CH243171A - Kopierwerkzeugmaschine. - Google Patents

Kopierwerkzeugmaschine.

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CH243171A
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Aktiengesellschaft Der Fischer
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Fischer Ag Georg
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  • Automation & Control Theory (AREA)
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Description


      Kopierwerkzeugmaschine.       Die vorliegende Erfindung hat zum Ge  genstand     eine        Kopierwerkzeugmaschine    mit  einem Längsschlitten und einem Querschlitten,  insbesondere zum     Kopieren    mit Schablonen  mit     rechtwinkligen        Abstufungen.    Solche Ko  pierwerkzeugmaschinen können als Drehbank  oder als Fräsmaschine ausgebildet und mit  mechanischer, hydraulischer oder elektrischer       Kopiereinrichtung    ausgerüstet     sein.     



  Bei     Kopierwerkzeugmaschinen    mit hydrau  lischer Vorschubsteuerung ist es bekannt,       zwischen    den Längs- und den Querbewe  gungen des Werkzeugschlittens     eine    Abhän  gigkeit zu schaffen. Diese Abhängigkeit be  wirkt, dass während der Dauer von Bewe  gungen des Werkzeuges mit einer Kom  ponente in senkrechter     Richtung    zur Dreh  achse die Geschwindigkeit der Längsbewe  gung des     Werkzeugschlittens    gedrosselt  wird.

   Dieser Zweck wird beispielsweise er  reicht durch eine von den Tasterbewegungen  abgeleitete Beeinflussung der Druckmittel  pumpe für die     Speisung    des Zylinders,     in       welchem sich der Druckkolben für die Längs  bewegungen des Werkzeugschlittens bewegt.

    Eine solche     Kopierwerkzeugmaschine    arbeitet  bei     zylindrischen    Teilen des Werkstückes  mit gleichbleibendem Längsvorschub, wäh  rend bei     Abstufungen,    das     heisst    bei Verände  rungen des Durchmessers, der Längsvorschub  gedrosselt wird.     Eine    derartige Einrichtung  hat den Nachteil, dass sie durch zusätzliche  Belastung des Tasters die Genauigkeit des  Kopiervorganges stark herabsetzt.

   Ausser  dem kann man mit     einer    solchen     Einrich-          tung        Abstufungen    der Schablone     nur    bis zu  einer     bestimmten        .Steilheit    kopieren,     weil     diese     Einrichtung    nur auf positiven Werten  des Längsvorschubes arbeiten kann. Es ist  unmöglich, mit     solchen.    bekannten     Kopierein-          richtungen    einen rechtwinkligen Absatz     einer     Schablone nachzuformen.  



  Der     Erfindungsgegenstand    hat bei ent  sprechender Ausbildung die Vorteile, dass die  Nachformarbeit von der Steilheit der     Scha-          blonenabstufungen    unabhängig     ist    und die      Nachformarbeit genauer wird unter Vermei  dung von Einflüssen, welche die Tasterbewe  gungen hemmen. Die Erfindung besteht  darin, dass Mittel vorgesehen sind, welche aus  den Querbewegungen des Querschlittens zu  sätzliche Längsbewegungen des Längsschlit  tens erzeugen, welche zu den vom Antriebs  aggregat erzeugten Längsbewegungen hinzu  treten.

   Die genannten Mittel können zwischen  den Längsschlitten und dessen Antriebs  aggregat eingeschaltet sein oder auch auf ein  Organ einwirken, in welches der Antrieb des       Längsschlittens    eingreift.  



  In den Zeichnungen sind .verschiedene  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen  standes dargestellt. Es zeigen:  Fig. 1 eine Drehbank mit mechanischer  Kopiereinrichtung,  Fig. 2 eine Fräsmaschine mit hydrau  lischer     Kopiereinrichtung,     Fig. 3 eine andere Drehbank mit mecha  nischer Kopiereinrichtung,  Fig. 4 eine weitere Drehbank mit hydrau  lischer Kopiereinrichtung,  Fig. 5 eine Fräsmaschine mit hydrau  lischer Kopiereinrichtung,  Fig. 6 und 7 Einzelheiten aus Fig. 5,  Fig. 8 eine weitere Fräsmaschine mit  hydraulischer Kopiereinrichtung und hydrau  lischem Längsvorschub,  Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie A-B  in Fig. 4.  



  In Fig. 1 ist eine Drehbank dargestellt  mit einem Maschinengestell, in welches ein  Spindelstock 2 eingebaut ist. Der Reitstock  3 ist auf einer besonderen Schlittenführung  4 gelagert. Eine zweite Schlittenführung 5       ist    für den Längsschlitten 6 auf dem festen  Bett angebracht. Im Längsschlitten 6 be  wegt sich     ein.        Querschlitten    7 quer zur Längs  bewegung und trägt an seinem untern Ende  den Taster 8, welcher die Schablone 9 ab  tastet. An der obern Seite des Querschlittens  7 ist das Werkzeug 10 befestigt, welches  ein Werkstück 11 entsprechend dem Verlauf    der Schablone 9 bearbeitet. Eine Druckfeder  12 wirkt auf den Querschlitten 7.

   Als An  triebsaggregat für den Längsschlitten 6 ist  ein Motor 13 auf einem besonderen in der  selben Führung 5 beweglichen     Schlitten    14  angebracht. Eine Schnecke 15 auf der Achse  des Motors 13 treift das Schneckenrad 16 an,  welches auf ein und derselben Achse aufge  steckt ist mit einem Zahnrad, welches seiner  seits in die fest angeordnete Zahnstange 17  eingreift. Zwischen dem Antriebsaggregat  und dem Querschlitten 7 ist ein mechanisches  Gestänge 18 mit Winkelhebel 19 eingeschal  tet. Letzterer ist an dem Bolzen 20, der  am Schlitten 6 angeordnet ist, drehbar ge  lagert. Der Winkelhebel 19 und die     Stange     18 bewirken, dass die Entfernung zwischen  den Schlitten 14 und 6 bei Aufwärtsbewe  gung des Schlittens 7 vergrössert und bei  Abwärtsbewegung verkleinert wird.

   Der  Schlitten 7, das Werkzeug 10 und der Taster  8 vollführen demnach eine bezüglich der  Führungsleiste 5, vom Hebelverhältnis des  Winkelhebels 9 abhängige, schiefwinklige  Bewegung. An den parallel zur Führung 5  verlaufenden Teilen der     Schablone    9 wird der  Schlitten 6 mit der vom Motor 13 dem  Schlitten 14 verliehenen Vorschubgeschwin  digkeit mittels der Teile 18, 19 vorgescho  ben, wobei die Feder 12 die in die Zu  stellrichtung gerichtete Komponente der       Schnittkraft    vom Werkzeug 10 und die vom  Winkelhebel 19 in die     Bewegungsrichtung     des Schlittens 7 umgeleitete Vorschubkraft  überwinden     muss,    um den Taster 8 der Scha  blone 9 entlangführen zu können.

   Bei in Vor  schubrichtung höher werdender Schablone  wird der Taster 8 mit dem Schlitten 7 und  dem Werkzeug 10 gegen den Druck der  Feder 12 bewegt. Die Entfernung zwischen  Schlitten 6 und Schlitten 14 verkleinert sich,  und der Vorschub des Schlittens 6 wird ver  langsamt, bei senkrechtem     Schablonenabsatz     stillgelegt und bei überhängender Form der  Schablone in eine rückläufige Bewegung ver  wandelt. Bei in     Vorschubriehtung    abnehmen  der Schablone bewegt sich der     Schlitten    7 in  Richtung des Federdruckes, die Entfernung      zwischen Schlitten 6     und    14 vergrössert sich,  und der Vorschub wird beschleunigt.  



  Fig. 2 ist eine Fräsmaschine mit hydrau  lischer Kopiervorrichtung, bei welcher ein  am Maschinenständer 21     abgestützter    Grund  schlitten 22 durch einen hydraulischen Kol  ben 23 quer zugestellt wird. Auf dem quer  zustellbaren Grundschlitten 22 ist der Längs  schlitten 24 gelagert. Auf dem Schlitten 24  ist ein Antriebsmotor 25 angeordnet, welcher  über eine     Schnecke    26 und das entsprechende  Schneckenrad 27 in die Zahnstange 28 ein  greift. Die Zahnstange 28 ist im obern Teil  des Grundschlittens längsverschiebbar ge  lagert. Sie weist auch an ihrer Unterseite  eine Verzahnung auf, welche mit dem Zahn  rad 29     in    Eingriff steht. Das Zahnrad 29 ist  so breit, dass es auch die seitlich an der Zahn  stange 28 vorbeigeführte Zahnstange 30  kämmt.

   Die     Zahnstange    30 ist am Maschi  nenständer 21 festgehalten durch den Träger  31. Der Längsschlitten 24     trägt    die Taster  vorrichtung 32, welche die ebenfalls am Ma  schinenständer 21 befestigte Schablone 33  abtastet und welche ein Ventil betätigt, das  den Zu- und Abfluss zum den Kolben 23 ent  haltenden Zylinder steuert. Auf dem Längs  schlitten ist weiter auch das Werkstück 34  befestigt, welches von dem Fräser 35 gemäss  der Schablone 33     bearbeitet    wird. Bei der  Fräsmaschine gemäss Fig. 2 bildet die Zahn  stange 28 das Organ, in welches der Antrieb  des Längsschlittens eingreift.

   Bei Querzustell  bewegungen des Grundschlittens 22 dreht sich  das im Grundschlitten 22 gelagerte Zahnrad  29 und erzeugt hierbei in der Zahnstange 28  Bewegungene welche sich auch auf den  Längsschlitten 24 übertragen. Das System  der verschiebbaren Zahnstange lässt sich ohne  weiteres auch bei Drehbänken anwenden.  



  Fig. 3 zeigt als weiteres Beispiel eine  Drehbank, bei welcher zwischen den Antrieb  50 und das     Treibzahnrad    51, beide auf dem  Längsschlitten aufgebaut, ein Differential  getriebe eingeschaltet ist, dessen Umlaufrad  durch Zahnräder mit dem Querschlitten ge  kuppelt ist. Der Maschinenständer 38 bildet  einen starren Rahmen, an welchem     ein    festes    Bett 39 für den Längsschlitten 40, ein wei  teres Bett 41 für den Reitstock 42 und der  Spindelstock 43 vorgesehen sind. Das Werk  stück 44 wird vom Stahl 45 bearbeitet nach  der am Maschinenständer 38 abgestützten       Schablone    46.

   Der Stahl 45 sowie der Taster  47 sind auf einem Querschlitten 48 gelagert  und stehen unter dem beständigen     Anpress-          druck    der Feder 49. Für den Antrieb des  Längsschlittens ist ein Motor 50 und ein  Schneckenradgetriebe 51 vorgesehen, welches  mittels eines nicht dargestellten Zahnritzels  auf die Zahnstange 52 einwirkt. Zwischen  den Motor 50 und das Schneckenradgetriebe  51 ist ein Differentialgetriebe 53 eingeschal  tet, dessen Umlaufrad 54 durch Zahnräder 55  mit dem Querschlitten 48 gekuppelt     ist.    Im  Beispiel von Fig. 3 erfolgt die vorerwähnte  Kupplung durch Ritzel 56 und Zahnstange  57.

   Das Vorschubgetriebe übt auf die Achse  des Umlaufrades 54 ein Drehmoment aus,  welches über das Getriebe 55 und 56 die am  Schlitten 48 befestigte Zahnstange 57 gegen  den Druck der Feder 49 zu bewegen trachtet.  Die Feder 49 muss diesen Druck und den in  Zustellrichtung gerichteten Druck des     Werk-          zeuges    45 überwinden, um den Tastfinger 47  der Schablone 46 entlangzuführen.

   Sobald  die Schablone 46 eine von der Parallelen  abweichende Form aufweist, folgt der     Tast-          hebel    47 dieser Form, bewegt den Schlitten  48 und die Zahnstange 57, wobei das Ge  triebe 56, 55 und Ausgleichgehä,use 58 be  wegt werden, wodurch die     Vorschubbewe-          gung    beschleunigt oder verlangsamt     wird,    ja  sogar eine Umkehr der Bewegungsrichtung  eintreten kann.  



       Fig.    4 zeigt eine ähnliche Drehbank wie       Fig.    3 jedoch mit hydraulischer     Kopierein-          richtung    und hydraulischem Längsvorschub.  Am Maschinenständer 61 ist das Bett 62 des  Längsschlittens 63 abgestützt. Mit 64 ist ein  Reitstock bezeichnet, mit welchem das Werk  stück 65 gegen den     Spindelstock    66 gepresst  wird. Ein Zylinder 67 ist ebenfalls am     Ma-          schinenständer    61     befestigt    und dient dem  hydraulischen Längsvorschub des Längs  schlittens 63,     gespeist    von einer Pumpe 68      und gesteuert durch     einen    Schalter 69.

   Im  Zylinder 67 bewegt sich ein Kolben 70,     in.     dessen innerem Hohlraum     ein    weiterer Kol  ben 71 durch Federn 72 und 73 gehalten  ist. Die Hohlräume der Federn 72 und 73  sind durch Bohrungen, welche durch die Kol  benstange hindurchgehen,     verbunden    mit den  Hohlräumen 74 und 75 im Zylinder 76 beid  seitig des Kolbens 77. Der Zylinder 76 ist  am Längsschlitten 63 befestigt. Der Kolben       7'7    ist mit dem Querschlitten 78 verbunden  und macht dessen     Querbewegungen    zwang  läufig mit.

   Die dargestellte Einrichtung der  beiden Zylinder 70 und 76 bildet mit den  darin befindlichen Kolben 71 und 77 und  der ausfüllenden Flüssigkeit ein hydrau  lisches Gestänge, welches zwischen Längs  schlitten und dessen Antriebsaggregat einge  schaltet ist. Wie bei den Ausführungsbei  spielen von Fig. 1 bis 3 mit mechanischen  Mitteln, werden bei einer Drehbank gemäss  Fig. 4 mit hydraulischen Mitteln aus den       Querbewegungen    des     Querschlittens    78 Be  wegungen des Längsschlittens 63 erzeugt, die  zu den vom Schalter 69 gesteuerten, vom  Antriebsaggregat erzeugten Längsbewegun  gen des Schlittens 63 hinzutreten.

   Im Bei  spiel von Fig. 4 wird eine absenkende Quer  bewegung des Schlittens 78 '01 aus dem       untern    Hohlraum 74 im Zylinder 76 verdrän  gen und in den Hohlraum der Feder 72 des  Zylinders 67 pressen. Der Kolben 71 wird  gegen die Feder 73 gedrückt und fügt da  durch der normalen Vorschubbewegung des  Kolbens 70 eine negative Komponente, eine  rückläufige Bewegung hinzu, so dass als Re  sultat beider Bewegungen eine verlangsamte  Vorscbubbewegung erzielt wird. Bei senk  rechten Abstufungen der Schablone 82 ist die  negative Zusatzbewegung in ihrem Absolut  betrag gleich gross wie die normale Vorschub  bewegung, und die Summe beider Bewegun  gen ergibt einen zeitlich begrenzten Stillstand  des Längsschlittens 63.

   Sobald die     senkrechte          Abstufung    der Schablone 82 überwunden  ist, hört die Querbewegung des Schlittens 78  auf und damit auch die aus ihr abgeleitete       Relativbewegung    im Zylinder 70. Wie aus    den Fig. 4 und 9 zu entnehmen ist, betätigt  der Tastfinger 80 ein Steuerventil 83 und  steuert damit nach bekannten Verfahren den  Querschlitten 78 mittels Öldruck. Die Dreh  achse 81 steht senkrecht zur mittleren Be  wegungsrichtung aus Quer- und Längsbewe  gungen des Werkzeuges, dargestellt durch  die Pfeile C und D. Die Richtung ergibt sich  als resultierender Vektor aus den Vektoren  der Quer- und Längsbewegungen. Die Be  wegung des Tastfingers 80 kann gemäss der  Konstruktion nur in einer Ebene senkrecht  zur Drehachse 81 erfolgen.

   Da es sich bei  diesen Bewegungen nur um Wege von der  Grössenordnung'/", mm handelt, kann die  Übertragung auf das Steuerventil 83, wel  ches in einer Ebene senkrecht zur Längs  schlittenbewegung beweglich ist, ohne Über  tragungsmittel erfolgen. Die hierbei auftre  tenden seitlichen Verschiebungen sind so  gering, dass sie erfahrungsgemäss die Genauig  keit des Kopiervorganges nicht beeinflussen.  Praktisch wird damit erreicht, dass die Ar  beitsstelle des Tastfingers 80 angenähert in  der Richtung der Resultierenden aus Quer  und Längsbewegungen des Werkzeuges be  weglich ist.  



       Fig.    5 veranschaulicht eine Fräsmaschine  mit einem Maschinengestell 85, einem quer  zustellbaren, den     Quersehlitten    bildenden  Grundschlitten 86 und einem Längsschlitten  87. Das Werkstück 88 ist auf den Längs  schlitten 87 aufgespannt und wird durch  einen     Fräser    89 nach einer Schablone 90  bearbeitet.

   In der dargestellten     Fräsmaschine     ist eine     hydraulische    Kopiervorrichtung an  gedeutet, welche mit einem Taster 91 die  Schablone 90 abtastet und durch einen Kol  ben 92 den Grundschlitten 86 quer     zustellt.     Das Antriebsaggregat für den Längsschlit  ten 87 ist in den Grundschlitten 86 eingebaut;  es umfasst einen Antriebsmotor 93, ein Dif  ferentialgetriebe 94, ein     Schneckengetriebe     95, welches über Zwischenräder 96 auf die  Zahnstange 97 des Längsschlittens 87 ein  wirkt. Der     Planetenradträger    98 ist über  Zahnräder 99 mit den am Maschinenständer  85 befestigten Zahnstangen 100 und 101 ge-      kuppelt.

   Mit Hilfedes Differentialgetriebes  94 und der Zahnstangen 100     und    101 werden  aus den     Querbewegungen    des Grundschlit  tens 86     zusätzliche        Längsbewegungen    des  Längsschlittens 87 erzeugt. Gegenüber dem  Differentialgetriebe von Fig. 3 ist eine zu  sätzliche     Einrichtung    vorgesehen, welche be  wirkt, dass durch Querbewegungen des Grund  schlittens 86 in beiden     Richtungen    eine Zu  satzbewegung des Längsschlittens entgegen  der Vorschubrichtung des Längsschlittens  87 erzeugt wird. Diese zusätzliche Einrich  tung besteht aus zwei     Überholkupplungen     102 und 103, welche in die Zahnritzel bezw.

    das Umkehrzahnrad der     Zahnstangen    100  und 101 eingebaut sind, in Fig. 6 und 7 in  Seitenansicht dargestellt. Die Überholkupp  lungen 102 und 103     sind    so geschaltet, dass  sie bei Heb- und Senkbewegungen des Grund  schlittens 86 das     Differentialgetriebe    94     im     Sinne einer     Verzögerung    des Längsvorschu  bes     beeinflussen.    Das Gewicht 104 erzeugt  eine Kraft, welche am Längsschlitten 87 an  greift und dauernd in Richtung des Längs  vorschubes wirkt.  



  Dieselbe Wirkung wird bei der Fräs  maschine von Fig. 8 mit hydraulischen Mit  teln erzielt. Die Fräsmaschine von Fig. 8  weist den gleichen Aufbau der Schlitten  anordnung auf wie diejenige von Fig. 5 und  setzt sich zusammen aus dem Maschinen  ständer 106, dem     Grundschlitten    107, dem  Längsschlitten 108, dem Werkzeug 109, dem  Werkstück 110, dem Taster 111 und der am  Maschinenständer 106 befestigten Schablone  112 sowie dem Hubkolben 113 für die     Heb-          und        Senkbewegungen    des     Grundschlittens     107.

   Das Vorschubaggregat für den Längs  schlitten 108 besteht aus einer Ölpumpe 114,  einem Steuerschalter 115 und dem Druck  zylinder 116, in welchem der mit dem Längs  schlitten verbundene Kolben 117 hin und her  bewegt wird. Zwischen den Steuerschalter  115 des Antriebsaggregates und den Druck  zylinder 116 ist eine hydraulische Vorrich  tung     eingeschaltet,    welche aus den Quer  bewegungen des     Grundschlittens    107 zusätz  liche Bewegungen des Längsschlittens 108    erzeugt.

   Diese hydraulische Vorrichtung  besteht aus einem     Zylinder    118, welcher am       Maschinenständer    106 befestigt ist.     Im    Zy  linder 118 ist ein Kolben 119 vorhanden,  welcher durch     seine        Kolbenstange    120 mit  dem Grundschlitten 107 verbunden ist und  dessen Bewegungen zwangläufig folgt. Durch       Ventile    121, 122 sind die Zylinderräume       beiderseits    des Kolbens 119 wechselweise mit  dem Druckzylinder 116 verbunden, durch  Ventile 123 und 124 sind     dieselben    Zylinder  räume wechselweise an die Rücklaufleitung  125 des     Öls    angeschlossen.

   Bei     Hubbewegung     des Grundschlittens 107 verdrängt der Kol  ben 119 01 aus dem     obern    Hohlraum in die  Rücklaufleitung 125, in den untern     Hohl-          rauen    saugt der Kolben 119 dabei gleich  zeitig Öl aus dem Druckzylinder 116, wo  durch der Längsvorschub verlangsamt wird.  Bei     Senkbewegung    des Grundschlittens presst  der Kolben 119 01 aus dem     untern    Hohlraum  des     Zylinders        11:8    in die     Rücklaufleitung     125, während gleichzeitig<B>011</B> aus dem Druck  zylinder 116 in den obern Hohlraum des  Zylinders 118 abgesaugt wird.

   Die     Wirkung     der     Querbewegung    auf den Längsvorschub  ist also in beiden Fällen dieselbe, nämlich       eine    Verzögerung des Längsvorschubes. Die  hydraulische     Einrichtung    von     Fig.    8 erreicht  also dasselbe was die Überholkupplungen  der     rein    mechanischen Konstruktion von       Fig.    5.  



       In    allen dargestellten Beispielen     ist    der  Taster der     Kopiervorrichtung    von den Ein  richtungen zur     Beeinflussung    des Längsvor  schubes unberührt geblieben. Dies bewirkt  insbesondere' bei     Servosteuerungen,    wie bei  den beschriebenen     hydraulischen    Kopiervor  richtungen von     Fig.    1, 4 und 8, sehr günstige  Verhältnisse für genaue     Kopierarbeit    auch  bei steilen Abstufungen der Schablone. Die  beschriebene-     Einrichtung    ist ohne weiteres  auch     vereinbar    mit schief zugestelltem Quer  schlitten.  



  Die     dargestellten        Ausführungsbeispiele,     Drehbank und     Fräsmaschine,    sind nicht die  einzigen     Werkzeugmaschinen,    auf welche die       Erfindung    anwendbar     ist;    es     ist    beispiels-      weise möglich, auch eine Kopierschleif  maschine oder eine     Kopier-Brennschneid-          maschine    entsprechend auszubilden. Dasselbe  Prinzip lässt sich auch mit elektrischen Ap  paraten durchführen, wenn die Werkzeug  maschine mit elektrischer Kopiersteuerung       ausgerüstet    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kopierwerkzeugmaschine mit einem Längs schlitten und einem Querschlitten, insbeson dere zum Kopieren mit Schablonen mit rechtwinkligen Abstufungen, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche aus den Querbewegungen des Quer schlittens zusätzliche Längsbewegungen des Längsschlittens erzeugen, welche zu den vom Antriebsaggregat erzeugten Längsbewe gungen hinzutreten. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel zwischen den Längsschlit ten und dessen Antriebsaggregat einge schaltet sind. 2.
    Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel auf ein Organ einwirken, in welches der Antrieb des Längsschlittens eingreift. B. Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsaggregat für den Längsschlitten auf dem letzteren angeordnet ist. 4. Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem Antriebs aggregat und dem Querschlitten ein mecha nisches Gestänge mit Winkelhebel einge schaltet ist. 5.
    Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Antriebs motor und das Triebzahnrad ein Differential getriebe eingeschaltet ist, dessen Umlaufrad durch Zahnräder mit dem Querschlitten ge kuppelt ist. 6. Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Längsschlit ten und dessen Antriebsaggregat ein hydrau lisches Gestänge eingeschaltet ist. 7. Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Arbeitsstelle des Tast- fingers angenähert in der Richtung der Re sultierenden aus Quer- und Längsbewegun gen des Werkzeuges beweglich ist. B.
    Kopierwerkzeugmaschine nach Patent anspruch und Unteransprüchen 2 und 5, da durch gekennzeichnet, dass durch Querbewe gungen des Querschlittens in beiden Rich tungen eine Zusatzbewegung des Längs schlittens entgegen der Vorschubrichtung des letzteren erzeugt wird.
CH243171D 1944-01-14 1944-01-14 Kopierwerkzeugmaschine. CH243171A (de)

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CH243171T 1944-01-14

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