilen be  stehenden Bügel 4 verbunden sind. Die Bügel  haben je     C-Form,    deren Enden sowohl in die  obere als auch in die untere Vertiefung hin  einragen.  



  Die in     Fig.    5 im Querschnitt dargestellte  vierte Ausführungsform des Balkens unter  scheidet sich von derjenigen gemäss     Fig.    4  lediglich darin, dass sowohl .die in der     obern.     Fläche liegende Rille 5'     als    auch die in der  untern     F'läehe    befindliche Rille 5 nur je ein       Bewehrungselement    b' bzw. b enthalten und  dass die beiden     Bewehrungselemente    durch S  förmige Bügel 4 unter sieh verbunden sind.  



  Der Balken gemäss     Fig.6    hat einen     T-          förmigen    Querschnitt. mit.     Bewehrungsglie-          dern    2 und 3 im Steg und im Flansche. Die  diese     Bewehrungsglieder    ? und 3 verbinden  den Bügel 4 sind ebenfalls zweiteilig ausge  bildet. In der untern Fläche des Steges be  findet sieh eine Rille 5 mit dem vorgespannten       Bewehrungselement    b, das mit den Bügeln 4      verbunden ist und in dem Füllmaterial c ein  gebettet liegt.  



  Bei sämtlichen Ausführungsformen nach  Fig. 2 bis 6 sind die Bewehrungselemente b  und das Füllmaterial c durch die Bügel 4 mit  dem Element a in Verbindung gebracht. Es  ist aber auch möglich, auf eine solche durch  die Bügel 4 dargestellte Verbindung zu ver  zichten und diese Bügel wegzulassen.  



  Es ist möglich, die Bewehrtngselemente  aus hochwertigem Stahl so stark vorzu  spannen, dass von einer vollständigen     Vor-          spanntung    gesprochen werden kann und unter  der Nutzlast eine Spannungsverteilung gemäss  F1g.17 entsteht, die nur Druckspannungen f 1  aufweist. Es kann aber auch nur eine viel  kleinere Vorspannkräfte erfordernde teilweise  Vorspannung vorgesehen sein (Fig. 18), nach  welcher unter der Nutzlast ausser der Druck  spannung f 1 noch eine Zugspannung f'2 zu  lässig ist. Auf alle Fälle beträgt die     Volrspan-          nung    mindestens 1400 kg/ em2 und ist sie auf  der ganzen Länge des Körpers gleich gross.

    Die Anwendung der teilweisen V or spannung  ermöglicht die Ausführung eines Körpers von  kleinerer Querschnittshöhe, als die bei der  Anwendung der vollen Vorspannung der Fall  ist. Es wird daher die volle Vorspannung nur  dort zur Anwendung gebracht, wenn eine ab  solute Rissfreiheit gefordert wird, wie dies bei  Rohren, Flüssigkeitsbehältern usw. der Fall  ist, oder wo Ermüdungserscheinungen sieh  bemerkbar machen können, also beispielsweise  bei Eisenbahnbrücken, Eisenbahnschwellen  usw. Alle Konstruktionen, bei denen die     Be-          wehrtngselemente    vollständig vorgespannt.

    worden sind, haben die Eigenschaft, dass sieh  etwaige unter der Nutzlast bildende Risse wie  der vollständig schliessen, sobald die Last ver  ringert oder weggenommen wird und nur  Druckspannungen gemäss F1g.17 im Quer  schnitt entstehen. In einem solchen Fall wirkt  sich die Druckkraft, die bei der Rissbildung  in den Rissen unterbrochen war, wieder auf  der vollen Länge des Körpers aus, sobald die  Nutzlast verschwindet. Es ist daher zulässig,  auch bei der Anwendung einer nur teilweisen  Vorspannung eine Spannungsverteilung ge-    mäss Fig. 18 für einlen homogenen Querschnitt  vorzusehen und die Vorteile der vollen Vor  spannung zu gewährleisten, wenn die Nutzlast  nicht wirkt.

   In den Fig. 2, 4 und 6 sind     Quer-          sehnitte    von Körpern gezeigt, die nicht vor  gespannte Längsbewehrungsglieder 2 ein  schliessen. Diese Ausführungsformen dienen  als Beispiele für teilweise Vorspannun gen. Die  Körper gemäss Fig. 3 und 5 hingegen enthalten  keine nicht vorgespannten     Bewehrungsele-          mnente,    so dass bei diesen Ausführungsformen  die volle V orspannunug zweckmässig ist.  



  Obere vorgespannte Bewebrungselemente  b' werden zweckmässig dann verwendet, wenn  es sich um voll     vorgespannte    Balken handelt.  In solchen Fällen kann auch auf die Beweh  rungsglieder 2 und 3 verzichtet werden.  Kommt hinregen nur eine teilweise     Vorspan-          nt1n1g    zur Anwendung, dann erweist es siel  als zweckmässig, Bewehrungsglieder 2 vorzu  sehen. Auch im Falle der nur teilweisen Vor  spannung der Bewehrungselemente ist es aber  empfehlenswert, wenigstens eine kleine Be  wehrung b' vorzusehen, um den Balken auch  in umgekehrter Lage transportieren zu kön  nen, ohne dass eine bleibende Rissbildung auf  zutreten vermag.

   Eine kleine Bewehrung b',  selbst wenn sie verhältnismässig sehr wenig  vorgespannt ist, bewirkt nämlich ein Schliessen  von allfällig sich bei einem Transport solcher  Balken bildender Risse, sobald die un günstigc  Belastung verschwindet. In teilweise vorge  spannten Balken bilden die Bewehrungsele  mente b zusanmnlen mit den Bewehrungsglie  dern 2 die Zugbewehrung. Die Bewehrungs  elemente b und die Bewehrungsglieder 2 wer  den aus hochwertigem Stahl oder Draht her  gestellt.  



  Es lassen sieh natlurgemäss auch Körper  mit jedem beliebigen andern Querschnitt her  stellen. Bei vorgespannten     Konstruktions-          eleinenten    oder     -körpern    ist je     nach    V     erwen-          dungszweck    ein     I-föriniger        Querschnitt,    ein       Kastenquerschnitt.    oder ein     C-förnii"er    Quer  schnitt vorteilhafter als ein     rechtediförmigcr     Querschnitt, was sieh besonders bei     solchen     Körpern in vorteilhafter Weise bemerkbar  macht,

   die aus einer Anzahl von Einzelstücken      zusammengesetzt oder zusammengestellt wer  den.  



  Ein anderes Verfahren zur Herstellung  eines einen Querschnitt gemäss Fig. 2 bis 6 auf  weisenden Körpers besteht darin, dass als Be  wehrungselemente b dünne Drähte verwendet  werden. Der fertig vorgebildete Körper a  weist symmetrisch angeordnete Längsrillen 5  auf, wie dlies in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist.  Der Draht b wird unm das Element a gewun  den und in die Rillen 5 eingelegt. Das Element  u selbst wird in horizontaler Lage auf einer  passenden Unterlage 8 (Fig.7) abgestellt.  Handelt es sich beim Balken unm eine Aus  führungsform gemäss Fig. 2, dann erhält das  Element a zweckmässig eine solche Lage, dass  die beiden Absätze 5 von oben her zugänglich  sind. Ankerplatten 6 (Fig.7 und 8), die an  ihren beiden Enden je eine kleine Vertiefung  9 besitzen, sind in Absätze 7 an den beiden  Stirnseiten des Elementes a eingelegt.

   Diese  Ankerplatten geben der das Element um  fassenden Drahtbewehrung b innerhalb der  Absätze eine solche Lage, dass eine Berührung  zwischen Element und Bewehrung nicht statt  findet. Die Drahtbewehrung b hat einerends  eine Schlinge 10, durch welche sieh ein als  Hebel verwendbarer Stab 11 stecken lässt.  Durch Verwinden des Drahtes wird die erfor  derliehe Spannung im Bewehrungselement er  zeugt, deren Grösse mit Hilfe eines     Tenso-          meters    oder durch die Tonhöhe des beim     An-          scthlagen    verursachten Tones festgestellt wer  den kann.

   Der als Hebel verwendete Stab 11  wird alsdann zurVerhinderung des     Auf-            dlrehens    durch einen kurzen Stab oder der  gleichen ersetzt, der nunmehr als Ankermittel  dient, worauf die Absätze 5 und 7 mit einem  Zementmörtel als Füllmaterial c ausgefüllt  werden. Dieses Herstellungsverfahren lässt  sich aber nur dann anwenden, wenn die Be  wehrung aus dünnen Drähten besteht, die  nicht spröde sind und sich in der beschriebe  nen Weise verwinden lassen.  



  Der dritte Bestandteil des fertigen Bal  lens, der Zementmörtel c, weist nicht die  gleiche Beschaffenheit auf wie der zur Her  stellung des Elementes a verwendete Beton,    da er als hauptsächlichste Komponente Sand  enthält und frei von grösseren Körnern sein  muss, während der Beton des Elementes a  sowohl Sand- als auch Kieskomponenten auf  weist. Zur Herstellung des Füllmaterials und  des Betons werden naturgemäss ausser den ge  nannten Komponenten noch entsprechende  Mengen Zement und Wasser gebraucht. Das  Füllmaterial muss sorgfältig in die Absätze 5  und 7 eingebracht werden, damit der vor  gespannte Draht b vollständig umschlossen  und eine zuverlässige Haftung erreicht wird.

    Zum Zwecke der Herstellung einer guten Ver  bindung zwischen dem Element a und dem  Füllmaterial c werden die Flächen der Ab  sätze 5 und 7 zweckmässig aufgerauht oder als  aufgerauhte Flächen von Anfang an erstellt.  



  Kommen an Stelle von Drähten Stahlstäbe  als Bewehrungselemente b zur Verwendung.  dann wird beispielsweise ein aus Eisenbeton  bestehendes Element a nach Fig.4 mit nach  oben gekehrter Rille 5 auf eine Unterlage 8       (Fig.9)    gebracht und mit je einer Anker  platte 6 in jedem an den beiden Stirnseiten  befindlichen Absatz 7 versehen.

   Die Anker  platten 6 haben Löcher 12, während die     Be-          wehrungsstäbe    b mit dem Gewinde 14 zum  Aufsetzen der Schraubenmutter 13 ausge  stattet sind     (Fig.10).    Durch Anziehen der       Muttern    14 lassen sich die     Bewehrungsstäbe    b  vorspannen und die Ankerplatten 6 über  tragen den Druck auf den Betonkörper des  Elementes     a.     



  Während die Ankerplatten nach den     Fig.    9  und 10 stark genug sein müssen, um die brei  ten Längsrillen zu überbrücken, ist es möglich,  gemäss     Ausführung    nach den     Fig.11    und 12  Querrippen 15 mit besonderen Rillen vorzu  sehen. In diesem Falle können die Anker  platten 6 schwächer gehalten werden.  



  Sind mehrere Elemente     a    gleichzeitig vor  zuspannen, dann lassen sich diese in der in  den     Fig.13    und 14 dargestellten Weise an  ordnen. Die     Bewehrungselemente    b können       vargespanut    werden, bevor sie in die Ver  tiefung der Elemente eingebracht werden. Sie  lassen sich aber auch erst nach dein Einsetzen  in die Vertiefungen vorspannen. Eine Anzahl      Bewehrungselemente b, die entweder     neben-          oder    übereinander angeordnet sind, werden  zwischen in passender Entfernung vonein  ander aufgestellten Ankerblöcken vorge  spannt. Die Bewehrungselemente b werden an  beiden Enden unter Verwendung von Keilen  oder dergleichen verankert.  



  Wie die Fig.13 und 14 zeigen, werden die  einzelnen fertig     vorgeformten    Elemente     a    auf  Stützvorrichtungen 8 abgestellt, derart, dass  ein Element neben das andere zu liegen  kommt und mindestens zwei Bewehrungs  elemente b in den Vertiefungen liegen. Beim  Aufstellen der Elemente a auf den Stützvor  richtungen muss dafür gesorgt werden, dass  eine Berührung mit den Bewehrungselemen  ten nicht stattfindet, wenn das Vorspannen  der letzteren erst nachträglich erfolgt, damit  beim Vorspannen keine Reibung zwischen den  Elementen und den Bewehrungselementen  vorhanden ist und letztere über der ganzen  Länge gleich stark vorgespannt sind.

   Werden  hingegen die Bewehrungselemente b vorge  spannt, bevor die Elemente a auf die Stütz  vorrichtungen 8 aufgesetzt werden, dann  bleibt eine allfällig entstehende Berührung  der Teile b mit den Teilen a ohne weiteren  Einfluss auf die gleichmässige     Verteilung    der  Vorspannung über der ganzen Länge der     Be-          w    ehrungselemente und damit auf den nach  dem Einbringen des Zementmörtels in die  Vertiefungen fertiggestellten Körper.  



  Die Übertragung der Vorspannung von  den     Bewehrungselementen    b auf das Element  a wird entweder mittels zweier besonderer, an  den beiden Stirnseiten jedes Elementes an  geordneter Ankerplatten vorgenommen. Für  diesen Zweck geeignete Ankerplatten 6 wer  den zweckmässig in Absätzen oder Vertiefun  gen 7 in den Stirnseiten der Elemente ein  gelegt. Sie sind derart ausgebildet, dass die  Bewehrungselemente b festgeklemmt werden  können. Zu diesem Zwecke lassen sieh bei  spielsweise Keile gebrauchen, die zweckmässi  gerweise gleichzeitig zwei Bewehrungsele  mente erfassen.  



  Eine besondere Ausführungsform einer  für den beabsichtigten Zweck sich eignenden    Ankerplatte 6 ist in Fig. 15 dargestellt. Diese  Ankerplatte 6 hat T-Form. Das Ende des  Steges 19 ist beidseitig zur Bildung je eines  Absatzes verbreitert. Die Bewehrungselemente  L lassen sieh zwisehen dem Flansch der Anker  platte und zwei Klemmstücken 20, die siele auf  die Absätze des Steges 19 stützen und mittels  Sehrauben 21 in den Enden 18 des Flansehes  festgehalten sind, einlegen und festklemmen.

    Versuche haben gezeigt, dass sieh mittels der  artiger Ankerplatten 6 selbst dünne     Drähte     mit Sicherheit festklemmen und vorspannen  lassen, ohne dass eine Lockerung eintritt,  selbst wenn bei der Vorspannung eine     be-          träehtliche,    eine Quersehnittsverminderung  zur Folge habende Dehnung eintritt. Die Ver  ankerung muss so lange wirksam bleiben     und     die Vorspannung aufreehterhalten, bis der in  die Absätze und Vertiefungen des Elementes a  eingebrachte Zementmörtel so hart geworden  ist, dass er ein späteres Nachlassen der Vor  spannung zu verhindern vermag.  



  Sobald die Bewehrungselemente b an die  Ankerplatten 6     angeschlossen    sind, werden die  Bewehrungselemente zwischen den einzelnen  Elementen a durehschnitten, so dass die Vor  spannung als Druck nunmehr auf die ein  zelnen Elemente übertragen wird.  



  Das beschriebene Verfahren lässt siele bei  spielsweise auch auf Baustellen selbst an  wenden. Mit a ist in Fig. 19 und 20 ein Körper  bezeichnet, der mit Rillen oder Absätzen  versehen worden ist, die besondere     Aus-          nehmungen    22 und 22a aufweisen. Die Be  wehrungselemente b sind innerhalb der Ab  sätze 5 angeordnet, wie Fig. 19 zeigt, und an  einem Ende an einer Ankerplatte 6 befestigt.

    In den Ausnehmungen 22 und 22a ist je ein  Bolzen 23 im Körper     a        eingebeitet,        der        :iiii     freien Ende ein     Schraubengewinde        2-1    besitzt  und eine Rolle 25     trä;yt.    Die     Bewehrungs-          elemente    b in der Form von Drähten sind     mi     den Rollen 25     verbinden.    Das V     oispannen    der  Drähte b erfolgt durch     Drehen    der Rollen     '':

  5     mittels einer nietet     gezeichneten        Vorrichtung     und Aufwickeln der     Drälrte.    Ist die     Vorspaii-          nung    der Drähte erreicht,     dann    lasen sich die  Rollen 25     beispielsweise        dadureli        feststellen,         dass eine Mutter 24a auf die Bolzen 24 aufge  schraubt und kräftig angezogen wird.

   Nach  der erfolgten Feststellung der Rollen 25 wer  den die Absätze 5 und Ausnehmungen 22 und  22a mit Zementmörtel c als Füllmaterial aus  gefüllt Es könnten die Bewehrungsdrähte b  aber auch einerends im Körper a verankert  sein, so dass die Ausnehnungen 22a sieb er  übrigen, und es könnten gewöhnliche Anker  platten vorgesehen sein. Ferner könnte die  Vorspannung mittels hydraulischer Winden  oder anderer Vorrieltungen erzeugt und die  Verankerungmn der gespannten     Bewebrungs-          elemente    mittels Keilen vorgenommen werden.  



  An Stelle des ein bestimmtes Haftver  mögen aufweisenden Füllmaterials lässt sich  auch ein solches diese Eigenschaft nicht be  sitzendes Material gebrauchen, wenn auf die  erwähnte zusätzliche Adhäsion verzichtet wer  den kann. Ein solelhes Material ist dann vorzu  sehen, wenn am fertigen Körper später     eine     Regulierung oder Änderung der V orspannung  vorgenommen werden soll. Solche Verhältnisse  liegen insbesondere dann vor, wenn es sieh um  Ausführungen gemäss Fig. 7 bis 10, 19 und 20  handelt. Eine derartige Regulierung ist  schwierig auszuführen, wenn die vorgespann  ten Bewehrungselemente entweder     festge-          klenmnmt    oder mittels Keilen befestigt sind, was  den Gebrauch besonderer Apparate erforder  lich macht.  



  Die Fig. 1 bis 6 stellen ans einem einzigen  Stück hergestellte     Elemente    dar, die sieh auch  ohne Bewehrungsglieder 2 und 3 ausführen  lassen, also nur die vorgespannten Beweh  rungselemente b enthalten.  



  Es ist aber aueh möglich, Körper aus  mehreren fertigen Einzelstücken zu bilden,  wie die Ausführungsformen nach Fig. 21-31  zeigen. Die durch die Fig. 21 und 22 in Seiten  ansicht gezeigten Körper sind als Balken aus  gebildet. Die einzelnen Stücke können ge  neigte oder auch vertikale Stirnflächen 26 be  sitzen. Der Balken gemäss Fig.21 hat ein  Mittelstück 27, eine Anzahl Zwischenstücke 28  und zwei Endstücke 29. Die Berührungs  flächen zwischen den einzelnen Stücken lassen  sich aber auch treppenförmig ausbilden, so    dass zwei winkelrecht zur Basisfläche liegende,  unter sich parallele Flächen 26 (Feg. 22) vor  handen sind, die über eine horizontale Fläche  30 miteinander in Verbindung stehen. Beim  Balken nach Fig.22 unterscheidet sieh nur das  Mittelstück 31 von den übrigen Stücken 32.

    Es könnten die einzelnen Stücke selbstver  ständlich auch derart ausgebildet sein, dass  einander berührende Stücke siele an den Be  rührungsstellen verbinden lassen, beispiels  weise durch die Anordnung von schwalben  schwanzförmigen Rippen und Nuten. In die  zwischen den Stücken befindlichen Fugen lässt  sich aber auch ein Verbindungsmittel, bei  spielsweise     Zementmörtel,    einbringen,     mittels     welchem sich die Verbindung zwischen zwei  Stücken herstellen lässt. Vielfach ist es not  wendig, einen verhältnismässig trockener.

         Zementmörtel        von        Kolier    Festigkeit zu ver  wenden, da in vielen Fällen an die Festigkeit  des zusammengesetzten fertigen Körpers  grössere Anforderungen gestellt werden als an  diejenige eines gewöhnlichen     Mörtels.    Ist ein  aus Einzelstücken zu bildender Körper Herzu  stellen, dann wird zweckmässig in folgender  Weise vorgegangen: Zunächst wird die be  nötigte Zahl von Einzelstücken in einer Reihe  aufgestellt, derart, dass zwischen sämtlichen       Einzelstücken    mindestens angenähert gleiche  Fugen vorhanden sind, die alsdann mit  Zementmörtel ausgefüllt werden.

   Die     anein-          andergereiliten    Stücke werden hierauf unter  Verwendung eines weichen Drahtes     zusam-          mengehalten,        bis    der Zementmörtel in den  Fugen erhärtet ist. Dieser Draht wird alsdann  entfernt, die     Bewelirungselemente        b    in die  Rillen     ä        eingebracht,    vorgespannt und ver  ankert und letztere gleichzeitig mit den Ab  sätzen 7 mit     Füllmaterial    c angefüllt.

   Sind  in den einzelnen     Stucken    keine     Bewehrungs-          elemente    b' wie bei den     Awsführun        gsformen     nach     Fi-.    27, 30 und 31 vorhanden, dann ist  es zweckmässig, den Bindedraht. so lange zu  belassen, bis der Körper in derjenigen Lage       siele    befindet, in welcher er benutzt, werden  soll und den Belastungen ausgesetzt ist, damit.

    die     vorgespannten        Bewehrungselemente        b     keine übermässig starken Zugspannungen in      den Fugen und keine bleibende For mv     er-          ünderung    zu erzeugen vermögen.  



  Die Fig.23 und 24 zeigen Längsschnitte  durch Fugen, die sieh zwischen zwei Stüeken  gemäss Fig. 21 und 22 befinden. Mit 33 ist  eine in die Fugen eingesetzte Zwischenlage  bezeichnet. Die Stücke 28 und 32 sind als  Hohlkörper ausgebildet, die in Fig. 26 und 2 7  im Schnitt dargestellt sind. Sind die Stirn  seiten der Einzelstücke genau eben ausge  fallen, dann kann die Zwischenlage in den  Fugen auch weggelassen sein. Sind die Stirn  seiten hingegen uneben, dann kommt zweck  mässig eine aus einem Zementmörtel mit  grossem Haftvermögen zu bildende     Zwisehen-          lage    in Frage. Es ist aber auch möglich, eine  aus einem zusammendrückbaren Material her  gestellte Zwischenlage zu verwenden.

   Fig. 25  zeigt eine Fuge im Längsschnitt, in weleher  sieh eine Zwischenlage 35 befindet, die in die  Hohlräume der beiden anliegenden Stüeke 34  eingreift. Zementmörtel kann in diesem Falle  zum Ausfüllen der Fugen gebraucht     werden.     Dieser Zementmörtel kann unter Umständen  aber auch weggelassen sein.  



  Die Fig.26 und 27 zeigen Querschnitte  durch Hohlkörper     a,    wie solche beispielsweise  zur Hersstellung von Deckenkonstruktionen  verwendet werden. Die Decken können ent  weder aus aneinanderliegenden Körpern be  stehen (Fig. 26 und 27) oder aber in Ver  bindung mit zusätzlichen Beton- oder Eisen  betonelementen (Fig.28 und 29) hergestellt  sein. Als Verbindungsglied 36 zwischen zwei  benachbarten Körpern dient gemäss Fig. 27  ein aus Beton oder Zementmörtel hergestelltes  Organ. Besondere Betonglieder 37 zeigen die  Ausführungsformen nach Fig. 28 und 29, die  besondere Bewehrungselemente 38 enthalten.  Die Einzelstücke a sind mit leistenartigen  Vorsprüngen 39 versehen, die als bleibende  Schalung für den Beton 37 dienen. Bei der  Ausführungsform nach Fig. 29 ist eine obere  Betonplatte 40 vorgesehen, in welcher die  Bügel 41 endigen.

    



  Handelt es sieh bei den Körpern un     Trag-          ffi    gy ieder, die nur vorübergehend benutzt wer-    den sollen, dann werden zweekmässig Zwi  schenglieder 35 (Fig. 25) ohne weitere Zwi  schenfüllungen in den vorhandenen Fugen  zur Anwendung gebracht. Eine derartige  Verwendung ermöglicht eine     Demontage        und     Wiederverwendung der einzelnen Körper und  Teile. Als Füllmaterial c ist für solche Fälle  ein Material vorzusehen, das kein Haftver  mögen besitzt.  



  Fig. 30 zeigt einen Hohlkörper a im Quer  schnitt, der in den beiden Seitenfläeben so  wohl obere als auch untere Rillen 5' bzw. 5  mit je einem Bewehrungselement aufweist.  In Fig.31 ist ein Körper von I-förmigem  Querschnitt dargestellt, dessen beide Flansehe  je drei parallele Rillen 5 mit je einem     Be-          wehrungselenment    b' und b besitzen. Zur Her  stellung derartiger Körper lassen sieh belie  bige Materialien wie Glas, Kunstharze usw.  mit entspreehendem Mörtel als Füllmaterial  gebrauchen. Glas eignet sieh beispielsweise für  Körper gemäss Fig. 30, während Körper nach  Fig.31 aus Kunstharz bestehen können. Im  letzteren Falle ist es möglieh, die grosse Druck  festigkeit der Kunstharze auszunutzen. Der  artige Körper haben eine grosse Tragrähigkeit  bei verhältnismässig kleinem Gewicht.

   Die  relative Druckfestigkeit (Druelkfestigkeit  durch spezifisehes Gewieht ) ist für Kunst  harze viel grösser als bei Stahl. Während der  Stahl eine relative Druckfestigkeit von etwa  420 kg/cm2 besitzt (spezifisehes Gewicht 7,65),  hat das amerikanisehe, unter dem Namen       Duramold        bekanntgewordene        Erzeugnis    eine  relative Druckfestigkeit von 540-980 kg/cm2  (spez. Gew. 1.,27--1,4), während für     Kuust-          harzseile    die relative Festigkeit     1-1-16        kg@/em-"          (spez.        Gew.    1;34) beträgt.

   Dies beweist die  grossen Möglichkeiten, die bei Verwendung  derartiger Materialien sieh ergeben,     wenn    es  sich darum handelt, Tragkörper von grösster  Festigkeit bei geringem     Gewieht    herzustellen.  wie dies zum Beispiel beim     Flugzeugbau    in  Frage kommt.  



  Das beschriebene     Verfahren    lässt sieh       tveiterhin    auch auf     Mauerkonstruktionen    an  wenden, zu deren Herstellung Ziegel     un     Steine vorgesehen sind. Zu diesem Zwecke      werden in den Mauern Ausnehmungen bzw.  V ertiefungen in wenigstens einer Fläche zur  Aufnahme von Bewehrungselementen b frei  gelassen. Unter Anwendung des beschriebenen  Verfahrens lässt siele ein einheitlicher, aus drei  verschiedenen Bestandteilen bestehender Kör  per bilden, der die Form einer Mauer besitzt.

    Als Ausgangsmaterialien zur Herstellung der  Elemente a lassen sich ausser den     erwähnten     Materialien wie Beton, Glas und Kunstharze  sowie ähnlichen Produkten auch Ziegel, kera  mische Materialien und Asbestschiefer ver  wenden. Die Bewehrungselemente b können in  der Form von Stahldrähten, Stahlstäben oder  aus Stahldrähten hergestellten Kabeln     ausge-          fülirt    sein und insbesondere aus solchen Werk  stoffen bestehen, die eine anfängliche Vor  spannung zulassen, welche grösser ist als die  zulässige     Stahlspannung    für gewöhnlichen  Baustahl (1400 kg/cm2).  



  Die zur Aufnahme der     Bewehrungs-          elenmente    dienenden Rillen und Vertiefungen  in den Körpern, die als Balken und der  gleichen ausgebildet sind oder andere Trag  körper darstellen, lassen sich herstellen, indem  passende Latten oder dergleichen in die vor  geformte noch plastische Masse des Elementes  eingedrückt wird. Es besteht aber auch die  Möglichkeit, entsprechende Einlagen in den  zur Herstellung der Elemente dienenden  Formen anzubringen.  



  Ein wesentlicher Vorteil des beschriebenen  Verfahrens besteht darin, dass die vorgespann  ten Drähte oder Kabel eine gleichmässige  Spannung entlang ihrer Länge aufweisen, was  nicht der Fall ist, wenn Kabel innerhalb  kleiner Rillen aufliegen, wie bei bekannten  Ausführungen. In solchen Fällen ist eine Rei  bung vorhanden und ist es nicht möglich,  einen adhäsiven Zementmörtel so einzufüllen,  dass alle Drähte oder Kabel umhüllt sind, was  einen besondern Vorteil bietet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von mit Stahlbewehrung versehenen Körpern, da- dlurch gekennzeichnet, dass man einen min destens aus einem Stück bestehenden Körper (a) mit wenigstens einer Längsrille (5) in der Aussenfläche verwendet, in diese Längsrille ein Bewehrungselement (b) aus hochwertigem Stahl einbringt und dieses letztere mit einer entlang der ganzen Länge gleichen Spannung von mindestens 1400 kg/em2 vorspannt, und die Vorspannung mittels Endverankerungen auf den Körper überträgt, worauf man die Längsrille (5) mit einem Füllmaterial (c) unter Aufrechterhaltung der Vorspannung ausfüllt. II.
    Nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I hergestellter Körper, dadurch ge kennzeichnet, dass er aus wenigstens einem vorgeformten festen Bestandteil (a) mit wenigstens einer Längsrille (5) in der Aussenfläche besteht, in welcher Längs rille als zweiter Bestandteil ein entlang;
    der ganzen Länge gleichmässig mindestens auf 1400 kg/cm2 vorgespanntes Bewehrungs- element (b) aus hochwertigem Stahl liegt, das seinerseits in einem die Längsrillen (5) aus füllenden, den dritten Bestandteil bildenden Füllmaterial eingebettet liegt, wobei die Vor spannung in dem Bewehrungsglied mittels Endverankerungen auf den Körper (a) über tragen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss man einen we nigstens aus einem Stück bestehenden Körper (a) mit symmetrischen Längsrillen (5) in zwei Flächen in eine horizontale Lage bringt, aus Drähten (b) bestehende Bewehrungs- elemente unter Vermeidung einer Berührung mit dem Körper in die Längsrillen (5) ein bringt und unter Verwendung von Veranke- rungsorganen diese Drähte durch Verwinden vorspannt, wobei die Vorspannung durch die Verankerungsorgane (6) auf den Körper übertragen werden,
    worauf bei Aufrechterhal tung der Vorspannung die Längsrillen (5) mit einem Füllmaterial (c) ausgefüllt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man an einem wenigstens aus einem Stück bestehenden Körper (a) Bewehrungselemente (b) aus Stahlstäben unter Vermeidung einer Be- rührung mit dem Körper (er) in die Längsrillen (5) einbringt und dass man unter Verwendung von in den Körpern angeordneten Verankerungsorganen (6) diese Stahlstäbe mittels Schraubenmuttern (13) vorspannt, wobei die Vorspannung durch die Verankerungsorgane (6)
    auf den Körper übertragen werden, worauf bei Aufrechterhal tung der Vorspannung die Längsrillen (5) mit einem Füllmaterial (c) ausgefüllt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I zur gleichzeitigen Herstellung einer Anzahl von Einzelkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Anzahl Bewehrungselemente (b) zwischen zwei auseinanderliegenden Endver ankerungen anordnet, dass man die mit Längs rillen (5) versehenen Stücke (a) an den Stirn seiten mit vertieft liegenden Verankerungs- organen (6) versieht und diese Stücke in die horizontale Lage bringt, so dass sie in einer Reihe hintereinander liegen und die Beweh rungselemente (b) in die Längsrille (5) zu liegen kommen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man vorerst die Bewehrungselemente (b) vorspannt und nachher in eine solche Lage bringt, dass sie in die Längsrillen (5) der Stücke (a) zu liegen kommen, ferner, dass man die vorgespannten Bewehrungselemente (b) an den Enden der einzelnen Stiicke (a) ver ankert, worauf man die Bewehrungselemente (b) zwischen den einzelnen Stücken (a) durchschneidet und die Längsrillen (5) bei Aufrechterhaltung der Vorspannung mit einem plastischen, erhärtenden Füllmaterial (c) ausfüllt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man vorerst die Stücke (a) mit ihren Längsrillen (5) in eine solche Lage bringt, dass die Bewehrungselemente (b) in die Längsrillen (5) zu liegen kommen, ohne letztere zu berühren, ferner, dass man an schliessend die Bewehrungselemente (b) vor spannt und an den Enden der einzelnen Stücke (a) verankert, worauf die Beweh- rungselemente (b) zwisehen den einzelnen Stücken (a) durchschnitten und die Längs rillen (5) bei Aufrechterhaltung der Vorspan nung mit einem plastischen, erhärtenden Füllmaterial (e) ausgefüllt werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Längsrillen aus einem bestehenden Mauerwerkskörper ausge stemmt und in diese Längsrillen Bewehrungs elemente (b) ohne Berührung des Mauerwerks eingelegt werden, ferner, dass man an den Enden der Mauerwerkskörper Verteilungs platten anordnet, die Bewehrungselemente vorspannt und an den Verteilungsplatten ver ankert, sowie Füllmaterial. in die Längsrillen einbringt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass aus Mauerwerk ein Körper mit Längsrillen gebildet wird und dass man die Bewehrungselemente ohne Berührung des Mauerwerks in die Längsrillen einbringt, ferner, dass man an den Enden des Mauer werks Verteilungsplatten anordnet, die Be- wehrungselemente vorspannt und an den Ver teilungsplatten verankert sowie Füllmateirial in die Längsrillen einbringt. S. Körper nach Patentansprueh I1, da durch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (c) Haftvermögen besitzt und die Beweh rungselemente (b) mit dem Grundkörper (a) verbindet. 9.
    Körper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (c) mit dein Grundkörper verbunden ist, je doch in bezug auf die Bewehrungselemente (b) -.ein Haftvermögen besitzt, so dass die Grösse der Vorspannung liaeh dem Erhärten des Füllmaterials (c) geändert werden kam). 10.
    Körper nach Patentalispruch 11, da durch gekennzeichnet, dass er einen zur Auf nahme der vorzuspannenden Bewehrung dienenden, mit Längsrillen (:>) versehenen Grundkörper (a) aufweist, der aus einem plastischen, nichtmetallischen erhärteten Material besteht und mit einer zusätzlichen, nicht. in Längsrillen angeordneten Bewehrung versehen ist. 11. Körper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass er als Eisenbeton balken ausgebildet ist. 12.
    Körper nach Patentanspruch II, da- dureh gekenizeiechnet, dass der Grundkörper aus einer Anzahl Einzelstücke zusammen gesetzt ist, die als Hohlkörper ausgebildet sind und mit ihren Endflächen zusammen stossen. 13. Körper nach Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in den Fugen zwischen den Einzelstiicken Einlagen vorgesehen sind. 14. Körper nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 12 und 13, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einlagen als in die Hohlräume der Einzelkörper eingreifende Zwischenglieder ausgebildet sind. 75. Körper nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen l2-14, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einlagen aus einem plastischen erhärtbaren Material mit Haft vermögen bestellen. 16.
    Körper nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 12-14, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einlagen aus einem plastischen, erhärtbaren Material ohne Haft vermögen bestehen. 17. Körper nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 und 14, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einlagen aus einem zu sammendrückbaren Material bestehen. 18. Körper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Bewehrungs elemente mit einer solchen Vorspannung ge spannt sind, dass unter der Nutzlast nur Druckspannungen in einem auf Biegung be anspruchten Querschnitt entstehen, zum Zwecke der Erzielung, voller permanenter Riss sicherheit. 19.
    Körper nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 12-14, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Bewehrungselemente mit einer solchen Vorspannung vorgespannt sind, dass unter dem vollen Eigengewicht nur Druckspannungen in einem auf Biegung be anspruchten Querschnitt entstehen und bei Fehlen der Nutzlast die Rissbildung bei aus mehreren Grundkörpern gebildeten Körpern ausbleibt. 20. Körper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Einzelstücke aus Kunstharz bestehen. 21. Körper nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 12-15, dadurch ge kennzeichnet, dass der Grundkörper aus einer Mauerwerkkonstruktion besteht. 22. Körper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Grundkörper aus keramischem Material bestehen und als Hohlkörper ausgebildet sind.
    2i. Körper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der vorgeformte, wenigstens eine zum Einbringen von Beweh- rungselementen und von Füllmaterial auf weisende Längsrille besitzende Grundkörper ein als Baukonstruktion hergestellter Körper ist. 21. Körper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet., dass die zur Aufnahme der Bewehrungselemente dienenden Längs rillen mindestens an einem Ende eine Aus weitung zur Anordnung einer zum Vor spannen der Bewehrungselemente dienenden Vorrichtung aufweisen.
    25. Körper nach Patentanspruch II und Unteranspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Vorspannen der Bewehrungs- elemente dienende Vorrichtung mit dem einen Ende der Bewehrungselemente verbunden ist, während die andern Enden der letzteren im Körper selbst verankert sind.
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