DE619786C - Handgarbenbinder - Google Patents

Handgarbenbinder

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DE619786C
DE619786C DEH138611D DEH0138611D DE619786C DE 619786 C DE619786 C DE 619786C DE H138611 D DEH138611 D DE H138611D DE H0138611 D DEH0138611 D DE H0138611D DE 619786 C DE619786 C DE 619786C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F1/00Stationary apparatus or hand tools for forming or binding straw, hay or the like into bundles
    • A01F1/02Hand-operated tools

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Handgarberibinder mit einem an einer einen Garnbehälter tragenden Handhabe angebrachten, aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Teilen bestehenden Ring, dessen schwenkbarer Teil unter der Wirkung einer Zugfeder steht, und mit einem durch eine Drillvorriehtung angetriebenen Knüpfer. Die bekannten Garbenbinder dieser Art sind in der Hand-
xo habung umständlich sowie in der Herstellung teuer und haben daher keinen Eingang in die Praxis gefunden.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Knüpfvorrichtung mit der zu ihrem. Antrieb dienenden Drillvorrichtung in der hohl ausgebildeten Handhabe des Binders untergebracht ist, an der ein Hebel schwenkbar gelagert ist, der mit der Drillvorrichtung durch eine Gelenkstange verbunden ist. Ferner
ao sind gemäß der Erfindung in dem hohlen Schaft Vorrichtungen zum Abschneiden des Bindegarnes und zum Öffnen" des Knüpferschnabels untergebracht, welche durch den Stein der Drillvorrichtung bewegt werden.
«5 Um das im Ring zusammengepreßte Stroh beim Binden, vom Knüpfer fernzuhalten, ist gemäß der Erfindung am vorderen Teil des hohlen Schaftes ein zweiarmiger Hebel vorgesehen, der beim Schließen des Ringes selbsttätig geschwenkt wird.
Auf der Zeichnung ist ein Garbenbinder gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen die Abb. 1 und 2 den Garbenbinder mit geschlossenem Ring in Seitenansicht und Draufsicht, während die Abb. 3 und 4 den Binder mit geöffnetem Ring in Seitenansicht und Unteransicht zeigen. Abb. 5 ist eine Seitenansicht des hohlen Schaftes mit der Drill- und Abschneidevorrichtung, Abb. 6 eine Ansicht der am schwenkballen Ringteil angebrachten Fadenklemme, Abb. 7 ein Längsschnitt durch den hohlen Schaft mit geöffnetem Knüpferschnabel und Abb. 8 eine Oberansicht der Knüpfvorrichtung.
Der Garbenbinder besteht aus einem als 4-5 Handhabe dienenden Holzschaf 120, an dessen Ende ein zweckmäßig aus Eisenblech- ge* stanzt er und gepreßter hohler Schaft befestigt ist, der am freien Ende die Form eines halben Ringes 1 hat und durch ein Gelenk 3 mit einem halben Ring 2 verbunden ist. Der Ring i, 2 dient,, wie bekannt, zum Zusammenraffen und Pressen des Strohes. Zu beiden Seiten des Gelenkes 3 ist an den Ringteilen 1, 2 eine Zugfeder 7 befestigt, die das Bestreben hat, den Ring zu öffnen. Am freien Ende des aufklappbaren Teiles 2 des Ringes ist eine Garn-Memme 28 vorgesehen, in welcher das Bindegarn 23 selbsttätig festgeklemmt wird. Das Bindegarnknäuel ist mittels einer lösbaren Schelle 21 am Schaft 20 befestigt, und das Garn läuft durch einen Klemmhebel 13 sowie durch Ösen eines schwenkbar am Schaft gelagerten zweiarmigen Hebels 7 zu der Klemme 28. Am Schaft 20 ist ferner einFüh-' rungsblech 11 vorgesehen, welches das Garn so führt, daß, es beim Drehen des Knüpferschnabels von diesem" erfaßt wird. Der Hebel 7 hält das im Ring 1,2 zusammengepreßte Stroh beim Binden vom Knüpfer und von der
-Abschneidevorrichtung für das Bindegarn fern. Der kurze. Hebelarm 8 des Hebels ist durch, ein über die Rolle 9 und .durch den hohlen Ringteil 1 "* geführtes ~ Seil' "6 mit einem am schwenkbaren Teila'^des Ringes vorgesehenen Arm 5 verbunden, so daß der Hebel mit seinem längeren Arm 'das Stroh beim Schließen des Ringes vom Knüpfer entfernt. , Am schwenkbaren Ringteil 2 ist oberhalb der Fadenklemme 28 eine Fadenführung 12 vorgesehen, die beim Schließen des Ringes durch, 'den Hebel 7 geschwenkt wird. Der letztere und. die Fadenführungv 12 werdendurch. Zugfedern 29 bzw. 44 in der-Ruhelage (Abb. 3) gehalten.
Der Knüpfer des Garbenbinders ist an. einer mittels Lager 37, 38 im hohlen Schaft gelagerten Drillspindel 39 befestigt, deren gegen Drehung gesicherter, im Schaft verschiebbarer Stein 15 durch, eine Gelenkstange 16 mit einem mittels eines Bolzens 19 drehbar am Schaft 2.0 · gelagerten, mit einem Handgriff 25 versehenen Hebel 18 verbunden ist. ... .*
Im hohlen Schaft 20 ist ferner eine parallel zur Drillspindel 39 liegende, in Lagern axial verschiebbare Stange 40 angeordnet, welche an ihrem dem Knüpfer zugekehrten: Ende ein Messer 41 trägt. Auf der Stange 40 ist eine Anschlagnase 42 befestigt, die einen Hebel 2 6 trägt, an dessen freiem Ende eine am Schaft 20 befestigte Zugfeder 27 angreift. Die Stange 40 ist an dem dem Messer 41 entgegengesetztetL Ende 43 nach der Achse des Schaftes 20 zu gebogen.
Auf der der Stange 40 gegenüberliegenden Seite der Drillspindel 39 ist in dem hohlen Schaft eine parallel zur Drillspindel liegende Stange 3 5 axial verschiebbar angeordnet, die unter der Wirkung einer Druckfeder 33 steht. Die Stange ist an einem Ende durch ein -"' Gelenkstück 32 mit dem einen Arm eines schwenkbar in dem hohlen Schaft 20 gelagerten zweiarmigen, mit dem anderen Arm auf den unter der Wirkung einer Druckfeder 45 stehenden schwingbaren Teil des Knüpferschnabels wirkenden Hebels 30 verbunden und trägt am anderen Ende eine Anschlagnase 36, gegen welche der Stein 15 der Drillvorrichtung stößt, wenn er durch Schwenken des Hebels 18 verschoben wird. Durch das durch den Stern, bewirkte Verschieben der Stange 3 5 wird der Knüpferschnabel geöffnet.
Soll mittels des Binders eine Garbe hergestellt werden, so wird das auf dem Erdboden liegende Getreide mit dem geöffneten Binder (Abb. 3} zusammengerafft, wobei das Getreide das Bindegarn zurückdrückt und aus dem Knäuel zieht. Ist genügend Getreide im Ring gesammelt, so wird dieser durch einen leichten Druck des Ringteiles 2 gegen den Erdboden geschlossen. Dabei wird einerseits der Hebel 7 mittels des Seiles 6 in die in den-Abb. i, 5 und 7 dargestellte Lage gehoben, bei der der Hebel verhindert, daß das Getreide mit dem Knüpfer in Berührung kommt, andererseits die Fadenführung 12 ' durch den Hebel 7 so bewegt, daß das Bindegarn in den Bereich des Knüpferschnabels gelangt (Abb. 1, 5 und 7). Jetzt wird das zuviel von dem Knäuel abgezogene Bindegarn von Hand zurückgezogen und mit der anderen Hand der Hebel 18 aus der in Abb. 1 dargestellten Lage in die in Abb. 5 dargestellte Lage geschwenkt. Dabei wird der Stein 15 mittels der Gelenkstange auf der Drillspindel verschoben und diese mit dem Knüpfer gedreht. Ferner wird der Klemmhebel 13, durch den der Stein 15 in der in Abb. 1 dargestellten Lage gehalten wurde, durch die auf ihn wirkende Feder 14 so geschwenkt, daß er das Bindegarn 23 festklemmt (Abb. 5 und 7). Der Stein 15 drückt die Anschlagnase 42 mit der Stange 40 nach unten, so daß diese mit dem Messer 41 nicht in der Längsrichtung verschoben wird. "Kurz vor dem Ende des Hubes des Steines 15 stößt dieser gegen die Anschlagnase 36, so daß die Stange 35 verschoben und mittels des Hebels 30 der Knüpferschnabel geöffnet wird. Letzterer wird, nachdem er das Bindegarn erfaßt hat, von dem go Hebel 30 freigegeben und durch die Feder 45 geschlossen. Alsdann wird der Hebel 18 in die Lage gemäß Abb. 1 zurückgeschwenkt, wobei der Stein 15 zurückbewegt sowie der Knüpfer in entgegengesetzter Richtung gedreht wird und in bekannter Weise das Bindegarn knüpft. Gleichzeitig wird die Stange 3 5 durch di,e Feder 33 in die Ruhelage zurückbewegt und durch, den auf die >Anschlagnase 42 treffenden Stein 15 die Stange 40 mit dem Messer so weit vorgeschoben, daß das Bindegarn durch das Messer durchschnitten wird. Ist dies geschehen, so gleitet das gebogene Ende 43 der Stange 40 durch das Lager der Stange, wodurch der Abstand zwischen dieser und dem Stein 15 so vergrößert wird, daß die Anschlagnase 42 vom Stein freigegeben wird. Infolgedessen bewegt die infolge der Verschiebung der Stange 40 gespannte Feder .27 die Stange mit dem Messer schnell in die in Abb. 7 dargestellte Ruhelage zurück. Am Ende des Hubes des Steines stößt dieser gegen den Klemmhebel 13, wodurch dieser geschwenkt wird und das Bindegarn freigibt.
Während des Knüpf ens hat sich das abgeschnittene Ende des Bindegarns selbsttätig in die Fadenklemnie 2 8 des schwenkbaren Teiles 2 des Ringes eingelegt. Wird jetzt das Gerät vom Erdboden abgehoben, so wird der Ring durch die Zugfeder 4 geöffnet, und die gebundene Garbe fällt aus dem Binder auf den Erdboden.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    ι. Handgarbenbinder mit einem an einer einen Garnbehälter tragenden Handhabe angebrachten, ^aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Teilen bestehenden Ring, dessen schwenkbarer Teil unter der Wirkung einer Zugfeder steht, und mit einem durch eine DrillVorrichtung ange-
    to triebenen Knüpfer, dadurch gekennzeichnet, daß der Knüpferschnabel mit der zu seinem Antrieb dienenden Drillvorrichtung in der hohlen Handhabe angeordnet und an der letzteren ein zweiarmiger Hebel drehbar gelagert ist, der mit dem Stein_ der Drillvorrichtung durch eine Gelenkstange verbunden ist.
  2. 2. Handgarbenbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem höh--1 len Schaft der Handhabe ein zum Abschneiden des Bindegarns dienendes Messer (41) angeordnet ist, welches durch den Stein (15) der D rill vorrichtung b ewegt wird.
  3. 3. Handgarbenbinder nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in dem hohlen Schaft der Handhabe eine Vorrichtung zum Öffnen des Knüpferschnabels angeordnet ist, die durch den Stein (15) der Drillvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird.
  4. 4. Händgarbenbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des hohlen Schaftes der Handhabe ein zweiarmiger Hebel (7) schwenkbar gelagert ist, dessen einer Arm (8) mittels eines über eine Rolle (9) durch den feststehenden Teil (1) des hohlen Ringes geführten Seiles (6) o, dgl. mit einem außen am. schwenkbaren Teil (2) des Ringes vorgesehenen Arm (5) verbunden ist.
  5. 5. Handgarbenbinder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Abschneiden des Bindegarns dienende Messer (41) an einem Ende einer Stange (40) befestigt ist, die in dem hohlen Schaft der Handhabe verschiebbar angeordnet und am anderen Ende nach der Achse des Schaftes zu gebogen ist, sowie eine Anschlagnase '(42) für den Stein (15) der Drillvorrichtung trägt, an der ein Hebel (26) befestigt ist, dessen freies Ende durch eine Feder (27) mit dem Schaft der Handhabe verbunden ist.
  6. 6. Handgarbenbinder nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Öffnen des Knüpferschnabels aus einer in Lagern (34, 37) verschiebbaren, unter der Wirkung einer Druckfeder (33) stehenden Stange (35) besteht, die an einem Ende durch ein Gelenkstück (32) mit dem einen Arm eines schwenkbar in dem. Schaft gelagerten zweiarmigen, mit dem anderen Arm auf den schwingbaren Teil des Knüpferschnabels wirkenden Hebels (30) verbunden ist und am anderen Ende eine Anschlagnase (36) für den Stein (15) der Drillvorrichtung trägt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEH138611D 1934-01-09 1934-01-09 Handgarbenbinder Expired DE619786C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN105393712B (zh) * 2015-12-09 2018-07-27 蒙林 带预紧装置的甘蔗打捆机

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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