Ubertragungselement zur Kopplung von Waaghebeln.
Zur Kopplung von Waaghebeln werden meistens Gehänge verwendet. Diese haben jedoch den Nachteil einer grossen Bauhöhe.
Wenn die Übertragung statt durch auf Zug beanspruchte Gehänge vermittels auf Druck beanspruchter Teile geschieht, so ist eine kleinere Bauhöhe möglich. Es ist folgende Anordnung bekannt :
Jeder Schneide eines Paares zueinander gehöriger Schneiden ist eine plattenförmige Pfanne zugeordnet, die auf der einen Seite eine Kerbe für die Schneide aufweist, auf der andern Seite zwei oder mehr kugel- abschnittförmige Vertiefungen für Kugeln.
Zwischen den beiden Pfannen des Schneiden- paares liegen in den Vertiefungen zwei oder mehr Kugeln (Schweizer Patent Nr. 206758).
Diese Anordnung hat den Nachteil, dass für jede Winkelstellung der Schneiden die Stellung der Vertiefungen dem Kreuzungs- winkel der Schneiden angepasst sein muss.
Weiter bekannt sind jeder Schneide zugeordnete Pfannen und zwischen diesen, zwi- schen ebenen Flächen angeordnete Kugeln.
Diese Anordnung hat den Vorteil, dass in beliebigem Winkel gekreuzte Schneiden mit- einander gekoppelt werden können. Doch ist bei dieser Anordnung von Nachteil, dass die Koppelung keine Richtkraft aufweist. Es ist in den meisten Fällen erwünscht, dass unter dem Einfluss der zu übertragenden Eräfte die Schneiden das Bestreben haben, sich zu zentrieren.
Das erfindungsgemässe Ubertragungs- element ist nun gekennzeichnet durch zwei je einer der miteinander zu koppelnden Schneiden zugeordnete Pfannkorper, deren einander zugekehrte Seiten je eine unebene Rotationsfläche aufweisen, wobei zwischen diesen Rotationsflächen in Ereisform bezüg- lich der Achse dieser Rotationsflächen angeordnete Kugeln liegen.
In der beiliegenden Zeichnung sind Beispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar zeigt :
Fig. 1 einen Schnitt und
Fig. 2 eine Ansicht von oben des ersten Ausführungsbeispiels, Fig. 3 und 4 zeigen je einen Schnitt zweier weiterer Ausführungsbeispiele.
Jeder der miteinander zu koppelnden Schneiden 1 und 2 (Fig. 1 und 2) ist eine Pfanne 3 bezw. 4 zugeordnet. Jede hat auf der einen Seite eine Verbe 5, auf der andern Seite eine kreisringförmige hohle Bahn 6. Die Wölbung dieser eine Rotationsfläche bildenden Bahn kann entsprechend der gewünschten Richtkraft gewählt werden. Zwischen die Eugelpfannen 3 und 4 sind drei auf einem Kreis angeordnete Kugeln 7 eingelegt. Der Kreismittelpunkt liegt in der Achse der genannten Rotationsflächen 6. Es könnten auch mehr als drei Rugeln zur Anwendung kom- men. Ein einen lEäfig bildender Ring 8 sichert die Kugeln vor dem Herausfallen und begrenzt die horizontale Verschiebung der Pfanne 3 gegenüber der Pfanne 4.
Die gezeichnete Form des Käfigs 8 wird in den meisten Fällen die einfachste und billigste sein. Die Offnung 9 des Käfigs ist so bemessen, dass die drei Kugeln 7 mit geringem Spiel hineinpassen. Die Ränder 10 und 11 sind so bemessen, daB beim Anheben des Kugelkäfigs die Kugeln 7 als Ganzes nicht herausfallen, jedoch so, dass beim Anheben einer Kugel 7 dieselbe am Rand 11 vorbei- gleiten kann. Die Ränder 12 des Kugelkafigs 8 begrenzen das seitliche Spiel der Pfannen 3 und 4 zueinander. An Stelle des Käfigs 8 kann auch ein Käfig nach Art der Kugelkäfige bei Axialkugellagern verwendet werden.
, Bei der Horizontalverschiebung, z. B. der Pfanne 3 gegenüber der Pfanne 4, bewegen sich wenigstens einzelne Kugeln 7 auf den zugehörigen Bahnen 6, derart, dass der Abstand der Pfannen 3 und 4 vergröBert wird.
Eine der Kugeln kann sich zufällig in der Lage befinden, daB sie sich tangential zum Teilkreis bewegt. In dieser Stellung bewegt sie sich annähernd in einer Ebene. Somit er- gibt sich von dieser Kugel keine nennenswerte Richtkraft. In diesem Falle befinden sich jedoch die beiden andern Kugeln in einer solchen Lage, dass eine Richtkraft entsteht. Die in der Mittellage vorhandene Parallellage der Pfannen 3 und 4 wird beim Verschieben gestört. Da jedoch die Lage der Koppel als Ganzes zwischen den gekreuzten Schneiden 1, 2 statisch bestimmt ist, hat diese Verschiebung aus der parallelen Lage keine Nachteile.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 3. Die Pfannen 3 und 4 haben auf den einander zugekehrten Seiten je eine kugelige Fläche 13. Die Kugeln 7 (in diesem Fall sechs Stück) sind ebenfalls durch den Kugel- käfig 8 gef hrt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 4. Die Pfannen 14 und 15 haben auf den einander zugekehrten Seiten je eine kugelige Bahn 18 bezw. 19. Die Kugelradien der Bahnen 18 und 19 können gleich gro? oder verschieden gro? sein.
Die Pfannen 14, 15 sind durch eine Strebe 17 miteinander und diese letztere in ihrer Mitte mit dem Eugelkäfig 16 verbunden. Dieser letztere halt die Kugeln in der richtigen gegenseitigen Lage und kann auch so ausgebildet sein, dass er die gegenseitige seitliche Verschiebung der Pfannenkörper begrenzt. Durch die dargestellte Verbindung des gafigs 16 mit den Pfannen 14, 15 wird erreicht, dass sich der Eäfig bei seitlicher Verschiebung der einen Pfanne um einen bestimmten Weg um die Hälfte dieses Weges verschiebt.
In der Zeichnung sind die Schneiden rechtwinklig zueinander'gekreuzt angenom- men. Dies ist jedoch nicht erforderlich. Es können beliebig gekreuzte Schneiden verwendet werden, mit Ausnahme sehr spitzer Winkel.