CH283159A - Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken. - Google Patents

Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken.

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CH283159A
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Aktiengesellschaft Geo Fischer
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Fischer Ag Georg
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Description


  Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken.    Die vorliegende Erfindung hat zum Gegen  stand eine Mehrschnittvorrichtung an Dreh  bänken mit hydraulischer     Kopiervorrichtung,     bei welcher ein Taster in Verbindung mit  einem Steuerkolben mindestens eine am Ma  schinenständer angeordnete Kopierschablone  abtastend die Zustellung eines quer zur Be  wegungsrichtung eines Grundschlittens ver  schiebbaren Werkzeugschlittens steuert, für  eine Bearbeitungsfolge von mindestens zwei  aufeinanderfolgenden Drehoperationen.  



  Es hat sich bei Verwendung von Dreh  bänken mit hydraulischen Kopiervorrichtun  gen als vorteilhaft erwiesen, Werkstücke in  mehreren aufeinanderfolgenden Drehopera  tionen zu bearbeiten, beispielsweise in einer  ersten Vordrehoperation, einer zweiten Vor  drehoperation und einer Fertigdrehoperation.  Dabei war es     zweckmässig,    die ganze Bearbei  tungsfolge selbsttätig arbeitend vorzunehmen.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wer  den Steuer- und Sperrorgane, die zur Einlei  tung der ersten Drehoperation von Hand in  Betriebsstellung gebracht zu werden be  stimmt sind, nacheinander durch Auslöse  organe betätigt und steuern die weitere Dreh  operation, wobei zwei in Kombination ver  wendbare Kopierschablonen vorgesehen sind,  und eine Abstandsänderung zwischen dem       Drehwerkzeug    und dem Berührungspunkt des  Tasters mit einer Kopierschablone vorgenom  men wird.  



  Auf beiliegender Zeichnung sind die Mehr  schnitt- und Kopiervorrichtung eines Aus  führungsbeispiels des Erfindungsgegenstan-    des, für eine Bearbeitungsfolge von drei selbst  tätig aufeinanderfolgenden Schnitten, darge  stellt, und es zeigt,  Fig. 1 eine schematische Darstellung der  Vorrichtungen mit den Schalt-, Sperr- und  Auslöseorganen,  Fig. 2 und 2a eine schematische Darstel  lung der Steuerelemente des Verstelltasters  und der     Kopierschablonenschwenkvorrich-          tung;    der Werkzeugschlitten befindet sich in  der Ausgangsstellung,  Fig. 3 und 3a gleiche Darstellung wie  Fig. 2; beim Kopieren im ersten Schnitt,  Fig.4 und 4a gleiche Darstellung wie  Fig. 2; beim Kopieren im zweiten Schnitt,  Fig. 5 und 5 a gleiche Darstellung wie  Fig 2;

   beim Kopieren im dritten Schnitt,  Fig. 6 einen Längsschnitt durch den Ver  stelltaster,  Fig. 7 einen Schnitt durch den V     erstell-          taster,    nach der Linie VII-VII der Fig. 6,  Fig. 8 eine schematische Darstellung der  Anordnung der Steuerorgane,  Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX  der Fig. 8,  Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X  der     Fig.    B.  



  Die     Fig.    1 zeigt Teile eines Drehbank  bettes 1 mit einem     Spindelstock    2 und einem  Reitstock 3. Durch nicht dargestellte     Mittel     wird ein zwischen die letzteren beiden Teile  eingespanntes Werkstück 4 vom Spindel  stock 2 aus in Drehung versetzt. Auf dem       Drehbankbett    1 ist auf nicht dargestellten      Gleitbahnen ein Grundschlitten 5 parallel zur  Drehachse des Werkstückes 4 verschiebbar.  Auf einem mit dem Grundschlitten 5 fest ver  bundenen     Differentialkolben    13 und an nicht  dargestellten Führungsbahnen des Grund  schlittens 5 gleitet senkrecht zur Bewegungs  richtung des Grundschlittens 5 ein Werkzeug  schlitten 6 mit einem Drehwerkzeug 7.

   Der       Werkzeugschlitten    6 könnte indessen auch  schräg zur Bewegungsrichtung des Grund  schlittens 5 gleitend angeordnet sein. Am  Drehbankbett 1 ist eine Anschlagwelle 10  befestigt, auf welcher ein linksseitiger und ein  rechtsseitiger Anschlag 11, bzw. 12 längsver  stellbar angeordnet sind. Unten im Grund  schlitten 5 sitzt im Druckmittelbehälter 15  eine durch nicht dargestellte Mittel angetrie  bene Pumpe 14; eine Druckleitung 16 führt  zum     Differentialkolben    13. Zur Aufrechter  haltung eines konstanten Druckes in den  Druckleitungen 16 und 74 dient ein Über  druckventil 69.

   In einem Kanal 97 des Diffe  rentialkolbens 13 befindet sich ein nicht dar  gestelltes Druckreduzierventil, durch das aus  dem Raum 57 unter dem Kolben mit kon  stantem Druck Druckmittel in den Raum 65  über dem Kolben mit     veränderlichem    Druck  gelangen kann. Im Grundschlitten 5 sitzt ein  nur schematisch dargestelltes Vorschubge  triebe, bestehend aus der Schneckenwelle 17,  den beiden Getrieberädern 18, bzw. 19 und  dem Kupplungsteil 20, der durch eine Stange 21  und eine Schaltwelle 22 betätigt werden kann.

    Durch eine Feder 23     wird    die Schaltwelle 22  gegen eine     Klinke    24 gepresst, die auf einer  am Werkzeugschlitten 6 befestigten Steuer  schiene 25     mit    in nicht gezeichneter Weise auf  der Schiene verstellbaren Nocken 91, 92 und  93 gleiten kann. Die Schnecke 26 greift in ein  Schneckenrad 27 ein, das mit einem in eine  Zahnstange 29 eingreifenden Ritzel 28 in Ver  bindung steht. Die Zahnstange 29 ist am  Drehbankbett 1 befestigt und der Antrieb der  beiden Getrieberäder 18, bzw. 19 für eine  Vorschub- und eine Rücklaufbewegung des  Grundschlittens 5 auf dem Drehbankbett 1  erfolgt durch nicht dargestellte Mittel über  ein entsprechendes Getriebe.

      Am Grundschlitten 5 ist ferner ein Um  steuerhebel 30 schwenkbar befestigt, der  einen Steuerkolben 31 in einem Steuergehäuse  32 betätigen kann, worin eine Feder 33 den  Steuerkolben 31 nach links (Fig. 1) zu ver  schieben trachtet. Ein Kolben 34 steht über  eine Stange 35 und eine Druckfeder 94 in Ver  bindung mit einer am Grundschlitten 5 an  gelenkten und parallel zu sich selber verstell  baren Gleitstange 36. Am Grundschlitten 5  sind zwei Anschläge 37, bzw. 38 für den Hilfs  tasterhebel 39 angebracht, der am Werkzeug  schlitten 6 schwenkbar befestigt ist. Diese  beiden Anschläge 37 und 38 werden nur wirk  sam, wenn der Werkzeugschlitten 6 in seine  oberste oder unterste Stellung auf dem Grund  schlitten 5 gelangt.

   Ein am Grundschlitten 5  gelagerter Winkelhebel 40 kann auf die     Gleit-          stange    36 einwirken, wenn der Fangnocken 55  des Nockenhebels 87 (Fig. 8) an der Fläche 41  des Winkelhebels 40 von unten her anstösst.  Ferner wird eine am Grundschlitten 5 befe  stigte, als Auslöseorgan wirkende und nur  nach unten klappbare Klinke 43 durch die  Wirkung einer Feder 44 in der dargestellten  hochgeschwenkten Lage gehalten.  



  Im Werkzeugschlitten 6 gleitet in einer  Bohrung 45 ein Steuerkolben 50, der durch  eine in der Bohrung 45 abgestützte Feder 51  nach unten gegen den Tasterhebel 68 gestossen  wird. Vom Raum 65 oberhalb des Differen  tialkolbens 13 führt ein Kanal 66 in einen  Ringraum 46 der Steuerkolbenbohrung 45  und aus der Bohrung 45 des Steuerkolbens 50  führt ein Kanal 61 in die Rücklaufleitung 64.  Vom Steuerschieber 52 führen ein Kanal 58  und eine flexible Verbindungsleitung 47, bei  spielsweise ein Schlauch, in eine Bohrung 48  mit einem Verstellkolben 49 des Kopfes 9  im Tasterhebel 68 (Fig. 6).

   Im Kopf 9 befin  det sich gegenüber der Stirnseite des Verstell  kolbens 49 eine Stellschraube 59 mit Skala 63,  an der das Ausmass der Verstellung des     Ver-          stelltasters    100, der in einer     schwalben-          schwanzförmigen    Führung 88 des Kopfes glei  tet, gegenüber dem Kopf 9 einstellbar ist. Der       Verstelltaster    100     wird    durch eine Zugfeder 98  und einen Bolzen 99 nach unten gezogen      (Fig. 6), wobei der Verstellkolben 49 bei druck  losem Zustand unten in der Bohrung 48 an  steht.

   Soll so gearbeitet werden, dass der Ver  stelltaster 100 gegenüber dem Kopf 9 nicht  verstellt wird, dann wird die Stellschraube 59  ganz angezogen, so dass sie über den Bolzen 99  den Verstellkolben 49 so weit nach unten  drückt, dass er unten in der Bohrung aufliegt.  



  Am Werkzeugschlitten 6 ist der in den Hilfs  tasterhebel 39 eingreifende Tasterhebel 68  schwenkbar gelagert, dessen Verstelltaster 100  am Kopf 9 am Drehbankbett 1 angeordnete  Kopierschablonen 8 oder 108 abtasten kann.  Ein Hilfshebel 70 ist im Werkzeugschlitten 6  schwenkbar gelagert und eine Feder 71 ver  sucht ihn im Uhrzeigersinn zu verschwenken;  eine Rolle 72 gleitet an der Gleitstange 36 und  ein Anschlag 73 liegt auf dem Hilfstaster  hebel 39 auf, wenn der Hilfshebel 70     ver-          schwenkt    wird. Die Druckleitung 74 führt  von der Druckleitung 16 zum Steuergehäuse 32  und ein Kanal 75 im Steuergehäuse 32 vom  Ringraum 76 in die Räume 77 und 78.  



  Die Steuerorgane bestehen aus einer im  Werkzeugschlitten 6 gelagerten Welle 42     mit     einem fest damit verbundenen Handrad 79,  einem Reiber 80 des Steuerschiebers 52 und  einem Hebel 81 mit einem Anschlag 82 und  zwei Zapfen 83 und 84. Die Welle 42 mit  Handrad 79 und Hebel 81 ist drehbar und  axial gegenüber dem Druck einer Feder 86 im  Steuerschiebergehäuse verschiebbar (Fig. 8).  Die Welle 42 kann in drei Schaltstellungen  arretiert werden durch drei Rasten 114, 115  und 116 im Hebel 81, wobei durch eine im  Werkzeugschlitten 6 liegende Feder 104 eine  Kugel 105 wahlweise in eine der drei Ra  sten 114, 115 oder 116 gepresst wird (Fig. 9).

    Schwenkbar auf der Welle 42 ist der Nocken  hebel 87 mit dem Fangnocken 55 mit einer  Anschlagfläche 54 für den Fangkolben 53, und  einem Anschlaglappen 95, der in der einen  Endstellung mit dem Anschlag 82 des He  bels 81 (Fig. 3) und in der andern Endstellung  mit dem Anschlag 96 am Werkzeugschlitten 6  in Kontakt kommen kann (Fig.5). Vom  Steuerschieber 52 führt ein weiterer Kanal 89  zu einem Schlauch 90, der zu einer Kopier-    schablonenschwenkvorrichtung führt.

   Letz  tere besteht wie Fig. 2-5 zeigen, aus einem ;  am Drehbankbett 1 befestigten Gehäuse 106  mit einem Kolben 107, der einen Kopier  schablonenhalter 109 mit den darin befestig  ten Kopierschablonen 8 und<B>108</B> entgegen  dem Druck einer am Drehbankbett 1 abge  stützten Feder 111 bis zum Anschlag 113     ver-          schwenken    kann, wobei der Schablonenhal  ter 109 an beiden Enden in Lagern 110  schwenkbar gehalten ist, die am Drehbank  bett 1 befestigt sind.  



  Vom Steuerschieber 52 führt ein weiterer  Kanal 60 zu dem im Werkzeugschlitten ange  ordneten Fangkolben 53 und ein Kanal 56  führt vom Raum 57 unterhalb des Differen  tialkolbens 13 zum Steuerschieber 52.  



  Die Entlastungskanäle 112 des Reibers 80  des Steuerschiebers 52 stehen durch einen  Kanal 62 (Fig. 10) mit der Rücklaufleitung 64  in Verbindung, so dass die drei Kanäle 58, 60  und 89 jeweilen drucklos sind, wenn sie in der       betreffenden    Schaltstellung nicht mit der  Druckleitung 56 in Verbindung stehen.  



  Es wäre indessen auch möglich, die     Steuer-          und    Sperrorgane am Grundschlitten und  die Auslöseorgane am Werkzeugschlitten an  zuordnen. Dadurch bleibt die Funktion der  Organe sowie der gesamten Mehrschnittvor  richtung dieselbe.  



  Die Wirkungsweise der in den Fig. 1 bis  10 dargestellten Mehrschnittvorrichtung in  Kombination mit einer Kopierdrehbank mit  Kopierschablonenschwenkvorrichtung und  einer     hydraulischen        Durchflusssteuerung    ist  die folgende  Ein zwischen dem     Spindelstock    2 und dem  Reitstock 3 eingespanntes und durch nicht  dargestellte Mittel in Drehung versetztes  Werkstück 4 soll in einer Bearbeitungsfolge  von drei selbsttätig aufeinanderfolgenden Ar  beitsgängen oder Schnitten in der Weise be  arbeitet werden, dass beim Kopieren im ersten  Schnitt nach der Kopierschablone 8 die Kon  tur 101, beim Kopieren im zweiten Schnitt  nach der Kopierschablone 108 die Kontur 102  und beim Kopieren im dritten Schnitt nach      der Kopierschablone 108 die Kontur 103 er  zeugt wird (Fig. 2-5).  



  Die Reihenfolge der aufeinanderfolgenden  Operationen ist:  1. Inbetriebsetzen.  



  2. Einleiten der Bearbeitungsfolge,.worauf  selbsttätig Schwenken des Kopierschablonen  halters und Kopieren des ersten Schnittes.  



  3. Zurückstellen des Werkzeugschlittens  und Rücklauf des Grundschlittens vom ersten  Schnitt.  



  4. Zustellen des Werkzeugschlittens, Zu  rückschwenken des Kopierschablonenhalters,  Betätigen des Verstelltasters und Kopieren  des zweiten Schnittes.  



  5. Zurückstellen des Werkzeugschlittens  und Rücklauf des Grundschlittens vom zwei  ten Schnitt.  



  6. Zustellen des Werkzeugschlittens, Zu  rückstellen des Verstelltasters und Kopieren  des     dritten    Schnittes.  



  7. Zurückstellen des Werkzeugschlittens  und Rücklauf des Grundschlittens vom drit  ten Schnitt; dann Auffangen des Werkzeug  schlittens in der Ausgangsstellung erfolgt.  



  1. Inbetriebsetzen  In     drucklosem    Zustand der     hydraulischen     Kopiervorrichtung (Fig. 2) befindet sich der  Werkzeugschlitten 6 in seiner tiefsten Stel  lung, in der das rechte Ende des Hilfstaster  hebels 39 auf dem Anschlag 37 des Grund  schlittens 5 aufliegt. Der Umsteuerhebel 30       befindet    sich vom letzten Rücklauf her in der  in Fig. 1 ausgezogen gezeichneten Stellung  und der Hebel 81 nimmt die in Fig. 2 gezeich  nete Stellung ein und wird durch die Raste 116  gehalten, wobei der Fangnocken 55 des     Nok-          kenhebels    87 nach rechts steht. Der Reiber 80  des Steuerschiebers 52 steht ebenfalls in der  in Fig. 2 gezeichneten Lage, in der Druck  mittel aus dem Kanal 56 hinter den Fang  kolben 53 gelangen kann.

    



  Wird nun die Pumpe 14 inganggesetzt,  dann gelangt zufolge der Regulierwirkung des  Überdruckventils 69 dauernd Druckmittel  konstanten Druckes durch die Druckleitung 16  in den Raum 57 unterhalb des Differential-    kolbens 13; durch das in der Zeichnung nicht  dargestellte Druckreduzierventil im Kanal 97  des     Differentialkolbens    13 gelangt Druck  mittel geringeren Druckes in den Raum 65  oberhalb des Differentialkolbens 13. Da der  Verstelltaster 100 in diesem Zeitpunkt auf  keiner Kopierschablone aufliegt, so wird der  Steuerkolben 50 durch die Feder 51 nach  unten gestossen, so dass sich der Steuerspalt 85  zu schliessen beginnt. Infolge des steigenden  Druckes im Raum 65 wird der Werkzeug  schlitten 6 zugestellt, und zwar so lange, bis  durch die nachstehend beschriebenen Vor  gänge im hydraulischen System Gleichge  wichtszustand eintritt.

    



  Von der Druckleitung 16 her gelangt  Druckmittel in die Druckleitung 74 (Fig. 1),  in den Kanal 75 und in den Raum 78, wodurch  der Kolben 34 in der Zeichnung nach links  gestossen wird, so dass die Gleitstange 36 und  die damit in Verbindung stehenden Teile die  in     Fig.    1 dargestellten Stellungen einnehmen.  Im Steuergehäuse 3 2 wird der Steuerkolben 31  durch den Druck im     Raute    77 entgegen dem  Druck der Feder 33 nach rechts gepresst.  



  Beim Zustellen des Werkzeugschlittens 6  gelangt der Fangnocken 55 auf die Fläche 41  des Winkelhebels 40     (Fig.    2), wodurch die  Gleitstange 36 etwas nach rechts verschoben  wird. Die Gleitrolle<B>722</B> gleitet auf der     Gleit-          stange    36 nach unten, wodurch der Anschlag  auf den     Hilfstasterhebel    39 gelangt und da  durch den letzteren sowie den     Tasterhebel    68  so     verschwenkt,    dass der Steuerkolben 50 nach  oben geschoben wird. Der Steuerspalt 85 be  ginnt sich zu öffnen, und wenn im hydrau  lischen Kopiersystem Gleichgewichtszustand.  eintritt, dann steht der Werkzeugschlitten 6  auf seinem Zustellweg still.  



  In dieser Stellung des Werkzeugschlit  tens 6 steht der Nocken 92 an der Gleit  schiene 25 auf der Klinke 24, so dass die Vor  schubbewegung des Grundschlittens 5 noch  nicht eingeschaltet ist, weil der Kupplungs  teil 20 mit keinem der beiden Getrieberä  der 18 bzw. 19 im Eingriff steht.  



  Von dem zuletzt ausgeführten     dritten     Schnitt der vorherigen Arbeitsoperation her      befinden sich die Steuer- und Sperrorgane  noch in den in Fig. 2 dargestellten Stellungen,  d. h. die Vorrichtung ist bereit zum Einleiten  einer Bearbeitungsfolge.  



  2. Einleiten der Bearbeitungsfolge, Schwen  ken des Kopierschablonenhalters und Kopie  ren des ersten Schnittes.  



  Mittels des Handrades 79 wird zuerst die  Welle 42 mit dem Hebel 81 und dem Reiber 80  entgegen dem Druck der Feder 86 in der Pfeil  richtung in den Werkzeugschlitten 6 hinein  gedrückt, so dass die Zapfen 83 und 84 des  Hebels 81 bei der unmittelbar nachfolgenden  Verdrehbewegung der Welle 42 an der Klinke  43 vorbeigelangen können, und dann wird das  Handrad 79 im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 1  und 9) verdreht, bis der Anschlag 82 des He  bels 81 am Lappen 95 des Nockenhebels 87  ansteht, wodurch der Fangkolben 53 durch  die Anschlagfläche 54 des Nockenhebels 87  ganz nach links in die in Fig. 3 dargestellten  Stellung gelangt und durch die Raste 114 ge  halten wird; dann wird das Handrad 79 los  gelassen.

   Durch das Verdrehen der Welle 42  ist der Reiber 80 des Steuerschiebers 52 in die  in Fig. 3 gezeichnete Stellung gelangt, in der  Druckmittel konstanten Druckes aus dem  Kanal 5 6 in den Kanal 89, den Schlauch 90  und das Gehäuse<B>1.06</B> gelangt, wodurch der  Kolben 107 den Kopierschablonenhalter 109  entgegen der Wirkung der Feder 111 und bis  zum Anschlag 113 in die in Fig. 3 dargestellte  Stellung verschwenkt. Dadurch gelangt die  Kopierschablone 8 in den Bereich des Ver  stelltasters 100.  



  Die Kanäle 58 und 60 stehen durch die  Entlastungskanäle 112 mit dem Kanal 62 und  der Rücklaufleitung 64 in Verbindung; sie  sind somit drucklos.  



  Da der Fangnocken 55 jetzt den Winkel  hebel 40 freigegeben hat, so bewegt sich in  folge des Druckes im Raum 7 8 des Steuer  gehäuses 32 die Gleitstange 36 nach links.  Dabei wird der Anschlag 73 des Hilfshebels 70  vom Hilfstasterhebel 39 angehoben, so dass  der Tasterhebel 68, dessen Verstelltaster 100  in diesem Zeitpunkt auf der Kopierscha-    blone 108 noch nicht aufliegt, im Uhrzeiger  sinn verschwenkt wird, weil die Feder 51 den  Steuerkolben 50 nach unten drückt.

   Dadurch  beginnt sich der Steuerspalt 85 zu schliessen  und der Werkzeugschlitten 6 wird zugestellt,  bis der Verstelltaster 100 die Kopierscha  blone 8 berührt, wodurch im hydraulischen  System wiederum Gleichgewichtszustand ein  tritt; dabei ist der Werkzeugschlitten 6 mit  dem Drehwerkzeug 7 so weit zugestellt worden,  dass beim nun folgenden Kopiervorgang am  Werkstück 4 die Kontur 101 gemäss der Ko  pierschablone 8 erzeugt werden kann.

   Auf der  am     Werkzeugschlitten    6 befestigten Steuer  schiene 25 sind die verstellbaren Nocken 91,  92 und 93 derart eingestellt worden, dass beim  Erreichen der angehobenen Stellung des  Werkzeugschlittens 6 der Nocken 91 vor die  Klinke 24 gelangt, so dass, über die Schalt  welle 22 und die Stange 21, der Kupplungs  teil 20 mit dem Getrieberad 18 in Eingriff  gelangt, wodurch vom nicht dargestellten  Getriebe aus über die Schneckenwelle 17, die       Schnecke    26, das     Schneckenrad    27, das Kit  zel 28 und die Zahnstange 29 eine Vorschub  bewegung des Grundschlittens 5 auf dem  Drehbankbett 1 zustande kommt. Der Grund  schlitten 5 wird nun auf dem Drehbankbett 1  vorgeschoben, wobei der Verstelltaster 100  die Kopierschablone 8 abtastet, wie darge  stellt in Fig. 3.  



  3. Zurückstellen des Werkzeugschlittens  und Rücklauf des Grundschlittens vom ersten  Schnitt.  



  Wenn der     Umsteuerhebel    30 den linkssei  tigen Anschlag 11 berührt, der der Länge des  zu bearbeitenden Werkstückes 4 entsprechend  auf der Anschlagwelle 10 des Drehbank  bettes 1 befestigt worden ist, dann wird der       Umsteuerhebel    30 nach rechts in die in     Fig.    1  gestrichelt gezeichnete Stellung     verschwenkt.     Im Steuergehäuse 32 wird der Steuerschie  ber 31 nach links bewegt und dabei der Kol  ben 34 vom Druck im Raum 78 entlastet, da  das Druckmittel durch den Kanal 75 und den  Ringraum 76 in die Rückleitung 64 entwei  chen kann.

   Durch die Feder 94 wird der Kol-      ben 34 mit der Stange 35 und der     Gleit-          stange    36 nach rechts bewegt, wobei der  Hilfshebel 70 durch den Druck der Feder 71  im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Liegt der  Anschlag 73 auf dem Hilfstasterhebel 39 auf,  so wird der letztere ebenfalls im Uhrzeiger  sinn verschwenkt, wodurch der Verstell  taster 100 von der Kopierschablone 3 abge  hoben und der Steuerkolben 50 entgegen dem  Druck der Feder 51 nach oben gestossen wird.

    Durch die Vergrösserung des Steuerspaltes 85  sinkt der Druck im Raum 65 und der Werk  zeugschlitten 6 wird zurückgestellt, bis der  Hilfstasterhebel 39 auf dem Anschlag 37 auf  tritt, wobei im hydraulischen System wieder       Gleichgewichtszustand    eintritt, wenn nicht  vorher eine Umsteuerbewegung vom die  Maschine Bedienenden eingeleitet wird.  



  Während der Zurückstellbewegung des  Werkzeugschlittens 6 gleitet die Klinke 24  zuerst auf den Nocken 92, wobei die Vor  schubbewegung des Grundschlittens 5 unter  brochen wird; dann gleitet die Klinke 24  weiter auf den Nocken 93, wodurch die Rück  laufbewegung des Grundschlittens 5 zustande  kommt, da der Kupplungsteil 20 mit dem  Getrieberad 19 in     Eingriff    gelangt. Beim  Zurückstellen des Werkzeugschlittens 6 glei  tet der Zapfen 84 des Hebels 81 über die nach  unten nachgiebige Klinke 43, die nachher  infolge der Wirkung der Feder 44 wieder in  die in Fig. 1 gezeichnete Stellung zurück  schnappt.

   Gelangt der Grundschlitten 5 bei  seinem Rücklauf gegen seine rechtsseitige  Endlage, dann stösst der Hebel 30, der sich in  der in Fig. 1 gestrichelt gezeichneten Stellung  befindet, am Anschlag 12 an, und er wird in  die ausgezogen gezeichnete Stellung     ver-          schwenkt,    wodurch die Druckleitungen 16  und 74 mit dem Raume 78 verbunden werden.  



  4. Zustellen des Werkzeugschlittens,  Schwenken des Kopierschablonenhalters und  Kopieren des zweiten Schnittes.  



  Durch den Druck im Raum 78 werden der  Kolben 34, die Stange 35 und die     Gleit-          stange    36 nach links verschoben, so dass über    die Gleitrolle 72 der Anschlag 73 des Hilfs  hebels 70 vom Hilfstasterhebel 39 abgehoben  wird. Die beiden Tasterhebel 39 und 68 kön  nen sich nun frei bewegen, da der Verstell  taster 100 auf keiner Schablone aufliegt. Der       Steuerkolben    50 wird durch die Feder 51 nach  unten gestossen, wodurch der Steuerspalt 85  sich verengert. Der Druck im Raum 65 steigt  an, und der Werkzeugschlitten 6 wird zuge  stellt, wobei sich aber der Grundschlitten 5  immer noch nach rechts bewegt, weil die  Klinke 24 noch auf dem Nocken 93 steht.  



  Während der Zustellbewegung des Werk  zeugschlittens 6 gelangt die Klinke ?4 von  ihrer Stellung auf dem Nocken 93 zuerst auf  den Nocken 92, so dass die Rücklaufbewegung  des Grundschlittens 5 unterbrochen wird, und  dann auf den Nocken 91, der wiederum die  Vorschubbewegung des Grundschlittens 5  einschaltet.  



  Beim Zustellen des Werkzeugschlittens 6  zum Kopieren des zweiten Schnittes gelangt  der Zapfen 84 des Hebels 81 in den Bereich  der nach oben nicht nachgiebigen Klinke 43,  und der Hebel 81 wird dadurch um einen  bestimmten Betrag im Uhrzeigersinn in die  in Fig. 4 dargestellte Lage verschwenkt, in  welcher die Welle 42 durch die Raste<B>115</B>  gehalten wird. In dieser Stellung des Rei  bers 80 des Steuerschiebers 5 2 gelangt, Druck  mittel aus dem Kanal 56 in den Kanal 58,  den Schlauch 47 und unter den Verstell  kolben 49 in der Bohrung 48 des Kopfes 9  (Fig. 6). Dadurch wird der Verstelltaster 100  gegenüber dem Kopf 9 um einen an einer  Stellschraube 59 eingestellten Betrag ver  stellt, wobei dieser Betrag der Spanstärke  oder -tiefe des dritten Spanes bzw. Schnittes  bei der Bearbeitungsfolge entspricht.  



  Die Kanäle 60 und 89 sind durch die Ent  lastungskanäle<B>1121</B> und den Kanal 62 mit der       Rücklaufleitung    64 verbunden, so dass unter  dem Kolben 107 in der     Kopierschablonen-          schwenkvorrichtung    kein Druck mehr vor  handen ist. Die Feder 111 schwenkt nun den       Kopierschablonenhalter    109 in die in     Fig.    2,  4     und    5 gezeichnete Stellung, in der die      Kopierschablone 108 im Bereich des Verstell  tasters 100 steht.  



  Da durch die Zustellbewegung des Werk  zeugschlittens 6 die Klinke 24 bereits auf dem  Nocken 93 steht, so ist die Vorschubbewegung  des Grundschlittens 5 eingeleitet und beim  nachfolgenden Abtasten der Kopierscha  blone 105 durch den Verstelltaster 100 wird  durch das Drehwerkzeug 7 am Werkstück 4  die Kontur 102 des zweiten Schnittes erzeugt,  wobei die verschiedenen beschriebenen Teile  der Vorrichtung die in Fig. 4 schematisch  dargestellten Stellungen einnehmen.  



  5. Zurückstellen des Werkzeugschlittens  und Rücklauf des Grundschlittens vom zwei  ten Schnitt.  



  Gelangt der Grundschlitten 5 in seine  linksseitige Endstellung, so erfolgt die Betäti  gung der Steuerorgane in gleicher Weise, wie  beschrieben beim ersten Schnitt. Der Werk  zeugschlitten 6 wird auf dem Grundschlitten 5  zurückgestellt und der letztere kommt in  seine rechtsseitige Endstellung zurück.  



  Bei der Zurückstellbewegung des Werk  zeugschlittens 6 gleiten die beiden Zapfen 84  und 83 über die nach unten nachgiebige  Klinke 43, die wieder in ihre in Fig. 1 darge  stellte Stellung     zurückschnappt.     



  Gelangt der Grundschlitten 5 bei seinem  Rücklauf gegen seine rechtsseitige Endlage,  dann stösst der Hebel 30, der sich in der in  Fig. 1 gestrichelt gezeichneten Stellung be  findet, am Anschlag 12 an, und er wird in die  ausgezogen gezeichnete Stellung verschwenkt,  wodurch die Druckleitungen 16 und 74 mit  dem Raume 78 verbunden werden.  



  6. Zustellen des Werkzeugschlittens,  Zurückstellen des Verstelltasters und Kopie  ren des dritten Schnittes.  



  Die Umsteuerung von der Rücklauf  bewegung des Grundschlittens 5 in der rechts  seitigen Endstellung in die Vorschubbewe  gung des Werkzeugschlittens 6 geschieht in  gleicher Weise wie bereits oben beschrieben.  



  Beim Zustellen des Werkzeugschlittens 6  zum Kopieren des dritten Schnittes gelangt    der Zapfen 83 in den Bereich der nach oben  nicht nachgiebigen Klinke 43 und der  Hebel 81 wird dadurch um einen weiteren  bestimmten Winkel im Uhrzeigersinn     ver-          schwenkt    in die in Fig. 5 gezeichnete Stellung  und darin durch die Raste<B>116</B> gehalten. In  dieser Stellung des Reibers 80 gelangt Druck  mittel aus dem Kanal 56 in den Kanal 60 und  hinter den Fangkolben 53, der nun an der  Anschlagfläche 54 des Nockenhebels 87 an  steht und den letzteren in die in Fig. 5 darge  stellte Lage verdreht; diese letztere Bewegung  wird erst dann ausgeführt, wenn während der  Zustellbewegung des Werkzeugschlittens 6  der Fangnocken 55 vor der Fläche 41 des  Winkelhebels 40 vorbeigegangen ist.  



  In dieser Stellung des Reibers 80 gemäss  Fig. 2 und 5 sind die beiden Kanäle 58 und 89  durch die Entlastungskanäle 112 und den  Kanal 62 mit der Rücklaufleitung 64 ver  bunden und da unter dem Verstellkolben 49  kein Druck mehr vorhanden ist, so wird der  Verstelltaster 100 durch die Zugfeder 98 nach  unten     (Fig.6)    gezogen, bis der Verstell  kolben 49 unten in der Bohrung 48 ansteht.  



  Da durch das Zustellen des Werkzeug  schlittens 6 die Klinke 24 auf den Nocken 93  gelangt ist, so ist die     Vorschubbewegung    des  Grundschlittens 5 eingeleitet und beim nach  folgenden Abtasten der gleichen beim zweiten  Schnitt verwendeten Kopierschablone 108  durch den     Verstelltaster   <B>100</B> wird durch das  Drehwerkzeug 7 am Werkstück 4 die Kon  tur 103 des dritten     Schnittes    erzeugt, wobei  die verschiedenen beschriebenen Teile der  Vorrichtung die in     Fig.    5 schematisch dar  gestellten Stellungen einnehmen.  



  7. Zurückstellen des Werkzeugschlittens  und Rücklauf des Grundschlittens vom drit  ten Schnitt; dann Zustellen des Werkzeug  schlittens und Auffangen desselben in der  Ausgangsstellung.  



  Gelangt der Grundschlitten 5 in seine  linksseitige Endstellung, so erfolgt die Betäti  gung der Steuerorgane in gleicher Weise, wie  beschrieben wurde beim ersten und beim  zweiten Schnitt.      Bei der Zurückstellbewegung des Werk  zeugschlittens 6 gleitet der Fangnocken 55  des Nockenhebels 87 über den Winkelhebel 40  herunter, wobei der Fangkolben 53 durch die  Anschlagfläche 54 entgegen dem hinter dem  Kolben herrschenden Druck um den ent  sprechenden Betrag in seine Bohrung hinein  gestossen     wird.    Hat der Fangnocken 55 den  Winkelhebel 40 passiert, dann nehmen der  Nockenhebel 87 und alle andern beschrie  benen Teile wieder die in Fig. 5 gezeichneten  Stellungen ein.  



  In der rechtsseitigen Endstellung beginnt  infolge der selbsttätigen Umsteuerung wieder  um die Zustellbewegung des Werkzeug  schlittens 6 und wenn die Klinke 24 auf dem  Nocken 92 steht, d. h. bei stillstehendem  Grundschlitten 5, trifft der Fangnocken 55  auf die Fläche 41 des Winkelhebels 40 auf,  wodurch die Gleitstange 36 so weit parallel zu  sich selber nach rechts verschoben wird, bis  über die Gleitrolle 72, den Anschlag 73, den  Hilfstasterhebel 39, den Tasterhebel 68 und  den Steuerkolben 50 der Steuerspalt 85  so weit     geöffnet    wird, dass im hydraulischen  System Gleichgewichtszustand eintritt.

   Dann  bleibt der Werkzeugschlitten 6 auf seinem  Zustellweg stehen, und, da auch die Vor  schubbewegung unterbrochen ist, so steht die  Maschine     wieder    bereit für eine weitere mehr  schnittige Bearbeitungsfolge (Fig. 2).  



  Die beschriebene Mehrschnittvorrichtung,  die für drei aufeinanderfolgende Drehopera  tionen konstruiert und dargestellt ist, kann  ohne weiteres Verwendung finden bei einer  Bearbeitungsfolge von nur zwei aufeinander  folgenden Drehoperationen, beispielsweise der  letzten zwei Operationen. Es muss lediglich  der Anschlag 82 auf Hebel 81 so weit verstellt  werden, dass nur noch der halbe Winkel  geschaltet werden muss, um den Fang  nocken 55 zurückzuschwenken. Bei dieser  Verwendungsart wird bei der Inbetrieb  setzung das Handrad 79 nach dem Hinein  drücken nicht bis zur Raste 114, sondern nur  um den halben Winkel bis zur Raste 115 im  Gegenuhrzeigersinn verdreht, so dass bei Ver  wendung nur der Kopierschablone 108 der    Werkzeugschlitten 6 nach dem zweiten  Schnitt wieder in Ausgangsstellung (Fig. 2)  gelangt. Die Wirkungsweise aller Elemente  bleibt sonst dieselbe.  



  Die Verwendung einer ersten, von der  Fertigkontur des Werkstückes abweichenden  Vordrehkopierschablone erweist sich als vor  teilhaft, wenn beispielsweise Werkstücke mit  ungleichmässigen Werkstoffzugaben auf die  Fertigkonturen bearbeitet werden sollen, und  die Verwendung der gleichen Kopierschablone  bei der zweitletzten und letzten Drehopera  tion bietet den Vorteil, dass beim Kopieren  für den letzten Span infolge gleichmässiger  Spanabnahme eine grössere Masshaltigkeit  erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken mit hydraulischer Kopiervorrichtung, bei welcher ein Taster in Verbindung mit einem Steuerkolben mindestens eine am Maschinen ständer angeordnete Kopierschablone ab tastend die Zustellung eines quer zur Bewe gungsrichtung eines Grundschlittens ver schiebbaren Werkzeugschlittens steuert, für eine Bearbeitungsfolge von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Drehoperationen, da durch gekennzeichnet, dass Steuer- und Sperr organe, die zur Einleitung der ersten Dreh operation von Hand in Betriebsstellung ge bracht zu werden bestimmt sind, nachein ander durch Auslöseorgane betätigt werden und die weitere Drehoperation steuern, wobei zwei in Kombination verwendbare Kopier schablonen vorgesehen sind,
    und eine Ab standsänderung zwischen dem Drehwerkzeug und dem Berührungspunkt des Tasters mit einer Kopierschablone vorgenommen wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass bei der Einleitung einer ersten Dreh operation eine erste Kopierschablone in den Bereich des Tasters gebracht und vor Aus führung einer zweiten Drehoperation die Abstandsänderung zwischen dem Drehwerk- zeug und dem Berührungspunkt des Tasters mit der zweiten Kopierschablone vorge nommen sowie die zweite Kopierschablone in den Bereich des Tasters gebracht wird;
    ferner vor Ausführung einer dritten Drehoperation unter Verwendung der zweiten Kopierscha blone die Abstandsänderung aufgehoben und nach Beenden der dritten Drehoperation durch Sperrorgane selbsttätig der Werkzeug schlitten in der Ausgangsstellung aufgefangen wird. 2. Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Sperrorgane am Werkzeugschlitten und die Auslöseorgane am Grundschlitten angeordnet sind. 3. Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Sperrorgane am Grundschlitten und die Aus löseorgane am Werkzeugschlitten angeordnet. sind. 4.
    Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bearbeitungsfolge die Zustellbewegungen des Werkzeugschlittens von am Drehbankbett angeordneten Anschlagorganen (11-12) aus über ein am Grundschlitten angeordnetes Gestänge erfolgen, das über einen Hilfstaster hebel mit einem unter Federdruck stehenden, mit dem Hilfstasterhebel zusammenarbei tenden Hilfshebel mit Gleitrolle und Anschlag die Bewegungen des Steuerkolbens der hydrau- lischen.Kopiervorrichtung beeinflusst. 5.
    Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugschlitten bei seiner Zustellbewegung selbsttätig durch Steuerelemente die Vor schub- und Rücklaufbewegungen des Grund schlittens einleitet und unterbricht. 6. Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abstandsänderung vom Drehwerkzeug zum Berührungspunkt des Tasters mit der Kopier- Schablone ein im Tasterhebelkopf beweglicher Verstelltaster, der unter einseitiger Feder wirkung steht, durch Steuer- und Auslöse organe selbsttätig verstellt wird. 7.
    Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Vollendung der zweiten Drehoperation ein Steuerorgan (87) bei der Zustellbewegung des Werkzeugschlittens erst dann selbsttätig auf die dritte Drehoperation schaltet und gleich zeitig das Sperrorgan (55) in Fangstellung gebracht wird, wenn das Sperrorgan den Fanganschlag bereits überfahren hat. 8.
    Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nach einander zur Wirkung kommenden Kopier schablonen mittels einer durch die Steuer- und Auslöseorgane gesteuerten, unter ein seitigem Federdruck stehenden Kopierscha- blonenschwenkvorrichtung in den Bereich des Tasters gebracht werden. 9. Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betä tigung des Verstelltasters hydraulisch erfolgt. 10.
    Mehrschnittvorrichtung an Dreh bänken nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1, 2 und 8, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kopierschablonenschwenk- vorrichtung hydraulisch betätigt wird. 11. Mehrschnittvorrichtung an Dreh bänken nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrschnittvorrichtung mit einer Kopiervorrichtung mit einer Durchflusssteue- rung kombiniert ist, bei welcher der Taster in Verbindung mit dem Steuerkolben beim Abtasten der Kopierschablone den Druck eines ständig strömenden Druckmittels auf der einen Seite eines Differentialkolbens steuert,
    während der Druck auf der Gegen seite des Differentialkolbens konstant gehal ten wird, und dadurch die Zustellbewegungen des Werkzeugschlittens regelt.
CH283159D 1950-05-17 1950-05-17 Mehrschnittvorrichtung an Drehbänken. CH283159A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE936783C (de) * 1953-07-21 1955-12-22 Heyligenstaedt & Comp Mehrschnitteinrichtung fuer hydraulische Nachformdrehbaenke
DE951845C (de) * 1953-01-09 1956-11-08 Auguste Raoul Pierre Corthals Kopereinrichtung fuer Werkzeugmaschinen, insbesondere fuer Nachformdrehbaenke
DE1169255B (de) * 1955-09-07 1964-04-30 Nassovia Werkzeugmaschf Vorrichtung zum Abtragen der Werkstuecktiefen in einzelnen Schichten an Nachformwerkzeug-maschinen, insbesondere -fraesmaschinen, mit einem Drei-Stellungstaster oder Tasterschieber

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