CH201641A - Bildfilmanlage. - Google Patents
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Description
Bildfilmanlage. Die Erfindung bezieht sich auf eine Bild filmanlage, das heisst eine Vorrichtung zur Aufnahme oder Wiedergabe von Bild- oder Bildtonfilmen, in der als Lichtquelle min destens eine gekühlte llochdruckmetall- dampfentladungsröhre mit eingeschnürter Entladungsbahn verwendet ist. Die Verwen dung von gekühlten Hochdruckmetalldampf- entladungsröhren mit eingeschnürter Ent ladungsbahn, vorzugsweise von flüssigkeits gekühlten Hochdruckquecksilberdampfent- ladungsröhren für Projektionszwecke ist be kannt und hat sich als besonders geeignet er wiesen.
Derartige Röhren weisen eine Gas füllung und im Betriebe einen Quecksilber dampfdruck von zweckmässig grösser als 6 Atm, z. B. 150 Atm., auf, und sind mit mindestens einer Glühelektrode versehen, die nur wenig aus einer sie umgebenden Queck silber oder Amalgam enthaltenden, ver- dampfbaren Metallmasse hervorragt. Mit einer derartigen Entladungsröhre kann leicht eine Oberflächenhelligkeit von 20000 lnt. fi/em' und mehr, z.
B. von 80 000 bis 100 000 Int. g/cm' und mehr erreicht werden und die spektrale Zusammensetzung des Lichtes ge nügt den an eine einwandfreie Projektion zu stellenden Bedingungen. Eine derartige Ent ladungsröhre besitzt weiter die Eigenschaft, dass ihre Lichtaussendungskurve bei geeig neter Speisung, z.
B. mit Wechselstrom, Dunkelperioden von einer derartigen Dauer aufweist, dass diese vorteilhaft dazu benutzt werden können, um die Fortschaltbewegung des Filmes längs dem Filmfenster bei der Projektion bezw. bei der Aufnahme unsicht bar zu machen, so dass eine Blendenanord- nung bezw. eine Verschlussvorrichtung sich grundsätzlich erübrigen lässt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden (Schweizer Patent Nr. 197874) eine Hoch- druckmetalldampfentladungsröhre in einer Schaltung aufzunehmen, die eine Verzwei gung enthält, von der der erste Zweig einen Gleichrichter aufweist, der zweite aus einer Reihenschaltung einer Impedanz, zweck- mässig eine Selbstinduktion, und der Ent ladungsröhre besteht, wobei der eine Ver zweigungspunkt mit der einen Klemme.
der andere Verzweigungspunkt über einen Kon densator, dessen Aufladung über eine weitere Impedanz, zweckmässig einen regelbaren Ohmschen Widerstand, erfolgt, mit der an dern Klemme einer Wechselstromquelle ver bunden ist. Es lässt sich unter anderem die ser Schaltung durch geeignete Wahl der ver schiedenen elektrischen Grössen praktisch jede gewünschte, für den vorliegenden Zweck in Betracht kommende Dauer der Dunkelperiode erreichen.
Die vorliegende Erfindung, die sich auf eine Bildfilmanlage bezieht, in der eine der artige Schaltung Verwendung findet, beruht auf der Erkenntnis, dass die Lebensdauer der benutzten Hochdruckmetalldampfentladungs- röhre abhängig ist von der Weise, in der der Strom durch die Röhre fliesst.
Erfindungsgemäss kann eine praktisch hinreichende Lebensdauer dadurch erreicht werden, dass der Kondensator und die in dem Zweig der Entladungsröhre aufgenommene Impedanz so bemessen sind, dass ein ununter brochener, pulsierender Strom durch die Röhre fliesst. Es hat sich demgegenüber er geben, da.ss sich eine erheblich geringere Le bensdauer ergibt, wenn der Stromdurchgang periodisch unterbrochen wird. In diesem Falle nimmt jedoch die Zündspannung zu, was unter anderem auf die Herabsetzung der Ionisierung in dem Entladungsraum zurück zuführen ist.
Eine vorzeitige Zerstörung der Röhre kann die Folge davon sein. Überdies ist es zur Beibehaltung einer bestimmten mittleren Beleuchtungsstärke bei einer Schal tung mit Dunkelpausen notwendig, dass die Entladungsröhre während der Belichtungs zeit eine höhere Lichtstärke aufweist, das heisst einen stärkeren Strom führt, als für seine mittlere Lichtstärke notwendig sein würde. Gerade diese kurz nacheinander fol genden Unterschiede in der stromlosen Periode- (Dunkelpause) und der Periode der starken Stromaufnahme verkürzt die Lebens dauer--der -Röhre erheblich.
Der Mindestwert der Röhrenstromstärke in der erfindungsgemässen Bildfilmanlage wird zweckmässigerweise derart gewählt, dass die Lichtaussendung der Röhre periodisch so gering wird, dass der Bildweelisel während dieser Periode vorgenommen werden kann, ohne class dies auf der Leinwand bemerkbar ist, so class die Verwendung einer Blende sich grundsätzlich erübrigen kann.
Es hat sich nämlich herausgestellt, dass es für eine ein wandfreie Projektion nicht unbedingt not wendig ist, dass während des Bildwechsels die Lichtaussendung ganz Null ist. Viel- rnehr ist auch aus physiologischen Gründen ein "Ziehen" des Bildes nicht bemerkbar, wenn während dieses Vorganges die Licht stärke auf der Projektionswand unterhalb einen bestimmten, von dein Höchstwert der Belichtungsstärke abhängigen Wert fällt.
Gegebenenfalls kann, insbesondere wenn nicht mit; grossen Lichtstärkenänderungen ge arbeitet wird, z. B. in kleineren Anlagen, eine Blende vorgesehen sein, wobei dann neben einer längeren Lebensdauer der Entladungs röhre eine gewisse Stromersparnis erhalten wird.
An Hand der beiden Figuren wird ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen- standes näher erläutert.
In Fig. 1. ist das Schaltungsschema der beispielsweisen Bildfilmanlage dargestellt. In Fig. 2 sind die Strom- und Spannungs kurven der verschiedenen Zweige dieser Schaltung aufgezeichnet.
In Fig. 1 ist die Klemme 1 der Wechsel spannungsquelle e, die sowohl von dem ge wöhnlichen Stadtnetz, wie auch von einem Transformator gebildet sein kann, an einen Kondensator C angeschlossen. Die andere Seite des Kondensators ist mit einer Gleich richterröhre G und einem regelbaren Wider stand h? verbunden. Die zweite Klemme des Widerstandes R ist an die andere Klemme der Spannungsquelle e angeschlossen.
Pa rallel zu der Serienschaltung von Gleiehrich- terröhre G und Widerstand R liegt ein Zweig, der durch eine Impedanz L und eine Ent ladungsröhre E gebildet wird: Der Wider- stand R kann auch zwischen den Punkten 2 und 4 bezw. 5 und 6 angeordnet sein. Die Punkte 7 und 8 sind die Verzweigungspunkte.
Die Schaltung arbeitet wie folgt. Wenn die Klemme 2 positiv ist, wird der Konden sator C auf ein durch den Widerstand P be stimmtes Potential aufgeladen, weil die Gleichrichterröhre G den Strom in dieser Richtung durchlässt. Wenn die beiden Klemmen 1 und 2 ihre Polarität wechseln, tritt folglich an der Entladungsröhre eine Totalspannung auf, die die Summe von der Kondensatorspannung und der Netzspannung ist. Hieraus ergibt sich, dass Entladungs röhren mit einer Zündspannung, die höher ist als die höchste Spannung der Wechselstrom quelle, unter Verwendung der Schaltung ge mäss Fig. 1 gezündet und im Betrieb gehalten werden können.
In Fig. 2 ist die Wirkung der Schaltung gemäss Fig. 1 noch näher verdeutlicht.
Die mit 9 bezeichnete Kurve stellt die Spannungskurve der Wechselstromquelle e dar. Wenn die Spannung den Punkt 10, der der Durchschlagsspannung der Gleichrichter röhre G entspricht, auf Kurve 9 erreicht hat, kommt die Gleichrichterröhre G in Wirkung, so dass der Kondensator C aufgeladen wird. Es hängt von der Grösse des Kondensators und des den Aufladungsstrom begrenzenden Widerstandes R, ab, ob der Kondensator auf dem höchsten erreichbaren Wert, das heisst auf die Höchstspannung 12 der Wechsel spannung aufgeladen wird.
In dieser Schal tung- ist der Widerstand B derart gewählt, dass die Kondensatorspannung, die mit 11 be zeichnet ist, , tatsächlich der Höchstspannung der Wechselstromquelle nahe- kommt.
Der Kondensator behält seine Ladung, weil die Gleichrichterröhre keinen Strom in der ent gegengesetzten Richtung durchlässt. Wenn die Spannurig -der StröriiqueIle deü Höchst wert bei 12 erreicht hat, nimmt sie wieder ab, so dass zwischen den beiden mit 7 und 8 bezeichneten Verzweigungspunkten (Fig. 1) eine Spannungsdifferenz auftritt, deren Mo mentanwert in Fig. 2 schematisch durch die Längen der gleichlaufenden Linien des schraffierten Teils angegeben ist.
Zwischen den Punkten 7 und 8 ist die Entladungs röhre E mit der vorgeschalteten Drossel L an geschlossen. Wenn die Spannung zum ersten Mal nach der Einschaltung der Bildfilm anlage den Wert der Zündspannung 18. von der Entladungsröhre, z: B. - bei 14, er reicht, leuchtet die Lampe auf, was schema tisch durch die im Punkte 15 beginnende Stromkurve 16 angegeben ist. Der Konden sator wird jetzt über die Röhre entladen, was durch die Kurve 17 angegeben ist.
Bei dem Punkt 18 ist die Spannungs differenz zwischen den Punkten 7 und 8 in der Schaltung nach Fig. 1 null. Der durch die Entladungsröhre fliessende Strom ist in diesem Moment jedoch nicht null, weil der Strom in der Drossel L in bezug auf die an gelegte Spannung zwischen den Punkten 7 und 8 in bekannter Weise nacheilt und die so an der Drossel erzeugte Selbstinduktions- spannung den Röhrenstrom noch kurze Zeit in abnehmender Stärke unterhalten kann (19, 20, Fig. 2). Inzwischen ist die Gleichrichter röhre bei 21 wieder in Tätigkeit getreten.
Beim Punkte 22 entsteht wieder eine wach sende Spannung zwischen Punkten 7 und 8.. Dies bedeutet, dass der Röhrenstrom zwischen den Punkten 20 und 23 nicht mehr in dem jenigen Masse abnimmt wie zwischen den Punkten 19 und 20 und sogar bei 23 wieder zunimmt.
Dieser Vorgang wiederholt sich periodisch mit einer Frequenz gleich der des speisenden Wechselstromes. Wird der Kondensator ge, nügend gross bemessen, so -wird er jedesmal nur verhältnismässig wenig entladen. das heisst die Spannung sinkt nur -wenig ab (Kurventeil 17) und wenn auch die Drossel richtig bemessen ist, gelingt es, den Strom so lange zu unterhalten, bis die Spannung zwischen den Punkten 7 und 8 wieder zu nimmt und sich ein erneuter Stromanstieg von Punkt 23 ab ergibt. Die Röhre löscht dann nicht.
Je grösser der Wert der Selbstinduktion L und der Kapazität C gewählt wird, desto weniger sinkt der Strom periodisch herab. In der obenbezeichneten Schaltung wirken der Kondensator C, die Gleichrichterröhre G und die Drossel L als ein Gleichrichterkreis, von dem C und L eine Abflachevorrichtung bilden. Je grösser der Wert des Konden- sators und der Impedanz ist, desto kleiner wird die Wechselspannungswelligkeit des gleichgerichteten Stromes.
Wenn der Höchst wert der Welligkeitsspannung grösser als die Gleichspannung ist, wird der Strom perio disch unterbrochen: wenn dieser kleiner ist, fliesst der Strom ununterbrochen.
Der Kondensator C und die Impedanz I, sind so bemessen, dass der Höchst-,vert der )Velligkeitsspannung kleiner ist als die Gleichspannungskomponente des gleichgerich teten Stromes, das heisst der Strom durch die Röhre E fliesst ununterbrochen.
Bei einer ausgeführten Vorrichtung sind folgende Werte benutzt worden: Netzspannung (effektiv) e -= 500 V, Netzfrequenz f = 50 Hertz: Zündspan- nung der Entladungsröhre E = 500 V; mittlerer Röhrenstrom I = 2 Amp; Kapazi tät C = 30,ccF; Selbstinduktion L = 2 bis 3 Henry: Widerstand R =etwa 10 bis 100 Ohm.
Die Lebensdauer der Röhre war in diesem Falle etwa 10 Mal grösser als bei Speisung mit unterbrochenem Strom.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Bildfilmanlage, in der als Lichtquelle mindestens eine gekühlte Hochdruckmetall- dampfentladungsröhre mit eingeschnürter Entladungsbahn verwendet ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die Röhre in einer Schal tung aufgenommen ist, die eine Verz,#veigung enthält, von der der erste Zweig einen Gleich richter aufweist, der zweite aus einer Rei- henschaltung einer Impedanz und der Ent ladungsröhre besteht, wobei der eine Ver zweigungspunkt mit der einen Klemme, der andere Verzweigungspunkt über einen Kon densator,dessen Aufladung über eine weitere Impedanz erfolgt, mit der andern Klemme einer Wechselstromquelle verbunden ist, rund dass der Kondensator und die im Zweig der Entladungsröhre aufgenommene Impedanz so bemessen sind, dass ein ununterbrochener pulsierender Strom durch die Entladungs röhre fliesst. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Bildfilmanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Impedanz, über welche der Kondensator aufgeladen wird, ein regelbarer Ohmscher Widerstand ist.?. Bildfilmanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die im Zweig der Entladungsröhre aufgenommene Im pedanz eine Selbstinduktion ist. 3. Bildfilmanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ent ladungsröhre eine flüssigkeitsgekühlte Hochdruekquecksilberdampfentladungs- röhre ist. 4. Bildfilmanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kondensator und die im Zweig der Entladungsröhre aufgenommene Impedanz so bemessen sind, dass die Minimalstromstärke des pul sierenden Stromes durch die Entladungs röhre einen für den Bildwechsel zulässigen Höchstwert nicht überschreitet.
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