CH256484A - Verfahren zur Herstellung einer zum Ätzen von Färbungen dienenden Paste. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer zum Ätzen von Färbungen dienenden Paste.

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CH256484A
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15Locally discharging the dyes
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description


      Verfahren    zur Herstellung     einer    zum Ätzen von Färbungen dienenden Paste:    Es ist bekannt,     dass    sich Färbungen aus  kupferhaltigen oder     nachgekupferten    Farb  stoffen, auch wenn sich diese von in metall  freiem Zustand rein weiss     ätzbaren        Azofarb-          stoffen    ableiten, nur schlecht und für prak  tische Zwecke ungenügend weiss     ätzen,    lassen.  Besonders im     -Ätzdruck    auf Kunstseide wer  den nur bräunliche bis olive Fonds erreicht,  welche praktischen Ansprüchen in keiner  Weise genügen.

   Da sich     Färbungen    aus  kupferhaltigen oder     nachgekupferten    Farb  stoffen durch hohe Lichtechtheit und oft  auch durch sehr gute     Nassechtheiten    auszeich  nen, ist ein     Ätzverfahren,    das die Verwendung  dieser     Farbstoffklasse    gestattet, besonders  wertvoll.  



  Es ist zwar schon ein     Verfahren    zum       .z1tzen    von Färbungen mit kupferhaltigen  Farbstoffen bekanntgeworden, darin beste  hend, dass man     einer        Reduktionsätze    mit alka  lischem     Hydrosulfit    eine     Oxydationsbehand-          lung    der     Ätzstellen,    aber nur dieser, mit       Wasserstoffsuperoxyd    nachfolgen lässt.

   Dabei  muss wegen der     farbzerstörenden    Wirkung des       Wasserstoffsuperoxydes    peinlich Sorge getra  gen werden, dass nur die geätzten Stellen,  nicht aber der verbliebene Farbstoff mit dem       Oxydationsmittel    in Berührung kommt. Die  ser Umstand erschwert die Anwendung .des  an sich     komplizierten,    weil naturgemäss zwei  stufigen     Ätzprozesses    in der Praxis.  



  Es     wurde    nun gefunden, dass sich Fär  bungen aus kupferhaltigen Farbstoffen, die  sich von in metallfreiem     Zustand        ätzbaren    Azo-         farbstoffen.    ableiten, mit     Hydrosulfit    rein       #veiss    ätzen lassen,     wenn,der        Ätzpaste        cyanion-          abgebende        Mittel    zugesetzt werden.

   Unter       cyanionabgebenden    Mitteln sind ganz -all  gemein solche Mittel verstanden, die beim  Ätz- oder     Dämpfprozess    genügend     Cyanionen          liefern,    um das aus den kupferhaltigen Farb  stoffen stammende Metall zu     entfernen.    Es  seien insbesondere genannt:  1.

   Die     löslichen    Salze der     Cyanwasser-          stoffsäure,        wie        Natriumcyanid,        galiumeyanid     usw.,  2.

   die unlöslichen Salze der     Cyanwasser-          stoffsäure,    wie     Zinkcyanid,        Cadmiumcyanid,     usw., die, sei es durch Hydrolyse, sei es durch       chemischen    Umsatz, beispielsweise mit     Alkali-          carbonaten,    während des Ätz- oder     Dämpf-          prozesses        Cyanionen    liefern,  3.

   die komplexen Salze der     Cyanwasser-          stoffsäure,    deren metallisches Zentralatom  durch Kupfer     verdrängbar    ist, wie beispiels  weise das     Natriumzinkcyanid,    das Kalium  zinkcyanid, die Lösung von     Zinkcyanid    in       Ammoniakwasser,    das Natrium- oder     Kalium-          cadmiumcyänid    usw.,  4.

   anderweitige     Cyanionen    liefernde Pro  zesse,     wie    beispielsweise die bei .den Bedin  gungen des Ätz- und     Dämpfprozesses    erfol  gende     Zersetzung    von     Cyanhydrinen,    z. B.  von     Formaldehydcyanhydrin    usw.  



  Der Zusatz der     cyanionabgebenden        Mittel     zur     Ätzpaste    stellt das     .einfachste    und     bevor-          zugte    Verfahren dar.

   Man kann aber auch  nach der     gewöhnlichen        Hydrosulfitätw    die      geätzten Stellen und bei     vorsichtiger    Arbeits  weise und geeigneter Auswahl der     Cyanionen          liefernden        Mittel    sogar die ganze geätzte  Ware mit     cyanionabgebenden    Mitteln behan  deln und so erst nachträglich den     Ätzgrund          aufhellen.     



       Gegenstand    vorliegenden Patentes ist nun  ein Verfahren zur Herstellung     einer        bestän-          digenPasste,        welohe        zur'Herstellungvan        Hydro-          sulfitätzpasten    zum Ätzen von Färbungen  aus     kupferhaltigen:    Farbstoffen, die sich von  in metallfreiem Zustand     ätzbaren        Azofarb-          Stoffen        aableiten,    dient.

   Das Verfahren ist da  durch     gekennzeichnet,    dass man     einem        Ver-          dickungsmittel        cyanionenabgebende        Mittel    zu  setzt.  



  Die     Erfindung    wird durch die folgenden  Beispiele erläutert, aber nicht beschränkt. Die  Teile sind, wo nichts anderes vermerkt, Ge  wichtsteile.  



       Beispiel   <I>1:</I>       Eine    Paste,     die    sich zur Herstellung von       Hydrosulfitätzpasten    eignet, wird     erhalten,     durch     Vermischen    von:

    
EMI0002.0034     
  
    550 <SEP> Teile <SEP> Industriegummi <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 1
<tb>  <B>25</B> <SEP> Teile <SEP> Natriumzinkcyanid
<tb>  425 <SEP> Teile <SEP> Wasser
<tb>  1000 <SEP> Teile       - Eine damit     hergestellte        Hydrosulfitätzpaste     ätzt eine blaue     nächgekupferte    Färbung auf       Kunstseide    des Farbstoffes gemäss der Schwei  zer Patentschrift Nr. 236584 rein weiss, wäh  rend ohne Zusatz des     Natriumzinkeyanides     nur     ein.    unbrauchbarer graubrauner-     Ätzfond          entsteht.     



       Beispiel   <I>2:</I>  Eine Paste, die sich zur Herstellung von       Hydrosulfitätzpasten    eignet, wird erhalten  durch     Vermischen    von:  
EMI0002.0046     
  
    600 <SEP> Teile <SEP> Stärke-Tragänthverdickung
<tb>  50 <SEP> Teile <SEP> Pottasche
<tb>  25 <SEP> Teile <SEP> Zinkcyanid
<tb>  325 <SEP> Teile <SEP> Wasser
<tb>  1000 <SEP> Teile            Eine    damit hergestellte     Hydrosulfitätz-          paste        ätzt,eine    schwarze     nachgekupferte        Fär=            bung    :

  auf Viskose .des Farbstoffes .gemäss der  Schweizer Patentschrift Nr. 250818 rein weiss,  während ohne Zusatz von     Zinkcyanid    nur ein       olivbrauner        Ätzfond    entsteht.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Eine Paste, die sich zur ' Herstellung von       Hydrosulfitätzpasten    eignet, wird     erhalten     durch Vermischen von:  
EMI0002.0059     
  
    600 <SEP> Teile <SEP> Stärke-Traganthverdickung
<tb>  50 <SEP> Teile <SEP> Pottasche
<tb>  30 <SEP> Teile <SEP> Formaldehydcyanhydrin
<tb>  <U>3</U>20 <SEP> Teile <SEP> Wasser
<tb>  1000 <SEP> Teile       Eine damit     hergestellte        Hydrosulfitätz-          paste    ätzt eine raune, kupferhaltige Färbung  auf Kunstseide des     Trisazofarbstoffes    der  Schweizer Patentschrift Nr.

   208538 rein weiss,  während     ohne    Zusatz von     Formaldehydcyan-          hydrin.    nur ein     olivbrauner        Ätzfond        erhalten     wird.  



  <I>Beispiel</I>     .4:     Eine Paste, die sich zur     Herstellung    von       Hydrosulfitätzpasten    eignet, wird erhalten  durch     Vermischen    von:  
EMI0002.0074     
  
    600 <SEP> Teile <SEP> Industriegummi <SEP> 1 <SEP> :

   <SEP> 1
<tb>  50 <SEP> Teile <SEP> Pottasche
<tb>  30 <SEP> TeileBenzaldehydsulfonsäürecyanhydrin
<tb>  (erhalten <SEP> aus <SEP> BenzaIdehyd-3-sulfon  säure <SEP> mit <SEP> Cyanwasserstoffsäure)
<tb>  320 <SEP> Teile <SEP> Wasser
<tb>  1000 <SEP> Teile       Eine damit hergestellte     ]Iydrosulfitätz-          paste        ätzt    eine     grünblaue    Färbung auf Kunst  seide,     erhalten    mit dem     nachgekupferten        Farb-          Stoff        Diphenylbrillantblau        FF-(Sohultz,        Farb-          stofftabellen,    7.

   Auflage, Nr. 510),     rein    weiss,  während ohne Zusatz von     Benzaldehydsulfon-          säurecyanhydrin    nur     einunbrauchbarer    bräun  licher     Ätzfond    entsteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH T Verfahren. zur Herstellung einer bestän- digen Paste, welche zur Herstellung von. Hy- drcsulfitätzpasten zum Ätzen von Färbungen aus kupferhaltigen Farbstoffen, die sich von in metallfreiem Zustand ätzbaren Azofarb- stoffen ableiten, dient, dadurch gekennzeich net,
    dass man einem Verdickungsmittel cyan- ionenabgebende Mittel zusetzt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das cyanionen- abgebende Mittel ein lösliches Salz der Cyan- wasserstoffsäure ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das cyanionen- abgebende Mittel ein komplexes Salz der Cyanwasserstoffsäure ist, dessen metallisches Zentralatom durch Kupfer verdrängbar ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das cyanionen- abgebende Mittel ein Cyanhydrin ist.
    PATENTANSPRUCH II: Nach Patentanspruch I hergestellte, cyan- ionenabgebende Mittel enthaltende, verdickte Paste.
CH256484D 1945-09-26 1945-09-26 Verfahren zur Herstellung einer zum Ätzen von Färbungen dienenden Paste. CH256484A (de)

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