CH225554A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.

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CH225554A
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G6/00Condensation polymers of aldehydes or ketones only
    • C08G6/02Condensation polymers of aldehydes or ketones only of aldehydes with ketones

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.    Es ist bekannt, dass durch Vereinigung  von     Ketonen    mit Aldehyden einerseits ein  fach gebaute flüssige     Körper    wie     Athyliden-          aceton,    anderseits lösliche, schmelzbare, feste  Kondensationsprodukte -mit- Harzeigenschaf  ten entstehen.

                .,n.Es    wurde nun gefunden, dass die     Konden-          sationsreaktion        verbunden    mit     Polymerisation     der     entstelienden,'Produkte    so     geleitet    werden  kann, dass man ungesättigte trocknende Öle  von einheitlichem     Polymerisationsgrad    erhält,  welche vermöge ihrer wertvollen Eigenschaf  ten,     insbesondere    wegen ihres     Leinölcharak-          ters,    von     technischer    Bedeutung sind.  



  Diese polymerisierende Kondensation wird  derart durchgeführt,     dass    man zunächst Al  dehyd auf einen Überschuss von     Keton    in       Gegenwart    von alkalischen Kondensations  mitteln     wie        wässriges    Alkali (Natronlauge,       Natriumcarbonat,        Natrium-phosphÜ\'        usw.)_     oder-     wässrige    organische     Basen-        (Piperidin,          Trimethylarriin\-#tis.@@ ,einvvirken    lässt.

   Die       lhzrchführung    der Reaktion erfolgt     glatt       unter dem Einfluss von Wärme, welche teils  durch die Reaktion erzeugt,     teils    durch  äussere     Erhitzung    zugeführt     wird.     



  Die Eigenschaften der Reaktionsprodukte,  vor allem ihre     Trocknungsgeschwindigkeit,     können auch durch     Kombination    mehrerer  chemisch verwandter Teilnehmer (mehrere       Ketone    mit mehreren Aldehyden) weitgehend       verändert    werden. So erhält man z. B. bei  Verwendung eines Gemisches von     Methyl-          äthylketon    und Aceton gegenüber der Ver  wendung von Aceton allein als Endprodukt  schneller trocknende Öle.  



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist  nun ein Verfahren zur     Herstellung    eines  neuen Kondensationsproduktes durch Um  setzung von Aceton mit     Acetaldehyd    in Ge  genwart eines alkalischen     Kondensations-          mittels,    das dadurch gekennzeichnet ist, dass  man -zur     Einleitung    der     Reaktion    den     Acet-          aldehyd        zweckmässig    bei erhöhter Tempera  tur auf einen Überschuss von Aceton ein  wirken lässt.      Das erhaltene Produkt ist ein     klares,    lein  Wähnliches, lufttrocknendes Öl.  



  Nach Beendigung der Reaktion kann das  Reaktionsgemisch mit Wasser ausgewaschen,  leichtflüchtige Anteile     abdestilliert    und das  alkalische Kondensationsmittel durch Ab  ziehen der     wässrigen    Lösung entfernt werden.  Auswaschung und Destillation kann auch in  umgekehrter Reihenfolge vorgenommen wer  den. Auch können die gebildeten Reaktions  produkte mit     geeigneten    Lösungsmitteln dem  Reaktionsgemisch entzogen werden.  



  Da die Einwirkung von Sauerstoff bei der  Reaktion die Farbe der     erhaltenen        Üle        be,ein-          flusst,    arbeitet man zur Erzielung eines  hellen bernsteingelben Produktes zweck  mässig unter     Sauerstoffabschluss.     



  Die Viskosität des Produktes kann durch  die Führung der Reaktion in weiten Grenzen  reguliert     werden;    so kann man durch Einhal  tung einer     bestimmten        Reaktionstemperatur     wie auch durch die Variation der     @b@engen-          verhältnisse    der     Reakt.ionsteilnelimer    prak  tisch jeden beliebigen     Viskositätsgrad    erhal  ten. Die Ausbeuten schwanken je nach den  Reaktionsbedingungen, doch bleibt sich die  qualitative Zusammensetzung des Kondensa  tionsproduktes stets gleich.  



  Die Einleitung der Reaktion des     Acet-          aldehy        ds    mit. dem Aceton kann erreicht wer  den -d=urch     Zutropfen    des ersteren zur Mischung  des letzteren mit dem     Kondensationsmittel     bei erhöhter oder niedrigerer Temperatur. Im  letzteren Fall     ist    für die Durchführung der  Reaktion eine nachträgliche Erhitzung erfor  derlich. Man kann auch so verfahren, dass  man die gesamte Reaktionsmischung bis zur  kritischen Temperatur des     Acetaldehy        ds    oder  darüber hinaus erhitzt, z. B. bis<B>181,5"</B> oder  darüber.

   Dadurch     wird    erreicht, dass in der  Mischung nur noch wenig     Acetaldehyd    ver  bleibt, der dann mit dem Beton das Reak  tionsprodukt bildet.. Der in dem Druckgefäss  fast vollständig in Dampfform befindliche       Acetaldehyd    reagiert dann unter der Wir  kung des gebildeten Reaktionsproduktes mit  dem Aceton in demselben Sinn     -weiter.       Die     Reaktionswärme    kann nach Beendi  gung der Reaktion zum Abtreiben der über  schüssigen     bezw.    nicht umgesetzten     Anteile     ausgenutzt werden.  



  Die Viskosität des gewonnenen Produk  tes kann durch     Wärmenachbehandlung,    ge  gebenenfalls in Gegenwart von     Polymerisa-          tionsbeschleunigern,    erhöht werden. Auch  kann durch Einblasen von Sauerstoff in die       ei-bitzten    Produkte analog wie bei     Leinöl    eine       :1rt        ,>Standöl"    gewonnen werden.

      <I>Beispiel 1:</I>       1.1_0        Raumteile        Aceton,    40     Raumteile     3,75     %        ige        wässrige    Natronlauge werden  unter     Sauerstoffabschluss    (Stickstoffatmo  sphäre) bis zum Siedepunkt des     Acetons    er  hitzt. 50 Raumteile     Aectal.dehyd    werden im  Verlauf von einer Stunde allmählich zu  gefügt.

   Danach     wird    die Reaktionsmischung  mit     Tetrachlorkohlenstoff    extrahiert; aus dem  Extrakt werden die leichtflüchtigen Anteile       (Lösungsmittel,    nicht umgesetzte     Reaktions-          tei@nehmer,    leichtflüchtige     Kondensations-          produkte)    durch     Destillation    - zuletzt im  Vakuum - bis zu einer Temperatur von<B>110'</B>       (Vak.)    abgetrennt. Aus dem Waschwasser  werden die     lei(,.litflüclitigen        Anteile    ebenfalls  durch Destillation abgetrennt.

   Das Reaktions  produkt ist ein     hel.l-bernst'eingelbes,        klares   <B>01</B>  von     Leinölkonsistenz;    es besitzt angenehmen  Geruch. Es entsteht in einer     Ausbeute    von  über     703o'    (bezogen     auf        Acetaldehyd),    ohne  Berücksichtigung der     wiedergewonnenen    An  teile und der     verwertbaren    Nebenprodukte).  Die     Trocknungsfä        higkeit    des Öls entspricht  etwa der von reinem Leinöl.

      <I>Beispiel 2:</I>  22 Raumteile     Aceton,    10     Raumteile        Acet-          aldehyd,    8 Raumteile     3,75 /oige        wässrige          Natronlauge    werden über 5 Stunden im     Druck-          autokla.ven    auf     180-185'    erhitzt.

   Die bei  der Druckentlastung entweichenden Dämpfe  der überschüssigen     bezw.    nicht umgesetzten  Anteile werden durch Abkühlung kondensiert,  zusammen mit geringen Mengen neuer, niedrig       siedenderVerbindungen,    welche als     technische         Lösungsmittel verwendbar sind.

   Die     wässrige     Schicht des     Destillationsrückstandes    (be  stehend aus ursprünglich vorhandener     wä.ssri-          ger    Natronlauge und aus dem durch die Kon  densationsreaktion gebildeten Wasser) wird  abgezogen, der ölige Anteil wird mit Wasser  zur Entfernung etwa noch vorhandener ba  sischer Anteile     ausgewaschen    und schliesslich  kurze Zeit im Vakuum erhitzt, um noch vor  handene leichtflüchtige Bestandteile abzu  trennen.

   Die Notwendigkeit der beiden letzten       Operationen    richtet sich nach der Wärme  kapazität des Versuchsaggregates; das gebil  dete reine (insbesondere das     acetonfreie)          Reaktionsprodukt    ist mit Wasser oder mit  wässriger Natronlauge nicht mischbar. Aus  dem abgezogenen     wässrigen    Anteil werden  leichtflüchtige Bestandteile zur erneuten  Verwendung durch     Abdestillieren    gewonnen.  



  Das Reaktionsprodukt wird als     hernstein-          gelbes,    klares 01 in einer Ausbeute von über  <B>70%</B> (bezogen auf     Acetaldehyd,    ohne     Be-          rüeksichti.gung    der wiederzugewinnenden An  teile) erhalten. Es ähnelt in seiner Viskosität  und in seinen     Trocknungseigensehaften    ,dem  natürlichen Leinöl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes durch Umsetzung von Aceton mit Acetaldehyd in Gegenwart eines alkalischen Kondensationsmittels, da durch gekennzeichnet, dass man zur Einlei tung der Reaktion .den Acetaldehyd auf einen Übers.chuss von Aceton einwirken lässt. Das erhaltene Produkt ist ein klares, leinölähnliches, lufttrocknendes 01. UNTERANSPRt1CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Aectaldehyd langsam zu dem Aceton zugegeben wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktions mischung mindestens bis zur kritischen Tem peratur des Aldehyds erhitzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines hellen Kondensationsproduktes unter Sauerstoffabsehluss gearbeitet wird.
CH225554D 1938-11-05 1939-10-30 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. CH225554A (de)

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