CH214265A - Verfahren zur Fernsteuerung von Arbeitsvorgängen, bei dem die Wahl eines Arbeitsvorganges durch zwei Wechselströme unterschiedlicher Frequenz erfolgt. - Google Patents
Verfahren zur Fernsteuerung von Arbeitsvorgängen, bei dem die Wahl eines Arbeitsvorganges durch zwei Wechselströme unterschiedlicher Frequenz erfolgt.Info
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Description
Verfahren zur Fernsteuerung von Arbeitsvorgängen, bei dem die Wahl eines Arbeitsvorganges durch zwei Wechselströme unterschiedlicher Frequenz erfolgt. Zur Erhöhung der Sicherheit von Fern steueranlagen gegen Störimpulse wurde be reits vorgeschlagen, die Ausführung der Ar beitsvorgänge von zwei gleichzeitig auftre tenden Wechselströmen verschiedener Fre quenz abhängig zu machen.
Die Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Fernsteuerung von Arbeits vorgängen, bei dem erfindungsgemäss die Wahl eines Arbeitsvorganges derart von zwei Wechselströme- verschiedener Frequenz ab hängig gemacht wird, dass die Wahl eines Arbeitsvorganges von einem Stromimpuls des einen Wechselstromes und von einer Impuls pause des andern Wechselstromes bestimmt wird.
Bei einer Fernsteueranlage zur Durch führung des Verfahrens kann die Anordnung so getroffen werden, dass in der Sendestelle zwei Wechselstromquellen verschiedener Fre quenz vorgesehen sind, von denen die eine über einen Schliesskontakt und die andere über einen Üffnungskontakt über das Übertrager- netz mit einer Relaisanordnung der Emp fängerstelle verbunden ist und dass bei der Wahl eines Arbeitsvorganges der Schliesskon takt geschlossen und der Öffnungskontakt geöffnet wird und die von dieser Zustands- änderung der beiden Wechselströme beein flusste Relaisanordnung die Ausführung eines Arbeitsvorganges bewirkt.
Die Relaisanord nung kann zwei Eingangsrelais enthalten, von denen das dem Schliesskontakt zugeord nete Relais einen Arbeitskontakt und das dem Öffnungskontakt zugeordnete Relais einen Ruhekontakt enthält, wobei die beiden Kontakte weitere die Ausführung des Ar beitsvorganges bewirkende Relais steuern. Die Kontakte der Relaisanordnung können derart auf einen Endstromkreis zur Ausfüh rung des Arbeitsvorganges einwirken, dass der eingeleitete Arbeitsvorgang nicht zur Ausführung kommt, wenn die Impulspause länger als die vorgeschriebene Zeit anhält.
Weiterhin kann das von dem @Öffnungskon- takt gesteuerte Eingangsrelais ein Störungs- anzeigerelais steuern, das bei einer längeren Dauer der Strompause als vorgesehen erregt wird und einen Störungsmeldestromkreis schliesst.
In der Zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die Relaisanordnung der Sendestelle I enthält nach Fig. 1 eine Steuertaste ST, eine Rückstelltaste .RT, ein Relais<I>A</I> mit Arbeits kontakten a,, a" und einem Ruhekontakt ci3, ein Relais B mit einem Arbeitskontakt b,, einen Kondensator I± und Widerstände W,, WZ zwecks Erzielung einer Abfallverzöge rung, ein Relais C mit einem Ruhekontakt c, und ein Relais D mit einem Ruhekontakt d,.
Die Ruhekontakte a3, <I>d,</I> steuern je einen Stromkreiszweig 1, 2, die mit der Übertra gungsleitung 3 verbunden sind und von denen der eine als Arbeitsstromkreis- und der an dere als Ruhestromkreiszweig arbeitet. In dem Stromkreiszweig 1 liegt eine Wechsel stromquelle Q,. der Frequenz f 1, sowie ein Bandfilter X, und in dem Stromkreiszweig 2 eine Wechselstromquelle Q, der Frequenz<B>f2,</B> sowie ein Bandfilter X2.
Die Relaisanordnung der Empfangsstelle I.I weist ein Arbeitsstromrelais E mit einem Arbeitskontakt e,, ein Ruhestromrelais G mit einem Ruhekontakt g,, ein Relais H mit einem Umschaltkontakt lt, und zwei Ruhe kontakten h2, h3, ein Relais J mit einem Um schaltkontakt<I>i,,</I> einem Arbeitskontakt i--, einem Kondensator K,, sowie einen Wider stand W3 zur Erzielung einer Abfallverzöge rung,
ein Endrelais K mit einem Halteum- schaltkontakt 1c, und einem Arbeitskontakt k2, ein Relais L mit einem Haltekontakt i, und einem Ruhekontakt l=, ein Relais 112 mit einem Halteumschaltkontakt na, und einem Arbeitskontakt m2, einen Kondensator Ii@ und Widerstände W4, W,
zur Erzielung einer Abfallverzögerung und eine Rückstell- taste RT,, sowie eine Signalvorrichtung 0 auf. Die Relais E und G sind über je einen Bandfilter Y,, Y2 mit der Übertragerleitung 3 verbunden.
Die Verbindung der einzelnen Wirkungs- mittel der Schaltanordnung der Fi-. 1 mit einander und mit. den Stromquellen geht ohne weiteres aus der Zeichnung klar hervor, so dass auf diese nicht gesondert eingegangen zu werden braucht. Die in der Zeichnung dargestellte Schaltanordnung befindet sieh in der Bereitschaftsstellung. Das Impulsdia gramm der Fig. 1 soll grundsätzlich zeigen, dass für die Ausführung eines Arbeitsvor ganges ein Impuls eines Arbeitsstromes J,, der Frequenz f, und eine gleichzeitig auf tretende Impulspause eines Dauerstromes J2 der Frequenz f , notwendig ist.
Zur Einleitung eines Arbeitsvorganges wird in der Sendestelle I auf die Steuertaste ST gedrückt, -"vodureh das Relais A entregt wird. Durch die Entregung des Relais A wird eine Öffnung der Arbeitskontakte<I>a,,</I> a- und eine Schliessung des Ruhekontaktes a3 erfolgen.
Der geöffnete Arbeitskontakt aL bewirkt die sofortige Entregung des Relais C und zufolge des Verzögerungskondensators Ii und der Widerstände TV" ZIr. die ver zögernde Erstregung des Relais B. Der Ruhe kontakt cl des Relais C wird daher sofort ge schlossen und damit der Arbeitskontakt d, geöffnet, worauf dieser wieder geschlossen wird, sobald der Arbeitskontakt b, entspre chend der Abfallverzögerung des Relais B unterbrochen wird.
Demzufolge wird also der über das Übertragernetz 3 übertragene Wech selstrom mit der Frequenz f.= nur kurzzeitig unterbrochen. Der bei Erstregung des Relais A sich schliessende Kontakt a3 bewirkt die Übertragung eines Wechselstromes von der Frequenz f, nach der Empfängerstelle II vom Augenblick der Öffnungsdauer der Steuer taste ST. Es wird also durch Drücken der Steuertaste ST über die Übertragerleitung 3 ein Wechselstromimpuls der Frequenz f,
nach der Empfängerstelle I übertragen und der dauernd fernübertragene Dauerwechsel strom der Frequenz f2 kurzzeitig unter brochen.
Bei Eintreffen des Wechselstromimpulses der Frequenz f, in der Empfängerstelle II wird das Arbeitsstromrelais E erregt und des sen Kontakt e, geschlossen. Die Impulspause des Dauerwechselstromes der Frequenz f 2 be wirkt dagegen eine Entregung des Ruhe stromrelais G. Durch den daraufhin geöff neten Kontakt g, wird wiederum das Relais H entregt, wodurch der Kontakt h, umge schaltet und die Kontakte h2, h. geschlossen werden.
Durch die Umschaltung des Kon taktes h, wird das Relais M, und zwar mit tels des Kondensators K2 und der Wider stände W4, WC verzögert und durch die Schliessung des Kontaktes h.2 das Relais z über 1" lag, RT, sofort erregt.
Das nunmehr erregte Relais L wird daher den Haltekontakt 1, umschalten und den Ruhekontakt 12 unterbrechen. Die durch das erregte Relais H hervorgerufene Schliessung des Kontaktes h3 bewirkt aber vor Öffnung des Ruhekontaktes 12 die Erregung des Re lais<I>J,</I> das den Kontakt i, umschaltet und den Kontakt i2 schliesst. Kurz darauf wird dann zufolge der !Öffnung des Arbeitskon taktes 12 der Stromkreis des Relais J wieder geöffnet.
Das Relais J wird aber nicht so fort, sondern über den Verzögerungskonden sator K, und den Widerstand W3 verzögert en tregt. Wird nun innerhalb der der Zeit der Impulspause entsprechenden Zeit der Abfall verzögerung des Relais J durch Wiederein treffen des Wechselstromes der Frequenz f2 das Relais H erregt, so wird durch die dar auf erfolgende Schliessung des Kontaktes h, der Stromkreis -f- h,, i2, <I>e"</I> k" K <I>-</I> geschlos sen.
Das Relais K wird dann erregt und sein Haltekontakt k, umgeschaltet und der Kon takt k2 geschlossen, wodurch dann auch der Stromkreis für die Ausführung des Arbeits vorganges geschlossen wird.
Es kann jedoch ein Arbeitsvorgang nicht zur Ausführung kommen, sobald der Dauer strom der Frequenz f2 in der Empfänger stelle II nicht zur vorgeschriebenen Zeit ein trifft. Der bei verspätetem Eintreffen des Wechselstromes der Frequenz f 2 wieder ein geschaltete Kontakt h, vermag dann nämlich den Endstromkreis des Relais K nicht zu schliessen, da ja das Relais J zufolge der ab gelaufenen Zeit der Abfallverzögerung be- reits wieder entregt ist und seinen Kontakt 2z geöffnet hat.
Bei einem längeren Ausbleiben des Dauer stromes der Frequenz f 2 als vorgeschrieben, wird auch das Relais 1@T, das zufolge des Kon densators k. und der Widerstände W4, W, eine der Impulspause entsprechende Anzugs verzögerung besitzt, den Haltekontakt m, umlegen und den Kontakt m2 schliessen. Die
EMI0003.0054
Signalvorrichtung <SEP> <SEP> w;rd <SEP> dann <SEP> u".1
<tb> damit <SEP> eine <SEP> Störungsmeldung <SEP> bewirkt.
Durch Drücken auf die Rückstelltasten -RT, RT, wird die aus der Zeichnung ersicht liche Bereitschaftsstellung der Sende- und Empfangsanordnung wieder hergestellt.
Bei der Fernsteueranlage nach den Fig. 1 und 2 ist die Empfängerstelle nur für die Ausführung eines Arbeitsvorganges ausgebil det. Es ist klar, dass natürlich die Anord nung auch so getroffen werden kann, dass mehrere Arbeitsvorgänge ferngesteuert wer den können. Jedem Arbeitsvorgang ist dann ein Impuls und eine Impulspause bestimmter Zeitlänge zugeordnet. Man kann selbstver ständlich jeden Arbeitsvorgang auch von mehreren Impulsen mit gleichzeitig auftre tenden Impulspausen abhängig machen.
Das Verfahren ist fernerhin bei jeder Fernsteue rungsart anwendbar. So kann beispielsweise die Fernsteueranlage zur Ausführung meh rerer Arbeitsvorgänge mit Relaisketten oder mit synchronbetätigten Wählern arbeiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Fernsteuerung von Ar beitsvorgängen, bei dem die Wahl eines Ar beitsvorganges durch zwei Wechselströme unterschiedlicher Frequenz erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Wahl eines Arbeits vorganges von einem Stromimpuls des einen Wechselstromes und von einer Impulspause des andern Wechselstromes bestimmt wird.II. Fernsteueranlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet; dass in der Sendestelle zwei Wechselstromquellen verschiedener Fre quenz vorgesehen sind,von denen die eine über einen Schliesskontakt und die andere über einen Öffnungskontakt über das Über tragernetz mit einer Relaisanordnung der Empfängerstelle verbunden ist und dass bei der Wahl eines Arbeitsvorganges der Schliess kontakt geschlossen und der Öffnungskontakt geöffnet wird und die von dieser Zustands änderung der beiden Wechselströme beein- flusste Relaisanordnung die Ausführung eines Arbeitsvorganges bewirkt.UNTERANSPRüCHE 1. Fernsteueranlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der Sendestelle ein Relais (A) durch bei der Ein leitung eines Arbeitsvorganges erfolgende Entregung den Schliesskontakt (a,,) schliesst und ein weiteres Relais (D) bei Erregung den Öffnungskontakt (d,) öffnet, und dass der Stromkreis des Relais (D) von einem Ruhe kontakt (c,) eines Relais (C) und einem Ar beitskontakt (b,) eines Relais (B) mit Abfall verzögerung überwacht wird und da,ss die Steuerung der beiden Relais (B, C) von einem Arbeitskontakt (a,) des Relais A er folgt.2. Fernsteueranlage nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais anordnung zwei Eingangsrelais (E, G) ent hält, von denen das dem Schliesskontakt (a3) zugeordnete Relais (E) einen Arbeitskontakt (e,) und das dem Öffnungskontakt (d,) zu geordnete Relais (G) einen Ruhekontakt (g,) enthält und dass die beiden Kontakte<I>(e,, g,)</I> weitere die Ausführung des Arbeitsvorganges bewirkende Relais steuern.3. Fernsteueranlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Kontakte der Relaisanordnung derart auf einen End- stromkreis zur Ausführung des Arbeitsvor ganges einwirken, dass der eingeleitete Ar- beitsvorgang nicht zur Ausführung kommt, wenn die Impulspause länger als die vor gesehriebene Zeit anhält.4. Fernsteueranlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Emp fangsstelle der Stromlueis eines die Ausfüh rung des Arbeitsvorganges bewirkenden End- relais (Ii) vom Arbeitskontakt (e,) des Ein gangsrelais (E), von einem Arbeitskontakt (h,') eines vom Ruhekontakt (g1) des Ein gangsrelais (G) überwachten Relais (H) und von einem Arbeitskontakt UJ eines jeweils vorübergehend erregten Relais (J) gesteuert wird, und dass nach erfolgter Schliessung des Arbeitskontaktes (<U>4</U>),zufolge einer Abfall- v erzögerung das Relais (J) diesen wieder unterbricht, so dass, wenn das Eingangsrelais (G) länger als die vorgeschriebene Zeit ent- regt bleibt, der das die Ausführung des Ar beitsvorganges bewirkende Endrelais (K) ent haltende Stromkreis nicht geschlossen wird.5. Fernsteueranlage nach Unteranspruch dadurch gekennzeichnet, dass das Ein gangsrelais (G) ein Störungsanzeigerelais (M) steuert, das bei einer längeren Dauer der Strompause als vorgeschrieben, einen Stö- rungsmeldestromkreis schliesst.6. Fernsteiieranlage nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekon takt (in,) des den Stromkreis für die Stö rungsmeldung überwachenden Störungsan- zeigerelais (3i) von einem Ruhekontakt (h-,) des vom Eingangsrelais (G) überwachten Re lais (H) gesteuert wird und zufolge einer An zugsverzögerung des Störungsanzeigerelais (111) seinen Haltestromkreis nur dann schliesst, wenn das Eingangsrelais (G)län ger als die vorgeschriebene Zeit entregt bleibt.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
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