CH197261A - Verfahren zum Herstellen von Körper-Nachbildungen. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Körper-Nachbildungen.Info
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Verfahren zum Herstellen von Körper Nachbildungen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Körpernachbildungen, zum Beispiel von dem menschlichen Körper individuell nachgebildeten Büsten.
Der Gedanke, an Stelle des menschlichen Körpers selbst oder normalisierter Schneider büsten individuelle, den vielgestaltigen Un terschieden des menschlichen Oberkörpers nachgebilidete Schneiderbüsten herzustellen, ist nicht mehr neu.
Die Herstellung solcher bekannter Büsten ist aber nicht nur umständlich und langwie rig, sondern erfordert auch kostspielige Ein richtungen, so dass die Anschaffung solcher Büsten nur verhältnismässig wenig in Be tracht kommt.
Dass Verfahren gemäss Erfindung zeich net sich dadurch aus, dass der nachzubil dende Körper mit einem Gewebeüberzug be legt, dieser noch am Körper auf der Aussen seite mit biegsamen Streifen überklebt, nach dem Trocknen des Klebstoffes vom Körper abgenommen und auf der Innenseite mit einer aus plastischem, beim Trocknen erhär- tendem Material bestehenden Schicht ver sehen wird.
In der Zeichnung sind eine nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Büste und eine bei der Durchführung dessel ben verwendbare Einrichtung bespielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Büste in Ansicht, Fig. 2, eine Büste im Vertikalschnitt auf einem zum Halten denselben dienenden Ständer, Fig. 3 eine Streifenanfeuchtvorrichtung in Seitenansicht, teilweisse geschnitten, Fig. 4 dieselbe in Vorderansicht, teilweise geschnitten.
Mit Hilfe der später beschriebenen Strei fenanfeuchtvorrichtung wird eine über den nachzubildenden Oberkörpern gezogene Weste (Überzug) aus geeignetem dünnem Gewebe, z. B. Gaze, mit biegsamen Streifen, z. B.
gummiertem Papier, nach allen Richtungen so beklebt, dass eine dem betreffenden Kör per .genau entsprechende Form entsteht. Diese so Form wird zweckmässig aufgeschnitten, vom Körper abgenommen und wieder zusammengefügt. Diese in Fig. 2 mit #a" bezeichnete Form wird nun von innen her mit einem plastischen Material, z. B.
Schlemmkreide und Kleister, das beim Trockenwerden ganz fest wird, überall so bestrichen, dass die Abformbüste zu einem harten, dauerhaften Körper wird, an der ge arbeitet werden kann, ohne befürchten zu müssen, dass sie eingedrückt wird. Unter Umständen kann die Form zum Versteifen derselben auch von innen mit Streifen, z. B. von Papier, überklebt werden, die sich den innern Höhlungen der Form gut anpassen. Es findet also auf diese Weise ein Versteifen der Wandungen der Büste statt, ohne hier durch zugleich die Aussenmasse der Form zu verändern.
Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Streifen anfeuchtvorrichtung Reist einen nach Art einer Glocke m ausgebildeten Fuss auf, der unten zur Einführung einer Papierrolle offen, sonst auf allen Seiten geschlossen ist. Um den in der Mittelachse angeordneten Zapfen ist die leicht auswechselbare Papier rolle drehbar. Mit dem Fuss des Apparates ist der Behälter für das Wasser und den Schwamm fest verbunden. Der Wasserbehäl ter f, der hinten zum Einfüllen des Wassers eine dicht schliessende Tür hat, ist durch eine mit Öffnungen i versehene Wand von dem Behälter h für den Schwamm o abgetrennt. An der Vorderseite des Apparates ist mittels eines Scharniers n eine seitlich aufklappbare Führungs- und Schutzwand e angebracht.
k ist ein Leiste an der Vorderseite der Schwammkammer, die dazu dient, das Was ser aus dem Schwamm in den Wasserbehäl ter zurückzuleiten. l ist ein mit Zacken ver- sehener Rand der Schatzklappe e.
Die Handhabung der Vorrichtung ist folgende: Nachdem Wasser in den Behäl ter f eingeführt und ein Schwamm durch die vordere Öffnung in die Schwammkammer eingebracht ist, ferner eine Papierrolle von unten her in die Glocke eingelegt und mit Hilfe der durch seitliche Öffnungen gesteck ten Achse drehbar gelagert ist, wird der Schwamm bei entsprechender Lage des Apparates durch die Öffnungen i in der er forderlichen Weise angefeuchtet.
Wird nun der unten aus der Glocke heraustretende Papierstreifen mit der klebfähigen Seite un ter der Schutzklappe e an dem Schwamm vorbei geführt, so wird die Klebseite des Papierstreifens p angefeuchtet und dann der Papierstreifen Tiber den Zackenrand l je nach der gewiinselhten Länge abgerissen und auf die Gaseweste aufgeklebt.
Vorteilhaft werden an der Abformbüste die Enden der Achselstücke aus elastischem Material (Gummi oder dergl.) gefertigt. Auf diese Weise lässt sich beim Anprobieren eines Kleidungstückes auf der Abformbüste durch leichtes Eindrücken der überstehenden Enden der Achseln das Kleid ohne Mühe leicht überziehen und von der Büste nach oben abstreifen, was ohne diese biegsamen Enden sonst sehr mühsam ist, wenn nicht unmöglich.
Das im vorstehenden beschriebene Ver fahren kann nicht nur zur Herstellung von Büsten, sondern auch von andern geeigneten Gegenständen, Körpern und Körperteilen Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Herstellen von Körper nachbildungen, dadurch gekennzeichnet, dass der nachzubildende Körper mit einem Ge- wel>eüberzu,g belegt, dieser noch am Körper auf der Aussenseite mit biegsamen Streifen iiberklebt. nach dem Trocknen des Klebstof fes vom Körper abgenommen und auf der Innenseite mit einer .aus plastischem, beim Trocknen erhärtendem Material bestehenden Schicht versehen wird. UN TERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der mit Strei fen überklebte Gewebeüberzug zum Ab nehmen vom Körper aufgeschnitten und vor .dein Anbrin;en der erhärtenden In- nensehicht geschlossen und auch auf der Innenseite mit Streifen überklebt wird. 2.Verfahren nach Patentauspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der Innenschicht Klei ster und Schlemmkreide benützt wird. PATENTANSPRUCH II: Bei der Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I verwendbare Vorrich tung, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Anfeuchten der Klebstreifen eingerichtet ist. UNTERANSPRÜCHE: 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie einen glok- kenartigen, nur unten offenen Fuss zur Aufnahme einer Klebstreifenrolle auf weist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie über dem glockenartigen Fuss einen Flüssigkeitsbehälter und einen am obern Teil seitwärts offenen Schwamm behälter aufweist. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, d ass der Flüssigkeitsbehälter und d er Schwammbehälter durch eine per forierte Wand voneinander getrennt sind. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 3 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Führung und zum Schutz des aus dem glockenartigen Fuss nach oben am Schwammbehälter vorbei geführten Klebstreifens eine aufklappbare Wand vorhanden ist. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteraussprüchen 3 bis 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass der obere Rand der aufklappbaren Wand gezackt ist.PATENTANSPRUCH III: Körpernachbildung, hergestellt nach dem Verfahren gemäss, Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewebeüberzug aus Gaze und die Klebstreifen aus gummierten Papierstreifen bestehen. UNTERANSPRUCH: B. Körpernachbildung nach Patentanspruch III, in Form einer menschlichen Büste, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohul- tern,an ihrem äussern Teil aus elastischem Material bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH197261A true CH197261A (de) | 1938-04-30 |
Family
ID=4440786
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|---|---|---|---|
| CH197261D CH197261A (de) | 1937-05-14 | 1937-05-14 | Verfahren zum Herstellen von Körper-Nachbildungen. |
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|---|---|
| CH (1) | CH197261A (de) |
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1937
- 1937-05-14 CH CH197261D patent/CH197261A/de unknown
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