Mit einem Greifer versehenes Hebezeug. ( 'euenstand vorliegender Erfindung ist T C ein mit einem Greifer versehenes Hebezeug, z. B. ein Drehkran, bei welchem der Greifer in jeder beliebigen Höhenlage geöffnet werden kann.
Erfindungsgemäss ist ein Entleerungsseil für den Greifer sowohl mit, einer Festhalteein- richtung wie auch mit einer selbsttätig wirken den Einrichtung zum Spannen desselben ver bunden. Vorzugsweise ist das Entleerungsseil. mit einer feststellbaren Trommel verbunden, mit, welcher zum Spannen desselben dienende Gegengewichte verbunden sind.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigt: Fig.1 eine Seitenansicht eines Drehkranes mit Greifer, Fig. 2 eine Draufsicht auf den hintern Teil desselben, Fig. 3 einen Schnitt zu Fig. \?.
Der vorliegende, fahrbare Drehkran von an sich bekannter Konstruktion weist ein Ge häuse 1. auf, in welchem, in schematischer Dar stellungsweise dargestellt, der Antrieb 2 für das Hub- und Sebliessseil 26 des Greifers an geordnet ist. Dieses Seil wird über Rollen 3, 4 und 5 geführt und endet in bekannter Weise in einem Flaschenzug 6 innerhalb des Greifers 7. Am Öffnungs- und Schliessgestänge des Greifers 7 ist ein Haken 8 befestigt, an wel chem das Entleerungsseil 9 eingehängt ist. Dieses Seil 9 ist über Rollen 10 und 11 ge führt, welche neben den Rollen 5 bzw. 4 liegen. Das andere Ende des Entleerungsseils 9 ist auf eine Trommel 12 aufgewickelt und mit ihr fest verbunden.
Die Trommel 12 ist in einem Rahmen 13 frei drehbar gelagert und weist eine Scheibe 14 auf, über welche das Band 15 einer Bandbremse 16 geführt ist. Zur Band bremse gehört ein Hebel 17, mit welchem das Band 15 auf die Scheibe 14 gedrückt werden kann. Die Trommel 12 besitzt zwei voneinan der unabhängige Seilrillen 19 und 20. In Win dungen der Rille 19 liegt das Ende des Seils 9, in solchen der Rille 20 liegt ein Seil 21, wel ches mit dem Ende ebenfalls an der Trommel befestigt ist. Rollen 22 sind in einem verti kalen Gestell 23 frei drehbar gelagert. Im Ge stell 23 ist ferner ein Gegengewicht 24 ange ordnet, das in vertikaler Richtung verschieb bar ist.
Das Gegengewicht 24 trägt oben Rol len 25. Über diese und die Rollen 22 ist das Seil 21 so geführt, dass die Rollen 22 und 25 sowie das Seil. 21 zusammen einen Flaschenzug bilden.
Die Arbeitsweise des Hebezeuges ist fol gende: Angenommen, der Greifer 7 befindet. sieh in der in Fig.l dargestellten Lage und sei mit Aushubmaterial gefüllt. Der Kran wird dann so weit gedreht, bis der Greifer sich über der Stelle befindet, an welcher er ent leert werden kann (z. B. über einem Auto). Damit der Greifer geöffnet werden kann, wird der Hebel 17 nach unten gedrückt und somit das Bremsband auf der Scheibe 14 festge drückt. Die Trommel 12 und damit auch das Entleerungsseil 9 und das Seil 21 können sich nicht bewegen. Gibt man jetzt mittels des An triebes 2 ein Teilstück des Hubseils 26 frei, so öffnet sich in bekannter Weise der Greifer 7, da er sich zufolge des Festhaltens des Ent leerungsseils 9 nicht senken kann.
Damit kann sieh der Greifer 7 entleeren. Um neues Aus hubmaterial zu fassen, bringt man den Kran in die richtige Lage und gibt das Hubseil 26 so weit frei, bis der geöffnete Greifer 7 auf den Boden aufzustehen kommt. Bei der vor genannten Abwärtsbewegung des Greifers, welche zufolge seines Eigengewichtes stattfin det, muss kurz zuvor mittels des Hebels 17 die Bandbremse gelöst werden, so dass das Entlee rungsseil 9 nachgezogen wird. Durch das Nach ziehen des Seils 9 erfolgt die Drehung der Trommel 12, wodurch gleichzeitig das Seil 21 aufgewickelt wird. Dabei wird das Gegen gewicht 24 gehoben. Es zeigt sieh also, dass das Entleerungsseil durch das Gegengewicht 24 stets straff gehalten wird.
Zum Schliessen des Greifers und Fassen von Aushubmaterial wird in bekannter Weise der Antrieb 2 in umgekehrter Richtung in Bewegung gesetzt. Nach dem Schliessen des Greifers setzt ohne weiteres seine Hubbewe gung ein. Er wird gehoben, bis er die ge- wünschte Höhenlage erreicht hat. Zum Entlee ren des Greifers werden dann anschliessend die bereits eingangs erwähnten Operationen durchgeführt. Bei der Aufwärtsbewegung des Greifers ist das Entleerungsseil 9 unter der Wirkung des Gegengewichtes 24 stets ge spannt geblieben, da der durch das Gewicht 24 hervorgerufene Zug des Seils 21 die Trom mel 12 zu drehen und damit das Seil 9 aufzu wickeln vermochte.