Spulmaschine, bei welcher selbsttätig jeweils eine volle gegen eine leere Spule ausgewechselt wird. Bei der erfindungsgemässen Spulmaschine, bei welcher selbsttätig jeweils eine volle ge gen eine leere Spule ausgewechselt wird, wird, während eine Spule bewickelt wird, einer Haltevorrichtung jeweils eine leere Spule von einer Vorratsstelle aus durch einen schwenk baren Zubringer zugeführt, dessen Bewegung in Abhängigkeit vom Spulenaufbau erfolgt und durch ein Hilfsgetriebe vermittelt wird, welches beim Betrieb der Spulmaschine stän dig angetrieben wird,
und seine Bewegung über eine zu gegebener Zeit einrückende Kupplung an den Zubringer weiterleitet, der alsdann hin- und hersehwingt, worauf die Kupplung wieder ausrückt.
Dies ermöglicht, den Zubringer samt seiner Antriebsvorrichtung als Einheit für sich an der Spulmaschine anzubringen, was deren Zusammenbau dementsprechend ver einfacht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes in Ge stalt einer Kötzerspulmomchine mit einem verschiebbaren und drehbaren Spulen-Trag- körper veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt den Spulen-Tragkörper im Aufriss mit fertig gewickelter Spule, Fig. 2 in grösserem Massstab einen Senk rechtschnitt dazu und Fig. 3 eine teilweise Oberansicht zu Fig. 2, Fig. 4 und 5 sind zwei rechtwinklig zu einander versetzte Teilansichten des. Zu bringers,
Fig. 6 und 7 zeigen einen Längsschnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 2 und eine dazu rechtwinklig versetzte Darstellung des Zubringers Fig. 8 ist ein Aufriss mit teilweisem Schnitt eines das Hilfsgetriebe enthaltenden Kastens; Fig. 9 und 10 sind Senkrechtschnitte dazu, nach den Linien IX IX bezw. X-X der Fig. 11;
Fig. 11 zeigt einen Schnitt durch den Kasten der Fig. 8; Fig. 12 und 13 dienen zur Erklärung der dem Hilfsgetriebe zugeordneten Kupplung, während Fig. 14 eine im Antrieb des Zubringers vorgesehene Kugelklemmkupplung im Schnitt veranschaulicht.
Gemäss Fig. 1 besitzt der Spulen-Trag- körper eine Stirnscheibe 1 und einen Stirn körper 2, welche zwei Teile durch eine Hohl spindel 3 fest miteinander verbunden sind, mittels welcher der Spulen-Tragkörper auf einer festangeordneten Tragspindel 4 sitzt.
Der Spulen-Tragkörper wird beim Aufbau der Kötzerwicklung in bekannter Weise mit Hilfe eines (nicht gezeichneten) Fühlers in Abhängigkeit von der Kötzerwicklung längs der Tragspindel 4 in Richtung des Pfeils I gemäss Fig. 1 schrittweise geschaltet. Die Stirnscheibe 1 hat zwei in der Scheibenebene abragende Arme 1' und 1" zum wechselweisen Zusammenwirken mit einer am untern Teil 5 des Maschinengestelles vorgesehenen Längs schiene 5'.
Der abwärts ragende Arm der Stirnscheibe 1 wirkt mit der ihm als An schlag dienenden Längsschiene 5' zusammen, wodurch der Spulen-Tragkörper am Drehen verhindert ist. An dessen Teile 1 und 2 sind zwei einander diametral gegenüberliegende Wickelspindeln 6 und 6' gelagert, die als Rollen ausgebildet sind. Die in der Arbeits stellung befindliche obere Wickelspindel 6 wird durch einen über sie geleiteten und an sie gedrückten (nicht gezeichneten) endlosen Antriebsriemen gedreht.
Jede Wickelspindel 6 bezw. 6' besitzt an ihrem über die Stirn scheibe 1 hinausragenden Ende einen Kopf 7 bezw. 7' zur Aufnahmeeiner Spule 8 bezw. 8', deren zweites Ende von einem Anschlag 9 bezw. 9' aufgenommen wird. Der Kopf 7 bezw. 7' bildet zusammen mit dem Anschlag 9 bezw. 9' die Haltevorrichtung für die ein zelne Spule; in den Köpfen 7, 7' befindet sich ein federnder Anschlag, welcher die Spule 8 bez-,v. 8' gegen den gegenüberliegenden An schlag 9 bezw. 9' drückt.
Die Anschläge 9, 9' sind an Platten 10, 10' angeordnet, welche mittels lotrechter Bolzen 10a, 10b (Fig. 2) seharnierartig an einem Mittelstück 11 ange- bracht sind und mit diesem zusammen einen Gegenhalter für die Spulen bilden;
das Mittel stück 11 ist durch ein von der Tragspindel 4 durchsetzes Rohr 12 fest mit der Stirnscheibe 1 verbunden, und bildet somit einen Bestand teil des Spulen-Tragkörpers. Die. beiden Platten 10, 10' des Gegenhalters werden durch je eine auf den Scharnierbolzen 10a bezw. 10b aufgebrachte Drehungsfeder 13 bezw. 13' in Richtung gegen die Spindel köpfe 7, 7' und dadurch gegen am Mittel stück 11 vorgesehene Anschläge 10e gedrückt zwecks Festhaltens der Spulen in den Halte vorrichtungen.
Am untern Teil 5 des Maschi nengestelles ist bei 14' ein Anschlaghebel 14 gelagert, welcher für gewöhnlich unter dem Einfluss einer Druckfeder 15 mittels einer Stellschraube 14" an einer ortsfesten Gegen fläche ansteht. Der ankommende Wickel faden geht gemäss Fig. 1 über einen Faden leiter 16, welcher beim Betrieb der Spul maschine mit gleichbleibendem, dem Hub am Wicklungskegel der Spule entsprechenden Ausschlag im Sinne des Doppelpfeils hin- und herschwingt.
Mit Beendigung der Wicklung auf der Spule 8 kommt die Stirnscheibe 1 mit ihrem abwärts ragenden Arm 1" über die Längs schiene 5' hinaus, worauf der Spulen-Trag- körper zweckmässig selbsttätig (durch nicht gezeichnete Mittel) um eine halbe Umdrehung um die Tragspindel 4 gedreht wird. Während dieser Drehbewegung wird der Spulen-Trag- körper zugleich durch Federkraft auf der Tragspindel 4 längsverschoben, so dass er in seine Ausgangslage zurückkehrt.
Infolge der Drehbewegung des Spulen-Tragkörpers wird die Wickelspindel (6 bezw. 6') mit der vollen Spule (8 bezw. 8') von der Arbeitsstelle weg geschwenkt und dafür die die leere Spule tragende Wickelspindel in die Arbeitsstelle geschwenkt, in welcher sie<I>ohne</I> weiteres mit dem endlosen Antriebsriemen in Reibungs- schluss steht und somit angetrieben wird;
die Drehbewegung des Spulen-Tragkörpers, wo bei die Spulen eine kreisende Wanderbewe gung ausführen, wird dadurch begrenzt, dass infolge gleichzeitigen Riieklaufes des Spulen- Tragkörpers die Stirnscheibe 1 jeweils mit ihrem einen Arm an der untern Längsschiene 5' anschlägt, wodurch in der Folge zugleich der Spulen-Tragkörper gegen Drehung in seiner neuen Einstellage gesichert ist.
Nach dem Rücklauf des Spulen@Tragkörpers in die Ausgangslage wird der ankommende Wickel faden auf die nun der Arbeitsstelle zu bewegte leere Spule aufgewickelt, wobei der Spulen-Tragkörper mittels des vorgesehenen Fühlers wiederum schrittweise in Richtung des Pfeils I gemäss Fig. 1 geschaltet wird.
Bei der schrittweisen Verschiebung des Spulen-Tragkörpers mit aus der Arbeitsstelle wegbewegter voller Spule 8' gemäss Fig. 1 kommt die Platte 10' des Gegenhalters mit dem Anschaghebel 14 zum Zusammenwirken. Durch den Anschlaghebel 14 wird die Platte 10' an ihrem freien Ende in der Wander- bewegung aufgehalten, wie aus Fig. 2, 3 hervorgeht, so dass sie um ihren Scharnier bolzen 10b am Mittelstück 11 schwingt.
Es wird dadurch die volle Spule 8' in ihrer Haltevorrichtung freigegeben und demzufolge durch den im Spindelkopf 7' befindlichen federnden Anschlag aus diesem Kopfe aus gestossen, so dass sie in einen (nicht gezeich neten) untern Auffangbehälter hineinfällt. Die erwähnte Platte 10' bleibt während einer gewissen Zeit ausgeschwenkt, nämlich so lange, bis ihr der, wie später näher erklärt wird, aus der Ruhelage ausschwingende An schlaghebel 14 den Weg freigibt,
worauf sie durch ihre Feder 10b wieder in die Ruhe- stellung zurückgeschwenkt wird; dabei drückt die Platte 10' eine nach der Freigabe bezw. Auslösung der vollen Spule in Bereit schaftslage gebrachte leere Spule in den Spindelkopf 7' unter Festlegung der leeren Spule zwischen diesem Spindelkopf 7' und dem Anschlag 9'.
Auf einer Welle 46, welche in am Ma schinengestell vorgesehenen Lagern. 47, 4-8 angeordnet ist, sitzt ein Arm 50 fest, welcher einen Bestandteil des dem Spulen-Tragkörper selbsttätig leere Spulen zuführenden Zubrin gers bildet.
Der Zubringerarm 50 (Fig. 4 bis 7) stellt einen einseitig offenen Hohl körper dar, in welchem sich ein Ketten- getriebe 51, 52 und 53 befindet; im einen Strang .der Kette 52 ist an Stelle einer An zahl Kettenglieder eine Zugfeder 52' (Fig. 7) vorgesehen. Das auf der Welle 46 angeord nete Kettenrad 51 ist mittels seiner in bezug auf Fig. 1 rechtsseitig aus dem Zubringerarm 50 heraus ragenden Nabe 51' im Lager 48 be festigt.
Das am freien Ende des Zubringer armes 50 gelagerte Kettenrad 53 sitzt auf seiner Welle 53' fest, die mit Bezug auf Fig. 1 linksseitig aus dem Zubringerarm 50 heraus ragt, und am betreffenden Ende einen Winkelarm 54 trägt, welcher mit der Welle 53' und folglich mit dem Kettenrad 53 fest verbunden ist.
Am freien Ende des als Trag arm dienenden Winkelarmes 54 ist mittels eines zur Welle 53' parallelen Bolzens 55 ein Finger 56 schwenkbar gelagert, welcher zum Zusammenwirken mit einer Gabel 57 bestimmt ist, die mittels eines Bolzens 58 im Knie des Winkelarmes 54 schwenkbar ge lagert ist. Eine auf dem Bolzen 58 angeord nete Drahtfeder 59, welche mittels ihres freien Endschenkels an einen am Finger 56 vorgesehenen Stift 60 anschlägt, ist bestrebt, die Gabel 57 gegen den Finger 56 zu halten.
Gemäss Fig. 4, 5 liegt der Finger 56 zwischen zwei in ein und derselben Ebene befindlichen Armen der Gabel 57, wobei an deren Steg ein am Finger 56 vorgesehener Fortsatz 56' anschlägt. Gabel 57 und Finger 56 bilden zu sammen eine zur jeweiligen Aufnahme einer leeren Spule dienende Klemmvorrichtung, welche im erwähnten Zustand geschlossen ist.
Infolge entsprechender Drehbewegung der Welle 46 wird der Zubringerarm 50 aus seiner in Fig. 2 in vollen Linien gezeichneten Ruhestellung abwärts, in Richtung gegen einen kanalartig ausgebildeten Behälter 17 geschwenkt, in, dem leere Spulen auf Vorrat gehalten werden, welche aus einem am uni ern Behälterende vorhandenen seitlichen Ausgang 17' entnommen werden können.
Bei diesem Abwärtsschwenken des Zubringerarmes 50 behält die Klemmvorrichtung 56, .57 ihre relative -Stellung zur waagrechten Ebene bei, weil die Kette 52 am festgehaltenen Ketten- rad 51 und somit auch am Kettenrad 53 lediglich ihre Eingriffszone ändert, also keine Bewegung überträgt. Bei genannter Schwenk bewegung des Zubringerarmes 50 gleitet der Finger 56 unter der ihm gegebenenfalls etwa.. abwärts drückenden bezw. verschwen- kenden untersten Spule im Vorratsbehälter 17 hindurch,
wogegen die Gabel 57 an dieser Spule anzustehen kommt und ;furch diese in ihrer Bewegung aufgehalten wird, wie aus der betreffenden strichpunktierten Darstel lung in Fig. ? hervorgeht. Dadurch wird die Klemmvorrichtung 56, 5 7 geöffnet; die Spreizbewegung, welche die Teile 56, 57 zu einander ausführen, wird durch Anschlagen des am Finger 56 vorhandenen Fortsatzes 50' auf dem Lagerbolzen 58 der Gabel 57 be grenzt.
In der Folge wird diese Spule zwi- sehen der Gabel 57 und dem Finger 56 fest geklemmt. wie aus der in Fig. 2 strichpunk tierten Darstellung hervo-i-gellt. Falls bei ge nannter Abwärtsschwenkung des Zubringer armes 50 am Winkelarm 54 im Bereiche der vorrätigen untersten Spule entsprechender Druck auftritt, kann dieser Winkelarm 54 ausweichen, indem er entgegen der Feder kraft der in die Kette 52 eingeschalteten Zug feder 52' ausschwingt.
Nachher wird der Zu bringerarm 50 infolge entsprechender Dreh bewegung der Welle 46 in zur erklärten Rich tung entgegengesetztem Sinne. das heisst auf wärts geschwenkt, wobei die Klemmvorrich tung 56, 5 7 die von ihr erfasste leere Spule mitnimmt und sie durch den Ausgang 17' des Vorratsbehälters 17 aus diesem heraus bewegt;
in der in Fig. 2 in vollen Linien ge zeichneten Stellung des Zubringerarmes 50 ist eine von der Klemmvorrichtung 56, 57 festgehaltene Spule im Schnitt angegeben. Der Zubringerarm 50 schwingt so weit auf wärts, dass er die mittels seiner Klemm vorrichtung 56, 57 getragene leere Spule, in die Achse der Wickelspindel 6' bringt, wie aus der in Fig. 2 punktierten Stellung des Zubringers hervorgeht, und zwar kommt ge nannte Spule zwischen den Spindelkopf 7' und die Platte 10' des Gegenhalters, das heisst in Bereitschaftslage zu liegen;
diese Platte 10' ist, wie früher erklärt, infolge der dem Kötzeraufbau dienenden Verschiebung des Spulen-Tragkörpers auf den Anschlaghebel 14 aufgetroffen und durch diesen zurück gehalten -orden. Wenn der Zubringerarm 50 seine höchste Stellung erreicht, trifft ein ebenfalls auf der Welle 46 befestigter Arm 61 mittels einer Stellschraube 62 auf den Anschlaghebel 14, wodurch dieser entgegen dein Einfluss seiner Druckfeder 15 so ver- schwenkt wird, dass er die Platte 10' freigibt.
Diese Platte 10' wird alsdann durch ihre Drehungsfeder 10L in Richtung gegen den Spindelkopf 7' geschwungen, wobei sie die in Bereitschaftslage befindliche Spule in den Spindelkopf 7' einsetzt bezw. in der Halte vorrichtung festlegt.
Nach Abgabe der leeren Spule schwingt der Zubringerarm 50 infolge entsprechender Drehbewegung der Welle 46 in die in Fig. 2 in vollen Linien gezeichnete Ruhestellung zurück, wobei die Klemmvor richtung 56, 57 so bald sie die im Spulen- Tragkörper festgelegte leere Spule verlässt, unter dem Einfluss ihrer Drahtfeder 59 sich wieder schliesst.
Nach Beendigung der in Wicklung be griffenen Spule kehrt der Spulen-Tragkörper in seine Ausgangslage zurück, wobei er wie derum eine Drehbewegung ausführt, um die volle Spule aus der Arbeitsstelle und die leere Spule in die Arbeitsstelle zu bringen; beim Rücklauf des Spulen-Tragkörpers kann die Platte 10' des Gegenhalters infolge der Drehbewegung des Spulen-Tragkörpers un gehindert am Anschlaghebel 14 vorbei.
In der Folge wiederholt sich das erklärte Arbeits spiel, mit dem einzigen Unterschied, dass dann die zunächst noch zum Halten der vollen Spule dienende Platte 10 des Gegenhalters mit dein Anschlaghebel 14 zum Zusammenwirken kommt.
Es sind eine Mehrzahl gleichartig aus gebildeter Kötzerspulenwickel-Einheiten in Reihe auf einem gemeinsamen Gestell an geordnet. Diese Einheiten haben gemeinsamen Antrieb, durch welchen an jeder Einheit eine Welle 63 gedreht wird, welche die Versehie- bung des Spulen-Tragkörpers vermittelt. Die Welle 63 überträgt ihre Drehung durch ein Kettengetriebe 64 auf eine Welle 65, die an einem mit dem Maschinengestell fest verbun denen Getriebekasten 66 vorgesehen ist.
Von dem in diesem gasten 66 vorhandenen Hilfs getriebe aus erfolgt der Antrieb der Welle 46 nach Erfordernis über eine Welle 67, welche über ein Doppelgelenk 68, eine Hilfswelle 69, eine eingeschaltete Kugelklemmkupplung 70 und ein Doppelgelenk 71 mit der Welle 46 verbunden ist. Die gugelklemmkupplung be sitzt einen mit dem einen Teil der Hilfswelle 69 fest verbundenen zylindrischen Kupp lungsteil 72 mit diametral durchgehender Bohrung, in welcher sich eine Schrauben feder 73 befindet, die mit den Enden auf die ebenfalls in genannter Bohrung angeordneten zwei Sperrkugeln 74 drückt.
Dadurch sind diese zwei Sperrkugeln im Normalzustand bezw. im Wirkungszustand der Kupplung mit Löchern im Eingriff gehalten, welche sich an einem Umfangsflansch 72" des am zweiten Teil -der Hilfswelle 69 durch Schrau ben 75 festgehaltenen Kupplungsteils 72' be finden.
Wenn beim Drehen der Welle 46, allfällig infolge auftretenden Hindernisses, sich ein entsprechender Widerstand in der Bewegung des Spulen-Zubringers einstellt, wird die Kupplung in der Weise selbsttätig ausser Wirkung gesetzt, das heisst eine Re lativdrehung der beiden Kupplungsteile 72, 72' ermöglicht, dass infolge Überwindung der Kraft der Feder 73 die beiden Sperrkugeln 74 ausser Eingriff mit den Löchern im Flansch 72" des Kupplungsteils 72' kommen. Es wird demzufolge der Antrieb der Welle 46 durch die Getriebewelle 67 abgeschaltet.
Am Stirnkörper 2 des Spulen-Tragkörpers ist an einem abwärts gerichteten Ausleger 76 ein einstellbarer Anschlag 77 angeordnet, welcher bei der Verschiebung des Spulen Tragkörpers aus seiner Ausgangslage zu ge gebener Zeit vorübergehend mit einem An schlag 78 zusammenwirkt, wodurch vom Hilfsgetriebe des Kastens 66 aus die Drehung der Welle 46 zwecks Bewegung des Spulen Zubringers veranlasst wird.
Der Anschlag 78 ist gemäss Fig. 8 und 13 durch einen Ge wichtshebel gebildet, welcher auf der (in Fig. 13 nicht gezeichneten) Verlängerung 79' des einen Endes einer Spindel 79 gelagert ist, die im gasten 66 des Hilfsgetriebes axial verschiebbar angeordnet ist.
An der Spindel 79 ist eine Drehungsfeder 80 wirksam, wel che für gewöhnlich einen am zweiten Ende der Spindel 79 fest angebrachten, flachen Sperrbügel 81 an einen im Getriebekasten 66 vorgesehenen Anschlagstift 82 hält; zugleich beeinflusst die Feder 80 die Spindel 79 in axialer Richtung, indem sie bestrebt ist, den Sperrbügel 81 gemäss Fig. 8, 11 mit dem einen Schenkel an die Innenwand des Ge triebekastens, 66 zu drücken.
Dabei befindet sich der zweite Schenkel des Sperrbügels 81 in der Bewegungsbahn eines federbelasteten Kupplungshebels 83, der infolgedessen (ge mäss Fig. 10) in wirkungsloser Stellung ge halten ist. Der Kupplungshebel 83 ist durch einen Bolzen 84 an einer Scheibe 85 gelagert, die mit einer im Getriebekasten 66 gelager ten Welle 86 verkeilt ist, mit welcher ferner eine Hilfsscheibe 87 fest verbunden ist.
Die Hilfsscheibe 87 besitzt einen konzentrischen Schlitz 87' für den Durchtritt einer Stell schraube 88, welche von einer Platte 89 auf genommen wird, die gemäss 'Fix. 11 in einer seitlichen Vertiefung eines Zahnrades 90 liegt, welches fest verbunden auf einer Kupp lungsbüchse 91 sitzt, die auf der Welle 86 drehbar ist; das Zahnrad 90 steht im Ein griff mit einem auf der Welle 65 des Ketten- getriebes 64 vorgesehenen Zahnkranz 65'.
Mit der an der Welle 86 fest angebrachten Hilfsscheibe 87 ist durch die Stellschraube 88' mit ihrem- einen Ende eine Hubstange 92 ver bunden, die anderends an einen Zahnhebel 93 (Fix. 9) angeschlossen ist. Der Zahnhebel 93 ist auf einem Bolzen 94 gelagert, und steht mit einem Zahnrad 95 im Eingriff, das auf dem im Getriebekasten 66 befindlichen Ende der Welle 67 festsitzt.
Auf das aus dem Ge triebekasten 66 heraus ragenden Ende der Welle 86 ist gemäss Fig. 8, 11 eine Druck feder 96 aufgeschoben, welche sieh einerends an einer in die Welle 86 eingeschraubten Kopfschraube 9 7 und andernends an einem in den Getriebekasten 66 eingelassenen Kugel lager 98 abstützt; die Welle 86 wird somit in axialer Richtung mit der Nabe der Scheibe 85 elastisch gegen die Innenwand des Ge triebekastens 66 gehalten.
Beim Betrieb der Spulmaschine wird durch das Kettengetriebe 64 die Welle 65 ständig angetrieben, so da.ss sieh auch das Zahnrad 90 des Hilfsgetriebes und die Kupplungsbüchse 91 ständig drehen. Durch Auftreffen des mit dem Spulen-Trägerkörper mitwandernden Anschlages 77 auf den Anschlag 78 der Spindel 79 wird diese entgegen dein Einfluss ihrer Feder 80 axial in Riebtung gegen den Getriebekasten 66 aus seiner Normallage ver schoben.
Dabei gibt der dementsprechend sich verschiebende Sperrbügel 81 den Kupplungs hebel 83 frei. welcher alsdann unter dem Ein fluss der an ihm wirksamen Feder gegen die Kupplungsbüchse 91 schwingt und in der Folge durch seinen Zahn 83' mit einer zahn- artigen Ausnehmung 91' der Kupplungs büchse 91 in Eingriff kommt, so dass Kupp lungszustand zwischen den Teilen 91 und 83 eintritt.
Alsdann wird die Scheibe 85 und so mit die Welle 86 sich mit dem Zahnrad 90 drehen, ebenso die Hilfsscheibe 87. deren Bewegung durch die Hubstange 92 auf den Zahnhebel 93 übertragen wird, der das Zahn rad 95 und somit die Welle 67 antreibt, von welcher aus der Antrieb der den Spulen- Zubringer tragenden Welle 46 erfolgt. Durch die Hubstange 9'1 wird der Zahnhebel 93 hin- und herbewegt, so dass die Welle 46 in der erforderlichen Weise hin- und hergedreht wird,
um den Spulen-Zubringer die für einen Spulenwechsel vorgesehenen Schwenkbewe gungen ausführen zu lassen. Dies vollzieht sich während einer Umdrehung des Zahn rades 90 nachdem die Teile 83, 91 in Kupp lungszustand gekommen sind, denn nach ein getretenem Kupplungszustand kommt der Sperrbügel 81 wieder in die Bewegungsbahn des Kupplungshebels 83 zu stehen, worauf dieser bei Vollendung einer Umdrehung aus der Kupplungsbüchse 91 ausgekuppelt wird und folglich die Drehbewegung des Zahn- inldes 90 nicht weiter geleitet wird.
Ieach jeweils erfolgter Freigabe des Kupplungs hebels 83 durch den Sperrbügel 81 trifft beim Drehen der alsdann finit dem Zahnrad 90 ge- kuppelten Scheibe 85 ein seitlich an ihr an gebrachter Stift 99 (Fig. <B>13)</B> auf den längeren Schenkel des Sperrbügel: 81 und gleitet schliesslich unter ihm hindurch. Dabei wird der Sperrbügel 81 mit der Spindel 7 9 vor- über(Yehend entgegen dein Einfluss deren Feder 80 gedreht.
Dadurch wird der an ge nannter Spindel 79 vorgesehene Anschlag 78 seitlich aus der Bewegungsbahn des mit dem Spulen-Tragkörper mitwandernden An schlages 77 heraus geschwenkt. so dass dieser ungehindert weiter ZZ-andern kann.
Nach dieser seitlichen Scliwenl;be@vegung des An schlages 78 wird die Spindel 79 durch die Feder 80 in ihre Normallage zurückgeschoben und zugleich so gedreht, dass der Anschlag 78 beim späteren Rücklauf des Spulen-Trag- körpers in die Ausgangslage sich wieder in der Bewegungsbahn des wandernden An schlages 77 befindet;
bei dieser rücli:läufigen Bewegung des Spulen-Tragkörpers gleitet dessen Anschlag 77 über den Anschlag 78 hinweg, indem dieser zufolge einer an der Spindel-Verlängerung 79' vorgesehenen Aus- nehmung 79" (Fig. 8) sich dementsprechend verschwenken und somit ausweichen kann. Es ist alsdann der ursprüngliche Betriebs zustand der Maschine hergestellt, so da.ss sich in der Folge die beschriebenen Arbeits vorgänge wiederholen.
Die Anordnung des Hilfsgetriebes in einem besonderen, für sich am Maschinen gestell anbringbaren Kasten (66) vereinfacht einerseits den Zusammenbau der Maschine und gibt anderseits eine gute Kontroll- möglichkeit über die Getriebeteile. Mittels der Stellschraube 88 kann die Angriffstelle der Hubstange 92 im konzentrischen Schlitz 87' der Hilfsscheibe 87 verstellt werden, zwecks Regelung der Einstellung in bezug auf den Antrieb des Zahnhebels 93 bezw. der Hilfswelle 67 und somit der mit dem Spulen- Zubringer ausgerüsteten Welle 46.
Die An ordnung der zum schwenkbaren Zubringer gehörenden Klemmvorrichtung 56, 5'i, so dass dieselbe zur waagrechten Ebene stets in we nigstens annähernd gleicher Winkelstellung bezw. Relativlage bleibt, bedeutet eine Platz ersparnis an für die Schwenkbewegung des Zubringers nötigem Raum, so dass die Wickel einheiten auf ihrem gemeinsamen Trag gestell dementsprechend nahe zusammen ge rückt werden können. Im Hohlraum des Zu bringerarmes liegt das, diesem zugeordnete Kettengetriebe geschützt.
Der Getriebekasten 66 kann samt der Hilfswelle 69 und der Welle 46 mit dem Spulen-Zubringer als Ein heit erstellt und am Maschinengestell an gebaut werden. Durch Verstellen der Stell schraube 62 am Arm 61, welcher sich mit dem verschw enkbaren Spulen-Zubringer be wegt, kann der Zeitpunkt der jeweiligen Rückkehr der die zugeführte Spule auf nehmenden Haltevorrichtung in Wirkungs zustand genau geregelt werden.